Besuch auf der Destiny (DW/SGU)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Besuch auf der Destiny (DW/SGU)

      Anmerkung: Geschrieben für die erste Runde des Crossover-Turniers 2016 auf fanfiktion.de. Die Vorgaben für diese Runde waren folgende:

      - Aus jedem Fandom müssen mindestens zwei Personen auftauchen.
      - Zwei eurer Charaktere müssen sich über das Thema »Weltuntergang« unterhalten.
      - Ein Charakter aus Fandom A bekommt eine Ohrfeige von einem Charakter aus Fandom B, die erklärt werden muss.
      - Die Zahl 27 muss eine bedeutende Rolle spielen.
      - Euer Oneshot darf nicht mehr als 3.000 Wörter haben.


      Titel: Besuch auf der Destiny
      Rating: PG
      Serien: Doctor Who // Stargate Universe
      Charaktere: 12. Doctor, Clara // Young, Rush, Scott, Greer, T.J., Eli, Chloe
      Wörter (laut dem ausschlaggebenden Zeichenzähler.de): 2.990



      ~~~<0>~~~



      „Also? Wo geht es dieses Mal hin?“, fragte Clara neugierig, als sie die TARDIS betrat.

      Der Doctor drehte sich zu ihr um und zuckte mit den Schultern. Dann schob er seine Sonnenbrille nach oben und grinste breit, was Clara bei dieser Inkarnation, im Vergleich zur vorherigen, nur sehr selten zu sehen bekam. „Ich hatte gerade die beste Golfpartie auf Charaubroxei, die ich je gespielt habe. 27 Schüsse. Ich bin gut gelaunt. Such du ein Ziel aus.“

      Clara zog überrascht eine Augenbraue nach oben. Das sie sich ein Ziel aussuchen durfte kam seit seiner Regeneration auch sehr selten vor. „Äh, OK. Vielleicht irgendwohin wo du noch nie warst?“

      Der Doctor schüttelte den Kopf. „So einen Ort gibt es nicht, ich war schon überall“, entgegnete er großspurig. „Vom Beginn der ersten Einzeller auf Vusar, über die Explosion und den Neustart des Universums bis zum Untergang der Erde habe ich schon alles gesehen.“

      Clara runzelte die Stirn. „Das Universum ist explodiert und wurde dann neu gestartet?“

      „Ist noch gar nicht solange her.“

      „Und die Erde ist erst danach untergegangen … wird erst danach untergehen?“

      „Du hast eine schnelle Auffassungsgabe. Jetzt weiß ich endlich, warum du Lehrerin geworden bist.“

      Clara ging über diese Spitze hinweg. „Und wie war der Weltuntergang? Ich stelle ihn mir doch sehr deprimierend vor.“

      „Dies ist eine Fehleinschätzung der viele primitive Individuen unterliegen.“ Der Doctor rieb sich das Kinn. „Es ist schon komisch. Überall, an den verschiedensten Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, in unzähligen Universen reden, träumen und philosophieren die Bewohner ihrer jeweiligen Welten darüber, wie ihre Heimat wohl eines Tages untergehen wird. Und am Ende ist es meist recht unspektakulär.“ Er dachte zurück, an das Ereignis, dem er vor so vielen Jahren subjektiver Zeit beigewohnt hatte. Sein Vorvorvorgänger hatte es als durchaus spektakulär empfunden, doch inzwischen war er ein anderer Mann. Sekundenbruchteile lang blitzten Gesichter von damals vor seinem inneren Auge auf. Rose. Das Gesicht von Boe. Cassandra.
      Schließlich kehrte er wieder in die Gegenwart zurück. „Ziemlich unspektakulär. Also wo soll es hin gehen?“

      „Zum Weltuntergang der Erde!“

      „Unmöglich.“ Der Doctor schüttelte den Kopf. „Ich war schon da. Ich darf meine eigene Zeitlinie nicht kreuzen.“

      „Aber wenn du schon überall …“

      Der Doctor drehte sich genervt zum Kontrollpult der TARDIS um. „Du hattest deine Chance. Dann bestimme ich halt wo es hingeht.“ Er betrachtete kurz die Knöpfe und Schalter, dann schnippte er mit den Fingern. „Ich weiß. Cormaltschudra im Andromedanebel im Jahr 30070. Weißer Strand, klares Meer, das beste Urlaubsparadies, dass es je gab und geben wird. Das wird dir gefallen.“



