2x01 - Die Revolution der Roboter (The Robot Revolution)

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    10. 1 - Unguckbar (1) 3%

    Schreibt eure Meinung zu: 2x01 - The Robot Revolution, der ersten Episoden der 2ten Staffel von Modern Doctor Who.

    Inhalt findest du im Guide:

    Doctor Who _ Next Time… The Robot Revolution.mp4

  • Okay, RTD wollte ne neue Doctor Who Episode schreiben und hat stattdessen ein astreines Sarah Jane Adventures Skript abgeliefert, mit einer Priese Dalek Invasion of Earth.
    War ok, mehr aber auch nicht.
    Ich mochte Belinda und ihre Interaktionen mit dem Doktor, das ist ein Pluspunkt. Die Story war hanebüchen und größtenteils uninteressant. Diente jetzt wohl auch eher nur dazu um das Mysterium um Belinda zu starten.
    Es sah auch (mal wieder) sehr billig aus. Den großen Budget Sprung zu früher sehe ich auch hier mal wieder nicht.
    Aber zumindest war es nicht so grottenschlecht und peinlich wie die Space Babies letztes Jahr.
    Solide 5/10.

  • Ja, die übliche Träne des Doctors musste mal wieder sein.
    Ansonsten, ja nett, ein bisschen verwirrend wegen der Zeitlinie, aber auch das ist nichts neues, nicht drüber nachdenken, ein Motto, das es bei Doctor Who in letzter Zeit häufiger gibt.

    Gut Unterhaltend und wie André schon schreib, um Welten besser als Space Babies vom letzten Jahr. Ein Problem mit den Special Effects hatte ich jedoch nicht, ist natürlich kein Star Wars, sondern eben Doctor Who, da will man (zumindest ich) keine High-End Hollywood Effekte.

    Das Mysterium dieser Staffel catcht mich allerdings schon.

  • Habe die Folge noch nicht gesehen, aber in dem Trailer erinnern mich dieser großen roten Roboter an den, aus dem der Doktor Nadals Kopf herausoperieren musste. Bestimmt nur Zufall...

  • Die Handlung war in Ordnung, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen. Normalerweise bin ich ja ein Fan von timey-wimey Geschichten, aber dieses Mal ist der Funk nicht richtig übergesprungen. Auch dass es keine Erklärung dafür gab, wie das Zertifikat in die Vergangenheit kam, fand ich schade. Gleichzeitig war alles gut aufgebaut, jeder wichtige Plottwist wurde vorbereitet. Die Charaktere haben mir gefallen, auch wenn ich es nervig fand, dass der Doctor mal wieder weinen musste. Die Chemie von Ncuti Gatwa und Varada Sethu ist auf jeden Fall da und überzeugt mich mehr als die von ihm und Millie Gibson. Auch die Charakterisierung von Belinda hat mir gefallen sowie die Vorbereitung auf den Staffel-Ark, besonders mit der angedeuteten Zerstörung der Erde. Auch Regie und Musik waren in Ordnung.


    Was mir allerdings nicht zugesagt hat, war die Optik der Folge. Ich saß anfangs sehr ungläubig da, weil das alles so lächerlich wirkte, als wolle man mit Absicht Sci-Fi Filme der 1950er Jahre parodieren und nachahmen, nur wirkt diese Optik eben lächerlich. Als der Twist mit Alan kam, dachte ich erst, er wäre dafür verantwortlich, aber die Technik war ja wohl bereits so, lange bevor er auf Missbelindachandra 1 angekommen war. Oh, und wo ich bei Alan bin: Tolle Message, finde die Absage an Incels auch nicht schlecht, aber es spielt in der Folge keine Rolle. Es wirkt eher so, als hätte man noch unbedingt eine moralische Botschaft einbauen wollen, nachdem RTD feststellte, dass er keine in die Handlung der Folge eingebaut hat.


