22x05 - Das Amulett (Timelash)

  • Bewertung der Folge 27

    1. Super (1) 4%
    2. Gut (10) 37%
    3. Durchschnitt (2) 7%
    4. Ausreichend (5) 19%
    5. Schlecht (6) 22%
    6. Abgrundtief und ultimativ schlecht (3) 11%


    Der sechste Doctor und Peri geraten in einen Zeittunnel und landen auf Karfel, einem Planeten, den der dritte Doctor und Jo Grant offensichtlich schon mal besucht haben. Dort hat der geheimnisvolle Borad die Macht ergriffen und lässt seine Untergebenen exekutieren, indem er einen nach den anderen in den "Timelash" werfen lässt. Und dann gibt´s da noch die benachbarten Bandrils-Aliens, die furchtbar hungrig sind und Karfel den Krieg erklären.


    Mit Abstand das schlechteste von Dr. Who, was ich bislang gesehen habe. Teil 1 war noch halbwegs akzeptabel, wenn auch ziemlich langweilig. Ich mochte den ersten Maylin, die blaugesichtigen Androiden sahen witzig aus und Herberts betont höfliche Art war ganz lustig. ("Fishing might be a wee bit mundane for living spirits." :) )


    Aber Teil 2...so grottig, dass es einem wirklich peinlich sein muss. Ein haarsträubender "Plot", schlechte Schauspieler (allen voran Tekker) und miese Kulissen. :thumbdown:


    Welche Funktion der Zeittunnel für die Geschichte hatte? Hm, offensichtlich nur den guten Herbert von der Erde abzuholen. Und um irgendwelche Wunderkristalle rauszuholen. Wofür der ungeschickte Doctor ein Seil braucht, die anderen können einfach so rein- und rausklettern, um ihn zu retten. Was auch die Exekutionen etwas zahnlos erscheinen lässt, wenn man einfach wieder aus dem Timelash raussteigen kann. Was Mykros sich offensichtlich auch gedacht hat. Auf einmal ist er jedenfalls wieder da. Immerhin kann der Doctor mit den Wunderkristallen eine Mischung aus Tarnkappe und Minizeitmaschine basteln. Sehr praktisch. Damit kann er später Borad erledigen, der ihm aber vorher freundlicherweise seine Pläne offenbart. Alles erklärt er leider nicht: :rolleyes:


    Zum Beispiel:


    Die Spiegel? Sind offensichtlich ganz furchtbar für die Androiden. Warum? Keine Ahnung.
    Wie Borad an die Macht gekommen ist und mit welchen Mitteln er die Bevölkerung unterdrückt? Weiß man nicht, wird schon nicht so wichtig sein.
    Der Doctor bringt ihn ja eh um. Halt nein, am Schluss ist er wieder da. Wie er das überlebt hat? Das muss man ja dem Zuschauer nicht unbedingt sagen. :)
    Jedenfalls ist Borad plötzlich schrecklich in Peri verliebt. :love: Nachdem ihm der Doctor aber erklärt, dass er häßlich ist und das von einem Spiegel, der unter Jon Pertwees Nase versteckt ist, bestätigt wird, wird er irgendwie wütend. Der Doctor wirft ihn ihn den Timelash. Und in einem ungemein subtilen und cleveren Hinweis wird erklärt, dass Borad fortan als Nessie sein Unwesen treiben wird. Wunderbar. 8)


    Vorher wirft sich der Doctor mit der Tardis noch einer Rakete der Bandrils entgegen. Aber erst, nachdem er Peri fünf Stunden lang erklärt, dass es furchtbar eilig ist. Und dann Herbert weitere zehn Stunden lang erzählt, dass sie dabei draufgehen werden.
    Aber er geht nicht drauf (fast schade :P ), sondern spaziert wieder bei der Tür rein. Wie er das geschafft hat? Mit einem "neat little trick", den sich der blöde neugierige Who-Fan doch gefälligst selber zusammenreimen soll.
    Aber immerhin, die Bandrils sind so beeindruckt, dass sie dann doch keine alles zerstörenden Raketen auf den Planeten mehr knallen, von dem sie eigentlich Futter holen wollen. Aber bitte, der Doctor war ja so selbstlos.


