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    Romana II wird vom Hohen Rat nach Hause beordert, und so macht sie sich mit dem vierten Doctor auf den Weg nach Gallifrey. Aber plötzlich wird die Tardis durch ein Raum-Zeit-Phänomen in den E-Space geschleudert, ein eigenes „Taschenuniversum“. Eine Rückkehr scheint nicht möglich, und so nehmen der Doctor und Romana erst mal ihre neue Umgebung in Augenschein. Schreckliches erwartet sie auf dem Planeten Alzarius: Sumpfmonster, Killerspinnen und – Adric!


    Die dritte Folge der 18. Staffel wurde von einem Fan geschrieben, dem 18-Jährigen Andrew Smith. Während der Produktion fiel die Entscheidung, dass diese die letzte Staffel mit Tom Baker wäre. Er kam mit dem neuen Produzent, John Nathan-Turner, nicht klar und war mit vielen dessen Änderungen nicht einverstanden. Mit Matthew Waterhouse hatte er auch seine Probleme, und es wurde angedeutet, dass keine Gehaltserhöhung für das nächste Jahr vorstand...


    Die vier Episoden wurden zwischen dem 25. Oktober und dem 15. November, 1980, ausgestrahlt, mit jeweils 5,9, 3,7*, 5,9 und 5,5 Mio. Zuschauern. Sonst zu dieser Zeit: Die Solidaritäts-Partei wird von der polnischen Regierung anerkannt; Ronald Reagan schlägt Jimmy Carter in der amerikanischen Präsidentschaftswahl und Voyager schickt uns Bilder von Saturn. In Deutschland gab es zwei mal Santa Maria an der Spitze der Hit-Parade: zunächst Oliver Onions, danach Roland Kaiser, während in Großbritannien Barbara Streisand (Woman In Love) den Stab an Blondie (The Tide Is High) weiterreichen musste.


    *Was genau zu der Zeit auf ITV lief lässt sich nicht so leicht herausfinden. Fest steht jedoch, dass die dritte Staffel von Worzel Gummidge an dem Abend anfing – und meine Erinnerungen sagen, dass es zum gleichen Frühabends-Zeitpunkt lief. Danach lief immer Buck Rogers in the 25th Century. Jetzt weiß ich, warum ich mich nur ansatzweise an diese Staffel erinnern kann...

  • Ich denke, dass diese Episode mit einer ganz gewaltigen Last zu kämpfen hat. Hier hat Adric seinen ersten Auftritt - und wer Adric nicht leiden kann (und das sind ja wohl die allermeisten), hat wahrscheinlich wenig Lust zu erfahren, wie es dazu kommen konnte, dass die kleine Nervensäge an Bord der Tardis kommen konnte.


    Wer aber darüber hinwegsehen kann oder (wie ich) mit Adric keine größeren Probleme hat, der wird mit einer interessanten Geschichte belohnt. Es ist nicht gerade die beste Folge von allen, aber eine gute und durchdachte Geschichte, fern von Schwarz-Weiß- oder Gut-Böse-Stereotypen.


    Der Doctor und Romana landen also (weil ein Wurmloch/CVE zur falschen Zeit am falschen Ort war) im E-Space. Für Romana ist dies erst mal nicht schlecht, wurde sie doch nach Gallifrey zurückbeordert und hat zur Heimkehr überhaupt keine Lust. Diese Möglichkeit behagt ihr dann aber auch nicht sehr.


    Die Tardis landet auf dem Planeten Alzarius, dort begegnen sie einem Volk, das bereits seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten, an ihrem Raumschiff rumbastelt, um eines schönen Tages wieder zu ihren Heimatplaneten zurückzukehren, so jedenfalls die Sprachregelung dieses Volkes. Dieses Volk hat einige drollige Angewohnheiten, zum Beispiel ein sehr obsessives Verhältnis zu Melonen (river fruits). Das politische System dieser Bewohner ist nichts für Freunde von Demokratie und Gewaltenteilung. Alle Entscheidungen liegen in den Händen von drei Bestimmern, die als einzige Zugang zu allen Raumschiffdateien haben und somit über Herrschaftswissen verfügen. Wozu das in diesem bestimmen Fall führt, wird am Ende der Folge sehr hübsch aufgelöst.


