ging es RTD in dieser Serie vor allem darum, die Genre-Trennung von SF und Magie aufzubrechen. (Obwohl das ja "Star Wars" längst getan hat.)
Und schon lange vor Star Wars hat jedes Comic von DC oder Marvel diese Genres vermischt.
ging es RTD in dieser Serie vor allem darum, die Genre-Trennung von SF und Magie aufzubrechen. (Obwohl das ja "Star Wars" längst getan hat.)
Und schon lange vor Star Wars hat jedes Comic von DC oder Marvel diese Genres vermischt.
Der Vergleich mit dem Uni-Professor hinkt: als aktuelle Inkarnation des Doctors wusste er bei jeder gefährlichen Gelegenheit, dass seine früneren Ichs sich darum kümmern - er musste also nicht eingreifen. Jetzt ist die Situation so, dass der gegenwärtige Doctor 2025 nicht eingreifen müsste, weil sein früheres Ich das entsprechend getan hätte. Was es aber nicht getan hat - sonst hätte der gegenwärtige Doctor ja 2025 nichts zu tun. Woher will der frühere 15. aber wissen, ob oder wann der zukünftige 15. eingreift? Er dürfte also nicht tatenlos bleiben. Was zwangsläufig zu einem Treffen der beiden 2025 führen müsste...
Den 14. Docter, der ja auch noch irgendwo rumhängt lasse ich dabei mal außen vor. Den interessiert ja eh nix mehr, wie wir bei Suthek gesehen haben...
Der fatalste Fehler den das Special sich geleistet war Joy recht schnell nach ihrer Einführung aufs Parkgleis zu stellen - und als wir endlich zu ihr zurückkehren ist sie immer noch für eine ganze Weile vom Todeskoffer besessen. Eine emotionale Bindung kann der Zuschauer zu ihr irgendwie nicht aufbauen, mal ganz davon abgesehen dass wir bis dahin von anderen Figuren die wir liebgewonnen haben Abschied nehmen mussten. So richtig bereit ist man zu dem Zeitpunkt da nicht mehr sich mit ihr anzufreunden. Ohnehin kommt das Special ein wenig episodenhaft und stückwerkig rüber. Kein Wunder dass die Zuschauer sich da die Rosinen rauspicken und zu weiten Teilen den Mittelteil mit Anita als das Highlight sehen. Käme die ganze Story aus einem Guss, dann müssten sie das wohl nicht machen.
Aber gut, egal wie wuselig (und teil ein wenig unklar) die Story war, ich kann nicht leugnen Spaß gehabt zu haben. Ich habe recht häufig schmunzeln müssen, und ja, der Anita-Abschied hat mich ein kleines bisschen weihnachtsbewegt. (Und hey! Ich mag die zur Zeit herumfliegende Theorie dass sie die junge Mrs Flood ist! Es ergibt erstaunlich viel Sinn.
)
Und eine Sache die mir beim Schauen auffiel: Es gab so einige Doktor-Zeilen im Drehbuch die theoretisch auch vom 11ten oder erst recht 12ten Doktor hätten gesagt werden können - aber von ihren Schauspielern deutlich anders dargeboten wurden. Capaldi hätte sie mit einem vorwurfsvollen Knurren in den Raum geschnauzt, Ncuti hat sie jedoch amüsiert hinweggelacht. Will sagen, bisher hatte ich es relativ schwer gehabt seinen Doktor zu fassen, aber ich komme so langsam seiner einzigartigen Persönlichkeit näher bzw kann sie besser fassen. Wahrscheinlich hilft es ohnehin ihn mal solo über die Bühne hüpfen zu lassen, ohne direkten Companion im Schlepptau. Da hat er keine andere Wahl als seinen Charakter zu finden und ihn zu erden.
Ansonsten tut es mir wohl recht gut über die Feiertage nicht viel online sein zu können. Dank dem ganzen Familiengedöns komme ich nicht dazu mich großartig an den Diskussionen zu beteiligen, geschweige denn sie zu lesen. Und gemessen an dem Bisschen das ich lesen konnte ist es wohl auch das beste, denn der Diskurs scheint mal wieder ordentlich ätzend zu sein. Von "Moffat - der Frauenhasser!!" über "Alles so woke!!" bis hin zu "Keiner denkt an die Kinder im Gaza-Streifen!!" ist mal wieder alles dabei.
