25x02 - Die Macht der Fröhlichkeits-Polizei (The Happiness-Patroll)

  • Wie fanden Sie die Episode "Die Macht der Fröhlichkeits-Polizei" (The Happiness-Patroll) mit dem 7.Doctor? 38

    1. Super (10) 26%
    2. Gut (17) 45%
    3. Durchschnittlich (8) 21%
    4. Ausreichend (2) 5%
    5. Schlecht (1) 3%

    Sehr geehrte Dr.Who-Fans, insbesondere des 7.Doctors,



    ich würde sehr gerne wissen, wie Sie die Episode "Die Macht der Fröhlichkeits-Polizei" (The Happiness-Patroll) bewerten würden; ich persönlich finde, sie zählt auch noch zu den Besten mit dem 7.Doctor.

  • I'm happy you're glad - And I am glad you're happy...


    Tja, was soll man zu "The Happiness Patrol" sagen... außer: genial. Der Doctor in seinem Element, mal eben so im Vorbeigehen eine diktatorische Regierung stürzen und dabei noch nicht einmal ins Schwitzen geraten. Der böse "Henchman der Woche" dann der Kandy Man, nicht subtil, dafür aber witzig.


    Hm, also... ne, mehr schreibe ich nicht, ist deutlich besser als sein Ruf und ansehen ist Pflicht.

    Dies ist kein Kuschelforum. Dies ist DrWho.de


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    "Dann nehmt ihn mit, sperrt ihn ins Hinterzimmer und lasst ihn da bloß nie wieder raus!"

  • Mal überlegen ...
    Make-up und Design zum Weglaufen. Die Geschichte einfach nicht zu glauben.
    Bis hier hin gefällt es mir also ausgezeichnet.


    Figuren, bei denen man erst mal das Band stoppt und überlegt "was soll der denn?", wie der interplanetare Census-Beamte.
    Ja, mag ich.


    Die Einheimischen im Untergrund, das Schoßtier ...
    Diese Folge gehört zu denen, bei denen ich zu gerne mal das Original-Script in der Hand hätte. Da hat sich vermutlich bis zum Dreh nämlich einiges getan. Abgesehen mal von einer gewissen Vorhersagbarkeit nämlich, laufen ein paar Szenen irgend wie ins Leere, als ob man eigentlich noch etwas anderes hätte erzählen wollen.
    Schade eigentlich. Da bleibt trotz süßer Überraschung noch eine kleine Leere zurück.
    Aber Spaß macht es trotzdem, auch bei mehrmaligem Kucken.

  • Eine sehr unterhaltsame, sehr schräge Folge. Herrlicher Sprachwitz an vielen Stellen, wie das weiter oben genannte "I'm happy you're glad - And I am glad you're happy..." oder daß der Rattenhund natürlich Fiffi heisst oder oder oder.


    Der 7. Doktor singt sogar ein bisschen und das nicht mal schlecht. Auch den ehemaligen Stand Up-Comedian merkt man ihn an vielen Stellen in dieser Folge an. Und auch ansonsten erlebt man ihn in dieser Folge in Hochform, zB wie er mit dem Sniper diskutiert, wie er nebenbei das Tool zum Neutralisieren des Candymanns einsammelt oder wie er die Gesamtsituation am Ende dreht. Das ganze natürlich eine bitterböse Satire auf die Thatcherjahre, die die Oberbösewichtin herrlich in der Sprachmelodie immitiert.


    Der Candymann ist natürlich große klasse, ich hatte danach gleich Appetit auf Haribo Lakritze. Ich habe die Folge gemeinsam mit einigen vom Berliner Fantreff geschaut. Besonders schön fand ich, daß die Folge sowohl bei New Who als auch Old Who Fans hervorragend funktioniert. Wir haben alle an den gleichen Stellen gelacht und gestaunt. Für das wenige Geld, das zur Verfügung stand sind die Sets und Kostüme sehr gelungen.


    Cheer
    s/tnd

  • Ich weiß nicht, ob diese Folge absolut genial, oder nur total bescheuert und furchtbar trashig ist. Vermutlich beides. Ich habe mich jedenfalls durchaus angesprochen gefühlt, entscheide mich für "wahnsinnig" und stimme darum für gut. :D


    Bei einigen Ideen (Kandiman, der sadistische Gummibärchen Cousin; oder der Zensusbeamte) meint man schon, dass das Script unter starkem Drogen- (oder zumindest Zucker-)Einfluss entstanden sein muss, aber dann wiederum sind all diese wahnsinnigen Sachen so stimmit miteinander verbunden, dass es einfach passt, und da tatsächlich geniale gesellschaftskritische Absicht hinterstecken muss. Was genau das alles zu bedeuten hat, muss jemand anderes herausfinden. Ich weiß nur, dass es unglaublich Spaß macht, da zuzuschauen.

