10x01 - Flucht durchs Universum (The Pilot)

    • Ich fand die Episode ganz nett. Als "Pilot" und Einstiegsfolge völlig akzeptabel, aber nichts wirklich überraschendes.
      Bill und Nardole funktionieren weitaus besser als gedacht und könnten in den folgenden Episoden tatsächlich noch richtig gut werden.
      Neben der dünnen Geschichte gab es einige Kleinigkeiten, welche mich gestört haben. Unter anderem, dass die Daleks plötzlich schlechter zielen können als so mancher Stormtrooper, obwohl sie in der Vergangenheit eigentlich nahezu immer ihr Ziel getroffen haben. Aber sich wegen sowas den Staffelauftakt vermiesen zu lassen, wäre Korinthenkackerei.
    • skyworld schrieb:

      gab es seit Beginn der neuen Serie eigentlich Folgen, in der die Daleks gegen jemand anderen als gegen die Timelords oder gegen Menschen gekämpft haben
      ja die friedliebenden Daleks,
      besser gesagt deren direkte Vorfahren,
      haben vor langer Zeit einen langen,
      sehr langen Abwehrkampf gegen die kriegerischen Thals führen müssen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von stevmof ()

    • Glaube ich fand die Episode ingesamt ok (werd sie mir wohl noch ein zweites mal anschauen), aber auch nicht besonders gut und dieses der Doctor mit Rockgitarre und so ist mir immer noch etwas befremdlich (auch wenn es nicht so absurd wie Anfang der letzten Staffel war). Mal schauen, hoffe jedenfalls das es wieder etwas weniger erd-lastig wird. Gibt jedenfalls einige Fragen zu beantworten, was seit dem letzten "Blick" den wir im TV auf den Doctor werfen durften so passiert ist ;)
    • Torian schrieb:

      Ich bräuchte eine Gehirnwäsche, um was Neues aus der Einstiegsfolge entdecken zu können. Moffat failed!
      Da fallen mir eine Menge Dinge ein. Hier ein paar:
      - Unspektakulärer Einstieg: Der Doctor hängt dieses Mal nicht an der TARDIS über London oder Flugzeuge stoppen mitten im Flug.
      - Atmosphäre: In den ersten (schätzungsweise) 15 Minuten keine oder wenn nur dezente Musik von Murray Gold bis er das Licht in der TARDIS anschaltet.
      - Visuell unterstützte Dialoge: die Vorlesung des Doctors untermalt mit den aneinander gereihten Bildern die sich dann Bewegen. Eine solche Visualisierung gab es das letzte Mal bei The Eleventh Hour
      - Bis zum Betreten der TARDIS ist der Doctor für den (Neu-)Zuschauer nichts weiter als ein spleeniger aber doch normal wirkender Dozent an der Uni
      usw.
      "Es ist so weit, du wirst dich verbeugen, wie's alle vor dir taten. Auf Stunde 11 folgt nun die 12, Vorbei ist jetzt das warten" "Versteh ich nicht!"
      "I am the Doctor, and I shave people!"

      WATCHING NOW: The Androids of Tara
    • Sehr schön fand ich die Hommage an Douglas Adams. Der Doctor als Professor an der Uni, und zwar schon seit 50 oder sogar 70 Jahren, also länger als andere Professoren, ohne dass es jemanden auffällt. Genau wie Professor Chronotis in "Shada". Auch dass die Uni in Bristol war, ist eine Anspielung auf "Bristol" in Shada. Auch der Humor in dieser Folge erinnerte an Adams. Für eine Einführungsfolge eines neuen Compagnions fand ich diese Folge sehr gelungen.
    • Meiner Meinung funktioniert "The Pilot" als Einstiegs- und Kennlernepisode ziemlich gut, die Handlung fängt langsam an, um dem Zuschauer Zeit zu geben, Bill kennenzulernen, es mangelt jedoch nicht an der nötigen Spannung, um am Ball zu bleiben, sie kann aber auch eingesessenen Zuschauern gefallen. Ich persönlich war wegen der Szene, in der Bill die TARDIS mit einer Küche zwar etwas skeptisch, ob das nicht zu albern wird, doch als sie erklärt hat, wie sie auf diesen Gedanken gekommen ist, musste ich doch ziemlich schmunzeln. ;)
      Die Daleks in dieser Folge fand ich jedoch ziemlich überflüssig. Es wirkte auf mich wie "schreibt noch schnell die Daleks hinein, dann müssen wir sie in späteren Folgen nicht groß vorstellen und können gleich zur Action kommen". Bedenkt man, dass die Daleks zu den Hauptantagonisten der Serie gehören, fände ich es besser, wenn sie zur Vorstellung für Neueinsteiger eine eigene Folge bekommen hätten, so wie es in der ersten Staffel mit "Dalek" der Fall war.
      Ansonsten habe ich an der Folge jedoch nichts auszusetzen und freue mich auf den Rest der Staffel.
    • Puh, anstrengend!

