Steven Moffat <> Russel T. Davis == TRUE?

  • Was genau soll Moffat <> RTD == TRUE denn überhaupt bedeuten? Wenn das an eine mathematische Formel angelehnt ist, dann kann ich damit nicht das Geringste anfangen und wenn es symbolisch ist, weiss ich auch nicht wirklich, um was es Dir eigentlich geht.


    Ich denke, dass schon jetzt ziemlich deutlich ist, dass Steven Moffat eigene Wege geht, innerhalb gewisser Parameter, versteht sich. Es bleibt bei Folgen, die eine Dreiviertelstunde lang sind, es gibt Zweiteiler evtl. auch mal wieder 'nen Dreiteiler (Wer weiss!?), ein Christmas Special und es ist Doctor Who. Alles andere muss und wird sich zeigen, aber ich gehe fest davon aus, dass es anders sein wird, eine Mischung aus dem, was auch immer Steven Moffat vorschwebt und der Classic Series. (Hat er eigentliche einen Lieblingsdoctor, eine Lieblingsära? Das hat zwar nix zu bedeuten, aber vom Alter her, könnte/müsste es wohl den Zeitraum der ersten drei Doctors betreffen.)


    Der Doctor ist schonmal erfreulich anders und scheinbar ruhiger, die TARDIS ist von aussen hübsch und wird es innen hoffentlich auch sein, Amy ist 'ne Süsse und alles, was wir bisher von den Folgen mitgekriegt haben, inkl. der beiden Trailer, ist sehr vielversprechend.


    Ich bin mir also ziemlich sicher, dass Steven Moffat mich glücklich machen wird. ^^

  • Was genau soll Moffat <> RTD == TRUE denn überhaupt bedeuten? Wenn das an eine mathematische Formel angelehnt ist, dann kann ich damit nicht das Geringste anfangen und wenn es symbolisch ist, weiss ich auch nicht wirklich, um was es Dir eigentlich geht.



    Das ist mehr oder weniger eine mathematische Notation für die Behauptung "Moffat unterscheidet sich von RTD ist wahr ?" Der entgegengesetzte Fall hätte einfach ein / zwischen den (deshalb zwei) Gleichzeichen also =/= für "ist nicht".


    Und ich bin nicht sicher ob es dafür wirklich noch einen Thread braucht, vor allem wenn hier gleich wieder gefährliches (subjektives) Territorium betreten wird indem aufgefordert wurde die "guten" RTD Folgen, die für jeden Anwesenden ja wohl andere sein werden, rauszusuchen...


    Aber gut, solange alle so brav wie bisher bleiben ^_^


    Ich war für mich selbst erstmal erstaunt, wie viele von RTD selbst geschriebene Episoden ich doch als über dem Durchschnitt liegend empfand, während ich ja von Anfang an gegen den Forumsstandard anschwimme der jede Zeile von Stephen Moffat als göttlich verehrt (die Folgen sind zwar bei weitem nicht "schlecht", aber haben mir auch jedes einzelne Mal zuviel "Augenwischerei" mit der ich unzufrieden bin um "saugeil" als Prädikat zu verdienen, keine seiner vier Geschichten war für mich jedenfalls das Staffel-Highlight und der Timecrash ist zwar ultrageil aber nur ein Quickie also nicht wirklich repräsentativ).


    Und natürlich unterscheiden sich beide voneinander. Man muss nichtmal Interviews mit Herrn Moffat lesen, um auf dessen Vorliebe für die sagen wir mal "Monsterfolgen" zu stoßen, das ist nach den vier Geschichten offensichtlich, dass er es gruselig mag, während RTD doch einen bunten Strauß verschiedener Stories verzapft hat und nicht auf einen einzigen "Aspekt" festgelegt war. Das könnte bedeuten, dass die Serie jetzt düsterer werden und mehr auf Schreckmomente und Angstgefühle setzen würde, andererseits hat er als Showrunner ja jede Möglichkeit sich da für die "fröhlicheren" Momente andere Autoren zu verpflichten und im Idealfall auch den Mut, eine ordentliche Streuung einzuplanen.


    Ob es auf dem "Kleinteiligen" Erzählniveau letztlich spürbare Unterschiede geben wird kann ich nicht abschätzen, so wahnsinnig weit weg von Dingen wie der anderswo so umstrittenen "Gay agenda" scheint Moffat auch nicht zu liegen nach dem, was er selbst z.B. über den Bartwitz in Time-Crash ausgesagt hat und dass die jetzige Situation (erste "11" Minuten) sich nicht so wirklich deutlich von den Zeiten David Tennants unterschieden hat, ist ja auch seit der Ausstrahlung von End of Time Thema im Forum gewesen...