Und, ah, tja, das Special ist sicherlich nicht die perfekteste Folge und ich habe ihr auch nur ne 6 von 10 gegeben. Aber ganz ehrlich? Wenn es etwas gibt dass mich mein New Who-Rewatch (und die hereintröpfelnden Classic BluRay-Sets) lehrt, dann ist es dass viele Folgen die mir damals ach-so-wehgetan haben viele Jahre später sich als doch recht fein und nett entpuppen und die ganze Aufregung eigentlich gar nicht wert waren. Also, gut möglich dass ich 2030 hier eine 7,5 verteilen werde und dass sich das Fandom bis dahin auch wieder eingekriegt hat.
Eigentlich ganz unterhaltsam, mehr als eine 7 aber ist nicht drin. Wesentliche Schwachpunkte aus meiner Sicht:
1. Der Code aus dem Nichts. Wie Radioactive Man schon geschrieben hat (sinngemäß): In einem Jahr und mit Zeitmaschine hätte der Doctor den Code auch wirklich finden oder entschlüsseln können.
2. Es wird viel Zeit mit Gerede vertan, das weder die Handlung noch die Charakterentwicklung der Figuren wirklich weiter bringt.
3. Dieser RTD-Kitsch am Schluss. Etwas Weihnachtsstimmung wäre ja okay gewesen, aber diese Überdosis hat die Folge wirklich am Schluss noch entwertet. Eine "Stadt" in einer Art Wüste mit Kamelen und einem superhellen Stern, schon schlimm genug, historisch nicht korrekt, sei's drum. Aber dann noch für die american kids "BETLEHEM" drüber einzublenden ... nee Leute.
Gab aber schon schlechtere Folgen, mal sehen was jetzt kommt.
Ich muss zugeben, dass meine Bewertungs-Messlatte bei Doctor Who anders zu sein scheint, als bei vielen hier. Ungefähr diese Reihenfolge:
- Hat es mich unterhalten?
- Hat es mich bewegt/berührt?
- War es eine originelle Idee?
- Hat sich der Autor Mühe gemacht bei der Umsetzung?
- Macht alles Sinn?
Ich beobachte viel, dass der letzte Punkt im deutschen Fandom sehr viel mehr Dominanz hat und natürlich auch die meiste Angriffsfläche bietet. Denn seien wir mal ehrlich, wenn wir auf die Logik/Plotholes/Tropes/Beliebigkeiten in der Handlung schauen, ist so gut wie jedes Doctor Who Skript leicht auseinanderzunehmen. Das Konzept der Serie an sich bringt das schon mit. Daher sind für mich die Punkte davor - Mühe, Originalität, Berührung und Unterhaltung - wichtiger bzw. können diese vieles aufwiegen, was an Unsinnigkeiten aufgetischt werden.
In der Chibnall-Ära war für mich nichts davon gegeben, daher war sie auch eine endlose Qual. Es gab vielleicht zwei, drei Folgen, die zumindest ein wenig Unterhaltungswert hatten. Damals habe ich genommen, was ich kriegen konnte, ansonsten war es dürftig.
RTD2 hat viele Probleme, aber allgemein bin ich wieder unterhalten und damit investiert. Vermutlich bewerte ich deshalb auch vieles sehr viel höher als der Durchschnitt in den Foren. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kritikpunkte wegfallen. Gerade die letzten beiden - macht sich der Autor Mühe / macht alles Sinn - scheint sich seit RTD1 sichtlich verschlechtert zu haben, so als ob nun alles egal ist. Freifahrtschein.
Ich freue mich dennoch immer auf neues Doctor Who. Und das fehlte mir leider in der Ära davor.
Ja so ist das mit den Ansprüchen an Unterhaltung. Wenn etwas überhaupt keinen Sinn macht und ich zu erkennen meine, dass der Autor sich überhaupt keine Mühe gemacht hat, irgendwas zu erklären, dann sinkt für mich automatisch der Unterhaltungswert. Sinnlose Unterhaltung kann ich auch von Zeit zu Zeit gut vertragen, aber da sind meine Erwartungen an Doctor Who tatsächlich andere. Und "bewegt sein" hat ja durchaus verschiedene Level. Ich bin schnell mal bewegt und bin mir dabei der Mechanismen, die da wirken können meist auch bewusst. Aber jeden Kitschknopf zu drücken (und mir damit ein Tränchen aus den Augen) ist keine hohe Schreib- und Inszenierungskunst. Wenn das schon immer so bei Doctor Who gewesen wäre, hätte ich mich nie für die Serie begeistern können!
- Hat es mich unterhalten?
- Hat es mich bewegt/berührt?
- War es eine originelle Idee?
