2x02 - The Dalek Invasion Of Earth

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    Ian und Barbara sind höchst erfreut, hat sie der erste Doctor doch endlich nach London zurückgebracht. Susans Sorge, ihre Freunde zu verlieren ist aber vorerst umsonst: Die Stadt ist verlassen und verödet, und großformatige Schilder, wonach es verboten ist, Leichen in die Themse zu werfen, machen schnell klar, dass man in der Zukunft gelandet ist. Einer Zukunft, die von altbekannten Feinden beherrscht wird – den Daleks! Natürlich schließt sich die TARDIS-Crew, die Widerstandsbewegung der Menschheit gegen die Unterdrücker an. Am Ende dieses Kampfes bringt der Doctor ein großes Opfer – für einen Companion endet die Reise hier…


    Obwohl sie anscheinend in The Daleks vernichtet worden waren, die Popularität der Daleks ließ eine Rückkehr nicht vermeiden. The Dalek Invasion Of Earth bildete zwar die zweite Folge der zweiten Staffel, wurde allerdings als letzte der Ersten aufgenommen. Es war die letzte Folge für Carole-Ann Ford, die mit der Entwicklung von Susan nicht zufrieden gewesen war. Die sechs Episoden, "World's End", "The Daleks", "Day Of Reckoning", "The End Of Tomorrow", "The Waking Ally" und "Flashpoint", wurden zwischen dem 21. November und dem 26. Dezember, 1964, ausgestrahlt. Die Zuschauerzahl wanderte zwischen 11,4 und 12,4 Millionen.


    Besonders bekannt ist die Folge für die ikonische Szenen der Daleks vor bekannten Londoner-Sehenswürdigkeiten, die auch mit Dalek-Wörten beschriftet worden waren. Die Abschiedsrede des Doctors an Susan ist am Anfang von The Five Doctors zu sehen.


    Sonst zu dieser Zeit: Johannes B. Kerner und Hape Kerkeling wurden geboren, während Johnny Memphis über die deutsche Hit-Parade mit Memphis Tennessee regierte. In Großbritannien waren es die Rolling Stones, mit Little Red Rooster, und die Beatles, mit I Feel Fine.


    Spoiler entfernt

  • An und für sich eine gute Episode. Nur ziehen sich die einzelnen Teile ein bissel und sechs Stück sind auch für meinen Geschmack ein bissel viel. An sonsten eine tolle Episode wie schon gesagt. Hartnell Abschiedsrede kannte ich ja schon aus "Five Doctors". Ist für mich ein schöner Gänsehautmoment.

    "Well, there you are, young man. What do you think of that now, eh? A Viking helmet."
    "Oh, maybe."
    "What do you mean, maybe? What do you think it is? A space helmet for a cow?"


    The Time Meddler 1stdoc

  • Die Folge fing sehr gut an, mit einer sehr düsteren Episode in London, wo der Zuschauer theoretisch keine Ahnung hat, was los ist (obwohl eigentlich nicht nur wir, sondern auch die damaligen Zuschauer vorher Bescheid wissen bzw. wussten). Die Spannung lässt dann ein bisschen nach, aber in der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte Fahrt auf und wird viel besser.


    Manche Szenen sind immer noch sehr schwach: Das Ende der 5. Episode, zum Beispiel, das ausschließlich aus Info-Dump besteht, als die Daleks deren eigenen Plan miteinander "diskutieren". Die Zeile, "I think we should pit our wits against them and defeat them!" (aus "World's End") dürfte eine der schlechtesten aller Zeiten sein. Man weißt ja, dass die Daleks einen Metapher für die Nazis darstellen sollen, aber die "Final Solution", die in "Flashpoint" erwähnt wird, ist schon ein bisschen dick aufgetragen!


