Wie funktioniert das eigentlich, mit den Paralleluniversen?

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    • Wie funktioniert das eigentlich, mit den Paralleluniversen?

      Moin, Moin.

      Da mich das Thema momentan beschäftigt, es auch in der Serie öfters behandelt wurde, ich aber das `Dahinter´nicht verstanden habe, wohl aus Mangel in Information, oder ich diese nicht verstanden habe aus Mangel an Hintergrundwissen,
      ja ich gebe es offen zu, mit den Classics hab ich mich (was das ansehen angeht, über die Handlungen gelesen hab ich schon) noch fast gar nicht beschäftigt, dachte ich mir, frag ich hier mal die Experten, die auch die Bücher und alles andere drum
      herum kennen.
      Und zwar geht es darum:

      In der leidigen Episode mit den Cybusmen in Staffel 2 erklärt der Doktor, das vor dem Zeitkrieg das Reisen durch die Parallelen und Alternativen so "Einfach" wie das Zeitreisen selber war. (so hab ich diese Äußerung zumindest interpretiert)
      Meine Frage ist jetzt, wie ging das? Hatte die Tardis dafür Einrichtungen? (In "Inferno" scheint der Dritte Doktor ja für ihn unbemerkt in das andere Universum geraten zu sein, und genauso raus - zumindest soweit ich das verstanden habe)
      Was, für mich, die Frage aufwirft, wie das Multiversum aufgebaut ist?
      Bisher weiß ich, es gibt die Realitäten, und die Leere, aber was hat es miteinander zu tun?
      Wenn die Leere zwischen den Universen liegt, dann müssen die Realitäten ja eine abgeschlossene Form haben (Blasen zum Beispiel, aber da hat der Doktor ja gesagt, so ist es nicht.), und diese getrennt von einander liegenden Formen, müssten ja irgendwie verbunden werden können, sonst könnte man sie nicht erreichen. (Und das Leerenschiff verstehe ich eigentlich nicht als ein transdimensionales Transportmittel, sondern als Objekt für den dauerhaften Aufenthalt dort.)

      Das sind mal meine verqueren Gedanken zu diesem speziellen Thema, vielleicht kann mir ja jemand hier helfen, etwas Ordnung rein zu bringen.

      Mit freundlichen Grüßen:
      Der Reisende.
    • Hmm, denke nicht, dass es im Whoniverse da eine wirklich einheitliche Regel gibt. Das hat sich jeder Autor einfach so hingebogen, wie es ihm gerade gepasst hat

      In Inferno reist der 3. Doktor aus Versehen in ein Paralleluniversum, in den New Adventures (Bücher mit dem 7. Doktor) ist die Existenz von Paralleluniversen sogar eine Gefahr, da sie dem "echten" Universum die Energie wegnehmen und in der neuen Serie gibt es eben unendlich viele verschiedene Universen und die "Leere" dazwischen. Würde aber davon ausgehen, dass die Timelords eine Möglichkeit haben, zwischen den Paralleluniversen hin- und herzureisen.
      "We all have a universe of our own terrors to face"
      "Everyone's a monster sometimes"
      "Entropy demands that everything will not be all right, but sometimes we can rage against the dying of the light"
      -The Seventh Doctor
    • Oi... Paralleluniversen sind so eine Sache.Was ich jedenfalls sagen kann, ist, dass Reisen in Parallelwelten nicht einfach als alltägliche Sache dargestellt werden.

      Spontan fallen mir nur zwei Classics ein, in denen der Doctor in ein anderes Universum reist.

      Einmal das schon erwähnte "Inferno", in dem der Doctor ohne die komplette TARDIS, sondern nur mit deren Konsole rumexperimentiert und versehentlich in der Nazi-Welt landet.

      Der zweite Fall, den ich halbwegs zählen lasse, ist die E-Space-Trilogie. Hier landet der Doctor in einem Universum, das neben umserem existiert, jedoch deutlich kleiner ist. Die Koordinaten in diesem Universum sind negativ und der Doctor gibt dies als Grund an, warum es extrem kompliziert ist, absichtlich in diesem Universum zu landen.

      Es wird also nie als etwas ganz normales in der Serie dargestellt.


      Das ist vermutlich eine Frage aus der Reihe: Warum können Daleks durch die Zeit reisen? Wann sind es alte und wann neue Cybermen in New Who? Und: Können Cybermen auch irgendwie durch die Zeit reisen? :D
    • Zur Frage der Paralleluniversen gehören auch alternative Zeitlinien. Und was diese Thematik angeht, hatten wir so einiges, angefangen bei Pyramids of Mars, aber natürlich auch Turn Left oder die ganze Geschichte mit der Pandorica und Rory Pond. Im weiteren Sinne gehören dazu natürlich auch die Multi-Doktoren-Specials und solche Gestalten wie der Valeyard.