      ~~~<0>~~~



      „Nein! Unmöglich!“ Greer schüttelte entschieden den Kopf und sah sich am Tisch des Aufenthaltsraums der Destiny um, wo er gerade mit Scott, T.J., Eli und Chloe zu Abend aß, ob noch jemand seine Meinung teilte. „So etwas wie Raumkrümmung kann es nicht geben! Das ist physikalisch einfach nicht möglich!“

      Eli seufzte. Sein Versuch Greer die Grundzüge der modernen Physik nahezubringen war nicht gerade von Erfolg gekrönt. Er wandte sich an Chloe: „Hilf mir doch mal.“

      Chloe sah ihn mit großen Augen an. „Ich habe nur alle Arbeiten von Doktor Jackson gelesen. Für die von Doktor Carter hatte ich noch keine Zeit. Sorry.“

      Eli sah nach links, ob er von den anderen Unterstützung erwarten konnte, aber Scott und T.J. waren in ihr eigenes Gespräch vertieft. Als er sich wieder Greer zuwandte, war dieser aufgestanden und ging mit großen Schritten durch den Raum. „Siehst du Eli? Hier ist nichts was gekrümmt werden kann. Nur Luft. Wenn der Raum wirklich gekrümmt werden könnte, könnte ja jeden Moment überall etwas aus dem Nichts auftauchen un...“ Greers Redefluss wurde von einem Moment auf den anderen unterbrochen, als er volle Kanne gegen eine blaue Polizeinotrufzelle lief, welche innerhalb eines Sekundenbruchteils wie aus dem Nichts vor ihm materalisiert war und ihn, aufgrund des heftigen Zusammenstoßes, ohnmächtig zu Boden schickte.

      Scott war sofort auf den Beinen, entsicherte seine Pistole und zielte auf die Notrufzelle, während T.J. zu Greer eilte und sich Eli und Chloe nur unsicher ansahen. Im nächsten Moment öffnete sich die Tür der blauen Kiste und eine junge Frau mit dunklen Haaren streckte den Kopf heraus. Sie sah kurz verwirrt in die Runde, dann drehte sie sich halb um und rief nach hinten: „Doctor? Das sieht nicht nach weißem Strand und Traummeer aus!“

      Ein älterer Mann tauchte neben der jungen Frau auf. „Hm. So wie es scheint, sind wir wohl ein bisschen vom Kurs abgekommen.“

      T.J. ließ sich derweil neben Greer nieder und blickte in dessen bewusstlose Gesicht. „Mein Gott! Ich wurde für so etwas nicht ausgebildet!“

      Der ältere Mann trat zu ihr. „Lassen Sie mich mal sehen.“ Er kniete sich neben sie, besah sich den Patienten kurz und gab ihm dann eine kräftige Ohrfeige, die aber nichts bewirkte.

      „He!“ Bevor der Neuankömmling seine Art der Erstversorgung fortsetzen konnte, kam Scott, die Pistole auf ihn gerichtet, auf diesen zu. „Was machen Sie da?“

      „Nur die Ruhe, ich weiß was ich tue“, entgegnete der Mann, hob beim Anblick der Pistole aber leicht die Hände und schob dann nach: „Ich bin Doctor. Das ist übrigens Clara“, dabei deutete er auf die Frau. Dann verschob er seinen Finger in Richtung Greer: „Er ist ohnmächtig. Geben Sie ihm noch ein paar Ohrfeigen, dann ist er ganz schnell wieder auf den Beinen. Oder Sie warten einfach ab … dass würde wohl auch gehen …“ Dann sah er sich interessiert im Aufenthaltsraum der Destiny um. „Mich würde interessieren, wo wir hier gelandet sind.“



      ~~~<0>~~~



      „Sie sind also der Doctor?“ Young wechselte einen kurzen Blick mit Eli, der den Neuankömmling gerade zu ihm und Rush auf die Brücke gebracht hatte, zusammen mit einem kurzen Lagebericht was im Aufenthaltsraum geschehen war. Die anderen kümmerten sich auf der Krankenstation in der Zwischenzeit um Greer.

      Der Doctor nickte. „Zu Ihren Diensten.“

      „Doctor in was?“, wollte Rush wissen.

