21.1 Warriors Of The Deep

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    3. 3. Durchschnitt (11) 38%
    4. 4. Ausreichend (8) 28%
    5. 5. Schlecht (0) 0%

    Der fünfte Doctor, Tegan und Turlough landen auf einer Unterwasserstation der Erde einer nicht allzu fernen Zukunft. Wieder mal steht der Planet unter der Geißel eines neuen Kalten Kriegs. Zwei altbekannte Spezies wollen sich diesen Konflikt zu Nutze machen und die Herrschaft über die Erde zurückerobern. Was der Doctor natürlich nicht zulassen kann, aber die Geschehnisse fordern einen hohen Blutzoll…


    Des Doctors Wiedersehen mit den Silurians, die mittlerweile sehr anders aussahen, und den Sea Devils, die Panzer-Rüstung bekommen hatten, bildete den Auftakt der 21. Staffel. Unter dem damaligen Produzent, Jon Nathan-Turner, lag man viel Wert auf der Vergangenheit der Serie: Deswegen soll der Chef-Silurian hier derselbe sein, der in Doctor Who and the Silurians die Macht an sich gerissen hatte – obwohl er in der ursprünglichen Folge niemals mit Name erwähnt worden war (der Name stammt aus der Novelisation dazu, Doctor Who and the Cave Monsters). Der Kostüm-Abteilung hat man leider auch nicht mitgeteilt, dass das dritte Auge nicht ein Licht, das den Sprechenden anzeigt, sondern eine Waffe gewesen war. Und dann war die Geschichte mit dem Myrka...


    Die 4 Episoden wurden zwischen dem 5. und dem 13. Januar ausgestrahlt, fingen mit 7,6 Mio. Zuschauer an und endeten bei 6,6 Mio. Zu dieser Zeit nahm in Deutschland das private Fernsehen seinen ersten Schritten, während Nino de Angelo den ersten Platz in der Hit-Parade belegte, mit Jenseits von Eden. In Großbritannien stand Paul McCartney an der Spitze, mit Pipes of Peace.

  • Eigentlich habe ich die Folge nur zufällig gerade gesehen und gar nicht daran gedacht, dass sie hier auch gerade dran ist, und dementsprechend habe ich auch nicht vorher The Silurians und The Sea Devils gesehen und kann mich daher nicht zu Unterschieden bei der Darstellung derselben äußern - was für die Bewertung der Episode vielleicht ganz gut ist.
    Ich fand sie nämlich längst nicht so schlecht, wie sie normalerweise gemacht wird. Um gleich das Blöde vorweg zu nehmen:
    - Niemand ertrinkt so schnell. Da brauchten sie wohl unbedingt etwas Cliffhanger-Ähnliches.
    - Wenn mir eine Tür auf den Fuß fiele, die fast zu schwer zum Hochheben ist, glaube ich nicht, dass ich hinterher nur etwas hinken würde.
    - Was zum Teufel hat sich diese Frau dabei gedacht, den/die/das Myrka mit Karate oder was immer das sein sollte anzugreifen?


    Aber ansonsten finde ich, wenn man sich auf die Handlung konzentriert und nicht auf die Kostüme der Unterwasser-Kreaturen, ist sie doch gar nicht so schlecht. Was für ein Ende! Fast so schlimm wie Androzani. Hat es sowas eigentlich in der neuen Serie schon gegeben, dass fast alle sterben? Es gab mal das ausnahmehafte "Everybody lives!", aber an das Gegenteil kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Wenn es viele Tote gab, dann wurde das entweder irgendwie rückgängig gemacht (Parting of the Ways, Last of the Timelords) oder es waren nur die 'Bösen' (The Runaway Bride), und selbst dann wird dem Doctor noch häufig im letzten Moment die Verantwortung abgenommen (The Poison Sky) - oder zumindest kommt es mir häufig vor, auch wenn mir gerade nicht mehr Beispiele einfallen.
    Hier ist eben nicht gesagt, dass wenn der Doctor da ist alles gut werden wird, und er leidet darunter... okay, ich kann nicht sagen, dass er das Schlimmste nicht verhindert hat, aber dass er nicht erreicht hat, was er eigentlich wollte, nämlich eine friedliche Lösung.
    Wo ich "friedliche Lösung" sage: Ich finde diesen Schluss auch als pazifistische Botschaft viel wirksamer als z.B. den von The Doctor's Daughter. Jetzt muss ich mir bloß noch überlegen wieso. Realistischer?
    Anyway, "There should have been another way."