    Die Raumschiffbewohner werden drangsaliert von Sumpfmenschen (ich übersetze das jetzt mal einfach so), die in regelmäßigen Abständen über dieses Volk herfallen. Im Verlauf der Folge stellt sich heraus, dass auch die Sumpfmenschen allen Grund haben, die Raumschiffbewohner zu fürchten. Außerdem steht eine dramatische Umweltveränderung ins Haus (mistfall), die angeblich die Oberfläche des Planeten zur lebensfeindlichen Umgebung verwandelt. Kurz und gut: die Raumschiffbewohner haben Stress.


    In diese Gemengelage platzen nun der Doctor und Romana, müssen überhaupt erst begreifen, was los und dann (wie immer) mithelfen, die Sache zu einem halbwegs guten Ende zu führen. Und das ist nicht ganz einfach, sind sie sich doch nicht nicht einmal sicher, in welchem Universum sie sind.


    Die Stärke der Folge ist für mich, dass hier die Gegner gleichwertig und gleich gut sind. Die Monster sind in diesem Fall nicht die Schurken, die Humanoiden allerdings auch nicht. Die Auflösung dieses Konfliktes wird auch und sogar in erster Linie den Interessen der Sumpfmenschen gerecht, keiner muss letztlich zurückstecken. Und wer kein Mitleid hat, wenn das Sumpfkind gefangengenommen und im Labor (aus Gründen des Forschungsdrangs) umgebracht wird, der hat einfach kein Herz. Hier hat der Doctor seinen stärksten Moment in dieser Folge, als er seinem Entsetzen und seiner Empörung über dieses Verhalten freien Lauf lässt.


    Für mich persönlich war das die erste Begegnung mit Romana II, das war allerdings nicht die beste Folge, um sie kennenzulernen. Schließlich ist Romana durch einen Spinnenbiss zum größten Teil nicht sie selbst. Das war nicht gerade eine schauspielerische Spitzenleistung von Lalla Ward. Aber beim "buh- ich-bin-ein-Monster"-durch-die-Gegend-laufen hätte auch Vivien Leigh alt ausgesehen. Und war es nicht etwas übermütig und arrogant, als sie sagte, "these are just spiders"? Schließlich waren die Spinnen so groß wie Männerfäuste. In den anderen Teilen der Trilogie gefiel sie mir dann viel, viel besser.


    Für Hundefreunde ist diese Folge nichts. Mit K9 passiert etwas Fürchterliches.


    Was Adric angeht, so zeigen sich auch bei seinem ersten Auftritt seine ganzen "Qualitäten". Es wird im Bonusmaterial der DVD zwar gesagt, dass man sich nicht ganz über den Charakter klar wer. Aber meine persönliche Theorie ist, dass man dies dem Schauspieler gesagt hat, damit der sich keine Sorgen macht über seine Rolle. Adric hat man gleich als Nervensäge angelegt, und das ist auch völlig gelungen. Die anderen jugendlichen Rebellen kamen auch nicht wesentlich besser rüber, mit Ausnahme von Adrics Bruder. Es hätte mir besser gefallen, die hätten Adric sterben lassen und den Bruder in die Tardis gebracht. Aber hätte, könnte, wäre...


    Die Auflösung des ganzen hat mir außerordentlich gut gefallen, hat einen netten Knalleffekt und ergibt sich logisch aus der Geschichte, ohne das dies vorhersehbar war. Eine bemerkenswerte Leistung von einem so jungen Autor.


    Zu kritisieren gibt es eigentlich nur eins (wenn man von Adric absieht): Die ganze Sache mit der Evolution. Wie kann es sein, dass sich die Spinnen in die Sumpfmänner entwickeln und gleichzeitg trotzdem als Spinnenart weiterbestehen. Ich hätte es verstanden, wenn die Populationen auf diesem Planeten einen gemeinsamen Ursprung gehabt hätten, dies aber hat mir nicht ganz eingeleuchtet. Aber vielleicht ist dies die Weise, auf die Evolution im E-Space funktioniert.


