Destiny of the Daleks

  • Bewertung der Folge 23

    1. Super (7) 30%
    2. Gut (10) 43%
    3. Durchschnitt (5) 22%
    4. Ausreichend (1) 4%
    5. Schlecht (0) 0%














    [center]Jahrhunderte nach "Genesis of the Daleks" statten der vierte Doctor und die frisch regenerierte Romana dem unwirtlichen (aber trotzdem gut aussehenden) Skaro einen Besuch ab. Sie bleiben dort nicht lange allein, auch die Daleks und die mysteriöse Rasse der Movellaner schauen auf dem steinigen Planeten vorbei. Und auch ein lange tot geglaubter will wieder mal bei der Eroberung des Universums mitmischen...[/center]





    Starke Dalek-Folge, in der so ziemlich alles passt. Die kleinen Pfefferstreuer sind diesmal wirklich furchteinflößend und verhalten sich nach "allerbester" Nazi-Manier (Grausame Verhöre, Überlegenheitswahn, Arbeitslager, Massaker an Flüchtenden und Führerhörigkeit.) Will heißen, sie wirken hier keine Spur putzig oder lächerlich, sondern absolut tödlich. (Nur der Huttrick des Doctors gefällt mir so gar nicht - muss es wirklich so leicht sein, einen Dalek auszuschalten? Hmrgrmpf.)


    Die Movellaner waren Spitze. Eigentlich ja lächerlich in diesen hautengen, weißen Captain Future-Outfits, aber irgendwie hatte das was. :) Schöner Plottwist, dass sie eine Roboterrasse sind und seit Jahrhunderten mit den Daleks Krieg führen. Die Idee, dass die beiden Logikrassen seit Ewigkeiten keinen Schuss mehr abgefeuert haben, sondern nur ausgefeilte Computersimulationen gegeneinander laufen lassen und sich damit in ein ewiges Patt reinmanövriert haben, war weltklasse. (Ich bilde mir allerdings ein, dass zumindest etwas ähnliches in irgend einer Star Trek Classic Folge vorkam.)


    Das erklärte auch gut, warum sie ihren Schöpfer Davros entmotten wollten, hab zuerst nämlich nicht ganz verstanden, warum sie ihm gehorchten. Dass der Doctor den Movellanern ihre Logikfalle mit "Schere, Stein, Papier" erklärt hat, war nett, wenn ich auch nicht ganz begreife, warum Logikwesen dieses Spiel nicht spielen können. :10: Davros war hier ganz unterhaltsam, an seine Introfolge konnte er aber bei weitem nicht anschließen.


    Das ist wohl grundsätzlich das Problem von "Destiny". Als direktes Sequel von "Genesis of the Daleks" vergleicht man die beiden Folgen natürlich unmittelbar miteinander, und da bleibt der Erstling mit seiner extrem düsteren Stimmung und der Fülle von großartigen Figuren (Nyder!) unerreicht. Abgesehen von Davros bleiben die Gastfiguren nämlich recht blass. Die Movellans sind zwar recht cool, als Einzelfigur sticht aber keiner so wirklich hervor. Und Tyssan und die übrigen Zwangsarbeiter sind farblos.


    Für sich allein ist "Destiny of the Daleks" aber trotzdem sehr gutes Doctor Who, weshalb auch ein knappes "Super" rausschaut.


    Muss natürlich noch ein Wort zu Romana loswerden, ist ja für mich wieder mal eine neue Companion. (Abgesehen vom Cameo in "Five Doctors"). Gefällt mir ausgesprochen gut, eine starke und unterhaltsame Begleiterin mit sprühender Chemie mit dem fabelhaft aufgelegten Doctor. (Wen wundert´s? :rolleyes: ) Und nicht zu vergessen - sie ist wirklich süß. :) Und spielt auch gut, in der Verhörszene kam ihre Panik sehr glaubwürdig rüber. Außerdem war sie sogar die große Retterin, ohne ihr heldenhaftes Niederstrecken des Mogellan-Commanders hätte ganz Skaro "Puff" gemacht.


