11x01 - The Woman who fell to Earth

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    • Über eine Distanz von 5000 Galaxien kam der Stenza zur Erde,
      eine der üblichen Übertreibungen. Vermutlich sind es nur ein paar Lichtjahre und der Doctor rechnet den Umweg, den die Tardis mit ihrer eigenwilligen Navigation dafür benötigen würde. Unpräzise Entfernungsangaben gehören zum Charme der Serie, damit habe ich keine Probleme. Aber dann wird es absurd. Die Stenza kommen seit langer Zeit auf die Erde, um ihre Beute zu jagen, und sie haben eine erprobte Technologie, um mit ihrer Transportkapsel zu materialisieren. Was genau ist es also, was Ryan da tut? Er greift durch dieses Strahlengitter. Dann hat er so ein rot leuchtendes Tool in der Hand. Das ist dann ebenso schnell wieder verschwunden. "What have I done" fragt Ryan, "Hard to say" antwortet der Doctor. Eine Erklärung gibt es nicht. Schnell weiter, es wartet ja schon die nächste Absurdität, für die es keine Erklärung gibt.

      Grace und Graham fahren mit dem letzten Zug zurück nach Sheffield. Ihren Enkel Ryan lassen sie in der Pampa zurück. Weil der ja sein Fahrrad suchen sollte. Sehr pädagogisch. Da es schwierig wäre, den Vorgesetzten die Sache mit den Aliens klarzumachen, verzichtet Yasmin vorsichtshalber auch darauf, die Sache mit dem beschädigten Zug weiterzumelden. Die Bergungstrupps, die anrücken müssten, um die Strecke freizumachen, werden also frühestens am nächsten Tag aufbrechen, nachdem der erste Morgenzug damit zusammengestoßen ist.

      Die Stenza schicken ihren designierten Anführer zu einem Hinterwädlerplaneten, um einen der primitiven Bewohner zu jagen und als Trophäe zurückzubringen. Es gibt keine Kamerateams, die den zukünftigen Herrscher bei dieser symbolträchtigen Aufgabe begleiten. Obwohl Tzim Sha Menschen mit seiner bloßen Hand töten kann, glaubt er bei seiner Prüfung schummeln zu müssen. Werden Invasionen auf der Erde jetzt auf irgendeinem kosmischen Basar verramscht? Billigangebot für besonders dilettantische Aliens, die noch darauf reinfallen, weil qualifiziertere Spezies inzwischen längst wissen, das die Erde vom Doctor beschützt wird und ihre Finger/Tentakel davon lassen? "Access was granted" sagt Tzim Sha, wer hat ihm die Erlaubnis für die Jagd auf der Erde gegeben?

      Ungeachtet dessen war der Stenza gut designt, auch dieses Datensammlerkabelknäuel sah gut aus. Und die Episode ist über viele Abschnitte gut gelungen. Das Team passt gut zusammen. Allerdings wird es auf vielen Planeten keine Busfahrer geben, die Graham um Hilfe bitten kann. Yasmin wird nicht in jeder Episode die Namen von Zeugen aufschreiben dürfen. Es bleibt also abzuwarten, ob so viele Companions in der Serie dauerhaft sinnvoll eingesetzt werden können. Eins ist bereits offensichtlich, irgendwann gegen Ende der Staffel wird Ryan seine Angst überwinden und Fahrrad fahren müssen.

      Der Doctor hat die DNA-Bomben heimlich auf Tzim Sha übertragen. Um ihn zu töten? Einige Zuschauer würden gegen eine solche Darstellung des Doctors protestieren, andere wünschen sich dagegen einen knallharten No-Second-Chance-Doctor. "You had a choice, you did this to yourself", sagt ganz in diesem Sinne der Doctor. Aber es wird nicht gezeigt, ob der Doctor jetzt zum Mörder geworden ist, denn bevor die DNA-Bomben explodieren, stößt Karl den Stenza herunter. "You had no right to do that" ermahnt ihn der Doctor, jetzt wieder ganz Pazifist. Tzim Sha entmaterialisiert.

