Steven Moffat: "Doctor Who is a mass appeal show."

  • Steven Moffat: "Doctor Who is a mass appeal show. It has to appeal to ALL sides of the argument. You can't just be the left wing show or the right wing show." Steven Moffat perfectly explaining how Doctor Who is a show for EVERYONE


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  • Moffat hat sowohl recht als auch unrecht, zur gleichen Zeit. Ja, der Doctor als Charakter ist eine Figur der Widersprüche, genauso wie er es hier darstellt. Dies macht den Doctor zu einer interessanten Figur, die es schafft, das Interesse der Zuschauer*innen zu binden. Dies sagt aber nichts darüber aus, ob die Sendung an sich auch in sich widersprüchlich sein muss. Dieses "weder links noch rechts" gab es natürlich schon immer, aber meistens sind es dann Folge, die irgendwie vergessenswert sind, weil sie eben nichts zu sagen haben. Wenn Du eine Geschichte erzählst, die keinen Kern hat und am Ende nur aus bunten, bewegten Bildern besteht, dann ist das nicht unbedingt etwas, was Menschen dazu bringt, zu dieser zurückzukommen und sie erneut zu schauen, sei es als Film oder Fernsehepisode. Dies kann genauso gut auf Bücher und andere Medien übertragen werden. Warum denn auch? Sie hat schließlich inhaltlich nichts zu bieten. Und ich würde argumentieren, Moffat weiß dies. Als Showrunner hat er selbst die Produktion von mehreren Episoden verantwortet, die klare Positionen beziehen, zumeist übrigens eher nach links als nach rechts gerichtet. Was er aber wesentlich besser gemacht als seine beiden Nachfolger war, diese in die Geschichten einzubauen.

    Zu oft sind die Botschaften, für die Chibnall und RTD von rechten und reaktionären Stimmen verteufelt werden, eben nicht in die Geschichten integriert sondern kommen herüber als ob sie nachträglich dran gehängt wurden. Oder eben nicht durchdacht waren. Dadurch bekommen wir dann Folgen wie Kerblam!, die anscheinend nicht weiß, ob sie anti-Arbeiterbewegungen oder anti-Amazon sein will oder beides. Oder Orphan 55, wo man den Klimawandel durch irgendeine x-beliebige Naturkatastrophe hätte ersetzen können und man nur den Klimawandel als Auslöser gewählt hat, damit die Doctorin den Zuschauer*innen sagen kann, wir sollten doch endlich auf die Wissenschaftlicher*innen hören. Oder Dot and Bubble, eine Folge so voll mit Gesellschaftskritik, dass sie daran selbst erstickt, weil sie auf keinen der Punkte wirklich eingehen kann. Oder Lucky Day, eine Folge, die auf der einen Seite zurecht die Gefahr von Verschwörungstheoretikern in der heutigen Zeit aufzeigt, dabei aber nicht bereit ist, die unethischen und zum Teil auch illegalen Machenschaften von UNIT zu hinterfragen, weil man es sich zu einfach macht und sich wieder nicht die Zeit nimmt, alle Aspekte so zu beleuchten, wie man es müsste.

    Das Problem, gerade in der RTD 2.0 Ära, liegt oftmals nicht an den Ideen oder den Botschaften, sondern daran wie die diese umgesetzt werden. Acht Episoden sind zu wenig. Es fehlt einfach die Zeit, um eben solche Geschichten, die auf mehreren Ebenen funktionieren und auch erzählt werden müssen, vernünftig umzusetzen, das heißt eben auch als Zweiteiler in der Mitte der Staffel. Stattdessen gibt es einen Speedrun durch das, was der Autor oder die Autorin sagen will, begleitet mit vielen schönen, bunten, bewegten Bildern, was dann so wirkt, als solle die Aussage der Folge mit dem Vorschlaghammer den Zuschauenden eingehämmert werden. Das ist kein gutes Fernsehen, weil es eben kein gutes Geschichtenerzählen ist. Und damit verliert man eben den "mass appeal" und wird dann in eine Ecke gestellt. Dann ist Doctor Who eben eine linke Sendung, die es für Menschen, die eine anderen Einstellung haben, nicht mehr wert ist, geguckt zu werden. Wobei dabei das Internet und die Polarisierung der Gesellschaft, vorangetrieben durch die Algorithmen der "sozialen" Medien dabei natürlich auch eine gewaltige Rolle spielen, dieser Post ist aber schon viel zu lang geworden, daher werde ich darauf jetzt nicht auch noch eingehen.