  • Das muss der Studienstress gewesen sein, der dich das hat schreiben lassen. ;)


    Okay, die Story IST leicht besser als zB Paradise Towers oder Delta and the Bannermen, aber wirklichen Inneren Zusammenhang konnte ich bei der Handlung oder den Figuren jetzt nicht erkennen. Das ist alles so eine Art "Best of our most bizarre daydreams" in Form von vier Episoden gepresst und der hilflos wirkende Sylvester McCoy stolpert ohne Plan oder Schema quer durch die Kulissen, teilweise (oft) mehrmals in nicht nachzuvollziehender Reihenfolge.
    Spätestens als das Knatschpinke Gocart zur "Flucht" benutzt wurde, hab ich die Folge als langen, schlechten Scherz abgeschrieben gehabt. Wie den Großteil der ersten beiden McCoy Staffeln :(


    Wirkt auf mich alles wie ein ins Extrem übersteigertes Sammelsurium aus all den Dingen, die 10, 20 jahre vorher mal GUT an Doctor Who waren, hier aber kein Fitzelchen Verbesserung erkennen lassen, gegenüber einer Folge von 1970 oder 1980 und das ist etwas, das sich gerade eine immer ähnlich strukturierte aber weiterlaufende und immer am neuen Publikum orientierte Serie wie Doctor Who keinesfalls erlauben darf, also sich selbst zu imitieren, ohne dabei zu wachsen oder sich zu verbessern, ohne neu oder interessant anders auszusehen.


    Vielleicht bin ich zu streng, weil ich im Hinterkopf - unausweichlich - immer die (vergleichsweise) hübschen Kulissen und halbwegs talentiert entworfenen Kostüme der Next Generation der amerikanischen Konkurrenz, die im gleichen Jahr lief, vor Augen habe. Und ja, auch ST TNG ist keinesfalls gut gealtert, man sieht die 23 Jahre mittlerweile deutlich, es wirkt aber immer noch wie eine professionelle Produktion, etwas das Doctor Who in den früheren Staffeln oft geschafft hat, bei McCoy aber so gut wie nie hinbekommt (für mich zum ersten Mal bei Remembrance of the Daleks). Schade, aber jetzt ganz gewiss auch nicht mehr zu ändern. Und es bezieht sich ja nicht nur auf Look und Ausstattung, die überwiegend wirklich BILLIG rüberkommen, sondern eben auch auf das Skript...


    Undzum Thema "Gesellschaftskritik", das Ende ruiniert doch vieles von der Botschaft wieder, indem es quasi demonstriert, dass "wenn's erstmal die schlimme Regierung nicht mehr gibt, wird alles wieder gut" und die Täter dürfen einfach so wieder normale Bürger werden...

  • Nachdem ich mir die Folge gerade mit großer Mühe und mit dem Wunsch, meinen Kopf gegen die Wand zu schlagen angesehen habe, kann ich nur sagen, ich habe einen neuen persönlichen Favoriten für die schlechteste Folge einer Fernsehserie überhaupt gefunden ... aber es gibt ja noch sechs weiter Folgen mit dem gräßlichen Duo, vielleicht macht eine davon der "Happiness-Patrol" den rang noch streitig ...


    Ich kann leider überhaupt nichts gutes zu der Folge sagen, darum belasse ich es dabei zu sagen, dass ich mit SCHLECHT bewertet habe, einem schlechten SCHLECHT ...

  • Obgleich sie nur 3x24 Min läuft, ist die Folge nur schwer durchzusitzen und nicht mein Fall. Es kamen einige Dinge drin vor, die ich mochte: der Mundharmonika-Spieler, wie der Doktor den Candyman am Fußboden festklebt, und wie der Doktor die Happiness-Patrol durch gnadenlose Fröhlichkeit entwaffnet. Darum stimme ich noch mit "ausreichend" ab.

  • Ich hab die Folge nun auch gesehen und fande sie durschnittlich bis gut. Sie zeigt gute Ansätze eines Überwachungsstaates. Technisch gesehen ist leider eine der schwächeren Folgen. Ein kleinen Logikfehler habe auch gefunden, wie schafft es der Candy Bot sich zu befreien, nachdem der Doctor ihn ein zweites festsetzt?

  • Trotz eigentlich ganz toller Grundidee bin ich mit dieser Folge nicht ganz glücklich.


