Der Doktor kommt zurück: DOCH NICHT Weihnachten 2026, sondern etwas später!

  • Es ging mir um die Theorie, daß es ab den 2010ern einen verstärkten Konsum von DW über Internet gegeben haben kann, weil die Technik für ein problemloses Anschauen vorhanden war. Wenn damals nicht unterschieden wurde, wer DW auf welchen Geräten geschaut hat, ist die ganze Diskussion sowieso Makulatur. Hast Du irgendwelche Zahlen aus der Zeit? Würden mich interessieren, besonders die aus der Smith- und Capaldi-Zeit. Daß es dann ab Jodie mit den Quoten rapide abwärtsging ist mir klar.

    Ich bin da bei weitem kein Spezialist für, aber es gibt mindestens einen eigenen Thread von Pascal zum Thema Quoten hier, der allerdings erst 2014 gestartet wurde. Meiner Erinnerung nach muss es vorher schon Diskussionen zum Thema gegeben haben, aber die habe ich jetzt nicht extra rausgesucht, außerdem weiß ich nicht, ob bei den Umstellungen des Forums in der Vergangenheit die älteren Threads immer mitgenommen wurden.

    Hamburger Science Fiction-Stammtisch

    Jeweils am zweiten Freitag eines Monats freffen sich ab ca. 18 Uhr im Vo Uu, ehemals Arkadasch, Grindelhof 17 in Hamburg, Science-Fiction-Fans aus Hamburg und Umgebung, um sich über Doctor Who & Co. zu unterhalten. Teilnehmen darf jeder, der an Science Fiction seine Freude hat und sich über diese und andere Dinge mit Gleichgesinnten austauschen möchte...

  • Radioactiveman Sorry, aber nein, ich stimme dir nicht zu. Du betonst gerne Streamingzahlen, gut und schön, aber die werden in den +7 und +28 Ratings bereits dazugerechnet, oder was glaubst du, woher die Zuschauer*innen kommen, die die Sendung eben nicht live im linearen Fernsehen gesehen haben und daher nicht in den overnight Zahlen auftauchen? Wie André McFly bereits festgestellt hat, steigen die Zahlen derjenigen, die innerhalb des gemessen Zeitraumes dazu kommen, nicht drastisch, während die Zahl der live Zusehenden sinkt. Heißt übersetzt, Doctor Who verliert Zuschauer.

    Nun kann man natürlich problemlos das Argument anbringen, dass dies nicht so schlimm ist, da alle anderen Sendungen auch Zuschauer*innen verlieren. Da ist der eine Punkt, in dem wir irgendwo übereinstimmen, denn auch dies stimmt. Der Unterschied ist nur in welchem Maße. Natürlich gibt es Sendungen, die noch wesentlich mehr an Anziehungskraft verloren haben, das steht nicht zur Diskussion. Genauso gibt es aber auch welche, die weniger einbußen mussten. Und am Ende kommt es eben auf die Relation an, auch im Vergleich zu anderen Sendungen. Das ist es, was du anscheinend nicht wahr haben willst.

    Ein Unternehmen, welches als Kerngeschäft sich immer noch auf das lineare Fernsehen und Radio konzentriert, guckt aktuell natürlich stark in die Röhre, Fernsehen glaube ich sogar überraschenderweise noch mehr als Radio. Nur generiert die BBC eben nicht durch Werbeeinnahmen, die wegbrechen, ihre Einnahmen, sondern durch die öffentliche Hand. Und ja, die BBC hat auch ein breites Streaming-Angebot, ähnlich inzwischen auch den deutschen Öffentlich-rechtlichen. Aber sowohl die ÖRRs als auch private Streaming-Anbieter müssen schauen, wo und für was sie ihr Geld ausgeben, denn das ist nicht endlos. Private Streaming-Dienste setzten ständig Sendungen ab, selbst solche, die gut laufen, sobald diese fast ausschließlich von Nutzer*innen geschaut werden, die bereits seit längerem ein Abo haben. Will heißen, sobald nicht mehr absehbar ist, dass eine Serie neue Abonnent*innen generiert, wird sie eingestampft, da es eben darum geht, die Zuschauerschaft immer weiter anwachsen zu lassen. Ein Spiel der Unmöglichkeit und etwas, was im klassischen, privaten, linearen Fernsehen so nicht gab, da dort eben mit Werbeeinnahmen alles finanziert wurde und die konnten durch Einschaltquoten bestimmt werden aka wie eine Sendung sich im Vergleich zu anderen schlägt. Das ist für Streaming (noch) uninteressant, auch wenn immer mehr Streaming-Anbieter dazu übergehen auch wieder Werbung zu schalten, weil ihr Wachstumssystem nicht aufgeht. Und all das muss man bedenken, wenn man darüber spekuliert, inwiefern Doctor Who einen internationalen Co-Geldgeber auftreiben kann. Die verschiedenen potentiellen Partner werden sich alle überlegen, ob DW dazu beitragen wird, dass sich ihre Abonnent*innenzahl erhöht oder nicht. Und da sie eben keinen direkten Einblick in die Zahlen von Disney+ haben, sich aber wohl denken können, dass dieser Effekt dort nicht eingetreten ist, müssen sie sich auf die britischen Zuschauerzahlen verlassen und die sehen nicht rosig aus.

