Castrovalva

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    • Die Erinnerung hat mir einen Streich gespielt. Adric hat wirklich nur einmal gejault, und das auch nur kurz. Es war in der zweiten Episode. (Es kam mir vor, als würde er dann pausenlos jaulen).

      Beim Ainley-Master habe ich mich gefragt, wann der denn endlich mal Resultate haben will und zum guten altmodischen Mord (notfalls mehrfach hintereinander) übergeht. Hat er aber nie gemacht...
    • Das war mal wieder eine nette Folge, auch wenn ich der Meinung bin, dass es sich am Anfang etwas hinzieht. Dat wäre auch kürzer gegangen. Und neben der Tatsache, dass es nervt, wenn Tegan und Nyssa sich ständig unterschwellig anzicken, auch mein einziger, wirklicher Kritikpunkt. Ach halt. Ich mag DIESEN Master nicht. Keine Ahnung warum, aber mit dem kann ich nichts anfangen.
      Alles andere hat mir gut gefallen oder ich musste drüber lachen (aber nicht auslachen). Tegan, deren Tasche den Datenbank verdeckt hat und der größte Gag der Folge (wenn aber wohl eher unfreiwillig) war if => Index File. Es tut mir leid, aber ich musste richtig laut lachen.
      Ich finde es ja nach wie vor faszienierend mehr von der Tardis zu sehen und irgendwie erinnert sie mich an die Taschen vom Doctor. Was da alles drin ist.
      Der neue Doctor ist etwas strange. Ist zwar nicht meiner erste Folge mit dem 5., aber hier wirkt er sehr seltsam. Und was macht der mit dem Schal? Ist der bekloppt? Schön ist die Szene mit dem Rollstuhl, erinnert sie doch an den 3. Dr. Und seine Kiste war super.
      Die Auflösung und Lösung der Folge finde ich gut und es baut sich auf und wurde nicht aus dem Hut gezaubert. Sowas ist ja immer gut. Auch wenn der Doctor die Seite in dem Buch dann doch sehr schnell gefunden hat. Hier hätte man den Anfang vielleicht 5 Minuten kürzer und das 5 Minuten länger machen können.
      Dass Adric fast die ganze Zeit fehlt tut der Folge nur gut. Hier gefällt mir auch Tegan. Konnte in den bisherigen Folgen, die ich mit ihr gesehen habe nicht wirklich was mit ihr anfangen, aber da dann doch.
      Die Szene, als der Master Adric auf seine Seite ziehen wollte erinnerte mich dann doch sehr an diesen einen Science Fiction Film aus den 70er Jahren, mit so einem Mann in schwarz und einem Jungen, der von einem Wüstenplanet kam, der Sachen mit seinen Gedanken bewegen konnte.
      Für eine erste Folge eines neuen Doctors gar nicht schlecht, gibt es doch sogar eine ganz nette Geschichte, auch wenn mir die 2. Hälfte um einiges besser gefällt, als die erste. Solide Folge, mit wenig Abstrichen. Von mir ne 7.

      "Did the cow creamer tell you to do this?"
    • (...) Ich mag DIESEN Master nicht. Keine Ahnung warum, aber mit dem kann ich nichts anfangen. (...)


      Es könnte vielleicht an diesem blödsinnigen Schurkengekicher gelegen haben, oder an seinem undurchschaubaren Plan. Mit diesem Master habe ich auch meine Schwierigkeiten.

      Der neue Doctor ist etwas strange. Ist zwar nicht meiner erste Folge mit dem 5., aber hier wirkt er sehr seltsam. Und was macht der mit dem Schal? Ist der bekloppt? Schön ist die Szene mit dem Rollstuhl, erinnert sie doch an den 3. Dr.


      Das ging mir beim ersten Ansehen genauso. Der fünfte Doctor war der dritte Classic-Doctor, den ich kennenlernt (nach dem Siebten und dem Vierten). Jetzt weiß ich natürlich, dass er mal eben so alle bisherigen Doctoren kurz zitierte, und beim späteren Ansehen hatte ich natürlich viel mehr Vergnügen. Das mit dem Schal muss einem Anhänger des vierten Doctors natürlich das Herz zerreißen. Mir hat es damals nichts ausgemacht.

