2x05 - The Web Planet

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    1. 1. Super (4) 11%
    2. 2. Gut (4) 11%
    3. 3. Durchschnitt (7) 19%
    4. 4. Ausreichend (8) 22%
    5. 5. Schlecht (14) 38%

    Der erste Doctor, Ian, Barbara und Vicki landen auf einem Planeten, dessen Einwohner mal so richtig alienmäßig sind: Es herrscht Krieg zwischen den biependen Ameisenwesen Zarbi und den flatterhaften Schmetterlingen, den Menoptra. Doch wer zieht die Fäden im Hintergrund?


    In der 2005er Folge The End Of The World lief einer der (CGI-erzeugten, wohlgemerkt) Spinner-ähnlichen Roboter "aus Versehen" in die Kamera-Linse: eine Hommage an The Web Planet, wo einem Zarbi dasselbe Kunststück gelingt? Die fünfte Folge der 2. Staffel war ein sehr gewagter Versuch, eine sehr fremde außerirdische Welt zu schaffen, der nur bedingt erfolgreich war. Die sechs Episoden wurden zwischen dem 13. Februar und dem 20. März, 1965, ausgestrahlt. Mit 13,5 Millionen Zuschauer errang die Erste davon die größte Zuschauerzahl des ganzen Jahrzehnts für Doctor Who. Der Menoptera Hilio wurde von Martin Jarvis gespielt, der später gegenüber Colin Baker spielen würde, als der Governor in Vengeance on Varos.


    Sonst zu dieser Zeit: Kanada bekommt die neue "Ahornblatt" Fahne, Malcolm X wird ermordet und die ersten amerikanischen Soldaten kommen in Vietnam an. In Deutschland gab es drei Nummer Eins Hits: Das ist die Frage aller Fragen (Cliff Richard), Kleine Annabell (Ronny) und Downtown (Petula Clark). In Großbritannien waren es gar vier: Tired Of Waiting For You (The Kinks), I'll Never Find Another You (The Seekers), It's Not Unusual (Tom Jones) und The Last Time (The Rolling Stones).

  • Bis auf Marco Polo habe ich inzwischen alle 13 Episoden bis zu The Web Planet gesehen.
    Fand ich Hartnell anfangs noch gewöhnungsbedürftig, habe ich ihn doch unterwegs wenn vielleicht auch nicht lieben, so doch schätzen gelernt. Am besten gefällt er mir meistens in Auseinandersetzungen mit Ian Chesterton, da sprüht das Feuer zum Teil nur so. Auch wenn er durchaus sein "yees yes yes yes yeeees" ab und an etwas zügeln könnte. :) Bis hierhin haben mir zugegeben auch nicht alle Episoden so richtig gefallen, es gab klare Aussetzer sowohl was die Technik, Kostüme u.ä., aber auch was die Story betrifft. Dennoch war selbst in Planet of Giants, dessen Story und Grundprämisse man ja schon hundertmal und manche Male auch besser hatte, ein gewisser Charme da der mich weitergucken liess.


    Nicht so bei The Web Planet. Es war das erste mal, dass ich zwischen Episoden einige Tage Pause gemacht habe und die Geschichte nicht am Stück gucken wollte. Ich kann nur dringendst davon abraten die Episoden irgendwem zum Einstieg zu empfehlen, wäre es das erste gewesen was ich aus den Classic-Episoden geguckt hätte, ist sehr fraglich, ob ich dabei geblieben wäre.


    Hauptkritikpunkt: Story. Ein ständiges sinnloses Hin- und Her-Gerenne der Protagonisten, es passiert irgendwie überhaupt nichts sinnvolles. Man weiß nicht was das alles soll, ob es ein Ziel gibt, ob jemand einen Plan hat, wo genau sich die einzelnen Charaktere in Bezug zueinander gerade befinden, usw usf. Nach drei Episoden war ich so gefrustet, dass ich erstmal eine Pause brauchte und auch die restlichen dann nicht mehr am Stück gucken konnte. Bis zum Schluss bleibt die Geschichte insgesamt für mich schwach und völlig langweilig und das Storytelling absolut mangelhaft. Das ganze Geschehen hätte man statt in 6 besser in nur 2 (!!!) Episoden erzählt, dann wären auch so manch andere Kritikpunkte, s.u., nicht so auf- oder ins Gewicht gefallen. Wäre also alles andere perfekt (Schauspieler, Technik, ..) wäre die Folge trotzdem schwach, da die Handlung und die Dialoge nunmal das Entscheidende sind.
    Die Auflösung fand ich auch unglaubwürdig und sehr unoriginell, dass die "great evil force of the Animus" so billig zu übertölpeln ist, nunja. Auch dass sich Ian von der anderen Seite ins Centre gräbt, damit plottechnisch am Ende alle schön beisammen sind... herje, wie einfallslos!