    Ach ja, Herbert ist übrigens H.G.Wells. Eh klar, schließlich gab´s in den Höhlen ja Morlox. Die so ziemlich blödesten und am schlechtesten gemachten Monster, die ich in den Classic-Folgen je gesehen habe. Die Insektenviecher aus "The Web Planet" sind dagegen reine Augenweiden.


    "Schlecht" reicht mir bei der Bewertung nicht, deshalb stimme ich für "Abgrundtief und ultimativ schlecht". :P

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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    Einmal editiert, zuletzt von michael_who ()

  • Von den Sachen, die ich bisher von Colin Baker gesehen habe, fand ich "Timelash" eine der unterhaltsamsten :thumbup:
    Paul Darrow aus "Blake's 7" hat eine tolle Rolle, und viele witzige Ideen wie die 10-Sekunden-Zeitmaschine, das verborgene Pertwee-Porträt ("ich habe mich zu meinem Vorteil verändert") und der Bösewicht, der sich selbst so häßlich findet, dass es sich eine Art Avatar kreiert hat, um nicht selbst auftreten zu müssen, lassen zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen. Obwohl die Glaubwürdigkeit und Wissenschaftlichkeit des Ganzen haarsträubend waren (ein Zeitriß zum Rein- und Rausklettern mit Seil?) und ich kein Fan dieses Doktors bin, übertraf das Sehen auf jeden Fall meine Erwartungen.

  • Wie er das überlebt hat?


    Er hat vorsichtshalber sich vorher selber geklont.

    Wie er das geschafft hat? Mit einem "neat little trick", den sich der blöde neugierige Who-Fan doch gefälligst selber zusammenreimen soll.


    "I'll explain later" dürfte einer der dämlichsten Sachen sein, die einem faulen Drehbuchautor je eingefallen ist.


    Timelash leidet darunter, dass der Autor neu und ahnungslos im Geschäft war aber keine Unterstützung vom müden Script Editor, Eric Saward, der keine Lust mehr hatte und sich in Dauerstreit mit dem Produzent, Jon Nathan-Turner befand. Dazu war das Geld schon alle, weshalb alles so uninspiriert aussieht. Vom Anfang bis Ende der Folge herrscht das "Whatever, it'll do"-Gefühl.

  • Oh, peinlich, das mit dem Klonen hab ich sogar am Rande mitgekriegt, aber nur auf die Repopulation des Planten mit Morloxmischlingen bezogen. Aber zu dem Zeitpunkt hatte ich eh schon jede Hoffnung aufgegeben, dass in der Geschichte irgend was nachvollziehbares passiert, deshalb hab ich´s wohl überhört. Werd mich jetzt auch auf die Gefahr hin klonen, dass mich jemand durch Reflexion meines Alterungsstrahls mit einem Wunderkristall umbringt. Man kann ja nie wissen...:P


    Eigentlich muss das ganze eh ein Suizid gewesen sein, so zielsicher wie Borad genau den Kristall anschoss. :)


    Pacifico:


    Bin gespannt, ob es jemals einen Thread geben wird, wo sich unsere Einschätzung mal deckt. ;)
    Gerade Darrow (Tekker) fand ich sagenhaft mies. Aber mit diesem unglaubwürdigen Charakter hatte er es zugegebenermaßen nicht ganz einfach.

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Pacifico: Bin gespannt, ob es jemals einen Thread geben wird, wo sich unsere Einschätzung mal deckt. ;)


    Wieso, wo waren wir verschiedener Meinung? ?( Bei den letzten Threads (Morbius, Castrovalva) waren wir doch etwa gleichauf.
    "Timelash" find ich halt... 'n bißchen doof, aber lustig. Nach den verheerenden Reviews, die ich auch auf Englisch schon gelesen hatte, hätte ich's mir schlimmer vorgestellt.