      Auch wenn der Doctor die Seite in dem Buch dann doch sehr schnell gefunden hat. Hier hätte man den Anfang vielleicht 5 Minuten kürzer und das 5 Minuten länger machen können.


      Das kommt öfter mal vor, dass die Sache sich einfach hinzieht, dafür aber am Schluss ein enormes Tempo hinlegt und die Lösung sich ungeheuer schnell runterspult. Hier ist das noch nicht einmal schlimm oder besonders auffällig. Das ist immer etwas schade, denn die Geschichten als solche sind meistens gut.
    • Inazea schrieb:

      (...) Ich mag DIESEN Master nicht. Keine Ahnung warum, aber mit dem kann ich nichts anfangen. (...)

      Es könnte vielleicht an diesem blödsinnigen Schurkengekicher gelegen haben, oder an seinem undurchschaubaren Plan. Mit diesem Master habe ich auch meine Schwierigkeiten.


      An dem Gekicher liegt es auf jeden Fall, aber auch so. Aber wie beim Doctor kann man auch nicht jeden Master mögen.


      Inazea schrieb:

      Das mit dem Schal muss einem Anhänger des vierten Doctors natürlich das Herz zerreißen. Mir hat es damals nichts ausgemacht.


      Ja :09: das war fast Leichenschändung. Der schöne Schal. Das is kein guter Einstand, wenn die fast erste Handlung darin besteht, dass der den Schal auffrimelt.

      "Did the cow creamer tell you to do this?"
    • chandy schrieb:

      Ja das war fast Leichenschändung. Der schöne Schal. Das is kein guter Einstand, wenn die fast erste Handlung darin besteht, dass der den Schal auffrimelt.


      Ach herrje... War es wirklich sooo schlimm? Aber der Schal hat damit doch noch wenigstens einen guten Zweck erfüllt, der Doctor hat den ja als Ariadnefaden benutzt. Das ist doch vielleicht ein kleiner Trost?
    • Inazea schrieb:

      chandy schrieb:

      Ja das war fast Leichenschändung. Der schöne Schal. Das is kein guter Einstand, wenn die fast erste Handlung darin besteht, dass der den Schal auffrimelt.


      Ach herrje... War es wirklich sooo schlimm? Aber der Schal hat damit doch noch wenigstens einen guten Zweck erfüllt, der Doctor hat den ja als Ariadnefaden benutzt. Das ist doch vielleicht ein kleiner Trost?


      Nein, war nicht ganz ernst gemeint, aber schön war es nicht. Ist ja immerhin ein Zeichen des 4. Doctors und eigentlich hätte der Schal von seiner Länge her auch ausreichen sollen.

      "Did the cow creamer tell you to do this?"
    • chandy schrieb:

      Nein, war nicht ganz ernst gemeint, aber schön war es nicht. Ist ja immerhin ein Zeichen des 4. Doctors und eigentlich hätte der Schal von seiner Länge her auch ausreichen sollen.


      is schon klar... :) Mir ging das so mit Caves of Androzani/Twin Dilemma, als der sechste Doctor so über seinen soo netten Vorgänger herzog. Das war auch eine kalte Dusche für mich. Dagegen war die Schalnummer ja fast verhalten, so wie der fünfte Doctor eben auch.
    • Inazea schrieb:

      chandy schrieb:

      Nein, war nicht ganz ernst gemeint, aber schön war es nicht. Ist ja immerhin ein Zeichen des 4. Doctors und eigentlich hätte der Schal von seiner Länge her auch ausreichen sollen.


      is schon klar... :) Mir ging das so mit Caves of Androzani/Twin Dilemma, als der sechste Doctor so über seinen soo netten Vorgänger herzog. Das war auch eine kalte Dusche für mich. Dagegen war die Schalnummer ja fast verhalten, so wie der fünfte Doctor eben auch.