    Eigenartig fand ich ihre Regenerationsszene. Der Doctor hat in "Robot" nur verschiedenste Kostüme vorgeführt, Romana gleich eine ganze Körperparade. Irgendwie scheint sie das besser im Griff zu haben als er. :)

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


    5thdoc2nddoc8thdoc11thdoc9thdoc4thdoc10thdoc1stdoc6thdoc3rddoc7thdoc

    2 Mal editiert, zuletzt von michael_who ()

  • In der Tat eine herausragende Episode.
    Hatte ich vor vielen Jahren als eines der Goldmann Taschenbücher gelesen und vor gar nicht langer Zeit zum ersten Mal auf DVD endlich anschauen können.


    Hier stimmt wirklich fast alles. Ich finde die Anzüge und die Zentrale der Movellaner sogar außergewöhnlich gut. Da hat man bei Doctor Who sowohl in älteren als auch in neueren Folgen schon wesentlich schlechteres ertragen müssen.


    Etwas nervig die Szene als Romana II vor der Wand steht, sich nicht rührt und von Daleks umzingelt wird, die ständig "do not move, do not move" kreischen...


    Einen Dalek mit einem Hut aussschalten... Jaja. :)
    RTD hat uns nicht nur endlich richtig fliegende Daleks gezeigt (dies hatte er in erster Linie der besseren Tricktechnik zu verdanken [wobei sich unsere Serie ja sonst auch nie für einen noch so schlechten Trickeffekt zu schade war]), sondern im Finale der

    "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game


    "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
    — Alan Moore (V for Vendetta)

  • Etwas nervig die Szene als Romana II vor der Wand steht, sich nicht rührt und von Daleks umzingelt wird, die ständig "do not move, do not move" kreischen...


    Einen Dalek mit einem Hut aussschalten... Jaja. :)
    RTD hat uns nicht nur endlich richtig fliegende Daleks gezeigt (dies hatte er in erster Linie der besseren Tricktechnik zu verdanken [wobei sich unsere Serie ja sonst auch nie für einen noch so schlechten Trickeffekt zu schade war]), sondern im Finale der



    Hm, die Szene fand ich gar nicht nervig (auch wenn Du objektiv recht hast), sonder ziemlich spannend, die Daleks kamen da so richtig fies rüber. Überhaupt wäre das Ende des ersten Teils ein sauguter Cliffhanger, wenn das Ding nun mal nicht "Destiny of the Daleks" heißen würde.


    Den fliegenden Dalek gab´s aber schon vor der neuen Serie, siehe "Remembrance of the Daleks". Hier hat der Doctor allerdings die Unfähigkeit der Blechbüchsen, kleine Hindernisse zu überwinden, ja wieder böse verarscht. ("Mightiest race in the universe"...:))

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Bei Remembrance konnten sie endlich Treppen steigen, aber mehr als ein lokal begrenztes Prallfeld war das eigentlich nicht.

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    "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
    — Alan Moore (V for Vendetta)

  • Gut, gebe mich geschlagen, so ein richtiges Rumgedüse war das in "Remembrance" nicht gerade. Aber früh übt sich halt, was mal ein richtiger "flitze durch die Lüfte und exterminiere alles und jeden"-Dalek werden will. :)


    Sei es auch mit einem "lokal begrenzten Prellfeld", was auch immer das sein mag. :P


    Hab zu meiner Überraschung übrigens gelesen, dass "Destiny" auf Seiten wie Outpost Gallifrey oder Androzani furchtbar schlecht wegkommt. Hat mich sehr gewundert, würde mich interessieren, ob´s hier im Forum auch so richtige Hasser der Folge gibt?

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Eigenartig fand ich ihre Regenerationsszene. Der Doctor hat in "Robot" nur verschiedenste Kostüme vorgeführt, Romana gleich eine ganze Körperparade. Irgendwie scheint sie das besser im Griff zu haben als er.


    Ist wie bei uns hier:
    Wir Männer brauchen nur das nötigste an Kleidung und die Frauen kriegen ihren Kleiderschrank nicht mehr zu. :03:


    Hat mich sehr gewundert, würde mich interessieren, ob´s hier im Forum auch so richtige Hasser der Folge gibt?