    Die Außenaufnahmen sehen zwar beeindruckend aus, aber irgendwie scheinen sie fast abgekoppelt von dem Rest – vielleicht weil kein Dialog enthalten ist. Sie sind trotzdem eine Bereicherung für die Folge. Ich bin nach wie vor begeistert, dass die CGI Raumschiffe genau die gleichen sind, die am Ende von

    auftauchen.


    Der Abgang von Susan war besser als ich erwartet hatte. Es ging zwar alles ziemlich schnell zwischen ihr und David, aber wenigstens hat man sich die Mühe gegeben, die Liebesgeschichte über meheren Episoden zu streuen, damit sie einigermaßen glaubwürdig rüber kommt. Der Abschied ist auf jeden Fall viel glaubwürdiger als manche späteren, zum Beispiel der von Leela in The Invasion Of Time. Die Rede des Doctors kannte ich schon, aber im Zusammenhang wirkt es noch berührender. Was ich vorher nicht wusste, und was der Szene noch eine Stufe Emotion leiht, ist die Tatsache, dass William Hartnell dabei Carole-Ann Ford direkt zugucken musste, da die zwei Kulissen nebeneinander waren.

  • Die erste Folge World's End hat mir ganz hervorragend gefallen, als Einzelepisode eine der besten bis zu diesem Zeitpunkt. Die apokalyptische Atmosphäre wurde durch die alten verlassenen Gebäude, die Schilder mit unheimlichen "Emergency Regulations", die seltsamen Menschen mit den Geräten an ihrem Kopf (Roboman) und die allgemeine gruselige Stille sehr gut eingefangen. Für den aktuellen Doktor vielleicht eine Inspiration auch ihn öfter mal 10-20 Minuten über den Ort und die Zeit der Reise im Dunkeln zu lassen, hier wirkt das jedenfalls sehr gut als zusätzlicher Gruselfaktor.
    Schade allerdings, dass die Überraschung des aus dem Wasser auftauchenden Dalek stark geschmälert wird, weil man durch den Gesamttitel der sechs Folgen schon weiß wer hier die wirklichen Gegner sind. Aus dem Nichts, wie wohl für die meisten Zuschauer bei der Originalaustrahlung, hat das sicher nochmal eine ganz andere Wirkung.


    Drei Szenen mit und rund um Susan absolute Brüller und allein die machen die Folge "super":
    - Wie der Doktor sie zusammenscheisst, nachdem sie durch ihre Kletterei die Tardis blockiert hat. Wooha!
    - Wie Ian völlig genervt "WHY??? WHY DO THEY DO IT??????" ruft, nachdem er -fälschlich- annimmt Susan und Barbara sind mal wieder sinnlos auf eigene Faust losmarschiert. Ich könnte mich immer noch wegrollen vor Lachen.
    - Als Barbara als Köchin für die Rebellen ("Can you cook?" "Yes... I can get by." "Good, we need some cooks.") verpflichtet wird und dann Susan gefragt wird "And what do you do?" antwortet sie schön patzig: "I eat!" Genial.


    Ich bin sehr gespannt wie es in The Daleks weiter geht.

    Sarah Jane: "You're serious?"
    The Doctor: "About what I do, yes. Not necessarily the way I do it."

  • Die restlichen Folgen (The Daleks, Day of Reckoning, The End of Tomorrow, The Waking Ally, Flashpoint) konnten, wie gerne mal bei Doctor Who, das hohe Anfangsniveau leider nicht ganz halten, deswegen insgesamt von mir nur ein "gut".


