11x08 - The Witchfinders

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    • 11x08 - The Witchfinders

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        Schlecht (3) 8%

      Inhalt findest du im Guide: 312 - The Witchfinders
      Trailer: drwho.de/forum/index.php/Attac…0642-trailer-37x08-a-avi/

      Schreibt eure Meinung zur achten Episode der 11. Staffel von Doctor Who.
    • Jo. War nett. Ich fang mal mit dem negativen an.
      Was sucht King James da? Der war nur in der Folge, um 1) ne historische Persönlichkeit rein zu bringen und 2) um Alan Cumming ne Rolle zu geben. Er hat nichts zur Geschichte beigetragen, was nicht auch ein dahergelaufener Landlord machen könnte und war dazu noch vollkommen überdreht.
      Warum wurde ausgerechnet die Erde als Gefängnis für ne Weltraumarmee ausgewählt und das Schloss in Form eines Baumes geschaffen? Super sinnlos und unlogisch.

      Aber sonst... solide. Die Viecher waren creepy, bis auf das da oben eine logische Story und joa... hat eigentlich gut gefallen.
    • Immerhin war die Folge im Gegensatz zu Demons of the Punjab nicht langweilig. Dafür war sie dämlich. Gleich am Anfang wird ganz deutlich gemacht, sich nicht einzumischen und eine Minute später stürzt sich der Doctor auch schon lautstark ins Getümmel.

      Das Gefängnis ist wohl das undurchdachteste, von dem ich jemals gehört habe. Aber wer kann denn auch ahnen, dass Bäume mal gefällt werden? Durch einen Aussetzer habe ich nicht mitbekommen, wie sie es wieder geschlossen haben, aber ich glaube nicht, dass dies etwas an meinem Eindruck ändern würde.

      Hinter der Story steckte nicht viel Einfallsreichtum, wenn man es genau betrachtet. Dafür hat sie von Anfang an ein sehr hohes Tempo eingeschlagen und es gab es immerhin Szenen, die so etwas wie Spannung aufkommen lies, was in dieser Staffel ja nun nicht selbstverständlich ist.

      König James hätte so vielleicht in einer Komödie oder bei Monthy Python funktioniert, doch hier fand ich die Darstellung vollkommen unpassend. Genau wie das zusätzliche Overacting der Ollen, deren Name ich vergessen habe.

      Ach, und dieses ganze „Gang“ und „Fam“ Gelaber geht mir so dermaßen auf den Sack... Sonst hat mich Jodie Whittaker diese Folge jedoch nicht wirklich gestört. Da passte es auch mal, wenn sie außer Atem war.

      Es war nicht die schlechteste Folge der Staffel, was aber auch nicht schwer ist. Vielleicht war sie auch besser, als alle Folgen von Chibnall. Der Stream hatte bei mir ein paar Aussetzer und ich frage mich, ob ich die Folge noch einmal schauen sollte, denn ich komme jetzt zu keinem abschließenden Urteil.

      Ich war auf der einen Seite durchaus irgendwie unterhalten und die Optik war auch ganz fein. Auf der anderen Seite hat mich auch einiges, vielleicht zu vieles, gestört. Was ich definitiv sagen kann ist, dass ich jetzt ganz offensichtlich ein wenig knartschig bin, was ich vor der Folge noch nicht war...

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Guitarwolf ()

    • Ich habe mich ganz gut unterhalten gefühlt, trotz oder gerade weil die Folge etwas (teilweise beabsichtigt) dämlich war.
      Alan Cumming sehe ich eh immer gerne und diese Rolle war ja wohl wie für ihm gemacht.
      Fazit: Tolle Verpackung, wenig Inhalt und und das erste Mal, dass es tatsächlich relevant war, dass der Doctor jetzt eine Frau ist.


      "Die Welt ist echt voll von Arschlöchern, rechtlich abgesicherten Arschlöchern."*
      *Das ist die Meinung des Kängurus und nicht notwendigerweise die Meinung des Autors. (Anm. des Autors)
    • yttox schrieb:

      Ich habe mich ganz gut unterhalten gefühlt, trotz oder gerade weil die Folge etwas (teilweise beabsichtigt) dämlich war.
      Alan Cumming sehe ich eh immer gerne und diese Rolle war ja wohl wie für ihm gemacht.
      Ich habe das Gefühl, dass sich niemand wirklich sicher war, welchen Ton die Folge nun wirklich haben sollte. Gerade die ersten Minuten implizierten ja eher eine dunklere Folge.

