2x07 - Welt der Wünsche (Wish World)

  • Wie fandest du: "Wish World"? 33

    1. 10 - Perfekt (6) 18%
    2. 9 - Nahezu Perfekt (1) 3%
    3. 8 - Sehr Gut (4) 12%
    4. 7 - Gut (7) 21%
    5. 6 - Überdurchschnittlich (1) 3%
    6. 5 - Durchschnittlich (0) 0%
    7. 4 - Unterdurchschnittlich (6) 18%
    8. 3 - Schlecht (6) 18%
    9. 2 - Sehr Schlecht (0) 0%
    10. 1 - Unguckbar (2) 6%

    Schreibt eure Meinung zu: 2x07 - Wish World, der siebenten Episoden der 2ten Staffel von Modern Doctor Who.

    Inhalt findest du im Guide:

  • Diese Folge war der reinste Wahnsinn!!!! Es setzt die Standards für das Finale nächste Woche perfekt. Ich zittere immer noch am ganzen Körper und die Ranis sind einfach perfekt böse. Eine Minute Gedenken an die armen Zufalls. Jedes 'Mal wenn ich Ruby's Ex sah, hab ich ihn sofort instinktiv beleidigt und vorgestellt ihn auf grausamste Weise zu ermorden. Der Hype ist da, das wird das beste Staffelfinale aller Zeiten.

    Blöd finde ich es nur, das sie "The reality war" nicht am gleichen Tag veröffentlicht haben. Vielleicht kommt er um 19Uhr.

    Oh und zuguterletzt und das allerwichtigste:

    OMEGA!!!

  • Ich bin mir echt unsicher, wie ich diese Folge bewerten soll. Vorübergehend gebe ich mal eine 7/10, aber das kann sich noch ändern. Ich bin erstaunt darüber, dass mein Mann, der selten von einer Doctor Who Folge überzeugt ist und grundsätzlich eher negativer eingestellt ist als ich es bin, dieser Folge 10/10 geben würde… Sie gefiel ihm wirklich.


    Für mich hat es nicht ganz so gefunkt, aber es ist schwierig genau zu beschreiben warum. Der Plot die Charaktere in eine Fake-Reality zu verpflanzen, wo es dann auch Ausgestoßene gibt und Leute, die zweifeln, weggesperrt werden, gab es in Variationen schon in so vielen anderen Serien. Was zunächst interessant ist, weil wir bekannte Charaktere in neuen Rollen und Situationen sehen, wird das ganze recht schnell alt und offensichtlich. Als Zuschauer wartest du eigentlich nur darauf, dass auch unsere Protagonisten Zweifel an der Welt bekommen und aus dem Traum aufwachen. Das heißt, dass sich etwa 35 Minuten der Handlung wie auf der Stelle treten anfühlen und es erst gegen Ende interessanter wird und dann - Ende Teil 1. Leicht frustrierend.


    Jetzt wo ich das schreibe erinnert mich das ganze auch ein wenig an den Jasmine-Mehrteiler am Ende von Angel Staffel 4. Zwar war die Prämisse anders, aber das Feeling war ähnlich. Eine Göttin erscheint und jeder der sie sieht, betet sie an. Nach einer Fernsehansprache erliegt die ganze Welt ihrem Charme und es entsteht so etwas wie ein Paradies auf Erden, weil alle nur noch Frieden und Liebe und all das verspüren. Und natürlich gab es dann eine Protagonistin (Fred), die - aus Gründen - von dem Bann befreit wurde, alles durchschaut hat und ausgegrenzt und verfolgt wird, weil sie andere aufwecken möchte aus dieser „Paradies-Welt“.

    Auch das offensichtliche und von mir bereits prognostizierte „Mrs Flood wendet sich gegen ihre Nachfolgerin“ wird schon mal vorbereitet. Eventuell ist es das, was mich ein wenig unzufrieden zurück lässt: das meiste in der Handlung war einfach offensichtlich. Das ist zwar besser als unlogisch oder sinnlos, aber immer noch nicht befriedigend. Meine Hoffnung ist da Teil 2 und all die Dinge, die RTD dann auf uns loslässt. Mal abwarten.

