24x02 - Der Fluch des Kroagnon (Paradise Towers)

  • Die Folge war ziemlich schräg aber auf eie gute Art.


    Was mir gefallen hat war:
    1. Der Doctor das ist grad mal die zweite Folge mit Sylvester McCoy und ich mag ihn jetzt schon als Doctor.
    2. Die Kangs fand ich auch klasse, ich hatte am Anfang die Befürchtung gehabt das die mir auf die Nerven gehen aber zum glück war das nicht der fall.
    3. Pex der Angsthase war auch Super schade das er zum schluss gestorben ist.
    4. Die Kanibalen Omas waren auch Super.
    5. Die Hausmeister mit ihren Regeln und ganz besonderes der Oberhausmeister Hitler der war einfach nur klasse.
    6. Oberhausmeister Zombie Hitler war sowieso Klasse.
    7. Ich fand die Location total gut diese dreckige umgebung hatte was, sowas sollte öfters bei Doctor Who auftauchen.


    Was mir nicht gefallen hat:
    1. Waren die Reinigungesroborter sie sahen ganz gut aus, aber sie waren zu langsam und sie hatten auch nichts bedrohliches ansich gehabt.
    2. Das gleiche gilt für dem Wasserroborter der Mel angegriffen hat.
    3. Kroagon fand ich am Anfang auch ein bisschen Nervig.
    4. Mel war sowieso total Nervig erst hatte ich die Hoffung gehabt das sie in dieser Folge nicht schreit, aber leider schrie sie paar mal herum. Irgendwie hat Mel das Konzept mit dem Doctor zu Reisen noch nicht kapiert.


    Was ich sehr schade fand war das man nichts über dem Planeten erfahren hat mich hätte es interessiert ob es überall so was wie in Pardise Towers.


    Von mir bekommt die Folge ein Super.

  • Was ich sehr schade fand war das man nichts über dem Planeten erfahren hat mich hätte es interessiert ob es überall so was wie in Pardise Towers.


    Ich fand auch, dass man mehr aus dem Planeten hätte machen können / sollen. Der Turm als solcher kam mMn nicht wirklich gut rüber. Es ist wie so oft in Science Fiction Serien: der ganze Planet besteht scheinbar nur aus diesem einen Ort, an dem die Handlung stattfindet.
    Hätte man mehr von dem Planeten gezeigt, beispielsweise einfach nur die direkte Umgebung des Turms, beispielsweise ein ödes, verwüstetes Land, das hätte schon gereicht, um ein runderes Bild abzugeben. Oder wie sich die Gesellschaft auf dem Planeten außerhalb des Turms entwickelt hat...


    Das driftet jetzt vielleicht ein wenig ab, aber ich musste gerade an den belgischen Comic "Der Turm" von Schuiten-Peeters denken. Eine ganz ähnliche Thematik, eine Gesellschaft, die sich auf einen einzigen großen Turm beschränkt, der keinen Kontakt mehr zur Außenwelt hat. Sehr empfehlenswert, wenn man sich mal einen etwas anspruchsvolleren Comic zu Gemüte ziehen will.


    1. Waren die Reinigungesroborter sie sahen ganz gut aus, aber sie waren zu langsam und sie hatten auch nichts bedrohliches ansich gehabt.

    :D Langsam-bedrohliche Roboter haben halt eine lange Tradition in der Science Fiction! (Weiß man auch bei Star Trek:)


    [Externes Medium: https://youtu.be/R65AGyvAGHc]

  • Gerade geguckt ... und ich bin begeistert. Höchst trashig und witzig, durchsetzt mit einem sehr guten siebten Doctor, der nun in seine Rolle findet. Auch die ganzen Bewohner wahren großartig. :thumbsup:
    Und ich habe zwar auf englisch geschaut, aber danach mal in die deutsche Synchro reingehört, dort habe ich ein Meisterwerk der Übersetzungskunst gefunden:
    Original: "All hail the Great Architect!"
    Übersetzung: "Dem Großen Architekten hail bis über beide Ohren!"


    Ich glaube, das wird mein neuer Lieblingssatz! :14::D

    "That's it! Now I understand: Everyone in the universe is the Doctor. Everyone … except me."

    Einmal editiert, zuletzt von Sven Zuvivene ()

  • Ja, da musste ich auch schmunzeln... :D


    Mein Topfavorit in Sachen deutsche Übersetzungen ist aber immer noch eine Stelle aus "The Five Doctors":
    Original: "It's very dangerous to fire energy weapons in an enclosed space."
    Deutsche Version: "Wenn man in einem Glashaus sitzt, sollte man nicht mit Strahlenwaffen schießen."