      Vielleicht schaue ich die Folge tatsächlich noch einmal unter der Grundannahme, dass die Folge tatsächlich mit einem Augenzwinkern angelegt war. Das könnte meinen Eindruck natürlich durchaus heben.

      Trotzdem passt da aktuell etwas für mich nicht...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Guitarwolf ()

    • Sorry, aber in der ersten Minute nach dem Vorspann, habe ich das Gefühl, dass Jodie Whittaker schon gar keine Lust mehr hat. Sie wirkt so dermaßen entkräftet und lustlos. Sie reagiert scheinbar auf das, was das Drehbuch vorgibt: "Jodie, ab diesen Moment, spiele den (Tennant)-Doctor". Ab diesem Zeitpunkt ist die Folge bei mir schon durchgefallen. Die Hexenaliens fand ich gruselig, aber warum sollte ich das erwähnen?! :rolleyes:

      Ein hübscher Gedanke: Die Doctröse besteht die Wasserprobe nicht, Capaldi taucht aus dem Wasser auf und sagt: "I had a bad dream". ;)
      1. 4thdoc 2. 3rddoc 3. 12thdoc 4. 2nddoc 5. 1stdoc 6. 11thdoc 7. 6thdoc 8. 9thdoc 9. 8thdoc 10. 7thdoc 11. 5thdoc 12. 10thdoc ... Doctröse!
    • ich war nicht grundsätzlich gegen den Geschlechterwechsel - Auch wenn ich es blöd finde, so etwas nur wegen political correctness zu tun - nun aber werde ich das Gefühl seit Beginn der Staffel nicht los, dass die Jodie gecastet haben, um ein für alle mal zu beweisen, dass Frauen das nicht drauf haben. Ich kenne Broadchurch jetzt nicht - aber hier habe ich den Eindruck, ich sehe eine mäßig talentierte Laiendarstellerin, die sich noch nicht entschieden hat, wenn sie (und nicht mal gut) imitieren soll
    • Doctor arriving too late to save a drowned witch,
      das war neben "Rosa" die andere Episode, von der langfristig vorher das Thema bekannt war. In diesem Fall gab es jedoch keine Fans, die schon im Vorfeld ihre Besorgnis geäußert hätten, was man bei diesem sensiblen Thema alles falsch machen kann. Offensichtlich existieren wesentlich mehr "Experten" in Sachen Rassismus als zum Thema Hexenverfolgung.

      Die Fans in den USA werden jetzt hoffentlich endgültig begriffen haben, dass die Hexenverfolgung nicht erst in Salem erfunden wurde, sondern vorher bereits in Europa vorkam. Und die Fans in UK werden hoffentlich gelernt haben, dass King James, den sie aus dem Schulunterricht als erfolgreichen Verwaltungsreformator kennen, an der Hexenverfolgung aktiv beteiligt war.

      Allerdings habe ich die Befürchtung, dass King James viel zu sehr geschont wurde. Das werde ich mir nachher mit den Untertiteln nochmal sehr genau ansehen. Dass der Hexenglauben im Mittelalter auf reale Aliens zurückgeht, ist in der Serie etabliert und wird auch unter Chibnall nicht anders gehandhabt. Dass Menschen aus ihrem Nicht-Verstehen und ihrer Angst dann falsch reagieren ist ein passendes Thema für Doctor Who. Der kann mit seinem/ihrem Redetalent dann versuchen aufzuklären und gegen die Aliens und gegen bornierte Menschen gleichermaßen vorgehen.

      Die Modderhexen waren gut gestaltet, der Doctor zeigt einen wunderbaren Unterwasserentfesselungstrick. Der erste Eindruck der Episode ist wieder sehr gut. Aber, wie üblich werfe noch einen genauen Blick auf die Details.

      Radioactive Man
    • Jaelle schrieb:

      ich war nicht grundsätzlich gegen den Geschlechterwechsel - Auch wenn ich es blöd finde, so etwas nur wegen political correctness zu tun - nun aber werde ich das Gefühl seit Beginn der Staffel nicht los, dass die Jodie gecastet haben, um ein für alle mal zu beweisen, dass Frauen das nicht drauf haben. Ich kenne Broadchurch jetzt nicht - aber hier habe ich den Eindruck, ich sehe eine mäßig talentierte Laiendarstellerin, die sich noch nicht entschieden hat, wenn sie (und nicht mal gut) imitieren soll
      Interessante Verschwörungstheorie. Ich befürchte aber, die meinen das tatsächlich ernst (auch dass der Doctor eine Frau sein muss wegen der PC) und nicht bloß als Satire.
      50 Jahre lang gab es männliche und weibliche Timelords, die immer in dasselbe Geschlecht regeneriert sind und auf einmal ist das anders und angeblich haben sie es schon immer gekonnt? Ist mir irgendwie zu platt, da hätte ich mir einen interessanten Hintergrund gewünscht und vielleicht mal Content, der sich mit der Materie beschäftigt. Aber die Fragen, die da aufgeworfen werden, wurden alle ignoriert und weggeblinzelt.
      So, und damit gehe ich mal zurück zu Jon Pertwee und Tom Baker - die hatten es nämlich drauf. Und das hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.

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    • Ich gartuliere!
      Doctor Who sollte doch, von so vielen sehnlichst gewünscht, zu "seinen Wurzeln zurückkehren". So weit sich dies auf Kinderfernsehen bezieht: Sie haben ihr Ziel erreicht.
      Damit will ich auch zu der Folge gar nix mehr sagen, denn das könnte ich mit copy&paste aus früheren Einträgen tun, da sich nichts wirklich verbessert hat.

      Was Jodie angeht: Ich habe es so verstanden, daß sie nicht gecastet wurde, sondern Chibbi auf sie bestanden hat. Vielleicht bin ich auch einem Internetgerücht aufgesessen? Lasse mich gerne belehren.
      Was dieses Gender-Ding angeht, ist es aber dümmlich zu vermuten, man hätte sie nur genommen, um zu zeigen das Frauen es nicht können. Was kommt als nächstes: Chemtrails?

      Fakt ist: Die Macher - und da ist Chibbi nicht allein - versenken die Serie. Und das trifft uns alle.
      Die Ratings sind in Klump und Keksen. Und wer hier noch gegen halten will, den frage ich: Warum wollen/sollen Chibbi UND Jodie dann aussteigen?
      Man hat den Top-Sendeplatz an Weihnachten ohne Not freigemacht, den Moffat (ich habe keine V-Männer bei der BBC, muss also glauben, was ich so lese) mit der Regeneration noch einmal belegte! Man hat keine Ideen mehr für 2019 - es sollen nur noch ein paar Folgen gedreht werden! Und Jodie steigt aus, weil Mutter sein und Schauspielern nicht geht - tolles Beispiel für moderne Frauen. Falls Gendern die Grundlage für eine Doctreuse war, kann ich nur sagen: Damit habt ihr euch aber ins Knie geschossen, Freunde.
      Alles Zeichen der Zersetzung und Auflösung. Aber hey, wir hatten noch mal ein paar echt tolle Folgen, was? Folgen, deren Qualität den Nagel in den Sarg kloppt.

      Was soll's? Ich bin mit Eccolston eingestiegen und für mich endet es wohl mit Capaldi. Soweit kann ich sagen, Moffat hat es für mich rund gemacht. Vielen Dank, Steven! Wirklich! Ich habe mich großartig amüsiert, hatte unendlich tolle Momente und hab' jede Minute genossen. Es war für mich mit Capaldi ein schöner Abschluss, mit einem offenen Ende, nicht einem neuen Doctor.
      Dabei ging's mir bisher wie ihm: I hate endings. Werde mich aber wohl daran gewöhnen müssen.
      Und im Übrigen: Donna war so toll, weil sie dem Doctor kontra gegeben hat
    • Also ich habe der Folge ein "gut" gegeben. Da hat kaum was gestört, ich fand es spannend, und erstmals wurde es zum Problem (okay, ein sehr kleines, aber immerhin), dass der Doctor eine Frau ist. Die duck-the-witch-Szene mit dem Doctor hat mich an einen Terry-Pratchett-Roman erinnert, in dem eine Hexe eine Anleitung gibt, wie man einer solchen Sache entkommen kann, wenn man es gut vorbereitet.

      Für Kinder empfand ich die Modderhexen und ihre Anführerin ganz schön heftig.

      King James war vielleicht nur ein Hochstapler, jedenfalls kam es mir so vor. Das muss zu der Zeit doch auch recht einfach gewesen sein, wer wusste schon, wie er aussieht ohne Zeitungen mit Bildern oder Fernsehen?