      Da hätte man gerne den Schal zum festziehen gehabt, oder?
      Kenne die erste Folge vom 6. Doctor ja noch nicht, ich werde dann da besonders drauf achten. ;)

      "Did the cow creamer tell you to do this?"
    • Ein netter Selbstfindungstrip, erst in der schön geräumigen TARDIS, danach in einer verdrehten M.C. Escher-Umgebung.
      Die zugehörige Karte war genial, vor Allem, als die zeichnenden Bewohner feststellen, wie selbstverständlich sie den selben Ort an vier Stellen eintragen.

      Eine Frage, die mir im Hirn hängen geblieben ist: Was genau hat es mit den passend runterfallenden Medikamenten auf sich, und dem wie auf Kommando herbeirollenden Stuhl? Im Audiokommentar hat wer überlegt, ob daran auch der Master schuld sein könnte - das wäre dann die "erst aufpäppeln, dann vernichten"-Theorie. Oder geht das etwa von der TARDIS aus, die schon zu Beginn der Serie mittels Diashow auf die klemmende Taste aufmerksam gemacht hat?
      Naja, auf jeden Fall war es spaßig anzusehen, wie der Doktor mal wieder ein neues Fahrzeug entdeckt. :)

      Gut fand ich auch, dass Nyssa etwas von der kindlich-naiven Art wegkommt und jetzt für technologisch / wissenschaftliche Aufgaben zuständig ist. Auch, dass sie gleich nach der Bibliothek sucht, um die benötigten Informationen zu finden, ist sehr vorbildlich.
      Tegan darf sich erst über ihre Flugleistung freuen, und dann enttäuscht feststellen, dass es alles vorprogrammiert war. Aber wenigstens hat sie vorher schön den Krankenwagen gekapert.
      Adric - naja, etwas überzogen hat er hier schon gewirkt, aber was soll man in so einer Situation auch erwarten. Gerade, wenn er mit einem durchgeknallten Oberschurken zusammenhängt - hmm, vielleicht färbt der ja ab?


      Und niemand verrät dem Doktor, wer fehlt - das muss den Portreeve mächtig gefreut haben, als er verzweifelt versucht hat, sich an den dritten Namen zu erinnern. Dass da irgendwo ein verkleideter Master versteckt ist, hatte ich zwar schon vorher irgendwo gelesen, aber nicht, wer genau es ist. Wobei der Verdacht aber schnell auf den gefallen ist, der den Fremden ohne Gedächtnis als Doktor anredet...

      Warum er so einen Aufwand treibt, statt den Doktor einfach zu töten - ich tippe mal, einerseits aus Angeberei, andererseits aus purer Boshaftigkeit. Macht doch viel mehr Spaß, wenn das Opfer panisch feststellen kann, in welcher absurden Welt es festsitzt.
      Dafür war es dann umso lustiger anzusehen, wie der Master sich mit dem verschlossenen Zero Cabinet abplagt - während der Doktor von außerhalb des Bildschirms fragt, ob er sicher ist, was drin ist. Und seine Reaktion auf das zerstörte Netz war sogar noch schöner als die von Kettlewells Roboter, nachdem der seinen Schöpfer erwischt hat. :D


      Also alles in allem eine Folge, die mir sehr gut gefallen hat. Und auch wenn ich noch nicht viel über diese Version des Doktors sagen kann - sympathisch ist er mir schonmal.
      (Okay, davor hatte ich schon "Warriors of the Deep" gesehen, aber das ist aus verschiedenen Gründen nicht mehr so deutlich im Gedächtnis. ;) )
      "I've been meaning to do this for centuries." (Fourth Doctor, "Logopolis")
    • „Castrovalva“ war die erste Davison-Folge die ich gesehen habe, und ich muss sagen, dass ich recht begeistert von ihr bin. Befasst man sich nämlich näher mit dieser Folge, wird man auf einige interessante und faszinierende Konzepte und Ideen stoßen. Den Hauptfokus sollte man hierbei auf die letzten beiden Folgen legen.

