Chibnalls Pläne für ein neues Format der Staffel 11

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    • Vastra? Die und ihre Bande sind einfach aus dem nichts aufgetaucht, waren aber sofort alte Freunde des Doctors, genauso wie Tasha Lem.

      Aber das meinte ich auch nicht.
      In Staffel 5 hatten wir die Risse, in Staffel 6 die Stille, beides wurde in den jeweiligen Staffeln mehr oder minder gut gelöst, dann kommt Staffel 7 mit Clara, auch hier wird der Arc relativ zufriedenstellend gelöst.

      Dann kommt "Time of the Doctor" und Moffat meint, alles miteinander mischen zu müssen.
      Die Risse kamen plötzlich von den Timelords und hatten nichts mit der explodierenden Tardis zu tun, die Silence waren plötzlich Priester des päpstlichen Supercomputers und keine gruppe die den Doctor töten will usw.
      Moffat wollte in Time alles aus Matts Zeit als Doctor vermischen, dass er dabei Logiklöcher aufgerissen hat, war ihm egal.
    • sebbl schrieb:

      Die Risse kamen plötzlich von den Timelords und hatten nichts mit der explodierenden Tardis zu tun
      Doch hatten sie. Die Time Lords haben nur durchgeschaut.
      Doctor Who doesn't just travel in time, he travels in genre
      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017
    • Das nennt sich Organic Writting - man schreibt mit dem Strom. Das Problem ist, dass dadurch immer wieder Widersprüche entstehen und am Ende oftmals nichts Halbes und nichts Ganzes dabei herauskommt, weshalb ich davon nicht viel halte. Man sollte sich von Anfang an klar sein, wo man hin will. Wie man da hinkommt, da kann man dann gerne danach gehen, wie man es gerade machen will, aber je länger man so einen Story-Arc hinzieht, desto problematischer wird es, wenn man keinen Plan hat, worauf man hinaus will. Schaut euch Lost an, wo sie sich, nach eigener Aussage, erst in Staffel 4 Gedanken darüber gemacht haben, wie man das alles auflösen kann. Oder The X-Files, wo man oftmals das Gefühl hat, dass Chris Carter und co. gar keinen Plan haben, wo sie hinwollen. Gilt auch für die dritte Staffel Twin Peaks, die teilweise echt planlos wirkte, als ob Lynch nur ein paar Ideen hatte und dann versuchte daraus aus dem Stehgreif eine ganze Staffel zu machen. Und genauso fühlt sich auch die Ära Moffat an. Er hatte immer irgendwelche Ideen, mit denen er anfängt, die er dann entweder selber verwarf oder gezwungen wurde zu verwerfen, was im Endeffekt zu halbgaren Auflösungen führte. Ich bevorzuge die Ära an sich immer noch zu RTDs Ära, ohne wenn und aber, trotzdem ist es leider nicht die große, neue Ära geworden, die ich (und wahrscheinlich auch so manch anderer) erwartet hatte. Und man sieht bei Sherlock die gleichen Schwächen wie bei Moffats (späteren) DW Staffeln.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mario ()

    • Ich hab mal zwei Fragen in die Runde. Vielleicht weiß je irgendwer schon irgendwas.


      1. Wirds Chibnall mehr auf Einzelabenteur oder auf eine Geschichte mit roten Faden setzen? ...oder wirds ein Mix aus beidem?

      2. Gibts mehr oder gleich viel Budget für Chibnall?


      add 1: Als Beispiel wie ich das verstehe: Star Trek Discovery vs. The Orville.


      add 2: Wäre ja an der Zeit Who endlich zeitgemäß zu inszenieren und nicht immer Folgen dabei zu haben, die fast an eine 90er-Optik erinnern (was Ausstattung, Set und Effekte am Set angeht - Bsp. s10e09: Die Kaiserin vom Mars). Denn mMn wird das vor allem einem potentiellen neuen Publikum nicht mehr gerecht, das bei Serien im Sci-Fi/Fantasy-Genre mittlerweile vermehrt 'hochwertige' Optik gewohnt wird. Und damit meine ich nicht nur Erfolgsserien wie GOT, sondern ich denke z. B. auch wieder Star Trek Discovery, die (vor allem in den ersten Folgen) optisch für eine Sci-Fi-Serie top aussieht....und ich bezweifle, dass STD auf Dauer mehr Zuseher/Fans haben wird als NewWho. Zudem meine ich mich zu erinnern, dass ich mal ein Interview von Muffat gelesen habe, wo er das Budget (auf nicht unbedingt unterschwellige Weise) kritisiert hat, in Bezug auf die Möglichkeit eine zeitgemäße Optik zu generieren.