    Der soll sich hierher trauen, dann gibt's es Haue, denn Destiny ist eine gute Folge! :D (ok, ich die Movellaner sind ganz ganz schlimm gekleidet)

  • Habe ich im chronologischen Anschluß an "Key To Time" jetzt noch mal gesehen und ist schon wirklich gut, aber nicht perfekt. Die Sache mit der Regeneration, die beim Doktor dramatisch und auf Leben und Tod ist, bei Romana zu einer "Ich zieh mich beliebig oft um"-Nummer zu machen, war völlig daneben. Und dass der Doktor den verstaubten Davros durch die Gegend schubsen kann, ließ diesen nie so gefährlich wirken wie in "Genesis".


    Positiv auf jeden Fall die actionreiche Story, denn hinter jeder Ecke können die nächsten Daleks lauern.... "seek, locate, exterminate" ist angesagt! Erstaunlicherweise haben die Lamettaköppe mit weißer Schürze trotz ihres Outfits irgendwie Würde. Fand ich eine gute designerische Idee. Die neue Romana wird gleich mächtig zum Konditionstest gebeten (bis sie sich schlauerweise tot stellt), damit sie weiß, dass es auch für Companions, die wie Prinzessinnen aussehen, keine Schonfrist gibt.

  • Von mir ein GUT.


    Der "Simulations-Krieg" zwischen Movellanern und Daleks, die Tatsache dass die Daleks einsehen nur mit Logik nicht weiterzukommen, gute Effekte, Romana II, ein wunderherrlich aufspielender 4thdoc , die Rückkkehr von Davros - alles super!


    Aber ...

    • Daleks, die sich durch einen Hut auf'm Auge ausschalten lassen
    • Die Movellaner, die ihre primäre Energieeinheit schön sichtbar an der Hüfte tragen und auch bei der finalen Auseinadersetzung sich diese mehr oder weniger ohne Gegenwehr abnehmen lassen
    • Davros, der sich so ganz ohne Gegenwehr durch die Gegend schieben lässt (und irgendwie nicht ganz so stark wirkt wie bei seinem ersten Auftreten
    • Romanas Körperwechsel stehen eigentlich im Widerspruch zu dem, was über die Regenertionen der Timelords bekannt ist

    ausgefeilte Computersimulationen gegeneinander laufen lassen und sich damit in ein ewiges Patt reinmanövriert haben, war weltklasse. (Ich bilde mir allerdings ein, dass zumindest etwas ähnliches in irgend einer Star Trek Classic Folge vorkam.)


    TOS 1.23: "A Taste of Armageddon" / "Krieg der Computer"


    Als Ausgleich dafür könnte man aber die TNG-Folge 3.16 ("The Offspring" / "Data's Nachkomme") anführen, in der Data's "Tochter" Lal auf dem Holodeck auch verschiedene Körper ausprobiert, bevor sie sich für ein Aussehen entscheidet

  • Super, eine meiner Lieblingsfolgen mit Tom Baker.


    Diese Episode wird von Doctor Who Fans gerne vergessen. Zumindest taucht sie selten in einer Bestenliste auf, zu Unrecht wie ich finde. Ich halte "Destiny of the Daleks" sogar für besser als die hochgelobte "Genesis of the Daleks". "Genesis" hat als 6-teiler sehr viele Längen und unnötige Handlungsstränge die sich wiederholen. Außerdem bekommt der Zuschauer die Daleks nur sehr selten zu Gesicht.
    Ganz anders ist "Destiny" gestrickt. Die Geschichte wird schnell voran getrieben, die Daleks haben sehr viel Screentime und im Finale gibt es sogar eine actionreiche Schlacht.


    Ferner sind die Elemente der Handlung sehr interessant und abwechslungsreich gehalten
    - ein mysteriöses Phänomen (zumindest bis zur 2. Folge)
    - der Planet wird erst sehr spät (fast zu spät) vom Doctor erkannt
    - versklavte Menschen in einem Bergwerk
    - ein neuer/alter Companion (Romana II.)
    - Aliens deren Belange unklar sind u. die erst spät enttarnt werden
    - die Rückkehr von Davros


    Einzigster Wehrmutstropfen ist, dass der neue Davros Darsteller bei weitem nicht an die Leistung vom Schauspieler aus "Genesis" herankommt. Lalla Ward als Romana II. ist mittlerweile mein Lieblingscompanion aus der Classic-Serie.


