7x02 - Doctor Who and the Silurians

  • Wie fandest du diese Folge? 44

    1. 1. Super (8) 18%
    2. 2. Gut (26) 59%
    3. 3. Durchschnitt (8) 18%
    4. 4. Ausreichend (1) 2%
    5. 5. Schlecht (1) 2%


    Die Menschheit – die mit Abstand zivilisierteste Rasse, die den Planeten je bevölkert hat? Nein, denn die Silurianer waren vorher da, und machen nunmehr alte und schwer bestreitbare Hoheitsrechte geltend. Der dritte Doctor, begleitet von Liz Shaw, tut sein Möglichstes um in diesem Streit zu vermitteln, aber ist die Erde wirklich groß genug für zwei hochentwickelte Rassen? Nicht nur der Brigadier ist anderer Meinung…


    Die zweite Folge der 7. Staffel ist die einzige, die "Doctor Who" in dem Titel trägt, außer "The Death of Doctor Who" in 1965. Sie war die erste Folge, die offiziell unter der Leitung von Barry Letts und Terrance Dicks produziert wurde – dem Team, das bis zum nächsten Doctor-Wechsel im Amt bleiben würde.


    Die sieben Episoden wurden zwischen dem 31. Januar und dem 14. März, 1970, gesendet. Die Zuschauerzahl pendelte zwischen 8,8 und 7,2 Millionen.


    Sonst zu dieser Zeit: Die Japaner schickten ihre erste Satellit, Osumi, ins All; das Début-Album von Black Sabbath wurde veröffentlicht und The Who: Live at Leeds wurde am 14. Februar aufgenommen. Nummer 1 in Großbritannien waren Edison Lighthouse, mit Love Grows (Where My Rosemary Goes), und Lee Marvin, mit Wand'rin Star; in Deutschland gab es Kontrast-Programm: Roy Black, mit Dein schönstes Geschenk, wurde durch Whole Lotta Love von Led Zeppelin abgelöst.

  • Eine sehr gelungene Geschichte, mit kaum einem Schwachpunkt. Die Rahmenhandlung, dass die Erde eigentlich jemand anders außer uns "hingehört" ist ein faszinierendes Dilemma und ermöglicht es den Machern, ganz deutlich zu zeigen, wie anders der Doctor denkt. Der Aufbau war am Anfang ziemlich langsam, nahm aber Fahrt auf, als die Drohung Wahrheit wurde. Die Szenen in London fand ich besonders gelungen.


    Den beiliegenden Dokumentar-Film, Beneath The Surface, kann ich jedem empfehlen – einer der besten, die je für so einen DVD gemacht worden ist. Die Einfärbung der Episoden ist auch erstaunlich gut.

  • "Hello, are you a Silurian?"
    Im großen & ganzen gefällt mir inzwischen die Geschichte, als Kind bei der originalen Ausstrahlung fand ich die Geschichte langweilig, aber damals war ich mehr der TV (Century) 21 Fan, also Thunderbirds, Joe90, Star Trek usw., weniger "erdbezogen," halt.


    Was mir immer noch nicht gefällt, und was mich von einem "Super" abhält ist die Musik. Irgendjemand hat die Musik mal als "electronic kazoo" bezeichnet & so klingt es auch, auch wenn laut DVD-Extras (die wirklich sehenswert sind) etwas ganz anderes benutzt wurde.
    Als noch schlimmer empfinde ich die "incidental music", die Hintergrundmusik: Sie ist oftmals nicht von Soundeffekten zu unterscheiden. Man erwartet z.B. eine Waffe zu sehen, weil vermeintlich mit einem Laser o.ä. geschossen wurden, aber nein, nichts dergleichen.


    4/5, die zweitbeste Geschichte der Staffel, "Inferno" ist besser, "Spearhead" nicht, "Ambassadors..... Of Death" habe ich schon ewig nicht mehr gesehen.


    "One has no wish to be devoured by some alien monstrosity, Kalik. Even in the cause of political progress." Orum --> Kalik in 'Carnival Of Monsters'

  • Eine sehr gute Story. Hat mir wirklich gefallen. Es gab ein paar Hänger, aber dazu später mehr.


