Castrovalva

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      Der fünfte Doctor hat seine gerade sich hinter gebrachte Regeneration nicht gut überstanden, seine neue Inkarnation droht zu scheitern. Der Master nützt das natürlich gnadenlos aus, entführt Adric und lockt seinen Erzfeind samt Tegan und Nyssa auf den Planeten Castrovalva. Eine Welt, an der Maurits Escher seine helle Freude gehabt hätte…


      Die erste Folge des 5. Doctors und die erste, die nicht am Samstag gesendet wurde. Für die 19. Staffel wurde die Ausstrahlung auf Montags und Dienstags versetzt. Die 4 Episoden von Castrovalva wurden eigentlich als dritte Folge dieser Staffel gedreht (nach Four To Doomsday und Kinda), um Pater Davison Zeit zu gönnen, sich mit der Rolle zurecht zu finden. Gesendet wurden sie am 4., 5., 11. und 12. Januar, 1982; die Zuschauerzahl stieg von 9,1 Mio. auf 10,4 Mio.
      An der Spitze der britischen Hit-Parade lösten Bucks Fizz (mit Land Of Make-Believe) die Human League (Don't You Want Me) ab; in Deutschland tanzte man mit Gottlieb Wendehals die Polonäse Blankenese.
      Just this once, everybody lives!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Der tanzende Arzt ()

    • Ich habe für "ausreichend" gestimmt.
      Es gibt schlechteres. The Leisure Hive zum Beispiel, obwohl rückblickend...
      Dies jedoch ist eine Regenerationsfolge, also besonders wichtig. Die Zuschauer mussten gehalten werden, insbesondere nach dem Weggang DES Doctors schlechthin.
      Offenbar hat man damals das Ziel erreicht, Doctor Who war weiterhin erfolgreich, zum Glück.

      Peter Davison war auch eine sehr gute Wahl. Sein Doctor hat mir immer schon sehr gut gefallen. Gerade weil er fehlbarer und verletzlicher ist als die anderen.
      Schon die Regeneration läuft nicht so ab wie sie sollte. Und wunderbar spielt er den Doctor, der geistig kurzfristig in vergangene Leben zurückfällt, Companions verwechselt und das Hartnell "hm" von sich gibt.

      Tegan und Nyssa sind hier starke Charaktere. Adric hingegen... Das gute an Adric ist, dass er nicht so viel zu sehen ist. Das schlechte ist: Er ist zu sehen. Und wenn er dann im Netz des Masters häng. Grauenvoll. Wer dachte, Wesley Crusher würde nerven wird hier eines besseren belehrt. ;)

      Der Master ist dabei, das ist positiv, seine Verkleidung ist sehr gut gemacht, wenn man es nicht weiß erkennt man ihn wirklich nicht. Was der Master jedoch macht, was er will und wie er es erreichen möchte?
      Ich hab's bis heute nicht verstanden. Ich habe die Hälfte von Logopolis nicht gepielt und ich habe die Hälfte von Castrovalva nicht verstanden.
      Und das ist mein großer Kritikpunkt an diesem Doctoren Übergang. Dass ausgerechnet der Wechsel von Tom Baker zu Peter Davison von zwei dermaßen unklaren Stories umrahmt sein muss finde ich sehr bedauerlich.
      "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game

      "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
      — Alan Moore (V for Vendetta)
    • Diese Folge (bzw. Part Three, um genauer zu sein) ist besonders wichtig für mich, denn hiermit wurde für mich endgültig die Tür zum Whoniversum geöffnet. Wie ich bereits bei The Keeper Of Traken erwähnte, ich kannte schon Doctor Who und hatte einige vereinzelte Episoden auch gesehen, aber bisher hatte ich die Serie nie wirklich wahrgenommen. Ab 1982 war's dann endlich soweit: ich war alt genug, um bewusst Fernseh-Entscheidungen machen zu können (bzw. durfen), und DW kam zu einer Sendezeit mit weniger Konkurrenz. Ich weiß leider nicht, was ich in der ersten Januar-Woche getrieben habe, aber irgendwann während der dritten Episode habe ich zu- und nie wieder weggeschaltet.

      Aus diesem Grund waren mir die ganzen Szenen in der TARDIS und im Wald fast völlig fremd: die kannte ich natürlich aus der zigmal gelesenen Novelisation und dem einmal gesehenen Video, aber vertraut waren sie mir trotzdem nicht. Da hat sich Peter Davison wirklich Mühe gegeben, von allen 4 Vorgängern irgendwas zu zeigen bzw. mitzunehmen. Die ganze Sache mit Event One usw. fand allerdings ich ein bisschen in die Länge gezogen.