      Jedenfalls wäre ich froh, wenn wenigstens das Niveau dieser Folge bis zum Schluss gehalten würde.
      "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)
    • Das wäre eigentlich ein witziger Eintrag im Geschichtsbuch gewesen: „King James wurde für einen Hochstapler gehalten und wegen Hexerei ertränkt.“ :D
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Mein lieber Dude - mir Dummheit zu unterstellen, geht zu weit. Ich weiß, dass man sich in diesem Forum immer viel anhören muss, aber das lass bitte. Ich sagte, es sei mein Eindruck, nicht dass dies tatsächlich so sei. -
      Ob sie gecastet würde oder Chibbi auf sie bestanden hat, ist mir gleich. Sie hat in meinen Augen nicht, was ein Doktor haben sollte. Sie ist in meinen Augen, nur in meinen, mäßig und eben keineswegs ein Beispiel dafür, was eine Frau alles auch kann - mehr das Beispiel, das die Emanzipation durchgegriffen hat, wenn es auch Frauen jetzt schon ohne Leistung schaffen. Das war immer das Privileg der Männer.
    • Habe danach noch mal Kerblam geschaut und festgestellt, dass Kerblam schon besser war. Daher werte ich Witchfinders von gut zu durchschnittlich ab. Insgesamt fand ich die Folge ok, aber auch nur in Relation was wir sonst so in dieser Staffel vorgesetzt bekommen. Ich fand das überzogene Spiel von Cummings nicht störend, im Gegenteil, es brachte etwas Schwung in die Story. Was dabei auffiel war, dass die Autorin sich nicht ganz entscheiden konnte, welchen Stil sie nun durchziehen wollte.

      Die Companions sind noch immer blass, da helfen auch keine unsubtil reingequetschten Mobbing-Geschichten. Seit Beginn der Staffel gibt es NULL Charakterentwicklung. Wir wissen nicht mal wer diese Charaktere überhaupt sind. Die Charakterisierung beruht allein auf ein paar Schlagworte, die sicher so ähnlich im ersten Outline standen. Da kommt dann sicher noch der große Graham/Ryan Konflikt und Versöhnung im Finale auf den Tisch, aber brauchen wir etwas, was man eh schon kommen sieht? Über Wochen?
    • Seit The Woman Who Felt to Earth lese ich von Euch häufig Kritikpunkte wie "Companions sind (immer noch) blass" und "Doctröse/Doctor ist ständig aus der Puste". Graham kommt bei Euch noch am besten weg.

      Obwohl ich die Hoffnung bereits aufgegeben habe, macht mich der Trailer auf die nächste Folge neugierig.
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    • Pascal schrieb:

      Ich fand das überzogene Spiel von Cummings nicht störend, im Gegenteil, es brachte etwas Schwung in die Story.
      Verglichen mit King James in The Plotters war Cummings Darstellung hier ja sogar noch sehr dezent angelegt, finde ich. ;)


      "Die Welt ist echt voll von Arschlöchern, rechtlich abgesicherten Arschlöchern."*
      *Das ist die Meinung des Kängurus und nicht notwendigerweise die Meinung des Autors. (Anm. des Autors)
    • Hin- und hergerissen.


      Blickt man auf die Folgen (mit Ausnahme von Kerblam!) dieser Staffel, muss man den Witchfinders ein gut geben. Sie war unterhaltsam und man musste sich nicht durch die Folge durchquälen.


      Was hervorgehoben werden muss: die Darstellung der Gäste in dieser Folge war weit weit überzeugender als das von "Team TARDIS". Tilly Steele kaufte man den Schmerz über den Verlust ihrer Großmutter sofort ab. Siobhan Finneran spielte wunderbar die von Hass zerfressene Hexenjägerin/Alienanführerin. Selbst Tricia Kelly als Großmutter zeigte mehr schauspielerische Lust als die Doctreuse. Alan Cumming als King James war eine Berreichung zu dieser Folge. Er stellte den verschrobenen, exzentrischen King James mit einem Augenzwinkern dar.


      Tja, bringt uns zum lahmsten Haufen in dieser und jeder anderen Galaxie: Team TARDIS. Tick, Trick, Track und Trock in Raum und Zeit. Und selbst von den drei Enten wussten die Leser mehr als von diesen Vier. Die Doctreuse schweigt sich aus. Yas wurde gemobbt - ohhh - fragt sich nur warum, wo doch die Einwohnergruppe der Inder die größte der Ethnischen Gruppen in England ist! Aber das wird nicht näher erklärt. Graham hat den Hut auf, schmunzeln-Ende. Er ist der Älteste der irdischen Gruppe. Hat er keinerlei Fragen an den "Doc"? Bei Ryan fällt mir nichts mehr ein.