    Erstmal das Positive: Die Thematik an sich war fast schon einzigartig. Ein Volk, das vor der Menschheit existiert hat und die Erde daher noch immer als die ihre betrachten.
    Sehr gut auch, dass die Silurians nicht alle als durchweg „böse“ dargestellt wurden. Nur schade, dass der ursprüngliche Anführer das dann mit dem Leben bezahlen musste.


    Aber auch die Menschen wurden nicht gerade glanzvoll dargestellt. Im Gegenteil. Der Eine verkauft sich für einen Wissensvorsprung, der Andere ist karrieregeil gegen jede Vernunft und sogar der Brigadier scheint zu sehr auf die militärische Lösung zu stehen (wenn auch nachvollziehbar).


    Die Lösung für die Seuche kommt durch einen Hinweis von Liz Shaw, der Doctor hat sie nicht allein gefunden. Schön, wenn die Companions auch was beitragen dürfen.


    Was mir nicht so gefallen hat, war die Musik. Bedrohlich? Keine Spur. Schön, dass das auch in den wie immer tollen Extras ebenso gesagt wird.
    Die Silurian Kostüme hingegen waren ganz okay, während der Dino ja gar nicht ging.
    Ebenso wäre es besser gewesen, aus der Handlung einen schönen 5-Teiler zu machen. 4 Episoden wären sicher zu wenig, 6 schon wieder zu viel, aber 7 ist eindeutig unnötig überlang.
    Auch Terrance Dicks nennt die 7teiler „awful“. Nicht alles war früher besser, weil es auschweifender erzählt wurde.
    Man muss auch bedenken, dass man damit nicht mehr Zeit gewinnen wollte, um eine epische Story zu erzählen oder um die Figuren besser zu charakterisieren, sondern imo in erste Linie um noch ein oder zwei weitere Wochen die gleichen Kostüme uns Sets benutzen zu können, was natürlich massiv Geld spart.

    "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game


    "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
    — Alan Moore (V for Vendetta)

  • Verwundert hat mich das Ende, als der Brigadier die Höhlen sprengen ließ. Das hat dem Doctor ganz schön mitgerissen. Er war ziemlich sauer und dachte sogar Liz hätte es gewußt. Aber ansonsten eine gute und typische UNIT-Folge. Allerdings waren auch meiner Meinung nach 7 Episoden etwas zu viel. Ein paar weniger wären auch gut gewesen.

    "Well, there you are, young man. What do you think of that now, eh? A Viking helmet."
    "Oh, maybe."
    "What do you mean, maybe? What do you think it is? A space helmet for a cow?"


    The Time Meddler 1stdoc

  • Die Silurian Kostüme hingegen waren ganz okay, während der Dino ja gar nicht ging.


    Jetzt wo dus sagst frag ich mich grade nach dem Sinn des Dinos. Hab ich da was verpasst?


    Aber naja.. Im Grossen und Ganzen find ich die Story ganz gut. Es gab zwar aus meiner Sicht einige Momente wo sich die Story etwas zog. Ich denke da wären sechs Teile besser gewesen als sieben.


    Was ich aber (nach den ganzen neuen Folgen der neuen Staffel) wirklich mal ganz nett fand, waren die Szenen im Labor als sich die Krankheit ausbreitete. Es war schön mal zu sehen wie der Doctor nicht auf den ersten Schlag gleich das Heilmittel bereit hatte, sondern dass am Ende Liz den Hinweis gab, der zur Lösung führte.


    Von mir gibts allerdings nur knappe 7 von 10 Punkten. Das liegt aber daran, dass ich mit den Silurians nicht wirklich was anfangen kann. Ging mir mit der Story des 5. Doctors damals schon so.


  • Jetzt wo dus sagst frag ich mich grade nach dem Sinn des Dinos. Hab ich da was verpasst?


    Monster of the week. Zusätzlich zu den "zu menschlichen" Silurians?


    Verwundert hat mich das Ende, als der Brigadier die Höhlen sprengen ließ. Das hat dem Doctor ganz schön mitgerissen.


    DAS fand ich ja genial.
    Der Brig, der sich nichts vom Doctor sagen lässt und seine eigene Lösung durchzieht.
    Alles tut, was er für erforderlich hält, um die Erde zu schützen.
    Wie eine gewisse Premierministerin ein paar Jahre später.

