• Habe ein Zeit lang überlegt, ob ich den allgemeinen Star Trek Thread wieder anschiebe, aber so macht es mehr Sinn - glaube ich. Da im Whoniverse ja erst einmal wenig Neues zu erwarten ist, außer Spekulationen, dachte ich wir schauen uns mal die neuen Errungenschaften der Nachbarschaft an. Ich gehe dort ja auch schon seit mittlerweile fast 53 Jahren ein und aus.

    Bei dieser neuen Serie war ich sehr hoffnungsvoll aber auch ängstlich, da sie ja aus ST Disco hervor geht und die ganze Brand - Geschichte war ja nun wirklich "bescheiden". Aber natürlich bietet sie auch die Möglichkeit eines kompletten Reset, können wir hier ja auch gebrauchen.

    Um es zu Beginn einfach kurz zu machen, die ersten beiden Folgen haben mir richtig gut gefallen. Tolle Schauspielerleistung, bildgewaltig und entgegen meiner ursprünglichen Befürchtung stört mich die " Coming of Age" Story bisher nicht im geringsten. Für treue Fans, wie mich:D, gibt es schöne Referenzen - sogar zu Prodigy und Lower Decks. Muss man aber nicht kennen, ich finde die Serie auch gut geeignet für Neueinsteiger.

    Ich hoffe wirklich es bleibt annähernd auf diesem Niveau - kann Trost dringend brauchen !

    Vielleicht gibt es ja hier ein paar Treckies, die ihre Eindrücke mit mir teilen wollen, würde mich freuen ;).

    Ach ja, bisher keine Spur von Trumpifizierung !

    Nichts ist traurig bis es zu Ende ist, dann ist Alles traurig. 12thdoc

  • Ach ich mag deine optimistische Sicht auf alles und die damit einhergehende tolerante Lebenshaltung ..da merkt man die "Star Trek" Erziehung sehr in dir! :thumbup:

    Ich hab die ersten Folge gestern geschaut und ja,es ist nicht die Vollkatastrophe ,die ich erwartet habe-aber leider auch immernoch Lichtjahre ohne warp von gutem "Star Trek " entfernt. Ich bin aufgewachsen und sozialisiert mit dem 90er Trek,der mich inspiriert hat,der mich hat nachdenken lassen,der mich mit Werten und Hirn versehen hat. Und weil ich dadurch "Star Trek " so tief in meiner DNA habe,habe ich natürlich auch das gesamte "New Trek" bisher gesehen lit mal mehr und oft mit mal weniger Freude.

    "Starfleet Academy" ist nicht der Bodensatz dieses neuen emotionalen Fun-Treks und macht in vielem schon Spass. Der Grundton ist angenehm,die Schsuspieler stimmen,auch wenn mich Paul Giamatti,den ich eigentlich sehr schätze und in "The Holdovers" sehr geliebt habe,mit seinem Overacting etwas genervt hat. Robert Picardo macht auch wieder Freude als Holodoc und die Sets sind ausladend.

    Leider ist Drehbuch nicht gut und man merkt,dass es die gleiche Klitsche schreibt, die auch schon "Picard" und "Discovery" nicht schreiben konnte. Es ist einfach erschreckend anspruchslos generisch und wenig aufregend. Von Kleinigkeiten,die mich stören,wie Eistüten und Hüpfbälle auf Bajor ,will ich gar nicht anfangen.

    Aber ich schau weiter...es ist ja immerhin "Star Trek" :24:

    Einmal editiert, zuletzt von Corren (16. Januar 2026 um 21:13)

  • Danke für deine netten Worte, aber ich glaube du hast recht damit, dass Star Trek viel zu meiner doch meist positiven Weltsicht beigetragen hat. Mein Star Trek Einstieg war 1972 TOS, was ich verschlungen habe. Als 1990 dann TNG ins deutsche TV kam brauchte ich eine ganze Zeit und musste viele furchtbare Folgen ertragen ( Hand auf Herz : "Das Gesetz der Edo" , echt jetzt ). Richtig gezündet hat es bei mir erst ab Staffel 3. Ähnlich bei DS 9 (meiner heutigen Lieblingsserie) und Voyager ( die Kazon haben so genervt). Aber immer kam auch zu Beginn eine Goldstandart Folge, die mich dabei hielt. Und diese Hoffnung habe ich immer bei Star Trek.