      Gnosis?

      Es ist nichts Ungewöhnliches für Doctor Who (oder Science Fiction im Allgemeinen) verschiedene Aspekte und Elemente tatsächlich bestehender Mythen und Legenden in die Storys mit einfließen zu lassen. „The Ark in Space“, „Genesis of the Daleks“ und „Gridlock“ z. B. sind getränkt in christlicher Mythologie, in „Kinda“ lassen sich einige Elemente des Buddhismus wiederfinden, und „Pyramids of Mars“ ist von (wer hätt’s erraten) der ägyptischen Mythologie beeinflusst. Das liegt natürlich zu einem an der allgemeinen Faszination an diesen Mythen, aber gute Autoren benutzen diese Elemente auch als eine Art (Um-)Codierung. Was ich damit meine kann ich ja anhand von „Castrovalva“ zeigen.

      In dieser Story hat Bidmead einige gnostische Elemente mit einfließen lassen. Zur Erläuterung: Die Gnosis ist eine christliche Lehre. Nach dieser Lehre wurden das Universum und alles Materielle (inklusive Menschen) von einem falschen bzw. unvollständigen Gott (dem Schöpfergott, auch Demiurg genannt) erschaffen. Die materielle Welt wird dabei als etwas Negatives angesehen, von dem es sich zu lösen gilt. Es kann sich jedoch nur der von der materiellen Welt lösen und den Demiurg überwinden, der sich des innewohnenden geistigen Prinzips eben dieser Welt bewusst wird (er erlangt damit also „Gnosis“=Erkenntnis). Um das mal auf „Castrovalva“ zu übertragen: Der Master übernimmt die Rolle des Demiurgs, er erschafft Castrovalva mitsamt seinen Bewohnern. Adric wird dabei als Archont (=Emanation des Demiurgs) missbraucht. Wir erfahren zudem, dass etwas falsch mit Castrovalva ist. Die Bewohner dieser Stadt/dieses Mini-Universums sind jedoch nicht in der Lage dies zu erkennen, da sie zu sehr Teil ihrer Welt sind. Mit dem skeptischen Shardovan hätten wir jemanden, dem das Prinzip seiner Welt bewusst wurde und der dadurch in der Lage ist, sich seinem Schöpfer zu widersetzen („You made us, man of evil, but we are free“).

      Warum jedoch benutzte Bidmead diese Elemente um seine Story zu erzählen? Um mal den Doctor zu zitieren: „There is something amiss with Castrovalva. But because your perception is part of it, you cannot see it". Damit gibt der Doctor eigentlich schon her um was es geht bzw. welche Fragen diese Story an den Zuschauer stellt: Wie sehr beeinflusst die Welt um uns herum unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein? Wie sehr bildet sie unser Bewusstsein? Auch wir selbst sind so sehr ein Teil unserer Welt, das wir nach ihren Regeln funktionieren und handeln, ohne dass wir das in irgendeiner Weise hinterfragen oder uns bewusst machen. Man kann sich ja auch mal selbst fragen: warum handle ich auf die und die Weise? Was hat dazu geführt, dass ich zu dieser und jener Ansicht gekommen bin? Warum habe ich dieses Weltbild, und nicht ein anderes? Um zurück zu „Castrovalva“ zu kommen: Castrovalva ist auf gewisse Art und Weise falsch, aber die Bewohner bemerken dies nicht, weil sie zu sehr Teil ihrer Welt sind.

      Es gibt hierfür einige wunderbare Schlüsselszenen und -dialoge:
      Megraves Antwort auf des Doctors Frage, was er sieht, wenn er aus dem Fenster schaut:“ Well sir… the town square, the library, the Portreeve’s house and my own pharmacy. In fine, sir, the dwellings of Castrovalva.“ …oder…
      „But you do see it, the spatial anomaly?“
      „With my eyes, no. But in my philosophy.“
      Dann gibt es noch die Szene, in der Megrave seine Apotheke auf die Karte aufzeichnen soll, oder die „That’s democracy for you“-Szene.