    "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game


    "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
    — Alan Moore (V for Vendetta)

  • @Dino: In der Story wird ja erklärt, dass die Silurians den sozusagen als Wachhund mit-aufgeweckt haben. Aber der echte Grund ist sicher wie Atlan schon gesagt hat, dass man halt ein ordentliches Monster in einer Folge braucht. Eine eher nervige Angewohnheit der Classic Series, aber irgendwie freundet man sich letztlich auch mit Riesenratten und Magmamonstern an ;)


    "It's not a bad old cosmos. Flowers, cups of tea, trees, mugs of tea, sunsets, pots of tea... As you can see, I don't expect to much of this universe."

  • Hast Du nicht heute ( nagut, gestern abend ) in einem anderen Thread gesagt, dass Doctor Who ohne "Monster of the Week" gar nicht funktionieren würde?

    In the beginning, there was darkness.
    And the darkness was without form, and void.
    And in addition to the darkness there was also me.
    And I moved upon the face of the darkness.
    And I saw that I was alone.


    Let there be light.

    Bomb#20
    in Dark Star

  • Äh..nein? Wo denn? Wenn du die Tooth and Claw Diskussion meinst - da hab ich gesagt, dass Doctor Who ohne Aliens nicht funktioniert, was ja wohl doch ein sehr großer Unterschied ist ;)


    "It's not a bad old cosmos. Flowers, cups of tea, trees, mugs of tea, sunsets, pots of tea... As you can see, I don't expect to much of this universe."

  • Doctor Who and the Silurians war die 2. Pertwee Story, die ich nach "Spearhead from Space" gesehen habe.


    Ich hole mal etwas aus und betrachte den 7-teiler im Kontext zur Staffel.


    Leider wirkt die komplette Season 7 etwas unausgereift.
    Zudem hatte ich den Eindruck man taumelte irgendwo noch zielllos umher und sucht seinen Weg.
    Sei es mit dem neuen Produzent, Farbformat, Hauptdarsteller usw.


    Ich persönlich habe ich nach den Troughton-Folgen und dem genialen (etwas überlangem) 10-teiler "The War Games" etwas mit Pertwee schwergetan.
    Zumal ich von der Erde-Exil-Idee nicht besonders begeistert war und ebenfalls kein Freund von UNIT bin.
    Auch nicht sonderlich überzeugt hat mich Liz Shaw. Die TARDIS verkommt zudem als Neben-Requisit. Das haut auch nicht Bessie raus.


    "The Silurians" fand ich nicht schlecht, hat aber gewisse Längen und zieht sich an manchen Stellen doch arg.


    Besser ist da in meinen Augen die quasi Fortsetzungs-Story mit den "Sea Devils" in Season 9.


    Die experimentelle Musik stört mich weniger.


    Das wird in nachfolgenden Storys/Staffeln noch mehr auf die Spitze getrieben. Schlimmer fand ich da in Season 8 oft Musik, die mich an das eintönige Orgel-Gehämmer der alten Tonstudio-Braun John Sinclair Hörspiele erinnerte.


    Zum Thema Musik gibt es auf der DVD eine interessante Doku. Ebenfalls zur Farb-Restauration der Folgen.


    Das Making of (Going Underground) der DVD ist zwar gut, aber wie die Folgen etwas langatmig und greift starke politische Elemente auf, die auch damals in das Skriptwriting der Geschichte eingeflossen sind.


    "The Silurians" wäre jetzt keine Geschichte, die ich empfehlen würde, wenn man sich erstmals was von Pertwee anschauen möchte. In Staffel 8 gewinnt die Serie mit Roger Delgado als Master und Katy Manning als Jo Grant mehr an Fahrt und der Doktor darf auch mal wieder in einer Story von der Erde weg.


    The Silurians setze ich im Ranking Season 7 auf Platz 2. Platz 1 "Inferno", Platz 3 "Spearhead from Space" und 4 "Ambassadors of Death".
    "Ambassadors of Death" musste ich mich massiv durchkämpfen. Wirklich sehr öde das ganze. Ein Gesamt-Ranking der Pertwee-Ära kann ich noch nicht abgeben, da ich mich erst dem Ende der 9. Staffel nähere.