  • Ich habe mit 2/5 bzw. ausreichend abgestimmt.
    Die Musik hat mich nicht so sehr gestört, wie bei den 70er Geschichten mit den Silurians & Sea Devils.
    Das ist noch das beste, was mir im Moment zu der Geschichte einfällt.
    Diese ganze "Kalter-Krieg im 21.Jhdt." Story, feindliche Agenten, die den für die Funktion der Militärbasis unerlässlichen "Sync-Operator" sabotieren.
    Überhaupt einen Studenten (Maddox) als Backup. Hanebüchen.
    Zur Myrkapantomime muss man nichts weiter sagen, die wackelköpfigen Sea Devils sind auch nur ein müder Abklatsch der originalen, außerdem sind sie plötzlich eine reine Miltärkaste geworden, mit den Silurians als Politiker, die das Sagen haben.


    Irgendwas muss die Geschichte trotzdem haben, denn meine innere Wertung vergibt trotzdem zwei von fünf wasauchimmer. Ich weiß im Moment nur nicht mehr wofür.


    "One has no wish to be devoured by some alien monstrosity, Kalik. Even in the cause of political progress." Orum --> Kalik in 'Carnival Of Monsters'

  • Mir hat die Folge Spaß gemacht. Klar, der Myrka dürfte so ziemlich das unfreiwillig lustigste Monster sein, dass ich bisher gesehen habe. Bei den Silurians sind mir die optischen Unterschiede zu ihrem Erstauftritt ehrlich gesagt aber nicht wirklich aufgefallen. Die Sea Devils in Rüstungen fand ich weltklasse, hat mich schwerstens amüsiert. Die Kostüme fand ich an und für sich nicht schlimmer als in den beiden Vorgängerfolgen, es war halt alles sehr hell, da fallen einem die optischen Probleme von Aliens einfach mehr ins Auge. Und mit Gummimonstern und schlechten Kostümen muss man bei Classic-Who halt leben können, mich hat´s hier nicht besonders gestört. Das Set der Station fand ich dagegen ganz gelungen, auch die futuristischen bunten Anzüge der Crew haben mir gefallen. :)


    Gewundert hab ich mich, dass die Sea Devils sich selbst so nennen - ist doch kein besonders schmeichelhafter Name, oder? Naja, aber da sie offensichtlich - wie auch schon von Kater moniert - eine reine Einsatztruppe der Silurians sind und selbst eh nix zu sagen haben, werden sie wohl nicht viel Selbstwertgefühl haben. :P


    Die Grundprämisse der Geschichte fand ich wirklich gut. War doch ein gewiefter Schachzug, dass die Silurians die Menschen einfach dazu bringen wollten, sich gegenseitig auszulöschen, sich inzwischen entspannt zurückzulehnen und nach der - realistischerweise zu erwartenden - Entvölkerung des Planeten wieder die Kontrolle übernehmen wollten. Von der Thematik her eine klare Anlehnung an den damaligen Kalten Krieg, die aber durchaus passabel behandelt wurde. Außerdem war ich überrascht, wie blutrünstig die Folge ist. Einer nach dem anderen wird erwürgt, abgeknallt oder vergast - bis nur noch der Doctor samt Companions übrig ist. Sehr gewalttätig, aber ich mag so was. Wie Icthar so schön sagte: "It is too late for pity. Much too late." ;)


    Im Detail steckte natürlich der Teufel: Die ganze Notwendigkeit des "Sync Operators" wurde nicht zufriedenstellend erklärt (vielleicht war ich auch nur zu blöd, das zu kapieren :whistling: ) und ich fand es auch seeehr merkwürdig, dass der Doctor so rein zur Ablenkung einen Reaktoroverload herbeiführen will. Etwas übertrieben. Und warum haben sie einfach die TARDIS offen gelassen? Woher weiß der Doctor, wie ein silurianisches Schlachtschiff aussieht? Warum lassen ihn die Fischmonster einfach bei der Tür rausspazieren, nachdem sie ihn gefangen genommen haben? Die restlichen Punkte wurden ja schon von emilyhart angesprochen. Am bizarrsten war allerdings eindeutig, als Dr. Solow offenbar mit einem Karateausfallsschritt den Myrka verdreschen wollte. ?(


    Vielleicht hat mich die derzeitige Torchwood-Ausstrahlung großzügig gemacht, ich fühlte mich nämlich trotz all dieser Logik-Problemchen gut unterhalten. Ich mochte die Crew der Unterwasserstation, vor allem die erwürgte Karina, den zwar etwas hölzern spielenden aber trotzdem charismatischen Commander und ganz besonders Spion Nilson. (Hat der Schauspieler schon in einer anderen Who-Folge mitgewirkt? Kommt mir so bekannt vor, kann ihn aber im Moment nicht zuordnen.)