    Damit auch zurück zur BBC und deren Entscheidungsfindung, denn auch hier spielen die Zuschauerzahlen eine große Rolle. Zwar braucht die BBC als ÖRR keine privaten Geldgeber und einen ständig anwachsenden Pool an neuen Zuschauer*innen, was sie aber benötigt ist öffentliche Zustimmung, da ihre Finanzierung als öffentliche Institution von politischen Entscheidungsgremien abhängt. Wenn eben Doctor Who für die BBC alleine zu teuer ist und sich kein internationaler Partner finden kann, wird es schwer für die Fürsprecher*innen der Sendung innerhalb der BBC, diese weiterhin zu verteidigen und im Programm zu halten. Sie können nicht einfach sagen, Doctor Who ist immer noch eine der beliebtesten Drama-Serien und ignorieren, dass günstiger zu produzierende Sendungen wie Seifenopern in den TV-Charts wesentlich erfolgreicher sind und andere Drama-Serien, vor allen Krimis, die günstiger zu produzieren sind, ähnlich erfolgreich sind wie Doctor Who. Da wird dann irgendwann die Frage aufkommen, ob man nicht Geld dadurch einsparen könnte, dass Doctor Who eingestellt wird und stattdessen eine andere Krimi-Sendung produziert wird, die eben weniger kostet, aber vielleicht eben genauso erfolgreich ist. Das ist eine simple Kosten-Nutzen-Rechnung, und da hilft es der Serie wenig, wenn die internen, aber nicht veröffentlichten iPlayer Zahlen zeigen, dass die Serie heutzutage nach einem Jahr doch noch auf die gleichen Zuschauerzahlen kommt wie vor zehn Jahren innerhalb eines Monats. Denn das führt zu der Frage, warum Doctor Who es nicht mehr schafft, diese Zahlen zeitnah zu generieren. Denn das sind die Zahlen, die für die Entscheidungsträger*innen von Interesse sind. Das mag dir nicht gefallen und du kannst diesen dann gerne unterstellen weltfremd zu sein, aber in deren Logik muss eine teure Produktion wie Doctor Who möglichst zeitnah möglichst viele Zuschauer*innen generieren und wenn sie das nicht schafft, dann wird sie zur finanziellen Belastung.

    Und nach diesem mega langem Beitrag werden ich dazu auch nichts mehr schreiben. Es wird höchstwahrscheinlich eh nichts bringen, weil du wieder irgendetwas in diesen Post hineininterpretieren wirst, was da so nicht steht, aber ich habe ganz ehrlich keine Lust, das irgendwie noch einmal gerade zu biegen oder klarzustellen.

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  • Anscheined hat jemand das angebliche Skript für das Weihnachtsspecial durchsickern lassen. Was haltet ihr von dieser Story?


    Externer Inhalt www.youtube.com
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  • Warum der Tender-Prozess so wichtig ist,
    in den letzten Tagen konnten wir in Washington sehen, was passiert, wenn eine Aufgabe ohne öffentliche Ausschreibung einem inkompetenten Unternehmen allein aufgrund von Beziehungen übertragen wird: die blaue Farbe würde abblättern und die Policebox würde von Algen überwuchert werden, noch bevor die Dreharbeiten beginnen...

    Radioactive Man

  • Wir haben ein Youtube Clip bekommen, in dem ein paar Typen die Tardis klauen, um das Königspaar zu den Commonnwealth Games zu bringen. Der Doctor hier war übrigens Sylvester McCoy.

  • "It's all about money",
    warum dauert es mit dem Tender-Prozess etwas länger? Chris Chibnall hat da eine ähnliche Position, wie ich sie bereits geäußert hatte. Eigentlich muss erst die Finanzierung über einen zukünftigen Streaming-Partner gesichert sein, damit dann klar ist, auf welcher finanziellen Grundlage eine Produktion stattfinden soll. Und den Streaming-Partner wird man erst finden, wenn die Produktion gesichert ist und klar ist, welchen Umfang und welche technische Qualität etc. für die zukünftigen Staffeln von Doctor Who gegeben sind. Die Katze, die sich in den eigenen Schwanz beißt.

    Chibnall bringt da auf den Punkt: Es dreht sich alles um das zur Verfügung stehende Geld.

