Aufstehen, die Sammlungsbewegung, was haltet ihr davon?

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    • Aufstehen, die Sammlungsbewegung, was haltet ihr davon?

      Habe heute mit Sommergrippe zu Hause die Gelegenheit gehabt, die Pressekonferenz auf Phoenix anzuschauen sowie die ausführlichen Interviews danach. Erstaunlich, wie man die Aussage von Dietmar Bartsch später z.B. in der Tagesschau so verkürzt hat, dass seine neutrale Äußerung negativ rüberkam. Wenn die Etablierten in den Parteien alle so übel daherreden, haben sie wohl Bedenken, dass es was werden könnte und fürchten um ihre Posten? Zumindest in einem Punkt hat die OBin von Flensburg Recht: die linken Parteien sollten weniger einander bekämpfen, sondern den politischen Gegner, dann wäre schon viel gewonnen.

      Die Website von "Aufstehen" ist zur Zeit überlastet, deswegen gibt es keine aktuellen Infos z.B. über den Anmeldestand.
      "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)
    • Ich halte von der Bewegung eher wenig. Nicht weil ich so eine Bewegung an sich ablehnen würde. Aber die Ziele dieser Bewegung sind dann doch noch sehr schwammig. Und mit Wagenknecht und Lafontaine sind die beiden falschen an der Spitze. Wenn die Bewegung wirklich Bürger mit linken Vorstellungen zusammenbringen und darüber auch die politischen Partein zu mehr zusammenarbeit bewegen will, dann braucht es weniger polarisierende Galionsfiguren. Mit diesen beiden wird man Die Linke und die SPD auf jeden Fall nicht unter ein Dach bekommen.
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    • Ich halte nicht sehr viel davon. Ist eine Gegenbewegung zu Pegida und AfD, die genauso wenig unsere politischen Probleme lösen wird. Das derzeitige Problem ist, dass die Merkel wie die schwarze Witwe in der Mitte des Netzes hockt und sich alle demokratischen Themen zu eigen macht. Bedingt durch die politische Landkarte ist auf weite Sicht kein anderes Zweierbündnis als die Große Koalition möglich. Früher hatten wir zwei Blöcke, einen sozial-ökologischen und einen bürgerlichkonservativen. "Dank" der starken Linken und AfD hat aber keiner dieser Blöcke eine Mehrheit. Dadurch sind Union und SPD verdammt, bis Sanktnimmerleinstag miteinander zu koalieren, während an den Rändern sich die Leute scharen, die sich von dieser Politik nicht berücksichtigt sehen. Früher war es so, dass die Blöcke sich mit der Macht abgewechselt haben und in der Opposition neue Kraft schöpfen konnten. Da aber CDU/CSU und SPD zusammen regieren, kann sich keine der Parteien erholen und das politische Klima wird immer rauher.
      Was hat das mit Aufstehen zu tun? Wenn Politik nur noch in der Mitte stattfindet und die Ränder außer Acht gelassen werden, dann verschaffen sie sich anderweitig Gehör. Das war schon bei der APO während der GroKo von Kiesinger 1966-69 so - und da hatten die Regierungsparteien 90% der Sitze im Bundestag.

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    • Mario schrieb:

      Mit diesen beiden wird man Die Linke und die SPD auf jeden Fall nicht unter ein Dach bekommen.
      Das sehe ich leider auch so. Leider, weil ich mit den beiden kein Problem habe. Beide werden ja als Personen verteufelt, weil man ihnen argumentativ sowohl in der SPD als auch bei den Linken häufig nicht beikommen kann. Lafontaine hat im "Einheitswahlkampf" davor gewarnt, die staatliche und wirtschaftliche Einheit überstürzt herbeizuführen. Statt ihn argumentativ zu widerlegen wurde ihm von Kohl und der CDU einfach unterstellt, er wolle die Einheit nicht. Und als er an der Seite von Schröder sich geweigert hat, den Sozialstaat zu zerstören wurde er als Verräter und Drückeberger diffamiert.

      Wenn Wagenknecht sagt, dass die Aufnahmefähigkeit Deutschlands für Migranten begrenzt ist - was wohl kein vernünftiger Mensch ernsthaft bestreiten kann - wird sie von den eigenen Genossen in die Nähe der AfD gerückt, völlig absurd.

      Sie haben sich durch das Kritisieren der eigenen Leute zu Outsidern im Varoufakis'schen Sinne gemacht (ob da jetzt wirklich ein Apostroph hingehört weiß ich nicht, er macht das Wort aber lesbarer). Die anderen Sprecher auf der Pressekonferenz (Vollmer und die Flensburgerin, deren Namen mir immer nicht einfallen will) waren ja auch Outsider, die dem Mainstream ihrer eigenen Leute öffentlich widersprochen haben.

      Problematisch ist außerdem, dass vor einiger Zeit schon eine ähnliche Bewegung europaweit gegründet wurde, DiEm25 (oder so), der die Linke nicht beigetreten ist, so dass sie jetzt zur Europawahl gegeneinander antreten. :18:

      Wahrscheinlich werden es nicht genug Mitglieder, dass die Etablierten in den Spenderparteien Angst kriegen, schade.
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