  • Ist mir nur in den letzten Tagen bei Deinem New Who-Marathon aufgefallen: Bei "Father´s Day", "Fear Her" und "Love and Monsters" war das ziemlich genau 180 ° das Gegenteil :) . Aber ist ja ok, soll auch Leute mit schlechtem Geschmack geben. :P (Scherz!)

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Ist mir nur in den letzten Tagen bei Deinem New Who-Marathon aufgefallen: Bei "Father´s Day", "Fear Her" und "Love and Monsters" war das ziemlich genau 180 ° das Gegenteil :) . Aber ist ja ok, soll auch Leute mit schlechtem Geschmack geben. :P (Scherz!)


    Genau, und du darfst ja trotzdem weiter reviewen :P

  • Ich habe "Timelash" vor kurzem erst wieder gesehen... und das zum ersten Mal seit der Ausstrahlung auf VOX. Damals fand ich die Folge noch "ganz in Ordnung", aber zu der Zeit war ich auch noch wesentlich unkritischer, allein schon deswegen weil ich mich gefreut hatte überhaupt mal wieder den Doctor auf dem Bildschirm sehen zu können.


    Aber heute? Ohjemine...


    Zu dem was Michael angeführt hat, lässt sich nicht mehr sonderlich viel hinzufügen. Der erste Teil ist ja noch marginal unterhaltsam, aber im zweiten fällt wirklich alles auseinander.


    Die "I'll explain later"-Szene finde ich dabei noch nicht mal wirklich störend, da sie ganz eindeutig als Gag angelegt ist... und in den Graham Williams-Staffeln wäre sie auch ein ziemlich cooler Gag gewesen... aber in einer Folge wie dieser in der wirklich alles scheisse ist, wirkt es einfach nur behämmert.


    Der Borad klont sich also... und weiter? Warum weiss Borad II was Borad I alles erlebt hat? Warum ist er überhaupt die selbe Person?


    Das Team Doctor/Peri erweist sich auch hier mal wieder als komplett charmlos. Wenn man wissen will warum die beiden die wohl unsympathischste TARDIS-Besetzung aller Zeiten gewesen sind, muss man sich nur die Eröffnungsszene im Console Room anschauen. Zuletzt dachte ich ja immer noch dass Staffel 2-Doctor/Rose und Doctor/Donna der Gipfel der Unerträglichkeit sind, aber in Wirklichkeit gehören Colin Baker und Nicola Bryant locker die Trophäe.


    Und überhaupt Colin Baker... In dieser Folge gibt's so massig viele Momente die meine lange Liste namens "Warum seine Darstellung einfach schlecht ist" nur noch länger werden lässt. Allein schon diese Szene in dem Haus von Herbert! Es ist schon schlimm genug, dass den anderen beiden Schauspielern jedes Gespür für Timing und Komödie fehlt... aber dass es auch noch bei Baker völlig unverhanden ist, macht das Ganze nur noch peinlicher. Oder dann ist da noch die Szene in der der Doktor den öden Karfel-Leuten die Kraft der Kristalle demonstriert. Jeder andere Doktor hätte bei dem Rumgeschubste wohl gegrinst, gelacht oder sonst eine Grimasse gezogen... aber Baker leiert die Szene lust- und emotionslos runter, so dass jeder Spass flöten geht...


    Ich könnte immer so weiter machen...


    Auf jeden Fall eine wirklich schlechte Folge. Finger weg! Wirklich nur für Leute die alles gesehen haben möchten.

  • Ein starkes GUT von mir


    Sicher, die Wissenschaftlichkeit wurde arg strapaziert, auch die Logik ist teilweise nicht ganz so ausgeprägt, aber das störte mich nicht wirklich und kommt bei den Erlebnissen des Doctors ja öfter mal vor ...


    Irgendwie erinnerte mich das Ganze an "The Underwater Menace" mit dem besonderen Trash-Faktor, so schlecht, dass es schon wieder herrlich gut ist. Und ob das nun beabsichtigt war oder nicht ist mir schnuppe, was zählt ist das Ergebnis. Es sind schon ganz andere Meisterwerke durch bloßen Zufall entstanden ...