    Ich schliesse einfach für mich den Kompromiss dergestalt, dass ich abwarte, was wir für Folgen zu sehen bekommen werden und mir im Moment noch keine Sorgen zu machen anfange. Dafür ist in 6 Monaten wenn alle Folgen gezeigt wurden immer noch Zeit :D

    • Ad infinitatem ac plus ultra! •

    Einmal editiert, zuletzt von Infinity () aus folgendem Grund: Sankt Nimmerlein hat sich zu Recht beschwert über einen Satz, der jetzt gelöscht ist.

  • Was genau soll Moffat <> RTD == TRUE denn überhaupt bedeuten? Wenn das an eine mathematische Formel angelehnt ist, dann kann ich damit nicht das Geringste anfangen und wenn es symbolisch ist, weiss ich auch nicht wirklich, um was es Dir eigentlich geht.


    Die Schreibweise wirkt wie aus einer Programmiersprache. Kurz gesagt fragt er, ob RTD ungleich Moffat ist. Ich denke, das könne wir alle bejaen.
    Ob es politisch korrekt ist, die Wert von 2 Menshcen zu vergleichen, sei dahingestellt :D


    (aus welcher Sprache soll die Notation eigentlich sein?)



    Wieso? Doctor Who hat pro Staffel zwar mehr Folgen, aber dafür gibt es ja zusätzliche Autoren.


    Moffat hatte bei Coupling und Jekyll das komplette Ruder in der Hand, er war der alleinige Autor und Erfinder.
    Bei Doctor Who musste er sich einem bereits bestehndem Format anpassen.
    Jetzt kommt noch hinzu, dass er die Macht und Veratnwortung über alle anderen Autoren hat. Man könnte also sagen, dass sich seine Jobbeschreibung ziemlich verändert hat.

  • Ob es politisch korrekt ist, die Werte von 2 Menschen zu vergleichen, sei dahingestellt :D


    Nein, es geht nur um die Arbeit und die Ansichten der Serie der beiden Männer.


    (aus welcher Sprache soll die Notation eigentlich sein?)


    Programmierung. Das == ist der Vergleichsoperator, da das normale = für Zuweisung von Variablen, Objekten u.s.w. schon reserviert ist.


  • Programmierung. Das == ist der Vergleichsoperator, da das normale = für Zuweisung von Variablen, Objekten u.s.w. schon reserviert ist.


    Das kommt auf die Sprache an ;)
    Ich kenne keine, die Standardmäßig <> für Ungleichheit und == für Gleichheit verwendet. Darum bin ich neugierig, welche das ist.
    (das == TRUE überflüssig ist, sei dahin gestellt)

  • Man muss nichtmal Interviews mit Herrn Moffat lesen, um auf dessen Vorliebe für die sagen wir mal "Monsterfolgen" zu stoßen, das ist nach den vier Geschichten offensichtlich, dass er es gruselig mag



    Das ist natürlich der Fall, aber man muss trotzdem bedenken, dass, ab "The Empty Child/The Doctor dances" die Anforderung an ihn war eine "typische Moffatfolge" zu schreiben...
    Klar entspricht es auch denke ich eher seinen Vorlieben, trotzdem denke ich auch dass er als Autor "nicht-Moffat-Typischer" Folgen sehr gut sein kann...Man vergleiche nur die anderen Serien die er geschrieben hat, das Genre und die Stimmung könnte teils anders kaum sein (Coupling vs. Jekyll z.B.)


    Aber was man denke ich sagen kann, ist, dass Moffat, im Unterschied zu RTD wenigstens den Hauch einer Ahnung hat was Krieg bedeutet. Das hat mich mitunter bei RTD meist am stärksten gestört, dass ich immer das Gefühl hatte er hält das für ein großes Spiel.