      Als unsere Helden endlich in Castrovalva selber ankamen, habe ich nur noch in Nostalgie gebadet. Den Master kannte ich damals sowieso nicht (weder Logopolis noch das Ende von Keeper gesehen), also eine Verkleidung wäre mir nicht nötig gewesen; sogar im Nachhinein finde ich sie sehr gelungen. Die Handlung, mit dem Thema Recursion, ist auch nicht gerade leicht zu verstehen – ein Jahr früher wäre es mir vermutlich zu viel gewesen.

      Es ist natürlich schwer, bei solchen Folgen objektiv zu bleiben, aber ich finde Castrovalva ein gelungener Auftakt für den 5. Doctor. Als Abenteuer an sich fehlt jedoch eine wirkliche Drohung. Hier geht es nur um den Doctor und die Falle. Die Einheimischen hat man nicht gut genug kennengelernt, um wirklich mitzuleiden. Anders als in der heutigen Zeit (Father's Day, Whatever Happened To Sarah Jane?) hatten sie nie die Gelegenheit ihre Dilemma anzuspreschen.
      Just this once, everybody lives!
    • Durchschnitt. Aber guter Durschnitt.
      Ich war begeistert vom 5ten Doctor, der gleich mal mit ein paar guten Witzen um sich warf. ("What would you do if you were me? Or perhaps I should ask, what would I do if I were me?")
      Das mit der "Recursion" finde ich immer ein faszinierendes Thema, allerdings war Castrovalva nicht gut genug, dass ich mir genau gemerkt hätte, worum es ging.
      Nyssa und Tegan haben mich erstmal total aufgeregt - Adric gab mir den Rest. Ich war erstmal total verwirrt warum der Master Adric so einfach in seiner TARDIS... das war komisch und ich war für eine gewisse Zeit überzeugt das Adric ein Androide war (Gott sei Dank wusste ich damals noch nichts von Kamelion).


      Generell gab mir Castrovalva als meine erste Old School Folge (ich weigere mich weiterhin standhaft den Film anzuerkennen...) ein total gutes Doctor Who Gefühl. Die Companions wurden später ja noch besser (oder wurden gekillt! hah!)...
    • Ich schwanke etwas zwischen "Gut" und "Super" - aber weil´s der Auftakt von Peter Davison ist, gibt´s einen Bonuspunkt und daher doch noch die Höchstwertung.

      Ich mag einfach alles am fünften Doctor. Hier ist er ja - auch plotmäßig - noch nicht wirklich in der Rolle drin, aber mir hat sein nervös-fahriges, verwirrtes und teilweise sogar ängstliches Auftreten super gefallen. Vor allem im Rollstuhl. Und mit Brille. Außerdem liebe ich sein Kostüm. Peter Davison finde ich super-sympathisch und höchst unterhaltsam, bin nach nur zwei gesehenen Folgen kurz davor, ihn zu meinem Lieblingsdoctor zu befördern. Bei den Companions hat er allerdings einen fragwürdigen Geschmack, muss ihm schon etwas verübeln, dass er Ian, Barbara, Sarah Jane und Harry im Gegensatz zu allen anderen nicht erwähnt hat. ;(

      Auch die Handlung war interessant. Etwas kompliziert, aber noch etwas nachvollziehbarer als Logopolis. Die räumlichen Überwerfungen von Castrovalva hatten fast ein Dali-Flaire, außerdem war das Set super. Außerdem hat mir gefallen, dass die TARDIS wieder eine große Rolle spielt, ich mochte vor allem die Szenen im Zero Room, vor allem die bequeme Levitationsschlafposition des Doctors. :) Leider ist ja hier ein Viertel aller Räume draufgegangen, weil die Gang das als Raktenersatz gebraucht hat, um dem Big Bang zu entrinnen. (Mich wundert immer mehr, warum uns in den neuen Folgen das ganze Innenleben der TARDIS so verheimlicht wird, bei Tennant/Ecclestone könnte man meinen, dass es überhaupt nur den Kontrollraum gibt.)