      Das ist das erste, was mir einfällt nach dieser Folge. Nicht nur der Doktor spricht in einem schwer zu verstehenden Dialekt, wenn er schneller spricht, sondern auch seine neue Begleiterin ist kaum zu verstehen. Ich fürchte, diese Staffel wird es außerhalb von englischsprachigen Ländern sehr schwer haben, im Original genügend Zuschauer zu gewinnen. Ich bin ja sonst nicht so begeistert von Synchronisationen, aber auf die deutsche Fassung dieser Staffel freue ich mich wirklich.


      The Other schrieb:

      Bills Mutter...
      Stoff für die kommenden 11 Wochen.

      Ich hoffe nur, es wird keine Kopie der Geschichte über Peter Tyler...

      Frobisher schrieb:

      Nardole gefällt mir. Er dient als Comic Relief und auch als Gegenpol zum Doctor.

      Und er sieht Dinge, die der Doktor nicht sieht, wie z.B. die Tränen anderer Leute! Das war ein toller Satz von ihm, auch wenn er mal eben so beiläufig hingeworfen schien.

      Solus schrieb:

      "Oh, ich werde von einem Wassermonster verfolgt. Gehe ich doch mal ganz nah an diese Pfütze dort heran..."

      Kaoru schrieb:

      Dass Figuren sich derart existenzbedrohend dumm verhalten kenne ich sonst nur von "Lost" oder "Prometheus", aber für eine Hauptfigur in "Doctor Who" war das mal was Neues.

      Dieses Verhaltensmuster ist ein ganz typisches cineastisches Mem eines jeden Heldentyps, egal in welchem Film oder in welcher Serie, und egal ob SciFi, Krimi, Eastern, Western oder sonstiges Genre! :D


      b080273 schrieb:

      Schade, dass Capaldi, jetzt wo sein Doctor sein Demenz- und Meckerstadium überwunden hat, sich in Hörspiele und Fanficiton zurückziehen wird.

      Ich bin wirklich gespannt, wer die Rolle in der nächsten Staffel übernimmt. Ich schätze, daß die Weihnachtsfolge den Wechsel bringen wird.

      skyworld schrieb:

      Die Fotos von ihrer Mutter, die plötzlich auftauchten hat ja anscheinend der Doctor gemacht, er war ja in einem Spiegel zu sehen.

      Diese Fotos müssen dann aber in Bills relativer Zukunft gemacht werden. Oder in der Zeit, die sie braucht, um aus dem Büro des Doktors in den Hof der Uni zu laufen, wo der Doktor dann wieder auf sie wartet.

      The Other schrieb:

      Bis zum Betreten der TARDIS ist der Doctor für den (Neu-)Zuschauer nichts weiter als ein spleeniger aber doch normal wirkender Dozent an der Uni

      DrZarkov schrieb:

      Der Doctor als Professor an der Uni, und zwar schon seit 50 oder sogar 70 Jahren, also länger als andere Professoren, ohne dass es jemanden auffällt.