    Es sind dann doch einige Dinge die für mich nicht so ganz stimmig sind:

    • Slyther, the pet of the Black Dalek, ist trotz 60er Jahre Optik schön gruselig - leider dann völlig unwürdig von Ian "Superman" Chesterton mit einem Stein zur Strecke gebracht... davor sind alle geflüchtet??
    • Die resistance bekämpft die Dalek seit über einem Jahr, aber sie brauchen Barbara um auf die Idee zu kommen die gekaperten Roboman-Helme als "Verkleidung" zu nutzen??
    • Der große Plan der Dalek ist nicht Versklavung oder "Extermination" der Menschheit, sondern sie wollen eine steuerbare Kugel??? Wieso zur Hölle gehen sie nicht in irgendeins der Millionen unbewohnten Systeme und schnappen sich einen beliebigen Planeten dort? Und überhaupt, wie wollen sie die ganze Erde mit ein paar Körben entkernen?????
    • ca. Jahr 2164 - aber die Technik ist allgemein auf dem Niveau von 200 Jahren zuvor stehen geblieben??


    Sehr gut haben mir die beiden Frauen gefallen, die Barbara und ihre Freundin verraten. Das war zwar insgesamt vorhersehbar, aber dennoch schön wie hier in dieser ausweglosen Endzeit-Situation der Mensch des Menschen Wolf ist. Gut insofern auch, dass sie sich nicht endlos rechtfertigen.


    Schön in Szene gesetzt ist wie die Daleks durch ein verlassenes London "streifen", während Barbara den Mann im Rollstuhl schiebt.


    "One day, i shall come back. Yes, i shall come back. " sagt der Doctor am Ende (der nicht Doc genannt werden will, hehe, wurde ja mal Zeit dass man das erfährt) und obwohl ich mich sehr über Susans Entschluß gefreut habe, fände ich so einen Besuch gar nicht schlecht. Carole Ann Ford ist jetzt 68, wäre zwar reichlich fies vom Doctor sich so viel Zeit zu lassen, aber da findet man bestimmt einen guten Grund. Also: Gern. Für eine Folge versteht sich. ;)


    Susans Tardis-Schlüssel bleibt dann auf der Erde liegen - ob das nochmal aufgegriffen wird? Oder reine Symbolik dafür, dass sie jetzt mit ihren Tardis-Abenteuern abgeschlossen hat?

    Sarah Jane: "You're serious?"
    The Doctor: "About what I do, yes. Not necessarily the way I do it."

  • Hat mir super gefallen.


    Der erste Teil ist besonders toll, weil hier eine schöne gruselige Endzeitstimmung in einem desolaten Londen vermittelt wird. Besonders das Schild, dass man keine Leichen ins Wasser hauen darf, fand ich gut. :)
    Der Köchinnendialog ("I eat") wurde ja schon angesprochen, unglaublich cool. 8) Und das von Susan!


    Mich haben - offenbar im Gegensatz zu meinen Vorpostern - aber auch alle weiteren fünf Teile völlig überzeugt. Die Daleks an sich waren in dieser Geschichte relativ austauschbare Bösewichte, im Vordergrund stand ganz klar der Widerstandskampf einer versklavten Menschheit. Und das wurde sehr gelungen umgesetzt, ich mochte Tyler, den charismatischen Anführer, Jenny, die verbitterte Skeptikerin ("There´s nothing heroic about dying.") und Dortmund, den Märtyer-Wissenschaftler sehr gern. Auch die Robomen als willenlose Schergen der Daleks haben gut funktioniert, bei allem Kitsch hat mir sogar das Aufeinandertreffen der beiden Brüder gut gefallen. Besonders überzeugend waren die beiden Frauen, die Barbara und Jenny für ein Stück Brot und eine Orange an die Dalek verraten haben. (Jackie Hills Blick in dieser Szene war großartig, eine Mischung aus Enttäuschung und Verachtung).


    Dass die Daleks aus der guten alten Erde ein Raumschiff basteln wollten, hat mich nicht gestört, fand das eher eine witzige Idee der Autoren. Und dass Ian das mit ein paar Holzstecken verhindern konnte...naja, Schwamm drüber. ;) Der Cliffhanger, dass er sich versehentlich ausgerechnet in der Todeskapsel versteckte, war aber ziemlich gut.