      Im zweiten Teil ist mir noch sauer aufgestoßen, dass Tegan die TARDIS so easy fliegen kann, aber das wurde am Ende - sehr zu meiner Zufriedenheit - gut aufgelöst. Dass Castrovalva vom Master geschaffen wurde, kam unerwartet, mir tat´s dann richtig leid, dass diese ganzen netten Typen, die sich zur sportlichen Ertüchtigung als eine Mischung aus Indianern und Motorradfahrern verkleiden, einfach wieder ausradiert wurden. Die Folge hat da überhaupt ganz geschickt mit den Erwartungen gespielt, im Wald kommen die Castrovalvaner eher als Bösewichte rüber, stellen sich dann aber als Bücherwürmer raus. Tegan und Nyssa hätten sich also die anstrengende Kletterei sparen können, ein höfliches Klopfen an der Tür hätte auch gereicht.

      Ich muss natürlich zugeben, dass der Master offensichtlich nach dem Motto "Warum einfach, wenn´s kompliziert auch geht" agiert. Warum er dieses höchst diffizile Szenario entwickelte, um den Doctor auszulöschen, hat sich mir nicht ganz erschlossen. Ich versuche lieber nicht, den ganzen gewieften Masterplan logikmäßig zu analysieren. :rolleyes:
      Aber man muss ihm zu Gute halten, dass er Adric ordentlich gequält hat, der dadurch auch angenehmerweise wenig zu sehen war. Als ernstzunehmender Bösewicht funktioniert der Master aber nicht so wirklich, dafür ist sein Superschurken-Gelächter zu anstrengend. Dass das nicht an den fehlenden Schauspielkünsten von Ainley liegt, hat er für mich als Tremas bewiesen. Außerdem mochte ich ihn als "Portreeve" - ich habe ihn natürlich nicht erkannt.

      Tegan war richtig gut, sehr entschlossen und gar nicht so biestig. Und ich mochte einige ihrer Oneliners ("We´re perfectly harmless, unfortunately." "He needs a neutral environment? I could´ve shown him Bristol."). Sogar Nyssa - die endlich in eine etwas vernünftigere Bekleidung schlüpfen durfte - war nicht so langweilig wie sonst, insbesondere in der TARDIS kam sie sogar richtig cool und ruhig rüber.

      Insgesamt vielleicht etwas zu unnötig kompliziert, aber trotzdem richtig gut.
      "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."

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    • Eine gute Folge und sicher eine derjenigen, die ich schon am Häufigsten gesehen habe. Besonders der erste Teil gehört zu meinen Liebsten Stücken Doctor Who. Der ganz verwirrte und schwächelnde Doktor macht einfach Spaß anzuschauen. Auch wie er kurzzeitig in seine alten Ichs schlüpft, oder im Rollstuhl Kreise dreht ;)

      Sehr gefallen hat mir, dass man wieder so viel von der TARDIS gesehen hat. Das ist etwas, was mir in der neuen Serie sehr fehlt.

      Castrovalva selbst ist genial gemacht (und die Einwohner etwas seltsam, aber sehr sympatisch ^^), jedoch etwas zu kompliziert. Wenn der Master wirklich nur den Doktor schon wieder umbringen wollte, wäre das auch einfacher gegangen. (Besonders schön ist ja, dass der Doktor noch von der schwierigen Regeneration geschwächt zu ihm kommt, er ihm noch diesen Drogencocktail gibt, aber den Rausch ganz unbehelligt ausschlafen lässt. Das ist keine sehr überzeugende Leistung, Master. ;) )

      Etwas komisch auch, dass der Doktor so gut in Erdenkultur bewandert ist, bei "Castrovalva" aber bei ihm nichts klingelt.

      Nebenbei erinnerte mich das ganze an The Christmas Invasion, wo der Doktor auch ziemlich lange ausgeschaltet und auf seinen Companion angewiesen ist.

      Ein Kritikpunkt an der Folge ist aber definitiv, dass Adric alles überlebt hat. :-p

      michael_who schrieb:


      Ich muss natürlich zugeben, dass der Master offensichtlich nach dem Motto "Warum einfach, wenn´s kompliziert auch geht" agiert. Warum er dieses höchst diffizile Szenario entwickelte, um den Doctor auszulöschen, hat sich mir nicht ganz erschlossen. Ich versuche lieber nicht, den ganzen gewieften Masterplan logikmäßig zu analysieren. :rolleyes:

      Es geht in einigen Fankreisen die Theorie um, dass der Ainley-Master sich einen Sport daraus macht seine Pläne über Stichworte zusammenzustellen: Er schreibt viele Worte auf kleine Zettel und zieht dann immer ein paar aus einem Hut.

