11x10 - The Battle of Ranskoor Av Kolos

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    • "The Battle of Ranskoor Av Kolos" ist das, was dabei rauskommt, wenn Chibnall ein Finale schreiben soll, aber überhaupt keine Ideen hat. Die Ideen sind aus Star Wars, Avatar und Pirate Planet geklaut, die "Handlungsbögen", die zuende gebracht werden, komplett aus der Luft gegriffen und an endlosen Expositionsdialogen gepaart mit unnatürlichen Dialogen wird auch wieder nicht gespart.

      Tim Shaw, einer der langweiligsten Gegenspieler überhaupt, hat sich also nach der Ereignissen von "The Woman Who Fell To Earth" wegteleportieren können, wurde dann von den letzten Luftbändigern als Gott angebetet und hat jetzt 3000 Jahre seine Rache am Doktor geplant (erinnert mich ein bisschen an "Dragonfire", allerdings hat man da nicht so komplett absurd übertrieben), die daraus besteht planetenzerstörende Waffen zu bauen und damit dann die Erde kaputt zu machen. Das ist an sich ja schon dämlich genug, aber jetzt mal ganz ehrlich, wollte irgendjemand so einen nichtssagenden Gegenspieler wie Tim Shaw wirklich nochmal in einer Folge haben? Und nicht nur Tim Shaw, sondern auch diese dämlichen Sniper Bots (die so ungefähr die Treffsicherheit eines Stormtroopers haben) mussten natürlich wieder zurückkehren.

      Dieses Staffelfinale teilt sich bei mir zusammen mit "The Stolen Earth/Journey's End" den letzten Platz. "Journey's End" einfach nur, weil es eine der dümmsten Folgen überhaupt ist und diese Folge hier, weil sie wirklich eine der langweiligsten Folgen überhaupt ist. Es ist alles so schrecklich unaufregend, dass ich wirklich schon fast noch 10 Minuten eingeschlafen bin. Alleine in den ersten 10 Minuten ist auch wirklich nichts anderes passiert, außer dass das TARDIS Team mit Paltraki redet und er ihnen alles mögliche erzählt, was so passiert ist. Mein Gott, Show don't tell! Es kann doch nicht so schwer sein...

      Die Auflösung der Geschichte ist auch einfach nur dämlich: Der Doktor blockt die Signale einfach mit dem Sonic und Tim Shaw, ein Krieger aus einer mächtigen Kriegerrasse, wird von einem Opa und seinem Enkel, der eine Koordinationsstörung hat, besiegt. Dass Graham jetzt plötzlich Tim Shaw für Grace töten will, finde ich auch so eine komplett abstruse und sinnlose Charakterentwicklung. Es war im Endeffekt doch irgendwie sowieso klar, dass er es nicht tun wird.

      Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Handlung nicht existent, die Nebencharaktere nichtssagend und alles einfach nur schrecklich langweilig, uninspiriert und zusammengeklaut wirkt. Ich gebe mal gerade noch so 3/10 Punkten, bin aber versucht sogar weniger zu geben.
      "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"
    • Auch bei Episoden, die mir gefallen,
      entdecke ich Drehbuchfehler. Nicht, weil ich gezielt danach suche, sondern weil einige dieser Fehler allzu offensichtlich sind. Falls sich dann doch eine Erklärung findet, umso besser.

      Alle Neune, die Tardis empfängt 9 Notrufsignale. Auf dem Planeten gibt es dann aber nur Paltraki und sein Schiff. Das ist noch relativ einfach, die anderen 8 Schiffe wurden zerstört. Auch, dass es 9 Raumschiffe sind, die als letzte verfügbare Flotte vom Kongress der 9 Planeten losgeschickt wurden, ergibt noch irgendwie Sinn. Es sollten alle Planeten repräsentiert sein. Aber warum stimmt diese Zahl ausgerechnet mit den 9 Systemen überein, die von den Stenza 3407 Jahre vorher erobert wurden? Wäre doch nett, wenn die Stenza dort längst vertrieben wären und inzwischen wieder Demokratie herrscht und es sich dann tatsächlich um die selben Planeten handelt.