      Aber das ist nicht der einzige Punkt, den diese Story vorzuweisen hat. Die Bewohner Castrovalvas sind in dem Glauben erschaffen worden, sie wären eine Gesellschaft die schon immer existiert hat, die eine eigene Geschichte hat. Sie haben sogar eine Bibliothek voller Bücher, in denen der angebliche Aufstieg Castrovalvas von einer Gruppe kriegerischer Stämme zur idealen Gemeinde aufgezeichnet ist. Und was ist das erste was die Castrovalvianer nach ihrer Erschaffung machen? Sie fangen an sich mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen. Wir hätten da z. B. Ruther mit seiner neuen Religion „Exercise“. Oder Shardovan, der sich aufgrund seiner Skepsis mit der Geschichte Castrovalvas auseinandersetzt. Dann gibt es natürlich noch den Wandteppich, der als Relikt aus vergangenen Zeiten vorgestellt wird. Auch mit diesen Punkten stellt die Story dem Zuschauer einige interessante Fragen: Wie schauen wir auf unsere Geschichte hinab? Wie sehr ist unsere Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft? Und wie beeinflusst sie unser Handeln? Wie entstehen Traditionen?
      Oh, was noch?

      Viele tolle Szenen: Der verwirrte Doctor in der Tardis; der Doctor muss erst wieder lernen, wie man zählt; Portreeves besucht den angeschlagenen Doctor; die Szenen die ich weiter oben genannt habe u.v.m.

      Generell hat mir Davison hier schon sehr gut gefallen (toller Schauspieler übrigens). Es hat einfach Spaß gemacht, den Doctor in diesem Zustand der kindlichen Verwirrtheit zuzusehen. Die „Guest Actors“ waren durch die Bank weg großartig. Zu Ainley kommt später noch was. Sutton und Fielding geben sich alle Mühe. Sonst noch wer? Nö? Okay.

      Mergrave, Ruther und Shardovan! Wunderbare Charaktere mit tollen Dialogen. Man bedauert richtig ihr Ableben.

      Der Doctor weist die Bewohner auf die Eigenheiten Castrovalvas hin... Shardovan, der wie die anderen Castrovalvianer nur als Werkzeug des Masters erschaffen wurde, beweist seinen freien Willen und entscheidet sich dafür, ein eigenständiges menschliches Wesen zu werden. Das ist für mich viel bewegender und schöner als es jede Doomsday-Abschiedsszene, oder jede Amy-denkt-sich-ihren-Doctor-zurück-Szene je sein könnte.

      Wundervolle Direktion von Fiona Cumming (allein schon die wie ein Trauermarsch aufbereitet Szene mit der Zero-Kammer). Warum hat man sie nicht öfters genommen? Warum hat man immer wieder Leute wie Peter Moffat, oder noch schlimmer, Ron Jones („Time Flights“ anyone. Großer, großer Gott) als Direktor verwendet.

      Großartiges, wunderschönes Set (auch hier gilt: tolle Arbeit von Cumming).


      Metaphysik

      Interessant finde ich es, wie Bidmead sowohl mit der Tardis als auch Castrovalva umgeht. Die Räume der Tardis lassen sich löschen. Sie reagiert außerdem auf den frisch regenerierten Doctor. Ähnlich sieht es mit Castrovalva aus, bei dem es sich um genau genommen eine Berechnung handelt, die von Adric „zusammengehalten“ wird. Der Master ist in der Lage, die Bewohner der Stadt zu „löschen“ (und er dürfte wohl auch in der Lage sein Castrovalva neue Teile hinzuzufügen und hinweg zunehmen). Sowohl aus der Tardis als auch aus Castrovalva werden quasi metaphysische Welten gemacht.