    Diese Episode war die letzte Arbeit vom Dalek-Erfinder Terry Nation für die Serie.


    5/5 Punkten

  • Ein richtiger Hasser bin ich zwar nicht, aber zu einem Super oder auch nur einem Gut konnte ich mich hier nicht durchringen. Für mich ist das eine leidlich anständige durchschnittliche Folge. Für eine höhere Note reicht es für mich nicht, besonders wenn ich an das Prequel Genesis of the Daleks denke.


    Das ist zu einem das Wiedersehen von Davros mit seinen Daleks. Davros musste ja in Genesis miterleben, wie sich seine eigene Schöpfung gegen ihn wandte. Da hätte ich angenommen, beim Wiedersehen hätte Davros so ein oder zwei Hühnchen mit den Daleks zu rupfen gehabt. Und die Daleks? Die haben ja in Genesis postuliert, dass sie die überlegensten Geschöpfe im Universum sind, darum auch Davros überlegen, und der kann sie mal kreuzweise. Da wäre also für ein Wiedersehen sehr viel Konfliktpotential, und ich habe mich die ganze Zeit darauf gefreut, was die sich jetzt zu sagen hätten. Und passiert ist dann folgendes: Davros kriegt sich vor lauter Wiedersehensfreude nicht mehr ein, und die Daleks sind zu "Papa" gerannt, weil ihnen gerade die notwendige Prise Wahnsinn abgeht, um die Movellans zu besiegen. Sorry, da habe ich mir mehr erhofft.


    Und überhaupt... Die Daleks als lediglich logikgesteuert darzustellen, das hat mir auch nicht eingeleuchtet. In Genesis wurde gerade betont, wie komplett geisteskrank, mordlustig, skrupellos und rassistisch die doch sind. Wenn es Monster im Whoniversum gibt, die sich nicht über mangelnde Irrationalität beklagen können, dann sind es doch die Daleks.


    Auch wenn es in der Geschichte anders postuliert wird, immerhin benehmen sich die Daleks in dieser Folge artgerecht: Sie sind skrupel- und gewissenlos, grausam, absolut tödlich. Und sie treten nicht in zu großer Anzahl auf, was immer sehr gut ist. Und die Szene im Bergwerk ist eine schöne Referenz an The Dalek Invasion of Earth.


    Gut sind auch die Movellans, jedenfalls habe ich denen die Logiksteuerung eher abgekauft. Allerdings sind die nun wieder so vernünftig, dass ich Probleme hatte, deren Universumseroberungspläne nachzuvollziehen. Und dieses "typisch Roboter... immer das Universum erobern" vom Doctor kommt mir da auch eher nachgeschoben vor. Und können die Movallans nicht etwas zu einfach außer Gefecht gesetzt werden? Einfach den Movellan so lange drehen, bis ihm schwindlig wird? Naja, aber das macht auch nichts. Die Movellans sind für mich definitiv ein Pluspunkt dieser Folge.


    Der Doctor ist in dieser Folge glänzend aufgelegt; und was mich angeht, ist er schon fast zu gut gelaunt. Ich mag es, wenn der Doctor leichtherzig an die Dinge rangeht. Aber hier werden zum einen die Daleks als das ultimativ Böse verkauft, und der Doctor nimmt sie gar nicht richtig ernst. Das ist ein Bruch für mich, der nicht wirklich gut aufgeht. Aber immerhin gab es so ein paar nette witzige Szenen.


    Und warum wurde Davros so durch die Gegend geschoben? Das kann man doch nicht machen mit dem Bösewicht schlechthin aus Genesis? Jedenfalls nicht, wenn man ihn nicht demontieren und der Lächerlichkeit preisgeben will. Hier hat für mich ein Duell zwischen Doctor und Davros gefehlt. Schade, Gelegenheit verpasst...