    Diese neue Serie ist zwar eher für ein jüngeres Publikum konzipiert, doch ich finde auch meine Ankerpunkte in den Ausbildern. Im Doktor :D und der Nummer 1 Lura Thok kann ich mich recht gut spiegeln. Ja bei den kurzen Staffeln heute kann man sich nicht viele Ausfälle leisten, aber das hier war ja schon mal keiner. Und wenn dann vielleicht noch 2-3 Goldstandarts dazu kommen ist das schon mehr als in manch anderer Serie ;).

    Es kann wirklich interessant werden, wie die Föderation nach dem fast völligen Zusammenbruch wieder zu den alten Werten findet. Star Trek war ja schon immer ein Spiegel der Zeit mit optimistischem Blick in die Zukunft. Unsere Werte bröckeln ja gerade auch überall weg.

    Also: live long and prosper - Geronimo :D

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  • Es ist einfach schlechtes Storytelling.
    Es sind wie bei Disco wieder einmal zu viele Charaktere im Zentrum.
    Dann ist das einfach 90210 in Space und das Whizkid Thema ist mit Wesley, Adric, Eli und Lucas
    nun wirklich töter als tot. Dann noch der einfallslose Storyarc mit der Mutter.
    So etwas geht in der Regel schief, siehe Daniel Jacksons Frau in Stargate oder Mulders Schwester.
    Zudem finde ich das das neue "Schiff" einfach grässlich aussieht.
    Und die Discovery war natürlich bei der Wartung.
    Es kann eigentlich nur besser werden.

    Einmal editiert, zuletzt von stevmof (17. Januar 2026 um 16:34)

  • Also ich gebe zu, dass ich beim Begriff "Starfleet Academy" an ein Computerspiel dachte. Die neue Serie hab ich noch nicht gesehen (wo läuft die eigentlich?), aber einige Äußerungen hier haben mich derart in meine Vergangenheit katapultiert, dass ich einfach mal was schreiben muss.

    Mein Star Trek Einstieg war 1972 TOS, was ich verschlungen habe.

    Als 1972 eine Fernsehzeitschrift darüber informierte, dass auch die Amis ein Raumschiff Orion hätten, wurde der kleine Helmut von seiner Tante vor die Glotze gesetzt, damit sie in Ruhe den Hausputz machen konnte. Nachmittags liefen ja damals schon Kinderserien. An jenem Tag war es irgendwas amerikanisches mit einem Raumschiff. Peter Jurasik eröffnete viele Jahre später ein ganz anderes Franchise mit den Worten "I was there". Klein-Helmut war dabei, als zum ersten Mal "Morgen ist gestern" über die Kiste flimmerte. Waren irgendwie mehr Flugzeuge als Raumschiffe und die Handlung war für ein Kind etwas komplex, aber mein Interesse war geweckt. Regelmäßig saß ich mit einer Wasserpistole als Phaser ausgerüstet vor dem Apparat. Könnte ja sein, dass die Klingonen kämen. Ich verstand vieles nicht. Dabei hatte das ZDF sich so bemüht, diese Kinderserie auch als solche zu synchronisieren. Spaßigerweise war meine damalige Lieblingsfolge ausgerechnet "Die Reise nach Babel". Ich konnte ja auch gar nicht wissen, dass das ZDF "she who is my wife" eigenmächtig den falschen Namen Emily verpasst hatte, nachdem der Name Amanda damals nicht genannt wurde. Am meisten hatte mich in jener Zeit geärgert, dass der Sender bei jedem Quatsch Folgen einfach unterbrach oder sogar abbrach oder einfach ausfallen ließ. Ich hatte schon damals kein Verständnis dafür, dass wegen ein paar überbezahlter Analphabeten, die gelangweilt einen Ball herumschoben, meine Lieblingsserie ausfiel, auch wenn ich damals über diesen sogenannten "Sport" überhaupt nichts wusste. Auch das selbstdarstellerische inhaltslose Gelaber von Politikern ärgerte mich maßlos und die 256te Hochrechnung einer längst entschiedenen Wahl interessierte mich auch in späteren Jahren nicht die Bohne. Spitzenreiter meiner Abneigung war, als das ZDF die Folge "Tödliche Wolken" einfach mittendrin abbrach, damit ein paar Gestalten ihre Freude darüber Ausdruck verleihen konnten, dass sie wieder ein paar Jahre vom Steuerzahler alimentiert werden würden. Aber das verstand ich natürlich alles noch nicht. Ich verstand nur, dass ich nicht erfahren würde, wie die Geschichte ausging wegen ein paar Laberköpfen.