      Die Ux sind sehr interessante Lebewesen. Auch die psychotropischen Wellen sind eine sehr gute Idee. Aber warum steckt der Doctor nur einen zusätzlichen Neuralbalancierer ein, den dann Paltraki bekommt? Um die Ux abzuschirmen müssen der Doctor und Yasmin ihre Geräte abnehmen. Und dann zeigt sich, dass die Wirkung der Strahlung in dem kurzen Zeitraum vernachlässigbar gering ist. Diesen Teil der Handlung hätte man ohne Verlust weglassen können.

      Das Solitract-Universum hatte zuviele Freunde und wurde dadurch instabil. Tzim-Sha hat zu viele Planeten eingesammelt und das wurde dann auch instabil. Scheint ein universelles Prinzip zu sein, das überall vorkommt. Tzim-Sha möchte nicht nur einzelne Lebewesen in Stasis-Kammern aufbewahren, sondern ganze Zivilisationen. Deshalb wurden - 9 5 Planeten in die kristallförmigen Behälter gesteckt. Aber bei seiner angeblichen Motivation ist das doch sinnlos, wenn die Zivilationen dabei vernichtet wurden. Und besonders sinnlos ist es, wenn diese verwüsteten Planeten dann unbedingt an ihre ursprüngliche Position zurückversetzt werden müssen. Man hätte sie einfach auf Ranskoor Av Kolos lassen können. Wäre eine hübsche Explosion geworden und hätte niemandem geschadet, nachdem Paltraki mit den Überlebenden abgeflogen ist. Für die Stasis-Kammer von Tzim-Sha hätte man sicher auch noch ein sicheres Plätzchen gefunden.

      Chibnall hat uns vorgeführt, dass auch bei ihm der Doctor nicht bloß mit dem Sonic Screwdriver herumwedeln kann, sondern mit der Tardis über hochentwickelte Technologie der Time Lords verfügt. Und wenn das eingesetzt wird, führt es zu genauso durchgeknallten Stories wie bei Moffat und RTD. Der Fortschritt bei Chibnall ist, dass die Gegner des Doctors nicht zum wiederholten Male die Daleks sind. Oder die Cybermen. Oder der Master.

      Radioactive Man
    • Hutschi schrieb:

      Ich fand die Serie nicht so schlecht. Leider habe ich aber von der letzten Folge (S11E10) nicht sehr viel mitbekommen, weil ich mehrmals zwischendrin eingeschlafen bin.
      :10:
      THEY SAY CHANGE IS GOD

      P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen
      Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.
    • Also ich kann mit diesem Finale auch gut leben. Eine eher durchschnittliche Geschichte mir einer sehr interessanten Spezies und einem weniger interessanten Gegenspieler, den ich nicht nochmal gebraucht hätte. Dennoch macht sein Wiederauftauchen die Staffel rund. Wirklich positiv: kein RTD-Pathos und keine Moffatsche Wiederauferstehung einer Toten! Außerdem kein groß aufgebauschter Handlungsfaden der unbefriedigend auf- bzw. nicht aufgelöst wird. Eine größtenteils eher durchschnittliche Staffel, aus der man mehr hätte machen können! Bin gespannt auf die Dalek-Folge!
    • Deutscher Titel der Folge: „Die Zahnfee schlägt zurück“

      Ich habe das Staffelfinale nun nachgeholt. Ich habe extra nicht geschaut, wie es angekommen ist, damit ich unvoreingenommen an die Folge herangehen kann und ich habe mir eingeredet, dass Chibnall sich hier noch einmal richtig Mühe gegeben hat. Hat er aber offensichtlich nicht und wenn doch, wäre es traurig. Mal ehrlich, was war das nur für eine lahme Nummer?

      Ich bin wirklich erstaunt, wie wenig Spannung mal wieder erzeugt worden ist. Haben sie Angst, dass einige Zuschauer sonst abschalten, weil es ihnen zu aufregend wird? Ja, ich habe gesehen, dass sie es ab und an versucht haben. Allerdings ist das einfach direkt verpufft. Mit jeder Minute wurde mir alles, was die Folge zu bieten hatte, inklusive der „Fam“, egaler.

      Graham war wieder gut, doch das rettet für mich einfach nichts mehr.