    Den Davison-Doctor und Tegan fand ich wie immer klasse. Der gute Doctor durfte ja fast einen auf Rambo machen. Erst verprügelte er - nach einem geheuchelten Tennant-mäßigen "I´m so sorry" - zwei Offziere und dann stürmte er noch mit Knarre im Anschlag die Brücke, um die Gegner mit einem machomäßigen "I wouldn´t if I were you" zu verunsichern. :) Fand ich spaßig, vor allem weil er dann gleich darauf wieder so typisch diplomatisch wurde.


    Vislor ist ein recht interessanter Charakter. Reizendes Arschloch, erst will er den Doctor achselzuckend ersaufen lassen und dann kann er sich nur unter Mühe überreden lassen, seinen "Freunden" doch noch zu helfen. Kein Sympathieträger, aber trotzdem ganz unterhaltsame Figur.


    Vielleicht leide ich ja wirklich an Geschmacksverwirrung, vielleicht blendet mich auch meine Vorliebe für den fünften Doctor etwas - aber insgesamt finde ich diese vielgescholtene Folge "Gut".

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Wenn ich nur daran denke, wie die Ärztin versucht den Myrka abzuwehren... :thumbdown:
    Die Extras waren auf der DVD noch das Beste, insbesondere weil da sehr gut rüberkam, wie eingentlich keiner der Produktionsteams mit dem Ergebnis so richtig zufrieden war.
    Außer JNT, der fand den Myrka wohl ganz ausgezeichnet (ich fand den auch nicht sooo schlecht, da gab es wesentlich übleres an dieser Episode).

    "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game


    "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
    — Alan Moore (V for Vendetta)

  • Was übleres als den Myrka? Jetzt grüble ich echt, was Du meinen könntest ... viel lächerlicher kann doch gar nichts aussehen?!? :)

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Wie gesagt... allein die o.g. Abwehrreaktion.
    Oder die Gucklöcher im Hals der Sea Devils.

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  • hmm.... Mein größtes Problem mit dieser Folge ist die Darstellung der Sea Devils und Silurians, die einfach nicht zu den Folgen davor passt. Aufeinmal sind die Sea Devils nur noch die Kriegerkaste der Silurians? Und wieso bezeichnen sie sich auf einmal mit den Namen, die ihnen die Menschen gegeben haben? und, und, und ...


    Also selbst für die Doctor Who Kontinuitätsstandards ist das schlampig.


    Und dann wär das noch das Myrka, dass einfach nur hochgradig peinlich ist.


    Abgesehen davon möchte ich aber michael who zustimmen. Ich verstehe nicht, warum die Folge so sehr gehasst wird. Gut, ich musste ausblenden, dass das mit den Sea Devils/Silurians einfach nicht stimmen kann, aber ohne Myrka, und vielleicht mit anderen Aliens ist das doch ne ziemlich anständige Folge. Aliens fördern den Zwist von den Menschen damit die sich gegenseitig umbringen: macht viel Sinn. Von daher passte auch die Kalter-Krieg-mäßige Thematik darein find ich. Die anderen Punkte ... hey, die TARDIS Tür scheint der Doktor aber nie abzuschließen, egal in welcher Folge, außer es passt halt grad zum Plot XD. Das schnelle Ertrinken hat mich allerdings auch gewundert. So ein Unfug.


