1x02 - Die andere Saite des Teufels (The Devil's Chord)

  • Da war so viel schönes, intelligentes, Originelles dabei und die Einbindung und Untermalung der Musik war wirklich fantastisch, aber dann kommen so dämliche Scheißdinger wie die fliegenden Notenbandagen. Damit auch ja der hinterletzte Volltrottel mit dem Holzhammer versteht, dass hier mit Musik gekämpft wird, statt es rein in Audioform zu belassen. Der Maestro war herrlich Over the Top und ich finde, sowas darf es auch mal geben, hat mich nicht gestört... aber meine Fresse... die fliegenden Noten... das wirkt wie gewollt aber nicht gekonnt. Es muss nicht alles Visuell sein. Davon ab haben mich nur zwei Sachen gestört: Die Beatles, die Null wie die Beatles aussahen und die Tatsache, dass Ringo und George Randbemerkungen blieben, als wenn sie unnötig waren...

    Hach ich ärgere mich. Ich fand die Folge gut, aber da wäre Umsetzungstechnisch mehr drin gewesen... ich frage mich echt, was Moffat in seiner Heaven Sent-Phase aus dem Skript gemacht hätte... Schade. Gut, aber nicht perfekt. Ärgerlich, echt!

    Also ich persönlich fand die fliegenden Noten super! Das wirkt auf mich wie eine hübsche Umsetzung eines Comics, in welchem Medium ja schon seid Ewigkeiten mit Sprechblasen usw. herumgespielt wird. Das macht die "Macht" des Maestros visuell greifbar und grotesk zugleich. Überhaupt musste ich die ganze Zeit an Neil Gaimans Sandman Comics denken. Musik in personifizierter Form, das hatten wir bei Doktor Who noch nie, soweit ich mich erinnere. _The Rings of Akhaten_ spielt ein wenig damit, aber ansonsten…?

    Dass die Beatles eben nicht ganz wie die Beatles aussahen, fand ich auch eine nette Idee. Sie sahen aus wie Lehrlinge für irgendwelche Beamtenjobs, aber waren trotzdem erkennbar. Schöne visuelle Umsetzung des Themas, dass die Welt anders ausgeht, wenn Musik als kulturelle Grundlage auseinander fliegt.

    Ich habe mit "nahezu perfekt" abgestimmt und kann es kaum glauben, dass so eine tolle Folge nach dem Rotz davor kommen kann. Das macht mir ein bisschen Hoffnung für die weiteren Folgen.

  • Heißt das jetzt, dass es in der Zeit zwischen 1925 und 1963 keine gute Musik mehr gab? Denn schließlich wurde Maestro erst 1963 besiegt? :/

    In der Endkonsequemz schon! Denn dass Maestros Eingriff rückgängig gemacht wurde, wird nicht gesagt. Aber die Konsequenzen sind RTD genauso egal, wie es Chibnall egal war, was nun nach dem Flux ist oder nicht ist... Nur nicht drüber nachdenken!

  • Und schreibst Du mit Absicht "dass" falsch und hältst dich nicht an die neue Rechtschreibung und verfolgst lieber die alte, um zu unterstreichen, dass Du im Vorgestern leben willst?

    Fassen wir zusammen: es macht Dir also überhaupt nichts aus, wenn kulturelle oder gesellschaftliche Vorgaben, Gewohnheiten oder Gepflogenheiten, die erst seit kurzer Zeit aktuell sind, in Geschichten und Filmen aus ferner Vergangenheit eingebaut und mit Absicht an prominenter Stelle propagiert werden. Aber wenn jemand so schreibt, wie er es vor langer Zeit gelernt hat, noch lange bevor Du auch nur ein Gedanke in den Köpfen Deiner Eltern warst, dann wirst Du persönlich und prangerst das an.

    Ja, das ist mal wirklich gelebte Toleranz. Gratuliere!

