10x06 - Extremis (Extremis)

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    • André McFly schrieb:

      Aber es hält als plausible Erklärung stand. Da hatten wir On Screen schon abstrusere Eklärungen...
      Es geht mir ja nicht um den Absurditäts- bzw. Plausibilitäts-Gehalt der Erklärung, sondern darum: wenn die Erklärung on screen geliefert wurde, ist sie offiziell die richtige Erklärung, wie absurd sie auch sein mag. Wenn sie sich die Fans nachträglich zusammen reimen, ohne dass das Script das richtig (d.h. mit mehr als nur einem interpretierbaren, aber nicht on screen belegten Hinweis) unterstützt, sind das alternative Fakten.

      Es mag zwar Fiktion (und nicht Realität) sein - aber es ist die Fiktion der Autoren und Macher der Serie, nicht die Fiktion der Zuschauer!
      So schmerzhaft es für uns Fans auch ist: wir haben die Serie nicht geschrieben, wir konsumieren sie nur.
      Wenn wir uns eigene, individuelle Storyerklärungen ausdenken, gelten die immer nur ganz individuell für uns selbst (in meinem Kinderzimmer bin ich Astronaut! ;) ), aber nicht offiziell für die Serie. (Wenn ich auf die Straße gehe und rufe "Ich bin Astronaut!", mache ich mich lächerlich. ;) )

      Klar könnte man argumientieren: wenn nur genug Fans dieselbe Fan-Theorie aufgreifen und sich ihr anschließen, dann ist sie so gut wie wahr.
      Das wäre wie wenn statt einem tausend Leute auf die Straße gingen und riefen "Wir sind alle Astronaut!" - durch die reine Anzahl wird es leider auch nicht wahrer.

      Anders ist es dagegen, wenn die Fans so einen Krach schlagen, dass sich am Schluss der Sender, um Zuschauerzahlen besorgt, genötigt sieht, sich dem Druck zu beugen, und die Fantheorie als Canon in die Serie einzubauen. Wenn es dabei um die eigene Agenda geht, fühlt man dann sich als Fan bestätigt, man sagt sich "Ah! Die Serien-Macher haben also doch Sinn für Qualität!" - aber: ihr kennt auch alle genug Gegenbeispiele, bei denen Ihr schon mal Euch darüber geärgert habt, dass Film- und Serien-Macher sich dem Druck der (in Euren Augen dummen) Fans (mit in Euren Augen dummen Forderungen) beugen und dadurch die Serie / der Film etc. mainsteamiger oder einfach (in Euren Augen) schlechter wurde.
      Die lautesten Krakeeler sind nicht immer unbedingt die mit den besten Forderungen - und es gibt IMMER Leute, die genau entgegengesetzter Meinung sind.

      Fantheorien sind ein netter Zeitvertreib, sollten aber auch nicht mehr sein als das.

      Und ganz sicher kein konstruktiver Zeitvertreib: wenn man so viel kreative Energie besitzt, wäre es dann nicht viel besser, sie zu nutzen, um was eigenes zu schaffen, anstatt das, was andere geschaffen haben, nach den eigenen Vorstellungen umzumodeln? (Und wenn Ihr das schon getan habt, überlegt mal, wie Ihr Euch fühlen würdet, wenn andere Eure Arbeit umschreiben wollen, weil sie nicht damit einverstanden sind? ;) Denkt da mal einen Moment lang intensiv drüber nach, bevor Ihr die Arbeit anderer umschreiben wollt. Ich finde, dieser Gedanke sollte ohnehin als zwingende Grundvoraussetzung gelten, bevor irgend jemand irgend eine Fantheorie ausbrütet! ;) )
    • André McFly schrieb:

      Aber wenn Moffat (wie so oft schon) diese Theorie nun in der Radiotimes bestätigen würde, wäre es was anderes?
      Schwierige Frage. Würde ich irgendwo zwischen "Dem Druck nachgeben" und "typisch Moffat!" einordnen, je nach Umständen. ;) ;)
      Oder u.U. auch: dann ist es ok (wenn es mir ganz gut in den Kram passt.) ;) Allzu dogmatisch will ich bei meinen eigenen Regeln ja auch nicht sein. (Macht ja auch keinen Spaß!)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kaptain Knotter ()

    • Das ist mir alles zu vernünftig. Am liebsten sind mir Erklärungen donaldistischer Prägung. Wo also Dinge, die eigentlich jeder vernünftigen Erklärung spotten mit allen nur erdenklichen Hirnverrenkungen irgendwie begründet werden, je absurder desto besser. :06: :O :32:
      "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)
    • Fantastisch. Selbst als Simulation hat der Doctor von seinem digitalen Testgelände aus die wirkliche Welt gerettet (oder zumindest mitgerettet) und den Beweis geliefert, dass die Antwort darauf, was wirklich ist und was nicht keine Frage von Atomen oder Photonen ist. (Und ja, das war eine Anspielung auf einen holografischen Namensvetter.)
    • Guter Auftakt des Dreiteilers, der virtuos mit seinen virtuellen Welten spielt und Nardole besser zur Geltung kommen lässt als bisher, da er als einziger eingeweiht ist, dass der Doktor weiterhin blind ist, und ihm daher nicht von der Seite weichen soll. Sowohl bei den ernsthaften Passagen (Missys Hinrichtung) als auch den komödiantischen (den Papst bitte nicht ins Schlafzimmer lassen) fehlt es nicht an Ideen.