  • Und ich zitterte am ganzen Körper vor... frustrierter Langweile. Nach ca 10 Minuten kam mein erster Seufzer und spätestens zur Hälfte der Laufzeit kam dann die ernüchternde Erkenntnis dass das hier eine Wiederholung von "The Legend of Ruby Sunday" wird. Eine ganze Folge lang werden hier Däumchen gedreht bis man endlich zum Cliffhanger kommt der das Finale einleitet. Bis dahin werden 10 Plotminuten auf 45 aufgeblasen. Nichts bewegt sich und alles ist statisch. In einer 13-Folgen Staffel hätte ich das vielleicht noch als passabel (wenn auch als Zeitverschwendung meinerseits) empfunden, in einer 8-Folgen Staffel allerdings nur ärgerlich. Lieber hätte ich ein weiteres "normales" Abenteuer und das bisschen Popelhandlung dieser Episode in eine längere Prä-Vorspannsequenz verlagert gesehen.

    Tja, und warum hatten wir jetzt eigentlich diese Bigeneration der Rani? Für was? Wozu? Warum überhaupt eine Regeneration? Warum hätte Anita Dobson die Show nicht alleine schmeißen können, erst recht weil sie als Bösewicht eine deutlich bessere und bedrohlichere Figur macht als Archie Panjabi? Letztere ist leider eine völlige Fehlbesetzung. Ich nehme ihr den Fiesling einfach nicht ab - und sie kommt wie ein 08/15-Comic Book Villain rüber. Null Bildschirmpräsenz.

    Hab im Poll da oben zwar ne 4 gegeben, aber mittlerweile ist mir eher nach einer 3 zumute. Null Substanz, reine Hinhaltetaktik, völlige Vergeudung eines Staffelslots.

  • Ja, das typische Zweiteiler Problem, in der im ersten Teil absolut nichts passiert und im Zweiten dann alles auf einmal, vermutlich.

    Zieht sich also alles ein wenig und das meiste, wenn nicht sogar alles, wird später nicht weiter von Bedeutung sein. Dienst halt dazu die Situation zu erklären, was aber sich auch kürzer gegangen wäre. Muss aber auch sagen, dass sowas schon langweiliger gemacht wurde, auch in Doctor Who. Nette Unterhaltung, das Rogue nochmal auftaucht war eine Überraschung und es macht auf jeden Fall Lust auf das Finale, was wohl auch die Hauptaufgabe der Episode war.

  • Ja, das typische Zweiteiler Problem, in der im ersten Teil absolut nichts passiert und im Zweiten dann alles auf einmal, vermutlich.

    Aber genau das ist ja mein Punkt. Wir haben nur 8 Folgen pro Staffel. Ich wiederhole, ACHT FOLGEN! ;(

    Für solch ein Geschacher sollte die Zeit nicht übrig sein.

    Ich mein'... Belinda und gewissermaßen auch der Doktor sind nach wie vor immer noch ein wenig untercharakterisiert, und nun kommt eine Folge der sie beide nicht sie selbst sind. Ist das hier wirklich das Sinnvollste das man mit der wenigen Sendezeit die wir haben anfangen kann?

    Einmal editiert, zuletzt von Kaoru (24. Mai 2025 um 11:38) aus folgendem Grund: typo

  • Ich gebe mal ne 4 weil mich das Gezeigte dann doch mehr interessiert hat als der 3/10-Song-Contest letzte Woche...Aber alles an dieser Folge, vom Geschichtenerzähler-Conrad zum bayrischen Wünschel-Baby ist einfach nur doof. Der resultierende Fiebertraum macht irgendwie in seiner Absurdität noch Spaß, aber spätestens nächste Woche wird das zusammen mit der Wunschwelt zusammenbrechen. Mehr möchte ich im Moment nicht sagen. Ach ja, Archie Panjabi geht schauspielerisch weiter glaubwürdig als Rani durch. Leider will ich die Rani aber weiterhin nicht sehen und RTD löscht jedes bisschen Unterschied zwischen "Rani" und "Master mit Titten" dass es noch gab vollends auf.

    Wer die Prämisse eines in einem Bürojob gefangenen zwangsnormalisierten Doctor mag sollte sich den Comic John Smith and the Common Men aus DWM #467 vom November 2013 ansehen. Dort machen Scott Gray und David Roach das auf 10 Seiten wesentlich besser.