      Wie schon oben erwähnt fand ich Teile der Folge auch schon "harte Kost" für jüngere Zuschauer. Ich erinnere mich an ein DVD-Special wo die SFX-Abteilung monatelang darüber beraten hatten, wie gruselig die Wassermonster vom Mars aussehen sollen. Ich glaube diese "wir müssen dran denken das Kinder zusehen"-Einstellung wurde etwas zurückgefahren.


      Tja - Da waren es nur noch 2 Folgen und man kann sich langsam zurücklehnen und sagen "Das war Scheiße". Wobei ich vermutlich in 14 Tagen an genau dieser Stelle sitze und den magischen Satz posten werden: "Ich habe gleich gesagt das wird nix".
      Laugh Hard, Run Fast, Be Kind!
    • Geschichtsfälschung,
      so würde man es bei Doctor Who nicht nennen, sondern künstlerische Freiheit, wenn historische Ereignisse an die Bedürfnisse einer Handlung angepasst werden. Bei "Vincent and the Doctor" wurden beispielsweise die Kirche von Auvers und das Schlafzimmer von Arles an einen Ort zusammengelegt.

      King James war zunächst als James VI König von Schottland. 1589 heiratete er Anna von Dänemark und da geschah es, dass die Rückfahrt von Oslo durch ein Unwetter verzögert wurde. In Kopenhagen wurde daraufhin ein Hexenprozess durchgeführt, um die Schuldigen zu suchen. Das beeindruckte King James derart, dass er in Berwick in Schottland 1590 ebenfalls einen Hexenprozess startete. Es gab dann tatsächlich Leute, die zugaben, dass sie durch Zauberei den Sturm ausgelöst hatten. King James war persönlich bei den Befragungen beteiligt und hat sich an den Folterqualen der bedauernswerten Opfer ergötzt.

      Es ist also korrekt dargestellt, dass King James über persönliche Erfahrungen mit der Anwendung von Folterwerkzeugen verfügte. Ob er tatsächlich so einen Utensilienkoffer hatte, geht aus den Berichten, die ich zur Vorbereitung auf die Episode bereits vor einigen Monaten gelesen hatte, nicht hervor. King James hat aus diesen Erfahrungen heraus jedenfalls sein Buch "Daemonologie" geschrieben, das 1597 veröffentlicht wurde. Berwick wird in der Episode erwähnt und das Buch wird kurz gezeigt.

      King James wurde dann 1603 zusätzlich als James I auch König von England. Dort verschärfte er die bestehenden Gesetze, sodass Hexen leichter zum Tode verurteilt werden konnten. Es gab daraufhin eine zunehmende Zahl von Hexenverfolgungen auch in England. In keinem der Berichte wird eine persönliche Beteiligung von King James erwähnt. Das hat die Episode vermutlich hinzuerfunden. In diesem Zeitraum war King James damit beschäftigt, seine berühmte Bibelübersetzung anzufertigen, die sich durch einen hochgelobten englischen Sprachstil auszeichnet und in der er alle Stellen, in denen Hexen erwähnt werden, in eine weibliche Sprachform abgeändert hat.

      Das Bild der weiblichen Hexe hat sich derart verfestigt, dass oft vergessen wird, dass immer zu ungefähr 25% auch Männer der Hexerei beschuldigt wurden und ebenso Folter und Tod erlitten. Aber, bei King James waren es tatsächlich zuallererst Frauen, gegen die sich sein persönlicher Hexenwahn richtete.

      Eine in den Vorstellungen weitverbreitete Übertreibung ist die Hexenprobe, die uns in der Episode vorgeführt wurde. Ja, das "Dunking" wurde so ähnlich durchgeführt, aber die Beschuldigten hatten eine gute Chance es zu überleben, da sie üblicherweise rechtzeitig aus dem Wasser gezogen wurden. Und sie hatten dann ihre Unschuld durch das "Gottesurteil" bewiesen. Schuldig war bei diesem Test nur, wer vom Wasser abgestoßen wurde und das hätte übernatürliche Kräfte erfordert, kam also nie vor. Mistress Savage hat es speziell für diese Episode für ihre Zwecke abgeändert.

