Labereckenthread...

  • Ich meine das Medium DVD. ;)

    Meine persönliche Wahrnehmung: DVDs sind immer noch günstiger als Blurays, selbst im Angebot. Selten unterschreitet eine BR die 9,99-Euro-Grenze, während DVDs stellenweise auf bis zu 5 Euro vergünstigt werden. Außerdem werden immer noch DVD-Player ohne Bluray-Funktion verkauft. Zudem glaube ich, dass der qualitative Unterschied zwischen silberner und blauer Scheibe für den Verbraucher nicht so groß erscheint. Und zu guter Letzt hängt der Bluray möglicherweise noch der Streit mit der HDDVD nach, auch wenn das schon ein paar Jährchen her ist.


    Meine Philosophie: Filme mit großen Special Effects (z.B. "The Avengers") oder Lieblingsserien (z.B. "Game of Thrones") kaufe ich mir auf Bluray. Für Produktionen, bei denen es eher um Inhalte geht (z.B. "Breaking Bad" oder "Boardwalk Empire") reicht mir die DVD, außerdem ist es günstiger.

  • Ich habe in meinem Freundes- und Familienkreis kaum jemanden, der einen Blu-Ray-Player besitzt (und die, die einen besitzen eigentlich nur, weil es eigentlich eine Playstation ist, die nun mal einen integriert haben) und nur VoD-Dienste sind auch nicht das einzig Wahre. Einen physischen Datenträger für Filme o.Ä. sollte aber dennoch zugänglich sein. Und einen DVD-Player oder zumindest einen Rechner samt DVD-Laufwerk besitzt fast jeder.

    "That's it! Now I understand: Everyone in the universe is the Doctor. Everyone … except me."

  • Ähm, weil es sich noch lohnt? Nicht alles kann auf HD hochgerechnet werden und auf Blu Ray verkauft werden, ohne dabei einen vernünftigen Unterschied zur DVD zu haben, der die Ausgaben für die Aufbereitung rechtfertigen würde. Außerdem sind DVD Player und Disc Laufwerke, die keine Blu Rays nicht abspielen können, immer noch relativ weitverbreitet. Lange Antwort kurz: Solange sich die DVD als Medium noch rentiert, wird sie hergestellt und vertrieben.

  • Ich denke, da gibt es mehrere Gründe:


    Zum einen sind DVDs noch deutlich preiswerter als BluRays. Gerade z.B. bei Staffelboxen macht das noch Einiges aus.


    Bei kleineren Fernsehern, die noch kein Full-HD unterstürzen, ist der Qualitätsunterschied aus normaler Sitzentfernung kaum wahrnehmbar. Selbst bei einem Full-HD Fernseher unter 50" fällt er nicht immer sofort ins Auge, wenn man nicht gerade direkt am Fernseher klebt.


    Gerade älteres Material sieht auf BluRays nicht anders aus, als auf DVDs, weil das Quellmaterial eben keine höhere Auflösung hergibt.


    Außerdem gibt es noch Haushalte, die zwar DVD-Player, aber noch keinen BluRay-Player besitzen.


    Neue Filme kaufe ich mir inzwischen fast nur noch auf BluRay, während ich bei Serien-Boxen sehr genau überlege, ob die visuellen Effekte den Mehrpreis auf BluRay lohnen. Bei TrueBlood werden auch die restlichen Staffelboxen DVDs sein, bei Game Of Thrones rechtfertigen schon allein die großartigen Landschaftsaufnahmen den Griff zur BluRay. Doctor Who habe ich ab Staffel 5 auch auf BluRay, alles davor auf DVD.


    Und der Hauptgrund ist natürlich das Spiel von Angebot und Nachfrage. Solange DVDs vom Kunden nachgefragt werden, werden sie produziert werden. Wenn die Stückzahlen von DVDs so weit zurückgehen werden, dass die Produktion teurer wird, als die von BluRays, werden sie aus den Läden verschwinden.


    Gruß
    Roland

  • Natürlich ergäbe es keinen Sinn Materie wie etwa die "Doctor Who"-Folgen der klassischen Serie auf Blu-Ray zu veröffentlichen, da die DVD für die bestmögliche Qualität, die man da herausholen kann, ausreicht. Klar, man könnte trotzdem Blu-Rays herausgeben, aber das wäre dann als würde man zwei Kochplatten anmachen um ein Rührei zu braten; völliger Nonsens. Aber alles was in richtiger HD-Qualität vorliegt, wird von mir auch in solcher erworben. Da bin ich auch gerne bereit 3€ Mehrkosten gegenüber der DVD zu tragen. Trotzdem ist die DVD auch in solchen Fällen keineswegs ganz und gar verzichtbar, denn ja, noch nicht alle Leute haben einen Blu-Ray-Player, nicht alle sehen ein Mehrkosten zu tragen, nicht alle wissen wie Streamingdienste funktionieren oder wollen für ihr Geld etwas zum anfassen haben und genau diese Leute kaufen sich DVDs. Und warum sollte man ihnen die Möglichkeit nehmen dies tun zu können?

