Dracula von Moffat & Gatiss

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    • Dracula von Moffat & Gatiss

      Variety schrieb:

      “Dracula” is getting the “Sherlock” treatment, with the writers and producers of the hit BBC detective series reuniting for a new take on the Bram Stoker vampire classic. Mark Gatiss and Steven Moffat will write the series, and Sue Vertue’s Hartswood Films will produce.
      Work on the new series has yet to begin in earnest, as Gatiss and Moffat are currently working on solo projects. But talks are already underway with the BBC – which enjoyed huge success with “Sherlock” – on broadcast rights in the U.K.
      “Dracula” will adopt the same format as “Sherlock,” with a miniseries run of feature-length episodes.
      “Sherlock” propelled Benedict Cumberbatch to international stardom for his portrayal of Holmes. With scripts not yet written, casting for “Dracula” is some way off.

      Alongside British producer Hartswood, U.S. and other international partners are expected to board the new project. BBC Worldwide, the pubcaster’s commercial arm, sells “Sherlock” internationally, and it has been one of the distributor’s biggest titles in recent years.

      “Dracula” will be the first collaboration between Moffat and Gatiss since the last “Sherlock” episode aired in Britain in January. They have said there are no current plans for a new series of “Sherlock,” but have not ruled out returning to write more episodes in the future.
      Moffat wrote and executive produced six seasons of the BBC’s “Doctor Who” before stepping down from the sci-fi series. Gatiss is an actor as well as a screenwriter, starring in “Game of Thrones” and numerous British series including “Sherlock” itself, in which he played Mycroft, Holmes’ brother. He has spoken in the past of his love of classic horror films, particularly the 1958 version of “Dracula” starring Christopher Lee and Peter Cushing.
      It is not yet clear whether, like “Sherlock,” “Dracula” will have a modern-day British setting. Stoker’s 1897 novel has the titular count attempt to move from Transylvania to England in his search for new blood.

      The new “Dracula” won’t be the first attempt in recent years to adapt the Gothic horror story for TV. London-based Carnival, producers of “Downton Abbey,” made “Dracula” for NBC in 2013. The show ran for only one season.
      variety.com/2017/tv/news/sherl…racula-series-1202472312/

      Ich bin gespannt! :thumbup:

      Clayton Hickman schrieb:

      I can't imagine Jon Pertwee mithering around for hours in Bessie to wave sadly at Liz Shaw & Corporal Bell instead of bloody regenerating
    • Ich weiß jetzt schon, was wir bekommen werden. Einen grandiosen Hauptdarsteller, stylische Kameraeffekte, eine mitreißend geschriebene, erste Episode, die richtig Lust auf mehr macht, und ab dann reines, verfilmtes Clickbait. Mit coolen Szenen, die nichts erzählen sondern nur Eyecandy sind, mit immer abstruseren Storywendungen, die förmlich "Schaut nur, wie clever wir Autoren doch sind !" herausschreien, und mit Cliffhangern, die nur so vor Sensationsgeilheit triefen, damit sich das Internet ein Jahr lang ordentlich einen runterholen kann, um dann in den ersten drei Minuten der nächsten Staffel mit einer "Haha, reingelegt !"-Unauflösung vom Tisch geschwischt zu werden, weil die Zuschauer ja schnell mit den nächsten coolen Szenen und megacleveren Storywendungen beworfen werden müssen. Nicht, dass die sonst noch anfangen, ob all das nachzudenken...
      Nö, da bin ich diesmal von Anfang an raus. Moffat und Gatiss wollen gar keine Geschichten erzählen. Die greifen sich nun einfach wieder eine bekannte, fiktive Figur heraus und missbrauchen sie, um ihren üblichen Bullshit zu veranstalten, und wenn die Zuschauer auf ihr "Watchbait" angesprungen sind, sich dafür dann erfolgstrunken abzufeiern und für die Allergeilsten zu halten. Da reicht es auch, wenn ich mir dann die besten Szenen auf Tumblr anschaue. Z.B. wie Dracula von seiner dominaesken Freundin (Copyright Moffat) gebissen wird. - Verstehste ? Sonst beisst Dracula die Frauen, aber in der neuen Serie da wird er von einer Frau gebissen. Genial, oder ? Die erwähnte Freundin, das ist übrigens Frau Van Helsing, eine sexy Vampirjägerin, die sich an Dracula ranmacht, weil...das wird NATÜRLICH in Staffel 2 erklärt. Aber eigentlich ist es egal. Hauptsache da haut eine attraktive Ü30-Schauspielerin freche und versaute Sprüche raus, damit alle Ü30-Zuschauerinnen happy sind. Und dann hat Dracula natürlich noch einen männlichen Kumpel, für die Homo-Fantasien der Zuschauer(innen). Sein Anwalt Jonathan Harker. Aber jetzt kommts: Der stirbt im ersten Staffelfinale ! Wird einfach so von Frau Van Helsing mit einem Pflock erschossen. Na das wird ein Twittergewitter geben ! Und in den ersten Minuten von Staffel 2, da versucht Dracula seinen Kumpel zu einem Vampir zu machen und ihn damit zu retten. Und was passiert ? Nichts ! Weil das erwarten ja die Zuschauer, und die Autoren sind aber viel cleverer. Stattdessen folgt eine teuer-produzierte, stylische Collage (Copyright Moffat), wie Dracula den toten Jonathan erst in den Tiefkühlschrank packt, und dann im 10 Sekunden-Takt die ganze Welt bereist und sich mit schrägen, coolen Manövern Voodoopuppen, chinesische Geister-Windspiele und die Tiara des Papstes organisiert. Und nachdem Dracula die inzwischen von Van Helsing geklaute Leiche seines Kumpels zurückgeholt hat und ein uraltes Ritual vollzieht, geschieht es: Jonathan erwacht als Vampir, aber dafür ist Dracula plötzlich ein Mensch ! Facebook wird durchdrehen ! Warum das bei diesem Ritual passiert ist ? Naja, damit...Facebook halt durchdreht. Und damit sich die Zuschauer nicht mehr fragen, wieso sich Frau Helsing in Staffel 1 an Dracula rangemacht hat. Weil das wird natürlich doch nicht erklärt. Die Autoren hatten leider keine Zeit, sich nachträglich dafür noch eine Erklärung dafür aus den Fingern zu saugen, weil man mit dem Leeren der dreihundert Champagner-Flaschen beschäftigt war, die die BBC wegen der tollen Quoten vorbeigeschickt hat. Aber dafür ist ihnen im Halb-Delirium coole Ideen für Staffel 3 gekommen. Z.B. taucht ein neuer, großer Bösewicht auf: Renfield ! Der hat drei coole Auftritte, und dann stirbt er auch schon. Weil damit rechnet niemand. Genial, oder ? Da wird die Reddit-Gruppe Augen machen ! Vor allem wenn er dann doch nicht tot ist, wie in Draculas-Traumepisode dann doch nicht enthüllt wird. ... ... ... Okay, ich gebs zu: Solches Clickbait zu schreiben, ohne sich Gedanken über eine echte Story machen zu müssen, das macht schon Spaß. Irgendwie kann ich Moffat und Gatiss doch verstehen, wieso sie das tun.
    • Das reicht mir nicht.

