1x01 - Wie alles begann (Everything Changes)

  • Kannte die Torchwood-Serie bisher gar nicht, aber da man mir jetzt die Box mit Staffel 1 für fast geschenkt im Elektromarkt nachwarf (und ich mit DW und sämtlichen Folgen SJA durch war), habe ich mich nun damit befasst.


    Die eröffnende Folge "Wie alles begann" lässt eine Polizistin staunen, wie die Spezialeinheit Torchwood arbeitet - die verhören nämlich die Leiche, wenngleich mit wenig Erfolg ("ich wusste, dass es blöd ist, ihm zu sagen, dass er tot ist"). Ihre Neugier ist geweckt, und indem sie mehr über Torchwood herausfindet, erfährt der Zuschauer auch mehr. Ihre Hartnäckigkeit gefällt dem Captain, bis er schließlich sagt: "Wie sieht's aus, willst du dazugehören?"


    Insgesamt ein Auftakt, der funktioniert. Es erinnert weniger an DW als ich erwartet hatte, sondern ist eher eine Mischung aus MIB und CSI. Aber dagegen spricht ja nichts.

  • Nachdem ich in diesem Forum mehr Negatives, wie Positives über dieses Spin-Off gelesen hatte, war ich echt skeptisch, ob ich mir Torchwood in voller Länge, sprich von Anfang an, anschauen sollte oder nicht. Ich mochte den Charakter Jack Harkness immer sehr, wenn er bei Doctor Who auftauchte und wollte schon gerne wissen, was er so anstellt, wenn er nicht mit dem Doctor reist. Das und die Tatsache, dass ich diese "Ultimate Collection" für kleines Geld fand, machte die Entscheidung dann recht einfach: Ich würde mal reinschauen und der Serie eine Chance geben.


    "Wie alles begann..." zeigte ganz anschaulich, wie es für einen Normalbüger, in diesem Falle Streifenpolizistin Gwen Cooper, laufen könnte, wenn man zum ersten Mal mit diesem ganzen Alienkram und der Geheimorganisation konfrontiert wird. Im Gegensatz zu ihren Kollegen, die nach dem Amnesiedrink vermutlich alle aufgegeben und wie immer weitergemacht hätten, hinterfragte Gwen die Geschehnisse und kam Torchwood so auf die Schliche. Ok, Captain Jack hatte seinen Anteil daran gehabt und wollte sie wohl testen, um sie später zu rekrutieren, wenn sie bestehen sollte. Aber an und für sich war Gwen schon ein cleveres, hartnäckiges Mädel, die vermutlich noch nicht sehr lange im Poilzeidienst tätig war, dafür aber schon über einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn verfügte. Trotz all dieser mysteriösen Umstände knackte Gwen das Rätsel und trat am Ende sogar Torchwood bei. Die Neugierde auf all das Neue und Unbekannte hatte gesiegt. Außerdem erkannte sie die Möglichkeit, dass sie mit den Mitteln dieser Geheimorganisation einen besseren Job machen und viel mehr helfen könnte. Hoffentlich täuschte sie sich da nicht.


    Von den anderen Torchwood-Mitgliedern erfuhr man bis auf die Namen, deren Aufgabenbereiche und die Tatsache, dass sich niemand wirklich an die Regel hielt, recht wenig. Der Fokus lag ganz klar darauf, wie Gwen zu dieser Spezialeinheit kam. Bestimmt wird es in den kommenden Folgen weitere Hintergründe zu Ianto und Co. geben. Ich hoffe es zumindest.


    Dass jedoch diese Susie, des Captains Stellvertreterin, solch ein Doppelleben führte, überraschte mich sehr. Damit hätte ich nicht gerechnet. Ich dachte die ganze Zeit, dass dieser Alien, den Jack und seine Leute eingefangen hatten für diese Morde verantwortlich war. Das diese Tatwaffe nicht von der Erde stammte, war mir irgendwie klar. Diesen Handschuh, der Tote für einen Augenblick zurückholen konnte, weckte ebenfalls mein Interesse. Leider wurde er am Ende einfach eingetütet und verstaut ohne das man weiteres über ihn erfuhr.


    Dafür gab es einige interessante Infos über Captain Jack himself. Er schien über einen ausgeprägten Geschmackssinn zu verfügen und war schon mal schwanger?!? Ist da was in der Übersetzung schief gelaufen? Na mal abwarten, ob das nochmal Thema sein wird. Noch viel spannender fand ich seinen Umgang mit dem Zurückgeholten am Tatort. Jack fragte diesen Jungen, was er gesehen hatte, als er starb. Und die Tatsache, dass da nichts war, schien ihm nicht geheuer. Vielleicht wollte er die Eindrücke des Jungen mit seiner eigenen Erfahrung vergleichen? Am Ende wurde ja deutlich gezeigt, dass Jack unsterblich war und keine Ahnung hatte wieso. Er vermutete bloß, dass es mit dem Vorfall auf Satellit 5 zu tun hatte. Wahrscheinlich versuchte er herauszufinden, wie es zu seiner Unsterblichkeit kommen konnte. Das schien ohne den Doctor ein schweres Unterfangen zu sein. Ich bin gespannt, ob und wie das aufgelöst wird.