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  • Übersetzt: „Doctor Who ist eine Serie mit breiter Anziehungskraft. Sie muss ALLE Seiten der Debatte ansprechen. Man kann nicht einfach eine Serie für die Linke oder für die Rechte sein.“ Steven Moffat erklärt damit perfekt, warum „Doctor Who“ eine Serie für JEDEN ist.

    Das klingt vernüftig, aber ich bevorzuge konservatives Doctor Who. ;)

    1.4thdoc3rddoc 2.12thdoc 3.7thdoc 4.2nddoc11thdoc 5.9thdoc 6.6thdoc1stdoc 7.8thdocWardoc 8.5thdoc 9.10thdoc ... (Unwichtig, aber Tennant ist nicht mehr Letzter :P)

  • Meiner Meinung nach hat Moffat hier ein grundlegendes Problem, nicht nur von Chibnall/RTD's Doctor Who, erkannt und schonungslos benannt. Ähnliches finden wir gegenwärtig ja auch im Star Trek Universum . Diese Serien polarisieren statt zu einigen. Sie werden nur geschrieben, eine gewisse Agenda des jeweiligen Showrunners dar zu stellen. Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Differenzen werden so nur abgebildet und schlimmsten Falls verstärkt. Eigentlich war es ja der Alle verbindende Charakter dieser Shows, der ihren Wert für die Fans ausmachte. Basierend auf grundlegenden humanistischen Werten Geschichten in Raum und Zeit erzählen, Optimistisch, positiv utopisch, vielleicht leicht erzieherisch. Aber nicht mit der Ideologischen Keule.

    Nicht sich gegenseitig nieder brüllen, sondern einander zuhören - das fehlt in der heutigen Zeit.......diesen Shows und deren Fans.

    Nichts ist traurig bis es zu Ende ist, dann ist Alles traurig. 12thdoc

  • Diese Serien polarisieren statt zu einigen.

    Da frage ich mich aber schon wieso sie polarisieren. Was wäre denn die Alternative? Den Klimawandel leugnen, für weniger Vielfalt und Minderheitenrechte eintreten oder es mit der Gleichstellung von Männern und Frauen nicht so genau nehmen? Das könnte es ja wohl nicht sein.

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  • Da frage ich mich aber schon wieso sie polarisieren. Was wäre denn die Alternative? Den Klimawandel leugnen, für weniger Vielfalt und Minderheitenrechte eintreten oder es mit der Gleichstellung von Männern und Frauen nicht so genau nehmen? Das könnte es ja wohl nicht sein.

    Für die rechten ist das die Lösung.

  • Da frage ich mich aber schon wieso sie polarisieren. Was wäre denn die Alternative? Den Klimawandel leugnen, für weniger Vielfalt und Minderheitenrechte eintreten oder es mit der Gleichstellung von Männern und Frauen nicht so genau nehmen? Das könnte es ja wohl nicht sein.

    Ruhig mein Freund, du willst mir das hier ja nicht wirklich unterstellen oder hast du nach diesem Satz meinen Post vor lauter Aufregung nicht weitergelesen. Und Mr.PR stellt mich gleich wieder in die recht Ecke !

    Womit ihr natürlich gleichzeitig meine Aussage unterstreicht.

    Wenn ihr es nicht mitbekommen habt: ich liebe die neue Star Trek Serie und mag eigentlich auch Chibnall's DW (Disney-Who wäre noch zu diskutieren), aber wollt ihr wirklich allen Ernstes behaupten, dass sie nicht polarisieren ? Für mich jedenfalls muss ein Doctor nicht jedem Kerl sabbernd nachsehen, ich hätte einen schwarzen schwulen Doctor auch so akzeptiert. Aber konservativere Gemüter schreckt das natürlich um so mehr ab. Aber sollten wird uns nicht auch solche Meinungen anhören und versuchen zu verstehen.

    Aber wenn für euch schwarz und weiss genug ist - meinetwegen. Ich mag eher das Bunte dazwischen.