      Ich möchte noch hinzufügen, dass ich die Idee eines in sich selbst geschlossenen Universums schlichtweg faszinierend finde. Was mich zu einem weiteren Punkt bringt: den Wandteppich. „With this tapestry and patience, there’s nothing one cannot achieve … The tapestry has the power to build and hold in space whole worlds of matter.” Der Wandteppich ist ein eigenes Universum für sich, das nach eigenen Regeln funktioniert (andere Zeit, andere Dimension, reagiert auf gewisse Gegebenheiten). Hinter dem Teppich befindet sich außerdem das Netz des Masters. Ich denke, dass der Teppich von Bidmead als eigentlicher Schlüssel für die Story konzipiert wurde.


      Schwächen

      Ich will noch kurz auf die Schwächen „Castrovalvas“ zu sprechen kommen, denn die hat die Story leider auch. Namentlich Folge 1 und 2, aus denen man wirklich eine einzige hätte machen sollen, da vor allem Teil 2 einige Längen aufzuweisen hat. So sehr mir die Dialoge in den beiden letzten Teilen gefallen haben, so klobig fallen sie in den ersten beiden Teilen aus (die Gespräche am Anfang mit den Polizisten, einige Dialoge zwischen Nyssa und Tegan in der Tardis). Oh, und dann gibt’s da noch Ainley. Die Unterschiede zwischen der schauspielerischen Leistung als Bürgermeister und der als Master könnten krasser nicht sein. Als Portreeve glänzt er. Eine wundervolle Performance, wirklich. Als Master wirkt er einfach nur bescheuert und unfreiwillig komisch (MY WEEEEEEB). Was ist da nur schief gelaufen?


      Fazit

      Ja, Castrovalva hat Schwächen. Jedoch finde ich die konzeptuellen Ideen im Herzen der Story zu faszinierend, als das ich weniger als 9/10 Punkte (SUPER) vergeben könnte. Es handelt sich bei „Castrovalva“ wirklich um eine interessante und anspruchsvolle Folge, und das soll auch honoriert werden. Die letzten beiden Episoden gehören für mich mit zum Besten, was ich in Doctor Who bisher sehen durfte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von The Botch ()

    • Eine ungewöhnliche und doch sehr gute erste Folge eines Doctors.

      Der Anfang mit der Tardis, die in Richtung Urknall geht, erinnert mich etwas an "The Edge of Destruction".
      Sehr gut in Erinnerung bleiben mir die Anfälle, die Davison in Richtung der früheren Inkarnationen hat. Das ist ihm sehr gelungen.
      Adric ist nicht viel zu sehen, was absolut positiv ist. Sechs Folgen mir ihm kenne ich schon und bin sehr froh, dass nur vier Stück bleiben. Und er wird sterben. Schön.
      Zum Master kann ich, wie schon in der vorhergehenden Folge, nur sagen, dass da unglaublich viel Potential verschenkt wurde.
      Die Geschichte um den Ort Castrovalva war wirklich nett und auf vielen Ebenen spannend.
    • Das war sie also die erste Peter Davidson Folge und ich muss zugeben ich bin ehrlich überrascht. Ich bin eigentlich eher mit gemischten Gefühlen an die Folge gegangen zumal ich bisher vor allen von seinen Companiens wenig gutes gehört habe. Umso begeisterter war ich dann während des schauens.
      Da wäre zum einen der Doctor selbst der mir wirklich gut gefallen hat in der Folge, auch wenn er nicht oft gezeigt wurde und vor allen mit seinen Regenerations Problemen zu kämpfen hatte. Doch so brachte er mich doch einige male zum Lachen. Ganz tolle Szenen hier, als er Adric Jamie nannte oder auch als er es nicht schaffte bis drei zu zählen. Ebenfalls sehr gefallen hat mit der symbolische Akt des Schals kaputt machens. Sicherlich war es eine Szene die zumindest mich ein wenig traurig machte, zumal ich erst vor kurzen noch einige Folgen von Tom Baker sah, aber als übergang eine sehr nette Idee.

      Aber auch Tegan und Nyssa waren doch recht gut. Alles Companiens die ich bisher noch nicht bewundern konnte, aber doch positiv aufnahm. Besonders Tegan gefiel mir in dieser Folge sehr gut. Nyssa etwas weniger, aber beide haben eine gute Leistung erbracht.