    Desweiteren fühle ich mich an dieser Stelle verpflichtet zu schreiben: Ich mag Peter Davisons Frisur in dieser Folge. Auch, wenn der whocast das anders sieht. Kurz sieht's besser aus. :P


    Zitat

    Am bizarrsten war allerdings eindeutig, als Dr. Solow offenbar mit einem Karateausfallsschritt den Myrka verdreschen wollte


    ich rechne der Frau an, dass sie einfach nicht nachdenken konnte. Da biegt man um die Ecke und plötzlich stet ein riesiges Monster vor einem. Da kann der Verstand schonmal aussetzen. :D Überlebt hätte sie die Begegnung doch so oder so nicht ;)

  • Naja, nachdem sich der Myrka nur mit einer gefühlten Geschwindigkeit von ca. 0,0000001 km/ nach vorne bewegen konnte, wäre gemütlich davonschlendern vielleicht die bessere Lösung gewesen. Aber es muss ohnehin eigene physikalische Gesetze im Whoniverse geben, ansonsten wäre es unerklärlich, wie die ganzen im Schneckentempo umhertorkelnden Monster dauernd alle erwischen können. :)


    Das mit der Konintuität stimmt natürlich. Am eigenartigsten fand ich, dass der Doctor die fischigen Aliens als noble Pazifistenvölker beschrieben und angesprochen hat. So extrem friedliebend kamen mir weder die Silurians noch die Sea Devils vor, als sie in ihren Erstauftritten alles und jeden massakrierten, was ihnen über den Weg lief. Gucklöcher sind mir übrigens nicht aufgefallen.


    Die Frisur von Peter Davison ist mir jetzt nicht wirklich ins Auge gestochen - Mädels beobachten sowas scheinbar doch spezifischer. :P


    Noch mal wegen der Tür ... mir fällt auch keine Folge ein, wo ein Doctor abschließt. Aber normalerweise kommt doch ohne Schlüssel nie wer rein?

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  • Ich sag doch, die Frau konnte in der Situation einfach nicht klar denken. Sie hat ja nicht gesehen, dass das Myrka langsam ist. Das stand ja schon direkt vor ihr so quasi. (außerdem sah es lustig aus, was sie gemacht hat, darum verzeihe ich das. :thumbup: Wenn schon sterben, dann mit Stil)


    Und die Beschreibung der Geschwindigkeit erinnert mich jetzt an diese Featurette auf der DVD, in der Fielding und Davison erklären, wärum das Myrka, das erbärmlichste Monster überhaupt ist. Recht habt ihr. *g*


    Noble Pazifistenvölker ... wenn die Leute sich von Sea Devils bist jetzt nicht mal merken konnten, dass die Sea Devils und Silurians eher verwandst als ein und dasselbe waren, dann wundert es mich nicht, dass da noch mehr durcheinander kam. Es ist wie ich oben schrieb: Die Folgen passen einfach nicht so zusammen wie sie sollten. Wenn man versucht die Bilder von Sea Devils und Silurians aus dieser Folgen mit denen der anderen beiden Folgen zu vereinen kommt man einfach auf keinen grünen Zweig. Author did not do the research. Das ist das große Problem dieser Folge. :22:


    Eventuell liegt deine letzte Folge Davison schon etwas zurück. Die Haare sind hier wirklich auffällig kürzer, weil Davison sich nach dem letzten All Creatures Great and Small Weihnachtsspecial die Tristan-Frisur erst wieder rauswachsen lassen musste :love:


    zur Tür: was ist mit Tegan in Logopolis? Die konnte ja auch einfach reinspazieren. Und ich glaub die Cybermen in Attack of the Cybermen wurden auch nicht einfach reingelassen, aber daran erinnere ich mich jetzt nicht hundertprozentig ...

  • Meine letzte Davison-Folge liegt wirklich schon lange zurück, ist sicher schon mehr als eine Woche. (Five Doctors) :P Nein, das ist einfach nur mein schlechtes Personengedächtnis, das mir auch den Blick auf so optische Details versperrt. Ich verzweifle da auch immer bei der Arbeit, weil ich mir die Gesichter der Leute nie merken kann. ("Und wer sind Sie, bitte? - Ich war gestern EINE STUNDE bei IHNEN!")


    Hm, Logopolis - da verhielt sich die TARDIS ja sowieso ganz eigenartig, das zählt nicht. Und sind die Cybermen aus "Earthshock" nicht mit irgend jemand mit rein, der Zutritt hatte? (Bin mir aber auch nicht sicher.)


    All Creatures Great and Small - ich habe sehr positive (und wahrscheinlich verklärte) Erinnerungen an die Bücher. Ist die Serie auch gut?

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  • Earthshock meinte ich ja gar nicht, sondern die Folge vom sechsten Doktor ... haben sie bei Earthshock nicht wen gefangen genommen und sich den Weg in die TARDIS erpresst, oder so?


