12x02 - The Ark in Space

  • Versehentlich ein harmloses Knöpfchen gedrückt, und schon ist der nichtsahnende Harry Sullivan mit dem vierten Doctor und Sarah Jane durch Raum und Zeit unterwegs. Sie landen auf der Raumstation Nerva, deren Insassen, die letzten überlebenden Menschen, gerade aus einem jahrhundertelangen Kältesschlaf erwachen. Aber irgendjemand hat die lebenserhaltenden Systeme sabotiert, und so droht der Menschheit die endgültige Vernichtung.



    Falls es zu dieser Folge schon einen Thread gibt, möge man mir verzeihen, ich hab nix gefunden.


    Teil 1:


    Das ist also der berühmte Tom Baker-Doctor. Sieht sehr merkwürdig aus, das Männchen, ein Model ist er nicht gerade. :) Aber seine Stimme ist großartig, da nimmt man ihm den alten Zeitreisenden gut ab. Der Schal sieht zwar ziemlich besch***** aus, aber vielleicht gewöhne ich mich ja noch daran. Seine Art mag ich jedenfalls, insbesondere das offensichtliche Vergnügen über das unbekannte.


    Bei Sarah Jane finde ich unglaublich, wie fesch die Schauspielerin heute noch ist. Dass da 30 Jahre dazwischen liegen, ist kaum fassbar. Der Charakter selbst hat mich hier noch nicht überezeugt, ihr verzweifeltes Schnaufen in der Nebenkammer wirkt doch ziemlich Bin-arme-Frau-rettet-mich-bevor-ich-in-Ohnmacht falle. In ein paar Szenen blitzt die starke Figur von heute aber doch durch, insbesondere als sie Harry androht, ihm ins Gesicht zu spucken. 8)


    Harry gefällt mir sehr gut. Keine Ahnung, wie er in die Tardis gekommen ist, scheint aber ein mutiger und recht cleverer Bursche zu sein, den selbst der Doctor offensichtlich schätzt.


    Die Handlung selbst...ganz ok, würde ich sagen. Die Chryonics-Geschichte ist natürlich ein SciFi-Standard, mal sehen, was daraus so wird. Woher der Doctor allerdings wissen will, dass es sich hier um die letzten Vertreter der Menschheit handelt, ist mir schleierhaft geblieben.


    Zum Setting: Innen sah die Raumstation gar nicht mal so schlecht aus, wirklich trashig-schlecht war aber die "Außenaufnahme" am Anfang. Monster sind noch fast keine aufgetaucht, aber das grüne Etwas, dass am Ende Harry aus der Garderobe anhüpfte, sah nicht gerade vielversprechend aus.


    Ok, weiter zu Teil 2.

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


    5thdoc2nddoc8thdoc11thdoc9thdoc4thdoc10thdoc1stdoc6thdoc3rddoc7thdoc

    2 Mal editiert, zuletzt von Pascal ()

  • Falls es zu dieser Folge schon einen Thread gibt, möge man mir verzeihen, ich hab nix gefunden.


    Die Folge wurde hier noch nicht ausgewählt.


    Harry gefällt mir sehr gut. Keine Ahnung, wie er in die Tardis gekommen ist...


    Aus Versehen. Er sollte nur gucken, beeindruckt sein und wieder gehen. Leider wurde er Opfer seines eigenen Neugier und hat auf irgendwelchem Knopf gedruckt, der die TARDIS zum Abfliegen gebracht hat. Daher der Satz "Harry Sullivan is an idiot!" ganz am Anfang.


  • Die Folge wurde hier noch nicht ausgewählt.


    Heißt das, dass man zu noch nicht ausgewählten Folgen keine Threads aufmachen soll? Wenn ja, tschuldigung, kommt nicht mehr vor...mea culpa. :14:




    Ok, weiter zu Teil 2:


    Hat mir ziemlich gut gefallen. Die Idee einer streng spezialisierten, kastenmäßigen Gesellschaft ist interessant, hoffe, das wird noch weiterentwickelt, ebenso die "Survival of the fittest" Schiene mit dem perfekten Genpool. Vera, die Medizinfrau, hat am Anfang was ziemlich robotermäßiges, rafft dann aber doch, dass mit dem guten Commander Noah was nicht ganz stimmt. Tatsächlich ist der Arme von grünem Schleim besessen, ein wahrhaft bemitleidenswertes Schicksal. "Libri" ist leider ein ziemlich schlechter Schauspieler, sein Anfangsentsetzen war schwer übertreiben in Szene gesetzt.