    FAZIT: Handlung ist 08/15, handwerklich ist eigentlich fast alles in Ordnung und gut, der Doctor und Belinda machen Spaß, da würde ich tatsächlich ein "überdurchschnittlich" vergeben, wenn die Optik nicht wäre. Die reißt das alles fast schon auf ein "unterdurchschnittlich" herunter, aber am Ende ist es doch ein "durchschnittlich". Mehr ist leider nicht drin, aber es ist auf jeden Fall eine Verbesserung im Vergleich zum letzten Staffelauftakt sowie zum Staffelfinale.

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  • Für mich sogar etwas mehr als nur "in Ordnung",
    wenn auch nicht viel. Ein Drehbuch, das in sich derart schlüssig ist, haben wir allzu oft nicht bekommen. Es wurden gute Erinnerungen an "Empty Planet" von den Sarah Jane Adventures geweckt. Die Roboter, die die Namensstifterin ihres Planeten entführen, gab es in ähnlicher Form in "Girl in the Fireplace" und Cyborg-Alan, der sich hinter der Fassade des AI Generators verbarg hatte eine Prise vom "Wizard of Oz". Dass es Alan war, war absehbar.

    Roboter, die jedes neunte Wort nicht hören? Sollte damit eine Absurditätsquote erfüllt werden? Eine sinnvolle Erklärung dafür habe ich zumindest nicht mitbekommen. War total durchgeklnallt, wirkte aber immerhin lustig.

    Die Moffat-Loop gab es diesmal über Kreuz. Belinda wird auf den Planeten entführt und nennt den Robotern dabei den Namen von Alan. Darauf wird Alan ebenfalls zu dem Planeten geholt, landet dort aber 10 Jahre vorher, wird zum Anführer der Roboter und bringt sie dazu Belinda zu entführen. Timey-Wimey.

    Das Zertifikat, Mario, braucht keine Erklärung, wie es in die Vergangenheit kam, denn dort ist dessen Ursprung. Das Zertifikat wurde 2008 von Alan bei einem Unternehmen, wo man Sternnamen kaufen kann, erworben und Belinda geschenkt. Bei der Entführung von Belinda wurde es von den Robotern mitgenommen und ihr ausgehändigt.

    Belinda benutzt dann ihre Version des Zertifikats um damit die andere Instanz dieses Zertifikat zu berühren und damit durch den Blinovitch Limitation Effekt (erstmals wieder seit "The Big Bang") Cyborg-Alan auszulöschen. Die Version des Zertifikats von Belinda übersteht die Prozedur, wird wieder mit zurück zur Erde genommen, sofern Doctor und Belinda im Finale dort zur gewünschten Zeit ankommen. Dort gelangt es in den Besitz von Alan, der es mitnimmt, als die Roboter ihn zu dem Planeten abholen. Timey-Wimey.

    Und dann gab es den Hauch von Disney mit dem Reinigungsroboter, der immerhin nicht ganz so aufdringlich war, wie die Plüsch-Wuzzies in einschlägigen Filmen. So ein Ding, das den Boden vor meinen Füßen poliert, wünsch ich mir auch.

    Und einen Stern benennen lassen, wie teuer ist das eigentlich? Den Ex-Planeten in Plutonium umzutaufen, könnte ich mir sicherlich nicht leisten, aber für einen Stella Nuklearis müsste es reichen.

    Die Frage nach der Nachbarin war hoffentlich rhetorisch gemeint. Reden dürfen wir jedenfalls nicht darüber, denn wir haben sie nicht gesehen!

    Radioactive Man

  • Die Staffelauftakte RTDs waren ja immer schon eine seiner Schwachstellen. Smith & Jones ist wohl noch der beste und bietet dennoch zwischen Nashörnern, Strohhalmvampir und dem MRT des Todes viele kritikwürdige Albernheiten. In diesem Kontext kommt die Folge ganz gut weg.