      Die Geschichte selbst hat nicht annähernd die Laufzeit einer ganzen Folge getragen. Zudem war sie undurchdacht und faul geschrieben. Alleine dieser Racheplan war doch total bekloppt. Woher war sich unsere Zahnfee denn überhaupt sicher, dass er mit seiner Rache, den Doctor trifft? Wenn er es auf die Erde abgesehen hat, warum hat er die nicht als erstes platt gemacht, statt fünf andere Planeten zu sammeln und diese in geschmacklose und unansehnliche Deko-Artikel zu verwandeln? Er hätte sich auch ein Raumschiff bauen lassen können, um nicht auf dem langweiligen Planeten bleiben zu müssen. Ich spare es mir, hier mehr aufzuzählen.

      Es ist echt Schade, dass Chibnall offenbar kaum gute Ideen hat. Da passt es doch ganz gut, dass er die Zahnfee nur auf Eis gelegt hat und sie somit bei Bedarf weiter nutzen kann.

      Ich hoffe inständig, dass der Sendeplatz für die kommende Staffel wieder auf einen Samstag gelegt wird. Denn dann könnte man sich wenigstens betrinken, um die Folgen zu schauen. Denn sonst schalte ich bei dem Staffelauftakt „Die Zahnfee kehrt zurück - Wieder einmal!“, vielleicht nicht ein und vertreibe mir die Zeit mit schöneren Dingen.
    • Tja, was war jetzt das? Wie ein Staffelfinale fühlte sich das jedenfalls nicht an.

      Noch nie hatte ich so viel Schwierigkeiten, das Genuschel und Gebrabbel der Figuren zu verstehen. Nachdem mein Sohn mir noch ein paar Sachen erklärt hat - er hat offenbar ein besseres Gehör für sowas - muss ich sagen: maximal Durchschnitt. Da konnte auch Mark Addy nicht mehr rausholen. Vielleicht hätte man die TARDIS-Crew nachdem sie sich mit ihrem elektronischen Daumen an Bord gebeamt haben, aus der Luftschleuse werfen sollen ...

      Es war ja nicht mal so schlecht, dass man richtig schimpfen kann, nur so ... belanglos lieblos hingerotzt. Erdbändiger, Anhalter, und dann durfte Graham nicht mal Tim erschießen, sondern hat ihn, wie human (!), nur auf ewig in diese komische Plastikzelle gesperrt. Wie bei Karl May: Old Shatterhand tötet den Komantschenhäuptling nicht, sondern schießt ihn zum Krüppel.

      Jetzt ist die Staffel vorbei, die erhoffte Verbesserung trat dann doch nicht ein, beste Folge für mich war die Hexensache. Aber die Neujahrsfolge wird bestimmt oberhammeraffenmäßig super :thumbsup: .
      "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)
    • Ich kann mich dem Totalverriss nicht anschließen, habe jetzt auch die letzte Folge nochmal angesehen, ohne dabei einzuschlafen.
      Mangel an Spannung hat mich noch nie sehr gestört.
      Insgesamt gefallen mir die ersten beiden Staffeln immer noch am besten.
      Leider fehlen da ja viele Folgen.

      Sehr gut an der neuen Serie 11 (Neuzählung) hat mir gefallen, dass der Doktor Akzent sprechen durfte. Die sprachliche Gestaltung hat mir gut gefallen.

      Die Stories waren ja tatsächlich für mich etwas schwächer, als die der ersten Staffel.
      Vielleicht sollte man die Folgen wieder in zwei teilen.

      Es findet heute eine immer stärkere Beschleunigung statt.
      Ich finde es nicht so gut, dass die Einzelfolgen keinen Zusammenhang mehr haben.
      Das war in den ersten Staffeln anders. Hartnell und Troughton waren einfach Klasse. Warum traut man sich nicht mehr, es mehr als Theater mit Pappmaché zu zeigen.
      An die Stelle der Phantasie kommt halt moderne Rechentechnik.