    Grundsätzlich mag ich die groteske Atmosphäre der Folge, das gezwungen fröhliche, das so gut zum Plot passt, und sogar die trashige Umsetzung. Passt alles prima zur McCoy-Ära. Die bescheuerte Helen A, ihr fieser, aber irgendwie auch liebenswerter Fifi und der Kandy-Man als Handlanger funktionieren alle ganz prima.


    Was mich tatsächlich stört, sind der Doctor und Ace. Besonders Ace. Dass der Doctor vorbeikommt, sowieso schon weiss, das etwas nicht in Ordnung ist und total souverän das Problem löst, mag im Rahmen der Charakterisierung des 7. Doctors noch tragbar sein, aber Aces pseudo-coole Haltung, ihr "wann werden wir jetzt endlich verhaftet" und die Tatsache, dass sie jeder Bedrohung völlig lässig gegenübersteht, fand ich furchtbar. Das hatte dieselbe Qualität wie Donnas dummes Rumgelabere, als sie in "Fires of Pompeii" von der Sekte geopfert werden soll. Und die ganzen dummen Catchphrases wie "Wicked" und "Gordon Benett" gingen mir auch total auf den Zeiger. Und obwohl das bei McCoy ja zur Charakterisierung des Doctors gehört, dass er die meiste Zeit über die Situation total im Griff hat, mag ich es eigentlich lieber, wenn er auch mal wirklich ein Problem lösen muss.


    Deswegen reicht's bei mir nur für ein "Durchschnitt" und 5 Punkte.

  • Es ist echt eine Weile her, dass ich bei einer Episode so wenig die Meinung der Mehrheit teilte. Aber hier muss das mal wieder sein, ich fand die Folge nämlich einfach genial.


    Was wir hier haben, ist das ultimative totalitäre Regime. Es unterdrückt die Menschen nicht zum eigenen Machtgewinn oder aus ideologischen Gründen, sondern versucht die Menschen nicht nur zum Glück, sondern zur dauerhaften Fröhlichkeit zu zwingen. Traurigkeit ist ein Verbrechen, Drogen sind zentrales Merkmal der Gesellschaft (das mit den Süßigkeiten ist eine kinderfreundliche und gelungene Anlehnung an "Brave New World").
    Dann kommen der Doctor, Ace, ein Mundharmonikaspieler und eine Oppositionelle zusammen und stürzen das Regime. Und zwar nicht mit dem Aufruf zu revolutionärer Gewalt, sondern indem sie den Menschen klarmachen, dass die verordnete Fröhlichkeit ohne einen Gegenpol zwar theoretisch existieren könnte, dann aber widerum vollkommen wertlos ist. Am großartigen Ende darf dann die Gründerin der Ideologie beim Tod ihres Haustieres endlich Trauer und Leid empfinden und ihre Welt bricht (in allen möglichen Bedeutungen) zusammen.


    Die Handlungselemente,die die Geschichte bilden, unterstützen dies alles sehr gut und sind in der Lage, eine recht nachvollziehbare Gesellschaft zu erschaffen. Dass man diese nun nicht sehen kann, weil die Umsetzung mit viel zu viel Aufwand verbunden gewesen wäre, möchte ich der Folge wirklich nicht ankreiden. Mir reicht da die Vorstellung, die durch die gelungenen Erklärungen aufkommt.


    Als Einzelszene will ich eigentlich nur den Moment erwähnen, in dem der Doctor den Schützen auf dem Dach konfrontiert. "Look me in the eye. Pull the trigger. End my life." Gänsehaut pur und ein ideales Beispiel, wie die theoretischen Vorstellungen des angesprochenen im Angesicht eines echten Menschen, der mit ihm kommuniziert, zusammenbrechen.


    Dieser Folge muss ich einfach ein "super" geben.

  • Mir gefiel die Geschichte wesentlich besser als die bisherigen in der 24. Staffel. Die Idee des überkolonisierten 25. Jahrhunderts mit der entsprechenden Bevölkerungskontrolle ist ein guter Ausgangspunkt, die Umsetzung dieser Idee driftet leider ins Lächerliche ab, wobei ich nicht weiß, inwieweit die BBC damals wirklich frei in ihrer Programmgestaltung war in den Thatcher-Jahren, die ja nun erzkonservativ waren und worunter Großbritannien noch heute leidet. In den Specials gibts mit "When Worlds Collide" dazu eine nette und sehenswerte Anspielung auf die rebellische Kraft des Doctors, eingeleitet von der Szene des Matt Smith-Doctors auf dem Spaceship UK, und die politische Dimension von (Science)Fiction unter Verwendung vieler Doctor Who-Szene der letzten 50 Jahre, etwa den Krotons oder den Seadevils. Das zeigt bisschen die Stoßrichtung, obwohl natürlich im 80er Jahre Gewand schon viel weichgespült wurde in dieser Geschichte.


