10x09 - Die Kaiserin vom Mars (The Empress of Mars)

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    • Ja das trifft es. Ich hab ursprünglich mit "Gut" gestimmt. Die Folge war unterhaltsam, die Ice Queen nicht so schlimm wie befürchtet. Nach den Trailern hatte ich mit Spinnenweib 2.0 (die aus "Runaway Bride") gerechnet. War sie zum Glück nicht. Und Alpha Centauri war zurück, sogar mit Originalsprecherin!
      Das habe ich mittlerweile auf "Durchschnitt" abgesenkt. Denn die Folge ist faul. Das ist Doctor Who "by the numbers". Monster, Setting, passt! Da ist kaum Originalität drin. Die groß angekündigte "New Kind of Ice Warrior" hätte genausogut ein Großmarschall aus der Klassikserie sein können. Die Handlung hat man x-mal (mit anderen Reptilien) gesehen. Es gab keine Überraschungen. Ambition gleich Null.
      Doctor Who doesn't just travel in time, he travels in genre
      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017
    • Das ich diese Folge sehr gut fand, lag vielleicht auch ein Stück daran, wie unsagbar mies der Dreiteiler davor war und ich schon wieder keine Erwartungen mehr hatte. Ich fand es war halt ganz einfache Unterhaltung ohne Tiefgang oder Charakterentwicklung und im Gegensatz zu Cold War auch nicht langweilig. Samstagabendunterhaltung eben. Wenn es New Who nicht mehr schafft, große Storys zu erzählen, wie zuletzt ja bewiesen, dann sind mir solche Geschichten allemal lieber als pseudo-epische Mehrteiler.


      "Die Welt ist echt voll von Arschlöchern, rechtlich abgesicherten Arschlöchern."*
      *Das ist die Meinung des Kängurus und nicht notwendigerweise die Meinung des Autors. (Anm. des Autors)
    • Mein größtes negativum gleich mal vorweg: ich mag generell keine plakativ Ehrenvollen Kriegerrassen, egal ob Ice Warriors, Klingonen oder Wikinger (schöner Vergleich aber!). Die neigen nach einer Weile dazu, mich zu langweilen und mir gehörig auf die Nerven zu gehen. Dementsprechend hat mich das Geschwätz der Empress am Ende wirklich sehr genervt. Die wirkte dadurch so schablonenhaft, obwohl sie echt Anlagen hatte, ein interessanterer Character zu sein. Aber das ging dann am Ende in dem ganzen Palaver über den Weg des Kriegers, Ehre etc. unter.

      Davon abgesehen hatte ich viel Freude an der Folge. Das Setting auf dem mars, bzw. unter dem Mars, das alles sehr schön an klassische Themen wie "verschüttete Zivilisation erwacht und tötet die Expedition" erinnert hat. Die Grundidee, eine Militär-Kompanie victorianischer Briten auf den Mars zu versetzen, und vor allem: britischer Kolonie-Soldaten, ausgestattet mit Helmen, roten Uniformen und britischem Imperialismus. Das hat sehr schön auf dem Mars funktioniert.
      Die Nebencharactere, speziell die Soldaten, gefielen mir sehr, die fand ich idR recht gut geschrieben und alle sehr gut gespielt.
      Friday (gute Namenswahl!): ebenfalls ein guter Character. Ein ehrenhafter Eis Krieger, der wirklich weiß, was ehrenhaft ist, und dementsprechend auch danach handelt, ohne großes Getöse.
      Das Steampunk-Feeling nicht zu vergessen! So etwas gefällt mir immer!
      Originell: der Tötungs-Effekt der Ice Warrior Waffen. Die zusammengeknüllten Soldaten sahen faszinierend aus, gleichzeitig grausig, so zu sterben (auch wenn es schnell ging), mit einem Hauch am Komik (weil die Knäuel einfach komisch aussahen!)
      Die Inszenierung war stimmungsvoll und spannend.
      UND: ein kurzer Blick auf Alpha Centauri! Hurrah! Ich mag alle mono-äugigen DW-Aliens! :D

      Kein Folge an oberster Spitze, aber nach meinem Geschmack definitiv eine der wirklich guten Folgen. Wenn das der Standard in Zukunft wäre, könnte ich mich nicht beklagen.