      Die nächste Serie kommt also nach dem Brexit. Wenn das Universum sich nicht wandelt.
    • Zufälligerweise habe ich kürzlich The Dæmons gesehen. Dort wird Jo noch vom dritten Doktor darüber aufgeklärt, dass es keine Magie gibt, sondern sich für alle Erscheinungen eine wissenschaftliche Erklärung finden lässt, sofern man weiß, wo man zu suchen hat. Hier nun stellt uns Chibnall die Ux vor, die dadurch, dass sie nichts verstehen, sondern nur "erfahren" und einen reinen Glauben haben, paranormal irgendwelche Sachen kreieren bzw. verwandeln und beeinflussen können.

      Delph: You call it training, I call it building doubt. Every lesson that you've given me, I feel that I understood less – not more.
      Andinio: Which is the point. The more we learn, the less we realise we know. This is our faith. This is our existence. The creator would contend, the world is not to be understood, only experienced and built with our gift.

      Was für ein Käse! Selbst das magische Bewusstsein geht von einer verstehbaren Ordnung der Erscheinungen aus, einem wie auch immer geordneten Zusammenhang der Dinge in einer oder mehreren transzendentalen Kräften. Hier geht es sogar noch einen Schritt weiter in Richtung Religion; es ist bereits von einem Schöpfer die Rede, dessen Idee schlicht nicht aus Erfahrung geschöpft sein kann und in der Tat selbst eine Vorstellung von Kausalität voraussetzt. Und wohin führt dieser komische Glaube? Lustigerweise nicht dazu, dass sie tatsächlich aus dem Nichts etwas erschaffen, sondern dem erstbesten Megalomanen auf den Leim gehen, weil sie ihre Erfahrungen gar nicht mehr ansatzweise rational überprüfen (können), hehe! :D

      Das fand ich super, tolle Wendung, leider vermute ich, dass diese Spitze dem Drehbuch leider unfreiwillig unterlaufen ist, sonst hätte der Doktor die Ux nicht so angehimmelt. Schade, hätte man richtig was draus machen können.

      ***

      Was mich am meisten gestört hat, war Grahams völlig unerwartete Entschlossenheit, die Todesstrafe an T'zim-Sha exekutieren zu wollen. Ja klar wurde es über die ganze Staffel vertieft, wie sehr ihn Graces Tod mitgenommen hat. Aber ich habe bisher an keiner Stelle wirklich Rachgier wahrgenommen, insofern kam mir dies hier völlig fehlplaziert vor – auch wenn es an der Darstellung durch den Schauspieler nichts zu meckern gab. Daher fällt sein vermeintlicher Character-Arc in sich zusammen wie ein Kartenhaus.

      Ebenso zusammengefallen als Bedrohung sind die komischen Roboter, die schlechter schießen als UNIT-Soldaten, die merkwürdige psychische Bedrohung durch den Planeten, die nur durch die ach so wichtigen Neuralblocker abzuwehren ist, deren Fehlen beim Doktor zu einem winzigen Kopfschmerzanfall führt und bei Yaz zu einem leichten Naserümpfen. Auch T'zim-Sha stellt sich einfach so planlos vor Grahams Schießgewehr, der superdolle Krieger.

      ***

      Was mich an der neuen Ausrichtung des Doktors selbst stört, ist nicht Jodie Whittakers Schauspiel – damit kann ich mich anfreunden und halte es für ausbaufähig im positiven Sinne. Sondern die durchs Drehbuch immer mehr herauskristallierte Ausrichtung Wir sind alle eine supertolle Familie. Und dann noch mit dieser fürchterlichen Abkürzung Fam! Da möchte ich immer den ersten Doktor aus The Ark zitieren: Ah, fa[bm], hmm. My dear child, if you're going to be with us for any length of time, you'll have to do something about that English of yours.


      Und jedesmal, wenn Graham Doc sagt, fällt mir Gaius Baltar aus der neuen Battlestar Galactica-Serie ein: I just don't respond to the title "Doc". A "dock" is a platform for loading and unloading material.

      Ne, sich einfach "Doc" nennen zu lassen, da hört es bei mir auf. Bei diesem ganzen Teamgekuschele geht mir die Distanz des Doktors zu ihren Companions verloren, das Flair als Außerirdische verpufft.

