6x05 - The Seeds of Death

  • Die Folge ist eine definitive Steigerung gegenüber dem vorherigen Serial und auch verglichen mit dem ersten Auftritt der Ice Warriors. Es hilft auf jeden Fall, dass Michael Ferguson die Ice Warriors so lange wie möglich nicht zeigen wollte und Brian Hayles dieselbe Idee hatte. Denn die Kostüme sind immer noch zu klobig um wirklich bedrohlich zu wirken. Daher war die Einführung der Ice Lords ebenfalls eine gute Sache, da diese wesentlich agiler sind.


    Wie sonst auch sind Troughton, Hines und Padburry großartig. Aber auch die Gastdarsteller sind dieses Mal herauszustellen, besonders Prof. Eldred, Gia, Fewsham und Commander Radnor sind mir in Erinnerung geblieben. Unter diesen will ich besonders Fewsham hervorheben, der Kollaborateur, der alles tut um am Leben zu bleiben, dann aber vom Doctor und den anderen dazu gebracht wird, sich gegen die Ice Warriors zu stellen und stirbt dann den Heldentod. Ich fand diese Charakterentwicklung wirklich gut umgesetzt und man hätte Fewsham einfach die gesamte Zeit über als diesen Schlappschwanz schreiben können, der sich einfach ergibt und niemals darüber nachdenkt, was für Folgen seine Handlungen haben und ob seine neuen Overlords ihn nicht doch umbringen werden. Indem sie es nicht gemacht haben, haben sie einen echten, dreidimensionalen Charakter erschaffen.


    Aber nicht nur auf der Charakterebene hat dieses Serial etwas zu bieten, sondern auch bezüglich der Handlung. Die ist nämlich verdammt gut. Die Ice Warriors besetzen die Mondbasis um das dort stationierte T-Mat-System zu übernehmen und damit ihre Saat des Todes auf die Erde zu beamen, damit diese dort alles Leben vernichtet und damit natürlich jeden Widerstand der Menschen verhindert. Leider bricht die Logik gegen Ende dann doch in sich zusammen. Denn bis zu dem Moment, in dem es heißt, dass diese Seeds, Wasser nicht aushalten können. Der Großteil der Erdoberfläche besteht aus Wasser. Selbst wenn die Ice Warriors es geschafft hätten, die Wetterkontrolle ebenfalls dauerhaft zu besetzen und zu verhindern, dass es regnet, wäre da immer noch das Problem mit den Meeren, Seen und Flüßen gewesen. Das hat was von Signs, wo die Aliens allergisch auf Wasser reagieren.


    Damit komme ich auch zu meinem größten Problem mit dem Serial: Die Seeds. Die Schaumparty war alles, nur nicht wirklich bedrohlich. Wendy konnte sich an einer Stelle ja auch das Lachen nicht mehr verkneifen. Und das ist durchaus verständlich, das Ganze muss ziemlich viel Spaß gemacht haben zu filmen. Es hilft aber nicht wirklich dabei, eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen. Ebenfalls undienlich ist, dass sich drei der Hauptsets absolut ähnlich sehen. Der Kontrollraum auf der Erde, der auf dem Mond und der der Wetterkontrolle sehen sich fast zum verwechseln ähnlich. Dies verhindert, dass die Folge das Gefühl der Größe, die sie eindeutig versucht zu vermitteln, schafft auch tatsächlich herüber zu bringen.


    FAZIT: Eine gute Folge, die Spaß macht, mit vielen tollten Charakteren, deren Umsetzung ihr aber nicht immer ganz gerecht wird und die gegen Ende ein wenig in ihrer inneren Logik zusammenbricht. Trotzdem noch mindestens 8/10 Punkten, vielleicht sogar 8,5 und eindeutig ein "gut".