      Ach, ja, doch noch ein kleiner Wehrmusttropfen: :/

      Cutec schrieb:

      Nardole lässt Missy raus? Nardole?! Der Mann der ne halbe Staffel jede Folge rumgemeckert hat wenn der Doctor nur einen Schritt zu weit von der Tür weggeht lässt sie raus?!
      Was Cutec gesagt hat.

      Nardole hat leider wieder ein ganzes Stück an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Schade. Der ist so gut aufgebaut worden in den letzten Folgen!
    • Beim Abspann mit den Gedanken "Ja...okay...nett" zurückgelassen worden.
      Die Folge war OK. Nichts besonders Aufregendes, aber auch keine Zeitverschwendung.
      Mir kam es an manchen Stellen wie eine Sparfolge vor. Keine aufwendigen Sets oder Aussendrehs, fast aus einer Zeit, in der Doctor Who noch wie ein Kammerspiel produziert wurde.


      So und nun das große Rätselraten:


      was ist mit dem Doctor passiert? Irgendwas zwischen Thin Ice und The Empress of Mars (wenn man denn eine Staffel als linearen Erzählbogen nimmt) muss passiert sein.
      Die Dallas-Angst kommt in mir hoch und das ist nicht gut!
      Träumt der Doctor? Träumt Bill oder Nardole? Missy? Liegt der Doctor im Sterben weil er sich das Hirn rausbrutzelte? Oder sind es Erinnerungsfetzen während einer Regeneration?
      Ich wiederhole mich erneut mit einem (passend zur Folge) Gatiss-Script-Zitat: "Das macht keinen Sinn"!


      Warum fliegt die TARDIS mit Nardole zurück? Warum weigert sie sich, als er wieder zum Mars will als ob der Doctor nicht auf dem Mars wäre? Nardole hat die TARDIS schon vorher geflogen, ja sogar ausgeliehen. Und dann so viele Dinge die Out of Character sind. In Lie of the Land das schon verrückte Lachen, die Armee, sein "Test" inkl. Regenerationsverarsche. Seine Zwiegespräche mit Missy. Bei Thin Ice rettet er lieber seinen Screwdriver als ein Kind.


      Großes, ganz großes, großes WTF kommt auf uns zu!
      Laugh Hard, Run Fast, Be Kind!
    • Das mit der TARDIS muss irgendwie eine Manipulation durch Missy für einen Langzeitplan sein. Sonst macht das wirklich keinen Sinn.
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Sprachliche Feinheiten,
      der ursprünglich angekündigte Titel der Episode lautete "The Empress of Mars", was jetzt zu "Empress of Mars" abgeändert wurde. Mit "the" bezeichnet es eine einzige, ganz bestimmte Herrscherin, ohne "the" entspricht es der gewünschten Doppeldeutigkeit, dass mit "God save the Queen" wahlweise Victoria oder Iraxxa gemeint sind.

      In "Extremis" wurde das Italienisch des Papstes nicht von der Tardis für uns übersetzt. Eine Fan-Theorie besagt, dass man daran bereits erkennen konnte, dass sich alles in einer Matrix abspielt, wo die Tardis nicht über ihren Translation Circuit verfügte. Als hätte der Autor über solche Details nachgedacht. Der einzige Grund ist, dass man im Produktionsteam der Ansicht war, dass es sich mit Italienisch besser anhört.