      ***

      Trotz aller Kritik hat mich diese Folge sehr gut unterhalten, mir wurde in keiner Szene langweilig. Von den Schauwerten in Regie und Produktion allemal gelungen, die musikalische Untermalung ist schön atmosphärisch und vom Spannungsaufbau ist die Episode besser, als ich es von Chibnall erwartet habe.

      Was ich klasse fand, war die Referenz auf das Informationsschild der Police Box, als sie zum ersten mal auf Paltraki treffen:

      Doktor: See? The sign on the front, we respond to urgent calls. You look like an urgent call.

      Ich glaube, so hübsch ist bisher noch in keiner Folge auf das Schild eingegangen worden. ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Garibaldi ()

    • The Battle of Ranskoor av Kolos war kein Totalausfall - im Kontext der 11. Staffel, ist das durchaus positiv hervorzuheben.
      Mit dem Staffelfinale haben wir eine Folge bekommen, die sich mit klar politischen Statements zurückhält und sich mehr darauf konzentriert eine Geschichte aus dem weitem Universum zu erzählen. Anders gesagt:
      Hier wurde eine Geschichte geschrieben weil man eine Geschichte erzählen wollte. Keine Geschichte, die zweckmäßig um ein Statement geschrieben wurde weil man sonst nur 50 Minuten Schwarzbild mit einem weißen Schriftzug á la "Donald Trump ist ein dümmlicher Volltrottel" präsentieren könnte.

      Das ist soweit löblich aber leider krankt auch The Battle of Ranskoor av Kolos, wie auch schon der Großteil der zurückliegenden Staffel, an einem Drehbuch von Chris Chibnall - das augenscheinlich einzige, was den Doctor in die Knie zwingen kann.

      Da wäre ein lächerlicher Gegenspieler, den niemand nochmal sehen wollte: Tzim-Sha.
      Dazu mal ein kleines Zitat aus dem deutschen DW-Wikia:

      Doctor Who Wikia schrieb:

      Die Stenza sind ein außerirdisches Volk von passionierten Jägern. [...] Sie haben blaue Haut und ihre Körpertemperatur ist so niedrig, dass eine Berührung von ihnen für Menschen tödlich ist. Daneben sind sie hochtechnologisiert und benutzen neben Exopanzerung [...].
      Das ist doch mal eine Ansage, nur ist dieser nie eine ernsthafte Gefahr und wird schlussendlich sogar auf eine bloßstellende Art und Weise überwältigt - durch einen Schuss in Richtung der Füße zu Fall gebracht. Das ist also die Macht der furchteinflößenden Kriegerrasse der Stenza, welche ein ganzes Sternensystem eroberten.
      Ich bin beeindruckt.

      Der Rest ist auch kaum einer Erwähnung wert, wenn man die wirklich gute schauspielerische Leistung von Bradley Walsh mal ausklammert - der Mann ist einfach immer sehenswert. Alles andere plätschert vor sich hin, ist weitestgehend vorhersehbar und die Auflösung kam schnell und unspektakulär daher. Nichts was wirklich weh tut aber auch nicht, was wirklich Spaß macht und da kommt der schwierige Teil.

      Richtig schlecht wird The Battle of Ranskoor av Kolos aber auch nochmal - zumindest in meinen Augen.
      Auch hier sind es die Leiden, die schon die gesammte Staffel plagen. Jodie Whittaker ist kein guter Doctor. Sie spielt nicht gut und wirkt neben Bradley Walsh wie eine blutige Anfängerin. Sie ist uninteressant und charakterlos geschrieben. Sie ist im Endeffekt nur das Sprachrohr für das, was Chris Chibnall die Menschen wissen lassen will und das fällt besonders da auf, wo Chris Chibnall sich zurückhält - dann ist Jodie Whittaker als Doctor nämlich nur noch eines: nichtsaussagend.
      Bei den Companions ist das Problem ebenfalls dasselbe: Es sind zu viele und so bleiben Sie leider oft blass. Yaz ist zum Beispiel einfach nur da, um ein paar auffüllende Dialoge zu füllen und Ryan profitiert im Endeffekt nur von Graham. Tja, hier hätte es Graham als alleiniger Companion auch getan aber dann hätten wir jetzt vermutlich #DoctorSoWhite - ein Dilemma.
      Zusammenfassend habe die Folge als "ausreichend" bewertet aber das aus der Perspektive einer einfach Folge. Sie ist, trotz viel Kritik, schaubar. Nicht kompletter Müll. Als Staffelfinale ist diese Folge wiederum eine Beleidigung in Anbetracht dessen, was ein Russel T. Davies und auch ein Steven Moffat (wenn auch nicht immer) abgeliefert hat. Selbst wenn man das ein oder andere dieser nicht mochte - sie haben immer das Gefühl eines Finales vermittelt. The Battle of Ranskoor av Kolos hingehen ist einfach nur da und mit ein bissch Liebe als nett zu bezeichnen.