    Nichts ist traurig bis es zu Ende ist, dann ist Alles traurig. 12thdoc

  • Ruhig mein Freund, du willst mir das hier ja nicht wirklich unterstellen oder hast du nach diesem Satz meinen Post vor lauter Aufregung nicht weitergelesen. Und Mr.PR stellt mich gleich wieder in die recht Ecke !

    Womit ihr natürlich gleichzeitig meine Aussage unterstreicht.

    Wenn ihr es nicht mitbekommen habt: ich liebe die neue Star Trek Serie und mag eigentlich auch Chibnall's DW (Disney-Who wäre noch zu diskutieren), aber wollt ihr wirklich allen Ernstes behaupten, dass sie nicht polarisieren ? Für mich jedenfalls muss ein Doctor nicht jedem Kerl sabbernd nachsehen, ich hätte einen schwarzen schwulen Doctor auch so akzeptiert. Aber konservativere Gemüter schreckt das natürlich um so mehr ab. Aber sollten wird uns nicht auch solche Meinungen anhören und versuchen zu verstehen.

    Aber wenn für euch schwarz und weiss genug ist - meinetwegen. Ich mag eher das Bunte dazwischen.

    Ich hatte dich mit keienen Wort erwähnt. Ich sagte nur dass die rechten halt keine POC und queeren Leute und Klimawandel in den Meiden haben wollen. Warum fühlst du dich so angegriffen?

  • Ich hatte dich mit keienen Wort erwähnt. Ich sagte nur dass die rechten halt keine POC und queeren Leute und Klimawandel in den Meiden haben wollen. Warum fühlst du dich so angegriffen?

    Keine Sorge so schnell fühle ich mich nicht angegriffen, bin nur der Kausalkette der Zitate gefolgt ;)

    Nichts ist traurig bis es zu Ende ist, dann ist Alles traurig. 12thdoc

    Einmal editiert, zuletzt von OldEvilDad (6. April 2026 um 14:51)

  • Abermals ist es erstaunlich wie schnell bestimmte Personen anfangen sich gegenseitig zerfleischen und Kampfbegriffe auspacken. Wie vorhersehbar, peinlich und unreif das immer ist. Ob links oder rechts, ob woke oder konservativ, dieses ständige "meine Gesinnung ist richtig und du bist woke/Nazi" ist nur noch zum kotzen. Das ist teils von religiösen Fanatismus nicht mehr zu unterscheiden. Eklig.

  • Ruhig mein Freund, du willst mir das hier ja nicht wirklich unterstellen oder hast du nach diesem Satz meinen Post vor lauter Aufregung nicht weitergelesen.

    Nein, ich wollte dir nichts unterstellen und glaube auch nicht, dass du in diese Richtung tendierst. Es stimmt ja auch durchaus, dass die letzten Staffeln von Doctor Who und manch andere neuere Serien polarisieren, nur frage ich mich nach wie vor warum (beziehungsweise habe ich durchaus eine Vermutung, aber die ist alles andere als schön). Es kann doch nichts schlechtes sein wenn man Mitglieder verschiedener Minderheiten zu Akteuren einer Geschichte macht oder sich mit Themen beschäftigt die diese betrifft. Auch andere Themen (wie eben der Klimawandel) sind doch absolut legitime Inhalte. Wenn sich manch einer daran stört, oder permanent darauf herumhackt frage ich mich dann schon was die Alternative sein soll.

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  • Es kann doch nichts schlechtes sein wenn man Mitglieder verschiedener Minderheiten zu Akteuren einer Geschichte macht oder sich mit Themen beschäftigt die diese betrifft. Auch andere Themen (wie eben der Klimawandel) sind doch absolut legitime Inhalte. Wenn sich manch einer daran stört, oder permanent darauf herumhackt frage ich mich dann schon was die Alternative sein soll.