  • Fassen wir zusammen: es macht Dir also überhaupt nichts aus, wenn kulturelle oder gesellschaftliche Vorgaben, Gewohnheiten oder Gepflogenheiten, die erst seit kurzer Zeit aktuell sind, in Geschichten und Filmen aus ferner Vergangenheit eingebaut und mit Absicht an prominenter Stelle propagiert werden. Aber wenn jemand so schreibt, wie er es vor langer Zeit gelernt hat, noch lange bevor Du auch nur ein Gedanke in den Köpfen Deiner Eltern warst, dann wirst Du persönlich und prangerst das an.

    Ja, das ist mal wirklich gelebte Toleranz. Gratuliere!

    Wo wird das denn propagiert?

  • Wo wird das denn propagiert?

    Zitat

    Propaganda (von lateinisch propagare‚ „weiter ausbreiten“, „ausbreiten“, „verbreiten“) bezeichnet in ihrer modernen Bedeutung zielgerichtete Versuche, politische Meinungen oder öffentliche Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und das Verhalten in eine vom Propagandisten oder Herrscher erwünschte Richtung zu steuern.

    (Aus Wikipedia.)

    Wenn etwas in eine Geschichte an prominenter Stelle eingebaut wird, das zur Geschichte selber absolut nichts beiträgt, das aber von Interessengruppen, Politik oder Wirtschaft motiviert ist, nenne ich das Propaganda.

    Ich hätte Deine Reaktion spannend gefunden, wenn jemand um 1900 vom "menschengemachten Klimawandel" gesprochen hätte.

  • Täusche ich mich, oder wurde Susan zum ersten Mal in New Who explizit namentlich erwähnt? Ich erinnere mich an das Foto von ihr im Büro des Zwölften Doctors, aber wirklich erwähnt wurde sie doch nie, oder?

  • (Aus Wikipedia.)

    Wenn etwas in eine Geschichte an prominenter Stelle eingebaut wird, das zur Geschichte selber absolut nichts beiträgt, das aber von Interessengruppen, Politik oder Wirtschaft motiviert ist, nenne ich das Propaganda.

    Ich hätte Deine Reaktion spannend gefunden, wenn jemand um 1900 vom "menschengemachten Klimawandel" gesprochen hätte.

    Das ist keine Propaganda. Das was die Afd macht ist Propaganda.

  • @Sonically Screwed,

    die ganze Diskussion ist überflüssig, das Pluralpronomen "them" wurde in dem Zusammenhang gebraucht, weil es sich auf zwei Personen, nämlich Maestro und seinen Sohn Henry, bezog. Und streng genommen könnte "Devil's Chord" sogar als anti-woke interpretiert werden. Während sich Jinkx Monsoon in der englischen Öffentlichkeit das Pronomen "she" erworben hat, wurde daraus in der Episode wieder ein Mann, der von Henry als "Daddy" bezeichnet wurde. Diese Flexibilität damit umzugehen, sollten wir alle aufbringen.

    Radioactive Man

  • @Sonically Screwed,

    die ganze Diskussion ist überflüssig, das Pluralpronomen "them" wurde in dem Zusammenhang gebraucht, weil es sich auf zwei Personen, nämlich Maestro und seinen Sohn Henry, bezog.

    Maestro ist "them". "Henry" ist der Helfer des Maestro.

  • Fassen wir zusammen: es macht Dir also überhaupt nichts aus, wenn kulturelle oder gesellschaftliche Vorgaben, Gewohnheiten oder Gepflogenheiten, die erst seit kurzer Zeit aktuell sind, in Geschichten und Filmen aus ferner Vergangenheit eingebaut und mit Absicht an prominenter Stelle propagiert werden. Aber wenn jemand so schreibt, wie er es vor langer Zeit gelernt hat, noch lange bevor Du auch nur ein Gedanke in den Köpfen Deiner Eltern warst, dann wirst Du persönlich und prangerst das an.