    Herrlich war wieder mal mein Liebling Barbara, als sie die bösen Blechbüchen mit einem erfundenen und schwer historisch gespickten Revolutionsplan ziemlich aus der Fassung brachte. Wer da nicht aller herhalten musste, die Boston Tea Party, Hanniball, General Custer und und und. :rolleyes:
    Schweinecool war natürlich auch, als sie kaltlächelnd fünf Daleks über den Haufen fuhr. ("I´ve quite enjoyed this. ") Und ihre Komandos in Dalek-Slang. :daumen:
    Überhaupt war Barbara großartig, hat nie den Mut verloren, Jenny aufgebaut und stets konsequent und unbeirrbar weitergemacht. Auch Ians Handlungsbogen hat mir viel Spass gemacht, wenn natürlich das Slyther-Monster (oder so) ziemlich scheiße war.


    Die beiden ersten Companions steigen aber jedenfalls mit jeder gesehenen Folge mehr und mehr in meiner Wertschätzung.


    Die größte Überraschung war für mich Susan, die ich ja eigentlich mit Inbrunst verabscheue. Hier hat sie mir gar nicht schlecht gefallen, sie war nicht so unnütz wie sonst, die Kreischerei hielt sich in engen Grenzen und ich hatte sogar das Gefühl, dass Carole Ford ab und zu doch schauspielern kann. Einige ihrer Szenen zum Finale waren sogar ziemlich gut, insbesondere als sie völlig verzweifelt war, sich zwischen Großvater und ihrem Lover entscheiden zu müssen. Die Romanze mit David war sogar ganz nett anzuschauen und der Abschied des Doctors war wirklich emotional. Ich hätte mir erwartet, dass ich jauchze und jubiliere über den Abgang der Kreischboje, aber tatsächlich hat mir der Doctor einfach nur leid getan. Man merkte ihm klar an, wie weh ihm der Abschied tat ("He knew that you would never leave him"), insbesondere an dem Umstand, wie ruckartig er seine Botschaft abbrach. Toll gespielt von Hartnell, der mir hier ansonsten fast eine Spur zu nett und kichernd war. Ziemlicher Unterschied zu seinen ersten Folgen, ich nehm da nur das "I never take a life" als Beispiel heraus.


    Optisch war natürlich die Sightseeingtour mit den Daleks in London große Klasse. Besonders gut gefallen hat mir auch Barbaras Rollstuhlrennen durch die völlig verlassene Stadt. Durch die wirkungsvolle Drumbeatuntermalung waren das sehr stimmungsvolle Minuten.


    Und obwohl´s natürlich extrem trashig ist - bei jeder Einblendung der fliegenden Untertassen musste ich grinsen.


    Jedenfalls hab ich mich keine Sekunde gelangweilt, weshalb ich natürlich für ein "Super" stimme.

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


    5thdoc2nddoc8thdoc11thdoc9thdoc4thdoc10thdoc1stdoc6thdoc3rddoc7thdoc

  • Meine Vorredner haben hier Sachen gesagt, mit denen ich völlig übereinstimme, von der guten Atmosphäre im verlassenen London und der spannenden Ausgangsposition (was will uns das Schild sagen usw.) einerseits, sowie kleinen Downern andererseits (der gemächlich aus dem Wasser rollende erste Dalek, manchmal überflüssige Naziparallelen) - so dass ich mich mit einem dicken "Gut"gern anschließe.

  • Ich bin hellauf begeistert! Die beste Classic Who-Folge bislang. Und ebenso wie michael who finde ich nicht, dass es irgendwelche Längen gab, im Gegenteil, die Episode hätte auch als zeitgenössischer SF-Film durchsgehen können. Die Szenen im entvölkerten London waren wirklich beklemmend und die Charaktere durchweg glaubwürdig.


    mehr mitgenommen als erwrtet hat mich die Abschiedsszene von Susan. Der gute Doctor hat ja schon gemerkt, dass da was im Busche war, und wie er dann die Entscheidung für Susans Glück getroffen hat und seine Abschiedsrede, das war doch sehr bewegend. ich hoffe, in den kommenden Episoden ist noch etwas davon zu merken, dass er seine Enkelin vermisst und man geht nicht einfach zur tgesordnung über.