    Leider kann auch der Rest in keinster Weise mit den vorigen Episoden wie The Dalek Invasion of Earth mithalten.
    Völlig grottig sind die Kostüme. Sicher kann man einwenden in den gesamten ersten Staffeln seien die Ausserirdische ja nicht wirklich glaubhaft. Ich finde aber, dass es doch starke Unterschiede gibt. Die Daleks sehen natürlich im Vergleich zu heute etwas weniger gut aus, dennoch für mich alles in allem glaubwürdig genug. Auch die Sensorites z.B. fand ich für die Zeit halbwegs gelungen dargestellt. Hier hingegen sehen wirklich durch die Bank alle Aliens unglaublich bescheuert aus. Die Zarbi-Ameisen mit Menschenbeinen und ansonsten völlig unbeweglichem Körper, Käfer mit Stoff-Fetzen als Beinchen usw usf., irgendwie alles Schrott. Wenn man halt nicht die Technik hat, sollte man sich auf Aliens beschränken die man glaubwürdig darstellen kann. Wie das geht, kann man ja in den Episoden davor überprüfen.
    Dem ganzen die Krone setzen dann die Geräusche auf, das penetrante Piepen der Zarbi ist schon nach fünf Minuten so unendlich unerträglich, dass ich fast versucht war ohne Sound weiterzugucken. Nur dann hätte man kaum folgen können, da fast alles die ganze Zeit irgendwie gleich aussieht, fast drei Stunden lang.


    Positives (ich geb mir Mühe):

    • Wie der Doctor den Planeten erkennt fand ich gelungen. Dass er nämlich schon herumgekommen ist, kam mir bislang doch etwas zu kurz. Das war auch schon bei The Rescue ein kleiner Pluspunkt.
    • Ich wurde hier gewarnt, dass spätere Companions, also Ersatz für Susan, durchaus auch nervig wären. Ich finde allerdings Vicki sehr erträglich. Schon in The Romans hat sie mich -anders als Susan- nicht genervt und das gilt auch hier. Ausserdem ist sie schnuckeliger als Susan. :D Man könnte vielleicht in Dialogen mit Barbara und Ian noch öfter ihre Herkunft aus der Zukunft herausstreichen, ging hier zugegeben nicht, weil sie nie zusammen spielten.
    • Die Stimme des Animus war sehr gelungen, auch dass man bis fast zum Schluss nicht wusste wie oder was das eigentlich ist war gut. Ein Konzept, dass man bei fehlender Technik gerne immer wieder anwenden kann: Was man (gut begründet natürlich) nicht sieht lässt dem Zuschauer seine Phantasie.
    • Ich liebe ja gute Namen und Titel und bei Doctor Who wird man da nie enttäuscht, selbst hier nicht. "The Web Planet", "The Zarbi", "Escape to Danger", "Crater of Needles" - alles sehr gelungen. Auch die Aliennamen wie "the Animus" oder "Menoptra and Optera".


    Fazit: Wenn schon Produktionsaussetzer wie "Ameise rennt gegen Kamera" als Highlight herhalten müssen, dann sagt das alles über die Qualität der sechs Episoden. Deswegen bei mir keine Gnade und keinen Classicbonus, die niedrigstmögliche Wertung: 1/5.
    Ich behaupte auch es ist sicher kein Zufall, dass Bill Strutton keine weiteren Episoden geschrieben hat. :10:

    Sarah Jane: "You're serious?"
    The Doctor: "About what I do, yes. Not necessarily the way I do it."