      Auch fand ich es toll mehr von der Tardis zu sehen oder auch die Landschaft in der sie gelandet sind. Ach ich könnte sicherlich noch unzählige Kleinigkeiten aufzählen, aber das wurde die Sache denke ich zu sehr in die länge ziehen.


      Absoluter Tiefpunkt der Folge dagegen war Adric. Ich hielt es für unmöglich, aber es gibt wirklich Charas die mich mehr genervt haben als eine bestimmte Begleiterin eines späteren Doctors. Bereits in der ersten Folge als er mit dem Wachmann redete war ich schon sehr abgeneigt. Aber dies steigerte sich von Szene zu Szene mehr. Selbst als er schweigend im Netz des Masters hing und nur grimassen zog während er gefoltert oder was auch immer wurde nervte er.
      Womit ich den wohl größten Pluspunkt der Folge nennen muss. Adric war kaum zu sehen.

      Ebenfalls war ich mit dem Master nicht zufrieden. Ich fand sein Plan doch sehr unschlüssig und unnötig Kompliziert. Viele werden zwar meinen, dass er halt spaß an sowas hat aber so kann ich ihn einfach nicht ernst nehmen. Schade eigentlich, da ich das Konzept vom Master sehr gut finde und ihn gerne als wirkliche Bedrohung sehen wurde. Aber auch hier muss ich positiv einwerfen, dass seine Verkleidung genial war. Habe zwar vermutet das er es ist, aber beim schauen nicht ganz daran geglaubt. Sehr gut gemacht. Zumal es mir auch nicht sofort auffiel.


      Also ich fand die Folge echt gut und trotz Adric wurde ich der Folge 7 von 10 Punkten geben und damit ein gut.

      8thdoc 11thdoc 2nddoc 4thdoc Wardoc 9thdoc 3rddoc 7thdoc 10thdoc 5thdoc 1stdoc
    • Thorsten Volker Junkie schrieb:

      An saudämliche Pläne wirst du sich bei diesem Master gewöhnen müssen. :D


      Zu seiner Verteidigung... er hat auch einen sehr schlüpfrigen, durchtriebenen und ehh "genre-savvy" Gegner, dem mit einem - egal wie gearteten oder egal wie perfekten - Plan beizukommen schon fast ein Ding der Unmöglichkeit ist... somit hat das Problem nicht nur der Master sondern zB auch die Rani oder Davros (von den "normalen" Dalek oder den Cybermen ganz zu schweigen), je häufiger sie versuchen ihn zu erledigen umso wahnwitziger werden die Einfälle wie man das vielleicht doch angesichts all des Scheiterns noch hinkriegen könnte.... Krimineller in einem elfdimensionalen Kosmos zu sein ist eben tagtäglich eine kaum zu überwindende Herausforderung!

      Und es gab dümmere Pläne, ich sag mal nur "Valeyard" oder Katzenwelt!
      • Ad infinitatem ac plus ultra! •
    • Der beste Teil dieser Master-Trilogie, dabei ist es gerade einmal oberes Mittelmaß, was viel über die anderen Episoden aussagt. "Castrovalva" ist nun wahrlich kein Highligh der Who-Geschichte, aber auch weit davon entfernt ein Lowlight zu sein. Zum einen ist keiner der drei Companions nutzlos in dieser Story, was bei einer solchen Anzahl an Begleitern natürlich nicht einfach ist. Adric war wichtig für den Plan des Masters, so doof dieser auch war, aber dazu später mehr, und Tegan und Nyssa tragen eigentlich die ersten drei Episoden, weil der Doctor die meiste Zeit irgendwo herumliegt und schläft. Der Doctor selbst war zwar nicht wirklich der fünfte Doctor, den kenne ich ja schon, aber er war toll, weil er so oft seine Vorgänger hat durchscheinen lassen, eine wunderbare Referenz zu diesen vier. Und Peter Davison hat es gut gespielt. Was auch noch gut an dieser Episode ist, ist dass man das Ende bis in den vierten Teil nicht vorhersieht und das es nicht wirklich langweilig wird, wobei die Folge besonders in Folge drei oft Gefahr läuft in Belanglosigkeiten zu verlaufen und tatsächlich langweilig zu werden, gilt eigentlich auch für Episode 2. Trotzdem wirklich langweilig wird einem nicht.