    "Nicht mehr im Fernsehen, nur noch im Gong!" war dann der nächste Schritt meiner Star-Trek Karriere. Hier sah ich zum ersten Mal, dass Kirk, Spock und Scotty nicht nur Pullover in verschieden hellen Grautönen trugen, sondern das das Gelb, Blau und Rot sein sollte. Vom ZDF nicht eingekaufte Folgen erschienen als Fotoroman unter reißerischen Titeln wie "Das große Verbrechen des Mr. Spock". Da war doch später das "Talos IV Tabu" von SAT1 geradezu harmlos für so eine Anstalt. Überhaupt war die Handlung teilweise völlig ins blödsinnige verzerrt. So wurde der Melkot zum "großen Khor", der die Menschen nicht am Besuch seines Planeten hindern wollte, sondern ihnen generell die weitere Erforschung des Universums verbieten wollte. Wurde Q im Gong erfunden? Unerwartet kreativ zeigte sich die Redaktion später beim ersten Kinofilm, bei dem sie einige Bilder aus der alten Serie dem eigentlichen Film voranstellten, in denen sie betonten, dass Kirk zu höherem berufen sei. Dass Mark Lenard als "friedlicher Klingonese" mittlerweile das dritte Serienvolk verkörperte, zog das Ganze dann doch irgendwie wieder ins lächerliche. Selbst im ZDF hätte man erfahren können, dass die Klingonen keine "Klingonesen" waren und keineswegs friedlich. Aber das machte ja nichts bei Kinderfilmen. Vielleicht lag es auch am neuen Makeup, dass die Redaktion überforderte. Im Nachhinein muss ich dem Gong aber zugestehen, dass das was sie da an Star Trek, Star Wars und dem klassischen Kampfstern Galactica verbrochen haben immer noch um Welten besser war, als das was Zeitschriften wie "Bravo" aus Bond-Filmen machten.

    Die dritte Etappe war dann die leider sehr kurzlebige Fotoroman-Serie des Bastei-Verlags. In 6 Taschenbüchern kamen "Die Stadt am Rande der Ewigkeit", die "Spitze des Eisbergs" wurde zum "Vorstoß zur Unsterblichkeit", an die restlichen deutschen Titel der Ausgabe erinnere ich mich nicht, aber es waren "Trouble with Tribbles", "A taste of Armaggedon", die vom ZDF völlig verstümmelte Folge "Metamorphosis" und "All our yesterdays". Im letzten Band waren "Die Überlebenden der Galileo 7" noch angekündigt, aber die Serie wurde eingestellt. Das wären vermutlich heute Sammlerstücke, mir sind die Bücher leider gemeinsam mit meiner Heyne Star Trek Sammlung im Keller angeschimmelt.

    Apropos Heyne, als die Kinofilme kamen, gab es meistens Filmbücher lange vor der deutschen Premiere. Auf dem Buch von "Star Trek - Der Film" aus dem Moewig-Verlag prangte ein Playboy-Logo, warum auch immer. Es brachte mir einige verstörte Blicke in der Schule ein. Da die Bücher oft auf sehr frühen Drehbuchfassungen beruhten, enthielten sie oft Szenen, die man später nicht mal als "Deleted Scene" auf DVD finden sollte.

    Fast hätte ich "Die Enterprise" vergessen, was man damals auch besser sollte. Was von den amerikanischen Machern gut gemeint war, verkam im deutschen Fernsehen zu einer Kinder-Comedy-Show. Der Transporter wurde zur "Rutschbahn", man wurde nicht gebeamt, sondern "hochgejubelt", es war nur noch peinlich.

    Da ich nicht weiß, wieviel Text die Forensoftware zulässt, mach ich hier mal einen Schnitt und setze in einem getrennten Post fort.

    ObexI1U1I-5cxI-01234501234.gif1.4thdoc 2.11thdoc 3.7thdoc 4.2nddoc 5.5thdoc 6.6thdoc 7.3rddoc 8.1stdoc 9.8thdoc 10.Wardoc 11.12thdoc 12.9thdoc 13.10thdoc 14...(alles nach "Twice upon a time" ist nicht wert, gewertet zu werden)

  • Iggy hat es prophezeit ...

