Wenn ich an die letzten 2 Staffeln denke, dann ist bei mir vor allem das unendlich unausgeschöpfte Potential, die mieserablen Drehbücher, die nicht ausgearbeiteten Charaktere, die auf peinlichste Weise forcierte Propaganda, die unerschöpfliche Versicherung RTDs wie brillant doch das alles ist, die unterirdischen Story Arcs (wenn man das so nennen möchte), die herzlose Umsetzung und die blamablen Fan Service Momente hängen geblieben. Ich frage mich, wie man eine Produktion so dermaßen gegen die Wand fahren kann obwohl man so gute Darsteller und ein so hohes Budget wie noch nie hatte. Ich hoffe RTD, Julie Gardner, Jane Tranter und Phil Collinson dürfen nie wieder in die Nähe von Doctor Who. Schon gar nicht im Autorenumfeld. Die Tatsache, dass die Chibnall Jahre - wenn auch inhaltlich und Darstellerisch ein Witz - die bessere und koharäntere Produktionsqualität hatten, spricht Bände. Mich regen die Ncuti Staffeln inhaltlich nicht so sehr auf, aber von der Umsetzung um so mehr. Das eine war Inhaltlich und Darstellerisch Scheiße, das hier war Versagen auf allen Ebenen, obwohl die Grundlage für was gutes neues da war. Es ist einfach Enttäuschend und so macht Doctor Who für mich keinen Spaß mehr.
2x08 - Krieg der Realitäten (The Reality War)
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ElbenwaldWas alle längst wussten, ist nun offiziell: Nach nur zwei Staffeln endet Ncuti Gatwas Zeit als Time Lord. Bevor es um die Zukunft der Serie geht, sprechen wir…www.facebook.com
Es ist Offiziell bestätigt der 15 Doctor kommt nicht mehr wieder.
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Ich vermisse ihn. Ich freue mich schon auf seine zukünftigen Projekte.
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Mich hat das ganze so ein bißchen an Hell bent erinnert. Es sieht zuerst so aus, als würde es um Mythologie-Zeugs gehen, aber das wird schnell abgefrühstückt und dann kümmert sich der Doctor um Sachen, die ihm wichtiger sind. Bei Hell bent war es halt Clara, was mich nach 2,5 Staffeln mit ihr mehr interessiert hat. Poppy war zwar niedlich, aber nachdem sie in 2 Folgen ab und zu mal in die Kamera gucken durfte, hat mich ihr Schicksal nicht soooo wirklich interessiert. Immerhin war der abrupte Abgang der einen Rani und die Freude der alten Rani für einen Lacher gut.
Billie Piper ... da kann ich mir schon vorstellen, dass sie die Rolle gut umsetzen kann. Als die Inkarnation der Waffe in Day of the Doctor habe ich ihr abgenommen, dass sie den War Doctor verwirrren konnte. So gesehen sollte sie auch den Doctor spielen können, falls das so geplant ist. Vielleicht wird sie auch schon in den ersten 2 Minuten des Weihnachtsspecials abgesägt. Aber von mir aus könnte sie länger bleiben.
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Hier noch ein paar Auffälligkeiten, teilweise Kleinigkeiten, die aber den Gesamteindruck immer mehr schmälern: Rose Noble - wieder keine Funktion innerhalb der Handlung, aber das NonBinär-Häkchen kann gemacht werden. Nicht mal für ein neues Kostüm hat es gereicht. Mel - keine Funktion, außer ein kleiner Schlagabtausch mit der Rani - dazu, oh Wunder die passende Frisur! Gerade noch glattes Haar, Motorradhelm auf und bei UNIT-Ankunft kleine Löckchen (sonst hätte die Rani sie vielleicht nicht erkannt). Der Doctor - als er mit Belinda neue Abenteuer plant, und Ruby wie vergessen daneben steht. Sowas unsensibles vom Sensibelchen!! Macht die eigentlich sehr starke Szene mit dem verschwindenden Poppy-Jäckchen komplett kaputt. Gaaanz schlimm: Wir sind alle deine Kinder.