    Hauptktitikpunkt ist für mich das Pacing und die tonale Wankelmütigkeit (einschließlich erneutem Geheule für Gatwa). Das ganze Endprodukt wirkt auf mich nicht rund, als ob man den ersten Entwurf direkt verfilmt oder eine doppelt so lange Folge im Schnitt auf normale Länge gekürzt hätte. Auch die deutsche Synchro wirkt irgendwie...zusammengestückelt und unnatürlich.

    Belinda gefällt mir bislang gut und den tatsächlichen Plot finde ich nett. Nicht wahnsinnig toll, auch nicht mit furchtbar viel Potential, aber an sich für eine einzelne Einführungsfolge gut. Moffat hätte es wahrscheinlich besser hinbekommen. Den Vergleich mit SJA, auch aufgrund der Designs (die mir persönlich gefallen haben), kann ich nachvollziehen. Das Staffelmysterium finde ich gut eingeführt, allerdings war es das letzte Staffel auch und endete in Grütze.

    Insgesamt bin ich irgendwo bei einer "guten" 5-6/10. Stimmiger umgesetzt hätte das ne 7-7,5 oder so werden können, aber so war es mur wie gesagt viel zu holprig.Vielleicht wirkt die Folge im O-Ton ja auch besser, werd ich die Tage mal ausprobieren.

    Injustice is the rule, but I want justice. Suffering is the rule, but I want to end it. Despair accords with reality, but I insist on hope. I don't accept it because it is unacceptable. I say no.

    - der achte Doctor, Camera Obscura

  • Offene Fragen?
    Da ist zunächst einmal Mrs Flood als Nachbarin von Belinda. Da Mrs Flood ebenso Nachbarin von Ruby ist, ist damit Belinda eine Nachbarin von Ruby? Nicht zwangsläufig, da hinter Mrs Flood ja noch irgendein größeres Geheimnis steckt und sie sicherlich an den Orten auftauchen kann, die sie für bedeutsam hält. Allerdings wäre es eine perfide Tücke des Plots, wenn sich Ruby als Besitzerin der bedauernswerten Katze herausstellen würde.

    Das Zertifikat ist nebensächlich. Das Original von Belinda wird vom Doctor am Ende der Episode in der Tardis mitgenommen. Von dort kann es nach Abschluss der Staffel auf beliebige Weise über Alan oder direkt an die Roboter gelangen, damit die es 5000 Jahre in ihre Vergangenheit bringen, damit daraus die Grundlage ihrer Zivilisation entstehen kann.

    Wichtig für den Story Arc dürfte dagegen sein, dass irgendjemand dem Doctor den Namen von Belinda genannt hat und ihn auf sie aufmerksam machte. So ähnlich wie einst bei Missy und Clara.

    Einfacher erscheint es möglicherweise, warum Belinda den Begriff Tardis kannte, obwohl er vorher nicht erwähnt worden war. Als sie dem Blinovitch Limitation Effekt ausgesetzt war, hatte sie Visionen ihrer Zeitlinie durchlebt. Bei der Gelegenheit kann sie dieses Wissen erworben haben. Aber möglicherweise steckt noch mehr dahinter. Der Story Arc kann hinter jedem ungewöhnlichen Detail lauern.

    Und hinter dem Story Arc lauert Moffat. Der 24. Mai entspricht dem 26. Juni. Die Zeitfrakturen entsprechen den Cracks. Das können wir mit Gelassenheit auf uns zukommen lassen.