    43% Rotten Tomatoes

    Nun ja , da hast du wohl die Selbstdarsteller - Liste erwischt. Hätte es die zum Start von TNG oder DS9 schon gegeben hätte es wohl noch schlimmer ausgesehen. Die Nutzer dieser Popkornliste plappern gern den Müll nach der von Hatern im Internet verbreitet wird. So wie: viel zu viele starke und intelligente Frauen, der einzige alte weiße Mann ist der Bösewicht, viel zu divers, zu viele nicht schlanke Menschen, Rollstuhlfahrer gibt es doch im 32. Jhr. nicht mehr und besonders schwachsinnig weil völlig irrelevant : die Captain setzt eine Brille auf, liest Bücher, hört Schallplatten und lümmelt im Captain's Chair - Blasphemie !!! Und das alles schon bevor die Serie online war, nur durch ein Paar vergrämte YouTuber, die schon mal vorab Folgen sehen durften und ihrer Hater Gefolgschaft, fundierte Kritiken findest du selten. Aber deshalb treibe ich mich ja auch hier herum und nicht bei YT, Fazebuch oder - iiiigitt - X.

    Ich bleibe dabei : bisher gefällt mir die Serie ! Wer Angst hat sie ist zu sehr "90210", der soll es wie ich machen und das alles aus der Sicht der Ausbilder sehen. Und da meine jüngste Tochter und meine älteste Enkeltochter in den 20ern sind ist mir diese Seite auch nicht so fremd. Vielleicht wird es ja auch viel mehr "Friends". Und Lura Thok alias Nummer 1 hat einen herrlichen Ausbildungsstil, erinnert mich an meine Zeit bei der Armee in den späten 70ern - so war ich auch ;).

    Es sind wie bei Disco wieder einmal zu viele Charaktere im Zentrum.

    Da muss ich gestehen habe ich auch Sorge, dass da bei den paar Folgen einige auf der Strecke bleiben - aber es gibt ja immer wieder Unfälle :D.

    Zudem finde ich das das neue "Schiff" einfach grässlich aussieht.

    Sehe ich leider auch so, aber nur von von außen, innen finde ich das Set großartig.

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    Einmal editiert, zuletzt von OldEvilDad (18. Januar 2026 um 18:04)

  • Wirklich zauberhaft wie du dich bemühst :love:, aber nachdem der nette Youtuber erzählt hatte was er alles nicht gesehen hat, habe ich seine fundierte Ansicht natürlich sofort erkannt......und abgeschaltet. Da sieht man einmal wie wenig ein schickes Intro aussagt.

    Selber denken macht schlau - hat meine Oma immer gesagt. Und sie war eine kluge Frau!

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  • Ich hatte mir das Review von den SciFiNews-De Herren angeschaut:

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    Die mögen ja Teile von Strange New Worlds und werden auch ein paar Euro verdienen, wenn sie viele Videos online stellen. Aber bei der neuen Serie hatten sie nach Durchsicht der ersten 6 Folgen offensichtlich nicht mal mehr Lust, zu jeder Folge eine Besprechung zu machen. Tja...

  • Mir gefällt an der neuen Serie die offensichtliche Rückbesinnung auf den optimistischen Blick auf die Zukunft. Hier geht es um den Wiederaufbau der alten Föderation und der alten Sternenflotte nach dem Brand, und das ist ja im Grunde das, was "Starfleet Academy" nun ebenfalls tun will: Die Rückbesinnung auf alte Tugenden und den Wiederaufbau von "Star Trek".

    Besonders schön: Es passieren dramatische Dinge, aber es gibt nie diese überzogene Sentimentalität, unter der leider ja vor allem "Star Trek: Discovery" öfter mal gelitten hat. So wie hier Holly Hunter eine Figur spielt, die zwar von einem schlechten Gewissen geplagt wird, die aber deswegen nicht rumjammert und sich selbst bemitleidet, sondern die einfach nur versucht, ihre Fehler wieder gutzumachen, das gefällt mir ausgesprochen gut und es zeigt mir, dass Kurtzman hier offenbar begriffen hat, wie man Emotionalität ohne Weinerlichkeit präsentiert.

    Der Pilotfilm hatte alles, was von einem Serienauftakt zu erwarten ist. Die wichtigsten Figuren mit ihren Hintergründen und das Setting wurden eingeführt, die Action war gelungen, aber nicht übertrieben, und dass man erst im Finale die Sternenflottenbasis in San Francisco zu sehen bekam, war eine durchaus clevere Idee.