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RTD ist an den Kanon der Classic-Serie nicht gebunden,
er darf die Rani und Omega also neu definieren. Die Kritik bezieht sich aber darauf, dass er dies nicht mit angemessenem Inhalt füllen konnte. Es reicht eben nicht, irgendwelchen Figuren irgendwelche bedeutungsvoll klingenden Namensschilder umzuhängen.In Bezug auf Omega und Mrs Flood wurde das von vielen Fans bereits hinreichend festgestellt. Werfen wir jetzt zusätzlich einen Blick auf Conrad. Der wurde uns in "Lucky Day" vorgestellt als jemand, der mit Besessenheit nicht glauben will, dass Aliens existieren, und der deshalb alles nur für eine Inszenierung von Unit hält.
RTD vertraut darauf, dass wir wenige Wochen später das bereits alles vergessen haben, und präsentiert uns einen Conrad, der es für normal hält, dass ein Baby Wünsche erfüllen kann. Aber Conrad müsste jetzt doch erst recht von einer Inszenierung ausgehen, zumal er das alles ja nur über den Bildschirm in seinem Turmverlies präsentiert bekommt.
Wie ist das mit Belinda? Während der Staffel war mir aufgefallen, dass immer etwas um das Datum herumgeeiert wurde. Sie wollte am 24. Mai für ihre nächste Schicht im Krankenhaus zurück sein, also am Samstag. Damit wäre der Tag ihrer Entführung der 23. Mai gewesen. Dann meinte sie aber, die nächste Schicht sei am Montag, also am 26. Mai, und im "Interstellar Song Contest" erklärte sie, der 24. Mai sei der Tag, an dem sie die Erde verlassen habe.
Diese Diskrepanzen erklären sich nachträglich daraus, dass die Zeit erst noch umgeschrieben wurde und für Belinda ihre Zukunft noch nicht feststand. Jetzt weiß sie, dass es immer darum ging, zu Poppy zurückzukehren. Da sie Poppy zuerst vor dem Barbershop gesehen hat, wurde Poppy wohl nicht durch die Kräfte der Gottheiten aus dem Pantheon in die Zeitlinie eingefügt, sondern eher durch den Zauber der Geschichten aus dem Nexus.
Vielleicht stammt Poppy aber auch aus einem Kinderwunsch des Doctors, der das Belinda eingepflanzt hat, als er in "Robot Revolution" in ihre Zeitlinie eingedrungen ist. Wir wissen von Jenny, dass der Doctor auf ungewöhnliche Weise Nachwuchs bekommt. Und auf einer übergeordneten Ebene bleibt er weiterhin der Vater von Poppy. Timey-Wimey.
Wir haben Belinda als kompetente Krankenschwester erlebt, die in ihrem Beruf gnadenlos ausgebeutet wird. Jetzt hat sie zusätzlich ein Kind, das sie sich gewünscht hat. Zusätzlich zu ihrem Beruf, den sie weiter ausübt.
Es ist bezeichnend, wie aus dem Umstand, dass auch Frauen mit Kindern in die Serie integriert werden, hier von Pascal und Mario Verallgemeinerungen konstruiert werden, dass RTD damit propagieren wolle, dass NUR Frauen mit Kindern glücklich seien.
Das ist ein typisch männlich-chauvinistisches Weltbild, mit dem Frauen ein bestimmtes Rollenbild aufgepfropft wird, das sich spiegelbildlich zu dem von Conrad verhält und sich in der Grundannahme nicht von ihm unterscheidet. Für Conrad hat Hausarbeit und die Versorgung von Kindern einen geringen Wert, weshalb er es in seiner Wunschwelt den Frauen zuordnet. Pascal und Mario teilen dieses Werturteil, deshalb meinen sie, Frauen davor bewahren zu müssen.
Aus dem Wunsch von Belinda, Poppy als Kind haben zu wollen, machen Pascal und Mario eine "Message" von RTD, dass Frauen im Grunde ALLE Mütter sein wollen. Und das, nachdem er uns auch immer wieder andere Frauenbilder vorgeführt hat.
Der Umstand, dass Belinda sich als Krankenschwester ausbeuten lässt, hat seltsamer Weise nicht zu einer Kritik an dem Frauenbild von RTD geführt, denn damit war sie ja "eine Frau im Berufsleben".
Belinda hatte als Companion einige Vorzüge. Es hat sich bemerkbar gemacht, dass sie bereits über 30 ist. Sie wirkte dadurch von Anfang an kompetenter als z.B. Ruby. Allerdings wurde Belinda dann ab "Interstellar Song Contest" doch zu sehr in die Rolle der bloßen Zuschauerin gedrängt, bis sie dann im Zero Room vollends ausgelagert wurde.