    Romana II hatte hier ihren etwas verunglückten Einstand mit der Regenerationsszene. Wenn sie schon ihre Leben verjuchheit, dann hätte es wenigstens mit Witz und Charme passieren können. Gut, das war eine Referenz an Robot. Aber hier wirkte das einfach nur blöd und plump. Dafür machte Romana II sich im weiteren sehr anständig, von ihrer Panik vor den Daleks bis hin zum Verprügeln des Movellananführers machte sie mir durchweg Freude. Und das sehr doctorige Outfit hat mir gut gefallen.


    Im Großen und ganzen also eine recht anständige Folge. Aber ach, ich werde mit dieser Ära einfach nicht warm. Ich weiß nicht einmal genau, was mich daran stört, vielleicht leide ich auch an Geschmacksverirrung. Es kommt mir so ein bißchen vor, als ob sich die Serie hier nicht mehr ernst nimmt. Sicher, ganz und gar ernst darf man das alles nie nehmen. Aber zur Farce solle es trotzdem nicht werden. Hier fehlt mir tatsächlich ein bißchen die Ernsthaftigkeit, die die Hinchcliffe-Ära hatte, trotz allen Augenzwinkerns und troz aller Ironie.

  • Eine schöne Folge, die nur ganz knapp am "Super" vorbeischrappt. Dass sie es doch tut, liegt an den ersten beiden Teilen.


    Es fängt schon mit der Romana-Regenerationsszene an, von der ich wirklich kein grosser Fan bin. Es liegt noch nicht mal an der Körper-Ausprobiererei, sondern daran, dass die Regeneration so unmotiviert daherkommt. Irgendwie hatte ich schon immer den Eindruck, dass Time Lords das in der Regel so lange wie möglich hinauszuschieben versuchen und nicht einfach so aus Spass regenerieren. Aber egal, hauptsächlich überwog die Freude, jetzt Romana II dabeizuhaben.


    Ausserdem fand ich die ersten beiden Teile extrem vorhersehbar: in dem Moment, als die Tardis in der Höhle abgestellt wurde, war mir schon klar, dass diese zumindest partiell einstürzen und den Zugang zur Tardis blockieren würde. Und als der Doctor Romana die Anti-Strahlungs-Pillen gegeben hat, blinkte auch schon das grosse "Sie wird Probleme bekommen, weil sie nicht an ihre Pillen kommt"-Schild auf. Und beim angeblich "toten" Movellan wusste man auch sofort, dass man ihn wiedersehen würde.


    Was am Anfang daherkam wie "Just another Dalek-Episode", wurde dann aber in den beiden letzten Teilen überraschend spannend und interessant. Die Daleks habe ich eigentlich mittlerweile etwas über, aber hier gefielen sie mir wieder gut, weil ihnen das Lächerliche fehlte. Hier nahm man ihnen die Bedrohung ab. Die Movellans sahen zwar albern aus, waren aber durchaus auch ernstzunehmende Gegner.


    Und die Auflösung des Ganzen, dass die beiden Roboterspezies in ihrem Krieg an der Perfektion ihrer Computer speichern und vor lauter Roborterlogik nichtmal auf die eigentlich einfache Lösung kommen, fand ich als Pointe sehr hübsch.


    Also alles in allem: solide 7,5 Punkte.

  • Eine Dalek-Episode, und Dalek-Episoden finde ich per se eher schwach, was schon an den eingeschränkten darstellerischen Möglichkeiten der Daleks liegt. Antagonisten, die nur durch monotones Kreischen kommunizieren können (und dabei die meisten ihrer schlagwortartigen Sätze immer und immer wieder stumpf wiederholen), die sich dazu noch durch keinerlei Mimik und Körpersprache ausdrücken können, wirken gezwungenermaßen oft sehr eindimensional und geben dementsprechend nicht die interessantesten Gegner ab.
    Man muss allerdings zugestehen, dass es auch schon schlechtere, eintönigere Daleks gab als in dieser Folge. Außerdem bringt Davros etwas Leben in die monotone Bude - auch wenn er, was Körpersprache, Mimik und Stimm-Modulation angeht, den Daleks nicht seeeehr weit überlegen ist. (Wäre eine Gummi-Maske, bei der sich dem Mund öffnen lässt, wirklich so viel verlangt gewesen?!)