    Die Folge bekommt von mir ein Gut, wenn Adric nicht gewesen wäre, wäre es ein Super geworden.

  • Die Zivilisation, deren ganze Existenz auf einer Lüge basiert, ist natürlich nicht das allerneueste Konzept, aber es wurde hier gut umgesetzt. Schön war, dass es keinen richtigen Bösewicht gab. Zwar haben Nefred, Garif & Draith ihre Untergebenen recht umsonst ein Ersatzteil nach dem anderen austauschen lassen, um ihre Leute auf Trab zu halten - aber bitte, was sollen sie machen, wenn niemand das Schiff fliegen kann?


    Am Ende wurde darüber allerdings recht großzügig hinweggesehen, ich fürchte die Insassen des Starliners werden irgendwo ganz furchtbar abstürzen, weil wohl niemand in der Lage sein wird, das Schiff zu landen. 8)


    Die dreigeteilte Evolution (Spinnen, Sumpfmonster, Menschen) war eine gelungene Auflösung, wenn auch vielleicht etwas klarer hätte werden sollen, wie das funktioniert. Aber immerhin wurde ja gezeigt, dass Adrics Knie wahnwitzig schnell heilt und dieser Superspeed von zellularer Regeneration hatte damit offenbar irgendwas zu tun. Glaub ich zumindest. ;)


    Die Sumpfmonster waren leider nicht wahnsinnig überzeugend, steckten halt doch in ziemlich offensichtlichen Gummikostümen. Schön schaurig war allerdings ihre erste Szenen, als sie sich aus dichten Nebelschwaden aus dem Morast erhoben. Hatte optisch astreine Horrorfilmqualität. Mit zunehmender Beleuchtung ging´s dann aber leider wieder in Richtung Megatrash. :D


    Wie Inazea schon schrieb, war die Szene mit dem wimmernden Sumpfmonsterchen im Labor sehr stark, da hat man mehr mitgelitten als beim Tod von Tylos oder Brüderchen Varsh. Die ganzen aufmüpfigen Kids fand ich ziemlich unsympathisch, allen voran natürlich die Obernervensäge vom Dienst, auch Adric genannt. Bereits bei seinem ersten Auftritt wird klar, dass er einfach ein dummes, arrogantes Kind ist. "Of course I´m better than you" ist einer seiner ersten Sätze, und da bekam ich schon wieder Gänsehaut vor Abscheu. :)


    Die Figur an sich wäre vielleicht eh ganz akzeptabel, aber mit einem "Schauspieler" wie Matthew Waterhouse war Adric einfach von vornherein zum Scheitern verurteilt.


    Die Stammcrew hatte auch schon bessere Momente als in dieser Folge. K9 wurde gleich mal der Schädel abgedroschen. ?( Hat mich nicht so gestört, da ich nicht der größte Fan des Hündchens bin und ihn nur in kleinen Dosen gut ertrage. Tom Bakers Doctor machte irgendwie einen leicht gelangweilten Eindruck, und Romana war sowieso zombiemäßig unterwegs und verblüffte mich lediglich mit ihren bizarren "Ich muss die Luft neben meinen Opfen mit Fingerklauen zerkratzen" Bewegungen. :)


    Sie hatte allerdings einen schönen Doctor-Moment, als sie der Jugendcrew völlig ungerührt das Messer zurückgab, nachdem die es ihr an die Kehle gesetzt hatten. Den Doctor schien es übrigens nicht sonderlich zu stören, dass Romana nach Gallifrey rückbeordert wurde, ich jedenfalls konnte nicht mal einen Anflug von Bedauern erkennen. Immerhin sprach er zumindest davon, sich auf ein Wiedersehen mit Leela zu freuen, also doch ein Mindestfunke Emotion. :)


    Das klingt jetzt alles eher negativ, aber grundsätzlich war "Full Circle" gut geschrieben, hatte schöne Außenaufnahmen und ein paar wirklich spannende (Tod von Draith, Spinnenplage, die Furcht vor dem Nebel) und berührende (Tod von Tylos, Varsh, Sumpfmonsterchen) Szenen.


