11x01 - The Time Warrior

  • Bewertung der Folge 26

    1. Super (6) 23%
    2. Gut (13) 50%
    3. Durchschnitt (6) 23%
    4. Ausreichend (1) 4%
    5. Schlecht (0) 0%
















    [center]Ein Sontaraner namens Linx strandet im mittelalterlichen England. Um sich mit seiner beschädigten Raumkapsel wieder ins geliebte Kriegsgetümmel werfen zu können, klaut er ein paar Wissenschaftler samt Zubehör aus einer hochgeheimen UNIT-Einrichtung aus dem 20. Jahrhundert. Das bringt natürlich den dritten Doctor ins Spiel, der sich dann nicht nur mit dem kampfgeilen Kartoffelkopf, sondern auch noch mit dem brutalen Schlossherrn Irongron anlegen muss. Unerwartete Unterstützung erhält er dabei von einer blinden Passagierin der TARDIS - einer unerschrockenen Journalistin namens Sarah Jane Smith. [/center]





    Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber die Folge konnte bei mir nicht wirklich durchzünden. Schade, denn von einer Robert Holmes-Geschichte habe ich mir eigentlich mehr versprochen. Set und Dialoge waren auch ganz gut. Aber schon die Handlung krankt an den typischen Classic-Problemen: Ununterbrochen rennen alle von A nach B und retour und der Doctor wird so alle fünf Minuten gefangen genommen und dann wieder befreit. *gähn* Außerdem erreicht der Doctor nicht wirklich was, am Ende vertschüsst sich der Sontaraner mit seiner Kapsel eh wieder ins All, da war´s auch nicht mehr notwendig, dass er vom hoffnungsvollen Nachwuchsritter Hal erschossen wird. Und dafür, dass der Doctor die schreckliche Gefahr sah, dass sich die Menschheit mit den von Linx geschenkten Waffen zu schnell entwickeln könnten, war´s ihm ziemlich egal, wo die ganzen Schießprügel hingekommen sind. :whistling:


    Und wieder mal muss ich sagen, dass mir die Sontaraner ziemlich am Allerwertesten vorbeigehen. :) Captain Linx war gar nicht schlecht gespielt, aber diese verbohrte ehrenvolle "Krieg ist so super" - Masche ("So you like war - who doesn´t?") ist eher ermüdend. Das Outfit finde ich nicht schlecht, aber die dämliche Achillesferse der Kartoffelköpfe (Schlag ihm kurz auf das gut gekennzeichnete Röhrchen am Nacken und gut is :) ) ist einfach idiotisch. Eine derart blöde Kriegerrasse kann ich einfach nicht ernst nehmen. :P


    Der eigentliche Bösewicht Captain Irongron war nicht ohne Unterhaltungswert, aber ihm fehlt der typische Charme, der die Figuren von Robert Holmes sonst auszeichnet. Zu verroht, dumm und brutal, um wirklich Spaß zu machen. Ein paar Sprüche waren aber wirklich lustig. ("Ah, that narrow-hipped vixen.")


    Auch Jon Pertwee ("the long shank rascal with a mighty nose") konnte mich nicht wirklich überzeugen. Irgendwie wirkte er hier recht lustlos, obwohl ihm das sehr actionlastige Script doch ziemlich entgegen kommen müsste. Einmal mutierte er sogar quasi zum Hulk und konnte mit bloßen Händen ein Eisengitter aus der Verankerung reißen. 8) Völlig daneben war die Erschießungsszene. Bitte, sechs Schützen aus zwei Metern Entfernung hätten den Doctor vielleicht irgendwann doch treffen können. Ach was schießt Ihr schlecht, kann ich als Tiroler mit Andreas Hofer da nur sagen. :23:


    Den tollen Wortwechsel ("Are you serious? - About what I do, yes. Not necessarilyabout the way I do it.") hat sich der Doctor hier fast gar nicht verdient.