    Injustice is the rule, but I want justice. Suffering is the rule, but I want to end it. Despair accords with reality, but I insist on hope. I don't accept it because it is unacceptable. I say no.

    - der achte Doctor, Camera Obscura

  • Ich mein'... Belinda und gewissermaßen auch der Doktor sind nach wie vor immer noch ein wenig untercharakterisiert, und nun kommt eine Folge der sie beide nicht sie selbst sind.

    Ja, die Charakterentwicklung haben sie komplett verschissen. Allerdings kreide ich das nicht dieser speziellen Folge an, sondern der gesamten Staffel.

  • Was ich fairerweise erwähnen muss, nachdem ich mich kürzlich über RTDs Gleichgültigkeit bezüglich Geschichten in anderen Medien aufgeregt habe. Die Omega-Audioclips am Ende der Folge stammen aus dem BiFi Gallifrey: Intervention Earth.

    Injustice is the rule, but I want justice. Suffering is the rule, but I want to end it. Despair accords with reality, but I insist on hope. I don't accept it because it is unacceptable. I say no.

    - der achte Doctor, Camera Obscura

  • Ja, es fühlt sich eher wie ein verlängerter Vorspann zum Finale an.

    Was haben wir denn als Inhalt:

    Rani reitet durch Bayern 1865, macht ein paar Rani-Dinge und entführt ein Baby nach 2025. Warum nicht einfach Conrad nach 1865 bringen?

    Es laufen ein paar Knochen-Dinos durch durch London. Keiner weiß warum. Aber hey, es sind Dinos.

    Es gibt einen Knochen-Palast. Keiner weiß warum. Aber hey, es sind Knochen.

    Der Doctor, Belinda und Poppy machen einen auf Familie.

    Es wird ein bißchen gezweifelt. Ein paar Kaffebecher gehen dabei zu Bruch.

    Es gibt eine Widerstandgruppe, die bis jetzt aber nicht viel widerständelt.

    Und zum Schluß: Der Doctor wird mit einem abgeprengtem Balkon in die Tiefe gestürzt. Absolut bösartig.

    Nächste Woche: Omega.

  • Ich frage mich, warum die Rani den Doctor überhaupt zu sich geholt hat. Wäre es für ihren Plan nicht sicherer gewesen, ihn da zu lassen wo er war?

  • Ich frage mich, warum die Rani den Doctor überhaupt zu sich geholt hat. Wäre es für ihren Plan nicht sicherer gewesen, ihn da zu lassen wo er war?

    Es ging darum, den Zweifel des Doctors zu nutzen, um die Realität zu sprengen. Was wäre nicht besser dafür, als ihm direkt alles vor Augen zu führen. Außerdem neigen die Feinde des Doctors schon immer zu Prahlerrei. Vermutlich wollte sie einfach nur angeben.

  • Ich frage mich, warum die Rani den Doctor überhaupt zu sich geholt hat. Wäre es für ihren Plan nicht sicherer gewesen, ihn da zu lassen wo er war?

    Ich Frage mich viele Dinge. Wenn das Baby so mächtig ist, warum erst so einen komplexen Plan entwickeln, statt sich einfach Omega zurück wünschen. Warum den Doctor und Belinda in das System integrieren, wenn sie beide einfach zu Gänsen oder Enten verwandeln kann? Klar, wurde erklärt, die Zweifel werden gebraucht - aber auch nur weil der Plot es so braucht.

  • Wieder fällt auf, dass Ruby und der Doctor nahezu keine gemeinsame Screentime haben.
    Das erinnert schon fast an den 4. Doktor und Leela.

    Ansonsten hat mir die Folge gefallen, wobei schon richtig ist, Doctor und Belinda sind relativ blass,
    während Ruby in ihren Szenen glänzt aber bisher leider auch nichts zu tun hat.

    Wieso ist eigentlich Mel da? Ich hoffe da nächste Woche echt noch auf mindestens eine gute Szene mit ihr.

    Ich traue es RTD zu, dass Poppy die Mutter von Susan ist, aber schaun wir mal.