    :) quater

  • Fällt mir extrem schwer, mich hier bei der Abstimmung zu entscheiden.


    In den ersten zwei Teilen bin ich fast eingeschlafen. Passiert ist da - vor allem in Teil zwei - eigentlich so gut wie gar nix, außer dass alle sinnlos in den Höhlen rumtapsten, ein schrecklich schlechtes Sauriermonster seine Zähne zeigen durfte und mich die penetrante Schnauferei des fliehenden Silurianers nervte. Die Nebenfiguren konnte ich kaum unterscheiden, nur Dr. Quinn gewann noch etwas Profil, aber sonderlich interessant fand ich ihn auch nicht. Die Figur des Doctors selbst war auch zu "gewöhnlich", er unterschied sich in seinem Verhalten nicht groß von irgendeinem x-beliebigen Menschen.


    Mit Teil 3 gewann die Geschichte aber an Fahrt, insbesonders die Szenen zwischen Quinn und dem Doctor waren schwer in Ordnung. Gerade als ich anfing Quinn zu mögen, war er aber schon wieder tot. :( Und dann durften wir endlich einen Silurianer im Vollkostüm bewundern. Sah natürlich sch**** aus, aber gerade noch an der Schmerzgrenze.


    Teil 4 fing dann mit einem wirklich schönen Doctor-Moment an: "Hello. Are you a Silurian?" :), auch Teil 5 war klasse.
    Eine erholsame Ausnahme von den sonstigen blutrünstigen "Ich-will-die-Erde-erobern-und-fresse-jeden-einzelnen-"Aliens war der Anführer der Reptiloiden. Überlegter Charakter, schöne Dialoge mit dem Doctor. Mir gefiel die Idee, dass sich die Silurianer vor dem Mond versteckten und deshalb in den Kälteschlaf gingen. Und den Vorschlag des Doctors, die Silurianer in die Wüste zu schicken. Etwas naiv war er - seinen Pazifismus in Ehren - aber doch, eine unbekannte Rasse vor UNIT zu warnen, hätte - wie Major Baker mit Recht wütend protestierte - gut das Ende des Brigadiers und seiner Männer sein können. Und dass sich der Doctor wirklich einbildete, der Menschheit einreden zu können, mit den Silurianern den Planeten zu teilen, war wohl auch etwas ... optimistisch.


    War dann eh alles hinfällig, weil die Meute mit den friedfertigen Vorstellungen ihres Chefs nicht viel anfangen konnte und dieser kurzerhand massakrierte. Ab diesem Zeitpunkt waren die Silurianer leider wieder reine Cartoon-Charaktere.


    Teil 5 war zwar nicht schlecht, aber wieder etwas langgezogen. Mir tat es leid um Secretary Masters, der gut rüberkam, aber den Doctor und Liz zu beobachten, wie sie im Labor rumsitzen, um eine Gegenformel gegen die Seuche zu entwickeln, war nicht so der Bringer. Auch in der Auflösung ziemlich unglaubwürdig: Vom Zeitpunkt der Infektion bis zum Tod des Opfers vergingen nur - wie man an Major Baker und Secretary Masters gesehen hat - ein paar Stunden. Offensichtlich war irgendwann schon ganz London verseucht, und sogar in Paris ging es schon los. In dieser knappen Zeit so viel Impfstoff zu entwickeln und dann auch noch zu verteilen, hätte wohl ein furchtbar speediges Timemanagement erfordert. ;(


    Das Finale war wieder recht gut. Allerdings waren die Silurianer ziemlich dämlich, dem Doctor einfach so zu glauben, dass er eine unumkehrbare radioaktive Verseuchung erzeugt hatte und sich selbst und alle anderen in den Höhlen zum Tod verdammt hatte. Außerdem war bei der ganzen Bastelei um den Reaktor etwas zu viel Technobabble dabei.


    Super war aber das Ende: Der Doctor freut sich auf die Untersuchung der neuen Technologie und will einen nach dem anderen Silurianer zu einer friedvollen Koexistenz bekehren. Der Brigadier hört sich diese nette Idee stoisch an und sprengt dann alles beinhart in die Luft. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Kracher.