    Der Doctor und Harry sind auch hier wieder ein Spitzenteam, Sarah aber kreischt, schnauft und winselt nach wie vor zu viel.

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  • Heißt das, dass man zu noch nicht ausgewählten Folgen keine Threads aufmachen soll? Wenn ja, tschuldigung, kommt nicht mehr vor...mea culpa. :14:


    Überhaupt nicht! Hier können alle Mitglieder Threads aufmachen. Ich wollte nur bestätigen, dass du Recht hattest! :)

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    Na, dann bin ich ja beruhigt.


    So, weiter geht´s mit Teil 3 (so Kranktage sind gar nicht so schlecht - viel Zeit für Unsinn ;) )




    Oh weh oh weh, der Trashfaktor steigt ins unermessliche. Die Auftritte von Noah als Halbgrünschleimmonster und der schrecklichen grünen Larven sind so schlecht gemacht, dass es schon fast wieder gut ist. Zum Totlachen ist auch der melodramatische Kampf von Noah gegen seine böse grüne Hand. Macht es nicht ganz einfach, die ganze Geschichte noch ernst zu nehmen, aber mit ein bisschen gutem Willen kommt man noch durch.


    Ansonst ist die Folge nämlich ausgezeichnet, der Doctor überzeugend, Harry weiterhin charmant und kompetent und auch Sarah (die hier offensichtlich ohne ihren zweiten Namen auskommt) ist hier endlich mehr als das arme kleine Frauchen der vorigen zwei Teile. Außerdem gibt´s einen vulk...äh, jedenfalls Mindmeld zu sehen, auch nicht schlecht. Die Dialoge sind außerdem köstlich, große Klasse. Vor allem der aufgetaute Techniker (Roger, Rogin oder so), der sich offensichtlich nie einfrieren lassen wollte, ist eine nette Figur. ("I like heat").


    Sonst noch "quotable":


    Sarah über den Doctor:


    "He sometimes talks to himself because he is the only one who can understand himself."


    Der Doctor:


    "I know it´s irrational but human beings are quite my favourite species".


    Sarah: "Look, Harry, another one is waking up." - Harry: "After 10.000 years he won´t be in a hurry".


    Roger/Rogin über das "Beamen": "Always makes my teeth go on edge". :D




    So, und nun noch Teil 4:


    Noah und seine Freunde, die sprechenden grünen Killerameisen sind wirklich schwer zu ertragen, da sie so übel aussehen. Immerhin hatten sie am Ende den Anstand, sich in einem Shuttle zu horten und in die Luft zu sprengen. Nice Wirrn!


    Mal abgesehen von den brachial schlechten "Effekten" und "Kostümen" war auch das Finale sehr unterhaltsam. Rogin hat bewiesen, dass er ein guter Kerl ist und sich in Übereinstimmung mit den Regeln der Gewerkschaftstechniker für den Doctor geopfert. Schade um ihn. :baeh:


    Sarah war in dieser Folge wirklich klasse, durfte endlich mal was heldenhaftes tun - nämlich durch Lüftungsschächte kriechen, wie es sich für jede anständige SciFi-Serie früher oder später mal gehört. Zu ihrem Pech wurde sie da aber von allen böse verarscht, als sie über das ständige Steckenbleiben jammerte.


    Harry: "Marvellous thing about Sarah. Terrific sense of humour".


    Und Highligt des ganzen war, als ihr der Doctor - natürlich um sie zu provozieren - ihre Nutzlosigkeit vorwarf:


    "Stop whining, girl. You´re useless". - "Wait - till - I - get - out!"


    Summa summarum fand ich The Ark in Space also ziemlich spaßig. Die miese Ausstattung zieht das ganze zwar teilweise runter, aber die Geschichte selbst und die drei Hauptcharaktere sind äußerst unterhaltsam.


    Edit: Umfrage eingebaut, von mir ein - scharf am "Super" schrammendes - Gut.

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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    2 Mal editiert, zuletzt von michael_who ()

  • Tolle Folge! Hat für meinen Geschmack genau die richtige Mischung aus spannender Story und so richtig schönem Trash!