  • Nein wie herrlich, aus dem Link von Der tanzende Arzt oben im Eingangspost:
    "Review: It's awful in black & white but imagine how bad it would be in colour. Or if we only had the soundtracks. Let's be thankful for grains of mercy."


    :P

    Sarah Jane: "You're serious?"
    The Doctor: "About what I do, yes. Not necessarily the way I do it."

  • Ich hätte noch was Positives! Ohne die Folge gäbe es dieses Video nicht und ich müsste mir etwas anderes suchen, das mich dermaßen aufmuntert, wenn die Welt gerade schlecht und böse ist:


    http://youtube.com/watch?v=lrrzSGEXsjI



    Ich versuche mir gerade das Ganze in Farbe vorzustellen - woah! Keine gute Idee - und ich bin in der Hinsicht wirklich, wirklich abgehärtet :D

    Zitat

    It's a curious irony, I think, in a series with a rabble-rouser as a hero, and in a narrative about multiverses, alternities and possibilities, that the fans of this very show seem to want to close possibilities down. Sometimes it's as if the fans want reality dictated to them - definitely. Canonically. They want parameters setting and concretising around them. Maybe they want a stable universe after all ...

    (Paul Magrs, Afterword, Time and Relative Dissertations In Space)

  • Muaha, ja... Ich glaube "The Web Planet" in einer Rekonstruktionsfassung zu schauen wäre echt die Hardcore-Mutprobe für alle Who-Fans gewesen! :D Die Feuertaufe sozusagen... Würde bei der Bundeswehr ein Ausbilder sowas den Rekruten antun, dann gäbe es einen ernsthaften Skandal! :D


    Ahjo... Ich muss ja sagen, dass ich die Story mittlerweile recht charmant finde. Nicht gut zwar... aber charmant. :) Als ich sie das erste Mal gesehen habe, war dies nur die VHS-Fassung mit dem extrem schlechten Bild und Sound... und in der man die ganzen Folgen zu einem Film zusammengeschnitten hatte. Und das hält nun wirklich niemand durch...


    Die DVD-Fassung mit dem komplett restaurierten Bild ist jedoch... ein bisschen leichter durchzuhalten. Und wenn man in der Stimmung dazu ist, können es recht nostalgische 6 Episoden sein. ;)


    Ah... und die erste Episode ist wirklich klasse! Sehr atmosphärisch und unheimlich!


    Kaddele:
    Es gibt "Web Planet"-Musikvideos?! Wie grossartig!!! :D

  • Ich hätte noch was Positives! Ohne die Folge gäbe es dieses Video nicht und ich müsste mir etwas anderes suchen, das mich dermaßen aufmuntert, wenn die Welt gerade schlecht und böse ist


    Der absolute Hammer! Genial, gleich in die Favoriten geschoben. :D

    Sarah Jane: "You're serious?"
    The Doctor: "About what I do, yes. Not necessarily the way I do it."

  • Also "The Web Planet" ist sauschlecht. Und zwar so sauschlecht, die Muss man gesehen haben.


    Das ist ja echt mit das übelste, was mir in der Hartnell Ära untergekommen ist.


    Riesenameisen (wo man noch die Beine der Darsteller sehr dezent darunter sieht)
    und dicke Hummelwesen und das halbe Serial ein Kauderwelsch hoch drei.


    Gab's da schon LSD?


    Ich denke aber gerade deswegen macht "The Web Planet" auch extrem Spass.
    Ich muss mir noch die Specials auf der DVD zu Gemüte führen.


    Spontan fällt mir bei schlecht auch noch "The Gunfighters" ein.
    Total überzogen und ein Soundtrack, wo ich jetzt noch Schweissausbrüche bekomme.
    Da werden wir wohl irgendwann auch nicht von einer DVD verschont bleiben.


    Ja, das Schicksal hat da teilweise sehr hart selektiert - was existiert und was nicht.


    Denn den grössten Teil der Hartnell Serials stufe ich als gut bis sehr gut ein.