    Daher auch von mir in Summe ein solides "Gut".

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


    5thdoc2nddoc8thdoc11thdoc9thdoc4thdoc10thdoc1stdoc6thdoc3rddoc7thdoc

  • Full Circle ist die früheste folge, an der ich mich klar erinnern kann. Die Spinnen und der Obst sind über 28 Jahren immer noch in meinem Gedächtnis verankert. An die Auflösung kann ich mich jedoch nicht erinnern: möglicherweise haben wir an dem Samstag Worzel Gummidge gucken müssen. Die Novelisation habe ich dann ein paar Jahre später mehrmals gelesen, weswegen mache Szenen mir aus der Quelle besser bekannt sind. In meinem Kopf sieht das Raumschiff völlig anders – schlichter – aus.


    Ich finde die Handlung sehr reif für Doctor Who: hier sieht man schon den wissenschaftlichen Ansatz, den Christopher H. Bidmead reinbringen wollte. Umso erstaunlicher, das sowas aus dem feder eines 18-Jährigen Fan stammt. Die Umsetzung fand ich auch gut, meilenweit entfernt auch von der Serie, die dieser direkt vorlag. Da sehen wir den Verdienst von John Nathan-Turner. Besonders gelungen fand ich die Szene, als die Menschen gen Raumschiff wanderten: Mit der Sonnenbeleuchtung und komischen Bäumen konnte man wirklich daran glauben, dass diese eine fremde Welt war.


    Ich mag wohl damit alleinstehen, aber Adric hat mich nie so genervt wie er es anderen tut. Das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass er fast immer da gewesen war, als ich zu Fan mutierte. Könnte allerdings auch damit zu tun haben, dass ich auch ein nerviger Besserwisser war. ;)

  • Ich mag wohl damit alleinstehen, aber Adric hat mich nie so genervt wie er es anderen tut. Das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass er fast immer da gewesen war, als ich zu Fan mutierte. Könnte allerdings auch damit zu tun haben, dass ich auch ein nerviger Besserwisser war. ;)

    Mir geht es ähnlich mit Adric, immerhin hat er nicht gekreischt, wie so viele Mädels zuvor (und danach).


    Selber ein Besserwisser... Hmm,könnte sein...


    "One has no wish to be devoured by some alien monstrosity, Kalik. Even in the cause of political progress." Orum --> Kalik in 'Carnival Of Monsters'

  • Mir geht es ähnlich mit Adric, immerhin hat er nicht gekreischt, wie so viele Mädels zuvor (und danach).

    Das kreide ich aber höchstens den Drehbuchschreibern und anderen Verantwortlichen an, und das ist auch eines von den Elementen aus der "guten alten Zeit" die ich auf keinen Fall zurückhaben möchte. ;)


    Ich habe mir gerade Full Circle angesehen- es war in den 80ern die allererste Folge Doctor Who, die ich jemals gesehen habe, und lange Zeit die Einzige. Ich fand sie damals ganz großartig, hatte allerdings auch die Optik in sehr positiver Erinnerung, besonders die beeindruckenden Sumpfwesen. Und da nagte immer der Zweifel an mir: Doctor Who sah toll aus? Das kann ja eigentlich gar nicht sein.

    Aber was soll ich sagen? Zumindest den Anfang finde ich immer noch großartig- besonders die Außenaufnahmen im Urwald, die aus dem Wasser steigenden Sumpfwesen (auch wenn sie sehr an den Schrecken von Amazonas erinnerten- na ja, unseren Herrn Duck würde es vielleicht freuen.). Aber auch das Raumschiff selbst und die betont schlichten Kostüme der Raumschiffinsassen. Und das Tribunal der Entscheider, vor dem der Doktor steht, das eigentlich etwas sehr Einschüchterndes hat , das er aber betont nicht ernst nimmt.

