Marvel's Avengers: Infinity War

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    • Marvel's Avengers: Infinity War

      Da ich noch keinen Marvel-Sammelthread oder ein Infinity War Thema gefunden habe, eröffne ich die Diskussion einfach mal.

      Marvels Infinity War ist der inzwischen 19. Film des MCU's und bezieht insofern eine gesonderte Position gegenüber seinen Vorgängern, als dass er mehr oder weniger die Rolle eines "Finales" bezieht. Die umfassende Story der letzten Teile arbeitete auf das Zusammenbringen der Infinity Stones hin und somit auch auf das Zusammenbringen (beinahe) aller Helden, die bisher Protagonisten der Filme waren.

      Unabhängig von meiner eigenen Meinung, die ich gerne später ein wenig mehr erläutere spaltet der Film zurzeit die Film-Fan-Gemeinde, zumindest nach dem, was ich bisher gelesen habe.

      Interessanter Weise geht es dabei kaum um den Inhalt des Filmes, viel mehr wurde hier eine Grundsatzdebatte losgetreten. Was bedeutet es für die Film-Industrie, dass der 19. Teil des "immergleichen Disney-Erfolgrezepts" (nicht meine Aussage) das erfolgreichste Kinostart-Wochenende aller Zeiten hinlegt (ca. 630 US Dollar), ohne sich dabei wirklich neu zu erfinden, oder "anspruchvolles" Kino zu liefern?

      Ich persönlich bin der Meinung, dass Marvel seit vielen Jahren einen guten Job mit ihren Filmen macht. Andere große Franchises wie DC haben wohl bewiesen, dass es alles andere als einfach ist, einen guten, unterhaltsamen Superhelden-Film zu drehen, und ich finde viele Entscheidungen, die das Drehbuch macht, erfrischend und neu.

      Habt ihr den Film schon gesehen oder wollt ihn noch sehen? Was bewegt euch dazu? Und seht ihr das klassische Blockbuster-Einteiler-Kino durch monopolartige Firmen wie Disney ernsthaft bedroht?

      Und dann natürlich noch die inhaltliche Debatte, wie findet ihr den Film, wer sind eure liebsten Charaktere - let the Nerding begin :D

      *klick* hier der Trailer zu dem Ganzen *klick*

    • Ohne den Film bereits gesehen zu haben - ich kenne viele der Kritiken bereits. Und viele gibt es seit Jahren und sind nicht ganz von der Hand zu weisen. Ja, um wirklich zu verstehen was passiert und um emotional investiert zu sein, muss man einige wenn nicht die meisten anderen MCU Filme gesehen haben. Das Erlebnis des einzelnen Kinoerlebnis, in dem ein Film für sich alleine steht, geht dadurch natürlich verloren. Die Frage muss aber erlaubt sein: Ist das wirklich etwas schlechtes? Solange es, wie im Falle von Marvel, gut gemacht ist, habe ich damit keine Probleme. Man sieht aber sehr schön an all den bereits gescheiterten Versuchen von anderen Filmstudios, dieses Konzept des gemeinsamen Film-Universums mit Crossovern anzuwenden, wie schwer es eigentlich ist diesen Level an Qualität an guter Unterhaltung über inzwischen 10 Jahre aufrecht zu halten.

      Und nicht nur das. Die beiden Captain America Fortsetzungen stellen die klare Frage über Persönlichkeitsrechte und wie weit die Regierung gehen darf, um Leute zu beschützen. Diese Fragen sind wichtig und ich halte es für besonders wichtig, dass das erfolgreichste Film-Franchise unserer Zeit sich dieser Frage annimmt zu einer Zeit, in der staatliche Überwachung immer mehr Überhand nimmt und immer mehr von der normalen Bevölkerung als gegeben hingenommen wird. Und dann haben wir auch noch einem Film wie Black Panther, der ernsthafte Debatten über die Umgang mit Rassismus in Hollywood losgetreten hat und die Unterschiede zwischen den Erfahrungen, die ein schwarzer Afrikaner mit Rassismus durch Weiße Europäer oder Amerikaner hat und den Erfahrungen, die ein schwarzer Amerikaner (oder auch Europäer) hat.