    Edit: Ich hatte oben noch die laufenden, überdimensionalen Putzlappen vergessen. :P


    :) quater

  • Den "Web Planet" habe ich nun auch mal gesehen. Habe es offenbar richtig gemacht, erst mal andere vom First Doctor zu sehen... Fand es noch nie so schwer, einen "Mehr-als-4"-Teiler durchzusitzen. Waren es 6 oder 7 Episoden? Kam mir wie 10 vor, mindestens. Zielloses Herumgelaufe in derselben Dekoration, dauernd labernde Motten in lächerlichen Kostümen - und der Doktor schien auch keine durchdachte Strategie zu haben, sondern eher den Zufall seinen Lauf nehmen zu lassen. Mir gefiel jedoch, dass man anfangs mangels Kommunikation mit den Ameisen gar nicht so recht wusste, wer die Guten und wer die Bösen sind. Die Ausgangsposition war nicht schlecht, in diesem unheimlichen, kahlen Gelände anzukommen - alles sehr fremdartig. Die Atmosphäre war gut, bevor die Motten anfangen zu diskutieren und debil mit den Handschuhen zu wedeln.

  • "Zarbiiiiiiiii!" *imitiert Kleinkind-Bratzenstimme*


    Am putzigsten wird's ja wenn man sich das Extra auf der DVD ansieht oder in den Audiokommentar reinhört. So wie die da alle über die Folge reden, bekommt man glatt das Gefühl, dass "The Web Planet" ein verlorenes Meisterwerk sei, dass nur darauf wartet endlich entdeckt zu werden. "Citizen Kane" ist ein KLACKS gegen dieses Ameisengeplucker!! Und dann schaut man wieder rein und stellt fest... öhm... eher nicht. :D

  • Fand es noch nie so schwer, einen "Mehr-als-4"-Teiler durchzusitzen.

    Nicht nur, dass ich in jeder Folge außer der ersten eingeschlafen bin, das ist die einzige Story, wo ich auch beim Lesen der Sekundärliteratur eingeschlafen bin.


    "One has no wish to be devoured by some alien monstrosity, Kalik. Even in the cause of political progress." Orum --> Kalik in 'Carnival Of Monsters'

  • Gott, ist die Folge schlecht. Das tut ja fast weh. :)


    Vergessen wir mal die menscheinbeinigen beependen Ameisen. Und die eigenartigen Wespen mit ihrem wehleidigen Singsang. Und sogar die rumhüpfenden Raupen. (Natürlich extremst grottig, ein paar Minuten konnte ich mich ja sogar noch über die unsäglich schlechten Kostüme amüsieren. Ein paar Minuten, nicht aber sechs Folgen lang.)


    "The Web Planet" ist einfach todlangweilig. Wie die meisten hier fand ich Teil 1 noch gar nicht so schlecht, wenn auch etwas langatmig. Aber dann zog sich das ganze. Und zog sich. Und wurde nie besser.


    In Teil 4 bin ich eingeschlafen. Teil 5 und 6 konnte ich nicht mehr ertragen und war meistens auf der Fast Forward Taste. Eine Premiere für mich bei Doctor Who, dass ich zu derart verzweifelten Methoden greifen musste. :P


    Abgesehen davon, dass man die Aliens aufgrund ihres ... "gewagten" Looks und dem anstrengenden Beepbeepbeep nicht ernst nehmen kann und sie daher auch als Charaktere nicht mal im Ansatz funktionieren, ist "The Web Planet" auch noch furchtbar schlecht geschrieben.


    Vicki stolpert gegen die Kontrollkonsole und "repariert" sie so zufälligerweise.
    Der Doctor wird von Animus durchschaut, aber kann trotzdem einfach so mal abhauen und wieder zurückkommen.
    Die Menoptraner (das waren die Wespenviecher 8) ) fühlen sich von den Ameisen "umstellt". Kein Wunder, dass die Idioten erfolgreich von ihrem Planeten verjagt wurden, wenn sie nicht mal auf die Idee kommen, wegzufliegen. :P
    Barbara stolpert zufällig gegen die versteckte Eingangstür zum Tempel.
    Und die Menoptraner vertrauen ihr, weil sie ihnen beibringen könnte, wie man ohne Flügel lebt? Genau. :)
    Und und und.


    Ich habe ja absolut ein Herz für Trash, nicht aber für sterbenslangweiligen. So sehr ich die Ära des ersten Doctors mag, so sehr ich auf Ian und Barbara stehe und so angenehm ich Vicki als Susanersatz finde - die Folge verdient einfach nix besseres als ein ganz klares "Schlecht".