    Nur gegen Ende hin wurde es mir dann doch etwas zu sehr eine billige Monstershow- besonders Romanas Verwandlung und ihr „Vampira“ Auftritt und das massenhafte Eindringen der Sumpfwesen stand für mich im krassen Gegensatz zu den anderen interessanten und etwas subtileren Ideen. ( Ich meine, sind die Sumpfwesen jetzt die Vorfahren der Raumschiffbewohner mit berechtigten, schützenswerten Interessen, oder sind sie doch einfach nur eine gruselige Freakshow? ) Und deshalb vergebe ich auch nur ein Gut.

    Ansonsten: Adric hat mich erst mal nicht sonderlich gestört, der Hauptkritikpunkt wäre für mich die uninspirierte Schauspielerei von Matthew Waterhouse.

    Der Doktor hat einen schöneren Schal als vorher.

    Jetzt weiß ich endlich wieder, wo das Zitat „I have to get back to my natural habitat“ herkam, das ich fälschlicherweise „Trouble with Tribbles“ zugeordnet hatte, welches ich kurz vor dieser Folge gesehen hatte und aus dem ich „natural habitat“ als Wort gelernt hatte.

    In mir ist’s nicht geheuer,
    da schläft ein Pfefferstreuer.
    Und wenn der mal erwacht,
    dann Gute Nacht!


    frei nach F.W. Bernstein

  • Manchmal geschah das Wunder, und Doctor Who sah tatsächlich gut aus. Und wenn man das Monster aus Brain of Morbius ohne Murren geschluckt hat, dann ist Full Circle auf jedem Fall ein Fest für die Augen. Und der Eindruck von Gummianzug kommt hier nicht sehr oft auf (und ich war da abgelenkt, weil die gerade das kleine Monsterchen gefangen haben, und mir die Luft wegblieb).


    Adric hat mich in dieser Folge schon sehr genervt mit seinem elitären Gehabe ("Siehst du meinen Stern?"). Ich weiß nicht, wo die mit dem Charakter hinwollten, aber hier ist die Nervensäge schon vorgezeichnet (geändert hat es sich ja später nicht). Und ich weiß immer noch nicht genau, ob Matthew Waterhouse einfach begnadet die nölige Nervensäge abgebildet hat, oder er wirklich nicht wusste, was er machen sollte.


    Was sagten die denn in der Tribble-Episode? Vermutlich ging es um die natürliche Umgebung der Tribbles?

  • Ich finde, es gibt eine ganze Menge Classic-Folgen, die optisch überzeugen. Alles mit Außenaufnahmen, viktorianischen Herrenhäusern usw. Problematisch wird´s eigentlich meistens nur, wenn sie futuristische Sets bauen müssen. Aber auch das klappt manchmal überraschend gut, siehe etwa Four to Doomsday oder auch Earthshock. Was leider wirklich nie hinhaut, sind die Monster in ihren Gummianzügen. Am überzeugendsten finde ich noch Eldrad aus The Hand of Fear. Aber mit sowas muss man halt leben können, und meistens finde ich diese Unzulänglichkeiten eher charmant als wirklich störend. Ganz besonders bei den s/w-Folgen, wo die Farblosigkeit sicher so manchen visuellen Grauen gnädig verbirgt. ;)


    Adric ist als Charakter für meine Begriffe nicht mal so daneben, er sollte ja klar erkennbar auch dem Skript nach eine Nervensäge sein, sonst wären seine charakterlosen Seitenwechsel in State of Decay oder Four to Doomsday nicht erklärbar. Und man merkt ja auch an der Art und Weise, wie der Doctor und ganz besonders Tegan auf ihn reagieren, dass sie nicht gerade besonders angetan von ihm sind. Das merkt der kleine Unhold ja in seinem letzten Auftritt selbst. Mir sind absichtlich nervende Kinder noch lieber als die schrecklichen Wesley Crusher-Typen, die nur den Zuseher nerven, bizarrerweise aber nicht die anderen Charaktere. Insofern hätte Adric, wenn er nicht gerade von Waterhouse gespielt worden wäre, vielleicht sogar was werden können.