    "The world would be a poorer place without Doctor Who." - Steven Spielberg

  • Jap, das hat definitiv auch was. :D
    Eigentlich müsste ich mir sämtliche Folgen mal auf deutsch anschauen, um nach solchen Juwelen Ausschau zu halten, hab' nur leider zu wenig Zeit. Dann lieber O-Ton und hinterher mal vereinzelte Szenen auf deutsch. Kann man mal machen, wenn man einen witzigen Abend haben möchte. :D

    "That's it! Now I understand: Everyone in the universe is the Doctor. Everyone … except me."

  • James G. Ballard goes to Trash. Eine herrlich witzige Folge mit schrägen Einfällen.


    Apropo Ballard ... Ben Wheatley hat High-Rise verfilmt und ist jetzt in die Kinos gekommen. Selbstverständlich nur in ausgesuchten Programmkinos am Arsch der Welt. :(

  • Oder im grössten Kino der Weltstadt Hannover.

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Mein erstes serial mit dem siebten Doktor. Vielleicht liegt es am Weißwein oder meiner mangelnden Kenntnis der Classic Staffeln, aber ich feier das gerade so sehr, dass ich die kompletten Folgen direkt im Anschluss noch ein zweites Mal geschaut habe.


    Feinster Trash, habe mich umgehend in Catherine Cusack verliebt und ich befürchte, dass sich mein Wortschatz um die Vokabeln "eisheiss" und "unlebend" erweitert hat.

  • Eine tolle Folge, die zwar an wenigen Stellen seine längen hat und deren innere Logik mehr oder weniger nicht existent ist, die aber dennoch zu begeistern weiß.
    Aufgrund der ausergewöhnlichen, teilweise sehr exzentrischen, völlig überzeichneten Charaktere aber wirklich sehr, sehr viel Spaß macht.
    Wie kann man die zwei menschenfressenden alten Ladies, die mich sehr an die zwei alten ehemaligen Showgirls in "Coraline" erinnerten, die knallbunten, sinnsuchenden Kangs und den Hitler-Hausmeister auch nicht köstlich finden.
    Eine Parodie mit Thrash-Faktor durch und durch. Auch Pex, der mit dem immer gleichen Spruch und der Arme-verschränken-Geste sich in Superhelden Träume flüchtet. So schwingt in jedem Witz auch immer ein Fünkchen Traurigkeit, oder zumindest ernsterer Ton mit, zwar manchmal nur versteckt, aber sie ist definitiv immer da, die Kritik an der Gesellschaft.
    Und auch wenn es im Großen und Ganzen viele Logik Fragen offen lässt, so sind die einzelnen Gruppen der Bewohner gut nachvollziehbar, haben alle eine verständliche Motivation und Art zu Leben und mit der Situation in den Towers umzugehen.
    Die Roboter hätten etwas besser sein dürfen, aber wenig Budget und die 80er, da kommt dann wohl sowas bei raus.


    Das einzige was mich wirklich, wirklich, wirklich sehr gestört hat, war das winzige grüne Regelbuch. Es hätte entweder ein großes, gut gebundenes Buch sein sollen, oder wenn es schon nur ein fetzen Papier ist, hätte der Doctor wenigstens einen Witz mit einer Lupe oder so machen können, um so zu tun, als wäre es sehr klein geschrieben.
    Das sah aus, als wäre es das Skript von dem Schauspieler gewesen. Und das hat mich wirklich kurzzeitig aus der Geschichte geholt.
    Selbst den Zombie-Hitler fand ich nicht so störend.


    Die Sprache und die Rituale, die bei den Kangs entstanden sind, hätten etwas feinfühliger sein können, aber überhaupt zu zeigen, dass so etwas entsteht, fand ich schön.


    Eine andere Änderung hätte ich noch vorgenommen, Mel hätte am Anfang gleich den Pool gefunden und wäre nach einem kurzen Schwimmen darin entspannt eingeschlafen und den Rest der Folgen nicht mehr vorgekommen.
    Das ist erst die zweite Story mit ihr und ich kann es kaum erwarten, dass Ace kommt, obwohl ich von Ace noch nichts gesehen habe, aber es kann ja nur besser werden. :)


    Von mir ein gut. Weil es eigentlich einiges zu verbessern gäbe, es aber einfach Spaß macht. Vor allem Dank der bunten Charaktere und auch Sylvester McCoy.

    "Somewhere there's danger, somewhere there's injustice and somewhere else the tea is getting cold. Come on, Ace, we've got work to do.” - 7thdoc


    2nddoc11thdoc7thdoc2_1Doc3rddoc9thdocWardoc4thdoc5thdoc1stdoc6thdoc10thdoc

  • die zwei menschenfressenden alten Ladies, die mich sehr an die zwei alten ehemaligen Showgirls in "Coraline" erinnerten,


    Andersherum ist es sogar gar nicht mal so unwahrscheinlich. Coraline ist schließlich von Neil Gaiman, der ja Doctor Who Fan ist, wie wir alle wissen. Vielleicht hat er sich tatsächlich bei Paradise Towers inspirieren lassen.