    Insgesamt eine Geschichte mit viel Potential, die aber um gut drei bis vier Folgen zu lang war und zu viele überflüssige Nebencharaktere hatte. Auch der Companion ist eher schwach. Mit Liz Shaw kann ich einfach nicht viel anfangen, irgendwie hat sie keine "Chemie" mit dem Doctor. Dafür fand ich den Brigadier richtig gut, vor allem seine kaltblütigen Handlungen am Schluss und das "Come on, Dr. Watson." Aber das ganze militaristische UNIT-Flaire ist trotzdem nicht so mein Ding, ich vermisse die TARDIS.


    Deshalb ein "Durchschnitt" von mir.

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Typisch: kaum hält man mal ein paar Millionen Jahre Mittagsschlaf, schon kommt irgendeine Spezies daher und macht sich auf deinem Planeten breit. :D "The apes have become dangerous - they must be destroyed", stellen die Silurians schnell fest. Der Doktor ruft zur Verständigung auf, der Brigadier setzt lieber schweres Geschütz ein, und mit den Betreibern der Station über den Höhlen, wo alles stattfindet, sind sich beide nicht einig.


    Das war mal ein 7-Teiler, der diese Zeit auch gebraucht hat. Erstens waren wichtige Nebenhandlungen zu zeigen, z.B. die Ausbreitung der Seuche in London, zweitens mussten die Konflikte der Menschen untereinander wie auch der Silurians (die schließlich sogar ihren Chef killen) dargestellt werden, drittens wissen beide Spezies nichts übereinander und müssen sich erst gegenseitig erforschen, viertens spielt Quinn ein doppeltes Spiel, fünftens... ach, es steckt hier wirklich so viel drin, dass es schon lange dauert, es bloß aufzuzählen. Natürlich ist die Glaubwürdigkeit manchmal arg strapaziert, sei es mit dem Dino als Wachhund oder dem "Blinker" der Silurians, der für alles zu verwenden ist: Türen öffnen, Leute niederblinzeln, Wände schmelzen... Und warum muss sich eine technisch überlegene Zivilisation erst von einer unterlegenen eine Energiequelle besorgen, können die nicht selber Strom erzeugen - aus Wasserkraft, Erdwärme oder so was?


    Obgleich es allem in allem für ein "super" nicht reicht (ich habe mit "gut" abgestimmt), gibt es ein paar klassische Doktor-Momente, wenn er dem Silurian die Pranke schütteln will, doch seine Hand ist zu klein, oder dem Stationschef, der so stolz auf seinen Nuklearreaktor ist, erklärt, das sei "just a piece of primitive machinery" ^^

  • Das war also das berühmte Doctor Who and the Silurians und das zweite Doctor Who-Abenteuer von und mit Jon Pertwee. Leider scheitert die Folge bei mir an der Wertung "gut" vorbei, weil einfach zu viele Ungereimheiten und meines Erachtens viele Fehler gemacht wurde. Der 3. Doctor Bonus konnte nicht retten. :(


    Eigentlich ging ich mit der Erwartung eine Reise durch die tiefen Höhlen mit dem Doctor, UNIT und Liz Shaw zu erleben, um dann auf die mysteriösen Silurians zu treffen, aber es war eher ein hin und her zwischen den Höhlen und dem Atomkraftwerk. Hier hätte man beim Wechsel der Szenen die Zugänge zeigen können. Wie lange brauchte z.B. der Doctor vom Kraftwerk aus zum Eingang der Höhle?


    Negativ sind mir auch die Cliffhänger aufgefallen, sonst waren sie o.k (nur Pertwee wusste wie man ordentliche dämlich guckende Gesichtsausdrücke machen konnte). für die damalige Zeit. Vielleicht lag es an der spannenden Musik. Achja, die Musik war zu teils unangebracht, z.B. wenn Silurians plötzlich auftauchen, dann diese nervende Oboe zu hören ist. Es war die Zeit für Experimente, aber trotzdem ein Fehlentscheidung gewesen, diese zu nutzen. Der Rest der Musik war in Ordnung. :)


    Weniger negativ, möchte jedoch anmerken, das die Folge auf die beiden DVD's verteilt wurden. Hat man eine Episiode komplett gesehen, muss man wieder auf DVD 1 wechseln um darauf die Specials zu sehen.