    Die Aliens sind einfach der Brüller - ganz gleich, in welchem Stadium sie sich gerade befinden! :06:


    Und: richtig! Im All hört Dich keiner explodieren! :thumbup:

  • Eine gute, ruhige Folge, die ohne zuviel Lärm und Krawall auskommt. Die erste Folge wirkt von der Atmosphäre am besten, da sie dadurch, dass es quasi nur 3 direkt handelnde Personen gibt und eine unsichtbare Bedrohung noch besser wirkte, als die nächsten 3. Aber durch eine gute Story und ein nettes Setting verliert die komplette Episode nicht viel. Und ich finde diese einfachen Setting sehr schön. Für mich muss es nicht immer die teuerste Tricktechnick sein, wenn es manchmal einfach genügt jemanden nassen, grünen Filz ins Gesicht zu kleben oder jemanden unter eine Decke zu packen und ein armer Praktikant über den Boden robben muss.


    Bei der armen sarah Jane hatte ich ja etwas Angst, dass sie zulange in diesem benebelten Zustand bleiben muss. Der Doktor und Harry unter dem Tisch waren sehr amüsant und auch das Gemeckere des Doktors fand ich lustig. Am schönsten finde ich jedoch die Szene, als der Doktor anfängt Sarah Jane zu beschimpfen und dabei einen ersichtlichen Spaß hat, weil er ihr ja nur helfen will.


    Harry macht etwas den Eindruck, als ob er nach dem Ausflug bei Torchwood anfangen würde, da er ja nicht gerade durchdacht durch das ganze geht. ICH würde die Kammern ja zulassen und auch so wirkt er etwas unbeholfen.


    Die anderen Charaktere gehen leider etwas unter. Zudem frage ich mich, warum Menschen, immer wenn irgendwas in der Zkunft spielt (jetzt nicht mal auf Dr. Who bezogen) so bescheuerte Namen bekommen.


    Das Ende fand ich Ok. Es war keine Lösung, bei der man das Gefühl hatte, dass man ja irgendein Ende finden muss, aber auch nicht unbedingt aus der Story heraus, wie man erst gedacht hatte. Aber es war eine gute Zwischenlösung.


    Von mir gibt es für die Folge 7 von 10 Punkten.


    "Did the cow creamer tell you to do this?"

    Einmal editiert, zuletzt von chandy ()

  • nette Story is wirklich nett wie er sich bemüht Sarah anzfeuern indem er sie schlecht macht, Harry hätte ruhig öfter mitkommen können. Nur die Aliens sin halt wirklich grottig schlecht gemacht wie die ganzen Effekte, klar is halt 70er Jahre damals wars cool aber aus heutiger sicht schrecklich

  • Ein starkes GUT von mir.


    Die Rückkehr zu glorreichen alten zeiten. Der Doctor reist mit zwei Companions an Bord der TARDIS durch Raum und Zeit, und ist dabei immr hilfsbereit. :D


    Die neue TARDIS-Crew harmoniert prima miteinander und funktioniert. Sehr schön, dass die Rolle des "Trampels", der maö aus versehen au den falschen Knopf drückt diesmal von einem Vertreter des starken geschlechts eingenommen wird. Aber nichts gegen Harry, als Arzt in Diensten von Unit kann er ja gar nicht so dumm sein und wenn es um sein Fachgebiet geht, ist er ja sehr kompetent.


    Die Handlung ist zwar so oder so ähnlich durchaus schon mal das eine oder andere mal vorgekommen, aber straff inszieniert und durchaus nicht unspannend. Wobei ich denke, es guing wohl auch darum, das neue team erst einmal zu etablieren.


    Die Effekte waren soooo schlecht nun auch nicht - mit Ausnahme der Riesenraumbienen (The Web Planet mit seinen Ameisen lässt grüßen) - und die Umwandlung des Commanders war recht beeindruckend.

  • Herr Duck ist in seiner streng chronologischen Reise durch das Whoniversum nun beim vierten Doctor angelangt. Offenbar hat seine Leidenszeit nun ein Ende. Der vierte Doctor kommt ja ganz gut an.


    Ich mache das ja ganz anders. Die Entscheidung, welche Folge bei mir als nächstes dran kommt ist ein komplizierter Entscheidungsprozess, bei dem viele Faktoren reinspielen, die finanziellen Möglichkeiten, die in Frage kommenden Versender, die eigene Motivation, der Stand der Sterne... Mit anderen Worten: Es regiert der blanke Zufall...


    Aber so kommen zufällig ganz interessante Ergebnisse zustande: Mit The Arc in Space habe ich jetzt drei Robert-Holmes-Folgen hintereinander gesehen. Und weil der Name Robert Holmes ja bekanntlich für Qualität bürgt, und Caves of Androzani mich so packte, hatte ich auch hier entsprechend hohe Erwartungen.