    Sehr gut gefallen hat mir dagegen der zerstreute Professor Rubeish, der trotz seiner massiven Kurzsichtigkeit eine tolle Stütze für den Doctor war. Herrlich verschrobener und liebenswürdiger Charakter. :thumbsup:


    Großer Pluspunkt ist dann noch die Einführung von Sarah Jane. Zwar sehr unvorteilhaft gekleidet, aber von Anfang an kein Mäuschen, sondern ein willensstarkes, cleveres und mutiges Frauenzimmer. Ihr ausgeprägter Feminismus ist zwar stellenweise etwas anstrengend, aber das waren halt die 70er. Der Doctor erweist sich anfangs ihr gegenüber als ziemliches "male chauvinist pig" und kann nur eine Existenzberechtigung für sie sehen: "We need somebody to make the coffee." Da ist es nur logisch, dass Sarah ihn nicht gleich ins Herz schließt und für den Bösewicht hält. :P


    Absolut weltklasse war, als Sarah zu Beginn des zweiten (und mit Abstand besten) Teils partout nicht glauben wollte, im Mittelalter gelandet zu sein und das ganze Set für "Ritterspiele" hielt: "I think you are overdoing the sordid realism a bit." :P


    Trotzdem habe ich mich ziemlich oft gelangweilt und das ergibt halt nur ein gehobenes "Durchschnitt".

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


    5thdoc2nddoc8thdoc11thdoc9thdoc4thdoc10thdoc1stdoc6thdoc3rddoc7thdoc

    4 Mal editiert, zuletzt von Pascal ()

  • Und wieder mal muss ich sagen, dass mir die Sontaraner ziemlich am Allerwertesten vorbeigehen. :) Captain Linx war gar nicht schlecht gespielt, aber diese verbohrte ehrenvolle "Krieg ist so super" - Masche ("So you like war - who doesn´t?") ist eher ermüdend. Das Outfit finde ich nicht schlecht, aber die dämliche Achillesferse der Kartoffelköpfe (Schlag ihm kurz auf das gut gekennzeichnete Röhrchen am Nacken und gut is :) ) ist einfach idiotisch. Eine derart blöde Kriegerrasse kann ich einfach nicht ernst nehmen. :P

    Ich denke, das kommt auf die Reihenfolge an, in dem man die Sontaraner Folgen anschaut. Ich habe mit dieser Folge die Sontaraner kennengelernt, und fand das Konzept "ganz OK, müsse aber nicht so bald wiederkommen"


    + Robert Holmes + Sarah Jane = gut


    Außerdem, wenn's danach ginge? Was ist mit den Cybermen auf dem Schachbrett bei Five Doctors? Die kann man doch danach auch nicht ernstnehmen.


    "One has no wish to be devoured by some alien monstrosity, Kalik. Even in the cause of political progress." Orum --> Kalik in 'Carnival Of Monsters'

  • Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber die Folge konnte bei mir nicht wirklich durchzünden. Schade, denn von einer Robert Holmes-Geschichte habe ich mir eigentlich mehr versprochen. Set und Dialoge waren auch ganz gut. Aber schon die Handlung krankt an den typischen Classic-Problemen: Ununterbrochen rennen alle von A nach B und retour und der Doctor wird so alle fünf Minuten gefangen genommen und dann wieder befreit. *gähn* Außerdem erreicht der Doctor nicht wirklich was, am Ende vertschüsst sich der Sontaraner mit seiner Kapsel eh wieder ins All, da war´s auch nicht mehr notwendig, dass er vom hoffnungsvollen Nachwuchsritter Hal erschossen wird. Und dafür, dass der Doctor die schreckliche Gefahr sah, dass sich die Menschheit mit den von Linx geschenkten Waffen zu schnell entwickeln könnten, war´s ihm ziemlich egal, wo die ganzen Schießprügel hingekommen sind. :whistling:


    Kann ich so nur unterschreiben. Von der Folge hatte ich mir auch ein bisschen mehr versprochen. Keine schlechte Folge, aber eben auch nicht sonderlich herausragend. Sticht eigentlich nur hervor, weil hier Sarah Jane eingeführt wird (die mir ziemlich schnell sympathisch wurde.)


    Das einzig sympathische an dem Sonataraner dagegen war die ausfahrbare Flagge. :thumbsup: (Da musste ich irgendwie an Eddie Izzard Sketch denken "do you have a flag?"). Ansonsten war der einfach zu eindimensional fies drauf. Irgendwie bin ich generell kein Sonataraner Fan. In New Who kamen die alle so unsympathisch und kleinkariert rüber.