    Okay, dann sei dir verziehen. Aber ist ein schlechtes Personengedächtnis nich hinderlich für einen Richter? :D


    All Creatures ... naja, es ist eine Familienserie aus den späten Siebzigern über Tierärzte. Da sie schwören mussten sich an die Bücher zu halten und nichts dazu zu erfinden (zumindest die ersten 30 Staffeln lang) wird das wohl sehr ähnlich sein. Die Bücher hab ich noch nicht gelesen, aber mir macht es unheimlich viel Spaß. Ich mag die Tiere, die Landschaft, die schönen Autos, die wundersamen Dialekte der Farmer. Aber vorallem die Interaktion der beiden Charaktere von Davison und Robert Hardy. Zum Schieflachen. Ist ne nette Abwechslung, wenn man sich sonst eher deprimierende Sendungen anschaut.

  • Upps, jetzt hab ich mich verlesen, "Attack" kenn ich noch gar nicht. Bei "Earthshock" war´s zumindest irgendwie so, wie Du sagst.


    Das mit dem schlechten Personengedächtnis ist sogar ein Bonus, erspart es, mir die ganzen lästigen Anwälte zu merken, die mich tagein tagaus nerven. :)


    Hm, nachdem Du die Serie so lobst, und ich die Bücher so geliebt habe und Davison so verehre, könnte ich mir eine Anschaffung ernsthaft überlegen. Allerdings wüsste ich nicht, wann ich das jemals anschauen sollte. Wenn ich mit Classic Who endlich durch bin, stehen jetzt schon so um die 20 ungesehene Serienstaffeln bei mir rum. :rolleyes:

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  • "Ausreichend". "Warriors of the Deep" hat einiges gemein mit diesen berüchtigten Videospiel-Verfilmungen à la "Doom": durch eine Station laufen und auf alles mögliche ballern, was ein Feind sein könnte: Silurians, Sea Devils, Myrka, Verräter aus den eigenen Reihen.. Am Ende wundert sich der Doktor "there must have been another way", und das sagt sich der Zuschauer auch, nur in etwas anderer Hinsicht. Dazu ziemlich viel Haarsträubendes wie der Karatekick-Versuch gegen das putzige pantomime horse Myrka, der Blinker der Silurians, mit dem sie auf einmal freundlich ihre Gesprächspartner anblinken, wohingegen es letztes Mal noch eine tödliche Waffe war, dann nennen sie ihre Helfer "our brothers, the sea devils", als ob das ihr richtiger Name wäre und nicht nur die Beschreibung seitens der Menschen in "The Sea Devils" war, zudem wird der Doktor nach wenigen Sekunden im Wasser schon als ertrunken aufgegeben - das meiste ist ja schon oben erwähnt worden, aber es ist wirklich nicht viel Positives, was dem gegenübersteht.


  • Zitat
    Am bizarrsten war allerdings eindeutig, als Dr. Solow offenbar mit einem Karateausfallsschritt den Myrka verdreschen wollte



    ich rechne der Frau an, dass sie einfach nicht nachdenken konnte. Da biegt man um die Ecke und plötzlich stet ein riesiges Monster vor einem. Da kann der Verstand schonmal aussetzen.

    Ziemliche dumme Szene und einfach unverständlich. Vielleicht hatte JNT da seine Finger im Spiel gehabt? :(

  • Was übleres als den Myrka? Jetzt grüble ich echt, was Du meinen könntest ... viel lächerlicher kann doch gar nichts aussehen?!? :)


    naja Lächerlicher vielleicht nicht, aber genauso daneben sind schon einige Monster...
    zB der "Lavamonster" Drache aus Androzani oder diese blasenwerfenden Phantom-Wesen aus Time-Flight. Oh und natürlich Kamelion... Furchtbar!
    Ich muss unbedingt demnächst mal die TOS Remastered DVDs das erste Mal anschauen, ob meine Erinnerung, dass deren schäbigstes Monster doch noch um einiges liebevoller ausgestattet wirkte, wie die besten Who-Monster dieser Ära, wirklich stimmt oder nostalgische Verklärung ist (wobei TOS ja auch für miese Monster bekannt ist, zB den Melkotian aus der Folge mit Lincoln und Dschingis Khan, die Horror-Riesenkatze aus "Catspaw" oder die Weltraumamöbe :D). Das ist jedenfalls ein Punkt den ich bewusst ignorieren muss, wenn ich die Folgen geniessen möchte, wirklich schöne oder überzeugende Monster und Mutanten-Masken gibts erschreckend selten.