      Für mich die damit zweite Folge nebst Kablam! die man sich aus dieser Staffel anschauen kann aber sicher auch nicht muss.


      tl;dr

      Mit dem Staffelfinale The Battle of Ranskoor av Kolos hat Chibnall ein katastrophales Staffelfinale und eine knapp durchschnittliche "normale" Folge abgeliefert, die man sich anschauen kann aber sich vermutlich immer fragen wird, warum man nicht seine Zeit lieber mit einer guten Folge verbringt.
      Oh, you don't need to order, your pizzas already done.
    • Wie üblich von mir noch ein Blick auf das,
      was Fans draußen im Internet über die Episode gesagt haben. Zum Beispiel wurde diskutiert, ob die Stasis-Kammer nicht viel grausamer als die Todesstrafe sei. Wenn es sowas in der Realität gäbe, müsste man sich solche Fragen möglicherweise stellen. Da es sich aber um Science Fiction handelt, steht es den Autoren frei, ihre eigenen Definitionen zu treffen. Nachdem wir miterlebt haben, wie der Doctor Milliarden Jahre im Confession Dial verbracht hat, entspricht das, was Tzim-Sha jetzt verbüßen muss, nur einem Wochenendarrest.

      Doctor: "If we take our balancers off, the planet will be able to attack our minds."
      Yasmin: "Then I'll take that risk... to stop Earth being destroyed."

      Von einem tatsächlichen Risiko ist dann aber nichts zu spüren. Ist der gesamte Teil der Handlung mit den Neuralbalacierern deshalb missglückt und irgendwie nutzlos? Fans bei Reddit sind zu dem Standpunkt gekommen, dass der eigentliche Zweck der Neuralbalancierer für die Handlung war, damit die PSI-Kräfte der Ux zu blocken. Und die wenig wirksamen psychotropischen Wellen waren nur ein Mittel, um durch eine geeignete Nebenhandlung dieses Tool in die Episode einzubringen.

      Einige Fans glauben, dass Ranskoor Av Kolos später einmal zu Desolation wird. Aber in "Ghost Monument" hat keine Zeitreise stattgefunden. Desolation war nur ein früher Versuch der Stenza, Planeten aus ihrer Umlaufbahn zu entfernen. Tzim-Sha hat mit den Kräften der Ux diese Technologie perfektioniert und damit 3407 Jahre später auf Ranskoor Av Kolos seine Sammlung von den 5 Planeten angelegt.

      Einige Fans glauben, in dem Bild eines der 5 Planeten nach dessen Rückkehr Gallifrey erkannt zu haben. Mal abgesehen davon, dass dafür überhaupt kein Anlass besteht, stimmt es optisch auch nicht mit früheren Darstellungen von Gallifrey überein. Einige Fans glauben, den Planeten Thijar aus "Demons of the Punjab" erkannt zu haben. Wäre wesentlich plausibler, aber auch das stimmt optisch nicht überein. Und auch die Thijarians verfügten nicht über Zeitreise, ihr Planet wurde zerstört, lange bevor Tzim-Sha zum Gott wurde.