      Außerdem stimmt es auch nicht, dass Marvel sich nie neu erfindet. Die Filme haben alle einen gewissen Flair, ein gewissen Feeling, was sie sofort als Marvel Filme zu erkennen gibt (außer The Incredible Hulk vielleicht, aber damals war das Studio und das MCU noch in der Findungsphase). Daran ist nichts auszusetzen, trotzdem tun es die Leute, die dann aber oftmals dieselben sind, die im Falle von anderen Franchises sich darüber beschweren, wenn das Feeling sich verändert und man die Filme nicht mehr als Teil dieses Franchises erkennen könnte. Aber nicht jeder Film im MCU folgt der gleichen Struktur (es sei denn, man verallgemeint sie so sehr, dass man fast alle Action-Filme, ach Unterhaltungsfilme damit ebenfalls beschreiben könnte) und unterscheiden sich von einander. Es gibt den Overall Flair von Marvel, aber die Filme selbst versuchen oftmals schon einzigartig zu sein innerhalb des Franchises. The Winter Soldier war im Endeffekt ein Thriller und hat sich auch so angefühlt, Civil War war vorallem ein Drama, Thor: Ragnarok eine Comedy die beinahe schon eine Persiflage auf die Marvel-Formel darstellt, die Guardian Filme sind ebenfalls Comedies aber mit ohne wie Parodien zu wirken und Iron Man 3 hat klarer Züge einer Charakterstudie.

      Die Filme kann man immer noch einzeln gucken. Aber der Erolg zeigt, dass die Leute dies nicht tun, sondern es höchstwahrscheinlich viele Leute gibt, die alles gucken, weil klar ist, dass sich das Filmerlebnis dadurch verbessert. Man versteht die Anspielungen eher, man is mehr in die Charaktere investiert und man muss nicht alles nachlesen. Die Macher wissen dies und könne daher auf dauerhafte Expositions-Szenen verzichten. Erneut, dass ist gut so. Es ist eine andere Art und Weise Filme zu machen, die funktioniert, wenn man es richtig macht. DC/Warner und Universal haben es nicht richtig gemacht. Und selbst Fox hat Probleme damit, sein X-Men-Universum irgendwie konsequent aufrecht zu erhalten, ohne, dass der nächste Filme alles davor wieder einreißt.

      Allerdings sollte auch klar sein, warum viele Menschen damit Probleme haben. Wir sind es gewohnt, dass innerhalb eines Films die Handung abgeschlossen wird. Und selbst wenn nicht, dass wir nicht ratlos zurückgelassen werden. Ich habe jetzt schon mehrmals von Leuten gehört, die den Film bereits gesehen haben, dass sie emotional am Ende waren, nach dem Film. Kein Wunder, es war von Anfang an klar, dass ein ganzer Haufen Avengers sterben würde. Aber nicht nur das, es war auch klar, dass Thanos gewinnen würde und ihre Tode in diesem Film alleine sinnlos wirken würden. Das wühlt emotional auf. Besonders wenn es keinen Cliffhanger gibt, der bereits eine Lösung andeutet oder die Hoffnung auf eben diese weckt, wie es am Ende von The Empire Strikes Back der Fall ist. Nach allem, was ich bisher über den Film gehört habe, gibt es das hier nicht wirklich. Und das halte ich für eine mutige Entscheidung von Seiten von Marvel, wenn es denn stimmen sollte.
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    • Zur Ergänzung zu Marios Posting... es keimt etwas Hoffnung zum Schluss auf...aber erst in der Szene nach den End Credits.

      Darin
      Spoiler anzeigen
      gibt ein sterbender Nick Fury im letzten Moment noch ein Notfallsignal ab, welches irgendwas initialisiert. Auf dem Bildschirm wird das Logo von Captain Marvel angezeigt. Als kosmische(r) Held(in) ist Captain Marvel eventuell tatsächlich die letzte Hoffnung. Auf jeden Fall macht es den kommenden Film um so interessanter, auch wenn er in den 90ern spielen soll.
    • Was gestern in meinem Kino nur zu Verwirrung geführt hat, weil ich gefühlt der einzige im Saal war der mit dem Logo was anfangen konnte.

      Ich fand den Film großartig. Sicher nicht ohne Probleme, aber wenn man bedenkt was er leisten musste sind die zu vernachlässigen. Besonders Thanos hat mich, trotz komplett anderer Motivation als in den Comics, beeindruckt.
      Doctor Who doesn't just travel in time, he travels in genre
      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017