    Radioactive Man

  • Da ich nichts erwartet hatte, war die Folge tatsächlich für mich eine positive Überraschung. Die hatte ja tatsächlich mal eine stringente Handlung, so richtig mit "Was in Kapitel 4 eine Rolle spielt, wurde in Kapitel 2 schon mal erwähnt. Und was in Kapitel 1 gesagt wurde, ist in Kapitel 5 nicht vergessen." Sogar alles recht schlüssig, trotz Eisprung...äh Zeitsprung-Schabernack. Bei dem Käse, den RTD letztes Jahr teilweise verzapft hat, traut man ihm das ja gar nicht mehr zu. Und ja, wer den Zauberer von Oz oder diverse Futurama-Folgen gesehen hat, wird nach 10 Minuten schon geahnt haben, dass im sprechenden Robokopf mit den Leuchteaugen sicherlich der Nerd vom Anfang hockt. Aber lieber solide Enthüllungskost, als narrative Taschenspielertricks - siehe letztes Staffelfinale. Mich hat im übrigen auch das 50er Jahre Comic Design gar nicht mal so gestört. Es wirkte halt nur an dem Punkt unpassend, als sich in die kinderfreundliche Optik diverse plastische Sterbeszenen mischten. Aber gut, irgendwie gehören solche tonalen Brüche ja auch mit zu Doctor Who. Ich wurde gut unterhalten; und Belinda hat mich vielleicht sogar jetzt schon mehr abgeholt als Ruby. Na schauen wir mal. 7/10.

  • Das Zertifikat, Mario, braucht keine Erklärung, wie es in die Vergangenheit kam, denn dort ist dessen Ursprung. Das Zertifikat wurde 2008 von Alan bei einem Unternehmen, wo man Sternnamen kaufen kann, erworben und Belinda geschenkt. Bei der Entführung von Belinda wurde es von den Robotern mitgenommen und ihr ausgehändigt.

    Belinda benutzt dann ihre Version des Zertifikats um damit die andere Instanz dieses Zertifikat zu berühren und damit durch den Blinovitch Limitation Effekt (erstmals wieder seit "The Big Bang") Cyborg-Alan auszulöschen. Die Version des Zertifikats von Belinda übersteht die Prozedur, wird wieder mit zurück zur Erde genommen, sofern Doctor und Belinda im Finale dort zur gewünschten Zeit ankommen. Dort gelangt es in den Besitz von Alan, der es mitnimmt, als die Roboter ihn zu dem Planeten abholen. Timey-Wimey.

    Es gab drei Varianten des Zertifikates: Eine im Besitz von Belinda, eine im Besitz von Alan und eine, die vor 5000 Jahren auf dem Planeten gefunden wurde. Und es war das Mysterium darum, wie letztere existieren kann, welches der Doctor am Ende noch lösen wollte, was Belinda allerdings untersagt hatte.

    Einfacher erscheint es möglicherweise, warum Belinda den Begriff Tardis kannte, obwohl er vorher nicht erwähnt worden war. Als sie dem Blinovitch Limitation Effekt ausgesetzt war, hatte sie Visionen ihrer Zeitlinie durchlebt. Bei der Gelegenheit kann sie dieses Wissen erworben haben. Aber möglicherweise steckt noch mehr dahinter. Der Story Arc kann hinter jedem ungewöhnlichen Detail lauern.

    Ich habe da eine noch wesentlich einfachere Lösung: Der Doctor hat den Namen off-screen verwendet.

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  • Hat mich mit einem leichten "Hä?" zurückgelassen. Wie immer in diesen ganzen Ncuti-Folgen geht alles viel zu schnell und hastig - und alles fühlt sich seltsam glitschig an. So richtig Fleisch ist auf den Knochen nie, und manchmal fühlt es sich an als ob Szenen einfach übersprungen wurden. Besonders die die mit Charakter- und Storyentwicklungen zu tun haben. So als ob es völlig ausreicht mit den Tropes bekannt zu sein, so dass man sich den Rest der Abläufe selbst ausmalen kann, denn man kennt ja schließlich ähnliche Situationen aus anderen Filmen und Serien, ne??? Tjoah, aber auf mich hat es den Effekt dass jenseits der Fassade nichts hängenbleibt. Alles flutscht zackzack durch und ich fühle nichts. Die Staffeln sind rigoros kürzer und bieten wenig Zwischenräume für Zwischenspiele - und deswegen müssen sich die Folgen dann auch wie ein Highlight-Reel anfühlen? Oder so?