  • Ich verstehe nicht wie diese Folge so gut ankommen kann.
    Da ist Null Substanz.
    Typischer RTD "Ich werf alles an die Wand und werde am Ende nur nen fünftel davon auflösen und das unbefriedigend".-Kram.
    Ich tu mich schwer etwas zu bewerten, was nur Teil 1 von 2 ist, aber ich bezweifel, dass es besser wird.
    Die ganze Folge lang passiert nichts, außer dass RTD seine eigenen Skripte recyclet. Statt eine Turn left Parallelwelt haben wir eine Wish World, statt Martha die um die Welt reist und Rebellen sucht, haben wir eine Rubi die mit der Rollstuhlbrigade einen auf Rambo machen will und am Ende einfach gar nichts tut. Statt Master haben wir einfach 1:1 denselben Charakter als Rani. Statt Inhalt werfen wir einfach Namen wie Rassilon und Omega um uns, damit alle aufhorchen und sagen DIE KENNE ICH.

    Dann streuen wir noch schnell irgendwelche Figuren wie Rogue, Susan und Captain Poppy dazu und in der nächsten Episode kommt dann die Auslösung dass alles einfach scheiß egal ist.

    Ich bin es echt leid. RTD ist kein guter Autor, das hat er wieder und wieder bewiesen. Und ich bin froh wenn die Serie jetzt endlich abgesetzt wird, statt so einen Schwachsinn immer weiterzusehen.

    Ich glaube nächste Woche wird noch ein richtig großes Ei gelegt, was an Dummheit kaum zu überbieten sein wird. Wartets nur ab.

  • Der erste Teil ist überwältigend,
    aber kann das alles im zweiten Teil auf eine überzeugende Weise aufgelöst werden?

    Für den Moment ist mir das egal. Die dystopische Wunschwelt von Conrad wurde perfekt dargestellt. Alles ist so harmonisch wie in "Dot & Bubble" oder wie in "Pleasantville", bis bei jemandem Zweifel aufkommen. Und die sind nicht nur - wie bei jeder Dytopie, man lese Herbert W. Franke - unvermeidlich, sondern in diesem Fall sogar erwünscht, weil es den Weg in das Unterversum öffnet.

    Conrad wurde von der Rani ausgewählt, weil er eine starke Überzeugung hat und tatsächlich eine ganze Welt nach seinen Vorstellungen gestalten kann. Führungspersönlichkeiten wie Donald Trump machen es vor. Aber so eine Welt ist dann längst nicht so perfekt, wie es der Propaganda entspricht und der Widertand formiert sich.

    Gut gelungen war der Rückgriff auf die 73 Yards. Ruby hat ein ziemliches Pech mit ihrer Familie, dass sie in jeder nicht ganz so idyllischen Zeitlinie immer wieder verstoßen wird.

    Nachdem der Doctor all diese Gottheiten aus dem Pantheon in unser Universum eingelassen hat, war es konsequent, dass das magische Baby, das Wünsche erfüllt, von der Rani einfach so in einem Märchenwald gefunden werden konnte.

    Also innerhalb der vorgegebenen Logig zunehmender Magie im Universum soweit eine klare widerspruchsfreie Handlung. Alle Teilaspekte wurden grandios dargestellt. Von mir volle Punktzahl diesmal. Der Absturz im zweiten Teil ist leider zu erwarten.

    Radioactive Man

  • Keine abschließende Bewertung, da dies erst der erste Teil war, aber ein paar Punkte möchte ich schon anbringen. Zum einen, während ich das hier schreibe läuft jetzt das großartige Album Seventh Son of a Seventh Son von Iron Maiden bei mir. Ist nicht die schlechteste, könnte sogar die beste Musik sein, die ich wegen einer Folge selbst im Anschluss an diese gehört habe, ist also etwas positives. Aber ansonsten? Zwischenzeitlich fand ich es recht vorhersehbar, wobei mir die Erklärung der Rani am Ende für den Plot dann doch ein wenig überrascht hat. Natürlich ist der verworren und bekloppt, aber damit kann ich leben. Was mir eher Bauchschmerzen bereitet, ist die Aussage des Doctors als er fällt. Poppy ist also real und seine Tochter? Soll sie also Susans Mutter sein? Nein, bitte nicht.