    Ein eindeutiges "super" von mir!

  • Ich find's schade, irgendwie fehlt was ohne Susan.... Trotzdem eine super-Folge, die durchaus ein Kino-remake verdient hätte.


    Und ich werde nie wieder Geschichtslehrerinnen unterschätzen! :thumbup:


    Hab ich das richtig verstanden?

    Welchem kranken Hirn fällt sowas ein?


    Hat jemand gesehen, wie sich ein Dalek-Fahrer ducken musste, als die entfesselten Sklaven anfingen, die Daleks zu zerschlagen?


    "Er ist entfesselt, hihihi" - "Ist ja gut, Obelix!"

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)

  • Im Rahmen meiner persönlichen Dalek-Wochen ist jetzt The Dalek Invasion of Earth dran gekommen. Eine zu Recht ikonische Folge, die großen Eindruck bei mir hinterlassen hat.


    Es ist nicht so, dass dies perfektes Fernsehen ist. Das Erzähltempo ist sehr gemächlich, eine Episode weniger wäre locker drin gewesen. Das Slyther-Monster und die fliegende Untertasse sind auch überflüssig. Warum am Ende die "final solution" wieder angesprochen wurde? Das ist als ob Herr Nation losbrüllt:" He, Du da in der letzten Reihe, der bisher gepennt hat. Auch für Dich sage ich es nochmal: Die Daleks stehen für die Nazis." Das hat doch nun wirklich jeder kapiert. Aber diese kleinen Fehlerchen machen gar nichts aus.


    Zunächst ist da erst mal die Ausgangslage: Es geht sonst darum, dass die Dalekinvasion abgewehrt wird. Hier hat die Invasion bereits stattgefunden, als die Tardis landet, und die Daleks sind die Herren, die Menschen sind versklavt, die Zivilisation ist nahezu zerstört. Allerdings spricht es auch für sich, dass die Menschheit bereits vorher durch eine Pest zerrüttet wurde. Die Menschen waren praktisch wehrlos, als die Daleks sie überfielen.


    Zur Abwechslung haben die Daleks auch mal einen Plan. Sonst sagen sie"we are supreme, we will destroy you" und steuern dann auf die nächste unvermeidliche Niederlage zu. Hier möchten sie aus der Erde ein Raumschiff machen, um... was auch immer. Natürlich läuft es auch hier auf die unvermeidliche und obligatorische Niederlage hinaus. Aber für mich war es etwas nachvollziehbarer und auch unheimlicher, weil die Daleks nicht so irrational böse sind, sondern die Menschen einfach ausbeuten. Getötet werden die, die nicht zu gebrauchen sind oder sich widersetzen. Das hat eine kalte und unheimliche Logik.


    Der Doctor ist wie immer großartig, allerdings steht er hier für mich nicht im Zentrum des Geschehens. Die wahren Helden sind hier die Widerstandskämpfer, die hier gegen die absolut überlegenene Daleks kämpfen. Am beeindruckendsten ist hier für mich die pragmatische und zynische Jenny. Zusammen mit Barbara gibt sie hier ein wunderbares Team ab, das sich nach und nach zusammenrauft.


    Auch Tyler, der Bombenbastler weiß zu beeindrucken. Es ist plausibel, dass er mit seinem Optimismus/Kampfwillen ganz alleine dastand. Zu überlegen sind die Daleks hier. Die Skepis seiner Streitgenossen ist also verständlich. Seine große Szene: Er sich sich opfert, einfach um seine Bombe im Einsatz zu sehen. Das war eine in ihrer Trotzigkeit grandiose Aktion. "Und ich hatte doch recht...." scheint hier die Motivation zu sein.