In "Reality War" konnte dann Ruby noch einmal beweisen, dass sie in ihrer Zeit als Companion ebenfalls eine erhebliche Kompetenz erworben hat. Es gibt da eine Situation, die ich zunächst völlig falsch wahrgenommen hatte.
Der Doctor und Belinda schwärmen sich gegenseitig vor, welche Stellen im Universum sie als nächstes besuchen werden. Ruby steht daneben und wirkt sichtlich bedrückt. Klar, sie leidet darunter, dass sie nicht dabei sein wird. So schien es.
Aber es ist doch ganz anders. Der Doctor und Belinda reichen sich die Jacke von Poppy hin und her und die wird dabei immer kleiner. Und das ist es, was Ruby bemerkt und ihren sorgernvollen Blick verursacht. Für mich einer der Höhepunkte der Episode.
Es gab die Theorie, dass ursprünglich Ruby für die gesamte Staffel hätte Companion sein sollen. Das ist für mich nicht überzeugend. Ruby und Belinda haben jeweils ihre eigenen Akzente gesetzt und haben sich auf ihre persönliche Art beide als gute Companions erwiesen.
Für die erfahreneren Fans stehen die Löcher in der Logik und der Handlung im Vordergrund. Ich fürchte, RTD hat für den Fortbestand der Serie trotzdem alles richtig gemacht. In den Kinos wurde die Enthüllung von Billie Piper mit stehenden Ovationen bejubelt.
Da kam für mich der Trost aus der Classic-Serie gerade richtig. Es gibt jetzt als Reconstruction ein neues Abenteuer mit William Hartnell: Doctor Who and the Dugga Doos ->
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Dieses Schwärmen von neuen Abenteuern geschieht schon vor der Poppy-Jacke. Da ist es den beiden ziemlich egal, was Ruby davon hält und keiner von beiden kommt auf die Idee, Ruby einzubeziehen. Erst dann, an der Konsole kommt es zu der verschwindenden Jacke, und das war im Ansatz wirklich eine gute Szene, aber die Ignoranz davor hat sie komplett kaputt gemacht - für mich.
Und noch etwas, was mir sehr unangenehm aufgestoßen ist:wie die Doctorin ihren Nachfolger wegen seines Aussehens lobt. WÜRG! Als wenn das jemals für einen Doctor wichtig gewesen wäre! Wozu? Warum? Wofür?
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Es ist bezeichnend, wie aus dem Umstand, dass auch Frauen mit Kindern in die Serie integriert werden, hier von Pascal und Mario Verallgemeinerungen konstruiert werden, dass RTD damit propagieren wolle, dass NUR Frauen mit Kindern glücklich seien.
Es ist besonders bezeichnend, dass Du so tust, als wäre diese Kritik nur hier vorhanden und rein auf meinen und Pascals Mist gewachsen.
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Jefferson Hope,
sorry, ich war im 24/7 Dugga Doo Stream hängengeblieben. Ja, diese Ignoranz von Doctor und Belinda gegenüber Ruby, selbstverständlich empfinden wir dieses Verhalten als unsensibel. Aber es ist gut gespielt und die gesamte Szene ist eine Analogie auf die Realität. Junge Paare bunkern sich oft in ihrer Beziehungskiste ein und missachten dann alle anderen Freundschaften. Frisch verliebt wollen sie unbedingt Kinder haben, aber dann gibt es noch so viele andere Pläne, was sie alles gemeinsam erleben wollen. Alles auf einmal geht nicht, der Kinderwunsch wird daher immer weiter aufgeschoben und schließlich vergessen.Aber was wird dann aus Poppy? Es wäre ungerecht, wenn sie aus der Existenz verschwinden müsste, bloß weil die Erwachsenen das mit ihren anderen Interessen nicht nicht unter einen Hut kriegen.
RTD ist kein Anhänger des traditionellen Vater-Mutter-Kind-Schemas oder der heilen Welt einer Ehe. Als Lösung präsentiert er uns deshalb in der Episode das, was auch in der Realität als weit verbreitete Reaktion auf die widersprüchlichen Interessen entstanden ist.