    Nun zu einem Rätzel:
    Diese Epidemie hatte man doch nur reingebracht um die Folge auf 7 Episioden zu treten? Warum denn bloß? Sie war unwichtig wie ein Kropf und (vielleicht habe ich es nicht verstanden) wie wurde die denn nun bekämpft. Der Doctor hat doch ein Heilmittel gefunden und dann? Wie wurde sie an die Bevölkerung verteilt? Außerdem frage ich mich wie damals in den 70ern mit Epidemien umgegangen wurde? Gab es nicht entspr. Sicherheitsmaßen und Schutzanzüge? :/


    Nun auch zu was positiven:
    a) Der Doctor, UNIT und auch der Brigadier waren super. Der Brigadier zeigt am Ende der Folge, das er zum Schluss auch nur eine Marionette des Staates ist und Befehle ausführt, ob sie nun richtig oder falsch waren. Auch Liz Shaw hatte mehr Handlung gehabt, als in Spearhead from Space.


    b) Die Silurians als erste intelligente Lebensform auf der Erde. Die Kostüme waren typisch Doctor Who und die Höhlen waren auch nett gestaltet. Nur der Dino... naja. Aber positiv gemeint.


    c) Pertwee's Armtätowierung wieder in Aktion! :thumbup:

  • Die Cliffhanger bei der Folge gefallen mir auch nicht wirklich.


    Davon ab, liebe ich aber die Silurians als Volk, und die ganze Art wie man die Geschichte um sie gesponnen hat. Sie waren vor den Menschen auf der Erde und jetzt möchten sie sie wieder zurück, ist irgendwie nachvollziehbar. Genauso nachvollziehbar ist, dass der Doktor ein wenig ausflippt, als man die Tierchen einfach wegbombt, wo er doch beinah einen Vertrag zur friedlichen Co-Existenz verhandelt hätte. Das Scheitern dieser Verhandlungen liegt ja auch nur an einzelnen Individuen und dummen Missgeschicken. Fand ich einfach sehr gut gemacht.


    Ein wenig lang ist das Serial dann doch. Also mindestens eine Folge hätte man da doch bestimmt raffen können.

  • Ein gutes "Prequel" zu der deutlich besseren Sea Devils-Folge. Auch hier ein an den Verhältnissen scheiternder Doktor. Interessant der am Ende eiskalt agierende Brigardier sowie die Seuche in London und mal wieder völlig unfähig agierende Militärs und Spitzenpolitiker. Ich stimme Moogie zu, auch dieses Serial hätte locker gekürzt werden können, bei einigen Handlungswechseln hatte ich persönlich einfach nur das Gefühl, daß es um das Herausschinden von Sendezeit ging. Mir ist wieder mal aufgefallen, wie gerne ich Caroline John als Liz Shaw sehe. Sie ist klug und mitfühlend und ein echte Science-Profil. Herrlich der blöde Gesichtsausdruck des Doc als er von den Silurians hypnottisiert wird. Muss ich mir mal als Screenshot ziehen. Am Ende sind wie so oft bei DW fast alle tot aber auch dafür liebe ich sie Serie. Die Silurians selber kommen ebenso wie der Saurier arg pappig daher. Andererseits war das halt 1969/70 und da war das halt state of the Art.


    s/tnd

  • Die Handlung hatte wahrlich Potenzial, aber das wurde leider kaputt gemacht durch etlich nervende Kleinigkeiten und die Überlänge.
    Ich befürchte fast, dass die sog. "Soundeffekte" in der Zeit Standard waren, aber mich persönlich stören sie einfach. Warum muss alles was außerirdisch ist irgendeinen abartig hohen Ton von sich geben? Und warum ist Lawrence sowas von stur?


    Gut gelungen waren allerdings die Machtkämpfe unter den Silurians - wobei mir das zu sehr nach dem Gut-Böse-Schema gedacht war - und Unit&Doctor vs. Lawrence.
    Und der Brigadier ist gut gemacht. Der typische Militär, erst schießen, dann fragen, was natürlich auch zu einigen Konflikten mit dem pazifistischen Doctor führt.


    3rddoc

    I have a new destination. My journey's the same as yours, the same as anyone's.
    It's taken me so many years, so many lifetimes but at last I know where I'm going... Where I've always been going:
    Home... The long way 'round


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