- Hat sich der Autor Mühe gemacht bei der Umsetzung?
- Macht alles Sinn?
Für mich ist der Unterhaltungswert auch immer sehr wichtig. Natürlich ist dies aber ein ziemlich subjektiver Aspekt. Beispielsweise fühlte ich mich bei der Chibnall-Ära eigentlich immer ziemlich gut unterhalten, was dazu beiträgt das ich die Folgen insgesamt positiv bewertet habe.
Ja so ist das mit den Ansprüchen an Unterhaltung. Wenn etwas überhaupt keinen Sinn macht und ich zu erkennen meine, dass der Autor sich überhaupt keine Mühe gemacht hat, irgendwas zu erklären, dann sinkt für mich automatisch der Unterhaltungswert. Sinnlose Unterhaltung kann ich auch von Zeit zu Zeit gut vertragen, aber da sind meine Erwartungen an Doctor Who tatsächlich andere. Und "bewegt sein" hat ja durchaus verschiedene Level. Ich bin schnell mal bewegt und bin mir dabei der Mechanismen, die da wirken können meist auch bewusst. Aber jeden Kitschknopf zu drücken (und mir damit ein Tränchen aus den Augen) ist keine hohe Schreib- und Inszenierungskunst. Wenn das schon immer so bei Doctor Who gewesen wäre, hätte ich mich nie für die Serie begeistern können!
Emotional bewegt zu sein von einer Handlung oder Charakteren schließt für mich Kitsch aus. Kitsch ist eine Übertreibung von Gefühl, also etwas, was nicht authentisch ist.
Leider neigt RTD total zum Kitsch, in seiner ersten Zeit schon. Da ist Moffat deutlich besser. Aber bei "Joy" war es schon sehr viel Kitsch am Schluss, oder? Und emotionale Szenen immer noch mit einem weinenden Protagonisten zu unterstützen ist aktuell eine Masche, die bei mir leider überhaupt nicht zündet. Das macht in seiner Regelmäßigkeit leider alle Emotionalität kaputt (für mich).
Für mich ist der Unterhaltungswert auch immer sehr wichtig. Natürlich ist dies aber ein ziemlich subjektiver Aspekt. Beispielsweise fühlte ich mich bei der Chibnall-Ära eigentlich immer ziemlich gut unterhalten, was dazu beiträgt das ich die Folgen insgesamt positiv bewertet habe.
Nun gut, das kann ich so von dieser Ära nicht sagen. Da war schon auch viel Langeweile dabei und Doctor aber vor allem die Companions fand ich wenig mitreißend. Aber die Geschichten waren (meist) solide geschrieben und ich fühlte mich nicht verarscht, wie jetzt oft.
Leider neigt RTD total zum Kitsch, in seiner ersten Zeit schon. Da ist Moffat deutlich besser. Aber bei "Joy" war es schon sehr viel Kitsch am Schluss, oder? Und emotionale Bewegung immer noch mit einem weinenden Protagonisten zu unterstützen ist aktuell eine Masche, die bei mir leider überhaupt nicht zündet. Das macht in seiner Regelmäßigkeit leider alle Emotionalität kaputt (für mich).
RTD schafft es schon mich emotional zu berühren, aber ja, er hat tatsächlich die Tendenz zu übertreiben. Seine Serien „Years & Years“ und „It’s a Sin“ haben mich emotional sowas von berührt, er hat also das Talent. Und auch bei Doctor Who scheint es immer wieder durch, nur scheint er hier ein wenig die „Anything goes“ Mentalität zu frönen. Subtilität? Das bekommt doch ein Familienpublikum nicht mit! Zumindest scheint er das zu glauben…
Aber grundsätzlich habe ich lieber so jemanden im Chefsessel als einen drögen Chibnall. Und RTD traue ich auch zu, dass er in Staffel 3 eine komplette Richtungsänderung anstrebt, wenn er merkt, dass die ersten beiden Staffeln insgesamt nicht so supertoll ankamen.
Ach so, Moffat schafft es glaubhafte Charaktere zu schreiben, wo wir uns emotional involviert fühlen. Aber im Kitsch ist auch er Meister!