      Versuchen wir, uns die Sache vorzustellen. Wenn in einem Ort mit wenigen Hundert Einwohnern 36 Woche für Woche unmittelbar bei dem Hexenbad sterben, dann wären es 36 Unschuldige, die ertränkt worden wären. Das hätte man bei allem Respekt vor Mistress Savage sicherlich nicht derart lange zugelassen. Es wird nur dann etwas plausibler, wenn der Hexentest oft genug positiv ausgeht, wenn also die Beschuldigten überleben und dadurch ihre Hexenkräfte bewiesen haben. Aber dann würde normalerweise ein langwieriger Prozess stattfinden müssen, bei dem ein Gericht die genaue Art der Zauberei und den dadurch verursachten Schaden hätte feststellen müssen, um erst danach dann den Tod durch den Strang zu beschließen. Das wäre für die Episode viel zu kompliziert gewesen, deshalb hat man es weggelassen.

      Einen der größten Hexenprozesse in England gab es 1612 in der Region Pendle Hill bei Lancashire. Dabei wurden 10 Personen zum Tode verurteilt, weil sie angeblich Menschen durch Hexerei umgebracht hatten. Die Episode spielt in einer Parallelwelt, wo in dieser Gegend zusätzlich 36 Männer/Frauen in dem fiktiven Ort Bilehurst Cragg wegen Hexerei getötet wurden.

      Danach nahmen die Hexenverfolgungen in England stark ab. Tatsächliche Ursache war, durch die Aufklärung waren immer weniger Menschen bereit an Hexenkräfte zu glauben. In der Episode wird stattdessen ein Gesinnungswandel bei King James unterstellt, ausgelöst durch die Begegnung mit dem Doctor. Ich bin immer noch der Ansicht, dass er in der Episode zu sehr geschont wird.

      Graham ist auf dem Pendle Hill Hexenwanderpfad gewesen. Die Episode bemüht sich sehr, Details aus unserer realen Welt einzufügen. Der historische Teil ist stark vereinfacht, aber hält sich wesentlich stärker an die überlieferten Tatsachen als "Vincent". Dazu das Zitat von Arthur C. Clarke, mein Urteil ergibt deshalb ein sehr gut. Allerdings muss ich mich dafür sehr zusammenreißen und den Teil mit den Aliens aus meiner Bewertung ausgliedern. Das wurde zu sehr mit der Brechstange ins Drehbuch geschrieben.

      In dem New Series Adventure "Forever Autumn" stellt sich heraus, dass ein Baum die Spitze eines in der Erde verborgenen Raumschiffes ist. Also kann ein Baum auch die Versiegelung eines Gefängnisses für eine Armee von Aliens sein. Gut. Aber, wer hat dieses Gefängnis eingerichtet? Was für Kriegsverbrechen hat diese Armee begangen? Seit wann besteht dieses Gefängnis? Millionen Jahre? Warum sind die Aliens dort nicht längst an Altersschwäche gestorben? Warum wollen sie nicht zurück ins Universum, um dort Revanche zu suchen? Warum wollen sie statt dessen dieses rückständige planetare England erobern?

      Mistress Savage hat den Baum gefällt und wurde dabei von dem Alien-Modder infiziert. Warum macht man das nicht genauso mit King James oder zunächst auch mit den anderen Einwohnern des Ortes? Sie hat dabei ihren freien Willen behalten, das nützt den Aliens also nicht viel. Die brauchen stattdessen Leichen, die sie ausfüllen und kontrollieren können. Und, um die Herrschaft in England zu übernehmen, wollen sie King James in gleicher Weise mit ihrem Modder ausfüllen. Gebongt. Aber warum muss King James dazu zu dem Baumstumpf verschleppt werden? Die Morax Queen konnte doch schließlich auch einfach so materialisieren.

      Ach ja, der Doctor brauchte Zeit, um die Fackeln anzufertigen. Und diese Zeit musste das Drehbuch bereitstellen. Egal wie. Deshalb kommen die Morax auch nicht auf die Idee, den Doctor und Begleitung zu töten, sondern beschränken sich netterweise auf Betäubung.

      Viele Hexenverfolger waren der Ansicht, dass Hexenkräfte nur dann gebannt werden können, wenn die Hexen verbrannt werden. Die Episode bestätigt leider diesen Aberglauben durch passend zurechtgestrickte Aliens. Und King James hat seinen Triumph, dass er tatsächlich - "Burn the witch" - die Hexe verbrennen kann. Zur Strafe redet der Doctor nicht mehr mit ihm.

      Noch stärker hätte es King James möglicherweise getroffen, wenn er erfahren hätte, dass der Doctor einst in einer männlichen Inkarnation ausgerechnet mit der Frau verheiratet war, die seine Mutter hinrichten ließ.

      Radioactive Man