    Ganz erfüllt wurden für mich diese Erwartungen nicht. Nicht, dass es schlecht war, beileibe nicht. Es war sogar sehr gut. Aber vieles, was ich an Robert Holmes wirklich gern habe, fehlt hier: Keine magischen Dialoge, kein Charakterdoppel. Dafür wurde man dafür mit einer sehr gruseligen und unheimlichen Geschichte versorgt, die sich (wie bei Holmes üblich) schön auseinanderfaltet und bei der kein Stück wirklich überflüssig ist.


    Der Doctor, Harry und Sarah landeten auf einer Raumstation, die die letzten Menschen tiefgefroren aufbewahrte. Während der Doctor noch völlig hingerissen über soviel Erfindungsreichtum und Durchhaltevermögen war, stellte er fest, dass einige Kabel locker rumhingen. Offenbar war hier ein Marder am Werk, oder eine Rasse bösartiger Rieseninsekten, die hungrig waren und mit der Menschheit sowieso noch ein Hühnchen zu rupfen hatten.


    Optisch war das natürlich ein ziemliches Desaster, michael_who hat das völlig recht. Die Wirrn erreichen auf der nach unten offenen Richterskala der Peinlichkeit sehr locker einen Wert von ungefähr 0.75 Myrka. Die Larven aus grüner Knallfolie sind auch nicht viel besser, die paar optischen Tricks, die gezeigt wurden, hätten man sich auch schenken können. Das durfte eben nichts kosten, und hier merkt man es besonders.


    Aber speziell für mich war das eher ein Vorteil. Allein schon die Idee, dass die Wirrn die Menschen in der Arche als Speisevorrat und als Brutkasten benutzen, lässt mir schon das Blut in den Adern gefrieren. Das muss dann gar nicht mehr gut aussehen, ich könne das wahrscheinlich gar nicht mehr verkraften. Ich weigere mich ja nun auch standhaft, mir das Remake von "Die Fliege" anzusehen", obwohl ich das Original aus den Fünfzigern ganz gerne mag. Das Remake ist optisch einfach zu überzeugend, ich könnte danach erst mal ein paar Nächte nicht mehr schlafen, und das Licht müsste auch anbleiben.


    Und wie es so oft ist: Obwohl es nicht gut aussah, durch die Geschichte und auch die Regie war die Folge sehr düster und sehr stimmungsvoll.


    Die Besatzung der Arche blieb zunächst für mich etwas konturlos und blaß. Die Menschen waren ja quasi das Beste vom Besten der Menschheit, die Creme de la Creme, die Elite Und folgerichtig benahmen Vira und Noah sich bei der ersten Begegnung mit dem Doctor uns seinen Begleitern wie die üblichen, elitären, schweineüberheblichen Peinsäcke. Das änderte sich im weiteren Verlauf. Vira ist einfach eine kompetente Person, die ihre neue Führungsrolle sehr gut ausfüllt. Rogin macht eine Wandlung durch vom mauligen Feigling zum selbstaufopfernden Helden (und der Witz mit der Gewerkschaft ist großartig). Noah macht die stärkste Wandlung durch: Vom Peinsack zum Rieseninsekt, das am Ende die Insekten sabotiert. Nette Pointe.


    Und das Tardis-Team? In Robot hat ja Tom Baker sofort und klar seinen Doctor definiert. Und hier macht er genauso weiter. Er ist stellenweise albern, dann wieder todernst. Er reißt Witze und ist dann wieder hochengagiert, todernst und sehr, sehr besorgt. Er mag die Menschen und es kümmert ihm, was mit ihnen passiert. Dieser Doctor ist ein Außerirdischer, und das merkt man ihm auch jederzeit an.


    Harry war zwar sympathisch, aber für mich blieb er etwas blaß. Ein paar nette Zänkereien mit Sarah, er musste seine Schuhe opfern. Mehr blieb bei mir erst mal nicht hängen. Die Machosprüche sind ganz schön mutig für einen, der in einer Folge gleich zwei Mal einfach auf Knöpfe drückt und damit erst mal Schwierigkeiten auslöst. Sarah hat ihn ja auch für diese Sprüche sehr giftig angesehen.