      Also eigentlich ist die Episode gut, was macht sie dann zum Durchschnitt? Der Master! Erst der Plan, die TARDIS zum Big Bang zu schicken, dass war noch clever, wobei man sich fragen muss: Wie hat er das gemacht? Er kann es nicht alleine durch Adrics Geist gemacht haben, besonders da Adric sich wehren konnte. Dann aber der Plan mit Castrovalva, was sollte das?! Er baut eine ganze Stadt auf, um den Doctor in die Falle zu locken, anstatt diesen aber gleich umzubringen, gibt er ihm noch Zeit sich zu stärken und macht ihn damit natürlich wieder zu einer Gefahr für sich. Wie kann man eigentlich so blöd sein? Vor allem ginge es wohl auch einfacher den Doctor in eine Falle zu locken.

      FAZIT: Eigentlich eine gute Episode, aber der dumme Plan des Masters ist dann doch etwas zu dumm, daher nur 6/10 Punkten.
      4thdoc 11thdoc 1stdoc 2nddoc 8thdoc 9thdoc 6thdoc 12thdoc 7thdoc 3rddoc 5thdoc Wardoc 10thdoc
    • Jetzt muss man sich nicht nur an neue Compagions gewöhnen, sondern auch an einen neuen Doctor.
      Ein Umstieg der mir immer sehr schwer fällt....

      Die Idee mit der Raumfaltung war nett.
      Aber mal ehrlich, der neue Master kann mit dem ersten absolut nicht mit halten.
      Der neue Doctor hin gegen könnte ganz passabel werden. Wenn man die Fragezeichen am Kragen mal unbeachtet lässt.

      Durchschnitt.
    • Also wenn die restlichen Folgen von Davison ähnlich werden, wird es wohl schwer für mich, mich mit seiner Ära anzufreunden. Androzani, Resurrection und Warriors from the Deep kannte ich schon und die mochte ich eigentlich ganz gerne aber Castrovalva...

      Die ersten beiden Folgen bin ich wirklich fast eingeschlafen. Nichts passiert. Den gesamten Inhalt hätte man locker in 10 Minuten packen können. Eine gute Idee, dass der Master die TARDIS in den Urknall steuern will, aber der Notfallplan des Masters mit Castrovalva ist ja unglaublicher Unsinn. Und wie ich hier schon oben im Thread gelesen habe, wird das mit den Plänen des Masters wohl auch nicht besser...
      Die ganze Geschichte mit Castrovalva und dem Space-Time-Loop war ja eigentlich eine gute Idee, aber macht in dem Kontext keinen Sinn.

      Folge 3 ist dann ganz nett während die letzte Folge gut ist. Ein bisschen Spannung kommt auf und die Handlung beginnt. Habe mich während der Folge schon gewundert, warum der alte Herrscher denn dem Master ähnelt, bis dann natürlich rauskam, dass es tatsächlich der Master ist. Der Ainley Master ist schwach und kommt lange nicht an seine 3 Vorgänger heran, in Logopolis fande ich ihn aber noch ganz gut.

      Ansonsten nervt Adric und die Masken der Castrovalva-Bewohner sowie das "Netz" in dem Adric gefangen ist sehen grausam aus.
      Der neu regenerierte verwirrte Davison Doktor ist aber ganz amüsant, als er sich später dann gefunden hat ist er allerdings eher blass.

      5/10 mit Tendenz nach unten.
      "We all have a universe of our own terrors to face"
      "Everyone's a monster sometimes"
      "Entropy demands that everything will not be all right, but sometimes we can rage against the dying of the light"
      -The Seventh Doctor