    Belinda hat z. B. auch praktisch keinen Charakter. Wer ist sie, was will sie, wovon träumt sie? Von ihrem Zuhause, offenbar? Aber... TUN WIR DAS NICH' ALLE?? Verada füllt das Nichts zwar immerhin recht schick und ist sympathisch und hat mit Ncuti eine tolle Chemie - aber jenseits davon tut sich da noch nicht sehr viel. Mal schauen.


    Alle scheinen bei den Robotern und der Optik ja so ihre eigenen Assoziationen zu haben. Ich persönlich musste ja immer Dr Eggman und seine Brigade denken. Und, ah mei, die Effekte fand ich echt VÖLLIG OKAY. Gut, ich habe die Folge auch nur auf meinem Smartphone im Zug gesehen, aber in dem kleinen Bildformat sind mir schon ganz andere Grauen aufgefallen. Aber sieht alles wirklich billiger und genauso unteuer wie sonst aus? Ach, hm, mmnjain. Ein paar zusätzliche Optik-Prozente kann man da im Vergleich zum Zeitalter der puren BBC-Finanzierung schon drauflegen, finde ich. Die Masse der SFX-Shots ist schon DEUTLICH hochgeschraubt. Und man darf halt auch nicht vergessen dass bei den Briten die Inflation zeitweise derart hoch war dass viele Projekte gar nicht gedreht werden konnten und "Doctor Who" dank der Geldspritze eine der wenigen Produktionen waren die im Land überhaupt am Laufen gehalten werden konnte.


    Aber nun ja, was soll ich weiter noch zur Folge an sich sagen? Die Dialoge sind teils grausig - und grausig plakativ, und inhaltlich fehlt mir der doppelte Boden. Alles sehr oberflächlich, leider leider. Oberflächlich unterhaltsam, immerhin. Aber das bedeutet auch dass es nicht viel zum Kauen gibt. In jener Hinsicht ist es sehr altbacken. RTD macht hier StreamingContentFernsehen für die 2010er, während die Welt schon längst weitergezogen ist. Keine Ahnung ob das Erzeugnis irgendeinen Gelegenheitszuschauer juckt, geschweige denn irgendwelche neuen Fans generiert. Egal wie sympathisch Ncuti und Millie und Verada in ihren Rollen sind - ich befürchte solche simplen Vibes sind in der Medienlandschaft zu wenig um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Erst recht dauerhafte.

  • Ja, die übliche Träne des Doctors musste mal wieder sein.


    Zumindest waren die Tränen hier nachvollziehbar. Eine Freundin, mit der er 6 Monate verbracht hatte, ist gestorben.

    Das die Tränen nachvollziehbar waren, war in Season 1 meist nicht der Fall.

  • Mario,
    wie kommst Du darauf, dass es drei Varianten von dem Zertifikat gegeben hat? Es waren nur zwei. Einmal das Original bei Belinda, dann die spätere Version davon bei Alan. Und die Version von Alan hatte sich bereits seits 5000 Jahren auf dem Planeten befunden, wie der Doctor durch Altersbestimmung feststellen konnte.

    Die Instanz des Zertifikats von Alan wird vernichtet, das Original von Belinda wird am Ende der Episode in der Tardis mitgenommen und muss noch irgendwann die 5000 Jahre in die Vergangenheit des Planeten gelangen.

    Mein Szenario dafür sah ungefähr so aus. Belinda schreibt ein paar Zeilen, dass sie das Zertifikat nicht haben will und deshalb an Alan zurückschickt. Der Doctor sendet das dann per Post an Alan, unmittelbar bevor der von den Robotern zu dem Planeten gebracht wird. Unterwegs kommt das Raumschiff dann durch die Zeitfraktur, dabei wird Alan 10 Jahre in die Vergangenheit versetzt, das Zertifikat 5000 Jahre.

    Da alternativ dazu das Zertifikat auch vom Doctor direkt 5000 Jahre in die Vergangenheit des Planeten gebracht werden könnte, ist auch zunächst nicht ersichtlich, worin da irgendein Problem bestehen soll.

