LEGO auf dem absteigenden Ast?

  • Das Gerücht kam auf Reddit auf, wurde in der Zwischenzeit von einem Assistant Game Director der betreffenden Firma klargestellt. Leider nein.

    Wieso "leider"? Bei dem Murks, den die Firma Lego derzeit am Stück baut, kann man da eher von Glück reden. Die Asterix-Lizenz ist bei Lidl, und Star Trek bei BlueBrixx. Über die Steinequalität lässt sich streiten, aber die Setqualität ist bei der Konkurrenz meilenweit besser als beim Marktführer.

  • Huh? Es ging um ein LEGO Game - nicht um physische Sets...

    "Alles, was je in Raum und Zeit geschehen ist, oder jemals geschehen wird... Wo würden Sie gerne anfangen?"


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  • Huh? Es ging um ein LEGO Game - nicht um physische Sets...

    Ja, aber die gesamte Firma ist derzeit auf dem absteigenden Ast. Genauer, seit dem Lego-Movie 2. Ich würde derzeit nicht allzu hohe Erwartungen an die knüpfen. Und wo die Lizenz fürs Game ist, sind die physischen Sets nicht weit.

  • Genaugenommen ist Lego seit Star Wars auf dem absteigenden Ast. Qualitativ, Imagepflege und Produkt- und Kundentreue. Ohne die Lizenzen ist die Firma nichts wert. Zum Glück gibt es andere Klemmbausteinhersteller. Man ist nicht mehr auf Lego angewiesen.

  • Mal ne Verständnisfrage, für jemanden, der hier eure Kommentare liest und sich nur denkt "what the hell?"

    Wie kann eine Firma die Bauklötze herstellt auf dem absteigenden Ast sein? Gibt es Innovationen von anderen Firmen die "bessere" Bauklötze herstellen? Ich sehe keinen Unterschied im Lego der jetztzeit zum Lego der 80er... Außer vlt, dass sie mehr Lizenzkram rausbringen... und das ist direkt was schlechtes? Oder fallen die Steine auseinander? Tun sie nicht mehr so weh, wenn man drauf tritt? Ich verstehe die Aussagen nicht :D Es sind Bauklötze für Kinder und Bastler und können doch dementsprechend jetzt keine große qualitative Veränderung durchmachen? Oder ist das das übliche "Früher war alles besser"? :D

  • "Früher war alles besser"?

    Auf jeden Fall war mehr Lametta. Am neuen Lego stört mich ein bisschen, dass die Lizenzsachen nur so zusammengebaut werden sollen wie es in der Anleitung steht. Dann ist fertig und das Zeug steht rum.

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)

  • LEGO hat sich halt in den letzten Jahren sehr stark auf Dinge konzentriert, die nicht das Kerngeschäft sind - also den Verkauf von Bausets. Stattdessen wurde in Medien investiert sowie in Lizenzen. Die zwar seit den 1990ern ein wichtiger Faktor waren, aber jetzt fast das gesamte Geschäft auszumachen scheinen. Das Problem dabei ist natürlich, dass sich LEGO dadurch von anderen abhängig macht und man versucht, die Sets so inkompatible wie möglich zu machen, damit sich alle auch ja alles kaufen. Das ist sowieso ein langwieriges Problem für eine Firma wie LEGO: Wie kann man immer wieder Leute dazu bringen ein Produkt zu kaufen, wenn man mit einer minimalen Anzahl von Sets bereits beinahe unendlich viele Kombinationen bauen kann? LEGO ist zwar eine Privatfirma, kein Börsenunternehmen, will aber trotzdem wirtschaftlich wachsen - und das tut die Firma auch. Aber dafür muss man immer wieder neue Nachfrage erschaffen, was zu der Entscheidung geführt hat, die Sets inkompatibler zu machen. Dies kotzt natürlich die Hardcore-Fans an - und wahrscheinlich auch viele Eltern - , aber die Geschäftszahlen sind alle im schwarzen Bereich, nicht im roten.

  • "Früher war alles besser"?

    Das sowieso ! :-D


    Lego macht sich abhängig von den Lizenzen. Ihr Produkt wird zum Zweck, um eine Fremdmarke nachzulaufen. Brauchst nur die Lego-Kataloge der letzten Jahre durchzublättern: Disney, Marvel, DC, Star Wars, Harry Potter, Super Mario ...

    Lego Technics konzentriert sich nicht mehr auf Funktion, sondern auf Design. Auch hier wurden Automarken erworben: Lamborghini, Ferrari ...

    Lego produziert keine Steinekisten mehr. Reine Bausteine in großen Mengen werden nicht angeboten.

    Legos Vertrieb grenzt Fachhändler aus und liefert große Sets nur an große Kaufhäuser.