    WotD entspricht leider mal wieder dem Standard-Drehbuch dieser Zeit, viele lange Märsche durch immer gleiche Korridore, viel davonlaufen, gefangen genommen werden, viel Verwirrung darum ob man jetzt auf der Seite der Guten ist oder doch nur ein eingeschleuster Böser und am Ende dann wundersamerweise trotz des folgenlangen festen Willens der "Guten" den Doctor und seine Companions umbringen zu wollen doch überraschend viel Kooperation und ein Umschwung der Absichten des Doctors noch dazu. Gibt zwar auch haufenweise gute Elemente und der Lichtstrahl war eine hübsche Waffe, aber es läuft doch auf ein Durchschnittlich hinaus, weil es eben das ist: Standard-Drehbuch. Standard-Monster, Standard-Verhalten. Das übliche eben. Mit der noch dazu erzählerisch total vermasselten Moral, dass die Bösen doch gar so noble Wesen und friedfertig seien und überhaupt... Hat was von Winnetou... edel sei die Rothaut, hilfreich und gut, damit man ein schlechtes Gewissen hat, wenn sie erst einmal ausgerottet wurde :P

  • Ab und zu liebe ich Youtube...


    Ich kann und will Euch das großartigste Fanvideo der Welt nicht vorenthalten: ;)


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  • Brillant. :D

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    "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
    — Alan Moore (V for Vendetta)

  • Warriors of the Deep war für mich ein ziemliches Wechselbad. Der Myrka selbst hat mich zum Lachen gebracht, die Schaumstofftüren habe mich noch mehr zum Lachen gebracht, die Geschichte, was die ersten drei Episoden angeht, hat mich mehr oder weniger geärgert. Versöhnt wurde ich dann mit der sehr schönen vierten Episode, in der man alles das reingepackt hat, was den ersten drei Episoden fehlt.


    Das ist die Kurzfassung, im einzelnen:


    Optisch fand ich die Folge (abgesehen vom Myrka-Desaster) recht gut. Die Unterseebasis war zwar viel zu hell, aber mit den verschiedenen Ebenen und den diversern Aufbauten recht liebevoll gestaltet. Ursprünglich sollte das laut Audiokommentar eher wie in Alien aussehen, aber so geht es auch. Nur dass dann die unheimliche Stimmung, die erzeugt werden sollte, definitiv nicht erzeugt werden konnte.


    Die Silurians und die Sea Devils lehnen sich natürlich an die Vorgängerfolgen des dritten Doctors an, viel anders konnten sie dann nicht aussehen. Warum die Silurians sich aber wie die Schlümpfe anhören mussten, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Die Sea Devils haben mit mit ihren merkwürdigen Helmen eher ein bißchen an Darth Vader in einer Zwergversion erinnert.


    Was deren Charakterisierung angeht: Ich kenne nun die Vorgängerfolgen nicht. Und es mag sein, dass die Silurians sich da anders darstellen. Aber es ist für mich nicht nachvollziehbar, wenn die Doctor die Silurians als ein edles Volk beschrieb und sie dann so charakterisierte: Die Silurians hielten die Menschen für einen Irrtum der Evolution und waren entschlossen, die Menschen auszurotten. Sorry, wenn das edel ist, dann sind die Daleks auch edel.


    Der Myrka - nun ja, er ist ja für sein schäbiges Aussehen berühmt geworden. Normalerweise fallen die Who-Monster ja durch ihre extreme Langsamkeit auf. Der Myrka macht hier auch keine Ausnahme. Aber ich dachte beim Ansehen ein paar Mal, dass dieses Wesen eigentlich überhaupt nicht laufen kann. Ein paar Mal dachte ich, dass der Myrka nun zwangsläufig umkippen muss. Einmal wird er von hinten gezeigt, und man kann dann sehr schön ein paar Faltenwürfe bewundern.


    Im Audiokommentar wurde erläutert, dass das alles anders gedacht war: Der Myrka sollte nie ganz und immer nur kurz gezeigt werden. Das wäre für mich aber nur der erste Schritt in die richtige Richtung: Noch besser hätte es funktoniert, wenn der Myrka überhaupt nie gezeigt worden wäre. Leute umnieten konnten die Sea Devils doch auch sehr gut alleine.


    Dafür war es sehr hübsch, wie die Ärztin den Myrka erst mal angriff (anstatt einfach wegzurennen). Und unbezahlbar ist die Szene, in der sich gleich vier Leute brav in einer Reihe aufstellten, damit der Myrka sie auch hübsch gleichzeitig verbrizzeln kann.