Zum Überanalysieren neigt das Who-Fandom sowieso. (Da schließe ich mich auch nicht selbst aus, meine Postings sind ja auch nicht anders, muaha.) War mir aber auch schon immer irgendwie so aufgefallen. Ich habe ja schon so einige Fandoms und Communities hinter mir, und in denen wurden auch die Folgen und Filme auseinandergepflückt. Das allerdings auf eine andere Art und Weise. Dort wurden eher Dinge wie Charakter-Arcs und Worldbuilding genauer angeguckt. Aber Doctor Who war schon immer ein etwas spezieller Fall gewesen, warum auch immer. Da steckt etwas in der Serie das gewisse Hirnbereiche in gewissen Leuten anzusprechen scheint, und zwar die die irgendwie auf Strukturen und Technik und wasweißichwas abfahren und (nicht selten) in kreativen Feldern arbeiten oder zumindest hobbymässig in ihnen unterwegs sind.
Ist zwar nur ein Beispiel und ein Vergleich von vielen, aber die Trekkies gehen in die Wissenschaft und werden Astronauten - und die Whovians gehen in die Filmbranche und schreiben für die Serie. So grob umrissen. Kein Wunder dass die dann so ein Hickhack um die Drehbücher machen. ![]()
Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr dran erinnern um welche Trek-Folge es spezifisch ging und wahrscheinlich forme ich auch mehrere zu einer einzigen zusammen: Aber ich weiß noch wie ich es befremdlich fand wie sich in einem Thread auf irgendeinem Board tausend Trekkies darauf stürzten wie irgendein Raumschiff auf irgendeiner Station doch eigentlich nicht genügend Platz in irgendeinem Hangar haben dürfte, während ich mir über die Charakterzeichnung einer Figur ein Loch in den Bauch gefreut hatte, aber kein Schwein außer mir hatte darüber geredet. ![]()
Obwohl mir das Christmas Special gut gefallen hat,
liegt es in meinem persönlichen Ranking für die vergangene Woche doch nur auf dem letzten Platz. Allerdings liegt das an der harten Konkurrenz. Da lief bei der BBC der neue Wallace und Gromit. Dann gab es eine gelungene Neuverfilmung der Fünf Freunde mit drei Teilen und es war der Sternwanderer zu sehen. Sorry, auch in der soundsovielten Wiederholung und auch wenn ich Joy durchaus mag, aber Yvaine konnte als Stern wesentlich besser glänzen.
Auch die Filmreihe von Jacques Demy bei Arte hatte für mich einiges zu bieten. Gerade da fühlte ich mich auch sehr an Doctor Who erinnert. Die "Regenschirme von Cherbourg" waren eine der Vorlagen aus den Swinging Sixties für den "Twist at the End".
Du unterschätzt diese Sache erheblich. Das Timing der Serie überchneidet sich derart oft, dass jeder Doctor sich auf der Erde immer wieder in der Situation befindet, dass er irgendwelche Invasionen, die gerade stattfinden, ignorieren muss, weil zukünftige Inkarnationen von ihm sich darum kümmern. Da er Zeitlinien wahrnehmen kann, ist das für ihn kein Problem, er spürt einfach, ob er für etws "zuständig" ist.
Radioactive Man
Häh? Wie soll er etwas ignorieren, worum sich eine zukünftige Version von ihm kümmert? Seit wann kann er die Zukunft vorhersehen? Ignorieren kann er nur das, was seine vergangenenen Ichs geklärt haben.
das sind die Widersprüche, in die die Serie sich hineingeschrieben hat. Zum Beispiel, der Doctor in der Inkarnation A bekämpft zu einem bestimmten Zeitpunkt die Invasion B. Später gefällt es einem Autoren die inzwischen erreichte Inkarnation C des Doctors zu genau diesem Zeitpunkt zurückzuschicken, wo er dann Invasion D abwehren muss. Obwohl jedesmal die Vernichtung der gesamten Erde auf dem Spiel steht, befindet sich Doctor A in der Situation, dass er Invasion D ignorieren muss, obwohl solche Invasionen häufig - außer für Donna - unübersehbar ablaufen. Wenn es sich um einen besonders attraktiven Zeitpunkt der Menschheitsgeschichte handelt, dann werden solche Überschneidungen umso häufiger auftreten.
Der Doctor muss also ein Gespür dafür haben, zu entscheiden, für welche der gleichzeitig stattfindenden Invasionen er zuständig ist und was er von den jeweils anderen Invasionen aus seinem Gedächtnis verdrängen muss, damit sein zukünftiges Ich durch das Vorwissen nicht belastet wird.
Man kann vieles davon auch durch parallele Universen und alternative Zeitlinien erklären, aber sowas ist immer umstritten.
