Erinnerungen der Zukunft (Remembrance of the Daleks Prequel)

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    • Erinnerungen der Zukunft (Remembrance of the Daleks Prequel)

      Hey :34:
      Da ich eine recht interessante Idee hatte, habe ich mich die letzten 4 Stunden einfach mal hingesetzt und das ganze runtergeschrieben. Sind insgesamt ungefähr 2.5 Seiten geworden, ließt sich aber recht schnell. Bin auch beim Schreiben jetzt nicht so erfahren, es ist bei mir schon ein paar Jahre her, dass ich das letzte Mal etwas geschrieben habe. Die Geschichte spielt mit Ace & dem 7. Doktor direkt vor Remembrance of the Daleks und leitet in die Folge über.

      Erinnerungen der Zukunft

      Kapitel 1: Es ist Zeit

      Zeit. Zeit ist eine merkwürdige Angelegenheit. Hat man sie im Überfluss, verschwendet man sie leichtsinnig, aber wenn man sie dann mal braucht, scheint sie nirgendwo aufzufinden zu sein. Ein kleiner Mann erhob sich aus seinem Sessel und richtete seinen Hut zurecht. Es war ein beiger Panamahut, der ihm gerade so über den Kopf passte. In seinem letzten Körper wäre er ihm wahrscheinlich zu klein gewesen, aber soweit er sich erinnern konnte, hatte seine letzte Inkarnation sowieso nicht viel Sinn für Mode gehabt. Oder war das seine Vorletzte gewesen? Für den kleinen Mann war Zeit relativ. Für ihn gab es nicht zu wenig oder zu viel: Zeit war für ihn Zeit. Und in den endlosen Gängen der TARDIS gab es genug davon. Er hatte sein Zeitgeühl sowieso schon längst verloren, wenn er denn je eines besessen hatte.
      Er konnte sich noch erinnern, wie er mit seiner Enkelin im 20. Jahrhundert der Erde gelandet war. Monate hatte er dort verbracht, um sein Schiff zu reparieren. Oder waren es Jahre gewesen? Er wusste es nicht mehr. Die Menschen der Erde zählen die Zeit in Jahren. Ein Jahr sind 365 Tage, ein Tag sind 24 Stunden, eine Stunde sind 60 Minuten und eine Minute sind 60 Sekunden. Er hatte schon vor langer Zeit aufgegeben, die Zeit zu zählen. Es gab einfach viel zu viel davon!
      Wenn er zu viel Zeit in der TARDIS verbrachte, vergaß er sogar manchmal die Zeit, bis ihn die Taschenuhr in seiner Hosentasche wieder an ihre Existenz erinnerte.
      Ein guter Freund hatte ihm die Uhr geschenkt. Damals, als die Timelords ihn an die Ketten der Zeit gebunden und auf die Erde verbannt hatte, hatte er das erste Mal bemerkt, wie wertvoll die Zeit sein konnte. Menschen verdorren und sterben. Sie sind Eintagsfliegen, gefangen im Netz der Zeit. Als er Trenzalore verteidigte, musste er das am eigenen Leib schmerzlich erfahren. Allen Menschen, die er dort kannte, musste er nach und nach beim Sterben zusehen, bis ihm nur noch sein treuer Freund Handles blieb.

      Kapitel 2: Bill oder Ace?

      "Professor!", unterbrach ihn eine Stimme. Mit fragendem Blick schaute er Bill an. Quatsch! Nicht Bill, wie hieß sie noch gleich? Wer war überhaupt Bill? "Was gibt es denn, Ace?", entgegnete er. Natürlich, sie hieß Ace. Wie konnte er das nur vergessen? Sie war noch nicht lange mit ihm unterwegs, aber er hatte Potential in ihr gesehen. Sie war bereit das Universum zu sehen, mit all seinen guten und all seinen schlechten Seiten.
      Als Ace seine geistige Abwesenheit bemerkte, fragte sie ihn: "Was ist los, Professor?"
      "Ich schwelge nur in Erinnerungen.", antwortete der Professor, der eigentlich der Doktor war, "Erinnerungen aus meiner Vergangenheit und Erinnerungen aus meiner Zukunft. Und genau das ist das Problem!"
      "Erinnerungen aus der Zukunft? Wie soll das denn gehen?", fragte das junge Mädchen in der Bomberjacke, auf deren Rückseite man in Großbuchstaben ihren Namen "Ace" lesen konnte. Nun gut, es war nicht ihr richtiger Name, aber da der Doktor schließlich auch nie seinen richtigen Namen benutzte, erschien es ihm nur fair.
      "Erinnerst du dich noch an die telepathischen Schaltkreise der TARDIS?", fragte der Doktor.
      "Diese schleimigen Dinger?"
      "Genau. Ein Mann, der schon so lange gelebt hat wie ich, hat zu viele Erinnerungen. Viel zu viele Erinnerungen. Deshalb lösche ich die Unwichtigen. Um Platz für Neue zu machen."
      "Sie löschen Erinnerungen?"
      "Oh, das habe ich getan. Viele Male um genau zu sein. Die TARDIS kann meine Erinnerungen löschen und in den telepathischen Schaltkreisen abspeichern. Aber wie ich schon sagte: Ich lösche immer nur die Unwichtigen. Zumindestens hoffe ich das"

      Kapitel 3: Zufall, Manipulation oder eine Warnung?