    Barbara hat - wie immer eigentlich - alle anderen überstrahlt. Michael_Who hat ihre Leistungen bereits gewürdigt. Bei ihrem "Revolutionsplan" fand ich nur schade, dass er nur ihrer Phantasie entsprang. Das würde ich gerne einmal sehen...


    Ian hat den coolsten Cliffhänger: Er steckt in der Kapsel fest, die im Erdkern explodieren soll. Da hatte ich wirklich keine Ahnung, wie er da wieder rauskommen sollte.


    Susan hat ihr Farewell. Ich bin nicht gerade ein großer Fan von Susan. Das Mädchen hat ein oder zweimal zuviel geschrien, um einen Platz in meinem Herzen zu erobern. Aber ihr Abschied geht mir zu Herzen. Sie steht zwischen David und dem Doctor, sie konnte diesen Knoten von selbst nicht lösen. Also trifft der Doctor die für sie richtige Entscheidung. Er sperrt sie aus. Es gibt eine wunderbare Abschedsrede vom Doctor, bei der ich einen Kloß im Hals hatte. Und ich kann mich irren, aber die Stimme des Doctors ist doch dabei einmal gebrochen, oder nicht? Und Susan steht einen Augenblick da - ganz alleine und todunglücklich. Erst einen Augenblick später wendet sie sich David und ihrem neuen Leben zu. Dies ist der erste Companionabschied bei Doctor Who. Für mich ist es bislang auch der Schönste.


    Optisch (bis auf die oben erwähnten Ausetzer) wusste die Folge auch zu überzeugen. Gerade die Bilder aus dem menschenleeren und verwüsteten London während der Flucht von Tyler, Jenny und Barbara sind geradezu ikonisch. Nichts, rein gar nichts, bringt die desolate Lage der Menschheit hier so auf den Punkt wie das Poster mit dem Text: "Leichen in den Fluss werfen ist verboten".




    Trotz der Längen läuft das für mich auf ein Super heraus.

  • Warum am Ende die "final solution" wieder angesprochen wurde? Das ist als ob Herr Nation losbrüllt:" He, Du da in der letzten Reihe, der bisher gepennt hat. Auch für Dich sage ich es nochmal: Die Daleks stehen für die Nazis."


    Nazis? Die Daleks? Wieso?


    Zitat

    Barbara hat - wie immer eigentlich - alle anderen überstrahlt. Michael_Who hat ihre Leistungen bereits gewürdigt.


    Das soll Dich nicht davon abhalten, sie nochmal zu loben und zu preisen. :)


    Susan hat ihr Farewell. Ich bin nicht gerade ein großer Fan von Susan. Das Mädchen hat ein oder zweimal zuviel geschrien, um einen Platz in meinem Herzen zu erobern. Aber ihr Abschied ging mir zu Herzen. Sie stand zwischen David und dem Doctor, sie konnte diesen Knoten von selbst nichtt lösen. Also trifft der Doctor die für sie richtige Entscheidung. Er sperrt sie aus. Es gibt eine wunderbare Abschedsrede vom Doctor, bei der ich einen Kloß im Hals hatte. Und ich kann mich irren, aber die Stimme des Doctors ist doch dabei einmal gebrochen, oder nicht? Und Susan stand da einen Augenblick ganz alleine und todunglücklich. Erst einen Augenblick später wendet sie sich David und ihrem neuen Leben zu. Dies ist der erste Companionabschied bei Doctor Who. Für mich ist es bislang auch der Schönste.


    Ziemliches detto. Man kann über Susan denken wie man will (und ich denke wahrlich nicht das Beste von ihr :P ), die berühmte Abschiedsrede des Doctors ist einfach weltklasse und eine der bewegendsten Momente der ganzen Serie. Vielleicht der erste wirklich große selbstlose Moment für den Doctor. Er leidet sichtlich unter dieser Entscheidung, aber ihm ist klar, dass Susan mit David besser dran ist als bei ihm und seinen Abenteuern. (Und er hat natürlich völlig recht - was soll so ein kreischendes, rumstolperndes Gör auch in der TARDIS? ;)) Und er weiß, dass Susan ihn in ihrer Loyalität niemals verlassen würde, also nimmt er ihr diese Entscheidung ab. Und ja, seine Stimme bricht, das "Good Bye Susan ... Good Bye My Dear" muss er ganz schnell rauspressen, bevor ihn seine Trauer übermannt.