  • Ich sehe das so:


    Russel T. Davis war ein Mensch, der seine "eigene kleine Welt" aufbauen wollte bzw. aufgebaut hatte und vernachlässigte ein Großteil der Zuschauer/innen. Er ist gehört eher zur Sorte der bunten Vögel, die hauptsächlich auf die Optik und Emotion setzte. Dann baute da und dort wieder mal seine Vorlieben ein wie eine Liebesgeschichte oder seine sexuelle Neigung, weil er glaubte das das rein musste. Die zum Schluss erzielten Fernsehquoten waren seither in Doctor Who in Grossbritanien bekannt (wenn ich mal von den Quotendaten aus dem Buch "The Seventies" glauben schenkte. Achja, ich lass letztens darin das City of Death nahe an die 15 Millionen-Hürde narrte. Da kann so ein Dreck wie End of Times eine dicke Scheibe abschneiden. 8)


    Steven Moffat hat bis jetzt die besseren, intelligenten und aussagenkraftigeren Folgen geschrieben. Sein Stil ist unverwechselbar. Wie oben schon von Ms. Charcoal beschrieben mag anscheinend Moffat gruselige Folgen. In vielen Aussagen von Steven Moffat sagte er auch sowas DW sei "Dark Fairy Tales" und eine Kinderserie für "8-jährige Kinderchen", die sich gerne erschrecken lassen wollen. Ich bin immer noch in der Hoffnung wir bekommen eine neue "Gothic Era".

  • Ich bin ja nun wahrlich kein RTD-Freund, aber ich sehe Moffat trotzdem nicht als den großen Retter an. Je größer die Erwartungen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie enttäuscht werden. Es wird sicher anders werden, und das ist schonmal per se gut. Doctor Who lebt vom Wandel. Aber mehr als ein vorsichtig optimistisches "Schau mer mal" kann ich mir nicht abringen.

  • Aber was man denke ich sagen kann, ist, dass Moffat, im Unterschied zu RTD wenigstens den Hauch einer Ahnung hat was Krieg bedeutet. Das hat mich mitunter bei RTD meist am stärksten gestört, dass ich immer das Gefühl hatte er hält das für ein großes Spiel.


    Worauf jetzt bezogen? Auf den Time-War? Naja aber da kann ich das (abgesehen davon dass wir haufenweise "es war so schrecklich, endlos viele Wesen starben, litten usw" Szenen hatten) schon ein wenig verstehen, weil jeder Konflikt auf dem Niveau (bis hin zur Manipulation der Realität durch Zeitreisen) und mit den Mitteln (auch die Aussage, dass es quasi "Editwars" gab bei denen dieselben Planeten immer wieder anders vernichtet, bzw gerettet worden sind, gab es) geführt wird, geht für die Verantwortlichen (also Gallifrey und die Timelords) nahe an etwas wie ein Schachspiel oder Sandkastenmanöver ran. Aktion, Gegenaktion, Geheimplan zur Aufhebung der Aktion, Intervention zur Verhinderung einer noch nicht eingetretenen Gegenaktion usw usf. Das kann man nicht mit den Erlebnissen eines Landsers oder Grunts in einem "unserer" Kriege vergleichen. Zumal mein Verständnis immer war, dass die Timelords nicht besonders zahlreich sein dürften, also für den "Bodenkampf" eher zu schade und nicht mit zB Daleks zu vergleichen...


    Oder auf Folgen wie "The Doctors Daughter"? Da kann ich den Hinweis schon eher nachvollziehen, allerdings fällt es mir auch nicht leicht, mir da etwas ernsthafteres vorzustellen, was man problemlos im Rahmen der "Familiensendung" Doctor Who dagegen austauschen könnte... Niemand will zur besten Vorabendsendezeit "NAM" auf dem Bildschirm flimmern sehen...


    Und es ist ja auch nicht wirklich "unwhoig". Die alten Doctoren hatten auch ihre Operettenkriege in denen mehr oder weniger Freizeitsoldaten so taten als ob und alles "ein großer Spaß" war. Da kann man nicht alles nur RTD als seine Handschrift anlasten.

  • Zumal mein Verständnis immer war, dass die Timelords nicht besonders zahlreich sein dürften, also für den "Bodenkampf" eher zu schade und nicht mit zB Daleks zu vergleichen...


    Das ist so nicht ganz korrekt. Ich meine es war in "The Infinity Doctors", wo darauf hingewiesen wurde, daß der durchschnittliche Time-Lord-Soldat zwar nicht beeindruckend aussieht, sie jedoch zum Teil bereits tausende von Jahren sozusagen "trainieren" konnten. Somit die perfekten Soldaten. Das sollte man auch nicht unterschätzen.