      „In allem.“ Der Doctor betrachtete interessiert die Terminals.

      „Und mit welcher Absicht sind Sie hierher gekommen?“, setzte Young das spontane Verhör fort.

      „Mit keiner.“ Der Doctor runzelte die Stirn, während er einen der Hebel von allen Seiten unter die Lupe nahm. „Wir wollten eigentlich in den Andromedanebel im 301. Jahrhundert. Aber wie ich gehört habe, haben wir unser Ziel wohl um knapp ein paar hundert Milliarden Lichtjahre und 280 Jahrhunderte verfehlt. Naja, nicht weiter tragisch, die TARDIS hat sich schon schlimmer verflogen. Für was ist der gut?“ Er deutete auf einen Knopf.

      „Nicht anfassen!“, ging Rush aufgeregt dazwischen und stellte sich schnell zwischen den Doctor und das Terminal. Dieser wandte sich daraufhin einfach der nächsten Konsole zu.

      Young beugte sich leicht zu Rush. „Was denken Sie?“

      Rush zog seine Augenbrauen nachdenklich zusammen. „Halluzination?“

      Der Colonel sah ihn überrascht an. „Ist das Ihr Ernst?“

      Während es sich Eli auf dem Pilotensitz bequem machte und dem Treiben still zusah, zuckte Rush mit den Schultern. „Wäre nicht das erste Mal. Denken Sie nur an Cloverdale, die Mücken in der vorletzten Galaxie, die KI der Destiny, …“

      Young winkte ab. „Jaja, schon gut.“

      „Und was wäre die Alternative?“, fuhr Rush fort. „Zwei Leute, die in einer blauen Polizeinotrufzelle durch Raum und Zeit reisen, in der kaum Platz für eine Person ist?“

      Young nickte. Das klang logisch.

      „Für was ist das gut?“, mischte sich der Doctor in den Dialog ein und zeigte auf eine Berechnung, die auf einem Bildschirm ablief.

      „He! Nichts anfassen!“ Rush war mit zwei Schritten neben ihm.

      „Keine Angst“, sagte der Doctor, „ich bin nur eine Massen-Halluzination. Haben Sie doch gerade selbst festgestellt. Schon vergessen?“ Insgeheim wunderte er sich, dass er nicht nur so ohne weiteres bei dieser scheinbar leicht paranoiden Crew mit dieser Ausrede durchkam, sondern dass die ihm diese sogar selbst gegeben hatte. Nicht mal das gedankenmanipulierende Papier hatte er gebraucht, um sich mit einer Tarnidentität auszustatten. „Also?“

      „Äh, Rush?“, mischte sich jetzt Eli ein, „Falls er wirklich eine Halluzination ist, können wir nichts verlieren wenn wir ihn einweihen. Wenn er hingegen ein Zeitreisender ist, könnte er uns eventuell sogar helfen.“

      Rush sah kurz zu Young, welcher nach kurzem zögern nickte. Anscheinend hielt der Colonel diesen Gedankengang für logisch. Rush seufzte. „Na schön. Also“, er wandte sich dem Doctor zu, „dieses Schiff wurde vor Millionen von Jahren von einer menschenähnlichen Rasse namens Antiker gebaut und auf die Reise geschickt. Die Aufgabe des Schiffes war – und ist es bis heute – zum Mittelpunkt des Universums vorzudringen und dabei ein Signal zu entschlüsseln, welches scheinbar seit Anbeginn der Zeit existiert und im Hintergrundrauschen des Universums verborgen ist. Hier“, er zeigte auf den Monitor, den der Doctor betrachtete, „sehen Sie die Berechnungen, die die KI bis heute geleistet hat. Leider sind wir noch weit von einer Antwort entfernt.“

      „Eine verschlüsselte Nachricht, die seit Anbeginn der Zeit im Hintergrundrauschen des Universums steckt?“ Der Doctor war auf einmal Feuer und Flamme. Das war genau die Art von Rätseln die er so liebte. „Ich bin mir sicher, dass ich bei dieser Aufgabe eine große Hilfe sein kann“, verkündete er und aktivierte seinen Schallschraubenzieher.