    Und ich muss widersprechen, Tyce, der neue Schal ist langweilig, die alte Geschmacklosigkeit ist viel cooler. 8)

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


    5thdoc2nddoc8thdoc11thdoc9thdoc4thdoc10thdoc1stdoc6thdoc3rddoc7thdoc

  • Was sagten die denn in der Tribble-Episode? Vermutlich ging es um die natürliche Umgebung der Tribbles?

    Jep,


    SPOCK: By removing the tribbles from their natural habitat, you have,
    so to speak, removed the cork from the bottle and allowed the genie to
    escape.


    Michael-Who du verteidigst Adric, den Tag muss ich mir im Kalender anstreichen. Ich muss aber auch widersprechen, in den frühen TNG-Folgen, die ich gesehen neulich habe, haben die Erwachsenen meist ziemlich aggressiv auf Wesley reagiert und das hat mich zum Teil mehr gestört als Wesley selbst.


    Ich weiß schon, dass Geschmacklosigkeit beim Doktor meist Programm ist, wer sonst würde einen blauen Anzug mit einem brauen Mantel kombinieren :bad: aber wenn, dann würde ich mir dieses Modell stricken.

    In mir ist’s nicht geheuer,
    da schläft ein Pfefferstreuer.
    Und wenn der mal erwacht,
    dann Gute Nacht!


    frei nach F.W. Bernstein

  • Infame Unterstellung, ich habe Adric nicht verteidigt! Ich habe nur gesagt, er hätte etwas werden können, wenn... ;) Ich vertrete immer noch mit Überzeugung die Ansicht, dass der fünfte Teil von Earthshock, in dem sein wahres Schicksal enthüllt wird, das großartigste Stück Fernsehen der Doctor Who-Geschichte ist.


    Weil´s so schön ist:


    _VNHMepvKKA


    Wer ist übrigens braun-blau? :10:

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Wesley Crusher ist wirklich das schlimmste Balg, das jemals auf eine SF-Serie losgelassen wurde.


    Und ich möchte wirklich einmal wissen, warum Kinder in SF-Serie immer so gräßliche Superstreber sein müssen, das ist ja nicht zum Aushalten.


    Die SW-Folgen finde ich optisch sogar sehr gut (bis auf The Web Planet, da blieb mir die Spucke weg). Richtig schlimm finde ich die Folgen mit dem dritten Doctor (ich fange mit dem gerade an), mit Spielzeugsauriern und Pizzamonstern. Das ist wirklich "Gewollt und nicht gekonnt". Aber es gehört einfach zum Gesamtkunstwerk, und es wäre nicht mehr das gleiche, wenn es gut aussehen würde.


    EDIT: Ich verstehe es gut, wenn namentlich Picard auf Wesley sauer reagiert, was haben Kinder schon auf der Brücke zu suchen...

  • Wer ist das Pizzamonster?


    Und Zustimmung bei den Superstrebern. Ich rechne es Babylon 5 hoch an, dass die sich konsequent an das Credo "No cute kids - no cute robots" gehalten haben.

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  • Das Pizzamonster (jedenfalls das, das ich im Sinne habe, es gibt sicherlich noch eine Unzahl von weiteren) ist aus The Three Doctors. Es hat Dich ja mehr an Christbaumkugeln erinnert, mich aber mehr an einen Pizzabelag.

  • Wer ist übrigens braun-blau? :10:

    Na dieser Frechling, der vorgibt, der Doktor zu sein. Aber man wird ihm sicher bald das Handwerk legen. :D ( Jedenfalls hatte er am Anfang einen blauen Anzug.)


    Über die anderen Klassikfolgen müssen wir uns dann an entsprechender Stelle unterhalten. Seit ich bei Earthshock plötzlich am Ende angekommen war und nur wusste, dass ich irgendwas verpasst hatte, habe ich mir geschworen, nichts mehr nebenbei zu machen, wenn ich Doctor Who sehe. :whistling:

    In mir ist’s nicht geheuer,
    da schläft ein Pfefferstreuer.
    Und wenn der mal erwacht,
    dann Gute Nacht!


    frei nach F.W. Bernstein

  • Das stelle ich mir gerade vor. Du siehst dir also die DVD an, machst irgendwas nebenbei, der stumme Abspann läuft und Du: "Huch, hab ich jetzt was verpasst?"