    Gerade die Bilder aus dem menschenleeren und verwüsteten London während der Flucht von Tyler, Jenny und Barbara sind geradezu ikonisch. Nichts, rein gar nichts, bringt die desolate Lage der Menschheit hier so auf den Punkt wie der Poster mit dem Text: "Leichen in den Fluss werfen ist verboten".


    Ja, das ist optisch unschlagbar. Mich begeistert immer noch, wie elegant das Produktionsteam durch diese kleine billige Poster die Atmosphäre der unterjochten Erde eingefangen hat. Herrlich. Und die Daleks in London sind natürlich fantastisch, unschlagbare Bilder. Auch heute noch, wie ich finde, weil es - im Gegensatz zu den CGI-Tricks der aktuellen Serie - sehr real und dadurch um so bedrohlicher aussieht.



    Trotz der Längen läuft das für mich auf ein Super heraus.


    Dein Glück, ansonsten hätte ich Dir üble Konsequenzen androhen müssen. :)

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


    5thdoc2nddoc8thdoc11thdoc9thdoc4thdoc10thdoc1stdoc6thdoc3rddoc7thdoc

  • Nazis? Die Daleks? Wieso?


    In "Genesis Of The Daleks" mit Tom Baker wird das ganz gut deutlich gemacht. Die Daleks in ihrer noch humanen Form tragen so z.B. auch Uniformen, die an SS-Uniformen angelehnt sind. Auch das Gefasel der "Supreme Race" und der "reinrassigen" Daleks (wie auch in "Victory Of The Daleks" mit Matt Smith grad wieder, wo ja die "unreinen Daleks" mal wieder vernichtet werden) deuten ja immer wieder darauf hin.

  • Man sollte mich nicht immer ganz ernst nehmen. ;)

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


    5thdoc2nddoc8thdoc11thdoc9thdoc4thdoc10thdoc1stdoc6thdoc3rddoc7thdoc

  • Zitat


    Nazis? Die Daleks? Wieso?



    Oh nein! Du bekommst jetzt mich nicht dazu, dass ich sage, dass Du derjenige in der letzten Reihe bist, der bis jetzt gepennt hast. neinneinnein... ;)



    Zitat

    Das soll Dich nicht davon abhalten, sie nochmal zu loben und zu preisen. :)



    Kein Problem: Sie ist sowieso der bisher großartigste Companion. Mutig und gleichzeitig warmherzig. Und von dieser Gelassenheit könnte ich mir eine Scheibe abschneiden.




    Zitat

    (...) Er leidet sichtlich unter dieser Entscheidung, aber ihm ist klar, dass Susan mit David besser dran ist als bei ihm und seinen Abenteuern. (Und er hat natürlich völlig recht - was soll so ein kreischendes, rumstolperndes Gör auch in der TARDIS? ;))


    INder TARDIS ist ja alles ok, aber außerhalb der TARDIS! In The Five Doctors taucht Susan ja wieder auf. Und was macht sie? Sie stolpert! Über den einzigen Stein weit und breit. Aber da hat mich das auch nicht mehr gestört, das war ein in diesem Zusammenhang genialer Einfall. Und ansonsten? Susan hat es selbst gesagt: Sie möchte einfach irgendwo hingehören, eine eigene Identität haben.


    "No tears" - dieser Teil dieser Rede war definitiv falsch.