      ~~~<0>~~~



      „Ich bin wirklich froh, dass ihr aufgetaucht seid“, sagte T.J., während Clara Greer ein feuchtes Tuch auf die Stirn legte. „Das ausgerechnet medizinisches Fachpersonal auftaucht, wenn Greer ohnmächtig wird muss Schicksal sein. Ich bin nämlich für so etwas überhaupt nicht ausgebildet. Andererseits … ohne euer Auftauchen wäre Greer wohl auch nicht ohnmächtig geworden.“

      Clara drehte sich zu T.J. um. „Medizinisches Fachpersonal? Ach, wegen dem Doctor. Nein, Arzt ist er nicht. Und ich bin Lehrerin, wenn ich nicht gerade mit dem Doctor reise.“

      „Wo hast du denn dann gelernt richtig mit Bewusstlosen umzugehen?“, wollte T.J. wissen und nickte neugierig in Richtung Wasserschüssel, in der ein weiteres Tuch schwamm.

      Clara zuckte mit den Achseln. „Gehört zur Berufserfahrung. Wie gesagt, ich bin Lehrerin.“

      „Wenn du nicht gerade mit dem Doctor in der blauen Kiste durch Raum und Zeit reist.“

      Clara grinste. Dann schaute sie kurz zu Scott und Chloe, die sich im hinteren Teil der Krankenstation unterhielten – ein wirklich süßes Paar, fand sie – und blickte dann wieder zu T.J. zurück. „Wie kommt es, dass ihr hier auf eurem Raumschiff keinen richtigen Arzt habt?“

      T.J. verzog das Gesicht. „Es war nicht geplant, dass wir hierher kommen. Unsere Basis wurde angegriffen und der einzige Ausweg für uns paar Überlebende war die Reise durch ein Wurmloch, welches uns hierher gebracht hat. Auf ein Raumschiff, Milliarden von Lichtjahren von der Erde entfernt. Leider haben wir bisher keine Möglichkeit gefunden zurückzukehren, sodass wir hier vorläufig gestrandet sind.“

      Einige Sekunden war es still. Dann brach Clara das Schweigen: „Was würdest du sagen, wenn ich einen Weg wüsste, wie ihr wieder nach Hause kommen könntet?“

      T.J. starrte Clara an. „Die blaue Kiste?“

      „Die blaue Kiste.“



      ~~~<0>~~~



      „Hm.“ Der Doctor blickte auf das Berechnungsprogramm, welches die Fragmente der ultraalten Botschaft, die die Destiny bisher auf ihrer Reise gesammelt hatte zusammenstückelte und nach und nach versuchte zu entschlüsseln. Er hatte mit Hilfe seines Schallschraubenziehers die Extrapolation verfeinert und den Berechnungstakt stark erhöht.

      „Hm?“, fragte Rush und starrte den Doctor an. „Wohl nicht ganz so einfach wie sie gedacht haben. Was?“

      „Doch, doch“, erwiderte der Doctor gedankenverloren. „Ich rechne jeden Moment mit einem Ergebnis.“

      Rush rollte mit den Augen.

      „Allerdings schaut es so aus, als ob die Botschaft, die im Hintergrundrauschen des Universums steckt, extrem kurz ist.“

      „Tatsächlich?“, fragte Rush skeptisch und verschränkte die Arme.

      „Mhm.“

      Ein leises Piepsen signalisierte plötzlich, dass die Berechnung zu einem Ergebnis gekommen war.

      Rush war innerhalb des Bruchteils einer Sekunde neben dem Doctor und starrte verwirrt auf den Bildschirm. Eli und Young waren ebenfalls schlagartig hellwach und sahen in Richtung des Terminals. Sie hielten den Atem an und warteten, dass einer der beiden anderen Männer endlich etwas sagen würde. Es war der Moment, auf den die gesamte Destiny-Besatzung seit Jahren gewartet hatte.

      Während Rush wie zur Salzsäule erstarrt war, hob der Doctor schließlich den Kopf. „Es ist eine Zahl“, brachte er es auf den Punkt. „Ich sagte doch dass die Botschaft recht kurz ist.“

      „Was für eine Zahl ist es denn?“, fragte Young schließlich.