    Dies ist kein Kuschelforum. Dies ist DrWho.de


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    "Dann nehmt ihn mit, sperrt ihn ins Hinterzimmer und lasst ihn da bloß nie wieder raus!"

  • Um mal des Teufels Advokat zu sein.


    ISteven Moffat hat bis jetzt die besseren, intelligenten und aussagenkraftigeren Folgen geschrieben.


    Naja, in den Logik Loechern von Blink koennte man einen ganzen Planet versenken.


    Zitat

    Sein Stil ist unverwechselbar.


    Weil er sich schon bei Silence in the Libary wiederholt / selbst zitiert.


    Zitat

    Ich bin immer noch in der Hoffnung wir bekommen eine neue "Gothic Era".


    Zumindest den Versuch einer solchen,..

  • Steven Moffat hat bis jetzt die besseren, intelligenten und aussagenkraftigeren Folgen geschrieben.


    Nicht, das ich etwas gegen Steven Moffats Episoden hätte, aber in keiner seiner 4 Geschichten finde ich eine Aussage.
    (ausser: Bananen sind gut :thumbsup: )


    Überhaupt findet ich in New Who imho selten eine Aussage oder Botschaft

  • Zitat

    Naja, in den Logik Loechern von Blink koennte man einen ganzen Planet versenken.


    Blink habe ich 1 x gesehen. Logiklöcher sind mir nicht direkt aufgefallen.


    Zitat

    Zumindest den Versuch einer solchen,..


    Hoffnung stirbt zuletzt, aber traurig bin ich trotdem nicht, wenn dies nicht eintreffen würde. ;) Und das ist MEINE subjektive Meinung, das Steven Moffat die qualitativeren Folgen geschrieben hatte (The Empty Child-Zweiteiler, The Girl in the Fireplace und dann halt eben Blink). Paul Cornell dürfte auch dazu gehören (Fathersday, Human Nature-Zweiteiler). Ich finde es auch schade das er im Team 2010 nicht dabei ist. :(


    Zitat

    (ausser: Bananen sind gut :thumbsup: )


    Das ist eine Aussage oder nicht? 8) Jedoch nicht zuviel davon.

  • Tachjen, wieder ein Neuer zugegen. :-)



    Weil er sich schon bei Silence in the Libary wiederholt / selbst zitiert.

    Hier möchte ich widersprechen. Die Idee zu Silence entstand mehr oder weniger direkt nach Empty Child, wurde aber nicht direkt umgesetzt. Stattdessen wurden Elemente, die eigentlich für Silence vorgesehen waren, in anderen Geschichten verwendet (zB. das Zeitfenster in Fireplace, die Weeping Angels in Blink). Unter diesem Aspekt ist es auch nur natürlich, dass sich Parallelen auftun bzw dass es Überschneidungen gibt, da Moffat eben bestimmte Stellen verwenden wollte und vielleicht auch bis zur 4. Staffel nicht sicher war, ob er jemals dazu kommen würde, Silence überhaupt verfilmt zu sehen.


    Darüber hinaus bestätigt das meiner Meinung nach sein schreiberisches Talent. Nicht nur kann er interessante und spannende Geschichten verfassen, er kann darüber hinaus seine eigenen Storys abstrahieren und sie auf anderen Ebenen funktionell gestalten. Gerade wenn man die Kurzgeschichte, der Blink zugrunde liegt, mit der fertigen Episode vergleicht, und auch weiß dass die Angels eigentlich nicht vorgesehen waren (und auch das Element des Blitzelns erst sehr spät integriert wurde), kann man Moffat gar nicht genug loben.


    Naja, in den Logik Loechern von Blink koennte man einen ganzen Planet versenken.

    Man kann Blink sicherlich das Eine oder Andere vorwerfen, aber wirkliche Logiklöcher sind eigentlich nicht zu finden. Es gibt Timingprobleme und auch Elipsen, die aber zum Teil nicht mal auf seinem Script beruhen müssen. Eher habe ich das Gefühl, dass bei der Inszenierung das eine oder andere nicht geklappt hat, und auch gedrehte, aber aus Zeitgründen fehlende Szenen tragen dazu bei. Das ist aber alles auch nur Spekulation, solange bis wir mal eine Kopie der Drehfassung durch schmökern können.



    Wer das alles mal in Ruhe nachlesen will, sollte mal ein Blick in A brief history of Time (travel) werfen, da werden die Entstehungsgeschichten der einzelnen Episoden der detailliert beleuchtet. :-)