      Staffel 3 erzählt die Abenteuer der drei Söhne von Dracula und Anastasia van Helsing - Abercrombie, Benjamin und Christopher - die in den Ferien in einem Leuchtturm wohnen und auf einer Nachbarinsel ein schreckliches Geheimnis entdecken. Der irre Dieb (und Massenmörder) Robbie Longfingers versteckt sich dort, nachdem er in London den Taxifahrer Mr. Honk umgebracht hat (der hat ihn nämlich in seinem Taxi erkannt).

      Okay weiter weiß ich noch nicht.
      "Versuch nicht, mich zu verstehen, sei einfach dankbar dafür, dass du die Wärme von Zaphod Beeblebrox' Aura in deinem von Staunen ergriffenen Gesicht spüren durftest."




      "Well done, shoppers!"
    • Die erste Staffel, vielleicht die ersten beiden Staffeln werden sehr gut, und dann passiert, was Solus jetzt schon vorhersagt - die Effekthascherei setzt ein und wird von Staffel zu Staffeln schlimmer. Das ist bei Sherlock passiert und auch bei Doctor Who. In dem Sinne kann man froh sein, dass Jekyll nur eine Staffel hatte und Coupling nach seiner vierten Staffel eingestellt wurde, ich will nicht wissen, was Moffat aus den beiden Sendungen gemacht hätte, wenn dem nicht so gewesen wäre.
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    • Ich weiß nicht ob das nun wirklich Effekthascherei ist was die beiden bei "Sherlock" abziehen (bzw abgezogen haben). Die werden vor dem selbstgesteckten Problemziel gestanden haben jede Staffel noch einen draufsetzen zu müssen und die Staffel davor noch zu übertreffen. Staffel 3 habe ich zwar noch gemocht, auch wenn es hier und da leicht abstrus wurde. Staffel 4 habe ich noch nicht gesehen, aber mich würde es nicht wundern wenn Moffatt und Gatiss da nicht völlig übers Ziel hinausgeschossen sind und die Wendungen und Zickzack-Geschichten ins Zusammenhanglose geschlittert sind, so wie ich das von ein paar Seiten gehört habe.