Interessant ist auch die Frage, wie das Hotel das gelöst hat. Ich hatte hier bereits das Beispiel mit der Ermordung von Julius Caesar genannt. Das wird über alle Zeitepachen hinweg immer wieder Gäste des Hotels interessieren. Wie kriegt man es hin, dass die alle dem magischen Moment beiwohnen können, ohne sich gegenseitig auf die Füße zu treten?
Radioactive Man
Beim Time Hotel hast du auf jeden Fall einen Punkt. Ist eben nicht zuende durchdacht, wenn zich Leute die Ermordung Cäsars sehen wollen, wohin die anderen Gäste dann verschwinden. Ich stell mir das wie eine Theaterloge vor, die ist dann beim nächsten Besuch dieser Zeitzone eben wieder leer. Ist aber schon ziemlich holprig...
Welche besonders beliebten Zeitzonen innerhalb der Serie meinst du denn? Mir fällt auf Anhieb keine Situation ein, die parallel stattfand und zwei unterschiedliche Doctor-Inkarnationen wären zeitgleich dabei. Schwieriger wird es, wenn man andere Medien dazu nimmt. Bei der Entstehung von Mary Shelleys Frankenstein waren inzwischen drei Inkarnationen dabei (Audio, Comic, TV), und jedes mal war es eine komplett andere Grundsituation. Das lässt sich dann wirklich nur mit dem Zeitkrieg, dem BigBang 2 oder einem Multiversum erklären. (oder Autoren, die nicht in der Who-Historie recherchieren) ..
Der Code aus dem Nichts. Wie Radioactive Man schon geschrieben hat (sinngemäß): In einem Jahr und mit Zeitmaschine hätte der Doctor den Code auch wirklich finden oder entschlüsseln können.
Er hatte in dem Jahr aber keinen Zugriff auf seine TARDIS, die stand im Hotel. Er musste den Code also errechnen, was ihm bei seinem IQ durchaus zuzutrauen wäre. Aber genau hier versagt der Autor, indem er den Code zu einem MacGuffin ohne Erklärung macht. Ein einziger Satz wie "Ich konnte ihn durch die und die Hinweise errechnen" oder "Ich habe den Blafasel geschlumpft" oder "Da lag eines Tages dieser Zettel auf meinem Tisch" hätte gereicht. Aber nein, es musste ja eine Schleife ohne Sinn sein.
Wenn etwas überhaupt keinen Sinn macht und ich zu erkennen meine, dass der Autor sich überhaupt keine Mühe gemacht hat, irgendwas zu erklären, dann sinkt für mich automatisch der Unterhaltungswert.
Genau das ist auch meine Einstellung, wenn ich Filme oder Serien anschaue. Mir ist im Grunde genommen egal, wie abgedreht eine SciFi oder Space Opera ist, sie muss nur in sich schlüssig sein. Dinge, die nur des Effektes wegen auftauchen, und Dinge, die mal funktionieren und ein paar Folgen später völlig vergessen zu sein scheinen, und die sonst keinen Sinn ergeben, verderben die Lust am Anschauen. (Siehe z.B. diesen unsäglichen Sporen-Antrieb bei Star Trek Discovery.)
Ist eben nicht zuende durchdacht, wenn zich Leute die Ermordung Cäsars sehen wollen, wohin die anderen Gäste dann verschwinden.
Und wie groß erst das Gedränge auf dem Himalaya würde! Dass Gäste nicht unbemerkt in der jeweilige Zeitzone dem jeweiligen Ereignis beiwohnen können, hat diese Szene deutlich gezeigt. Den Bergsteigern (wer sollte das eigentlich sein?) wäre es sogar aufgefallen, wenn plötzlich nur ein einziger Sherpa mehr im Lager wäre, der zuvor nicht da war.
Kurzum: dieses gesamte Zeit-Hotel ergibt nicht wirklich einen Sinn, außer für den Koffers den Transport in die Vergangenheit zu gewährleisten. Doch dazu hätte es auch andere Möglichkeiten gegeben, z.B. als blinder Passagier in der TARDIS oder ein geklauter Vortex-Manipulator.
Zwei Fragen habe ich außerdem noch zu der ganzen Veranstaltung:
1. Was sollte sich eigentlich hinter dieser schiefen blauen Tür bei Minute 9 verbergen? Ich habe sie beim ersten Erblicken doch glatt für die TARDIS im Flug gehalten, habe aber nicht verstanden, welchen Begriff die beiden nennen.
2. Wieso war das Zimmer von Joy im Jahre 2024 für Besucher aus dem Jahre 4000+ interessant? Was war für die Besucher in diesem Jahr interessant genug, um es zu besuchen?