      An der Stelle wurde ich auch ein wenig stutzig: waren diese "50 Jahre" nur eine sprachliche Übertreibung einer Studentin, oder hat er sich wirklich für so lange Zeit niedergelassen? Wenn ja, hat er damit eindeutig und mehrfach seine eigene Zeitlinie gekreuzt, was laut bisherigen Aussagen in der Serie von jedem Zeitreisenden tunlichst vermieden werden sollte.
      Wolfgang.
    • Hatte mitbekommnen, dass 10.01 quasi ein Neuanafang ist und mir die Folge mal angeschaut. Und ich muss gestehen, das war das erste Mal seit 2010, dasss mir sogar halbwegs gefiel, was ich sah. Soll heißen, ichfand die Folge gar nicht mal so schlecht (und das, obwohl das Drehbuch von S. Moffat stammt)
      Werde wohl auch die nächste Folge ansehen, mal sehen, ob ich wieder Gefallen an deraktuellen Serie finde ...
    • Sonically Screwed schrieb:

      Wenn ja, hat er damit eindeutig und mehrfach seine eigene Zeitlinie gekreuzt,
      eher nicht, um Bristol hat der Doctor in der Vergangenheit immer einen großen Bogen gemacht
    • Sonically Screwed schrieb:

      Das ist das erste, was mir einfällt nach dieser Folge. Nicht nur der Doktor spricht in einem schwer zu verstehenden Dialekt, wenn er schneller spricht, sondern auch seine neue Begleiterin ist kaum zu verstehen. Ich fürchte, diese Staffel wird es außerhalb von englischsprachigen Ländern sehr schwer haben, im Original genügend Zuschauer zu gewinnen. Ich bin ja sonst nicht so begeistert von Synchronisationen, aber auf die deutsche Fassung dieser Staffel freue ich mich wirklich.
      Das Problem hatte ich ja mal gar nicht.
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 2_1Doc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc
    • Was ich an anderer Stelle dazu geschrieben habe, (weitgehend) spoilerfrei:

      Nardole ist weiterhin für die Slapstick-Einlagen zuständig, die leider auch größtenteils arg drüber sind, aber seine ruhigen Momente und die teilweise ziemlich erfrischenden Oneliner, mit denen er dem Doctor öfter mal die Stirn bietet, machen ihn doch zu einer liebenswürdigen Figur. Ich hoffe, dass sein Potential weiter ausgeschöpft wird, denn eine solche Art von Companion hatten wir bislang noch nie. Es wäre schade wenn er vorwiegend für alberne Szenen missbraucht wird und nur ab und an starke Momente hat, die Matt Lucas eben wirklich liegen.

      Bill ist, wie zu erwarten war, eine Figur, die in erster Linie Jugend in die Serie bringen soll. Sie macht das Ganze moderner und somit auch sicherlich für junge Zuschauer, vor allem die Durchschnitts-TV-Konsumenten unter ihnen, attraktiver. Sie ist sympathisch, in zumindest der ersten Folge aber nicht sehr konsequent geschrieben. Einerseits hinterfragte sie vieles, scheint intelligent und neugierig, andererseits verhält sie sich in einigen Momenten aber auch völlig bescheuert und lässt so manchen, schwachsinnigen Spruch los. Auch hier sehe ich Potential, das aber eben auch erst mal genutzt werden muss.

      Die Folge an sich erzählt relativ wenig Handlung, lässt den Zuschauer über einen Story Arc noch im Ungewissen, die Geschehnisse schreien aber danach, im Laufe der Staffel wieder aufgegriffen zu werden. Vor Querverweisen, Anspielungen und den berühmt-berüchtigten Moffat-Selbstzitaten kann man sich kaum retten. Während Ersteres zu erwarten war, sich für eine endende Ära auch fast so gehört und mir auch größtenteils gut gefallen hat (zumal viel Bezug auf die klassische Serie genommen wird), fand ich jene Selbstzitate aber eher nervig.

      Die Ausgangssituation ist fast ein wenig an die Pertwee-Ära angelehnt, nur dass der Doctor sich freiwillig zurückgezogen hat. Unter Moffat tut er da ja immer gern, wenn er einen Companion verliert. Auch im Bezug auf die Inszenierung wirkt das ganze deutlich moderner. Die Musik ist lauter und poppiger, man versucht sich in bislang unergründeten Schnitttechniken, popkulturelle Anspielungen häufen sich - man merkt der Folge einfach an, die Serie will "hipper" werden. Weshalb Peter Capaldi dafür jedoch neben durchweg eleganten Outfits, Samtmäntel mit verrupften T-Shirts und Hoodys kombinieren muss, bleibt mir ein Rätsel.