      Event One + Escher Gemälde + Alter Mann Kostüm mit falschem Bart = Castrovalva
      ;)

      Antony Ainley ist ein super Schauspieler. Es ist schon schade, dass man seinen Master so arg überdreht angelegt hat. Etwas weniger comichaft und mehr wie der erste Master hätte mir auch wesentlich besser gefallen.
    • Ich habe mir die Folge nun zum zweiten Mal angesehen, und beim zweiten Mal hat die Folge mir schon sehr viel besser gefallen. Das Szenenbild war wieder mal einfach nur schön; an den phantasievollen Kostümen hatte ich meine helle Freude.

      Den Masterplan habe ich hier nicht wirklich begriffen. Ich stimme meinen Vorpostern zu, das wäre wohl auch einfacher gegangen.

      Gefallen habe mir die Szenen im Wald und in der Tardis, weil Nyssa und Tegan (die ja vom Zufall zusammengeführt wurden) ein nettes Team abgeben und sich gegenseitig immer wieder Mut machen.

      Der Master hat mich hier noch nicht wirklich überzeugt, er kam mir etwas zu durchgeknallt rüber. Aber der Schauspieler überzeugte mich in den Verkleidungen/Maskierungen des Masters sehr wohl. Das geht bestimmt noch viel besser :)

      Mein persönlicher Höhepunkt der Folge war, als der Doctor nicht mehr bis 3 zählen konnte.
    • Castrovalva: Der Doktor ist gerade regenidingst und braucht darum einen Erholungs-Aufenthalt. Der Master zwingt ihn mit einer Raum-Zeit-Falle dazu, den Urlaub zu verlängern, statt die Arbeit wieder aufnehmen zu können - warum kommt mein Chef nie auf solche Ideen? :whistling:

      Am schönsten fand ich die Idee, über Escher-Treppenhäuser die Leute immer wieder an den Ausgangspunkt zurückkehren zu lassen :D Aber Inazea hat Recht, dass die Szene mit dem Kind, das den Doktor durch Zählen mit Zahlen über 3 fordert, zu den Höhepunkten zählt.

      Einerseits ist es ein Nachteil, dass der Neue verwirrt ist bzw. einen Großteil der Handlung in der Kiste liegt, während die Crew die Arbeit macht, denn so kann er noch (!) keinen bleibenden Eindruck machen. Andererseits schön für das Assi-Trio, das hier mehr zur Geltung kommt als in "Logopolis".

      Es fällt auf, wenn man "Castrovalva" mit einer Folge aus der Pertwee-Ära vergleicht, wie gut die Übergänge zwischen Außenaufnahmen und Studio klappen. Vom Licht und den nachgebauten Felsen her klappt das nahtlos, manchmal kann man nur raten, ob es Außen- oder Innenaufnahmen sind. Wenn man an die Sprünge (auch in der Bildqualität wegen anderer Kameras, aber ich rede jetzt v.a. von Bauten und Licht) denkt, die es 10 Jahre früher gab... Großer Fortschritt.
    • Ein anderer Höhepunkt war auch, als der Doctor eine Gruppe von Frauen nach den Weg fragt und alle mit ihren Armen in verschiedene Richtungen zeigen. "Well, that is democracy for you". Geographie als basisdemokratische Veranstaltung.

      Auf der DVD wird an verschiedenen Stellen erwähnt, dass der Wald, in dem die Folge gedreht wurde, auch den 100-Morgen-Wald umfasst. Da haben auch die Pooh-Fans (ja, die gibt es) auch noch was zum Freuen.
    • Ich steh wahrscheinlich schwerst auf der Leitung (kommt öfter vor :) ), aber wer sind denn die Pooh-Fans? Klingt irgendwie unheimlich... :unsure:
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    • Winnie the Pooh - Alexander Alan Milne - Kinderbuch...

      Es gibt einige Leute, die sagen, dieses Buch hätte ihr Leben maßgeblich beeinflusst, u.a. der von mir verehrte Harry Rowohlt. Ich hab das Buch gemocht, aber beeinflusst hat es mein Leben jedenfalls nicht.