    Bevor ich noch mehr auf das Negative eingehe, hier noch etwas Positives: Mir gefiel, dass RTD die Wunschwelt dazu verwendet hat, um eine politische Botschaft herüberzubringen, ohne diese dieses Mal direkt in der Folge auszusprechen. Die Ästhetik der Wunschwelt ist sehr eindeutig an die 50er und 70er Jahre angelehnt, während behinderte Menschen ausgegrenzt sind und als Stand-In für alle Minderheiten dienen, die von Conrad eben nicht beachtet werden. Und Conrad ist, mal wieder, das Stand-In für die reaktionäre Rechte. Diese Wunschwelt ist damit das, was sich diese wünschen, nämlich eine Rückkehr in die 50er Jahre. Allerdings gibt es überall Zweifel daran, weshalb diese Welt schlussendlich implodieren muss, genauso wie es in der Realität nicht funktionieren würde, wieder die Gesellschaftsstrukturen der 1950er, 60er und 70er Jahre zu reaktivieren. Die Gruppen, die damals ausgeschlossen waren, würden wieder für ihre Rechte kämpfen und am Ende die Strukturen ändern. Hier wird das damit aufgezeigt, dass die Behinderten (plus Ruby) sich zusammenschließen, um gegen das System vorzugehen und diese Illusion zu Fall zu bringen.

    Damit muss ich aber wieder zum Negativen zurückkehren: Diese "Rebellion" ist wohl ein schlechter Witz. Klar kann man das hier nicht mit Andor vergleichen, aber wir bekommen von denen wirklich gar nichts mit. Wo ich aber bei Vergleichen mit anderen Serien bin, ich musste die ganze Zeit über an die Folge The Elysian Kingdom aus der ersten Staffel SNW denken. Auch diese Folge erhielt die Kritik, dass es zu früh sei, um die Charaktere in ein Szenario zu packen, indem sie sich nicht mehr so verhalten, wie sie es eigentlich tun. Allerdings hat es dort wesentlich besser funktioniert. Nicht nur, weil es eben eine humoristische Episode war, die mit diesem Konzept mehr tun konnte, um einfach nur zu unterhalten, sondern auch weil sie aus der Sicht des einen Charakters erzählt wurde, der nicht betroffen war, Dr. M'Benga. Des Weiteren hatte SNW die meisten der Hauptcharaktere in den ersten sieben Folgen bereits so gut charakterisiert, dass man als Zuschauer durchaus Gefallen am Wandel ihrer Charaktereigenschaften haben konnte. Dies lag auch daran, dass sich die Serie an Michael Pillers Edikt aus den 90ern hält, sich in jeder Folge auf einen anderen Hauptcharakter zu fokusieren und so zum einen Drama erzeugen zu können, aber eben auch den Charakteren recht schnell mehr Tiefe verschaffen zu können. Und genau das macht Doctor Who aktuell nicht, auch wenn RTD eigentlich ein guter Charakterautor ist. Ich kann weder Belinda noch Ruby wirklich greifen, auch diesen Doctor nicht wirklich, wobei er noch am besten wegkommt.

    Ich habe jetzt eigentlich schon mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte. Trotzdem noch zwei andere Sachen: Erstens, die Rani wirkt für mich zu sehr wie der Master. RTD hat es komplett verpasst ihr eine individuelle Identität zu geben. Und zweitens, ich weiß ehrlich nicht, was ich davon halten soll, dass sie Omega zurückbringen. So, dass war's. Mal schauen, wie es nächste Woche wird, aber große Hoffnungen habe ich nicht.

    1. 4thdoc 2. 11thdoc 3. 12thdoc 4. 1stdoc 5. 2nddoc 6. 8thdoc 7. 9thdoc 8. 6thdoc 9. 3rddoc 10. 7thdoc 11. 14thdoc 12. 5thdoc 13. 15thdoc 14.Wardoc 15. 10thdoc 16. 13thdoc

  • Poppy ist also real und seine Tochter? Soll sie also Susans Mutter sein? Nein, bitte nicht.


    Ich fürchte, RTD wird es noch verrückter gestalten und Poppy IST Susan!