    Wirklich traurig bin ich im Übrigen noch, dass ich nun alle DVDs mit Ian und Barbara durchhabe. :baeh:


    Ein Gutes hat die Folge aber doch: Der oben angeführte Youtube-Link mit "Rocking over the World" versöhnt mich sogar wieder etwas mit diesem absoluten Debakel einer Doctor Who Geschichte. ;)

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Ich habe mir das ohnehim verregnete Wochenendejetzt noch zusätzlich dadurch verdorben, dass ich mich durch The Web Planet gequält habe, und kann mich nur aller bislang geäußerten Kritik anschließen!


    :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:


    Hat vielleicht jemand ein paar Retcons über oder ist im Besitz eines Blitzdings?

  • Wow was für ein Abenteuer! Das war also der berühmte Web Planet!


    Ich hielt meine gefahr-o-sensitive Sonnebrille schon für abgefahren, aber atmungsaktive Regenjacken, das ist kaum zu toppen.


    Die Grundidee ist gar nicht mal so schlecht, könnte glatt ein Aufhänger für Avatar 2 sein: Die Menschen gewinnen, werden von Eywa assimiliert, die davon böse wird. Die Navi werden vertrieben, kehren später zurück und erobern mit Hilfe edler Gutmenschen ihren Planeten zurück.


    Nach dem Video Rockin all over ... sind die Rocking Optera meine Favoriten, ich wär vor Lachen fast vom Stuhl gekippt.


    Eine gute Szene gibt es aber doch: Die Diskusion zwischen Barbara und der neunmalklugen Göre über Aspirin oder kein Aspirin.


    Trotzdem: Ich will meine Susan wiederhaben!

    • 80full.jpg

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)

  • Ja die Folge war grottig!
    Und nur eines hat sie vor dem Nicht Genügend bewahrt: Die erste Episode.
    Denn die war echt unheimlich, und ich dachte, diese Schaurigen Echos haben irgendetwas mit den Wesen zu tun. Aber der Rest war grausig. Und als die ganzen Hummelmenschen dann zu den Zarbi hin sind und "Zarbiii!" schreien, rennen die doch tatsächlich davon... Wieso haben sie das nicht schon am Anfang getan?^^
    Von mir gibt es gerade noch ein Ausreichend.

    Currently Watching:
    Peter Davison
    Peter Capaldi

    ...und:
    Agents of S.H.I.E.L.D., Rick & Morty,
    Twin Peaks, Narcos



  • Tja, ich lasse ja viel mit mir machen, und ich kann mich auch ganz gut auf völlig blöde und absurde Sachen einlassen, aber was zuviel ist, ist zuviel. Dies war die erste Folge, die ich mir nicht bis zum Ende angesehen habe. Drei Episoden habe ich mir in den letzen Tagen angesehen, aber ich kann mich nicht durchringen, mir den Rest anzutun. Vielleicht irgendwann einmal... Jetzt denke ich, dass die mich genug gequält haben. Diese Folge zeichnet sich durch den vollständigen Mangel an "Suspense of disbelief" aus.


    Die erste Episode war noch gut. Dieses Tardis-Team ist stark genug, um auch einmal ein Nichts zu spielen, deren Zusammenspiel ist so gut, dass dies trägt.


    Aber Sobald die Insekten dran waren, war es vorbei. Die Zarbi erinnerten mich an die Puppen aus dem König der Löwen. Macht eigentlich nichts, aber im König der Löwen wird gut gesungen und nicht furchtbar gepiept. Das hätten die mit mir vor einigen Taagen machen können, da hatte ich eine Mittelohrentzündung und war auf einem Ohr fast völlig taub, dann wäre ja nur die Hälfte des Piepens bei mir angekommen. Aber so?


    Die Menoptra, also ja... Auf jedem Kinderkarneval kann man bessere Kostüme sehen. Es war aber ganz hübsch, wie die Flügel abfielen. Und was soll dieses pantominische Untermalen der Dialoge? Das ist ja, als ob sich Pina Pausch und Marcel Marceau sich ganz schlechtes Zeug reingepfiffen haben und dann zusammen mit der Augsburger Puppenkiste richtig einen draufmachen. Bestimmt ein Riesenspaß für die Macher, aber nicht für den Zuschauer. Um wenigstens etwas Gutes zu sagen: Die beiden Frauenstimmen für Vrestin und den Animus haben mir gut gefallen, die haben besser als jedes Kostüm für einen wenigstens etwas fremdartigen Eindruck gesorgt.