    Aber da gibt es einen Passus im Kleingedruckten. Das Drehbuch hat sich darauf festgelegt, dass das Zertifikat über die Zeitfraktur die 5000 Jahre in die Vergangenheit gelangen soll. Außerdem will Belinda vorher nach Hause gebracht werden.

    Falls es dem Doctor jedoch gelingt, sie am 24. Mai abzuliefern, dann wird er dort unvermeidlich die Ursache für die Zeitfrakturen beseitigen und dann kann das Zertifikat nicht mehr auf die vorherbestimmte Weise in die Vergangenheit gelangen. Das Zertifikat löst damit ein Paradoxon aus, das die Realität zerreißen wird - und als Nebeneffekt außerhalb der Anomalie die Zeitfrakturen erst erzeugt.

    Der Fahrplan ins Finale ist damit vorgezeichnet.

    Radioactive Man

    Pascal, wir sollten auch nicht vergessen, dass außerdem noch viele andere Leute gestorben sind, gemessen daran wurde in der Episode viel zu schnell darüber hinweggegangen.

  • Zumindest waren die Tränen hier nachvollziehbar. Eine Freundin, mit der er 6 Monate verbracht hatte, ist gestorben.

    Jain. Logisch nachvollziehbar ja. Damit der Zuschauer das emotional nachvollziehen kann hat mir (mindestens) eine kurze Flashbackszene mit den beiden gefehlt. Man versucht hier eine Art Lynda aus Parting of the Ways im Schnelldurchlauf nachzubauen, lässt aber fast alles vor dem eigentlichen Tod weg. Eine kurze Szene des Kennenlernens (nur 2-3 Sätze, 20 Sekunden oder so) wo sie sich vielleicht noch nicht riechen können, dann das kurze Gespräch im Feuergefecht wo sie kurz davor steht der nächste Companion zu sein, dann der Tod und es wäre glaubwürdiger gewesen, dass da eine Beziehung besteht. So ist sie eine Prop, keine Figur. Da war der Tod der Katze noch dramatischer.

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    - der achte Doctor, Camera Obscura

  • Nett. Aber auch nicht mehr. Und wieder eine Menge Logik- bzw Plot-Löcher. Das Belinda den Begriff TARDIS kennt, ist m.M.n. nur das Kleinster dieser Löcher.

    Mrs Flood ist wahrscheinlich der master.


    Nein, das ist sie nicht, denn dann hätte sie (bzw er) die TARDIS des Doktors sofort wiedererkannt, als er sie vor Rubys Wohnung parkte.

    Aber dieser Charakter nervt allmählich. Sie durchbricht viel zu heftig und offen die vierte Wand, und sie scheint jetzt neuerdings stets die Nachbarin von des Doktors neuen Begleiter(innen) zu sein. Nach den wenigen Bildern der Straße zu urteilen, wohnen Ruby und Belinda nicht in der selben Straße und Mrs. Flood zwischen ihnen. Sie weiß, was eine TARDIS ist, aber sie kennt nicht die TARDIS des Doktors.


    Was also soll diese Frau darstellen? Ich würde darauf wetten, dass nicht mal RTD weiß, was er mit dem Charakter noch vorhat, es aber einfach "lustig" findet, sie einzubauen, damit die dummen Fans sich darüber den Kopf zerbrechen. :cursing:

  • Mädchen sind nicht gut in Mathe,
    das ist ein Vorurteil. Produzenten von Science Fiction haben keine Ahnung von Astronomie, das ist eine immer wieder bestätigte Tatsache.

    Dabei fängt es noch relativ solide an. Der Stern ist realistische 677 Lichtjahre entfernt. Er befindet sich im Sternbild Orion und die angegebenen Daten für Rektaszension und Deklination passen dazu. Das Zertifikat wurde am 5. April 2008 ausgestellt und der Orion ist im April und Mai noch kurz nach Sonnenuntergang am westlichen Abendhimmel zu sehen.