    Bisschen gefreut hab ich mich über das mittelalterliche Setting und natürlich der Professor. Wie michael who schon schrieb: der ist einfach klasse. Natürlich auch irgendwo ein Klischee, mit den Haaren sieht er schon so aus wie ein durchgeknallter Wissenschaflter, aber ich fand ihn trotzdem sehr unterhaltsam. Wegen seinen Szenen guckt man sich die Folge gern nochmal an.

  • + Robert Holmes + Sarah Jane = gut


    Außerdem, wenn's danach ginge? Was ist mit den Cybermen auf dem Schachbrett bei Five Doctors? Die kann man doch danach auch nicht ernstnehmen.


    Ich mag die Cybermen ja auch nicht sonderlich. :P Aber ich versteh ernsthaft nicht, warum die Sontaraner sich zu "großen" Aliens bei Doctor Who entwickelt haben. Ich hab sie in der vierten Staffel der neuen Serie kennen gelernt und mittlerweile auch all ihre Auftritte in der Klassikserie "bewundert". Und mein Eindruck war immer derselbe: Klingonen für Arme. Die noch dazu dämlich sind und sich ein Ausschaltröhrchen auf den Buckel kleben. :)


    Das einzig sympathische an dem Sonataraner dagegen war die ausfahrbare Flagge. :thumbsup: (Da musste ich irgendwie an Eddie Izzard Sketch denken "do you have a flag?"). Ansonsten war der einfach zu eindimensional fies drauf. Irgendwie bin ich generell kein Sonataraner Fan. In New Who kamen die alle so unsympathisch und kleinkariert rüber.


    Das mit der Flagge fand ich auch lustig. War aber eigentlich eine Pflichtübung von Linx, so ein allzu ausgeprägtes Interesse an unserem rückständigen Planeten mit dem archaischen Reproduktionssystem ("You have two species on this planet?") hatte er eh nicht. :P

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Knappes "gut". Was ich am stärksten in Erinnerung habe, ist vor allem, wie der Sontaraner seine Gemeinsamkeiten mit den mittelalterlichen Raufbolden entdeckt. Gerade hier kommt die Persönlichkeit eines Sontaraners klarer heraus als in anderen Folgen. Knuddeliges Kerlchen, solange man ihn nicht in der Nachbarschaft wohnen hat. :D

  • Dies war vor Jahren meine erste Folge mit diesem Doktor (und kam gleich nach der ersten Folge des ersten Doktor, somit meine zweite Classic-Folge überhaupt): Mich hat die seine Kampfkunst sehr belustigt und Sarahs Einführung war nett gemacht. Die Bildästhetik war (nach der 2oo5er Serie und dem ersten Doktor) für mich ungewohnt, aber nett anzusehen.
    Fazit: Das waren noch Zeiten, als Abenteuer des Doktors in der Vergangenheit der Erde noch spannend waren...Ich gebe "gut", teilweise auch aus Nostalgie.

    I have a mind to join a club and beat you over the head with it. - Groucho Marx

  • Diese Folge ist und bleibt einfach unschlagbar und würde sogar behaupten das sie besser sei als Carnival of Monsters oder The Green Death. Sie macht das aus was Doctor Who eigentlich sein sollte. Doctor reist mit der TARDIS in die Vergangenheit der Erde und erlebt mit neuem Companion Abenteuer. Daher ein "super" von mir. :thumbup:


    Pro:
    - Dreckiges Mittelalter, so wie es sich damals gehört
    - Perfekte Schauspieler (von Irongron, Bloodaxe bis zum König)
    - Einführung von Sarah Jane Smith und sie ahnt nicht das sie wirklich im Mittelalter ist
    - 3. Doctor in Höchstform und besondere Doctor-Momente (z.B. redet mit der TARDIS)
    - Der 1. Sontaran auf der Bildfläche
    - Ein leicht-verständliches Englisch!!!
    - DVD: Sehr viele nette Extras (Doku, Trailer zu "Key to Time")


    Contra:
    - Was heisst denn hier Contra ?! :D


    The Time Warrior gehört in jeder gut-sortierten Doctor Who-Sammlung !! :thumbsup:

  • Gut, dass ich mir diese DVD trotz Sontaran zugelegt habe! ^^ Die Geschichte ist flüssig erzählt und einfach nett anzuschauen. Sarah Jane's Début gefällt mir sehr und der dritte Doctor hat wieder mal ein paar klasse und wirklich lustige Szenen. Am besten gefällt mir die spontane "Begrüßung" mit ausgestreckter Hand und breitem Lächeln, die dann direkt in einen Satz heisse Ohren übergeht und beide Recken bitschbatsch ins Reich der Träume befördert. :thumbsup: Was das sinnlose Rumgerenne im Hof anschliessend soll, bleibt mir allerdings schleierhaft. Wenn ich fliehen will und trotz der Überzahl an Gegnern durchbrechen kann, dann renn' ich doch weiter und nicht wieder zurück ... und das gleich mehrmals! |8

  • Hätte es 1973 einen WHOCAST gegeben, dann hätten die sich sicherlich bitte beklagt den schlappen Seasonauftakt nach dem sehr gelungenen Seasonfinale "THE GREEN DEATH".


    Mir geht es wie den meisten meiner Vorposter, auch bei mir wollte die Folge nicht wirklich zünden.


    Klar, die Sontarans tauchen zum ersten mal auf und Sarah Jane debütiert (ihre Eröffnungsszene mit dem Doktor und ihre feministischen Reden sind eines der wenigen Highlights der Folge!). Mittelalter zieht eigentlich wirklich immer und Jon Pertwees grünes Samtsakko ist große Klasse und der zerstreute Professor Reubisch auch aber mehr Pluspunkte fallen mir nicht ein.


    Ich hoffe, die nächste Folge (die mit den Dinos) wird besser.


    s/tnd

  • Schon klar, dafür ist die Folge ja....wie soll ich es sagen...bekannt. :O Trotzdem, ich habe mir gestern abend noch Part 1 und 2 angesehen und ich mag diese Leere-Städte-weil-Endzeit-Szenarien immer sehr. Außerdem gefällt mir, daß das Militär :shot: schon wieder versagt. Mal sehen, wie es weiter geht. :bouncy::bouncy::bouncy:


    VLG
    s/tnd

  • Die Wertschätzung für The Time Warrior hält sich hier ja in Grenzen, da werde ich mich also für diese offenbar verkannte Meisterwerk ordentlich ins Zeug legen.


    Die Idee, den Doctor ins Mittelalter reisen zu lassen, gefällt mir sehr. Dabei war es natürlich kein authentisches Mittelalter, sondern eher das Mittelalter aus den Historienschinken der 50iger Jahre. Ich fühlte mich sehr an Robin Hood und Ivanhoe erinnert. Mit diesen Motiven hat Holmes gespielt, und dadurch war es für mich dann ein großer Spaß. Und was ich besonders hervorheben möchte: Es gibt etliche Folgen, in denen alle Beteiligten sterben. Und hier überleben alle! Everyone lives!


    Irongron war für mich durchaus nicht so eindimensional gezeichnet. Das Duo Irongron und Bloodaxe hat mich durchaus an Blackadder und Baldrick erinnert.


    Natürlich wirken sie auf den ersten Blick brutal. Nur: Es steckt ja steckt da nicht hinter. Sobald es tatsächlich mal zu einem ernsthaften Kampf kommt, suchen sie das Weite. Und ich finde, es hat eine schöne Ironie, dass man diese Männer, die sehr martialisch ausziehen, um eine Burg zu überfallen, mit Stinkbomben in die Flucht schlagen kann. Und mit Taschenspielertricks. Hinter der Fassade ist also tatsächlich - nichts. Und so wirken sie niemals gefährlich, sonden nur aufgeblasen. Und daraus entsteht dann eine Menge Komik.


    Linx kommt mir hier auch zu schlecht weg. Michael-who Einschätzung "Klingone für Arme" trifft sicher auf die Sontarans zu. Aber ich meine, dass auch hier mehr dahinter steckt. Er sucht Schutz bei Irongron, bietet im Gegenzug dafür "Wunderwaffen" an, und will im Grunde nichts wie weg. Und kann seine Abscheu vor den primitiven Menschen, auf die er im Moment angewiesen ist, gar nicht verhehlen. Er entdeckt eine gewisse Ähnlichkeit mit Irongron, und es kommt zu einer Art Verständigung.