    Was ist schlimmer als der 10. Doctor? Der 10. Doctor im blauen Anzug. (och, ich mag ihn doch schon irgendwie).

  • Das stelle ich mir gerade vor. Du siehst dir also die DVD an, machst irgendwas nebenbei, der stumme Abspann läuft und Du: "Huch, hab ich jetzt was verpasst?"

    Ja, genau so war's. :D

    In mir ist’s nicht geheuer,
    da schläft ein Pfefferstreuer.
    Und wenn der mal erwacht,
    dann Gute Nacht!


    frei nach F.W. Bernstein


  • Michael-Who du verteidigst Adric, den Tag muss ich mir im Kalender anstreichen. Ich muss aber auch widersprechen, in den frühen TNG-Folgen, die ich gesehen neulich habe, haben die Erwachsenen meist ziemlich aggressiv auf Wesley reagiert und das hat mich zum Teil mehr gestört als Wesley selbst.


    Hmmmja. Aber wurden genau diese Erwachsenen dann nicht immer als böse Neider dargestellt? :D Und ich kann mich dran erinnern wie schnell dann immer einer zur Stelle kam um ihn zu verteidigen. Überhaupt gab es da ganz viele Leute die ihm mit strahlender Bewunderung "Oh Gott, du bist SO WEIT für dein Alter!!" ins Gesicht gehabt haben.


    Und was Adric angeht, bin ich persönlich ja auch eher human eingestellt. :ninja: Die Rolle an sich ist gar nicht übel... es ist einfach ein lascher Schauspieler der sie schlecht macht.


    Oh Gott, darf man sowas überhaupt sagen ohne von einem Doctor Who-Board geworfen zu werden? :cursing:

  • Nun, nachdem hier im Thread jeder irgend etwas Nettes über das blöde Kind gesagt hat, müsste man uns wohl alle rauswerfen. ;) Ich weiß auch nicht, irgend wie macht es Spaß, ihn zu hassen. Sogar bei meinen sonst schrecklich objektiven "Inhaltsbeschreibungen" konnte ich mich hier nicht zurückhalten. :)

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Da wohnen 2 Seelen in meiner Brust.


    Auf der einen Seite sind da wirklich die gräßlichen Fehlleistungen (Four to Doomsday: Es sei doch einfach ungemein großzügig von den Brokkoli-Aliens, dass die die Menschheit in Gyborgs verwandeln wollen), der Hochmut, sein elitäres Gehabe. Aber so isser halt, der lütte Adric, ein Kind, das mit dem Rest des Universums unkompatibel ist. Man regt sich auf, hat aber doch irgendwie Mitgefühl.


    Wesley hingegen ist perfekt, der totale Überflieger, und das ist nicht nur entnervend, es ist auch langweilig. Es gab da auch mal eine Episode, in der Wesley auf der Akademie einen Unfall bei einem Übungsflug mitverursachte, selbst da war er immer noch das liebe, liebe Kind. Schlimm, einfach nur schlimm.


    Wenn ich die Wahl hätte, wer jetzt vom Saurier gefressen würde, dann würde ich jederzeit Wesley nehmen. Wenn der Saurier dann immer noch Hunger hat, kann er immer noch Adric fressen.

  • "Continue the work of maintenance!" Immer wieder führen die Nachkommen von Bruchgelandeten Reparaturen an einem Raumschiff durch, was längst ein sinnloses Ritual geworden ist. Doch durch das Erscheinen des Doktors und Romana sowie der Bedrohung durch eine Horde von Amphibientypen wird der sich wiederholende Kreis irgendwann durchbrochen. Trotzdem ist "Entscheider" sein kein leichter Job... Ist eine interessanet Geschichte, die ich noch mit "gut" einordne.