    Sarah hatte in der ersten Hälfte nicht viel zu tun. Sie wurde tiefgefroren und damit zunächst geparkt. In der letzten Folge konnte sie zur Hochform auflaufen und kroch mit einem Kabel durch viele dunkle und enge Röhren, wobei sie in ihrer üblichen Weise gleichzeitig ängstlich und mutig und witzig war. Aber wenn ich an die mutige und kompetente Person aus the Time Warrior denke, die richtig und folgerichtig handelt, selbst wenn sie falsch liegt, dann kommt Sarah hier einfach nicht so gut weg wie ich es mir gewünscht habe.


    Was bleibt als Fazit: Eine tolle Geschichte, die Gott sei Dank (für mich) nicht gut aussieht. Also ein solides Gut.

  • Optisch war das natürlich ein ziemliches Desaster, michael_who hat das völlig recht. Die Wirrn erreichen auf der nach unten offenen Richterskala der Peinlichkeit sehr locker einen Wert von ungefähr 0.75 Myrka. Die Larven aus grüner Knallfolie sind auch nicht viel besser, die paar optischen Tricks, die gezeigt wurden, hätten man sich auch schenken können. Das durfte eben nichts kosten, und hier merkt man es besonders.


    Aber speziell für mich war das eher ein Vorteil. Allein schon die Idee, dass die Wirrn die Menschen in der Arche als Speisevorrat und als Brutkasten benutzen, lässt mir schon das Blut in den Adern gefrieren. Das muss dann gar nicht mehr gut aussehen, ich könne das wahrscheinlich gar nicht mehr verkraften. Ich weigere mich ja nun auch standhaft, mir das Remake von "Die Fliege" anzusehen", obwohl ich das Original aus den Fünfzigern ganz gerne mag. Das Remake ist optisch einfach zu überzeugend, ich könnte danach erst mal ein paar Nächte nicht mehr schlafen, und das Licht müsste auch anbleiben.


    Und wie es so oft ist: Obwohl es nicht gut aussah, durch die Geschichte und auch die Regie war die Folge sehr düster und sehr stimmungsvoll.

    Ich rate mal: Die "Alien"-Filme hast du wohl nicht gesehen, oder? :D


    Aber ernsthaft: Klar sind die Tricks ... bescheiden (btw, was ist ein Myrka?). Und besonders bei dier Larve in Grün sieht man, dass da ein mensch eingesackt rumkriecht, aber es ist irgendwie die besondere Güte der guten Doctor Who-Folgen, die einen das übersehen lässt. Die Effekte stehen hinter der Geschichte zurück
    (Und die Larve steht in ihrer Machart immerhin in der Tradition so herausragender Monster wie der Hortha aus TOS oder dem Monster aus Plan 9 from Outer Space ...)


    Eine der schönsten Special Features an dieser DVD sind die


    zuschaltbaren CGI Effekte...

    Ich hab die DVD ja nicht, daher kannte ich die CGIs nicht. Ist aber eine zwiespältige Sache, ebenso wie bei den aufgemotzten TOS-Folgen: Sieht besser aus, ist aber nicht mehr original ... (jaja, ich geb zu, ich mag die aufgemotzten TOS-Folgen)

  • Aber ernsthaft: Klar sind die Tricks ... bescheiden (btw, was ist ein Myrka?). Und besonders bei dier Larve in Grün sieht man, dass da ein mensch eingesackt rumkriecht, aber es ist irgendwie die besondere Güte der guten Doctor Who-Folgen, die einen das übersehen lässt. Die Effekte stehen hinter der Geschichte zurück
    (Und die Larve steht in ihrer Machart immerhin in der Tradition so herausragender Monster wie der Hortha aus TOS oder dem Monster aus Plan 9 from Outer Space ...)



    Das sehe ich genauso. Die Tricks, so bescheiden sie auch sind, machen gar nichts aus. Eigentlich gehören sie sogar zum speziellen Charme vom Doctor Who. In der Regel machen dann in der Tat die Stimmung und auch die Geschichte selbst alles wieder wett. Und bizarre Kostüme gehören einfach zur Folklore. Anders darf es gar nicht sein, mir würde dann etwas fehlen. Und bei dieser speziellen Thematik wäre ein Mehr eben ein Zuviel für mich geworden.