      Rush riss sich aus seiner Erstarrung: „27. Das ergibt doch gar keinen Sinn.“

      Eli runzelte die Stirn. „27? Ich hätte schwören können, dass es die 42 wäre.“

      „42?“ Rush schüttelte verständnislos den Kopf. „Warum um Gottes Willen denn die 42?“

      „Na weil dass die Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest ist“, erwiderte Eli, etwas erstaunt über diese Bildungslücke.

      „Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis“, ergänzte der Doctor aus einem Reflex heraus, ohne groß darüber nachzudenken.

      Rush stand mit offenem Mund da. „Und das wäre sinnvoller als 27?“

      „Nein. Eigentlich nicht“, gab Eli zu.

      „Schluss mit dem Quatsch!“ Rush wandte sich an Young. „Gehen Sie in den Kommunikationssteinraum! Nehmen Sie Kontakt mit dem Pentagon auf und holen sie unverzüglich Carter oder McKay oder am besten gleich beide hierher, wir haben eine Menge zu besprechen!“

      Genau wie Rush normalerweise seine Entdeckungen mit niemandem teilte, genauso untypisch war es für Young Befehle von Rush entgegen zu nehmen. Aber dieser Moment war so bedeutend, dass normale Verhaltensweisen ganz automatisch außer Kraft traten. Young verließ unverzüglich die Brücke Richtung Kommunikationssteinraum, während Eli neben Rush trat, um mit eigenen Augen einen Blick auf die entschlüsselte Botschaft zu werfen.

      Der Doctor, in der allgemeinen Aufregung von niemandem mehr beachtet, stahl sich leise davon.



      ~~~<0>~~~



      „Clara, kann ich dich mal kurz sprechen?“

      Clara sah zur Tür der Krankenstation, durch die der Doctor den Kopf hereinstreckte. Schnell drückte sie T.J. das zweite Tuch in die Hand, welches sie beim langsam wieder zu sich kommenden Greer gerade wechseln wollte, und schlüpfte auf den Gang hinaus. „Doctor, wir müssen diesen Leuten hier helfen“, begann sie ohne Umschweife, während sie dem Doctor folgte, der mit großen Schritten den Gang entlang eilte, sodass Clara Mühe hatte ihm zu folgen. „Sie sind schon seit Jahren auf diesem Raumschiff gestrandet, wollen aber nicht von uns zur Erde mitgenommen werden.“

      „Sie haben bestimmt einen guten Grund“, meinte der Doctor, welcher kurz an einer Kreuzung anhielt und dann scheinbar wahllos nach rechts abbog.

      „Naja, sie haben wohl schon einige Rückkehrversuche hinter sich, die alle schief gelaufen sind. Beim letzten sind zum Beispiel alternative Ichs von ihnen ein paar Jahrtausende in die Vergangenheit geschickt worden und dort gestrandet. Und jetzt misstrauen sie einem Reisemittel, welches eigentlich den Andromedanebel im 301. Jahrhundert angesteuert hat und bei ihnen gelandet ist.“

      „Verständlich.“

      „Kannst du ihnen nicht klar machen, wie sicher und schnell sie mit der TARDIS wieder auf der Erde landen könnten? Du hast doch Zeit mit den Anführern der Crew verbracht. Es reicht sie zu überzeugen.“

      „Würde nichts bringen, die halten uns für Halluzinationen.“ Der Doctor bog nach links ab.

      „Was?“ Clara blieb kurz stehen, nachdem der Doctor aber keine derartigen Anstalten machte, eilte sie sofort weiter, um den Anschluss nicht zu verlieren. „Wieso?“

      „Sie haben in der Beziehung wohl einige Erlebnisse in letzter Zeit gehabt, sodass es von ihrem Standpunkt aus logisch erschien. Und ich wollte das Missverständnis nicht aufklären.“

      „Was genau hast du eigentlich die letzte halbe Stunde getrieben?“

      „Das Signal entschlüsselt.“

      Clara verdrehte die Augen, was der vorauseilende Doctor nicht sehen konnte. „Ein bisschen mehr Subtext wäre hilfreich.“