      Was "Dracula" angeht bin ich da aber jedoch recht zuversichtlich. Im Gegensatz zu den Sherlock Holmes-Geschichten fußt das Buch ja auf Atmosphäre und... all das ganze Horrorgedöns halt. Und nicht auf Detektiv-Kinkerlitzchen mit überraschenden Enden und Entwicklungen und so weiter. Die Serie muß also nicht zwangsläufig in die selbe Sackgasse patschen. Ich glaube dass die beiden Froinde sich diesen Stoff ganz bewusst ausgesucht hatten eben weil das eine ganz andere Nummer als die Sherlocks ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kaoru ()

    • Kaoru schrieb:


      Die Serie muß also nicht zwangsläufig in die selbe Sackgasse patschen. Ich glaube dass die beiden Froinde sich diesen Stoff ganz bewusst ausgesucht hatten eben weil das eine ganz andere Nummer als die Sherlocks ist.
      Und weil Mark Gatiss der Welt größter Hammer-Horror-Fan ist. Ich frag mich ob er Dracula gleich selber spielen möchte. Bei BigFinish hat das gut funktioniert. Aber er hat wahrscheinlich nicht den großen Namen den man für ne Fernsehserie braucht.

      Clayton Hickman schrieb:

      I can't imagine Jon Pertwee mithering around for hours in Bessie to wave sadly at Liz Shaw & Corporal Bell instead of bloody regenerating
    • Na, Cumberbatch kannte vor Sherlock auch kein Schwein. (Was kein Pro-Gatiss-Argument sein soll sondern ein Es-wird-niemand-von-dem-wir-schon-mal-gehört-haben-Argument.)
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Dracula von Moffat & Gatiss

      Cutec schrieb:

      Kaoru schrieb:


      Die Serie muß also nicht zwangsläufig in die selbe Sackgasse patschen. Ich glaube dass die beiden Froinde sich diesen Stoff ganz bewusst ausgesucht hatten eben weil das eine ganz andere Nummer als die Sherlocks ist.
      Und weil Mark Gatiss der Welt größter Hammer-Horror-Fan ist. Ich frag mich ob er Dracula gleich selber spielen möchte. Bei BigFinish hat das gut funktioniert. Aber er hat wahrscheinlich nicht den großen Namen den man für ne Fernsehserie braucht.


      Sag das nicht seinem Agenten. Der verscherbelt den nur als Superstar.
    • Ich bin jetzt zwar nicht so negativ gestimmt wie viele andere hier, aber:
      Mir wäre es schon lieber gewesen, wenn sich Moffat als Nachfolgeprojekt etwas originäreres gesucht hätte.
      Ausserdem sind Moffat und Gatiss so zwei... Also wenn ich Lehrerin wäre und die beiden meine Schüler, ich würde die nicht nebeneinander sitzen lassen.
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Die haben sich Dracula ausgesucht, weil es soviele bekannte fiktive Romanfiguren, deren Rechte ausgelaufen sind, gar nicht gibt. Über Merlin gab es ja erst eine Serie, mit Faust bekommt man die Zuschauerinnen nicht feucht, Frankenstein fällt in der Kategorie auch raus, und Herkules ist...schwierig. Also ist es der sexy Vampir geworden. So kalkuliert läuft bei denen inzwischen garantiert ab.
    • Solus schrieb:

      Frankenstein fällt in der Kategorie auch raus,
      Oooh, mal nicht so voreilig! Schon mal Kenneth Branagh's "Frankenstein" gesehen? Der Film ist hauptsächlich dafür berüchtigt dass Branagh sich die meiste Zeit in hemdloser Pracht präsentierte um der Welt die physischen Ergebnisse seiner Fitnessbudenbesuche mitzuteilen! :D Und vor kurzem gab's auch dieses Theaterstück in denen sich die derzeitigen Uk- & US-Sherlocks auf großer Bühne entkleidet zeigen.

      Also... sexy geht irgendwie immer. Auch bei Frankenstein!

      Aber gut, sexy Vampire sind immer schon ne sichere Bank gewesen. Wenn man also nach diesen Kriterium gehen will, dann wäre das tatsächlich die naheliegendere Wahl. ;)
    • Ich hoffe, dass die Serie um ihrer selbst Willen sehr kurzlebig wird, damit Moffat gar nicht erst in die Versuchung kommt in seine mystizistische Marotte zu verfallen und story arcs spinnt, die eine lebensverändernde, epische und total komplexe Offenbahrung versprechen, nur um dann am Ende noch, wenn sich die Story nicht mehr unnötig in die (lügende) Länge strapazieren lässt in einer kurzen, trivialen Erklärung aufgelöst zu werden. Ein keines, eingeschränktes Terrain tut ihm gut, dann kanm er auch alles vernünftig und in sich geschlossen vollendet durcharbeiten.

      Mark Gattis wird naturgemäß wieder die mittelmäßigen bis schlechten Folgen schreiben, um seinem Ruf als dilletantischer Möchtegernautor gerecht zu werdem und den Kontrast zu schaffen, der Moffat so clever aussehen lässt.