    Der Doctor selbst wirkt für mich etwas mehr erträglicher in dieser Geschichte und auch Staffel als in seiner ersten Staffel als 7. Doctor. Aces Rolle ist durchaus angemessen und nicht störend und insgesamt hat die Handlung auch nicht so langgezogen, auch wenn ich diesen "lustigen Einfall", sich einfach mal verhaften zu lassen, schon als unheimlich dämlich umgesetzten Gedanken empfinde. Größter Kritikpunkt ist sicherlich das Setting in Verbindung mit den Kulissen. Es kommt kein spaciges Gefühl einer Zukunftskolonie auf. Da gabs ja selbst beim 5. Doctor bessere Kulissen. Dann die Darstellung der Pipe Leute. Man muss sich schon viel hinzudenken, es werden die Hintergründe kaum dargestellt und vor allem die sozialen Zusammenhänge durch die absurden 80er Jahre Haartollen oftmals verdeckt. Die Dialoge fand ich zudem wenig anspruchsvoll und die Blues-Anspielungen hatten dann zuletzt so ein leichtes innerliches Zucken in Verbindung mit leichter Übelkeit gepaart mit offenen Aggressionen bei mir erzeugt. Der Nervfaktor war einfach zu hoch. *schüttel* Glücklicherweise hat man auf das Herumrennen verzichtet, ich hatte zwischenzeitlich da schon Angst bekommen als ich die Pipes und die Szenen auf dem Buggy gesehen hatte... Das "Monster" war jetzt auch mal ungewöhnlicher als sonst und vom Verhalten schon etwas neuartiger. Die Grundidee der "sweets" als Umschreibung für Drogen und vor allem die Darstellung des Kandy Man als Wissenschaftler, der mehr oder weniger nicht als Hinrichter, sondern als Menschenexperimentierer unterwegs ist (was ja durchaus eine interessante Darstellung hätte sein können), finde ich aber zu wenig ausgearbeitet worden. Viel Tiefe hatte der Kandy Man in dieser Darstellung bedauerlicherweise nicht bekommen.



    Insgesamt für mich eine durchschnittliche Folge nur, die zwar ein paar nette Sachen hat, aber mich doch nicht überzeugen kann. Das kann man recht gut daran ablesen, dass ich das oben erwähnte Special für sehr viel mehr interessanter fand als die eigentliche Geschichte. Das liegt vor allem auch daran, dass die dort gezeigten Ausschnitte auch gerade die Probleme mit der Geschichte aufzeigen. Bei Green Death, the Sea Devils oder the Mutants werden politisch-soziale Probleme viel besser thematisiert und auf den Punkt gebracht. Der Vergleich mag unfair sein, da gerade die Pertwee-Ära eine Hochzeit für Doctor Who war, aber aus heutiger Sicht sind wohl viele der 80er Geschichten einfach als ein großer Rückschritt zu sehen.


    "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
    Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
    Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.


    Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
    It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."

  • Zitat

    Viel Tiefe hatte der Kandy Man in dieser Darstellung bedauerlicherweise nicht bekommen.


    Das riesige Lebkuchenmänchen hat nicht so viel Tiefe gehabt? Ach wirklich? :P

    If someone asked me to write on the sex life of the Eskimo, I’d say ‘That’s always been a particular interest of mine

    -Terrance Dicks


  • Das riesige Lebkuchenmänchen hat nicht so viel Tiefe gehabt? Ach wirklich? :P

    Die Figur des Kandy Man sollte laut dem Special Material ja durchaus mehr in Richtung Mengele-Wissenschaftler gehen. Das wäre wohl unappetitlich geworden, aber zumindest hätte das der Rolle etwas mehr Tiefgang gegeben, wobei das dann zur "Leichtigkeit" der anderen Charakter im direkten Kontrast gestanden hätte.


    Dass sich solche "Witzfiguren" durchaus interessant darstellen lassen können, sieht man ja bei Morbius. Auch wieder die typische Laborszene, aber mit wesentlich mehr Spannung.


    "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
    Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
    Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.


    Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
    It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."