    Alien habe ich durchaus gesehen, Alien 1- bis zu haargenau dem Zeitpunkt, an dem das Alien aus der Bauchhöhle des Menschen rausschlüpft. Danach war ich dann erst mal bedient. Ich mag einfach keine Insekten/Aliens oder jede andere Art von verdammten Gewürm, die Menschen als Brutkästen benutzen. Nicht, dass ich ihnen die Idee als solche übelnehme, aber ich nehme es ihnen doch verdammt übel. Und Insekten im Riesenformat sind genau das, was mich unterm Tisch und hinters Sofa springen läßt. Wenn ich jetzt damit meinen Ruf als Memme zementiere, dann ist es ebenso. :D


    Über den Myrka an dieser Stelle kein Wort... Du wirst ihn ohne irgendwann selbst sehen, und ich mag die Vorfreude darauf nicht nehmen. :D




    zuschaltbaren CGI Effekte... Ich hab die DVD ja nicht, daher kannte ich die CGIs nicht. Ist aber eine zwiespältige Sache, ebenso wie bei den aufgemotzten TOS-Folgen: Sieht besser aus, ist aber nicht mehr original ... (jaja, ich geb zu, ich mag die aufgemotzten TOS-Folgen)


    Ich bin bei den aufgemotzten Sachen auch immer ein bißchen skeptisch. Ich verstehe da durchaus die Motivation: Jetzt, da die BBC die technischen Möglichkeiten hat, möchte sie die alten Sachen auch gerne verbessern und aufbessern. Wenn man die Audiokommentare der DVDs hört, nehmen dort die Witze und das Bedauern über die begrenzten technischen und finanziellen Mittel einen durchaus größeren Raum ein. Und klar: Hier ist das eine Verbesserung. Aber von mir aus muss man das nicht machen, ich mag die Folgen auch in ihrer alten Optik gerne, und authentischer ist es eben auch.

  • Und Insekten im Riesenformat sind genau das, was mich unterm Tisch und hinters Sofa springen läßt. Wenn ich jetzt damit meinen Ruf als Memme zementiere, dann ist es ebenso. :D

    Zu seinen Schwächen zu stehen ist ein Zeichen von Größe!


    (Ich zB bin wirklich stark arachnophob und nachdem ich den William Shatner-Film "Königreich der Spinnen" gesehen hatte, war es um meinen Schönheitsschlaf geschehen ... bin aber trotzdem schön geblieben ...)

  • Ja, du hast recht, falscher Film ... aber der, den ich meinte, ist genauso "grauenhaft gut". Ich komm aber nicht auf den Titel. Ein Monster, das eigentlich mehr aussieht, wie ein kriechender Teppich, "verschlingt" seine Opfer, ein Film aus den 1960er oder 1970er jahren. Ich muss mal suchen.

  • Ja, du hast recht, falscher Film ... aber der, den ich meinte, ist genauso "grauenhaft gut". Ich komm aber nicht auf den Titel. Ein Monster, das eigentlich mehr aussieht, wie ein kriechender Teppich, "verschlingt" seine Opfer, ein Film aus den 1960er oder 1970er jahren. Ich muss mal suchen.


    The creeping terror? In einer Liga mit Filmen wie "The killer shrews" (Die gar fürchterbaren Ungeheuer waren Hunde mit übergeworfenen Teppichen\Decken) und Robot monster (Die kolossale kybernetische Killermaschine war ein Kerl mit einem billigen Gorillakostüm und einem Motoradhelm. :D
    (Ich empfehle übrigens die 3 Filme in der MST3k-Version).







    mfg
    EnglerP

  • The creeping terror? In einer Liga mit Filmen wie "The killer shrews" (Die gar fürchterbaren Ungeheuer waren Hunde mit übergeworfenen Teppichen\Decken) und Robot monster (Die kolossale kybernetische Killermachine war ein Kerl mit einem billigen Gorillakostüm und einem Motoradhelm. :D
    (Ich empfehle übrigens die 3 Filme in der MST3k-Version).


    Eigentlich war es kein Motorradhelm sondern ein Spielzeug-Astronautenhelm. Wobei die meisten glauben, es wäre ein Taucherhelm. (Das ist die Version die ich auch immer erzähle, weil witziger. ;) )
    Ich kann die MST3K-Version auch wärmstens empfehlen.
    BTW: Wenn wir schon schlechte Monster-FX in Myrkas messen, wieviele RobotMonsters hätte denn dann Nekromanteia?


    Und um zur Abwechslung mal aufs Thema zurückzukommen:
    Den Spruch:
    (Sarah erblickt das tote Insekt): "What is this?"
    (Harry trocken): "I don't know. We found it in the cupboard."
    finde ich großartig. :thumbsup: (Hab' beim Überfliegen des Threads keine Erwähnung gefunden.)

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.