      Edit am 27.03.08:

      beim rumsurfen im Netz bin ich auf dies hier gestoßen. Viel Spaß dabei:

      fiveminute.net/doctorwho/fiver.php?ep=castrovalva

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Inazea ()

    • Ich MAG die Folge. War die erste, die ich bewusst angeschaut habe, also nicht vor Urzeiten als Knirps mal, sondern wirklich gezielt gesehen.

      Und zwischen all den kleinen Kompromissen die das fehlende Budget erzwungen haben dürfte und den zweifelhaften ästhetischen Entscheidungen (zB die Ritterüstungen), schillert hier eben eine erstklassige SciFi Story durch udn die Charaktere handeln, zwar simpel und oft nur aus Verzweiflung, aber sie handeln und das auch noch nachvollziehbar.
      Der Plan des Masters ist schon recht kompliziert, aber das könnte auch Spaß am Katz-und-Maus-Spiel sein, einen Hauch später und der Doctor wäre unwiderbringlich in dieser Recursive Loop gefangen gewesen, was für ein Spaß! (Also es wäre FAST erfolgreich gewesen, obwohl es nahe an Rube Goldberg Machines liegt vom Level der Komplexität her).

      Viele andere Serien die deutlich mehr Budget hatten, wären glücklich gewesen solche Skripts zu bekommen, die das Budget auch ausnutzen und hier kommen die Briten und setzen es mit schreiend schrillen Kostümen, ganz banalen Requisiten (Hutständer, Rollstuhl) und hahnebüchenen physikalischen Ideen einfach mal in solch eine spaßige Form um... Eine Hauptfigur die nichtmal weiss wer sie selbst ist und an Narkolepsie zu leiden scheint, aber trotzdem die "gerissenste Falle aller Zeiten" durchschaut.. Das ist wirklich ein cooler Plot. Davison kommt gerade WEGEN der Verwirrungszustände sehr sympathisch herüber, vielleicht ein wenig arg hilflos, aber das hilft nur dem Plot und seine zwei Companions wirken in ihrer Besorgnis absolut überzeugend. Dass noch dazu die Einwohner der merkwürdigen Stadt keine Bösewichter oder fiesen Handlanger sind sondern absolut keine Ahnung von der wahren Natur ihrer Stadt und existenz haben ist noch ein Sahnehäubchen, genau wie dass der anfangs so nette und aufrichtig wirkende alte Mann in Wahrheit der Bösewicht ist. Ich mag gute Wendungen in der Handlung.

      Auch ohne Befangenheit wahrscheinlich mehr als GUT, da es mich aber dazu gebracht hat, überzeugt und glücklich weiter Who zu schauen... SEHR GUT.
      • Ad infinitatem ac plus ultra! •
    • Eine wirklich sehr schöne Folge mit herrlichen Momenten:
      - der Doctor kann nicht mal bis 3 zählen
      - "That's the problem with regeneration - you never know what you get!" (Der Doctor, als er sein neues Selbst zum ersten mal im Spiegel erblickt) - wobei ich wirklich nicht weiß, worüber er sich beschwert ...
      - ...

      Ein Schurke (der Master), der so richtig schön schurkisch ist. Eine Mischung aus zeitgenössischem Comic-Superschurken und Shakespeare ... klasse.
      Natürlich war sein Plan, den Doctor aus dem Weg zu räumen, ziemlich kompliziert - aber was ein Genie des Bösen ist, der gibt sich mit einfachen Lösungen nicht zufrieden!

      Was ich auch als positiv empfand war, dass Tegan und Nyssa hier viel zur Lösung der Probleme beitragen. Und Adric hing "im Netz des Bösen" und litt tapfer (?) vor sich hin ...

      Die Escher-Breppenhäuser und der Effekt der Raum-Zeit-Fragmente waren sehr schön und letztere auch ansprechend dargestellt.

      Bedauerlich nur, dass die Castrovalvaer am Ende aus der Existenz verschwanden, in ihrer leicht skurrilen Art sind sie mir schnell ans Herz gewachsen.

      PS: Nyssa baut mit der TARDIS eine beinahe-bruchlandung und DeannaTroi hat bei ihrer ersten Landung die ENTERPRISE-D verschrottet ... Frauen am Steuer ;)
    • Ich habe bis vor kurzem überhaupt nicht gewusst, dass es tatsächlich ein Dorf namens Castrovalva gibt, und dass C.M. Escher dies auch gezeichnet hat. Moogie hat hier das bereits angesprochen.

      en.wikipedia.org/wiki/File:Castrovalva.jpg


      Jetzt fällt auch mir auf, wie sehr man sich hier daran orientiert hat. Und das ist wirklich schön geworden.