    "That's it! Now I understand: Everyone in the universe is the Doctor. Everyone … except me."

  • Genau wie bei The Happiness Patrol, konnte ich dieser Folge auch erst beim 2. Schauen etwas abgewinnen.
    So unglaublicher Blödsinn! Und so unglaublich guter Blödsinn! Das Setting und die verschiedenen Gruppen (Caretakers, Kangs, Kannibalen-Omis) muss man als gegeben hinnehmen, sonst funktioniert die Folge nicht. Dann macht sie aber unglaublich viel Spaß.


    Der Doktor ist hier richtig toll. Zwar ein bisschen naiver als in der nächsten Staffel aber bereits hier ein unglaublich toller Doktor.
    Die Highlight-Szene ist hier die, in der er die Hausmeister mit dem Regelbuch austrickst oder auch die Szene, in der er eigentlich von Hitler befragt wird, sich die Szene aber dann wendet, sodass er schließlich Hitler befragt.


    Dann gibt es die großartig gespielten Kannibalen-Omis, die Kangs mit ihren Spracheigenheiten, die Hausmeister, die sich blind an die Regeln halten und natürlich Hitler! Achja und Pex, der unglaublich überzogen ein Actionheld sein will, da er eigentlich ein Feigling ist. Toll! Und Kroagnon, der Architekt, den die Touristen nerven und der einfach nur sein Bauwerk sauber halten will, ist auch super.


    Mel ist hier zwar wieder nervig, aber nicht so nervig wie in anderen Folgen, allerdings hätte man sich die Szene mit der Krabbe wirklich sparen können.


    Gegen Ende vereinen sich dann alle gegen Kroagnon und sogar Pex kriegt noch seinen Heldentod und schließlich sogar auch noch Respekt von den Kangs. Ein sehr schönes Ende für ihn.


    8/10. Das Highlight der Staffel.

    "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"

  • So schwer es mir fällt, aber: Hausmeister-Hitler und Kannibalen-Omas haben gegenüber dem Kandy-Man eindeutig die Nase vorn. Aber ich finde sowohl Paradise Towers als auch The Happiness Patrol großartige Unterhaltung. :thumbsup:



    Das Setting und die verschiedenen Gruppen (Caretakers, Kangs, Kannibalen-Omis) muss man als gegeben hinnehmen, sonst funktioniert die Folge nicht. Dann macht sie aber unglaublich viel Spaß.

    Natürlich. Das Setting ist in beiden Fällen geschlossene Irrenanstalt. Und da ich ein großer Fan von Paranoia bin (Fühlst du dich unglücklich, Bürger?), ist dieser herrliche Blödsinn natürlich genau das Richtige für mich.

  • Die Faszination dieser Folge wird ewig bestehen. In der deutschen Synchro kommt sie noch witziger rüber und ich denke in der aktuellen Krisensituation könnte Paradise Towers die Zukunft davon sein. Chibnall wäre niemals in der Lage so was unglaublich Gutes zu schreiben.


    Mel (Bonnie) kriegt Charaktertiefe und der Doctor (McCoy) mimt den albernen Clown. Wie würde Colin Baker in Paradise Towers passen? Das zweite (noch bessere) Vengeance of Varos vielleicht? Die 80er Synthie-Musik ist bei diesem Meisterwerk das Sahnehäubchen.


    10/10

  • Ich habe die Folge lange nicht mehr gesehen, aber das scheint mir eine ziemlich brillante Analyse zu sein.

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)

  • Paradise Towers ist halt eine schwer unterschätzte Folge und es ist traurig das sie in Umfragen immer so schlecht abschneidet.

  • Dazu muß ich sagen: So ganz generell kenne ich eher Leute die die Folge mögen bzw toll finden. Und das jetzt nicht nur auf Deutschland bezogen. Daher frage ich mich woher diese Stinkstiefeligkeit kommen mag und so auch weiterhin so halten kann?


    Der Humor dieser Folge (und der Cartmel-Zeit ganz allgemein) ist aber auch nicht jedermanns Sache.


    Dennoch, sie zeigt schon sehr früh die Stärken dieser Ära - und nur umso deutlicher was die Schwächen der ganzen Jahre zuvor waren. Selbst die schwächeren Storys entwickeln einen ganzen Mikrokosmos mit vertrackten Regeln und x-vielen Figuren und Szenen die man nicht so schnell wieder vergisst. In "Timelash" oder ähnlich öden Schlafpillenfolgen gab's nur "bare basics".

  • Es ist wohl immer die Frage wer da abstimmt. Manche Folgen haben ihren schlechten Ruf halt absolut zu unrecht, werden ihn aber nicht los. Das gilt z.B. auch für The Time Monster das laut Umfragen ja eine (wenn nicht die) schlechteste Pertwee Folge sein müsste.