    Eine insgesamt eher durchschnittliche Folge, ganz bestimmt keine schlechte, aber auch nicht zu den besten zählend.




    Was mich am meisten interessiert hat: Romana.


    Der Abschied von Romana I war mir wirklich sehr schwer gefallen: ich hatte die ganze 16. Staffel am Stück angeschaut, und mochte Mary Tamm direkt von Anfang an - Lalla Ward als Prinzessin Astra dagegen fand ich so langweilig, dass ich wider besseren Wissens (ich hatte schon Folgen mit Romana II gesehen) wenig begeistert von der Aussicht auf Romana II war.
    Und doch, gerade deswegen: Obwohl sie als Prinzessin Astra ziemlich farblos geblieben war, macht Lalla Ward als Romana II gleich von Anfang an den besten Eindruck. Witzig, schlau, kompetent, selbständig und zum Schluss sogar eine ziemlich beeindruckende Streetfighterin! Ihr Kampf mit dem Roboter war erstklassig gespielt! Ziemlich gute Action!
    (Allerdings scheinen diese seltsamen Roboter wirklich einige Konstruktionsfehler zu haben, so leicht, wie sie außer Gefecht gesetzt werden können!)


    Interessant auch Romanas Outfit, eine weibliche Variante von Tom Bakers Kostüm! Gefällt mir, das hat was! Und sieht an ihr auch besser aus als an ihrem Compagnon.
    Allerdings merkt man recht deutlich, dass Lalla Ward starke Probleme mit dem Schal hat, er scheint ihr ständig im Weg zu sein. Dementsprechend wird sie in der nächsten Episode auch ein anderes Kostüm tragen (das Schulmädchenköstüm, das ich nicht so recht mag.)
    Schade, mir gefiel das Outfit. Sie wirkt nicht ganz so wie das kleine Mädchen, hat etwas deutlich erwachseneres als das unvorteilhafte Nachthemd, das sie als Astra getragen hat, und das Klein-Mädchen-Kostüm, das sie später tragen wird.
    Aber irgendwie auch wieder recht seltsam, wenn man es genau bedenkt, diese rosa- :scarf: -Klon-Variante. Dass sie sich bei der Wahl ihrer Garderobe so stark an dem Outfit des Doctors orientiert, ließe auf einen Mangel an Selbständigkeit schließen, der nicht so recht zu Romana II passt.


    Schade übrigens, dass sie keinen zum Kostüm passenden Hut bekommen hat ...ein Nebengedanke, der mir beim Hattrick des Doctors kam. ;)
    Und: dass Daleks auch Kostruktionsmängel haben, ist ja schon lange bekannt. Dieser Dalek schafft es dazu tatsächlich, richtig eindrucksvoll und Dalek-untypisch Verzweiflung und Panik zum Ausdruck zu bringen, was den Moment nicht ganz so unglaubwürdig erscheinen lässt.

  • "Destiny of the Daleks" ist wirklich eine ausgesprochen gute Folge. Vor allem die Handlungsdichte fällt mir positiv auf, Langeweile will absolut nicht aufkommen und am Ende jeder Episode fragt man sich, ob das jetzt wirklich schon 23 Minuten waren.
    Dazu kommt ein vierter Doctor in Höchstform, eine unglaublich tolle Romana (sehr würdevoller Ersatz für Mary Tamm) und eine innovative Geschichte um zwei von Logik getriebene Rassen, die genau das als ihr großes Problem erkennen.


    Kritikpunkte sind nur in Kleinigkeiten zu finden. Die Motivation für Romanas Regneration, der im Vergleich zum ersten Auftritt recht schwache Davros, der den Dalek außer Gefecht setzende Hut, die Energiequelle an der Hüfte und so weiter.


    Trotzdem, alles in allem, eine Folge, die von mir die beste Bewertung kriegt. Im Großen und Ganzen stimmt nämlich einfach alles.