      Diesmal erwacht Iraxxa nach mehreren 1000 Jahren Schlaf, sie sieht zum erstenmal in ihrem Leben einen modernen Menschen und spricht zu diesem direkt in Englisch. Und, auch die Centaurianer sprechen Englisch. Ja, so sind wir es bei Doctor Who gewohnt. Bedeutet allerdings, dass die Tardis ihre Serviceleistung nicht nur den Companions des Doctors zur Verfügung stellt, sondern allen Beteiligten. Vielleicht wurde rückwirkend sogar schon Friday für die britischen Soldaten, die ihn aufgeweckt haben, von der Tardis ins Englische übersetzt.

      Es gibt alternativ auch die Erklärung, dass Friday auf herkömmliche Weise Englisch gelernt hat. Ice Warriors bilden einen Hive, das heißt in der Science Fiction üblicherweise, sie bilden einen telepathischen Verbund. Iraxxa konnte daher nach dem Erwachen sofort über die Sprachkenntnisse von Friday verfügen. Welche Erklärung zutrifft, ist ziemlich egal. Man kann nicht voraussetzen, dass Moffat, Gatiss oder sonst jemand im Produktionsteam über solche Dinge nachdenkt.

      Was dagegen sorgfältig geplant und auch gut umgesetzt wurde, ist der Sprachstil des 19. Jahrhunderts. Es gehört zu den Eigenheiten der Serie, dass die Tardis Dialekte, Slang und Redewendungen nicht in Oxford-Englisch umwandelt. Besonders extrem wurde das jetzt in dem New Series Adventure "Plague City" durchgezogen. Astreines Schottisch des 17. Jahrhunderts. Ich musste etliche Sätze mehrfach lesen, um zu verstehen, was gemeint war. Übrigens, sehr gute Story, sehr gut gemacht, sehr zu empfehlen.

      Und auch "Empress of Mars" gefällt mir nach dem zweiten Gucken immer noch sehr gut. Passte auch hervorragend, dass es bei der BBC direkt nach Indiana Jones kam.

      Radioactive Man
    • Die Folge war absoluter Durchschnitt, und doch herrlich erfrischend.
      Warum? Sie kommt klassisch daher!

      Es gab weder viel positives, noch viel negatives.
      In dieser Staffel leider schon eine der besseren Folgen, trotz Logikfehlern (Nardole lässt Missy raus??)

      Ich will über die Folge nicht viel sagen, die Anspielungen auf die Pertwee Ära sind nicht zu verleugnen.

      6/10
    • Alles in allem fand ich die Folge gut. Ja, die TARDIS haut nur ab, um die Folge möglich zu machen, eine noch so alberne Erklärung wäre aber doch schön gewesen. Wirklich überflüssig waren für mich nur die komischen Kompaktor-Kanonen der Ice Warriors, das sah total dämlich aus und machte das Bedrohungsszenario ein Stück weit kaputt.

      Trotzdem gut. Wie schon erwähnt eine Reminiszenz an die Pertwee-Ära. Ich mag den Dandy.

      Hat noch jemand den Eindruck, die Empress sah ein bisschen aus wie ein Predator?
      "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)
    • Fahnenflucht,
      auf den ersten Blick wirkt "Empress of Mars" wie eine Glorifizierung von soldatischen Tugenden. Bei Marsianern etwas höher entwickelt als bei Menschen. Eiskalte Mörder, die beim Anblick einer zertrampelten Blume weinen und eine voll coole Königin haben. Bei genauerer Betrachtung jedoch sind Deserteure, die in allen Armeen zutiefts verachtet werden, die eigentlichen Helden der Episode.

      Colonel Godsacre hat in der Schlacht von Isandlwana gegen die haushoch überlegene Armee der Zulu, wie übrigens - mangels Gewehren - ein Großteil der britischen Truppen damals, das Heil in der Flucht gesucht. Aus militaristischer Sicht Feigheit. Friday desertiert von seiner Königin und läuft zum Doctor über. Der Doctor hat - aus nicht näher definierten Gründen - Gallifrey verlassen. Wir wissen, dass er in seiner Kindheit Angst davor hatte, zum Militär gehen zu müssen und stattdessen auf die Akademie wollte. Und es wurde zu seinem Markenzeichen, dass er keine Waffe trägt. Und sogar Missy gehört mit zum Club. Auch der Master ist desertiert. Er sollte beim Time War an vorderster Front mitkämpfen und ist dann stattdessen ans Ende der Zeit geflohen.