      Der Doktor trat durch die Tür in den Kontrollraum und versuchte nachzudenken, wozu er seinen Hut auf der Konsole seines Raumschiffes ablegte. Irgendwer schickte ihm Erinnerungen aus seiner Vergangenheit und aus seiner Zukunft. Irgendwer versuchte ihm etwas mitzuteilen. Aber wer?
      "Eine Sache habe ich noch nicht verstanden, Professor."
      Oh, ich auch nicht, Ace. Ich auch nicht, dachte der Doktor.
      "Woher kommen denn dann die Erinnerungen aus der Zukunft?"
      Natürlich, es gibt nur einen, der Erinnerungen aus seiner Zukunft kennen könnte.
      "Von der TARDIS", entgegnete der Doktor.
      "Von der TARDIS?"
      "Pass auf, Ace. Die Zeitlinie von normalen Wesen verläuft von A bis Z.
      A ist die Geburt der Person und Punkt Z ist ihr Tod. Genauso ist es mit dem Universum. Punkt A ist der Urknall, die Entstehung aller Dinge. Und Punkt Z ist der endgültige Kollaps, der Zusammenbruch des Universums. Und dann gibt es uns: Zeitwanderer. Wir springen von Punkt C über Punkt X zu Punkt A. Wir sind nicht an die Regeln der Zeit gebunden. Aber dennoch haben wir eine Zeitlinie. Wir altern und wir sterben eines Tages. Irgendwann erreicht jeder seinen Punkt Z.
      Die TARDIS hingegen ist frei davon. Die TARDIS existiert einfach, sie ist zeitlos. Und deshalb ist das ganze auch so gefährlich: Die TARDIS hat nicht nur die Erinnerungen, die ich in der Vergangenheit gelöscht habe, sondern auch die aus meiner Zukunft. Und niemand sollte seine Zukunft kennen..."
      Auf einmal wirkte der Doktor viel älter als sonst. Ace spürte, dass er sich fürchtete und das machte ihr Angst. "Aber warum schickt die TARDIS ihnen diese Erinnerungen?"
      Der Doktor schaute sie ratlos an: "Ich weiß es nicht. Zufall, Manipulation oder eine Warnung?"
      Der Doktor ging einmal um den sechseckigen Sockel in der Mitte des Kontrollraums, in dessen Zentrum eine Säule langsam auf- und abtanzte, bis er sich vor den telepathischen Schaltkreisen befand. Er legte seine Hände auf die Konsole und verband sich mit den telepathischen Schaltkreisen. "Finden wir es heraus".

      Kapitel 4: Eine kalte Nacht in London

      Es war ein eiskalter Tag. Ein alter Mann mit schneeweißen Haaren und einer Mütze, die einem Teewärmer, den man normalerweise um eine Teekanne wickelt, ähnelte, und eine junge Frau, die fast noch wie ein Kind aussah, liefen durch die Innenstadt von London. Es war wohl der Dunkelheit der Nacht zu verdanken, dass niemand den Sarg, den die beiden trugen, bemerkte. Der Mann schaute sich alle paar Sekunden paranoid um und versuchte so wenig Aufmerksamkeit wie möglich zu erregen.
      "Großvater, wann sind wir endlich da?", erkundigte sich das Mädchen neugierig. "Geduld, mein Kind. Geduld.", entgegnete der alte Mann.
      Die beiden bogen um eine Ecke und blieben vor zwei Schaufenstern, zwischen denen sich eine Tür befand, stehen. In den Schaufenstern prangten auf Holzbrettern die Schriftzüge "Beerdigungen" und "Einäscherungen".
      Als der alte Mann an der Tür klopfte, öffnete ihm der Leiter des Bestattungsunternehmens. "Hallo, ich bin der Doktor.", stellte sich der alte Mann vor. "Oh bitte, kommen sie doch herein.", schlug der Geschäftsführer den beiden vor, als er sie mit dem Sarg vor der Tür stehen sah. Als der Doktor mit seiner Enkelin den Laden ein Weilchen später wieder verließ, lächelte er zufrieden. "Komm Susan, wir gehen nach Hause", verkündete er seiner Enkeltochter.
      "In die TARDIS, Großvater?"
      "In die TARDIS"