      Der Doctor ist also durch das Dach des Zuges gefallen. Aus welcher Höhe? Im Vegleich dazu war der Sturz von Tennant in "End of Time" physikalisch fundiert und glaubwürdig dargestellt. Und das war damals die Szene, die ich überhaupt nicht mochte. Jetzt einfach plopp und das wars. Keine Erklärung nötig. Die Zuschauer haben schließlich keine Ahnung von der kinetischen Energie die dort auftreffen müsste und werden es schon schlucken. Ist eben der Doctor. Da passiert das auf diese Weise.

      Gestern war ich abgelenkt und hatte nicht alle Zusammenhänge mitbekommen, aber mit dem Reset-Button lag ich genau richtig. "Twice Upon A Time" endete damit, dass der Doctor irgendwo im Weltraum schwebt und auf die Erde zufällt. "The Woman Who Fell To Earth" endet damit, dass der Doctor - diesmal zusammen mit den Companions - im Weltraum schwebt und auf irgendeinen Planeten zufällt. So als ob der Doctor immer noch an der ursprünglichen Stelle über Sheffield schwebt und von dort auf irgendeine Weise die eigentliche Landung erst noch vorbereitet.

      Kann die ganze Staffel über so weitergehen. Wie überleben sie den Sturz in "Ghost Monument"? Bedeutungslos. Chibnall macht es genauso wie Moffat. Es gibt keine Erklärungen. Abgesehen davon war es sehr unterhaltsam. Nicht besser, aber auch nicht schlechter als bei Moffat.

      Eine Sache habe ich gelernt, in Sheffield gibt es den Brauch, verkleidete Gestalten zu Halloween mit Gemüse zu bewerfen. Trick or Treat, Süßes oder Saures. Eat my salad.

      Radioactive Man
    • Radioactiveman schrieb:

      "Access was granted" sagt Tzim Sha, wer hat ihm die Erlaubnis für die Jagd auf der Erde gegeben?
      Um dich selbst zu zitieren:

      Radioactiveman schrieb:

      Was genau ist es also, was Ryan da tut? Er greift durch dieses Strahlengitter.
      Vielleicht war es ja wirklich notwendig, dass Chibnall alles erklärt, denn wenn er es nicht tut, verstehen die Leute es anscheinend nicht von selbst.

      Radioactiveman schrieb:

      Die Bergungstrupps, die anrücken müssten, um die Strecke freizumachen, werden also frühestens am nächsten Tag aufbrechen, nachdem der erste Morgenzug damit zusammengestoßen ist.
      Radioactiveman would be pretty good at CinemaSins. *ding*

      Radioactiveman schrieb:

      Der Doctor ist also durch das Dach des Zuges gefallen. Aus welcher Höhe? Im Vegleich dazu war der Sturz von Tennant in "End of Time" physikalisch fundiert und glaubwürdig dargestellt. Und das war damals die Szene, die ich überhaupt nicht mochte. Jetzt einfach plopp und das wars. Keine Erklärung nötig. Die Zuschauer haben schließlich keine Ahnung von der kinetischen Energie die dort auftreffen müsste und werden es schon schlucken. Ist eben der Doctor. Da passiert das auf diese Weise.
      Ich denke die Erklärung ist ganz einfach, nämlich etwas was Moffat in Let's Kill Hitler eingeführt hat: Direkt nach einer Regeneration ist ein Time Lord oder eine Time Lady unverwundbar.
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 12thdoc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc
    • Nein, da hat RTD eingeführt, dass einem Time Lord Körperteile nachwachsen. Aber in Let's Kill Hitler schießen die Nazis auf die gerade regenerierte River und sie hat keinen Kratzer, gar nichts. Sie ist komplett unverwundbar so direkt nach der Regeneration. Und ich wette, darauf wird sich Chibnall berufen, wenn man ihn fragt.
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    • Mario schrieb:

      Sie ist komplett unverwundbar so direkt nach der Regeneration. Und ich wette, darauf wird sich Chibnall berufen, wenn man ihn fragt.
      Na, hier muss ich leider (und ich kann es nicht fassen das ich es tue...gleich tue ich es-es ist unglaublich aber es ist so) @Radioactiveman Rechts geben. Ein paar deutsche Kugeln sind was anderes als die