Belinda ist weiterhin als Krankenschwester berufstätig. Außerdem hat sie jetzt Poppy als ihr Wunschkind. Mit einem Ehemann belastet sie sich nicht. Sie hat aber für Poppy einen passenden Vater, der als Babysitter zur Verfügung steht oder auch, falls sie mal von einem Mann verwöhnt werden möchte. Belinda ist also eine moderne unabhängige Frau. Belinda entspricht genau dem, wofür Emanzipationsbewegungen der vergangenen Jahrzehnte gekämpft haben. Allerdings könnte der Anteil der Väter deutlich größer sein, es sind schließlich auch deren Kinder.
Mario,
gut, dass Du es einsiehst, dass es sich um "Mist" handelt.Radioactive Man
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Ich habe dem Radioactiveman das Video zwar bereits privat geschickt, werde es hier aber auch posten, weil ich mit fast allem, was von Jessie hier erwähnt wird d'accord gehe, einschließlich ihrer wohlgemerkt linken Kritik an der Belinda-Poppy-Sache:
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Mario,
das Video von Jessie Gender hatte ich mir bereits gestern angesehen. Ich war in Versuchung, es zu zitieren, meinte dann aber, mit meinem Hinweis auf die Väter hinreichend darauf aufmerksam gemacht zu haben, dass es über die Variante, die RTD mit Belinda und Poppy gezeigt hat, hinaus auch noch weitere Möglichkeiten gibt.Jessie Gender sagt ausdrücklich, dass Frauen mit Kindern in Ordnung sind und dass sich die Kritik nicht dagegen richtet, meint aber, dass, nachdem Ncuti Gatwa durch Rogue mit einer homosexuellen Neigung präsentiert wurde, seine Darstellung als heterosexueller Partner von Belinda als eine verpasste Chance wirkt. Und für das, was Jessie Gender da anregt, bin ich gern offen. Wir hatten bereits den schwangeren Mann, warum also nicht auch ein Paar von zwei Männern, die zusammen ein Kind großziehen. Und RTD ist jemand, dem ich das sogar zutrauen würde, dazu ein passendes Drehbuch zu schreiben.
Dazu müsste die Serie aber erst einmal weitergehen.
Radioactive Man
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Hast Du auch mitbekommen, dass sie eben die Plotentwicklung, dass Belinda zu Poppys Mutter wird, kritisiert hat und generell der Folge einen Pro-Natalismus vorwirft, oder hast du das überhört, weil es dir nicht in dein Narrativ passt?
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Jefferson Hope,
sorry, ich war im 24/7 Dugga Doo Stream hängengeblieben. Ja, diese Ignoranz von Doctor und Belinda gegenüber Ruby, selbstverständlich empfinden wir dieses Verhalten als unsensibel. Aber es ist gut gespielt und die gesamte Szene ist eine Analogie auf die Realität. Junge Paare bunkern sich oft in ihrer Beziehungskiste ein und missachten dann alle anderen Freundschaften. Frisch verliebt wollen sie unbedingt Kinder haben, aber dann gibt es noch so viele andere Pläne, was sie alles gemeinsam erleben wollen. Alles auf einmal geht nicht, der Kinderwunsch wird daher immer weiter aufgeschoben und schließlich vergessen.Häh? Ich finde, Du interpretierst da zu viel rein in diese Szene. Mal davon abgesehen, dass der Doctor und Belinda kein "Paar" sind - Poppy verschwindet doch nicht, weil die beiden über ihre Abenteuerpläne das Kind vergessen. Im Gegenteil, anfangs beziehen sie sie direkt mit ein. Poppy verschwindet, weil sie nicht in diese Realität gehört - und deshalb "opfert" sich der Doctor, damit die Realität verändert wird. RTD wollte diese Dramatik, dass die Jacke im Verlauf der Szene langsam verschwindet und damit auch Poppy. Dass das Verhalten des Doctors und Belindas total daneben ist, war ihm schnurz. Oder er findet es in Ordnung. So wie er es ja offenbar gut findet, wenn der Doctor alle "Babes" und "Schatz" nennt, oder wenn Ruby in "73 Yards" das andere Mädchen dem Politiker ausliefert, damit sie in seiner Nähe bleiben kann. Auch dass der Doctor jemand anderen foltert, wird mit einer dicken Umarmung belohnt ... Ich finde, RTD hat ganz befremdliche Vorstellungen davon, wie man miteinander umgeht.