    Ich hatte sogar am sechsten Doctor meinen Spaß, sicher unterscheidet er sich in manchem von seinen Vorgängern, aber etwas Abwechslung ist doch auch mal schön, oder nicht?


    Ich finde auch, dass er und Peri ein gutes gespann sind, nicht immer voller Harmonie, aber "lebendig".


    Das gar gräuliche Monster war aber zugegebenermaßen g-r-a-u-e-n-h-a-f-t schlecht getrickst ..., aber Peri in der Rolle der holden Jungfrau, die dem Drachen geopfert werden soll :whistling: . Und die darauf vertraut, dass der Doctor sie rettet. Diese Ehre fiel dann zwar Herbert zu, aber er stammte ja auch aus einer Zeit, in der es noch Gentleman gab.



    Oh und Peri, die an diesem Halsband durch die Gänge geführt und dann an die Wand gefesselt wird ... :love: ... das hatte schon einen gewissen Bondage-Charme ...

    Vorher wirft sich der Doctor mit der Tardis noch einer Rakete der Bandrils entgegen. Aber erst, nachdem er Peri fünf Stunden lang erklärt, dass es furchtbar eilig ist. Und dann Herbert weitere zehn Stunden lang erzählt, dass sie dabei draufgehen werden.


    Warum musste ich dabei nur an die Abschiedsszene eines gewissen Adric denken?


    Außerdem zeigt sich, dass der Doctor trotz seiner "Art" doch besorgt um Peri ist, was mich irgendwie an den ersten Doctor erinnert - harte Schale, weicher Kern



    Und es gab den besten und zutreffendsten Doctor-Spruch seit langem, wenn er mit Blick auf das Second Doctor-Bild meint, er habe sich zu seinem Vorteil verändert

  • Schaue momentan so nach und nach die ganzen Colin Baker Folgen durch und habe nun Timelash gerade durch, es gibt sicherlich bessere Folgen aber ich würde sie nicht als "schrecklich" bezeichnen, denn ich fand die Folge durchaus witzig.
    Und dass nicht alles erklärt wurde, ist doch gar nicht so schlimm, im Gegenteil, der Zuschauer kann da dann seiner Phantasie freien Lauf lassen, muss einem doch nicht immer alle Fakten vorgesetzt werden ;) Außerdem dient die Serie schließlich der Unterhaltung und ist keine Wissenschaftssendung, da dürfen dann auchmal gewisse "Lücken" sein ;)


    Auch was das Doctor-Peri-Gespann angeht finde ich, dass die beiden schon ein gutes Team sind, finde es immer sehr unterhaltsam wie Peri mit ihrer etwas sturen, eigensinnigen Art dem Doctor Paroli gibt.

  • Dass ich hier noch gar nichts reingeschrieben hatte.... dabei ist Time-Lash doch gleichauf mit Time-Flight und vielleicht ein oder zwei Sylvester McCoy Episoden "mein" Twin-Dilemma, bzw "Fear Her", also die mit Abstand meist verhasste Folge die ich aus der Classic Zeit kenne.
    Andererseits MUSS man gar nicht mehr allzu viel dazu sagen, weil Michael Who hier alle schlimmen Dinge schon vortrefflich und wohlformuliert niedergeschrieben hat. Ich stimme ihm da in jedem einzelnen Punkt zu. Abgrundtief grauenhaft und leider nie wieder zu vergessen :(


    Bedauerlich ist eigentlich nur, dass es schon eine Menge ganz gute Ideen gab, sie sind halt nur weder im Script noch vor Ort bei den Dreharbeiten irgendwie brauchbar umgesetzt worden. Schade z.B. um "Herbert", aber schon bei der Einführung "in den Highlands" prickelt diese Figur nicht wirklich. Und sie wird später noch schlimmer. Wenn plötzlich schon der Charakter des Sechsten Doctors ein Höhepunkt einer Folge ist, muss schon einiges schief gelaufen sein, oder? :D ansonsten wird der (Charakter) ja fast überall eher gehasst, auch wenn der Hass auf sein Benehmen von der Verachtung für seine arme Jacke noch weit überstrahlt werden dürfte...