      Radioactiveman schrieb:

      kinetischen Energie die dort auftreffen müsste
      Denkt man es Logisch durch hätte sowohl vom Doctor als auch vom kompletten Wagen nicht mehr viel übrig sein dürfen.
      Laugh Hard, Run Fast, Be Kind!
    • @Mario,
      verstehe ich Dich richtig, dass Du der Ansicht bist, dass Ryan dem Stenza die Erlaubnis für die Jagd auf der Erde gegeben hat, indem er durch dieses Strahlengitter gegriffen hat? Interessante Theorie, ich werde das beim nächsten Gucken heut Nacht berücksichtigen, aber all solche Überlegungen, dass Ryan nötig war, um das Portal zu öffnen, hatte ich als zu unspezifiziert verworfen. Die Stenza sind ja bereits vorher auf die Erde gekommen, um zu jagen. Die haben die nötige Technologie, um hier zu landen, wann immer sie wollen. Und dass Ryan sich schuldig fühlt, nun, das ist eben Ryan.

      Beim Aufprall des Doctors ist das eigentliche Phänomen, wie bereitwillig die Fans inzwischen einen derartigen Schwachsinn hinnehmen. Ich entsinne mich noch dunkel an den Aufstand seinerzeit, als Tennant die gläserne Decke durchbrochen hat.

      Radioactive Man
    • Ich muss sagen ich bin positiv überrascht. Habe wesentlich schlechteres erwartet.
      Zwar sehe ich die Kritikpunkte die hier genannt wurden teilweise auch - die Musik war wirklich komisch an vielen Stellen, wirkte unpassend und geschwollen, und zu der Optik kann ich leider nicht so ganz viel sagen, weil ich eine pixelige, gespiegelte Version auf dailymotion geguckt habe; da konnte ich nicht so ganz viel erkennen von der scheinbar übertrieben cinematographischen Netflix-Optik. Dazu enthalte ich mich also mal.

      Die erste halbe Stunde begann ein wenig schleppend... die zweite hat mich dann aber abgeholt. Die Charaktere finde ich alle drei (vier, schade drum) sehr interessant, Jodie Whittakers Ansatz fand ich am Anfang seeehr anstrengend, zum Ende hin aber wesentlich ruhiger und entspannter anzuschauen. Sie hatte viele Momente, die mir gut gefallen haben & ich hoffe, dass ihre Interpretation noch weiter weg vom hibbelig-aufgedrehten zur gut gelaunten, aber emotional ruhigeren Darstellung geht. Bezeichnend fand ich dafür den Moment, wo sie auf ihre Familie angesprochen wurde. Bisher wurde das unter fast jedem Show-Writer mit geschwollener Musik und Super Close Up mit Tränchen im Augenwinkel aufgeblasen - diesmal aber hat sie zwar einen sehr theatralischen Text gesprochen, diesen aber relativ ruhig abgeliefert, was dem ganzen etwas neues und glaubwürdigeres gegeben hat. Like.

      Meine Main Pluspunkte, die mich dazu bewegen, diese Folge mit "gut" zu bewerten:

      + Der Turn mit der Anfangsszene: der Monolog von Ryan, der erstmal danach klang, als würde er wie immer vom Doctor schwärmen ("smart, funny, special"...). Davon hatten wir wirklich genug, ich finds gut, dass es hier um einen anderen Charakter geht. Das führt zum nächsten Plus:

      + Die Charaktere haben endlich mal eine Story bevor sie auf den Doctor treffen. Hier gab es ein paar Beschwerden über Drama, Drama Drama, aber ganz ehrlich: lieber ein Graham mit Krebs-Vorgeschichte, ein Ryan mit Koordinations-Schwäche und eine frisch gebackene Polizistin als eine Rose deren Job ihre Story ist, eine Martha mit Null Familien-Hintergrund oder eine Donna mit genau einer Hochzeits-Story. Darüber haben sich doch auch alle beschwert, also im Endeffekt lieber ein paar Charaktere, die vorher auch ein Leben haben/hatten und sicherlich auch miteinander eine Geschichte haben.

      + Das absolut creepige Monster mit dem ZAHN-Gesicht (Wtf? °-°) - die Folge hätte ich nicht mit meinen Kindern geguckt, gottogott. Das erste Mal seit laaangem dass mich ein DW-Monster mal wieder ein bisschen abgeholt hat.