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Jefferson Hope,
der Doctor und Belinda waren in der Wunschwelt von Conrad ein Paar und das setzt sich dadurch fort, dass sie bis zu dieser Szene gemeinsame Eltern von Poppy sind. Was ich sonst über diese Szene geschrieben habe, ist als Analogie zu unserer Realität gemeint, wo Paare oft genau diese Entwicklung nehmen, wo ein Kinderwunsch wegen anderer Pläne immer wieder zurückgestellt wird. Und, dass sich dann jemand opfert, damit es dann doch ein Kind geben kann, entspricht im Alltag der Situation, dass dann doch wieder auf die traditionelle Rollenverteilung zurückgegriffen wird, wobei der Mann arbeiten geht und das Geld verdient, während die Frau zuhause bleibt und die Kinder versorgt.In der Episode bringt der Doctor das Opfer, indem er eine Regeneration spendiert und als Vater von Poppy aus der Zeitlinie rausgeschrieben wird. Und das, nachdem er durch die Nachricht von Susan gerade erst wieder an seine "Dad Skills" erinnert wurde.
Das Schicksal von Belinda entspricht dagegen einer der Möglichkeiten, die durch die Emanzipationsbewegungen der vergangenen Jahrzehnte hervorgebracht wurden. Poppy als gemeinsames Kind in ihrer WG wäre eine andere Option gewesen.
Radioactive Man
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Hallo an Alle,
ich finde das Thema und die Karikatur von Pascal wird hier etwas überbewertet.
Die Karikatur selbst fand ich durchaus treffend. Beim Sehen der Folge hatte ich genau den gleichen Gedanken. Allerdings würde ich RTD in diesem Fall keine Agenda unterstellen. RTD wollte aus irgendeinem Grund das Baby (Vielleicht hat er noch etwas damit vor, vielleicht brauchte er auch nur einen Grund, damit der Doctor ein Leben opfert). Leider ist die Geschichte nur einfach schlecht geschrieben. Ich habe weder dem Doctor noch Belinda diesen plötzlichen Kinderwunsch abgenommen und damit hat die Folge für mich nicht funktioniert.
Generell ist auch nichts Verwerfliches dabei, für sich selbst ein "konservatives" Lebensmodell anzustreben (was immer dass heißt) . Es sollte aber Niemanden aufgezwungen werden. Das sollte jeder für sich entscheiden. Anhand der Karikatur Leuten Rassismus oder männlichen Chauvinismus zu unterstellen ist einfach albern und eigentlich keiner Diskussion wert.
Die Idee, dass Akteure in der Traumwelt eines anderen leben müssen und sich einige davon nach der Rückkehr in die normale Welt zurück nach der "Traumwelt" oder zumindest nach einzelnen Aspekten dieser Welt sehnen, hätte tatsächlich die Chance für eine gute ambivalente Story geboten.
Eigentlich ging es mir die letzten zwei Staffeln fast immer so. Es waren schon gute Ansätze dabei. Leider wurden sie nie konsequent und interessant zu Ende erzählt.
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Ich hab mich diesbezüglich bisher zurückgehalten, aber RTD hat keine Agenda?
Dann sag mir eine weiße männliche heterosexuelle Figur die, nicht böse war, in den letzten zwei Staffeln.Sämtliche männliche Figuren, die positiv besetzt sind, sind entweder ethnische oder sexuelle Minderheiten. Noch dazu gibt es keine einzige männliche Vaterfigur. Ruby hat eine Mutter und eine Großmutter. Die Suche nach ihrer leiblichen Mutter ist ein großer Plotpoint, die Existenz ihres leiblichen Vaters eine Randbemerkung. Belinda hat eine Mutter und eine Großmutter. Belinda ist selbst Mutter (am Ende). Der Vater? Eine Randbemerkung.
Es hat mich beim gucken nicht gestört, gerade Rubys Familie mochte ich sehr gerne, aber es ist mehr als ein Muster, wie RTD sich eine moderne Welt vorstellt. Mutter sein ist gut, aber dann bitte alleinerziehend, weil hetereosexuelle Männer sind bäh bäh.
Für mich ist das schon eine Agenda.
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Na immerhin hat Kate einen Lover, der nicht von Grund auf Böse ist. Gut trainiert und ohne Persönlichkeit 😉
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Ich hab mich diesbezüglich bisher zurückgehalten, aber RTD hat keine Agenda?