      Kapitel 5: Ein Trip nach London

      "Natürlich", sagte der Doktor. Ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit, dass er selber lieber vergessen hatte, als sich ihm zu stellen. Das war es, was ihm die TARDIS zeigen wollte: Die Hand des Omega. Nur irgendwie müssen die Schaltkreise einen Defekt gehabt haben, sodass sein Schiff ihm eine Erinnerung aus seiner Zukunft anstatt eine aus seiner Vergangenheit gezeigt hat.
      "Eines Tages finde ich die TARDIS Bedienungsanleitung", murmelte der Doktor leise vor sich hin. "Was ist?" fragte Ace.
      Der Doktor leitete seine Erinnerungen an Trenzalore & Bill wieder in die telepathischen Schaltkreise und nahm schließlich seine Hände von der Konsole. Die Zukunft gehört in die Zukunft, dachte er sich. Nun wandte er sich Ace zu.
      "Ich bin vor meiner Vergangenheit geflohen, Ace. Viel zu lange. Ich habe sie ignoriert, und sogar vor mir selber versteckt. Aber jetzt wird es Zeit mich ihr zu stellen.", verkündete der Doktor.
      Während er die Koordinaten in die TARDIS eintippte, fragte er sie: "Was hältst du von einem Trip nach London?"
      Der Doktor wusste, was er zu tun hatte.

      Kritik ist immer gern gesehen! Lob natürlich auch ;)

      Edit: Habe die Version jetzt noch mal geupdatet und ein paar Verbesserungen vorgenommen wie z.B. eine ausgearbeitetere Version der Erinnerung und ein anderes Ende. Der Text bleibt jetzt auch final so, wenn ich mich nochmal an weitere Geschichte machen sollte, werde ich nochmal komplett neu anfangen :)
      "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Mythril ()

    • Also ersmal ein dickes Lob an Dich.
      Eine Kritik möchte ich gar nicht abgeben.
      Finde es sehr flüssig zu lesen und hoffe hier noch erfahren zu dürfen wie es weiter geht.

      --
      An dieser Stelle möchte ich Dich auch wissen lassen, das ich Deine Kritiken und ersten Eindrücke die Du in den anderen Themenbereichen verfasst sehr genieße und mich immer freue wenn Du uns daranteihaben lässt.

      --
      Schwer, schwer, schwer und nur unter Zwang. Finde alle in Ihrer eigenen Weise und Zeit super.
      Reihenfolge in jeweiliger Spalte bitte ignorieren

      Platz 1 teilen sich
      1stdoc 2nddoc 7thdoc 10thdoc Wardoc 11thdoc 3rddoc 4thdoc
      Platz 2 Teilen sich
      6thdoc 12thdoc 5thdoc
      Den 3 Platz teilen sich
      8thdoc 9thdoc

      ABER MEIN UNGESCHLAGENER DOCTOR BEFINDET SICH IN MEINEM KOPF
    • Danke dir erstmal für dein Lob :) Wie es weitergeht, siehst du ja dann in Remembrance of the Daleks ;) Wenn ich die Zeit und Motivation finde, werde ich aber wahrscheinlich auch nochmal das vierte Kapitel umschreiben und eine eigene Geschichte daraus entwickeln.
      "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"
    • Remembrance of the Daleks kenne ich natürlich :33:


      Mythril schrieb:

      Wenn ich die Zeit und Motivation finde, werde ich aber wahrscheinlich auch nochmal das vierte Kapitel umschreiben und eine eigene Geschichte daraus entwickeln.
      Genau auf das habe ich gehofft :)
      Schwer, schwer, schwer und nur unter Zwang. Finde alle in Ihrer eigenen Weise und Zeit super.
      Reihenfolge in jeweiliger Spalte bitte ignorieren

      Platz 1 teilen sich
      1stdoc 2nddoc 7thdoc 10thdoc Wardoc 11thdoc 3rddoc 4thdoc
      Platz 2 Teilen sich
      6thdoc 12thdoc 5thdoc
      Den 3 Platz teilen sich
      8thdoc 9thdoc

      ABER MEIN UNGESCHLAGENER DOCTOR BEFINDET SICH IN MEINEM KOPF
    • Habe die Version jetzt noch mal geupdatet und ein paar Verbesserungen vorgenommen wie z.B. eine ausgearbeitetere Version der Erinnerung und ein anderes Ende. Der Text bleibt jetzt auch final so, wenn ich mich nochmal an weitere Geschichte machen sollte, werde ich wohl nochmal komplett neu anfangen
      "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"
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