      Radioactive Man
    • Thorsten Emma Junkie schrieb:

      Das mit der TARDIS muss irgendwie eine Manipulation durch Missy für einen Langzeitplan sein. Sonst macht das wirklich keinen Sinn.

      Das vermute ich auch. Denn spätestens mit der Frage von Missy, ob es dem Doktor gut geht, war wohl jedem Zuschauer, der die Serie nicht erst seit 3 Folgen schaut, klar, dass sie/er etwas im Schilde führt. Niemals hätte der Master, egal in welcher Inkarnation, den Doktor nach dessen Wohlbefinden befragt und sich Sorgen um ihn gemacht. Das passt absolut nicht zum Master / zu Missy.
      Wolfgang.
    • Ausreichend. Normalerweise sollte mir eine Folge, die im Retromodus wühlt, alte Monster wiederbelebt und Erinnerungen (unter anderem) an den 3. Doktor bringt, gefallen, aber der Funke will nicht überspringen. Zu simpel ist die Geschichte (schnell wird die Kaiserin gefunden und die wahre Absicht "Freitags" enthüllt), zu abgedroschen die Action. Konflikte mit Militärtypen hat man schon oft und vor allem besser gesehen. Der Zuschauer wird im Unklaren gelassen, wieso die Tardis sich gegen den Willen des Doktors und Nardoles verdünnisiert; bin hier nicht der Erste, den das stört. Dann noch so etwas Peinliches wie die Leute zusammenknüllende "Superwaffe". Ich habe den Eindruck, die Folge wurde in die Staffel als Füllmaterial eingebaut, weil keinem was Besseres einfiel. Etwas zu viel des Recyclings.
    • Solus schrieb:

      "Pass auf Steven - Erinnerst Du Dich noch an meine Folge mit dem Dalek, der den freundlichen, Tee-servierenden Butler gespielt hat ? Ich bring die Nummer einfach nochmal, nur diesmal mit einem Ice Warrior ! Und dazu gibt es böse Aliens im Kälteschlaf, die von Vollpfosten-Soldaten samt Obervollpfosten-Anführer aufgeweckt werden, und die am Ende vom Doctor allesamt genötigt werden, sich doch friedlich zu einigen, weil den Menschen ja eigentlich gar nicht der Planet gehört." - "Genial ! Das gab es ja noch nie in Doctor Who !
      Die Tee servierenden "I am your servant"-Daleks gab es schon in Power of the Daleks, also deutlich länger als die Ice Warrior, die in der namengebenden Episode (die auch das ZDF dazu veranlasst hat, die Serie nicht einzukaufen) ebenfalls im Eis verschüttet waren. Die Ansdeutungen mit langem Winterschlaf im Silurian- bzw. Sea Devil-Stil sind natürlich auch ganz frisch...
      Alles in allem eine Folge, die in ihrer Mittelmäßigkeit zerfließt und sofort wieder vergessen wäre, wenn am Ende nicht plötzlich Alpha Centauri mit ihrer Originalstimme vorbeigeschaut hätte. Wenn man sich in zehn Jahren die Folge zum zweiten Mal angucken wird, hat man dann immerhin etwas, worauf man sich 40 Minuten lang freuen kann.
      Alpha Centauri ist ein Es und schaut deswegen mit "seiner" Originalstimme vorbei. Aber diese Brücker zum Curse of Peladon fand ich auch sehr schön.

      1. 9thdoc 2. 2nddoc 3. 1stdoc 4. 7thdoc 5. 4thdoc 6. 12thdoc 7. 11thdoc 8. 8thdoc 9. 6thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc 12. 5thdoc