      Inzwischen habe ich mir dann auch "The Pirate Planet" von 1978 noch einmal angesehen. Für die damalige Zeit sehr gut gemacht. Die Szene, wo Romana dem Doctor beweist, dass sie die Tardis besser fliegen kann als er, wurde bereits in "Time of Angels" für River Song adaptiert. "The Battle of Ranskoor Av Kolos" ist jetzt ein Remake oder eine Hommage für wesentliche Elemente der gesamten Episode. In "Pirate Planet" haben wir eine bessere Herleitung, warum die Planeten eingesammelt wurden und warum die große Masse nach ihrer Komprimierung sich nicht mehr bemerkbar macht. Ist eben gut ausbalanciert. In "Battle of Ranskoor Av Kolos" ist wesentlich besser dargestellt worden, wie die Planeten an ihre ursprünglichen Orte zurückkommen. "Pirate Planet" enthält Comedy wie die Jagd von K-9 nach dem Blechvogel. "Battle of Ranskoor Av Kolos" hat die wesentlich ernstere Nebenhandlung von Graham und seiner Rache. Sind eben doch sehr unterschiedliche Episoden. Trotzdem sollte sich jeder, der jetzt auf Chibnall eindreschen möchte, gut überlegen ob er nicht doch versehentlich Douglas Adams damit trifft.

      Radioactive Man
    • Radioactiveman schrieb:

      Trotzdem sollte sich jeder, der jetzt auf Chibnall eindreschen möchte, gut überlegen ob er nicht doch versehentlich Douglas Adams damit trifft.
      Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass du billigen Ideenklau auch noch als Rechfertigung für die Qualität der Folge nehmen willst? :O
      "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"
    • Radioactiveman schrieb:

      Inzwischen habe ich mir dann auch "The Pirate Planet" von 1978 noch einmal angesehen. Für die damalige Zeit sehr gut gemacht. Die Szene, wo Romana dem Doctor beweist, dass sie die Tardis besser fliegen kann als er, wurde bereits in "Time of Angels" für River Song adaptiert. "The Battle of Ranskoor Av Kolos" ist jetzt ein Remake oder eine Hommage für wesentliche Elemente der gesamten Episode. In "Pirate Planet" haben wir eine bessere Herleitung, warum die Planeten eingesammelt wurden und warum die große Masse nach ihrer Komprimierung sich nicht mehr bemerkbar macht. Ist eben gut ausbalanciert. In "Battle of Ranskoor Av Kolos" ist wesentlich besser dargestellt worden, wie die Planeten an ihre ursprünglichen Orte zurückkommen. "Pirate Planet" enthält Comedy wie die Jagd von K-9 nach dem Blechvogel. "Battle of Ranskoor Av Kolos" hat die wesentlich ernstere Nebenhandlung von Graham und seiner Rache. Sind eben doch sehr unterschiedliche Episoden. Trotzdem sollte sich jeder, der jetzt auf Chibnall eindreschen möchte, gut überlegen ob er nicht doch versehentlich Douglas Adams damit trifft.
      Sehr schön, dass du hier The Pirate Planet ins Spiel bringst. An die Geschichte hab ich gar nicht gedacht, obwohl sie einer meiner Lieblinge ist und so eine offensichtliche Parallele zeigt – Planeten werden gefangen, um…

      Ja, um was zu bewirken oder weswegen eigentlich? Im Serial von Douglas Adams werden die Planeten gekapert, komprimiert und in Balance gebracht, um dadurch eine unerschöpfliche Energiequelle zu gewinnen, um Königin Xania das ewige Leben zu gewähren.

      Hier hingegen besteht die selbsterwählte Bestimmung von T'Zim-Sha in der Rache am Doctor. Die bisher entführten Planeten erfüllen überhaupt keinen Zweck. Höchstens sind sie Trophäen der Rache an anderen, das wird aber nirgends expliziert. Sie sind auch nicht Bestandteil der ultimativen Waffe; die Energie liefern die Ux. Man könnte sich vielleicht noch zusammenreimen, dass T'Zim-Sha die Planeten gekapert hat, um den Doctor herbeizurufen und ihr im Showdown die Vernichtung der Erde zu präsentieren. In dieses Bild passt dann aber nicht die Szene, in der Andinio fast den Doctor tötet. Wenn sein Racheplan schon darin besteht, die Doctorin anzulocken und die Vernichtung ihres Lieblingsplaneten vorzuführen, hätte er ja schon irgendwann in den 3000 quetsch Jahren zu befehlen, dass die nicht erschossen, sondern ihm vorgeführt gehört...