    Und vor allem: Jede der Figuren durfte zeigen, was in ihr steckt.

    Genesis übernimmt in der Krise sofort die Rolle des Anführerin, und das macht sie so selbstsicher und unauffällig, dass es sich völlig organisch anfühlt.

    Caleb darf noch einmal glänzen, weil er die Art der programmierbaren Materie wiedererkennt, Sam dient als Energiequelle, Darem wird zu einem fast unzerstörbarem Wesen, das sogar kurze Zeit im Vakuum überleben kann, und Jay-Den erkennt, dass auch das Retten von Leben oft Mut erfordert.

    Das macht das Drehbuch sehr schön und klassisch, und es macht einfach Spaß dabei zuzusehen, wie diese Figuren gleich in der ersten Folge zeigen, dass sie sich im Notfall aufeinander verlassen können.

    Gleichzeitig kann Captain Ake mit einem witzigen Bluff den Schurken in die Flucht schlagen, in dem sie ein Simulationsprogramm zu Trainingszwecken nutzt, um einen Warpkernbruch vorzutäuschen.

    Folge 2 war deutlich ambitionierter, denn es ging um Betazoid, welches seit dem teilweise Kollabieren der Föderation hinter einer Barriere lebt.

    Caleb steht hier erneut im Zentrum, und er freundet sich mit einer jungen Betazoidin an, was zu einer kleinen Romanze führt. Was ja sehr typisch ist für "Star Trek", die Annäherung zweier Kulturen über eine Romanze hatten wir bei Kirk ja unentwegt.

    Das Neue wagen, um das Alte zu bewahren, das ist Thema dieser Episode und das ist es ja auch, was die Serie mit "Star Trek" anstrebt. Insofern glaube ich nicht, dass es ein Zufall ist, dass der Holodoc bei dem Empfang Szenen aus der Oper "Die Zauberflöte" singt.

    Die Oper "Die Zauberflöte" hat ja zum einen mit festgefahrenen, elitären Traditionen der Wiener Oper gebrochen. Sie sollte volkstümlicher und zugänglicher sein, weshalb sie die Sprache des Volkes verwendete, nämlich nicht italienisch sondern deutsch.

    Zugleich hat sie sehr komische Figuren wie Papageno und Papagena mit sehr ernsten, symbolischen Inhalten verbunden. Es war also eine Mischung aus Märchen und Komik, und das ganze mit moralisch-philosophischem Anspruch.

    "Die Zauberflöte" hat zum einen sehr einfache Melodien, dann aber wieder mit die schwierigsten und anspruchsvollsten Arien der gesamten Opernwelt.

    Und eine weitere Parallele scheint es auch zu geben: Die Oper "Die Zauberflöte" war zunächst gar kein Erfolg und stieß auf große Ablehnung. Heute ist sie eine der meist gespielten Opern weltweit.

  • Serienfan das ist ja eine wirklich tiefschürfende Besprechung und zeigt den Fan, der auch auf Kleinigkeiten achtet. ich bin jetzt auch schon beim 3. Durchlauf und mir fällt immer mehr auf. Besonders die liebevoll eingebauten Eastereggs, die die gesamte Starfleet Geschichte wertschätzen, sogar das von Paramount so sträflich fallen gelassene Prodigy. Den Hintergrund der Zauberflöte hatte ich noch nicht auf dem Schirm - danke dafür.

    Solus Ja, das Video von SciFiNews wird mir auch immer wieder vorgeschlagen - als Star Trek Fan eben. Habe es mir angesehen und dennoch die Folgen gestreamt. Bei den beiden Jungs denke ich immer wieder wtf sind das arrogante ...

    Youtuber die ich in mein Wohnzimmer lasse müssen immer eine Eigenschaft haben - ich müsste gern ein Bier mit ihnen trinken wollen. Die beiden gehören wahrlich nicht dazu.

    Aber der hier aus meiner Bubble - da ihr ja so gern Youtuber zu Rate zieht. Der Junge schwimmt genau so gern gegen den Strom wie ich :D.

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    Für alle die ein wenig Muße haben und sich eine wirklich fundierte und ausführliche Analyse anhören wollen, habe ich hier den neuesten PlanetTrek fm Podcast. Mit der auch im Whoniverse nicht unbekannten Autorin und Übersetzerin Claudia Kern und dem nicht minder bekannten Björn Sülter !