      + "You had no right to do that" - das ging ein bisschen zurück in die Eccleston Ära finde ich, Respekt vorm Monster. Nice one.

      + Es ging NICHT um den Weltuntergang. Juchu! Ein Menschenleben, und es war trotzdem der Main Plot! War total spannend, obwohl nicht alle Dimensionen und Galaxien dieser Welt bedroht wurden.

      + "We can evolve while still being true to who we are. We can honour who we've been and shoot who we want to be next." - sehr schöne Analogie. Das und der "My legs used to be longer" Gag waren die einzigen Anspielungen auf ihr neues Geschlecht, und das finde ich genau richtig viel. Sagt doch alles, ohne viel Tam-Tam und schlechte Gender-Gags. Davor hatten doch auch alle Angst hier im Forum. Dafür noch kein einziges Lob? Leute :D

      + Graham.
      "Is it wrong that I'm having fun?" - "YES!"
      DANKE!


      Natürlich werden die nie die Folge produzieren, bei der alle Doctor Who Fans Hurra schreien. Auch vermutlich nicht mehr die, bei der ich Hurra schreie und alles toll finde. Dazu wird inzwischen zu viel von allem kritisiert, alles in Frage gestellt, das alte glorifiziert... ich bin nicht enttäuscht worden und habe keine Lust mehr zu meckern. Mir hat die Folge Lust auf mehr gemacht, und dafür sind erste Folgen da.

      Ein "Gut" von mir. Kein Großartig, aber ein Gut.
    • Radioactiveman schrieb:

      verstehe ich Dich richtig, dass Du der Ansicht bist, dass Ryan dem Stenza die Erlaubnis für die Jagd auf der Erde gegeben hat, indem er durch dieses Strahlengitter gegriffen hat? Interessante Theorie, ich werde das beim nächsten Gucken heut Nacht berücksichtigen, aber all solche Überlegungen, dass Ryan nötig war, um das Portal zu öffnen, hatte ich als zu unspezifiziert verworfen. Die Stenza sind ja bereits vorher auf die Erde gekommen, um zu jagen. Die haben die nötige Technologie, um hier zu landen, wann immer sie wollen. Und dass Ryan sich schuldig fühlt, nun, das ist eben Ryan.
      Was meinst du, warum diese seltsame Energie-Signatur da auf einmal überhaupt aufgetaucht war. Die Folge ist eigentlich ziemlich eindeutig damit, dass er dadurch die Erlaubnis erteilt hat.

      Radioactiveman schrieb:

      Beim Aufprall des Doctors ist das eigentliche Phänomen, wie bereitwillig die Fans inzwischen einen derartigen Schwachsinn hinnehmen. Ich entsinne mich noch dunkel an den Aufstand seinerzeit, als Tennant die gläserne Decke durchbrochen hat.
      Ist es Schwachsinn? Ja. Hätte es anders dargestellt werden sollen? Ja. Kann man Chibnall dafür anzählen, dass seine beiden Showrunner was Verletzungen für den Doctor angeht, jedem Nachfolger mehr oder weniger einen Freifahrtsschein in der Regenerationsfolg ausgestellt haben? Nicht wirklich. Es kommt darauf an, wie diese damit umgehen und Chibnall hat es genutzt um dem Doctor ihre TARDIS und anfangs zumindest den Sonic Screwdriver zu nehmen. Damit hätte man vielleicht mehr machen können, aber selbst das ist besser als das, was Moffat mit River in Let's Kill Hitler gemacht hat.
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    • "The Woman Who Fell To Earth" ist so ein typischer Chibnall-Einheitsbrei. Die Handlung ist ziemlich uninspiriert, die Charaktere bleiben größtenteils blass und so wirklich Spannung kommt auch nicht auf.