    "It is about money": former showrunner explains why Doctor Who tender invitation will take time
    Chris Chibnall thinks that money is the primary reason why the BBC has not yet posted the Doctor Who competitive tender.
    cultbox.co.uk

    Radioactive Man

  • Chibnall bringt da auf den Punkt: Es dreht sich alles um das zur Verfügung stehende Geld.

    Das ist einfach der Punkt.

    Es war sowieso sehr seltsam, dass sich Disney da so blauäugig melken hat lassen, ohne vorher zu wissen, was ihnen RTD liefert.

    Diesen Fehler wird kein Streamingdienst wiederholen. Also wird ohne Konzept keine Kohle fließen. Dazu bräuchte man aber auf jeden Fall mindestens den Showrunner und den neuen Doctor. Die wird man aber ohne Kohle und weitreichende Zusagen nicht finden.

    Der BBC wird fast nichts anderes übrig bleiben, als die Sache selbst zu stemmen. Dazu wiederum braucht man Perspektiven, damit Geld zu verdienen. Es müssen Leute bereit sein, das neue alte Produkt abzunehmen. Also muss zumindest ein BBC-Gewaltiger sich hinstellen und ansagen, dass er persönlich ein Auge darauf haben wird, dass solcher Mist nie wieder vorkommt. Muss man in der Verwaltungsbürokratie auch erst mal jemanden finden.

    Dazu wäre sinnvoll, wenn sich im In- und Ausland potentielle Abnehmer finden, die bei einer etwas angepassten Lizenzpolitik vielleicht schon mal ein paar Sachen in die Wege leiten. Vielleicht was für den Kaffeetisch als Signal?

    A propos Kaffeetisch. Wenn der Unterhosendoktor sich mit seinem Lukashammer selbst skalpiert hat, steht Tennie vom Kaffeetisch auf und fliegt weiter, bevor er im nächsten Special regeneriert. Eigentlich gar nicht so schwierig, man braucht nicht mal Bobbie unter der Dusche und zwei Jahre Schwachsinn hat es einfach nie gegeben.

    Es bräuchte nur ein paar Leute mit Mut und Geld an den richtigen Stellen.

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  • Das hört sich ziemlich vernünftig an und wird wahrscheinlich so kommen wie Gatiss sagt. Hoffentlich wird die Pause nicht zu lang.

    Things that try to look like things often do look more like things than things.


  • Währenddessen:
    David Tennant empfiehlt im Doctor Who Magazine einen "shiny Doctor" für die Fortsetzung der Serie, es hatte ja bereits Spekulationen über eine Übernahme der Produktion durch Electric Entertainment gegeben, mit Tennant als Doctor. Wir sollten bei all diesen Stellungnahmen von Gatiss bis Tennant immer bedenken, dass es sich um private Meinungen handelt.

    -> https://cultbox.co.uk/news/david-ten…cular-performer

    Radioactive Man

  • Wie wärs mit Bernd dem Glitzerbrot?

    Injustice is the rule, but I want justice. Suffering is the rule, but I want to end it. Despair accords with reality, but I insist on hope. I don't accept it because it is unacceptable. I say no.

    - der achte Doctor, Camera Obscura

  • Es kann sich jetzt für die Produktion der nächsten Staffel beworben werden. Die Frist läuft bis zum 2. Oktober 2026. Ziel ist die Ausstrahlung 2028/29.

    New opportunity: Doctor Who invitation to tender
    Deadline for initial submissions: 2 October
    www.bbc.co.uk

    Injustice is the rule, but I want justice. Suffering is the rule, but I want to end it. Despair accords with reality, but I insist on hope. I don't accept it because it is unacceptable. I say no.

    - der achte Doctor, Camera Obscura

  • Wichtige Fragen bleiben unbeantwortet,
    welches Budget wird der Produktionsfirma zur Verfügung stehen, müssen die Stars und Showrunner von der Produktionsfirma gestellt werden oder werden die von der BBC vorgesetzt?

    Immerhin gibt es das Stichwort "regional", was in die Richtung geht, die sich mit der BBC Wales über viele Jahre doch recht gut bewährt hat.

    Und die genannte Jahreszahl klingt doch auch wesentlich besser als die pessimistischen Varianten, die kursierten.

    Radioactive Man

  • Na endlich, jetzt wissen wir warum wir Fans die RTD.2 Staffeln so schlecht fanden! Es waren die Leaks im Netz von einem bösen Unbekannten und nicht die unterirdischen Storys des Unfehlbaren.

    Und die BBC vor Millionen Ausgaben für ein Weihnachts Special 2026, von ihm produziert, hat er auch noch gerettet - gut dafür sollten wir wohl dankbar sein.

    Hätte er das mit der Fischi Serie mal auch getan !

    Nichts ist traurig bis es zu Ende ist, dann ist Alles traurig. 12thdoc

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