    Die ersten drei Episoden zeichneten sich durch viel Korridorgerenne und viele Kampfszenen aus. Die Geschichte lief für mich erst mals ins Leere, weil der Teil mit der Sabotage durch den Myrka und die Sea Devils ein unsanftes Ende nahm. Mit dem Teil der Geschichte hätte man besser gar nicht erst angefangen, oder man hätte es anders auflösen müssen. Vermutlich hätte die zweite Opion die Geschichte aber sehr überladen.


    Der Gastcast hat mich schauspielerisch nicht sehr überzeugt. Den Darsteller des Maddox fand ich relativ grauenhaft, die anderen Charaktere blieben klischeehaft. Besonders der Darsteller des Nilson fiel dadurch auf, dass er stets exakt einen Gesichtsausdruck zeigte. So recht konnte ich mich also mit der Besatzung der Unterseebasis nicht anfreunden. Lediglich der Kapitän schien mir etwas aus der Masse der Rothemden rauszustechen.


    Es gab aber in den ersten drei Episoden auch ein paar Momente, die einfach schön sind: Der Doctor überwältigte einen Wachposten und bemächtigte sich des Schutzanzugs. Nachdem er den Anzug angezogen hat, fragte er den ohnmächtigen Mann: Hast du etwas Komisches gegessen? Wenig später laufen sich der Doctor und Tegan über den Weg. Tegan freute sich natürlich, doch dann änderte sich ihr Gesichtsausdruck und sie fragte den Doctor: Hast du etwas Komisches gegessen? Was der Doctor mit einem genervten Blick quittierte.


    Das war dann auch der beste Tegan-Moment. Ansonsten hatte sie eher wenig zu tun, außer an das bessere Selbst von Turlough zu appellieren.


    Überraschend gut hat mir Turlough hier gefallen, der ständig schwankte zwischen Feigheit und Mut, und es dann doch fertigbrachte, das Richtige zu tun.


    Der Doctor zeigte überraschend viel Actionqualitäten und spielte sich auch sonst sehr achtbar durch diesen Unfug. Etwas gewundert hat es mich, dass er so abwertend über die Menschen sprach und so respektvoll über die Silurians. Die Menschen waren hier ganz klar in der Verteidigungsstellung, die Angreifer waren die Silurians.


    Sowiet zu den ersten drei Episoden, und hätte ich hier aufgehört, mir das anzusehen (viel hat daran nicht gefehlt), dann wäre mein Schlussurteil irgendetwas zwischen Ausreichend und Schlecht. Dann kam die vierte Episode, und die hat sehr viel herausgerissen.


    Zum einen gab es hier die wirklich schöne Konfrontation zwischen dem Doctor und den Silurians. Hier wurde der Plan enthüllt, und dieser Dialog hat mir wirklich gut gefallen. Aber die Silurians machten sich hier natürlich etwas vor. Auch wenn sie keinen Finger rührten und einfach mit Täuschung arbeiteten, versuchten sie sich trotzdem an einem Massenmord.


    Und hier entspann sich auch der für mich entscheidende Konflikt: In der ersten Episode fanden der Doctor und die Companions das Hexachromite, der Doctor erklärte, dass diese Substand auf reptillienartige Lebensformen tödlich ist. Als klar ist, was die Silurians vorhaben, hätte es nahe gelegen, genau dieses Hexachromite einzusetzen. Und genau das will der Doctor eben nicht. Er benutzte das Gift erst, als es wirklich keine andere Alternative mehr gab. Und es war Turlough, der den Doctor letztlich überzeugte.


    Aber am Ende war die gesamte Besatzung tot, und Turlough hielt dem Doctor auch genau das vor: Now they are all dead. Hätte der Doctor früher das Hexacromite eingesetzt, dann hätten vielleicht mehr Menschen der Station gerettet werden können. Und hier sagte der Doctor den berühmten letzten Satz: There should have been another way. Und wirkt sehr deprimiert und auch hilflos.


    Dieses sehr starke Ende mit seinen vielen Fragezeichen hat mich eigentlich genauso hilflos zurückgelassen wie den Doctor. Und das hat für mich diese insgesamt missglückte Folge dann doch gerettet.


    Also, wegen der sehr starken vierten Episode ist es für mich dann doch ein Durchschnitt.