      Vielleicht habe ich ja etwas übersehen, aber im Gegensatz zu der klassischen Episode ergibt das Klauen der Planeten hier für mich keinen Sinn.
    • Wiedermal habe ich das Gefühl, dass Chibby hier Szenen und Ideen aus Filmen und Serien nimmt, die er als Kind schon cool fand, einmal durchschüttelt und in schlecht gemacht wieder ins Drehbuch kotzt. Wir haben:
      Das Steinebändigen aus Avatar (das RICHTIGE Avatar, nicht das Schlumpfding)
      Die schwebende Nuschel aus Arrival
      Nebulöse Kiesgruben als Referenz für die Classic Who Fans
      Tim Shaw (Oder wars Peter Andrews?) alias Darth Vader in seiner Regenerationsmanege
      Gestohlene Planeten als Superwaffe, weil das ja schon in "Journeys End" der absolute Reißer war. (Wer denkt nicht gerne an "Journeys end" zurück? Na? Na?)
      "Da ist eine Schlafkammer! Mit trüber Scheibe! Und dann geht jemand ganz nah ran! Und erschreckt sich ganz doll, weil jemand von innen dagegen hämmert! Hammer! Das gab es noch NIE!"


      Und ich hab bestimmt noch einiges übersehen. Garniert wird das mit den üblichen Blödheiten wie:


      Gehirnmainpulator-Gadgets
      Kommunikations-Gadgets
      Die ausgebildete Polizistin kommt nicht auf die Idee, die Kom-Devices zu nutzen, um Lagemeldungen durchzugeben (so was unwichtiges wie den Fund 4 weiterer geheimnisvoller Artefakte muss man ja auch nicht melden, nur weil um das erste der Artefakte soviel Gewese gemacht wurde)
      "Sniper"-Roboter, die die Zielgenauigkeit eines Sturmtrupplers mit der Überlebensfähigkeit eines Redshirts bündeln
      Der auf Rache sinnende Superschurke (Hat ja in den letzten 5 Star Trek Filmen schon so ausgesprochen super funktioniert)
      Ultraschnellbekehrung religiös Verblendeter
      Die uralte supermächtige Rasse
      Stundenlanges Laufen durch nasse Fabrikhallen, damit man noch was sagen kann, statt es zu zeigen
      Der Superschurke muss *natürlich* sein sicheres Refugium verlassen, um 1 zu 1 einen Typen zu bekämpfen, der effektiv keine Gefahr darstellt und wird dadurch besiegt
      usw


      Es wurde uns zu Beginn der Staffel eine Kompletterneuerung der Serie mit frischen DarstellerInnen und Ideen versprochen. My ass! Da ist überhaupt nichts neues dran. Das sind tausendmal gesehene Plotelemente durch den Mixer gerührt, dreimal aufgewärmt und als hippes Healthfood zu überteuerten Preisen auf den Teller gekotzt.


      Aber ich höre ja immer, wie großartig die Optik der elften Staffel sei. Da kann ich nur sagen: Ernsthaft? Bei Landschaftsaufnahmen kann ich dem zustimmen, aber leider muss man ja auch noch "Charaktere" und irgendwas "Handlungs"relevantes Zeigen. Und das ist regelmäßig ein optischer Schlag in die Fresse. Und damit ist nicht nur das Ei aus der ersten Folge gemeint, das 1zu1 aus "Der Fliegende Ferdinand" hätte stammen können


      Die Schlafkabinen sind offensichtlich aus schlecht mit Goldfolie beklebtem Sperrholz
      Das Artefakt sieht so billig aus, als würde es jeden Moment auseinanderfallen.
      Das innere des Raumschiffes sind wiedermal nasse düstere Fabrikhallen.
      usw


      Und dabei war die Folge sogar noch leicht ÜBER dem Staffeldurchschnitt für mich. Ich komme damit zu dem Fazit: Setzen, sechs, Chibnall! Die "Erneuerung" von Doctor Who ist so neu wie die Neuauflage des Dudens. Nur dass der eine bessere Handlung hat.
      Dabei war das mit Ansage. Wer auch nur ein bißchen verfolgt hat, was der Mann für Doctor Who und Torchwood geschrieben hat, dem hätte klar sein müssen: Der kann es nicht.
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