    Schön dass Du alles andere ignoriert hast. Aber noch einmal: Das was Du verlangst - also dass sich Menschen aus einer dargestellten Zeitperiode ihrer Zeit entsprechend verhalten (auch wenn dies in irgendeiner Darstellung nie der Fall sein kann, aber das ist ein anderes Thema) - wurde umgesetzt. Timothy Drake reagierte komplett verwirrt auf die Nutzung von "them" als singuläres Pronomen seitens Maestro. Da Maestro aber kein menschliches Wesen aus dem frühen 20. Jahrhundert ist, sollte diese Forderung deinerseits für ihn/sie nicht greifen. Und wenn Du meinst, diese müsse es doch, dann mach bitte einen Thread im Politik Unterforum auf, in dem Du uns allen erklären kannst, warum sich auch fiktionale Charaktere, die in ihrer fiktionalen Welt, nicht von der Erde stammen, sich an die gesellschaftlichen Normen einer bestimmten Zeitperiode in ihrer Darstellung zu halten haben.

    1. 4thdoc 2. 11thdoc 3. 12thdoc 4. 1stdoc 5. 2nddoc 6. 8thdoc 7. 9thdoc 8. 6thdoc 9. 3rddoc 10. 7thdoc 11. 14thdoc 12. 5thdoc 13. 15thdoc 14.Wardoc 15. 10thdoc 16. 13thdoc

  • Mr.PR,

    Du solltest Dich von der Vorstellung lösen, dass es sich bei Henry um eine eigenständige Persönlichkeit handelte. Es war genauso eine mentale Projektion wie die Noten, die aus Maestro herausgekommen sind.

    Radioactive Man

  • Du hast dich wiederholt. Außerdem hatte der Toymaker in "The giggle" Lakeinen gehabt, die sehr wohl einen eigenen Willen gehabt haben.

  • Doch, hat mir gut gefallen. 7/10 mit Sternchen. Hauptproblem, wie André schon gesagt hat, ist dass viel Potenzial auf der Strecke bleibt. Die Notententakel haben mich nicht gestört, ich hätte mir nur darüber hinaus noch ein paar kreative Tricks von Maestro gewünscht.

    Injustice is the rule, but I want justice. Suffering is the rule, but I want to end it. Despair accords with reality, but I insist on hope. I don't accept it because it is unacceptable. I say no.

    - der achte Doctor, Camera Obscura

  • Da klettere ich auch mal wieder aus der Versenkung, um meinen Senf dazu zu geben - muss gleich erstmal mein Profil aufpolieren, lang ist's her!

    Ich bin noch ein bisschen zwiegespalten was diese Episode, und stellvertretend auch den Rest der Staffel angeht. Der Doctor und Ruby gefallen mir sehr gut, deren Stimmung finde ich persönlich sehr ansteckend, natürlich ein bisschen over the top, aber das ist mir doch irgendwie lieber, als wenn gar kein Funke überspringt.

    Diese Story steht sehr gut für den Rest der neuen Folgen finde ich - irgendwie flashy, drüber, objektiv betrachtet super albern und cheesy - aber am Ende des Tages kriegt sie mich dann doch irgendwie. Vor allem weiß ich zu schätzen, wie einzigartig und neu sich das Ganze anfühlt. Das Pacing, der Look und die Erzählweise sind doch irgendwie sehr frisch und wirken für mich wie ein echter Neustart der Serie, vergleichbar mit dem Reboot 2005.

    Die Serie geht eben mit der Zeit, ich finde die Pronomen-Sache wie auch schon beim Meep nett eingebracht und nicht erzwungen. Der Maestro war wirklich eine wilde Angelegenheit, aber ich finde die Mystery-Atmosphäre ganz cool, die sich um den Toy Maker, Ruby etc. aufspannt, ähnlich wie das Rätsel um Clara damals beim elften Doctor.

    Ich bleibe auf jeden Fall dran, was schon mal mehr ist, als der 13. Doctor damals geschafft hat.

  • Ich fand die Parodie auf die Beatles großartig! Es sind ja gar nicht einmal die Beatles, sondern wie sie als Bürokraten von Musik ausgesehen hätten.

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  • Den Bösen, Maestro, fand ich fantastisch gespielt. Jinkx Monsoon musste ich erst mal googeln, aber es hat sich gelohnt, mal einen Sieger von Wettbewerben einzustellen, der wirklich Berufserfahrung hat. Für mich kommt es nur auf das Können des Schauspielers an.