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    4 Mal editiert, zuletzt von OldEvilDad (20. Januar 2026 um 16:50) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von OldEvilDad mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Moin in die Runde :D,

    heute steht also die 3.Folge zum Anschauen bereit. Ich habe meine 3 Durchgänge (2 Synchro, 1 O.m.U.) bereits absolviert - und muss sagen, es wurde mit dem Durchläufen besser. Reicht aber nicht an die ersten Folgen heran.

    Unter dem Überbau die Werte und die grundlegende Art der Konfliktlösungen der neuen Starfleet zu lehren ( mit Geduld und Empathie), überziehen sich hier War College und Starfleet Academy mit teils bösen Streichen. Für mich etwas zu Max und Moritz, und auch zu konsequenzlos durch die Ausbilder. Aber wahrscheinlich ist diese stark ausgeprägte College Rivalität ein eher US - Amerikanisches Phänomen und für uns weniger nachvollziehbar. Außerdem finde ich in der Academy steckt eigentlich genug Konfliktpotential. Und Nus Braka strolcht ja auch noch durchs All.

    Auf jeden Fall werden die Charaktere der Kadetten weiter erzählt und ihre Beziehung untereinander gefestigt. Genesis kristallisiert sich als the Leader of the Gang heraus - finde ich gut.

    Das jetzt jedoch noch mehr Charaktere aus dem War College eingeführt werden macht es schwierig, alle anerzählten Stränge weiter zu führen. Lassen wir uns überraschen.

    Die Brückencrew wird wohl erst beim nächsten All - Ausflug näher vorgestellt.

    Jedenfalls ist mir der Hauptcast jetzt schon näher als die Crewmitglieder der Discovery nach 5 Staffeln. Die schauspielerischen Leistungen gefallen mir sehr und die Story bis hier ist nachvollziehbar und mit wenig Schwächen. Humorvoll bleibt es weiter.

    Ach ja, Lura Thok und Jett Reno werden als Paar eingeführt - das biete Potenzial :D ! Ich mag beide.

    Ich gebe der Folge 6,5/10 Punkten, bei den ersten beiden wäre ich bei 8 bzw. 8,5/10.

    Nichts ist traurig bis es zu Ende ist, dann ist Alles traurig. 12thdoc

  • Spätestens seit der dritten Folge könnte man die Serie umtaufen in Starfeet Academy.

    Ach und Caleb mag und macht keinen Sport...ernsthaft? So wie der aussieht?

    Im Großen und Ganzen bin ich kein Fan der Serie bisher, zu wenig Star Trek Feeling zu viel Teenikram.

    Einmal editiert, zuletzt von Postcard (23. Januar 2026 um 22:14)

  • Spätestens seit der dritten Folge könnte man die Serie umtaufen in Starfeet Academy.

    Ja, langsam überziehen sie diese anfangs noch witzige Eigenart von Nahla Ake.

    Ach und Caleb mag und macht keinen Sport...ernsthaft? So wie der aussieht?

    Oder ? So sieht kein Straßenkind aus sondern ein Kraftsportler . Reymi würde ich das körperlich eher abkaufen ! Aber schauspielerisch finde ich beide gut.

    Buchen wir dieses Folge mal unter " für amerikanische College Kids" geschrieben ab.

    Auf der anderen Seite: sehen wir uns die alten Star Trek Serien an und ihre ersten Staffeln und 3. Folgen - die richtigen Brecher waren das nie. Und was wurde ausnahmslos über jede neue Serie gewettert, ja auch und gerade über TNG und DS9. Heute lieben wir sie. TOS wurde nach 3 Staffeln abgesetzt - das wären heute mindestens 6. Es ist heute viel schwieriger die Story an zu passen, wenn etwas nicht gleich funktioniert.

    Warten wir noch ein wenig, ab hier soll es besser werden !

    Nichts ist traurig bis es zu Ende ist, dann ist Alles traurig. 12thdoc

  • Es gibt nur eine relevante, und vorallem vollkommen objektive Reviewseite, und das ist natürlich zukunftia.de mit Klapowski und Sparkiller, die sich bisher angenehm überrascht zeigen:

    Folge 1: 2/5, 1.5/5
    Folge 2: 1.5/5, 2/5
    Folge 3: 1.5/5, 1.5/5

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