    Und so wie Irongron eine hohle Nuss ist, ist Linx auch nicht viel mehr. Ein Krieger, der mit einem kräftigen Schlag auf den Nacken ausgeschaltet werden kann, ist auch nicht das Wahre. Und auch hier gefällt mir die Ironie und Doppelbödigkeit dieser Idee. Sehr schön, wie Linx Irongron immer mehr und nicht sehr brauchbare WAffen anbietet: Mit den Gewehren können die Raubritter nicht umgehen, der Roboter schlägt blind drauflos. Auch diese Doppelbödigkeit hat mir sehr gut gefallen.


    Prof Rubeish ist hier das Gegenteil dieser Leute: Er gewinnt seine Stärke aus einer Schwäche. Weil er extrem kurzsichtig ist und seine Brille nicht dabei hat, kann er nicht hypnotisiert werden. Und behält als einziger der Wissenschaftler einen klaren Kopf. Sein Überleben sichert er, indem er sich einfach versteckt und nicht auffällt. Und eben dann zur Stelle ist, wenn er gebraucht wird. Seine Dialoge sind übrigens durch die Bank weg wunderbar, besonders die Stelle, in der er seinen Kollegen erklärt, wie alle gerettet werden sollen.


    Den Doctor fand ich hier auch besser als die meisten anderen Schreiber hier. Faul kam er mir nicht vor. Außerdem hat er eine sehr schöne Chemie bei Sarah. Ich habe noch den Abschied von Jo vor Augen, darum konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen, als es in der Folge einmal hieß: "Young girl? I'd have thought he was too old for that sort of thing!" Und er hatte ja auch eine Menge Einzeiler, die in keinem Who-Zitatenschatz fehlen dürfen.


    Sarahs Einstand hat mich hier wirklich beeindruckt: Natürlich ist es etwas merkwürdig, wenn sie sich undercover einschleicht und als erste Großtat ihre wahre Identität aufdeckt. Ansonsten ist sie sehr aktiv, greift in die Geschichte ein, macht nichts Dummes und bewährt sich sehr. Jo ließ sich vom Doctor durchaus bevormunden unddie Butter vom Brot nehmen ließ (in The Sea Devils hat der Doctor ihr ja sogar das ganze Brot weggenommen); mit Sarah das aber nicht zu machen. Sehr hübsch, wie sie den Doctor für einen Gegner hält. Der Feminismus wirkt hier zwar manchmal etwas nervig, aber das ist eben dem Zeitgeist geschuldet. Und ich mag einfach Liz Sladen sehr gerne, sie spielt mit viel Witz und Charme.


    Eine Stärke dieser Folge sind die Dialoge, die - ähnlich wie bei Robot - schon ein Zitatenkabinett sind. Und Linx ist auch optisch ein wirklich ungewöhnlich gut geratenes Alien, mit guter Maske (er hat sogar eine Mimik). Und er kann sich sogar halbwegs schnell bewegen.


    Ich stimme hier einfach mal für Super.

  • Ach Inazea,


    ich finde es toll wie Du so herrlich logisch und mit Leichtigkeit es fast schaffst mein Bild von der Folge zu drehen. Eigentlich kann dich Dir in fast allen Punkten zustimmen, bis auf diesen hier:


    Natürlich wirken sie auf den ersten Blick brutal. Nur: Es steckt ja steckt da nicht hinter.


    Also naja.......sie stecken Spione zB in Kerker und lassen diese foltern und töten. Dann veranstalten sie ein lustiges Schiesspiel mit dem Doktor. Sicher sind die wie alle Rüpel Feiglinge, aber halt trotz allem nicht ungefährlich.


    s/tnd

  • Aber: michael_who hat hier ja geschrieben, dass die aus unmittelbarer Nähe den Doctor nicht treffen - und der bewegt sich nicht einmal sehr schnell. Den Eindruck der Gefährlichkeit hatte ich hier nicht. Nur wieder den Eindruck übermäßiger Aufgeblasenheit.


    Es stimmt, die machen einen sehr martialischen Eindruck. Aber was machen die denn. Wird irgendeiner wirklich gefoltert, oder getötet? Und daraus entsteht dann ja die Komik, weil die einfach nur aufgeblasen sind. viele große Worte und nichts dahinter. Und das Martialische muss ja zunächst ernsthaft wirken, sonst hat der Witz ja keine Chance.


    ich weiß, das ist jetzt Ketzerei: Aber dieses Schützenfest hat mich an UNIT denken lassen, wie die mit herausragener Erfolglosigkeit auf langsame Aliens schießen. :D

  • Wird irgendeiner wirklich gefoltert, oder getötet?