    "The world would be a poorer place without Doctor Who." - Steven Spielberg

  • Danke, für Eure Argumente. Ich sehe das genauso. Nur es scheinen Firmen zu geben, denen das nicht schmeckt. Warner Bros. z.B. haben eine Zeit lang ihre Filme + Mengen an Extras nur auf Blu-ray veröffentlicht. Auf der DVD dagegen war nur der Film vorhanden. Ich kann mich vage an Inception erinnern, wo das gemacht wurde, oder täusche ich mich? Auch ein schönes Beispiel ist der Wolverine-Film von James Mangold. Der Extended Cut wurde nur auf der teueren 3D-Blu-ray veröffentlicht. Achja, 3D für das Heimkino halte ich auch für eine Totgeburt.

  • Marvel macht dasselbe. Schau dir die Extras auf den DVDs an, Delted Scenes und mit Glück Audiokommentar, ansonsten nichts. Dokus, One-Shots, mehrere Audiokommentare etc. gibt es nur auf den Blu Rays. Als ich mal die Untertitel einstellen wollte, weil ich etwas dreimal nicht verstanden hatte, durfte ich bei Iron Man 2 feststellen, dass die nicht einmal englische Untertitel haben.

  • Achja, 3D für das Heimkino halte ich auch für eine Totgeburt.

    Und ich hoffe, dass 3D für das richtige Kino bald zum plötzlichen Kindstod wird. Selbst "Tim und Struppi" damals im IMAX hat mich nicht von der Sinnhaftigkeit dieses Verfahrens überzeugt. Gibt es hier im Forum jemanden, der von 3D-Vorstellungen im Kino begeistert ist?

  • Ich geh da ein bisschen nach der Verfügbarkeit. Wenn es Filme nur auf DVD gibt, dann hol ich sie mir dementsprechend. Wenn ich aber die Wahl habe und die Preise nur um 3, 4 oder 5 Euro variieren, dann gibt´s die Blu Ray. Gerade wenn man nicht auf der alten Röhre schaut, sieht man den Unterschied schon sehr und bei fast allen Animationsfilmen ist die Blu Ray auch wirklich das bessere Medium.

  • Und ich hoffe, dass 3D für das richtige Kino bald zum plötzlichen Kindstod wird. Selbst "Tim und Struppi" damals im IMAX hat mich nicht von der Sinnhaftigkeit dieses Verfahrens überzeugt. Gibt es hier im Forum jemanden, der von 3D-Vorstellungen im Kino begeistert ist?


    Zwei Filme haben mich bisher in 3D überzeugen können: "X-Men: Days of Future Past", welcher auch im 3D-Verfahren gedreht wurde, und das von Bryan Singer, der für mich ohnehin der einzig wahre 3D-Pionier ist (und kein James Cameron), und "Jurassic Park", der aufwendig bearbeitet wurde. Aber für diesen im Endeffekt doch kleinen Mehrwert, auf dessen Kosten die Kraft der Farben geht, Nasenwurzelschmerzen ertragen, nein danke.

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  • Wo ist denn Bryan Singer ein 3D Pionier...? Der hat einen X Men Film in 3D gedreht und das hat im Ganzen überhaupt keinen Mehrwert gehabt.

  • Wo ist denn Bryan Singer ein 3D Pionier...? Der hat einen X Men Film in 3D gedreht und das hat im Ganzen überhaupt keinen Mehrwert gehabt.

    3D hat nie einen wirklichen Mehrwert. Aber man kann den Effekt sinnvoll und gezielt einsetzten um gewisse Dinge zu erreichen, etwa um Entfernungen darzustellen oder man kann einen Film in 3D umwälzen lassen damit er an den Kinokassen mehr Geld einspielt. Bryan Singer hat ersteres getan, nicht nur mit "X-Men", sondern auch mit "Jack and the Giants", ein zwar gefloppter und tatsächlich schwächerer Film, aber einen, der in dieser Hinsicht besser war, als vieles was ich bisher in 3D gesehen habe.

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  • Ich könnte dir 'ne lange Liste mit Filmen machen, die 3D besser nutzten als der letzte X-Men, aber wer hat die Zeit dafür?!

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • naja also die slo-mo szene von quicksilver war in 3D schon extrem beeindruckend... DAS war ein optischer mehrwert.

    Da muss ich dir absolut zustimmen, die war großartig und ich hoffe, wir bekommen Ähnliches in X-Men: Apocalypse zu sehen.


    Ich mochte übrigens auch den ersten Hobbit Film sehr in 3D (die nachfolgenden nicht mehr so), aber vielleicht habe ich das auch falsch in Erinnerung und der war eigentlich total abscheulich, was das angeht. :D

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  • Naja, das würde ich jetzt aber mit diversen Szenen aus Ant-Man toppen und bezeichne trotzdem den Auswechselregisseur nicht als 3D-Genie.

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • ne das 3D-pionier finde ich auch unpassend... nur weil jemand gute szenen in 3D schießt, ist er kein pionier... ein pionier ist meiner meinung nach, jemand, der etwas neues schafft, die technik verbessert, als erster dran arbeitet usw - also james cameron mit avatar... da könnt ihr sagen was ihr wollt ;)