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    • Uhhh... deeeeeeeeem stimme ich nur bedingt zu.
      Ausgehend von der Viele-Welte-Theorie führt jede Entscheidung zur Erschaffung einer abweichenden Zeitlinie und damit einer Parallelwelt. Dies wird aber in der Serie nicht so wirklich gezeigt. Auch wenn der Doctor das Gegenteil behauptet, ist es oft eine simple Abfolge von Ursache und Wirkung. Der Doctor ist in einer Situation, reist an einen früheren Zeitpunkt und greift ein und reist dann zurück an den Zeitpunkt, an dem er vorher war. Nun hat sich die Situation durch sein Eingreifen erändert. Das nehmen wir als Zuschauer als Veränderung wahr, aber ich sehe nicht, dass dadurch eine Parallelwelt entstehen muss :)

      Doctor Who ist sehr inkonsistent mit seinen Zeitreisetheorien, aber das macht ja den ganzen Spaß aus. Wie bei "Zurück in die Zukunft". Das ergibt genau so wenig Sinn :D

      Turn Left ist in meinen Augen KEIN Paralleluniversum oder sowas. Ich sehe zwei Optionen, was in der Folge passiert und keine davon ist eine Parallelwelt. Option 1: Donna reist mit Hilfe des Dings an ihrem Rücken durch die Zeit und verändert Ihre eigene und damit DIE Geschichte. Das hat Auswirkungen auf die gesamte Story und alle Personen. Das ist natürlich ein alternativer Ablauf der Geschichte zu dem, was man in der Serie sieht, aber kein Paralleluniversum. Donna reist nicht in eine parallele Welt, in der sie diese Entscheidung getroffen hat und wundert sich nun, warum der Doctor nichts tut, sondern SIE ist dieselbe Donna, die diese Entscheidung trifft und damit alles verändert. Am Ende wird durch eine weitere Zeitreise alles wieder in Ordnung gebracht und die Welt, wie wir sie kennen wiederhergestellt. Also keine Parallelwelt, sondern eine Veränderung der Primärwelt. Die zweite Option ist, dass es keine Zeitreise in der Folge gibt und sie sich alles einbildet^^

      Die Sache mit der Pandorica ist sehr ähnlich. Durch die Explosion verändert sich die bestehende Welt und am Ende der Folge wird die Änderung spektakulär rückgängig gemacht. Aber es gibt hier keine abweichende Timeline in dem Sinne, weil es sich immer auf dieselbe Realität bezieht und die Änderungen sich direkt auswirken. Ansonsten hätte man ja nur eine Parallelwelt geschaffen, die dem Untergang geweiht ist. In dem Falle sollte man diese schnell verlassen, bevor dort alle sterben. Wäre nicht das erste Mal :D


      Und warum sind Multi-Doctor-Folgen in alternative Zeitlinien angesiedelt??? Es ist eine Zeitreiseserie. Ereignisse laufen nicht für alle Personen in der selben Reihenfolge ab und der Doctor ist keine Ausnahme. Wenn der Doctor vor den Ereignissen "City of death" mit Romana zur Premiere von "Star Wars" gegangen wäre und später zwischen den Abenteuern, die wir als "Smith and Jones" und "The Shakespeare code" gesehen haben, mit Martha nochmal dort gewesen wäre, wäre das ja auch kein Paralleluniversum. Der Valeyard ist auch eine Inkarnation des Doctors (mehr oder weniger) und nur weil wir ihn noch nicht gesehen haben, heißt das nicht, dass er hier anders zu behandeln ist, als jede andere Form.
    • Das ist es ja: zwei Optionen. In einem Universum entscheidet sich Donna für die eine Option, in einem Paralleluniversum für die andere. Alternativweltgeschichten gehen immer von einem Divergenzpunkt in der Geschichte aus und stellen die Frage: "Was wäre gewesen, wenn Person xy an diesem Punkt anders gehandelt hätte?"
      Dass das Ganze ziemlich inkonsequent erzählt wird, ist in den meisten Fällen so.