  • Herbert fand ich irgendwie cool (blinder Passagier in der Tardis :D ).
    Ich finde irgendwie bei allen Folgen was an dem ich mich freuen kann, auch an Folgen wie Idiots Lantern oder Fear Her, oder eben Timelash. Und auch den Charakter des 6 Doctors finde ich interessant, für seine scheußlichen Klamotten kann er ja nichts, die hat sich Colin Baker ja nicht selbst ausgesucht sondern die wurden ihm ja vorgegeben.

  • So, nun habe ich sie mir auch mal angeschaut - die angeblich schlechteste Folge der gesamten Serie. Und vielleicht lag es an den heruntergeschraubten Erwartungen, aber ich die fand Timelash eigentlich ganz gut. Also so mittelgut, um genau zu sein, denn ein paar Schwächen gab es natürlich. Da wäre erstmal der altbekannte Plot - zum 4000sten Mal landet der Doctor auf einem Planeten, auf dem Rebellen gegen ein suboptimales Regime kämpfen und unterstützt Selbige. Und auch den hässlichen Bösewicht, der im Minutentakt sein Personal zu sich ruft, um sich ihrer wegen angeblichen Ungehorsams persönlich zu entledigen, hat man schon mal gesehen, wie auch das obligatorische Höhlensystem, das Rebellen und Monster gleichenmaßen beherbergt. Etwas origineller ist da schon die Idee mit dem Zeitportal als Müllhalte für Regimekritiker gewesen, das aber im zweiten Teil ad absurdum geführt wird, als der Doctor in den Lametta-Vorhang hinein- und hinabsteigt, um irgendwelche Kristalle zu holen. Das größte Problem der Folge ist aber wahrscheinlich, daß sie einfach 12 Minuten zu lang ist. Der Feind ist besiegt, Peri gerettet, und normalerweise müßte jetzt nur noch der erfolgreiche Funkspruch an die angreifenden Außerirdischen getätigt werden, gefolgt von einer großen Abschiedssequenz, aber stattdessen geht es plötzlich weiter - eine Rakete droht alles zu vernichten, und obwohl die Zeit drängt, folgen ellenlange, ins nichts führende Dialoge in der TARDIS, dann wird ein bißchen um den angeblichen Tod des Doctors getrauert - den der Zuschauer sowieso nicht glaubt, und dann noch nicht mal eine Erklärung bekommt, wie sich der Doctor unüberraschenderweise doch gerettet hat, und dann taucht auch noch der schon besiegte Bösewicht nochmal auf, nur um ganz klischeehaft in seine eigene Bestrafungsmaschine geschubst zu werden. - Dank dieser 12 Minuten grausig geschriebene Zeitschinderei verabschiedet sich das ansich solide Standardwerk mit einem richtig schlechten Ende, das wahrscheinlich hauptsächlich daran schuld ist, wieso die Folge den meisten Zuschauern als so schlecht in Erinnerung bleibt. Jede Wette, würde man diesen ganzen Rotz rausschneiden und einem uninformierten Zuschauer zeigen, er würde hinterher sagen "Joa, nichts besonderes, aber kann man schon gucken."
    ...denn ein Highlight hat Timelash natürlich: H.G.Wells. Eine schöne, wenn auch leicht durchschaubare Idee, daß da ein bekannter Schriftsteller ein Abenteuer mit dem Doctor erlebt, auf dem seine späteren Werke basieren werden. Das Ganze wäre natürlich noch ausbaufähig gewesen, aber da hat sich der Autor der Folge wahrscheinlich damals einfach noch nicht getraut, eine Folge zu schreiben, bei der nicht eine Geschichte, sondern eine Person im Vordergrund steht.
    So ist Timelash leider nur eine durchschnittliche Folge geworden, mit Tendenz nach oben, und einem abscheulichen Finale nach dem eigentlichen Finale, das alles, was davor kam, in den Abgrund reißt. Wer sich davon nicht mitreißen lässt, muß aber eingestehen, daß es Schlimmeres in Doctor Who gab. Schlimmere Schauspieler, schlechtaussehendere Monster, langweiligere Bühnenbilder. Und auch schlechtere Folgen. Ich fordere eine neugeschnittene Version !

