14x05 - The Robots of Death

  • Erst letztens wieder gesehen, und ich fand sie deutlich besser als beim ersten mal. Vielleicht weil ich damals so enttäuscht war, dass schon mitten in der 2. Folge gespoilert wird, dass Dask der Verräter ist und damit die Spannung sehr früh genommen wird.
    Aber dieses Mal sind es Szenen wie diese, die die Folge wieder ganz stark aufwerten:

  • Ging mir genau so. Ich hatte die auch immer eher als eine der weniger guten Folgen in Erinnerung gehabt, dann hatte ich sie plötzlich eher mehr oder weniger freiwillig auf DVD, als ich mir Tomb of the Cybermen gekauft habe, den es da nur noch in der Revisitations-Box gab. Seitdem habe ich die Schätze entdeckt und zu schätzen gelernt, die diese Folge zu bieten hat.
    Vorne dran ganz klar die herrlichen Dialoge. Das ganze Serial wimmelt nur so davon. Der 4. Doctor in Höchstform, exakt so, wie er geschrieben sein soll!
    Aber auch das herrliche Setting: ein Bergbau-Fahrzeug, bevölkert mit den übertrieben elegantesten Bergleuten, die man sich vorstellen kann. Wo man eigentlich kohlestaubverdreckte und ölverschmierte Arbeiter erwarten müsste, bekommt man rokoko-hafteste Gecken (die dann aber oft wieder sehr ungeckenhaft spielen, was ein zusätzlicher Kontrast ist) und pittoreske Roboter.


    Einfach eine schöne Folge! :)


    Und: sie hat eine der schönsten "Erklärungen" des "Innen größer als außen"-Phänomens:


    [Externes Medium: https://youtu.be/pvnKXOGYKM8]


    "That's silly."
    "That's transdimensional engineering!" :D

  • Was hier noch nicht erwähnt wurde: Von Ausstattung, Tricktechnik, Sets und Setting her eine der stärksten Classic Folgen. Doctor Who sah selten so gut und stimmig aus.

  • Was hier noch nicht erwähnt wurde: Von Ausstattung, Tricktechnik, Sets und Setting her eine der stärksten Classic Folgen. Doctor Who sah selten so gut und stimmig aus.

    Dafür von der Kameraarbeit, Schnitt und Regie eher eine der schlechteren. Ein Whodunnit, bei dem man den Täter schon in der Mitte der zweiten von vier Folgen weiß, ist einfach nur langweilig und ein Zeichen von schlechter Arbeit. Was schade ist, weil die Dramaturgie an sich klasse ist.

  • Ich fand die Folge zwar gut, aber sie hat mich jetzt nicht vom Hocker gerissen. Der Doctor hatte so einige großartige Szenen und es war wirklich Tom Baker at his best. Auch Leela hat mir gefallen und D84 als Sidekick fand ich ebenfalls toll, aber ansonsten? Die ganzen menschlichen Charaktere schwangten für mich ständig zwischen uninteressant und lass sie bitte die nächsten Opfer sein.


    Die Regie fand ich ziemlich gut, auch die Musik hat meistens funktioniert, außer im ersten Teil, als an der Stelle an der der Sandminer auf den Standsturm trifft, auf einmal Musik gespielt wird als würde das Ende der Welt anstehen und dann ist die nächste Szene einfach wie die alle auf die Commando Section laufen. Was sollte das denn bitte?
    Ansonsten bin ich ziemlich zwiegespalten was das Design der Folge angeht. Während es an sich gut gelungen war und nicht schlecht aussah, muss ich auch sagen, dass besonders die Kostüme verdammt bescheuert aussahen. Ich hoffe mal, dass wenn die Menschheit die nächsten Jahrzehnten überleben wird, sich so eine Mode niemals durchsetzen wird.


    Aber der größte Knackpunkt für mich ist die Handlung der Folge, die auf der einen Seite ihre zweitgrößte Stärke nach Tom Baker darstellt auf der anderen Seite auch eine riesige Schwäche. Alles wird super spannend erzählt und aufgebaut, es gibt wenige Logikbrüche oder Fehler, die mir jetzt auf der Stelle einfallen würden. Und das Serial versucht alles, um diese Spannung bis beinahe zum Schluss aufrecht zu erhalten. Allerdings funktioniert dass nicht so ganz. Beinahe jedem sollte Mitte des dritten Teiles klar sein, wer Capel ist, wenn einem nicht bereits die Hinweise in Teil 2 ausgereicht haben. Wenn einem diese nicht auffallen oder man alles als gewollte Irreführung von Seiten der Produktion abtut, dann schneidet die Folge mit Sicherheit besser ab, als wenn einem bereits gegen Ende des zweiten Teils klar wird, wer hinter allem steckt.


    FAZIT: Für mich eine unterhaltsame Folge, die ein schwaches Gut bekommt, nicht nur weil sie mich unterhalten konnte, obwohl ich relativ schnell auf die Lösung gekommen bin, sondern auch, weil sie es wirklich zwischendurch schafft einen doch noch daran zweifeln zu lassen und wenn die Lösung einem nicht so schnell auffällt, die Folge sicherlich mit eine der spannendsten der Whostorie ist. Daher gerade noch so 7/10 Punkten.


  • Ich hoffe mal, dass wenn die Menschheit die nächsten Jahrzehnten überleben wird, sich so eine Mode niemals durchsetzen wird.

    Och, was willst Du denn? Alles hängt vom aktuellen Zeitgeschmack ab, auch was die Vorstellung von der Mode der Zukunft ist. Die Folge ist sowas von 70er, und das siehst Du eben auch an den Kostümen. In den 80ern dachte man, in den 2010ern sie es cool, mit ausgestülpten Hosentaschen durhc die Gegend zu laufen. ;-)
    Und dann gab es doch Futurama die eine Folge, wo dann alle klischeemäßig Ringe tragen, weil die spacig aussehen.

  • Poul: "We've all got something to hide, don't you think so, Commander?"


    Eine wirklich spannende Kriminalgeschichte, in der der Doktor und Leela (natürlich) zum ungünstigsten Zeitpunkt auftauchen.
    Die Minencrew besteht aus Leuten, die sich gegenseitig nicht über den Weg trauen und wirkungsvoll charakterisiert werden, statt nur
    mögliche nächste Opfer zu sein.


    Eine weitere klassische Folge, die sich ein "super" verdient, aus der besten Phase des 4.Doktors. War wirklich ein Vergnügen, sie nach ca. einem Jahrzehnt mal wieder anzuschauen.