      Der Master selbst gefällt mir hier nicht soo gut. Zum einen verbraucht sich das böse Gekicher doch sehr schnell, und diese verrückten Masterpläne führen doch eben sehr schnell ins Nichts. Dafür hat man als Zuschauer einen running gag, weil man sich immer über diese völlig übergeschnappten Ideen freuen kann.

      Der Schauspieler selbst war in seiner anderen Rolle als Portreeve übrigens 1000 mal besser.

      Warum sich so viele über die Adric-Folter-Szenen freuen, verstehe ich nicht ganz. Dann muss man sich ja auch das Gejaule von Adric anhören, und damit bestraft man sich doch eher selbst. Das Schöne daran war, dass es nicht so oft vorkam. Aber richtig schön ist es, wenn Nyssa und Tegan am Anfang in den Krankenwagen steigen und Adric einfach vergessen.

      Ich fand es noch recht beeindruckend, dass Nyssa bei ihrem ersten Tardisflug nur etwas komisch parkte und keinen Schrotthaufen produzierte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Inazea ()

    • Herr Duck schrieb:

      "That's the problem with regeneration - you never know what you get!" (Der Doctor, als er sein neues Selbst zum ersten mal im Spiegel erblickt) - wobei ich wirklich nicht weiß, worüber er sich beschwert ...


      Der fünfte Doctor ist halt der höflichste von allen, die anderen sind ja nie sehr gut auf ihre Vorgänger zu sprechen und sprechen das auch recht deutlich aus. :) Wie 3rddoc und 2nddoc zueinander stehen, sieht man ja in den Multidoctor-Folgen. 4thdoc hat sich in Robot sehr gefreut, dass er endlich die riesige Nase los ist und 6thdoc hielt unverschämterweise überhaupt nix von seinem Vorgänger ("A feckless charm that wasn´t me!") :)

      Herr Duck schrieb:

      Ein Schurke (der Master), der so richtig schön schurkisch ist. Eine Mischung aus zeitgenössischem Comic-Superschurken und Shakespeare ... klasse.
      Natürlich war sein Plan, den Doctor aus dem Weg zu räumen, ziemlich kompliziert - aber was ein Genie des Bösen ist, der gibt sich mit einfachen Lösungen nicht zufrieden!


      Die Absurdität seiner Pläne ist ja (manchmal) recht witzig, aber ich kann mich mit dem Ainley-Master einfach nicht sonderlich anfreunden. Ihm fehlt irgendwie der Stil seines Vorgängers, und das Superschurkengelächter nervt mich meistens. Liegt nicht an Ainley selbst, der hat mir sowohl als Tremas als auch hier als Portreeve gut gefallen. Aber sein Master ist leider nur eine Karikatur der 70er Version.

      Inazea schrieb:

      ]Warum sich so viele über die Adric-Folter-Szenen freuen, verstehe ich nicht ganz. Dann muss man sich ja auch das Gejaule von Adric anhören, und damit bestraft man sich doch eher selbst. Das Schöne daran war, dass es nicht so oft vorkam. Aber richtig schön ist es, wenn Nyssa und Tegan am Anfang in den Krankenwagen steigen und Adric einfach vergessen.


      Hat er hier gejault? Kann mich gar nicht erinnern, und ich kann mir auch gar nicht vorstellen, dass Matthew Waterhouse das kann. Würde ja sowas wie die Fähigkeit zur Stimmintonation voraussetzen... :P
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    • Nein, er hat nicht gejault ... eigentlich hat er überhaupt nicht viel gemacht ... außer "rumzuhängen"

      Oh, und natürlich ist der Master hier nicht ... der beste ..., aber sein Plan ist nicht einfach absurd, ich denke (kann mich aber irren, bin noch nicht soo verraut mit ihm), hier wollte er einfach beweisen, wie überlegen er ist, und dass er es sich sogar leisten kann, den Doctor erst mal wierder auf Vordermann zu bringen, bevor er ihm den Garaus bereitet.
    • Ok, auch eine (großzügige) Interpretationsmöglichkeit, Du scheinst ein Master-Versteher zu sein. Da bin ich mal gespannt, ob Du mir sein Verhalten in Timeflight schlüssig erklären kannst. Wenn Du das schaffst, kaufe ich Dir sogar eine Hose, Herr Duck. :)
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