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    • Bin ich eigentlich der einzige BiFi-Hörer in diesem Forum? Die beste Antwort zur Frage nach Reisen zwischen Paralleluniversen ist wohl die Axis aus den Hörspielen "Axis of Insanity" und Gallifrey Staffel 4-6. Die Axis war eine Art Verbindungspunkt zwischen diversen, durch Veränderung der Geschichte entstandenen Zeitlinien (oder eben Paralleluniversen). Von dort kann man in jedes dieser Universen reisen. Diese Zeitlinien werden auch hier (wie in den NAs) als schädlich und unnatürlich beschrieben und ohne die Axis würde ihre Existenz auch die Hauptzeitlinie schädigen. Überwacht wurde das Ding von einem unsterblichen Overseer. In Gallifrey fallen die Daleks in der Axis ein und man erfährt soweit ich mich erinnere nicht was daraus wurde. In einem Titan-Comic mit dem zehnten Doctor heißt es dann sie sei im Time War zerstört worden.
      Doctor Who doesn't just travel in time, he travels in genre
      -Toby Hadoke, Timelash 2017

      Seil ist Geil
      -Cutec, Timelash 2017
    • @Nikioko
      Ich weiß schon, was du meinst, aber Turn Left ist anders.

      Es ist nicht wie in einem Comic, in dem gefragt wird, wie Superman wohl drauf wäre, wenn er in der Sovietunion gelandet wäre, denn das ist ja in der eigentlichen Kontinuität nicht passiert. Also wird in "Red Son" eine andere Geschichte erzählt und ganz im Sinne der ganzen Comicwelten zu einer Parallelwelt erklärt.

      "Turn Left" funktioniert eher wie der "The Flashpoint Paradox". In diesem Comic reist der Flash (vermutlich betrunken) durch die Zeit zurück und verhindert den Mord an seiner Mutter, die gestorben ist, als er noch ein Kind war. Dadurch verändert sich seine Gegenwart extrem drastisch. Es ist natürlich eine alternative Version seiner Realtität, aber keine parallele zu seiner eigenen. Indem er die Änderung vorgenommen hat, hat er seine Welt verändert und seine Version der Realität zerstört und durch eine andere ersetzt. Es ist nicht so, als würde seine ursprüngliche Realität parallel zu der neuen veränderten existieren. Wäre dies der Fall, wäre die Geschichte eine ganz andere. Er muss die Änderungen rückgängig machen, indem er sich selber von dieser Tat abhält. Wäre es eine Parallelwelt, müsste er einach zurück in seine Welt und alles wäre gut.

      Im Gegensatz zu einer klassischen "What-if"-Geschichte fragt sich niemand, was passiert wäre, wenn seine Mutter noch leben würde, sondern er kommt von seinem Standpunkt, dass seine Mutter tot ist, reist zurück durch die Zeit und ändert seine eigene Welt.

      Ein alternativer Ablauf von Ereignissen ist nicht automatisch eine Parallelwelt. In "Turn left" haben wir den Divergenzpunkt MEHRFACH, was man normalerweise nicht hat. Normalerweise gibt es die Gabelung im Weg und es wird Option a gewählt. Daraus resultiert eine Parallelwelt, in der Option b gewählt wurde und diese wird besucht, erwähnt.... was auch immer...
      Donna wählt Option a, aber geht später zurück und wählt b. Es ist dieselbe Donna, die zuerst Option a gewählt hat und alle Ereignisse, die sie auf diesem Pfad erlebt hat, haben nie stattgefunden

      @Cutec
      Ich esse Bifi, aber höre es nicht :D
      Wenn die Serie irgendwas widerspricht, das in einem Hörpiel oder erinem Buch gesagt wurde, hat automatisch die Serie recht und sowas frustriert mich. Außerdem kann ich keine Hörbücher hören. Entweder schlafe ich ein oder höre einfach auf zuzuhören :D
    • "Everything is canon. Especially the things that contradict other things."
      "An episode is only canon if a later episode references it. If an episode is never referenced again, there is no proof that it is canon."
      - doctorwhogeneral.wikia.com/wiki/Canon

      "There are very few things which are considered to be canon, and by a fortunate coincidence they are the things that I like. Obviously everything you like is non-canon."
      - doctorwhogeneral.wikia.com/wiki/Non-canon
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    • Engelskrieger79 schrieb:

      Cutec schrieb:

      Und wenn die Serie sich selbst wiederspricht, wer hat dann Recht? Da gibt es nämlich mindestens gleich viele Ungereimtheiten.
      Das ist dann wie im Koran - die neuste Sure.. ähm Folge hat Recht ;)
      Da die Suren im Koran nicht chronologisch, sondern der Länge nach sortiert sind, ergibt sich daraus eine lustige Konsequenz. Oder wir machen es wie der IS: wir picken uns das raus, was am besten passt und alle, die sich auf die ignorierten Stellen beziehen, müssen umerzogen werden.

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