  • Zitat

    Wer sich davon nicht mitreißen lässt, muß aber eingestehen, daß es Schlimmeres in Doctor Who gab. Schlimmere Schauspieler, schlechtaussehendere Monster, langweiligere Bühnenbilder. Und auch schlechtere Folgen. Ic

    Aber nicht alles in Union. Diese folge hier hat von allem etwas - das macht es so schlimm ;)
    Ich glaube toppen kann das nur "Twin Dilemma"..


    R:

  • Mir persönlich kommt Timelash noch schlimmer vor als Twin Dilemma, und zwar aus folgenden Gründen:
    -Twin Dilemma besteht aus 4x 25min statt 2x 50min, man kann den Dreck in kleinere, verdaulichere Häppchen aufteilen
    -Durch Colin Bakers völlig durchgeknalltes Schauspiel in Twin Dilemma macht die Episode auf einem gewissen Level schon wieder Spaß, während Timelash nicht nur furchtbar schlecht sondern auch auf allen vorstellbaren Ebenen furchtbar langweilig ist. (Nicht das wir uns missverstehen, bei NewWho ist mir langweilig lieber als nur furchtbar schlecht.)

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Ich empfand "Timelash" auch nicht so schlecht,wie es hier gemacht wird,aber vielleicht liegt es auch daran,dass ich von Classic-Who bisher nur "The Five Doctors" die Ära Colin Bakers kenne!



    Ich fand Peri wie immer schnucklig,auch wenn sie sehr "zugeknöpft" diesmal daherkam.Und der "Doctor" riss ein paar Mal ein paar lustige Sprüche!


    Die Überraschung mit H.G. Wells ging aber mächtig daneben,da mir schon von Anfang an,klar gewesen ist,wer er war!


    Im Endeffekt habe ich diese Folge mit "Gut" bewertet.

  • "Timelash" hat eine ganze Weile in meiner DVD-Schublade herumgedümpelt, bevor ich endlich die Courage aufgebracht habe, es mir anzuschauen.... ich war ja schon vorgewarnt (warum ich die Folge dann überhaupt besitze? Komplettismus.). Aber hilft ja alles nix... irgendwann muss man ja durch.


    Im ersten Teil dachte ich mir noch gelegentlich: "Ach was, geht doch eigentlich", vor allem, wenn der Doctor und Peri nicht beteiligt waren, aber dann ging es leider tatsächlich rapide bergab. Alle Charaktere sind fleischgewordene Klischees, die es aber nicht mal wissen (im Gegensatz zu fleischgewordenen Klischees in anderen Folgen, die dadurch schon wieder witzig sind) und einfach nur fürchterlich nerven. Der Borad ist nicht die Bohne bedrohlich. Tekker ist lächerlich. Herbert nervt. Vena und ihr Typ (dessen Namen ich schon wieder verdrängt habe) auch.


    Und das allerschlimmste: der Doctor und Peri sind furchtbar. Wenn man Colin Baker hier sieht, könnte man wirklich glauben, dass er überhaupt nicht schauspielern kann, und Peris blödes Rumgeschreie die ganze Zeit ging mir so auf den Zeiger, dass ich am Ende tatsächlich gehofft habe, dass sie einfach vom Morlox gefressen wird. Wie der Doctor Peri die ganze Zeit anbratzt und sie darauf komplett hysterisch wird, ist unerträglich.


    Ganz schlimm fand ich auch den Versuch, am Ende noch witzig zu sein, indem man realgeschichtliche Bezüge herstellt. Aha, der Borad ist also das Monster von Loch Ness. Sehr originell. Und der Adric-Klon ist H.G. Wells. Noch origineller.