    Da fängt es dann allerdings an. Der Begriff "sehen" ist heuzutage nur noch bedingt anwendbar. Zu sehen sind in einer Großstadt wie London allenfalls noch die hellen Hauptsterne des Orion und rechts davon der Aldebaran im Stier. Da müsste Alan seine Freundin Belinda schon mit ins Royal Greenwich Observatory nehmen, um ihr "ihren" Stern zu zeigen.

    In ländlichen Gebieten könnte man ein paar Sterne mehr sehen, vielleicht sogar den Missbelindachandra, aber dann wird es richtig schlimm. Die Episode zeigt interstellare Nebel in voller Farbenpracht. So sieht es nicht einmal im Weltraum aus, ungestört von der irdischen Atmosphäre.

    Hier wurden wieder einmal gedankenlos Fotos von Weltraumteleskopen verwendet, die nicht die Wirklichkeit abbilden, sondern nachträglich aufbereitet wurden. Die bunten Farben entsprechen überwiegend dem für Menschen unsichtbaren Infrarotbereich.

    Das Bild unten zeigt den realen Sternenhimmel an einem Aprilabend. Auch dieses Bild ist übermäßig rot, in diesem Fall, weil durch die nötige längere Belichtungszeit die Abenddämmerung sich besonders bemerkbar macht. Der fiktive Stern Missbelindachandra würde sich in diesem Bild zwischen Mond und Aldebaran befinden.

    Falls jemand mal einen Film dreht, wo jemand mit einem SF-Autoren derart herablassend redet, wie es in der Episode Alan mit Belinda getan hat, im Gegensatz dazu in dem Fall berechtigt, würde derjenige mindestens zwei Sterne verdienen, einen am Himmel und den anderen in Hollywood.

    Radioactive Man

    ps: Ändert nichts daran, dass es sich insgesamt um eine relativ gute Episode handelt.

  • Ich finde die Folge gut (7). Für eine bessere Bewertung hätte die Handlung nicht so holperig erzählt werden müssen und der Doctor nicht so völlig überdreht sein dürfen. Ich hoffe Ncuti Gatwa mäßigt sich da noch etwas (jaja die Hoffnung stirbt zuletzt).

    Das komische 50er- oder Spielzeugdesign hat vielleicht noch eine Bedeutung, die später erklärt wird, so Richtung Kinderfantasie einer Superintelligenz oder so.

    War ganz okay, hat aber noch gut Luft nach oben.

    Things that try to look like things often do look more like things than things.


  • Hier wieder meine Messlatte:

    - Hat es mich unterhalten? Ja, größtenteils

    - Hat es mich bewegt/berührt? Nein

    - War es eine originelle Idee? Grundsätzlich schon, zumindest die Idee mit dem Stern und dem AI. Aber dann hinkt es auch schon. Die Folge war mehr "ich habe eine coole Idee, aber nicht wirklich Plot, um diese Idee auszufüllen. Egal, soll ja eh nur den neuen Companion einführen."

    - Hat sich der Autor Mühe gemacht bei der Umsetzung? Für RTD-Opener-Verhältnisse: ein wenig mehr als bei Space Babies. Aber das ist nun wirklich kein Lob. Da hat er schon viel besseres geschrieben. Selbst Partners in Crime ist besser umgesetzt.

    - Macht alles Sinn? Nein. Ich bin in dieser Kategorie normalweise nicht so streng, da Doctor Who nun mal... Doctor Who ist. Aber hier waren schon seltsame Prämissen enthalten. Belinda fühlt sich von jetzt auf gleich verantwortlich und informiert die Roboter wo sich die Rebellen aufhalten. Woher will sie wissen, dass diese nicht einfach niedergeballert werden? Und solche seltsamen, viel zu hastigen Wendungen, ziehen sich durch die Folge.


    Für mich reicht es gerade so noch zu einem "gut".

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