    Schwierig zu beantworten, vielleicht mehr Feingefühl im Umgang mit diesen Themen. Sowohl eine Frau als auch eine POC waren im Whoniverse schon überfällig (Star Trek hatte beides schon in den 90ern - zugegeben beides auch stark kritisiert , aber noch ohne Multiplikator Internet ). Jodie ist eine gute Schauspielerin und ich kann mit vielen Folgen durchaus etwas anfangen, aber oft waren mir eigentlich wichtigen Botschaften viel zu plakativ und haben mich eher die :rolleyes: lassen. Auch kam bei mir erst sehr spät das heimelige Doctor-Gefühl auf. Bei Ncuti war es leider nie wirklich da und die schon fast aggressive Sexualität (hier ist mir die Couleur derselben völlig wurscht) ging mir genau wie die Hau-den-Lukas Botschaften wirklich auf den Zeiger. Im Gegensatz dazu verkörperte Jo Martin als weibliche POC fast sofort den Doctor für mich. Sie hatte wohl nur eine Folge und ein paar kurze Auftritte und konnte somit kaum kaputt geschrieben werden. Aber so etwas macht für mich den Unterschied.

    Oder ein Doctor der mit jedem Gast einer Hochzeit tanzt - auch den Männern. Der selbst eine starke, selbstbewusste und eigenständige Frau heiratet. Oder vielleicht auch nur ein junges Paar, er POC - sie wirklich sehr weiß , völlig normal und ohne belehrende Erklärungen in den ersten Szenen einer neuen Serien im Jahr 2005.

    So etwas fasziniert mich und bestimmt auch viele Andere an Doctor Who.

    Ich schreie auch nicht jedem ins Gesicht "DU MUSST DIE NATUR SCHÜTZEN !!!!", aber ich pflanze Blütensträucher und -stauden in meinen Garten und schaffe Nistplätze für Insekten, Vögel und Igel. Jeder mag daraus seine Schlüsse ziehen und wenn einer sagt "toll das mache ich auch" habe ich doch etwas erreicht.

    Vielleicht habe ich mich jetzt völlig verfahren, aber so stelle ich mir die Alternative vor :).

    Nichts ist traurig bis es zu Ende ist, dann ist Alles traurig. 12thdoc

  • Übersetzt: „Doctor Who ist eine Serie mit breiter Anziehungskraft. Sie muss ALLE Seiten der Debatte ansprechen. Man kann nicht einfach eine Serie für die Linke oder für die Rechte sein.“ Steven Moffat erklärt damit perfekt, warum „Doctor Who“ eine Serie für JEDEN ist.

    Das klingt vernüftig, aber ich bevorzuge konservatives Doctor Who. ;)

    Hat es das je gegeben? Also, unter Barry Letts und Philip Hinchcliffe definitiv nicht. Und das war definitiv das beste Doctor Who.


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  • Ich bin absolut der Meinung dass Moffat hier recht hat. Um ein breites Publikum zu erreichen darf die Serie nicht exklusiv einen Endpunkt des politischen Spektrums bedienen (auch wenn sie insgesamt klar eher links denn rechts angesiedelt ist). Aber bei aller Liebe tue ich mir schwer ein konservatives Doctor Who das hier von einigen betrauert wird zu definieren oder Beispiele dafür zu finden. Es gibt genug politisch linke oder neutrale Folgen. Aber auch nur moderat konservativ? Was versteht ihr beispielsweise darunter?

    Injustice is the rule, but I want justice. Suffering is the rule, but I want to end it. Despair accords with reality, but I insist on hope. I don't accept it because it is unacceptable. I say no.

    - der achte Doctor, Camera Obscura

    2 Mal editiert, zuletzt von Cutec (7. April 2026 um 11:26)

  • Ich bin absolut der Meinung dass Moffat hier recht hat. Um ein breites Publikum zu erreichen darf die Serie nicht exklusiv einen Endpunkt des politischen Spektrums bedienen (auch wenn sie insgesamt klar eher links denn rechts angesiedelt ist). Aber bei aller Liebe tue ich mir schwer ein konservatives Doctor Who das hier von einigen betrauert wird zu definieren oder Beispiele dafür zu finden. Es gibt genug politisch linke oder neutrale Folgen. Aber auch nur moderat konservativ? Was versteht ihr beispielsweise darunter?

    Also, ich kann mir darunter nichts vorstellen. Ich meine, immerhin wird Doctor Who doch vom bösen links-grün versifften ÖRR produziert, oder nicht?


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  • Schlaubi 7. April 2026 um 12:26

    Hat den Titel des Themas von „Steven Moffat: "Doctor Who is a mass appeal show.“ zu „Steven Moffat: "Doctor Who is a mass appeal show."“ geändert.

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