      Die zahlreichen Ortswechsel schreien danach, insbesondere neuen Zuschauern zu zeigen, wie abwechslungsreich die Serie sein kann und was ihr Konzept alles ermöglicht. Mit einem der gezeigten Orte spricht die Folge aber die alten Fans an. Man sieht - wenn auch nur ganz kurz - einen Krieg zwischen zwei bestimmten Rassen. Einen Krieg, den wir schon einmal gesehen haben: Vor fast 40 Jahren. Das hat bei mir zugegeben sofort den Fanboy-Modus ausgelöst.

      Zu Bills Homosexualität: Dass sie gleich zu Beginn angesprochen wurde, ließ die Befürchtung aufkommen, dass man die Figur ein wenig auf sie reduziert. Später wurde klar, die Folge erzählt in gewisser Weise eine Liebesgeschichte. Von daher bin ich guter Dinge, dass ihre Sexualität künftig nicht expliziter behandelt wird wie die der anderen Figuren auch.

      Unter'm Strich bin ich also durchaus zufrieden mit der Folge. Ich hätte den Schritt in Richtung Massentauglichkeit nicht gebraucht und sehe da auch noch einige Aspekte, die bei falscher Handhabung zu Problemen werden können, etwa das Bill zwischen intelligentem Mädel und Dummchen hin und her wechseln und Nardole weiter zur Slapstick-Figur verkommen wird, aber das muss ja nicht zwangläufig so kommen. Ich bleibe hoffnungsvoll.

      Der Trailer zur nächsten Folge hat mir so gar nicht zugesagt. Ich befürchte, dass die helle, äußerliche Schönheit des Schauplatzes die düstere Thematik kaum glaubhaft scheinen lassen wird. Zudem wurde das Drehbuch von Frank Cotrell-Boyce geschrieben. Ich erwarte Schlimmstes.
      "The world would be a poorer place without Doctor Who." - Steven Spielberg
    • Mario schrieb:

      Sonically Screwed schrieb:

      Das ist das erste, was mir einfällt nach dieser Folge. Nicht nur der Doktor spricht in einem schwer zu verstehenden Dialekt, wenn er schneller spricht, sondern auch seine neue Begleiterin ist kaum zu verstehen. Ich fürchte, diese Staffel wird es außerhalb von englischsprachigen Ländern sehr schwer haben, im Original genügend Zuschauer zu gewinnen. Ich bin ja sonst nicht so begeistert von Synchronisationen, aber auf die deutsche Fassung dieser Staffel freue ich mich wirklich.
      Das Problem hatte ich ja mal gar nicht.
      Ne ich auch nicht. Die einzige Serie, die ich im O-Ton schaue ist Doctor Who, deshalb hatte ich da am Anfang auch ein bisschen Sorge das ich nicht alles verstehe aber dem war zum Glück nicht so.

      Aber bin ich die einzige die die "Liebesgeschichte" zwischen Bill und Heather nicht so richtig wahrgenommen hat? Klar, Bill hatte irgendwo Interesse an ihr, aber die beiden haben sich gefühlt nur drei mal gesehen, imo war da überhaupt keine Zeit für einen Aufbau einer Liebesgeschichte.
      Es ging doch mehr um das Versprechen das Heather Bill, kurz bevor sie ins die Pfütze gezogen wurde, gegeben hat.
      Deshalb stört es mich auch nicht das Bill jetzt nicht zu Tode betrübt ist. Klar, sie hatte sie gern, sie war aber jetzt nicht die Liebe ihres Lebens...
    • Oracle schrieb:

      Aber bin ich die einzige die die "Liebesgeschichte" zwischen Bill und Heather nicht so richtig wahrgenommen hat? Klar, Bill hatte irgendwo Interesse an ihr, aber die beiden haben sich gefühlt nur drei mal gesehen, imo war da überhaupt keine Zeit für einen Aufbau einer Liebesgeschichte.
      Es ging doch mehr um das Versprechen das Heather Bill, kurz bevor sie ins die Pfütze gezogen wurde, gegeben hat.
      Deshalb stört es mich auch nicht das Bill jetzt nicht zu Tode betrübt ist. Klar, sie hatte sie gern, sie war aber jetzt nicht die Liebe ihres Lebens...
      Dem kann ich nur zustimmen. Ich weiß auch nicht, warum alle da von einer Liebesgeschichte reden. Bill fand Heather zwar attraktiv und umgekehrt war es wohl genauso, und Heather hat sich an das letzte Versprechen gehalten, welches sie Bill gegeben hatte, aber das qualifiziert noch lange nicht als Liebesgeschichte - außerhalb eines klassischen Disney-Films.
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 2_1Doc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc
    • Wie der Doctor sagte: "Never underestimate a crush." Crush, nicht never ending love. Aber sprachlich ist das schwer runterzuschrauben. Den Begriff Bisschen-verguckt-Geschichte gibt es halt nicht, da muss Liebesgeschichte der Einfachheit halber herhalten.
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Sonically Screwed schrieb:

      The Other schrieb:

      Bis zum Betreten der TARDIS ist der Doctor für den (Neu-)Zuschauer nichts weiter als ein spleeniger aber doch normal wirkender Dozent an der Uni

      DrZarkov schrieb:

      Der Doctor als Professor an der Uni, und zwar schon seit 50 oder sogar 70 Jahren, also länger als andere Professoren, ohne dass es jemanden auffällt.
      An der Stelle wurde ich auch ein wenig stutzig: waren diese "50 Jahre" nur eine sprachliche Übertreibung einer Studentin, oder hat er sich wirklich für so lange Zeit niedergelassen? Wenn ja, hat er damit eindeutig und mehrfach seine eigene Zeitlinie gekreuzt, was laut bisherigen Aussagen in der Serie von jedem Zeitreisenden tunlichst vermieden werden sollte.
      Eben, vermieden werden SOLLTE. Was den Doctor bisher aber auch nicht sonderlich gestört hat.

      Mario schrieb:

      Sonically Screwed schrieb:

      Das ist das erste, was mir einfällt nach dieser Folge. Nicht nur der Doktor spricht in einem schwer zu verstehenden Dialekt, wenn er schneller spricht, sondern auch seine neue Begleiterin ist kaum zu verstehen. Ich fürchte, diese Staffel wird es außerhalb von englischsprachigen Ländern sehr schwer haben, im Original genügend Zuschauer zu gewinnen. Ich bin ja sonst nicht so begeistert von Synchronisationen, aber auf die deutsche Fassung dieser Staffel freue ich mich wirklich.
      Das Problem hatte ich ja mal gar nicht.
      Also ich fand auch alles recht gut verständlich.


      Ich fand die Folge gut, sicherlich war die Story nur rudimentär und schnell erzählt, aber das ist ja nichts neues bei Einstiegsfolgen.
      Sowohl Bill als auch Nardole haben mir gefallen. Wenn die Charaktere so bleiben, hätte ich jedenfalls kein Problem damit.
    • Recycling,
      der Doctor hat sich mal wieder zurückgezogen, in "Snowmen" auf eine Wolke, in "Bells of Saint John" in ein Kloster und jetzt in den Job als Professor an einer Universität. Immerhin ist er diesmal nicht der Hausmeister.

      Die triefende Heather wurde optisch von "Waters of Mars" übernommen. Dass sie jeden Satz wiederholt, stammt aus "Midnight". Und dass die konvertierte Heather in ihrem letzten bewussten Satz hängengeblieben ist, entspricht dem Verhalten der Data Ghosts in der "Library".

      Ein Raumschiff ohne Besatzung suchte sich in "Girl in the Fireplace" durch Zeitfenster hindurch Menschen, um daraus Ersatzteile zu formen, damit der Flug fortgesetzt werden konnte. Diesmal ist es ein zurückgelassener Ölfleck eines Raumschiffes, der durch die Oberfläche einer Pfütze hindurch einen Piloten sucht, um wieder ins All aufbrechen zu können.

      Heather eignet sich als Pilot, weil sie überall weg will. Sie ist das Gegenstück zu Sophie in "The Lodger", die als Pilot ungeeignet war und die Tardis der Confessional Priests zur Implosion brachte, weil sie nicht weg wollte.