    Ja. der Kundschafter, den der Sontaran verhört soll vorher gefoltert werden und das wirkte auch mich wie "standard procedure" und später wird erwähnt, daß er sein Leben gelassen hat im Dungeon.


    Aber: michael_who hat hier ja geschrieben, dass die aus unmittelbarer Nähe den Doctor nicht treffen - und der bewegt sich nicht einmal sehr schnell. Den Eindruck der Gefährlichkeit hatte ich hier nicht. Nur wieder den Eindruck übermäßiger Aufgeblasenheit.


    Diese Szene habe ich eher unter "unfreiwillig komisch" abgebucht und nicht unter "bewusst komisch", so als wollten Jon Pertwee und der Regisseur ein Drehbuchloch stopfen....


    VLG
    s/tnd

  • Ja. der Kundschafter, den der Sontaran verhört soll vorher gefoltert werden und das wirkte auch mich wie "standard procedure" und später wird erwähnt, daß er sein Leben gelassen hat im Dungeon.


    Ok, stimmt...



    Diese Szene habe ich eher unter "unfreiwillig komisch" abgebucht und nicht unter "bewusst komisch", so als wollten Jon Pertwee und der Regisseur ein Drehbuchloch stopfen....


    Das ist dann wohl einfach eine Frage der Wahrnehmung. Da meine Idee hier "große Klappe - nichts dahinter" war, wirkte das für mich in diesem Moment schlüssig. Und Jon Pertwee spielte für mich betont lässig. Und es ist offenkundig absurd, wenn 6 Leute mit sechs Gewehren und Dauerfeuer eine Person nicht treffen. Aber auch für ein Drehbuchloch kann einiges sprechen. Das kann ich nicht abstreiten.

  • In einem Punkt hast Du natürlich recht und darum ging es Dir vermutlich auch im Kern: wir haben es nicht mit unglaublich bedrohlichen Gegnern zu tun, sondern eher mit einer Banden von Primitivlingen und Maulhelden. Es ist ja nicht so, daß Dr. Moriaty, Darth Vader und Kahn sich zusammengetan haben, um diese Ritterbande zu gründen... :)


    s/tnd

  • Genau: Und das macht für mich den Charme aus: Wie sich Witz und Geist zusammenfinden bei den vermeintlich Schwachen, um den Muskelprotzen zu zeigen, was eine Harke ist. :)

  • Ja, das stimmt, sowas ist immer sehr reizvoll. Und so ist letztlich auch Zivilisation entstanden. Nämlich als die Rüpel und die Protze mal irgendwann mal Sendepause hatten.


    In diesem Sinne... Danke für die nette Diskussion und bis bald!


    s/tnd

  • Nach dem schwachen Ende der vorherigen Staffel ein gelungener Season-Opener.




    Im großen und ganzen hat Inazea meine Meinung zu dieser Fokge schon in Post 12 hier zusammengefasst. Nur, dass ich nicht mit super, sondern mit GUT bewerte.


    Nur ein paar Ergänzungen:


    Sarah Jane Smith hat mir bei ihrem ersten Auftriit sehr gut gefallen, erinnert mich ein bisschen an Kate Jackson in "3 Engel für Charlie"

    Und dafür, dass der Doctor die schreckliche Gefahr sah, dass sich die Menschheit mit den von Linx geschenkten Waffen zu schnell entwickeln könnten, war´s ihm ziemlich egal, wo die ganzen Schießprügel hingekommen sind. :whistling:

    Die sind doch mit der Burg von Irongrod in die Luft geflogen


    Einmal mutierte er sogar quasi zum Hulk und konnte mit bloßen Händen ein Eisengitter aus der Verankerung reißen. 8)

    Nix Hulk - das ganze Gemäuer war eh baufällig und das Gitter saß lose


    Es ist ja nicht so, daß Dr. Moriaty, Darth Vader und Kahn sich zusammengetan haben, um diese Ritterbande zu gründen...

    Kahn:


    entweder


    oder


    Dieser nette Herr heißt Khan Noonien Singh