    Was für ein Schrott.

  • Hab Timelash gesehen.


    Nein, nicht gut, gar nicht gut. :thumbdown:


    Die Masken sind nicht gut.


    Die Story ist nicht gut.


    Die Auflösung ist nicht gut.


    Das Bild von Jon Pertwee war schön gezeichnet.


    Um es mit den Worten des Whocasts zu sagen, Herbert war unnötig wie ein Kropf.


    Die Androiden waren Schlümpfe auf Anabolika.

  • Diese Folge ist als würde man "The Web Planet" und "Fear Her" nehmen und zu einer neuen Episode zusammen pantschen. "Timelash" ist (besonders im ersten TeiL) genauso belanglos und langweilig wie "Fear Her" und genauso peinlich wie "The Web Planet" (Stichwörte sind Sockenaliens, Schlumpf-Roboter und der overactende Maylan). Der Doctor war in Ordnung, anders als in "Fear Her" und auch dem ersten Teil von "Web Planet", Peri war eigentlich auch okay, dasselbe gilt für die Widerstandskämpfer, die haben mich wenigstens nicht genervt. Ganz anders sieht es mit den restlichen FIguren in dieser Folge aus. Da wäre Herbert, H.G. Wells, der sich kein bisschen wie der wahre H.G. Wells verhält, alleine schon die Sache mit Glasrücken und Geisterbeschwörung, der Mann war ein Atheist und durch und duch Wissenschaftler. Das hat mich aufgeregt, genauso wie dieser Maylan, Tekker, der nicht nur durch sein Overacting gestört hat, sondern auch noch dumm genug war sich genau vor den Borat zu stellen, um diesen zu töten. Er stand daneben, da hätte er stehen bleiben können und Borat hätte ihn nicht erschießen können. Aber dann wäre ja wertvolle Sekunden an Laufzeit verloren gegangen. Allgemein war das Skript recht dünn, obwohl es bereits einige Doctor Who Storys mit einer ähnlich Grundlage gab, nämlich dass der Doctor einen DIktator stürzt, aber hier wirkte es so, als wissen man nicht, wie man es umsetzen sollte. Daher wohl auch die Sockenaliens, die aber nicht mein persönlichen Highlight im negativen Sinne dieser Episode bilden, sondern diese Androiden, die aussehen wie die Schlümpfe und eine kein bisschen ernstzunehmende Fistelstimme besitzen. Und natürlich hat sich Borat geklont, weil man noch zu viel Zeit zu füllen hatte, aber dann war es doch wieder zu wenig, um dafür ein besseres Ende zu finden, als dass er durchdreht, weil er sich selbst im Spiegel sieht und der Doctor ihn in den TImelash wirft. Allgemein gibt es in dieser Episode viele Dinge, die keinen SInn ergeben oder einfach nur peinlich sind. Der Doctor und Peri, die sich in der TARDIS an die Konsole festschnallen; dass sämtliche Arten von Amulleten auf Karfell verboten sind; innerhalb der TV-Serie dürfte Peri auch nichts von den Daleks und ihren Time COrridor ("Resurrection of the Daleks") wissen, aber ich weiß nicht wie es da mit den BÜchern und Hörspielen steht; dass Peri erst in eine Zelle und dann wieder in die Höhle gebracht wird; der Doctor seilt sich in den Timelash ab, und die beiden anderen folgen ihm einfach so, obwohl er sich festbinden musste. Die Liste geht noch weiter, aber ich höre hier lieber einmal auf.


    FAZIT: Eine peinliche und belanglose Episode (der Anfang hat mich sogar ein wenig an "Star Wars - The Phantom Menace" erinnert, weil alles auf Kafell genauso belanglos war wie das Gerede auf Coruscant in dem FIlm), die einer der absoluten Tiefpunkte der Doctor Geschichte darstellt. Ich schwange noch zwischen 0,5 und 0,25 Punkten, aber höher würde ich ganz sicher niemals gehen.