    Richtig genervt hat mich aber der Lichtfilter, weil der nichts an Stimmung brachte, dafür war das Bild einfach nur unscharf. Gut, vielleicht hat das mich vor noch mehr optischem Grauen bewahrt. Genervt hat es trotzdem.


    Classic Who sollte man sich ja nicht unbedingt im Kollektiv ansehen, weil das nicht immer gut für die jeweilige Folge ausgeht. Jeder entdeckt immer noch ein paar Unzulänglichkeiten, und die Folge, die man am Wickel hat, verliert an Wirkung. Auf der anderen Seite amüsiert man sich dabei auch königlich. Mir ging das dabei so: ich habe die Folge mit anderen zusammen gesehen, und ich fand es eher lauwarm. Beim späteren Ansehen für mich alleine stellte ich fest, dass die Folge sehr viel besser ist und konnte es mehr würdigen.


    Was the Web Planet angeht, so denke ich aber: Die kann man nur im Kollektiv ansehen und gemeinsam erleiden, und dann kann man wahrscheinlich wirklich gut amüsieren. Am besten wird dazu auch reichlich Alkohol ausgeschenkt, und der lustige Abend ist geritzt. Weil man aber gar nicht genug trinken kann, um sich gleich alle sechs Folgen schönzusaufen, lässt man es aber besser bei einem Best of "Web Planets".


    Eine Bewertung schenke ich mir; die Bewertung, die mir vorschwebt, gibt es in der Umfrage nicht. Und Bewerten, wenn ich etwas nicht durchhalte, das mache ich dann auch nicht.


    Übrigens: Kaoru hat ja bereits auf die Doku auf der DVD hingewiesen. Und während sonst auf den anderen DVD die Macher sehr viel Selbstironie und Humor zeigen, legen sich hier tatsächlich alle bemerkenswert und ohne jede Ironie für dieses Meisterwerk ins Zeug. Das hat schon etwas Rührendes. :)

  • Ich bin doch noch ein echter Anatide: ich hab mir "The Web Planet" in einem Stück angesehen, ohne Pause ... was vielleicht erklärt, warum so mancher mich für merkwürdig hält, sowas kann schließlich nicht ohne Folgen bleiben ...


    Aber etwas gutes hat die Folge: Sie provoziert immer wieder höchst interessante Postings und konstruktive Kritiken


    Bei dem Lichtfilter hatte ich ja erst die befürchtung, mir meinem Computer würde etwas nicht stimmen ...


    Insgesamt wohl wieder ein typisches beispiel dafür, dass die Macher ambitioniert an etwas herangegangen sind (sie wollten wohl wirklich exotische Aliens auf einem fremden Planeten der auch wie ein solcher aussieht, zeigen), aber grandios gescheitert sind.


    Wer hat hier eigentlich mit "Super" gestimmt? Sofort vortreten!

  • Zitat

    Wer hat hier eigentlich mit "Super" gestimmt? Sofort vortreten!


    Da hatte ich zuerst dich im Verdacht. :D Bis ich dein Posting gelesen habe. Das ist natürlich nur ein Scherz...


    Zitat

    Aber etwas gutes hat die Folge: Sie provoziert immer wieder höchst interessante Postings und konstruktive Kritiken


    Tja, das ist das erste völlig destruktive Posting von mir, tut mir auch selbst weh, aber was will man machen? Ähm, Moment...
    The Ultimiate Foe kam auch ganz schlecht weg bei mir, und auch ein paar Torchwoodfolgen.

  • Ich war auch nicht der Super-Abstimm-Mann. Ganz ganz ehrlich. Mit Susan, jaa da hätte ich vielleicht, aber so... muss ich sogar die neunmalkluge Göre zurücknehmen, da ich ja mit Scharfi im neuen Fanboy-Club bin. Vicki hat nun mal die beste Szene in dem ganzen ... Drama. :thumbsup:

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)