      Es ist bei einer Serie wie Doctor Who unvermeidlich, dass grundlegende Ideen und Konzepte immer wieder eingesetzt werden. Moffat übertreibt es nach meinem Empfinden. Aber damit lebe ich seit "The Eleventh Hour", wo Amy, die auf den Doctor warten musste, eine Kopie von Reinette war, die auf den Doctor warten musste.

      Was mir bei "The Pilot" nicht gefällt, sind ganz andere Punkte. Nardole ist an ein paar Stellen witzig, aber für den Rest der Episode einfach nur überflüssig. Sein Job besteht darin, in jeder Situation noch einen zusätzlichen Satz zu sagen, der das beschreibt, was sowieso jeder Zuschauer gerade sieht: "It's good", "Less good now", "I don't like it there". Das Christmas Special wurde 2 Monate nach "The Pilot" gefilmt. Dort hatte man bereits deutlich mehr Erfahrung, Nardole sinnvoller in der Serie einzusetzen.

      Die Tür der Tardis wird geöffnet und die Daleks verkünden "The Doctor is detected", aber nichts folgt daraus. Der Doctor muss sich noch zusätzlich mit seinem Sonic Screwdriver identifizieren, um einen Angriff zu provozieren. Und wie schafft es Nardole, die Daleks zu neutralisieren, nur indem er ein paar Schaltkästen in einem Gang bearbeitet? Moffat hätte auf die Daleks verzichten sollen, wenn er keine Story für sie hat.

      Gut, in der Episode soll sich alles um Bill drehen, also will auch ich der Haltung anderer Fans folgen und großzügig über die Mängel des Plots hinwegsehen. Bill arbeitet zunächst nur in der Kantine der Uni, der Doctor regelt für sie die Formaltäten, sodass sie offiziell zur Studentin aufsteigt. Er erteilt ihr Privatunterricht und sie schreibt dann Arbeiten über komplizierte Themen der Quantenphysik. Dass die 15-jährige Tanya in "Class" die Formeln von Miss Quill verstanden hat, war wesentlich glaubwürdiger.

      Bill soll also auf der einen Seite ein Genie in Quantenphysik oder wahlweise Reimformen der Poesie sein, was für den Doctor keinen Unterschied macht, aber in jedem Fall einigen Verstand voraussetzt. Auf der anderen Seite ist Bill sowas von schwer von Begriff, dass sie die Tardis erst für eine Küche und dann für einen Fahrstuhl hält. Ihre Kenntnisse über Scifi werden so plump dargestellt, dass selbst jeder Nicht-Nerd sofort durchschaut, dass sie keine Ahnung hat, aber dann erkennt sie zielsicher den Mind-Wipe-Versuch des Doctors.

      Das ist wieder typisch Moffat, er legt sich nicht fest, welche Eigenschaften Bill hat, sondern hält sich alles offen und wird es in späteren Episoden so hindrehen, wie er es braucht. Auch nachdem ich es jetzt nochmal gesehen habe, erscheint mir das Verhalten von Bill gegenüber Heather immer noch nicht plausibel. Bill verliebt sich in Heather, aber dann glaubt sie, dass die eine außerirdische Eidechse im Kopf hat, von der sie kontrolliert wird. Besonders geistreich war die Feststellung: "You're dead".

      In Gerüchte, News Erwartungen hatte ich angeregt, dass man einen Running Gag daraus macht, dass Bill Pech in der Liebe hat. "The Pilot" bildete dafür einen guten Anfang. Bill interessierte sich für eine Studentin und um deren Aufmerksamkeit zu erringen, packte sie ihr immer eine zusätzliche Portion Pommes auf den Teller, bis sie dadurch dick wurde. "I'd fatted her", erzählt Bill dem Doctor. Nun, "dick" wäre OK, aber es kommt nicht zu einer Beziehung, statt dessen verliebt Bill sich in Heather und das ist dann genauso vergeblich. Statt Fett wurde es diesmal Öl.

      Dass Bill zaudert und mehr aus der Ferne schwärmt, statt ihr Liebesglück aktiv anzugehen, kann ich noch verstehen. Aber dann wird Bill wieder widersprüchlich. Das Angebot durch Raum und Zeit zu reisen und Abenteuer zu erleben schlägt sie bei Heather aus, weil sie zuviel Furcht hat, aber beim Doctor nimmt sie dieses Angebot an?