    Jedenfalls war von Anfang an glasklar wieso diese Serie FSK16 bekam. Die Gewaltszenen, Kraftausdrücke und diverse zwischenmenschliche Anspielungen zeigten deutlich, dass Torchwood keine Familienserie im eigentlichen Sinne sein würde. Das eröffnet natürlich einige neue Möglichkeiten für die allgemeine, zukünftige Storyentwicklung. Die düstere Atmosphäre und gute Musik wunderten mich nun nicht wirklich. Auch die vielen kleinen Hinweise zur Mutterserie Doctor Who gefielen mir richtig gut. Ganz besonders die abgetrennte Hand des Doctors. Oder die roten Chucks, die Gwen in ihrer Freizeit trug. Außerdem schien auch hier das Rennen und die Gänge erneut eine Heimat zu finden.
    Allerdings waren diese Hinweise nun nicht zu aufdringlich und die Story auch ohne Vorkenntnisse von Doctor Who-Folgen verständlich, denn alles wichtige wurde kurz erklärt. Auffällig war, dass Jack des öfteren auf irgendwelchen Dächern herumstand. Das passte allerdings sehr gut zu seiner Aussage, dass Torchwood über allen anderen Organisationen stünde und außerhalb des Gesetzes arbeitete.


    Alles in allem war dies eine nette Einführungsgeschichte. Meiner Meinung nach hätte man etwas mehr aus dieser Handschuhsache herausholen können. Deshalb bekommt sie nur ein "Durchschnitt" in der Bewertung.

  • Gestern habe ich die erste Folge geguckt, nachdem ich bisher überhaupt keine Motivation hatte mit der Serie anzufangen., auch nach der einen Folge auf One, die ich mal geguckt habe. Irgendwie waren die Beschreibungen von ein paar Freunden zu der Serie ein bisschen abschreckend ("vögeln alle durcheinander", "erst lustig, dann werden plötzlich Menschen zerteilt" - ist beides nicht mein Ding, absolut nicht) und um ehrlich zu sein fand ich Jack zwar immer ganz okay aber nicht so interessant, dass ich eine ganze Serie mit Torchwood gebraucht hätte...


    Dafür fand ich es dann aber gar nicht so übel wie befürchtet weil ich den Teil mit Gwens Suche nach Torchwood ganz gut fand. Das hier schon kritisierte unnötige Herumstehen auf Gebäuden hätte aber echt nicht sein müssen und die Mörderauflösung war auch total unlogisch. Was ich mich fragte: Gwens Erinnerungen waren ja gelöscht, das einzige was sie noch wusste war das Aussehen der Mörderwaffe und dass es etwas mit dem Platz am Millennium Centre zu tun hatte und stand dann da etwas ratlos in der Gegend herum? So als dreifacher Mörder, warum rennt man dann dahin, gibt zu dass man es war und bringt es nicht mal fertig, den einzigen Zeugen umzulegen? Suzie hatte vorher ja scheinbar auch keine Probleme mit dem Töten. Und wie hoch wäre die Wahrscheinlichkeit, dass Gwen es sonst jemals herausgefunden hätte, ohne dass Suzie sich ihr offenbart hätte? Das hat es mir ein bisschen verhagelt, aber ich schaue trotzdem mal weiter.


    Ach, und ich glaube Owens Vögeltrieb wird mir auch noch schwer auf die Nerven gehen.

  • Ich würde dir raten, die darauffolfende Folge zu überspringen und erst nach den Lichtblicken dieser Serie anzusehen. "Tag Eins" ist nämlich weniger ein ernstzunehmennder Einstieg als ein parodiehafter Selbstmordversuch der Serie.

  • Ich würde dir raten, die darauffolfende Folge zu überspringen und erst nach den Lichtblicken dieser Serie anzusehen. "Tag Eins" ist nämlich weniger ein ernstzunehmennder Einstieg als ein parodiehafter Selbstmordversuch der Serie.

    also ich fand Tag 1 lustig, da gibt es in Staffel 1 eine Menge die deutlich übler ist

  • Das Herumstehen auf Gebäuden wurde hier kritisiert?! Das ist doch das Beste an Staffel 1!

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Ich habe gestern mal wieder mit Torchwood angefangen.

    Wie alles begann ist denke ich mal ein ganz ordentlicher Start für die Serie. Die Folge ist sicherlich nicht herausragend, aber die Charaktere wurden ganz gut vorgestellt und die Handlung der Folge war auch ganz interessant. Am besten hat mir hier Captain Jack gefallen, aber auch Gwen war in Ordnung.

    Nicht so toll fand ich Rhys, aber da weis ich ja noch vom letzten Anschauen der Serie, dass er mir nicht sympathischer werden wird.

    Insgesamt vergebe ich ein gut (6 bis 7 Punkte).