  • Eine gute Episode, bei der ich nicht ganz verstehen kann, wie man sie als schlecht sehen könnte. Ein toller Doctor, der ab und zu ein wenig zu gut gelaunt war, ein guter Companion, eine gute Handlung und ein guter Gegner, was will man mehr? Gut, es gibt auch einige Dinge, die nicht so gut waren: Romans Regeneration; wie Davros einfach so durch die Gegend geschoben wird; und wie einfach die Movellans am Ende überwältigt wurde. Ach ja, nicht zu vergessen, wie einfach Davros und die Daleks auf einmal wieder zusammenarbeiten. Davros sollte eigentlich ziemlich wütend auf seine Kreation sein, dafür dass sie ihn zerstört, ist er aber nicht, und wie einfach die Daleks im auf einmal gehorchen. Nicht zu vergessen natürlich auch, dass die die Darstellung von Davros in dieser Folge komplett gegen die aus "Genesis" verliert. Aber wie gesagt, die Episode ist gut und unterhaltend, Romana II macht gleich einen sehr guten Eindruck, clever, schlagkräftig, frech und natürlich süß, gleichzeitig ordnet sie sich auch ein wenig dem Doctor unter und erkennt an, dass er dank seiner Erfahrungen ihr in solchen Situationen, aka Abenteuer, einfach meistens überlegen ist. Das Schere-Stein-Papier spiel war auch toll, ein Roboter würde natürlich immer wieder die selbe Reihenfolge wählen, ein Mensch springt hin und her. Natürlich durften die Jelly Babies nicht fehlen und als auf einmal eines in Romanas Hand lag, musste ich wirklich schmunzeln. Die Daleks waren bedrohlich, was sie nicht immer sind, sie wirkten wirklich böse. Aber hier noch ein Problem: Die Daleks sind Roboter mit einem genetischen Kern, aber ganz logisch sind sie nicht, in sie ist Größenwahn, Macht-Ehrgeiz und Rassismus einprogrammiert, daher machte das Dilemma in denen sie sich befanden nicht ganz viel Sinn, man kann dann aber auch wieder sagen, dass es ja nicht die Daleks selbst waren, die die Rakten nicht abfeuerten, sondern ihr Computer, den hätten sie aber auch selber umprogammieren können, von daher, sechs setzen.


    FAZIT: Eine schöne Episode, eine gute Episode, die besser ist als die direkte Folge davor, "The Armageddon Factor", aber als Sequel von "Genesis of the Daleks" verliert. Einige schlechte Dinge, die guten überwiegen allerdings bei weitem. Daher gibt es 8/10 Punkten.

  • Fand die Folge jetzt wesentlich besser als jede Folge der "Key of Time" Staffel.
    Ohne das ich dies begründen kann. Von der Handlung her war sie eigentlich nicht so mein Ding.
    Aber diese war solide umgesetzt. Mit vielen Pointen des Doktors.
    Daher ein klares Gut.


    Ausserdem ist Romana in dieser Gestalt wesentlich sympathischer als ihre arrogant wirkende Vorgängerin.
    Freu mich jetzt schon auf das hier angekündigte Schulmädchenkostüm.

  • Bei der Folge konnte ich mich nur zu einem "Durchschnitt" durchringen. Dabei hatte ich mir als ich im Vorspann den Namen Terry Nation las eine herausragende Folge versprochen.


    Es begann schon mit der Regeneration von Romana. Wieso? Hat sie tatsächlich mit dieser dämlichen Körperparade aus einer Modelaune heraus ein paar Regenerationen verballert?


    Dann die Daleks! Sie sind und waren nie eine "Roboterrasse", was gerade der Doctor am besten wissen müsste. Auch ihr ständiges Wiederholen der Befehle fand ich hier übertrieben, das ging mir ziemlich schnell auf den Zwirn.


    Und schließlich Davros: ganz schwache Leistung! Miese Maske und durch das Rumschieben wurde er ja fast zur Witzfigur.


    Die Handlung hingegen war recht solide, mir erschien das ganze nur so lieblos runtergespult. Naja, nach den Key to Time-Geschichten ist es auch schwer.

    "Grundgütiger! Ein weiblicher Doctor! Was für Zeiten das doch sind!" (Barnabas Collins)