      Da bietet sich immerhin eine Chance für ein Happy End. Nach ihrer Zeit als Companion begegnet Bill Heather noch einmal und dann ist sie endlich bereit, lässt sich in die Pfütze aufsaugen und reist mit ihr fort. Da hätten wir dann aber wieder das Recycling, denn es wäre ja so ähnlich wie die Story von Clara und Ashildr.

      Solideren Background für Bill erwarte ich durch weitere Auftritte ihrer Ziehmutter Moira. Und das sind für mich dann die Punkte wo die Episode auch mehr in die Tiefe geht und Moffat seine Qualitäten als Autor beweist. Einer der Höhepunkte der Episode ist für mich, dass der Doctor in die Vergangenheit gereist ist, um für Bill Fotos von ihrer leiblichen Mutter zu besorgen.

      Radioactive Man


      Bilder: Recycling einer Kulisse, die mindestens siebente Sichtung der Platte und schließlich der Doctor im Spiegel
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    • Oracle schrieb:

      Klar, Bill hatte irgendwo Interesse an ihr, aber die beiden haben sich gefühlt nur drei mal gesehen, imo war da überhaupt keine Zeit für einen Aufbau einer Liebesgeschichte.
      da reicht ein Blick
    • Eine wirklich schöne 1. Staffel-Folge. Das hatte alles, was für einen Neuanfang nach so einer langen Pause passt. Athmosphäre und Ruhe im Aufbau der Handlung, Charactere, die zusammen eine gute Chemie abgeben, eine gut ausgearbeitete Einführung des neuen Companions. Eine neue, fantastische Alien-Rasse. Eine altgediente Zuschauerlieblings-Alienrasse. Jede Menge Action und Spannung. Was fürs Herz. Jede Menge Rätselhaftes und Mysteriöses um den Doctor, an dem der neue Companion herumrätseln kann. Und jede Menge kleiner Anspielungen für die Fans, wie z.B. die vielen verschiedenen Screwdriver.

      Mir kamen, was die Anspielungen angeht, die 50 bis 70 Jahre, die der Doctor an der Universität unterrichtet haben soll, wie eine Anspielung auf Shada vor. Aber es kann sein, dass ich das hinein interpretiere, ich möchte mich da nicht unbedingt festlegen.
      Gefreut habe ich mich trotzdem darüber. ;)

      So viele schöne Details...

      Ich mochte die Anfangs-Szene. Das hatte schon was Wes Anderson-mäßiges, der symmetrische Bildaufbau.

      Auch ein schönes, witziges Detail: Nardole, dessen Gelenke quietschen, der eine Schraube verliert. Matt Lukas ist wirklich großartig, was solche kleinen, komischen Momente angeht.
      Nardole ist ein toller Comic Relief Character, der aber nicht nur darauf reduziert wird, für ein paar Lacher da zu sein. Er hatte zwar keine große Rolle in der Folge (das sollte er auch nicht, denn die Konzentration lag natürlich auf Bill), aber zeigte dafür deutlich, wie wichtig und selbstverständlich er neben seiner Schrulligkeit als vollwertiger Assistent des Doctors fungiert.
      Dass der Doctor einen kompetenten Assistenten hat (was ja auch ganz gut zu seiner Rolle in der Universität passt) gibt auch Hoffnung, dass sich aus Bill jetzt nicht gleich wieder eine weitere Wonderwoman á la Moffat entwickelt, die das wichtigste Wesen im Universum und für den Doctor ist und die die Tardis und überhaupt alles besser als Gott und der Doctor kann und beherrscht. Vielleicht haben wir diesmal wirklich eine normale Frau, die Potential hat (natürlich, ohne das geht es nicht), die ihr Potential aber mal im normalen Maß und Tempo entwickeln darf.