    Das was Lego so teuer macht sind die Lizenzen. Früher war Lego teuer, weil es als wertvolles Spielzeug verkauft wurde und Lego noch quasi Monopolist war. Andere Hersteller von heute sind da weitaus günstiger.

  • Mal ne Verständnisfrage, für jemanden, der hier eure Kommentare liest und sich nur denkt "what the hell?"

    Wie kann eine Firma die Bauklötze herstellt auf dem absteigenden Ast sein? Gibt es Innovationen von anderen Firmen die "bessere" Bauklötze herstellen? Ich sehe keinen Unterschied im Lego der jetztzeit zum Lego der 80er... Außer vlt, dass sie mehr Lizenzkram rausbringen... und das ist direkt was schlechtes? Oder fallen die Steine auseinander? Tun sie nicht mehr so weh, wenn man drauf tritt? Ich verstehe die Aussagen nicht :D Es sind Bauklötze für Kinder und Bastler und können doch dementsprechend jetzt keine große qualitative Veränderung durchmachen? Oder ist das das übliche "Früher war alles besser"? :D

    Bei Lego wird die Qualität schlechter. Sowohl, was die Sets angeht (weniger Steine für mehr Geld), als auch die Teilequalität: krasse Farbabweichungen wie heute gab es früher nicht. Und ebenso wenig sahen die Sets früher innen so aus wie Colin Bakers Kostüm. Heutzutage werden da Reststeine reingepackt in allen unmöglichen Farben, weil die gerade noch auf Lager waren und wegmussten. Lego verkauft das als "Vereinfachung", damit Leute beim Bauen die Steine sofort an der Farbe erkennen und nicht lange suchen müssen oder sie mit ähnlich geformten Teilen verwechseln. Ist natürlich Blödsinn.

    Außerdem packt Lego seitenweise Stickerbögen in die Sets, anstatt die Steine zu bedrucken, was man bei DEN Mondpreisen als Kunde erwarten darf. Früher in den 80ern mag das ja noch in Ordnung gewesen sein, aber mittlerweile sind die Hauptkäufer erwachsene Modellbauer, die einen etwas höheren Anspruch haben. Und es gibt mittlerweile eine wachsende und besser werdende Konkurrenz, die Lego die Beine langziehen, indem sie ihnen zeigen, wie es richtig gemacht wird. So gibt es einen Hersteller aus Polen, der sich auf Schiffe, Flugzeuge und Panzer aus dem 2. Weltkrieg spezialisiert hat, der damit wirbt, dass alle Steine bedruckt und in der EU hergestellt worden sind. Die Lizenz für Star Trek hat sich eine deutsche Firma mit Sitz in der Nähe von Frankfurt gesichert, die ihre Steine aus China bezieht. Die Steinequalität ist durchwachsen, aber die Designqualität der Sets ist etwas, was man sich von Lego wünscht und nicht bekommt.

    Und anstatt sich mal auf sich selbst zu konzentrieren und die Qualität der eigenen Produkte wieder zu verbessern, gibt Lego sein Geld lieber für die eigene Rechtsabteilung aus, um der Konkurrenz mit juristischen Winkelzügen das Leben schwer zu machen. Problem für Lego ist natürlich, dass sich dieses Geschäftsgebaren in Zeiten des Internets rumspricht und einen entsprechenden Shitstorm hervorruft - eine Situation, mit der diese Firma gar nicht zurechtkommt und dabei hilflos plump agiert.

    Lego Technics konzentriert sich nicht mehr auf Funktion, sondern auf Design. Auch hier wurden Automarken erworben: Lamborghini, Ferrari ...

    Oh ja, der legendäre Vergleich zwischen Lego 42125 und CaDA C61042W. Der tat richtig weh. Das Hauptproblem ist, dass Hobbydesigner ("MOCer") mittlerweile bessere Designs entwerfen als die Profidesigner, die dafür von Lego bezahlt werden. Und das sieht man beim Vergleich dieser zwei Ferrari 488, die auch noch ungefähr dasselbe kosten.

    Das was Lego so teuer macht sind die Lizenzen. Früher war Lego teuer, weil es als wertvolles Spielzeug verkauft wurde und Lego noch quasi Monopolist war. Andere Hersteller von heute sind da weitaus günstiger.

    Das behauptet Lego. Ich würde mal behaupten, dass die Star Trek-Lizenz für BlueBrixx ähnlich teuer ist wie die Star Wars-Lizenz für Lego. Ich würde eher sagen, dass Lego einfach so weitermacht, solange es Leute gibt, die ihre Mondpreise bezahlen. Immerhin ist die Marke Lego ja auch was wert. Genau wie Apple, das auch nicht besser ist als Samsung. Oder Rolex, die nicht besser sind als Omega.


    Aber ich merke gerade, wir schweifen vom Thema ab...