      Bei den neuen Companions macht sich schon das erste Problem bemerkbar: 60 Minuten reichen einfach nicht, um 4 neue Charaktere einzuführen und eine gescheite Geschichte zu erzählen. Da hilft es auch nicht, wenn man noch einen 5. Hauptcharakter hat, der dann am Ende in einer "emotionalen" Szene direkt wieder wegstirbt.
      Ryan, auf dem der Fokus der Folge hauptsächlich lag, fand ich da noch am besten. Seine Koordinations-Störung ist recht interessant, nur wenn sie schon sowas darstellen wollen, hätten sie es auch wirklich konsequent durchziehen sollen. Ryan kann in der Folge zwar nicht Fahrrad fahren, aber ganz einfach Kräne hochklettern und an Klippen sitzen. Jaja, schon klar :D
      Yaz ist eigentlich komplett charakterlos geblieben und Graham fand ich auch sehr nichtssagend, allerdings sehe ich bei ihm durchaus das Potenzial ein interessanter Companion zu werden. Grace war eigentlich ganz gut, allerdings haben wir einfach viel zu wenig von ihr gesehen, als dass mich ihr (ziemlich unnötiger) Tod berührt hätte. Wenn man sie einfach ein paar Folgen mitgenommen hätte und sie dann gestorben wäre, hätte mich das ganze eventuell sogar berührt, da ich ihren Charakter an sich sympathisch fand.

      Der Doktor war irgendwie... halt da. Ein paar Szenen waren ziemlich overacted, z.B. fand ich ihr "Right, this is gonna be fun" sehr künstlich. In ihren ruhigeren Szenen ist sie schon ein bisschen besser, aber so einen wirklich tollen Doktor-Moment hatte sie jetzt noch nicht. Ihre Rede zu Time Shaw war ganz gut. Mal schauen wie sich das noch entwickelt.

      Die Handlung ist so ziemlich das mittelmäßigste Mittelmaß, was ich mir überhaupt vorstellen kann. Eine Bedrohung oder gar Spannung kommt auch nicht wirklich auf, da der Zahnfree-Predator erst recht spät in der Folge auftaucht und eigentlich nur ein uninteressanter Nebencharakter in Gefahr ist. Allein diese Endszene mit dem Kran ging 12 Minuten und ich habe wohl gefühlt jede Minute auf die Uhr geschaut. Ernsthaft, warum sollte es mich interessieren, ob der Doktor irgendeinen langweiligen Nebencharakter rettet?

      Die Regie und der Look der Folge hat mir, obwohl das ganze ziemlich düster gehalten wurde, insgesamt gut gefallen. Die neue Musik war eigentlich durchgehend angenehm und nie so wirklich aufdringlich. Die Optik und das Monster haben mich aber irgendwie eher an Class als an Doctor Who erinnert. Der Shenza-Warrior an sich war ganz nett, aber ist er wirklich so inkompetent, dass er auf alle erdenklichen Arten und Weisen schummeln muss? Erst benutzt er das Info-Ding, dann setzt er die DNA-Bomben am Doktor und seinen Freunden ein und benutzt auch noch einen Teleporter :D

      Merkwürdig war auch noch, dass der Doktor ein Handy einfach so zum Alien-Tracker unfunktionieren konnte und die Szene in der sie sich einfach aus Schrott, der in einer Garage rumliegt, einen Sonic zusammenbaut. Schön war dann aber die Erkenntnis mit dem "Sonic Swiss Army Knive". Das einzig richtig Gute waren eigentlich die letzten 5 Minuten inklusive dem Twist, dass Ryan in dem Youtube-Video über Grace und nicht den Doktor redet, dem Begräbnis und dem abschließenden Cliffhanger.

      Auf eine Cliffhanger-Auflösung vom "Twice Upon A Time"-Cliffhanger können wir wohl auch vergeblich warten. Die TARDIS hat den Doktor halt einfach rausgeschmissen, weil er regeneriert ist und der Doktor hat das einfach überlebt, weil Timelords nach der Regeneration halt unsterblich sind. Finde ich ziemlich schwach.

      Die Folge ist nicht wirklich schlecht, sondern einfach nur schrecklich standartmäßig und langweilig. Die Handlung ist vorhersehbar, die Charaktere sind blass und die Dialoge sind langweilig. Ich fand es auch ein bisschen ungeschickt, dass man so viel jetzt gerade aktuelles, wie z.B. Whatsapp oder Youtube in die Folge reingepackt hat, da sowas eigentlich nie gut altert.
      Ich habe mit "Ausreichend" abgestimmt und würde der Folge 4.5/10 Punkte geben.