      Eine Sache, die mir ebenfalls besonders gut gefiei: wie Bill auf die Tardis reagiert hat.
      Nicht der Vergleich mit der Küche (obwohl das auch sehr schön war! Und natürlich passend zu einer Kantinenköchin), sondern die Erklärung, mit der sie sich zusammen reimt, was es mit dem riesigen Raum auf sich hat, der sich vermeintlich hinter der blauen Police Call Box befindet.
      Für uns alte Hasen, die wir mit dem Bigger-on-the-Inside altvertraut sind, wirkt das erst mal um zwei bis drei Ecken gedacht, aber eigentlich ist das sehr straight kombiniert. Zuerst geht sie davon aus, dass es sich bei der Polizeinotrufzelle um einen Durchgang zu einem weiteren Raum handelt (so wie die Tardis an der Wand steht, ein naheliegender Schluss). Dann, als sie die Tardis in einem anderen Raum wieder verlässt, geht sie davon aus, dass das innere der blauen Kiste ein Lift ist, der einen an verschiedene Stellen in der Universität bringt. Die Erklärungsversuche nähern sich zwar den (zu) fantastischen Tatsachen, behalten aber immer noch einen Bezug zur Realität. Bis sie dann schließlich beim Bigger on the Inside ankommt. Who-hooo! (Oder war das Whe-hee?)
      Das war mal was anderes.

      Kaoru schrieb:

      Solus schrieb:

      Ihr Umgang mit Bedrohungen ist hingegen noch ausbaufähig; "Oh, da ist jemand meinem Bad - geh ich doch mal mit einem Schirm bewaffnet nachschauen.", "Oh, ich werde von einem Wassermonster verfolgt. Gehe ich doch mal ganz nah an diese Pfütze dort heran...". Da ist es fast ein bisschen erstaunlich, dass der Doctor, der seinen letzten Companion verloren hat, dann gerade so eine Darwinaward-Nominierte mitnimmt.
      Ah, das hatte ich gestern auch noch erwähnen wollen. Bzw wollte ich fragen ob die Episode in Wirklichkeit von Damon Lindeloff geschrieben wurde. Dass Figuren sich derart existenzbedrohend dumm verhalten kenne ich sonst nur von "Lost" oder "Prometheus", aber für eine Hauptfigur in "Doctor Who" war das mal was Neues. Mich würde da auch interessieren wer genau die Pfützenszene verkackt hat. Ob dass die Schauspielerin war, die Regie oder der Schreiber. Jedenfalls war das der denkwürdigste Lebensgefahrmoment seit McCoys Regenschirmbaumelkünsten in "Dragonfire".
      Stimmt zwar, wenn man das hier liest, aber beim Sehen hatte ich nicht das Gefühl. Zumindest bei der Pfütze nicht. Bill schien das Gefühl zu haben, dass ihr von der aus der Pfütze aufsteigenden Heather keine Gefahr droht. Das hat sich zumindest mir als Zuschauer sehr einfühlsam übermittelt. Es war weniger eine surchdachte Handlung, sondern wohl eher ein gefühlsmäßige.
      Ob sich Bills Gefühl in der Szene bewahrheitet hätte, wenn der Doctor sie da nicht weggezogen hätte, ist schwer zu sagen. Der Bedrohlichkeit der Rettungsszene nach zu urteilen, würde ich nein sagen, aber zumindest letzten Endes hat sich Bills Instinkt als gerechtfertigt erwiesen, denn Heather hat ihr am Ende nicht geschadet.

      b080273 schrieb:

      Diese Folge war ein Einstieg. Wenn ich den Doctor mal Leuten empfehle, die von der Serie nichts wissen - davon gibt es ja immer noch reichlich - ist das die Folge, die neugierig macht
      Staffelanfangsfolgen eignen sich ja gerne mal als Einstig. Diese hier, da stimme ich zu, ist wirklich besonders gut als Neueinstieg geeigent. Besser als die jeweils 1. Folgen der beiden vorherigen Staffeln.
    • Jau war nett, mehr aber auch nicht. Langsame Einführung und danach mal eben in zehn Minuten die typischen Einführungsthemen abgearbeitet:
      Innen größer als Außen; kann im Raum reisen; kann im Weltraum reisen; kann durch die Zeit Reisen; Weltraum ist voller böser Aliens; Mitreisen Ja / Nein / Vielleicht ?
      Billy ist sympatisch, passt also.

      Bin gespannt auf die nächsten Folgen.