      "Beißen ist großartig, wie küssen, nur dass einer gewinnt." Tardis
    • Moffat bitte, nicht Muffat. Der Mann ist doch kein französischer Barock-Komponist ! ;)

      Also bekannt ist noch nicht viel über Chibnalls Pläne, außer dass Staffel 11 nur aus 10 Episoden besteht, die dafür ein paar Minuten länger sind. Außerdem filmt man wohl neuerdings mit tollen anamorphischen Linsen vor der Kamera, damit es cinematischer aussieht. Das spricht tatsächlich alles dafür, dass man optisch einen Sprung nach vorn machen möchte.

      Alles andere, z.B. dass Staffel 11 eine stärkere, durchgehende Handlung hat, sind meines Wissens nach bis jetzt nur Gerüchte oder Falschinformationen. Persönlich glaube ich aber nicht, dass die BBC einen Showrunner anheuert, der mit einer Story-Serie Erfolg hatte, damit er dann bei Doctor Who Einzelgeschichten verwaltet.
    • Ein bisschen was Barockes hat Moffats Stil ja eh an sich :) :P (Scherz beiseite) Danke jedenfalls für die Antwort. Ich finde deine Argumentation ziemlich plausibel, vor allem zum Thema Einzelfolgen. Wenn mans genau nimmt, geht der rote Broadchurch-Faden ja sogar über zwei Staffeln. Insofern wär es wirklich merkwürdig, jemanden zu holen, der gezeigt hat, dass er zwei Staffeln in eine Geschichte denken kann, um ihn dann Einzelfolgen abspulen zu lassen.

      Bei 10 Episoden pro Staffel scheint es mir durchaus denkbar, dass das ähnlich angedacht sein könnte, wie bei Broadchurch. Denn für mein Dafürhalten sprechen weniger Folgen eher für einen roten Faden. Denn welche Serie, die bloß aus 10 Episoden besteht, hat keinen durchgehenden Handlungsstrang? Mir fällt keine ein, die derzeit läuft, auf die das zutreffen würde. (Umgekehrtes gilt nämlich auch: Hätten sie die Folgenzahl deutlich erhöht, würde das mMn eher gegen eine durchgehende Geschichte und für mehr Einzelstorys sprechen.)
      Außerdem hat man nun, selbst bei gleichbleibendem Budget (für die Staffel insgesamt), durch das Verringern der Anzahl der Folgen, mehr Geld pro Folge. Das wäre eine interessante taktische Maßnahme, falls das ein Mitgrund gewesen sein sollte, nach dem Motto: weniger ist mehr.

      "Beißen ist großartig, wie küssen, nur dass einer gewinnt." Tardis

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dorian77 ()

    • Solus schrieb:

      Moffat bitte, nicht Muffat. Der Mann ist doch kein französischer Barock-Komponist ! ;)

      Also bekannt ist noch nicht viel über Chibnalls Pläne, außer dass Staffel 11 nur aus 10 Episoden besteht, die dafür ein paar Minuten länger sind. Außerdem filmt man wohl neuerdings mit tollen anamorphischen Linsen vor der Kamera, damit es cinematischer aussieht. Das spricht tatsächlich alles dafür, dass man optisch einen Sprung nach vorn machen möchte.

      Alles andere, z.B. dass Staffel 11 eine stärkere, durchgehende Handlung hat, sind meines Wissens nach bis jetzt nur Gerüchte oder Falschinformationen. Persönlich glaube ich aber nicht, dass die BBC einen Showrunner anheuert, der mit einer Story-Serie Erfolg hatte, damit er dann bei Doctor Who Einzelgeschichten verwaltet.
      Im Wechsel zu einem eher streaming-tauglichen Format (etwas länger, cineastischer, 10 Folgen, etc.) liegt denke ich die große Chance für das langfristige Überleben von Doctor Who. Die Frage ist wie sich das mit dem klassichen BBC Fernsehzuschauer verträgt. Ich hoffe die BBC ist mutig genug hier einen eindeutigen Schritt in Richtung Zukunft zu machen.
      "Doctor Who does not survive change, it survives because of change." -Steven Moffat :thumbsup:
    • Ich würde mich über eine Rückkehr zum 25-min-Format mit den typischen 4- oder 6-Teilern freuen. Seitdem die BBC die Storys auf 45 Minuten (also den klassischen 2-Teiler) quetscht, wirken die meisten Geschichten ziemlich gehetzt. Und auch bei den heutigen Mehrteilern ist es ja meist so, dass diese oft nur noch lose zusammenhängen und in einem Teil ein Handlungsstrang abgeschlossen sein muss.
      Gerade mit Hinblick auf Straming und Heimkino ist das auch ideal: man kann mal eben eine Folge zwischendurch schauen.

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