Die schiefe Tür ging nach Pisa (ein dümmlicher Gag!).
Was die Tür ins Sandringham-Hotel betrifft: die gleiche Frage kann man bei dem Rentnerehepaar zu Beginn fragen: wer will in ein Hotel nach Manchester, als die Stadt 1940 zerbombt wird? Und überhaupt die Erklärung mit den verschlossenen Türen in Hotels! Was war das für ein Hotel in der Kreidezeit? Oder auf dem Mount Everest? Oder im schiefen Turm?
Und noch ein Fehler ist mir aufgefallen: Hieß es nicht, alle Zimmer würden zu Weihnachtsfesten führen? Die Erklimmung des Monut Everest fand im Mai statt ...
In einem Interview scherzten RTD und Moffat übrigens wegen eines SpinOffs mit dem Time Hotel ...
Du wolltest ein Beispiel haben. Gerade neulich erst hat der Gatwa-Doctor in "Devil's Chord" darauf hingewiesen, dass er gleichzeitig auch drüben auf der anderen Seite von London lebt. Das bedeutet, dass der Hartnell-Doctor ebenso miterlebt hat, wie die Musik von John Smith & The Common Men auf einmal grottenschlecht wurde. Und als als sich alles wieder normalisiert hat und die Zeit dabei etwas zu weit in die Gegenrichtung gependelt ist, wird auch er mit Susan den Twist getanzt haben. Und irgendwie muss er dann die Erinnerung daran verdrängt haben.
Das mit dem Hotel lässt sich viel einfacher lösen. Da wird es sicherlich eine Möglichkeit geben, individuelle Zeitnischen in der Art eines pocket universe einzurichten. Je nachdem, wieviel ich bezahle, kann ich dann von der privaten Loge oder vom Stehplatz in der Außenkurve aus der Ermordung Caesars beiwohnen.
Christmas everywhere all at once war eine Sonderaktion des Hotels zusätzlich zu den regulären Angeboten. Der Doctor hat den Sonic Screwdriver benutzt und gelangte damit auch durch die Türen, die zu einem anderen Datum führen.
Radioactive Man
Ja, "Devil's Chord" fiel mir dann auch ein - macht die Episode aber noch schlechter, als sie ohnehin ist. Hier könnte man sich das mit dem Nichhteingreifen nur schön erklären, dass der Erste Doctor einfach nicht auffallen wollte, während er und Susan auf der Erde lebten. Wackelt aber total, weil es nicht zu seiner Grundersönlichkeit passt, aber der Elfte Doctor weigerte sich im viktorianischen London ja auch eine Zeit lang, einzugreifen...
Das mit dem Time Hotel ist mir ehrlich gesagt ziemlich schnuppe! Irgendeine Erklärung kann man sich immer ausdenken - das ist ja in der gesamten letzten Staffel das Motto gewesen. Und ich glaube eigentlich nicht, dass wir jemals wieder von dem Hotel innerhalb der Serie hören werden. Von anderen Handlungsorten, die in Weihnachstfolgen eine Rolle spielten, hat man auch nie wieder was gehört...
Gerade neulich erst hat der Gatwa-Doctor in "Devil's Chord" darauf hingewiesen, dass er gleichzeitig auch drüben auf der anderen Seite von London lebt. Das bedeutet, dass der Hartnell-Doctor ebenso miterlebt hat, wie die Musik von John Smith & The Common Men auf einmal grottenschlecht wurde.
Es gibt gefühlt mindestens 100 Besuche des Doktors in England zwischen 1900 und 2000. Fast jede seiner Inkarnationen hat diesen Zeitabschnitt einmal besucht, viele sogar mehrfach. Es gab für ihn keine Chance, NICHT zu bemerken, dass musikalisch etwas überhaupt nicht stimmt.
Der Doctor hat den Sonic Screwdriver benutzt und gelangte damit auch durch die Türen, die zu einem anderen Datum führen.
Ja, das ist in der Tat eine plausible Erklärung.
wer will in ein Hotel nach Manchester, als die Stadt 1940 zerbombt wird?
Adrenalinjunkies!
Die schiefe Tür ging nach Pisa (ein dümmlicher Gag!).
Danke!
Mir ist noch aufgefallen, dass es total überflüssig war, dass der Doktor auf den Zug geklettert ist, um das Seil zu werfen. Er hätte den Anker einfach nur aus der Tür auf die Gleise fallen lassen müssen. Warum wertvolle Zeit mit Klettern verschwenden?
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