    Zitat

    Ja, das ist optisch unschlagbar. Mich begeistert immer noch, wie elegant das Produktionsteam durch diese kleinebillige Poster die Atmosphäre der unterjochten Erde eingefangen hat. Herrlich. Und die Daleks in London sind natürlich fantastisch, unschlagbare Bilder. Auch heute noch, wie ich finde, weil es - im Gegensatz zu den CGI-Tricks der aktuellen Serie - sehr real und dadurch um so bedrohlicher aussieht



    Ach, über die Genialität dieser Idee mit dem Poster kann ich mich noch stundenlang weiterfreuen. Und das kam in der ersten Sekunde der Folge. Die Daleks in Londen haben mich natürlich an The Invasion erinnert. Obwohl The Invasion ja später kam...Die Daleks für Big Ben und dem House of Parliaments und vor der Nelsonsäule. Und alles menschenleer. Das ist einfach klasse, und es ist in seinem Schrecken kein Stück gealtert.



    Zitat

    Dein Glück, ansonsten hätte ich Dir üble Konsequenzen androhen müssen. :)



    Ach was? Was wäre mir denn Übles passiert?

  • Man sollte mich nicht immer ganz ernst nehmen. ;)



    lol, mist, ich hätte es wissen sollen...


    So eine leise Stimme hatte mich noch gewarnt... und ich Depp fall trotzdem drauf rein... argl!^^

  • Kaum dreht man euch den Rücken, schon schmäht ihr meine Susan :love: , ehrlose Bande! Kreischendes rumstolperndes Gör, ich glaubs ja wohl nicht! :cursing:


    Neigt das Haupt vor so viel Schönheit, Liebreiz und so weiter

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    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)

  • Respekt! Du bist wirklich ein Ritter im Dienste von Susan! Und sie kann ja auch einen brauchen, zumindest kann sie jemanden brauchen, der ihr jeden Stein aus dem Weg räumt, bevor sie darüber stolpert.


    Und natürlich ist sie die reizendste und anmutigste Über-den-Stein-Stolperin des ganzen Universums. Idh räume gerne ein, dass ich ihr nicht annähernd das Wasser reichen kann. Aber dafür verstauche ich mir auch nie die Füße.

  • Ach ja, die Folge war toll.


    Sehr spannend vom Anfang bis zum Ende, besonders die letzten Minuten der eigentlichen Dalek-Handlung empfand ich äußerst dicht und fast schon so, als wenn zu wenig Sendezeit für zu viel Drehbuch übrig war. Nach heutigen Standarts normal, aber für damals sehr schnell durchgezogen.


    Der Doctor...
    ... ist super. Wie er dem einen Typen mit dem Stock, auf den er sich eigentlich aufgrund seiner Schwäche stützen sollte, einen über den Schädel zieht, war herrlich. Und die Abschiedsrede für Susan war sehr ergreifend und einfach toll gespielt.


    Susan...
    ...ist weg. Gut, das freut mich schon ein bisschen. Schade, dass sie erst zu ihrem Ende sowirklich annehmbar wurde. Werde nie ein Fan von ihr, aber wenn mich jemand fragen würde, welche Epsiode er sich mit ihr anschauen sollte, wäre es diese. Carole hat ab und zu sogar vernünftig geschauspielert, ohne das übliche Overacting. Und besser geschrieben fand ich den Charakter auch, sogar etwas zu tun hatte sie diesmal und ein paar nette Einzeiler in Dialogszenen.


    Ian und Barbara...
    ...sind tolle Companions. Es gibt so viele schöne Szenen und Dinge zu benennen, dass ich bis morgen früh hier sitzen würde. Deswegen je nur ein Highlight: Barbara und ihre Rede über die Revolte; Ian, der mit einem Lächeln auf dem Gesicht das Innere der Kapsel vernichtet.


    Die Folge bekommt von mir ein "Super", denn die Kleinigkeiten wie die etwas peinlich reingeschnittene Explosion am Ende fallen kaum ins Gewicht. Wirklich super.