  • Ich komme aus dem Lachen nicht mehr raus. Und wieder eine völlig groteske Folge, bei der man sich fragt, was die Macher geraucht haben, als sie sich diesen Quatsch ausgedacht haben. Zum Inhalt wurde ja viel gesagt, ich mochte vor allem Fiffi und den Kandy-Man (so einen will ich nicht aus meiner Colorado-Packung fischen). Genial ist auch, wie der Doctor und Ace in aller Gelassenheit (naja, bei Ace ist das relativ) sich das surrealistische Ambiente betrachten und dann genau die richtigen Hebel bewegen (nicht nur bie den Sirupröhren), um das System auszuhebeln. Ich habe mich köstlich beömmelt, auch wenn das wohl als bitterböe Satire auf die Politik Thatchers, welche die englische Wirtschaft kaputt gemacht hat (und wofür heute die EU die Schuld bekommt), gemeint war. Witzig waren die Namen, je weiter vorn der Buchstabe im Alphabet, desto höher in der Hierarchie. Und dann der arme Typ, der von F nach V degradiert wurde, kurz bevor sein Bruder in Sirup ertränkt und er selbst electrocuted wurde.
    Insgesamt wieder eine Folge, die stark an Paranoia erinnert ("Fühlt du dich unglücklich, Bürger?"), da mir Paradise Towers doch etwas besser gefiel, diesmal nur ein "gut".

  • Ich gehöre zur Fraktion derer, die die Folge toll finden. :) Da stecken viele witzige, ironische, satirische Anspielungen drin, und die Kostüme sowie die restliche Ausstattung fand ich zum Schreien komisch. Das fängt schon mit dem Charakter namens "Suzy Q" an und der Figur des Kandy Man. Wie bei vielen Folgen gefällt mir gerade das Skurile, der schwarze Humor und eben das typisch Britische.


    Das staatlich verordnete Glücklichsein, alles Schlechte wird mit bunter Farbe übertüncht, Kritiker und Unangepasste werden zum Schweigen gebracht - das übliche Vorgehen totalitärer Regime, leider noch heute gänge und gäbe in einigen Ländern.

  • Was für ein debiles Spektakel! Ganz großer Unfug, herrlich! :D


    Ein großes Minus allerdings, heute beim zweiten Sehen wie schon vor ein paar Jahren beim ersten mal: für einen Planeten, der so gezwungen fröhlich wirken soll, wirkt alles ganz furchtbar düster und deprimierend. Alles schwarz und dunkel (einzige helle Ausnahmen sind das Büro von Helen A, die Kandy Küche und - seltsamerweise - die Kanalisation!)
    Ich hatte, als ich die Folge zum ersten mal angesehen habe, gedacht, das läge wohl an der schlechten Bildqualität der Kopie, die ich damals online gesehen habe, aber auch mit der besseren Bildqualität auf der DVD wirkt das nicht anders.
    Ich kann mir zwar denken, was das sollte (hab das Making Of aber noch nicht gesehen, vielleicht wird da ja noch was erklärt), nämlich die Absicht, durch das düstere Ambiente einen spürbaren Kontrast zu der erzwungenen Fröhlichkeit zu erzeugen, und so zu zeigen, wie deprimierend diese Welt eigentlich wirklich ist, aber meiner Meinung nach ging man dabei zu weit mit dem düsteren Ton, die fröhliche Note kam zu kurz, das hätte besser ausbalanciert werden können.


    Ein großes Plus wiederum war der Spaß, der mir die deutsche Synchro gemacht hat. Ich kann mich zwar nicht so recht an die deutsche Stimme des 7. Doctors gewöhnen (obwohl der Synchronsprecher wirklich gut ist, er rollt sogar das Rrr! Aber beim 7.Doctor geht halt wirklich nichts über die Stimme des Originals!), dafür haben aber die Nebencharaktere in der deutschen Fassung zum Teil noch mehr Spaß gemacht als im Original! Helen A kommt in der deutschen Fassung noch zig mal besser als zuckersüße Großtante rüber als im Original!


    Der Kandyman klingt allerdings in beiden Varianten wie gezuckerte Zitronensäure in den Gehörgängen!

  • Ich habe anläßlich der deutschen DVD-Veröffentlichung die 7th Doctor-Episoden zum ersten Mal auf Deutsch und in chronologischer Reihenfolge geguckt. Während das meinen Eindruck von den meisten Folgen nicht sonderlich beeinflusst hat, kommt "Happiness Patrol" beim erneuten Sehen deutlich positiver weg als bei meinem ersten Eintrag vor 4 Jahren, siehe oben. Gerade das düstere Ambiente wirkt als Kontrast zur scheinbaren Fröhlichkeit gut. Also tue ich hiermit Abbitte...