    Maestros Pronomen "them" habe ich nebenbei als Witz verstanden, da auch hier jedem klar war, dass der andere diesen woken Terminus gar nicht verstehen konnte. Ähnlich wie in anderen Folgen, wo Begriffe wie Smartphone im Mittelalter herausgerutscht sind und zu Unverständnis führten. Also für mich kein Grund zum Aufregen, sondern zum Lachen, aber jeder Humor und jedes verstehen ist ja verschieden ;-).

    Bei Timothy Drake dachte ich, es wäre eine Reminiszenz an Tim Drake, bekannt als Robin, den Begleiter von Batman. Hätte für mich gepasst zu dem teilweisen Comic Stil der Folge mit herumfliegenden Notenbändern. Nach Googeln könnte es aber eine Anspielung auf einen wirklichen Künstler mit Sphärenmusik sein.

    Die Notenbänder hätte ich nicht gebraucht, die hypnotische Wirkung von Musik hätte ich viel dramatischer empfunden.

    Was mir fehlt, ist die Entwicklung beim Reisen in der Tardis. Früher wurden während des Reisens Gespräche geführt und die Personen und Beziehungen vertieft; jetzt steigen sie ein, steigen sie aus und fertig.

    Die Folge finde ich besser als die Babyfolge, von mir ein Gut.

    Aber mir hätte eine einmalige Gesangs- und Tanzeinlage vom Koboldking gereicht, die hier hat wenig getaugt für mich. Ich hatte den Eindruck, die wollen Lizenzgebühren sparen und haben daher nichts Berühmtes und Gutes verwendet.

    Und dass die Geschichte in den Erzählungen und Filmen unseren gesellschaftlichen Erwartungen angepasst wird, gab es doch schon immer. Troja wurde geschichtlich sicher nicht wegen des Raubes der schönen Helena angegriffen und unsere Filme haben ebenso schon immer alles romantisiert. Und die Masse hatte sich noch nie darüber aufgeregt, warum sollte ich also jetzt damit anfangen?

  • Ich persönliche finde diese Episode wieder richtig erfrischend. Wir haben bei Doctor Who durchaus schon schlimmere Effekte gesehen, die fliegenden Noten haben mich gar nicht gestört. Vermutlich liegt es aber auch daran, dass dieses Stilmittel bereits recht ähnlich im zweiten Doctor Strange Film von 2022 verwendet wurde. Auch die zusammenhängende Geschichte wird spannend vorhergesagt, ich bin jedenfalls gespannt wer das große Böse hinter allem ist.

    Auffällig ist nur, dass das direkte Schauen in die Kamera auch hier wieder sehr direkt ist. Von Maestro und vom Doctor selbst. Da steckt garantiert mehr hinter. Wer hatte nochmal die Theorie in den Raum geworfen, dass der Doctor in einer Art (ausserirdischen?) Serie gefangen ist?

    Vor allem habe ich die Episoden aufmerksam verfolgt, wie mir selbst aufgefallen ist. Die letzten drei Staffeln habe ich nach den ersten Folgen meist nur nebenbei laufen lassen, aber hier bin ich wieder voll dabei. Die Chemie zwischen Doctor und Ruby passt einfach wieder wunderbar. Gerne mehr davon!

    "Ironically, while the Eleventh Doctor never encountered the Master onscreen, the episodes containing both his first and last appearances in broadcast order featured two different incarnations of the Master."

  • Auffällig ist nur, dass das direkte Schauen in die Kamera auch hier wieder sehr direkt ist. Von Maestro und vom Doctor selbst. Da steckt garantiert mehr hinter. Wer hatte nochmal die Theorie in den Raum geworfen, dass der Doctor in einer Art (ausserirdischen?) Serie gefangen ist?

    So einige Leute. Mindestens seit dem Promofoto für den ersten Teil des Finales.

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  • Schlaubi 17. Mai 2024 um 18:00

    Hat das Label Aktuelle Episode entfernt.
  • So habe die Folge auf Englisch mit deutschen Untertiteln gesehen.

    Die Folge war wirklich gut Bis auf das Ende mit dem Musical Pat. Der Doctor hatte wirklich Angst gehabt und wollte gar nicht kämpfen.

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