      „Vor einigen Millionen Jahren entdeckte eine menschähnliche Rasse namens Antiker, dass im Hintergrundrauschen des Universums eine Botschaft verborgen ist, ein Signal, welches seit Anbeginn der Zeit existiert“, holte der Doctor aus und erzählte, was er nach und nach von Eli, Young und Rush erfahren hatte. „Es war nur sehr schwach und bereits in alle Ecken des Universums verteilt, deswegen war es unmöglich, es komplett aufzufangen und zu entschlüsseln. Also planten die Antiker eine groß angelegte Mission mit der Destiny als Herzstück. Sie sollte ins Zentrum des Universums reisen, dabei soviel des Signals auffangen wie nur möglich und dessen Geheimnis auf die Spur kommen. Die Antiker hatten vor, eines Tages mit Hilfe von Sternentoren selbst auf das Schiff zu kommen, wenn die Zeit reif wäre. Aber sie wurden in einen Krieg verwickelt und beinahe ausgelöscht. Ihre Prioritäten änderten sich und das Signal geriet in Vergessenheit. Die Destiny aber stellte sich als sehr robust und widerstandsfähig heraus und führte die Mission weiterhin aus. Millionen Jahre lang. Dann stolperte eines Tages diese Crew durch das Stargate auf das Schiff und übernahm die Mission. Die vielleicht größte und wichtigste seit Menschengedenken angesichts ihrer Dimensionen. Die Leute hier leben dafür.“

      „Und du hast das Signal entschlüsselt?“

      „War ein Kinderspiel.“

      „Wie lautet die Botschaft?“, fragte Clara neugierig.

      „27.“

      „27?“

      „27.“

      Clara blieb kurz stehen, als der Doctor gerade den Aufenthaltsraum betrat und die TARDIS ansteuerte. Irgendwo hatte sie die Zahl 27 erst kürzlich gehört. Nur wo? Dann fiel es ihr plötzlich wie Schuppen von den Augen. „Doctor?“

      „Ja?“

      „27 – ist dass nicht exakt die Anzahl von Schlägen, die du bei deinem Golfspiel auf Charoul...“

      „Charaubroxei und Schüsse.“

      „Was?“

      „Schüsse. Beim Charaubroxeigolf schlägt man nicht sondern schießt.“

      „Ist doch völlig egal!“ Clara folgte dem Doctor aufgebracht in die TARDIS und verschränkte die Arme vor der Brust. „Wie kommt dein Charaubroxeigolfergebnis ins Hintergrundrauschen des Universums?!“

      Der Doctor drehte sich zu Clara um und legte den Kopf leicht schief. „Zufall?“

      „Doctor!“

      Der Doctor räusperte sich. „Ahm, es könnte eventuell sein, dass ich das Ergebnis auf die Anzeigetafel des Stadions projizieren wollte und der Schallschraubenzieher möglicherweise einen kleinen unbedeutenden Kurzschluss hatte, als er versuchte mit der dortigen Technik zu interagieren. Was vielleicht zur Folge gehabt hat, dass mein Signal etwas über das angepeilte Ziel hinaus geschossen sein könnte und möglicherweise versehentlich in der Nähe des Urknalls materialisiert wurde. Ganz eventuell.“

      Clara schnappte nach Luft. „Doctor! Die groß angelegte Mission der Antiker … die Destiny … alles nur wegen dir! Diese Leute sind deinetwegen hier gestrandet!“

      „Das könnte man möglicherweise so auslegen“, meinte der Doctor, rieb sich über das Kinn, drehte sich zur Steuerkonsole um und schnippte mit den Fingern, wodurch sich die Türen der TARDIS schlossen. „Also, du wolltest zum Weltuntergang der Erde, richtig?“

      Clara schüttelte angesichts des plötzlichen Themenwechsels fassungslos den Kopf. „Hast du nicht gesagt das ginge nicht, weil du deine Zeitachse nicht kreuzen darfst?!“

      „Ach“, der Doctor schloss mit dem Umlegen eines Hebels und einem Knopfdruck die Startvorbereitungen ab, „wenn wir außerhalb der Aussichtsplattform bleiben, sollte es keine Probleme geben …“



      ~~~<ENDE>~~~
      Da es immer noch nicht alle herausbekommen haben, hier die korrekte Lösung:
      1. 1stdoc 2. 2nddoc 3. 3rddoc 4. 4thdoc 5. 5thdoc 6. 6thdoc 7. 7thdoc 8. 8thdoc 9. 9thdoc K. Wardoc 10. 10thdoc 11. 11thdoc 12. 12thdoc
    • Benutzer online 1

      1 Besucher

    • 1 Benutzer hat hier geschrieben