      Ich hoffe mal, die Staffel bewegt sich nicht auf diesem Niveau...
      "We all have a universe of our own terrors to face"
      "Everyone's a monster sometimes"
      "Entropy demands that everything will not be all right, but sometimes we can rage against the dying of the light"
      -The Seventh Doctor
    • stevmof schrieb:

      Hält sich in Grenzen, die maximale Geschwindigkeit eines Fallschirmspringers ohne Fallschirm ist z.B. in etwa 200 km/h.
      Das Problem ist eher der Wiedeintritt als der Aufprall.


      Bin zwar schon auf die Fresse gefallen aber die Höhe hielt sich Gott sei Dank in Grenzen. Von daher kann ich dass nicht so genau abschätzen! Aber fluktuiert das Gewicht des Doctors nicht auf während des Regenerationsprozesses? ;)
      Laugh Hard, Run Fast, Be Kind!
    • Es wurde natürlich geschönt. Wenn man im falschen Winkel auf die Atmosphäre der Erde trifft dann prallt man dran nur ab. Kann froh sein das Sie unten abgekommen ist. Beim Wiedereintritt wird man auch erst mal eine runde feuer und flamme. Wenn man das ganz korrekt nimmt dann hätte sie Nackig sein müssen. Ihre Klamotten hätten den Wiedereintritt nicht überstanden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von chrisaso780 ()

    • Emma Junkie schrieb:

      Am besten wir schmeißen mal verschiedene Doctoren vom schiefen Turm von Pisa und messen, wie lange die brauchen.
      Emma-Schatz, wie der Name schon sagt ist der Turm schief. Das ist ein schlechter Vorschlag! Erstmal alle wiegen, dann die Position errechnen wo der Doctor aus der TARDIS fiel, den Eintrittswinkel wie @chrisaso780 meinte, die Jelly Babies hinzurechnen die der Doctor in der vorletzten Folge gegessen hatte und das ganze malnehmen mit dem Moff-Faktor plus der Wurzel aus Chibnall²
      Laugh Hard, Run Fast, Be Kind!
    • Mythril schrieb:

      Die neue Musik war eigentlich durchgehend angenehm und nie so wirklich aufdringlich.
      Gabs bei dir eine andere Musik als bei mir? Streckenweise war es unglaublich nervend, zu laut und mehr eine Geräuschkulisse als Musik.

      Aber störungsfrei und komplett gesehen deutlich besser als ich erwartet habe, allerdings mit Längen vor allem auf den Kränen. Tja, drei Companions, klar dass noch nicht jeder gut eingeführt werden konnte. Wenn Jodie Whittaker jetzt nicht noch in einer der nächsten Folgen aus ihrer Weiblichkeit ein Riesending macht könnte es funktionieren. Bin mal gespannt wie sie es in einem Historical lösen, vielleicht auf Remington Steele Art mit einem Strohmann?

      Insgesamt war's ganz gut.
      "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)
    • Fand die Folge gut, und das als Pessimist der Staffel..........

      Ich kann die schlechten Reviews weniger verstehen, dass war nach dem 11. Doctor die zweitbeste Einführung einer neuen Inkarnation.
      Der Doctor selber war auch ok, zwar leichtes Overacting, allerdings dennoch in Details anders als Capaldi z.b war.

      Die Story war Mittelmaß, allerdings kann ich mich nicht entsinnen, dass die Stories der anderen Einführungen besser waren.
      Ich kann, nur meine Meinung, z.b keinen ernst nehmen, der Rose mehr Punkte gibt wie dieserFolge hier......davon mal ganz abgesehen das die Folge fantastisch ausschaut.

      Ryan und Yasmin als "Neue" im Team waren mittelprächtig, allerdings was positiv ist => auch nicht negativ oder nervig!
      Graham dagegen ist super und sympathisch. Der Twist am Ende macht auch Lust auf mehr, wesentlich mehr als bei den anderen Einführungen!
      Zum Schluss bleibt noch zu sagen, dass es gut war, den Humor hier zurückzufahren, hat gut gepasst.

      Alles in allem der guter Einstieg / Neubeginn mit leichten Abzügen in der Story und beim Doctor.

      7/10

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Arathas ()