Dann sag mir eine weiße männliche heterosexuelle Figur die, nicht böse war, in den letzten zwei Staffeln.Sämtliche männliche Figuren, die positiv besetzt sind, sind entweder ethnische oder sexuelle Minderheiten. Noch dazu gibt es keine einzige männliche Vaterfigur. Ruby hat eine Mutter und eine Großmutter. Die Suche nach ihrer leiblichen Mutter ist ein großer Plotpoint, die Existenz ihres leiblichen Vaters eine Randbemerkung. Belinda hat eine Mutter und eine Großmutter. Belinda ist selbst Mutter (am Ende). Der Vater? Eine Randbemerkung.
Es hat mich beim gucken nicht gestört, gerade Rubys Familie mochte ich sehr gerne, aber es ist mehr als ein Muster, wie RTD sich eine moderne Welt vorstellt. Mutter sein ist gut, aber dann bitte alleinerziehend, weil hetereosexuelle Männer sind bäh bäh.
Für mich ist das schon eine Agenda.
Keineswegs habe ich behauptet, dass RTD keine Agenda verfolgt. Allerdings sehe ich das nicht so extrem wie andere und glaube nicht, dass er heterosexuelle Männer prinzipiell bäh bäh findet.
Ich vermute, dass RTD unbedingt politisch hyper-korrekt sein möchte und mit der Serie eine bessere Welt erschaffen will. Und zwar leider auf Kosten guter, in sich stimmiger Geschichten. Dass ist dann zwar gut gemeint, aber hat bei manchen Menschen, mich eingeschlossen, zuweilen den gegenteiligen Effekt. Es nervt und schadet der Serie.
Also Ja, RTD verfolgt eine Agenda. Und du hast recht, ich kann mich spontan tatsächlich nicht an einen interessanten offensichtlich heterosexuellen Mann in den letzten zwei Staffeln erinnern. Ich kann mich jetzt aber nicht mehr an alle Folgen im Detail erinnern. Kates Lover fand ich so überflüssig wie die meisten, die bei Unit herumsprangen.
Was ich ausdrücken wollte, dass ich RTDs Weltbild nicht an dieser einen Szene festmachen würde. Wie ich schon viel weiter oben geschrieben habe, finde ich den ganzen Poppy/Baby-Plot einfach nur schrecklich, überflüssig und schlecht geschrieben. Ich weiß nicht, was sich RTD wirklich dabei gedacht hat, aber ich zweifle daran, dass er an seinem Schreibtisch saß und dabei überlegt hat, wie er den Heteros eine reinwürgen kann oder welches Rollenmodel er uns verkaufen möchte. Ich fürchte eher, er musste einfach noch das Baby und Belinda storytechnisch mit einem rührseligen Effekt "entsorgen". Das ist keine Ideologie, keine Agenda, sondern einfach schlechtes Schreiben. Schade um Belinda, deren Charakter sich nach gutem Start als zunehmend belanglos erwies.
Eine für die Geschichten komplett überflüssige Rose Noble im Hauptquartier von Unit empfand ich dagegen als Teil einer Agenda. Was mir wahrscheinlich von bestimmten Foristen als Transfeindlichkeit ausgelegt wird.
Den zweiten Aspekt den ich ausdrücken wollte, dass sich manche Foristen (aus verschiedener Richtung) mit einer übertriebenen Heftigkeit auf bestimmte gesellschaftspolitische Aspekte der Serie oder entsprechende Kommentare stürzen und möglicherweise gelegentlich überinterpretieren.
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Na immerhin hat Kate einen Lover, der nicht von Grund auf Böse ist. Gut trainiert und ohne Persönlichkeit
Aber nicht weiß.
Und ich finds geil wie ich dafür, dass ich auf Fakten Hinweise rolling-eyes-emojis kriege. Wie kann ich es auch wagen anzusprechen, dass die Repräsentation offensichtlich eine Agenda verfolgt 🤣
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Das fing ja in den Specials schon an, als man eine historische (weiße) Persönlichkeit mit einem indisch stämmigen Schauspieler besetzte. Ich finde es für die betreffenden Darsteller schade, da sie genau genommen "ausgenutzt" werden. Hoffentlich werden sie wenigstens gut bezahlt. Man gibt sich keine Mühe, Figuren wie Rose oder Shirley ansatzweise eine Tiefe zu geben, oder nach historischen Personen zu suchen, die etwas geleistet haben und nicht weiß waren, aber kann sich trotzdem das "divers"-Sternchen anheften.
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