    Damit hätte er allerdings einen weiteren Grundpfeiler der Serie zerstört, denn die genauen verwandtschaftlichen Verhältnisse der Familie des Doktors sind ein genau wichtiges Geheimnis wie sein eigentlicher Name.


    Apropos Name: dass Conrad den Doktor ständig "Doctor Who" nennt, ist ziemlich dämlich.

  • Der Dctor hat bereits eine Tochter,
    nämlich Jenny. Poppy als weitere Tochter wäre also nicht ausgeschlossen und vor allem würde es nicht bedeuten, dass Poppy dadurch zur Mutter von Susan werden muss. Bei Jenny dachte das doch auch niemand. Na gut, diesmal ist Susan wesentlich dichter an der Story dran.

    Ich verstehe den Hinweis darauf, dass Poppy real ist so, dass sie von außerhalb der Wunschwelt stammt. Das kann von Bedeutung werden, wenn für die Rückkehr aus dem Unterversum ein Anker gebraucht wird, an dem Doctor und Companions sich orientieren können. Ich verstehe den Hinweis nicht so, dass der Doctor Poppy jetzt für seine reale Tochter hält.

    Es ist die Wunschwelt von Conrad und der glaubt nicht an Außerirdische. Er scheint aber zu akzeptieren, dass es Magie gibt und er über dieses Baby mit seinen Wünschen die Welt gestaltet. Wahrscheinlich hält er die Rani und Mrs Flood für Hexen. Weil sie ihm die Macht über diese Welt gegeben haben, tut er, was sie ihm sagen.

    Dazu gehört, dass die Menschen in dieser Welt unterhalten werden müssen, um durchgehend glücklich zu sein. Das Buch über Doctor Who, aus dem er vorliest, ist für ihn nur ein Märchenbuch. Begriffe wie Gallifrey, die dort vorkommen, haben für ihn vermutlich keine Bedeutung. Dass dort permanent von Doctor Who die Rede ist, soll den Doctor provozieren. Conrad versteht diesen Hintersinn wahrscheinlich nicht, obwohl er irgendwie in den Plan eingeweiht ist, dass es darum geht Zweifel an dieser Welt zu erzeugen.

    Ja, die Rolle von Conrad ist noch nicht ganz nachvollziehbar.

    Apropos Hexe, die Szene, als die Rani an ihren Knochenturm heranfliegt, da dachte ich spontan an Sabrina auf ihrem fliegenden Staubsauger.

    Radioactive Man

  • Gegen Ende habe ich mich ja schon gefragt, wann in diesem experimentellen, tschechischen Märchenfilm endlich Jiri Labus durchs Bild geflogen kommt und dem Doctor seine Pan Tau Melone klaut, um darin die dauer-monologisierende Märchenbraut-Rani verschwinden zu lassen. Es wäre auch nicht abstruser gewesen, als das, was die Folge davor veranstaltet hat. Da werden Menschen in Vögel verwandelt (mit Kamera wegdrehen?! Mensch RTD, eine Fantamorph-Lizenz gibts schon für 30$!), Doctor und Belinda spielen Pleasantville nach, Ruby eher eine inklusive Version von "Die Pfefferkörner", und dann gehen auch noch ständig Tassen kaputt - was das einzig Normale an der Folge war. Und doch fühlte sich das alles leider nur so mittel interessant an. Natürlich müssen unsere Helden ja irgendwie langsam merken, dass etwas nicht stimmt. Und das "Langsam" war leider doch etwas zu langsam für meinen Geschmack. Ich muss auch Zweifel anmelden, dass die gezeigte GrauenHerren-Welt wirklich dem entspricht, was sich ein Aluhut-Nazi zusammenwünschen würde, wenn er könnte. Die stehen doch auch auf Sex, Drugs and...Marschmusik.

    Tja...also das war jetzt definitiv keine Folge, die ich jemanden zeigen würde, um Werbung für Doctor Who zu machen. Wirklich einordnen wird man das aber sicherlich erst in einer Woche können. Und ja, danach ist wahrscheinlich wirklich erstmal Schluß. Schluß mit Disney, Rumburak T Davies, Pantheonbesuchen, Mavity und Fantasy. Die Zeichen stehen auf Götterdämmerung. Hinter und vor der Fourth Wall.

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