14x03 - The Deadly Assassin

  • Bewertung der Folge 20

    1. Super (4) 20%
    2. Gut (14) 70%
    3. Durchschnitt (2) 10%
    4. Ausreichend (0) 0%
    5. Schlecht (0) 0%


    Der vierte Doctor kehrt - nicht ganz freiwillig - auf seinen Heimatplaneten Gallifrey zurück. Er wird alles andere als herzlich aufgenommen: Der abtretende Präsident der Timelords wird von einem geheimnisvollen Attentäter ermordet - und der Doctor für den Schuldigen gehalten. Seiner Exekution entrinnt er nur knapp, mit Hilfe des Castellans und des Controllers gerät er allmählich auf die Fährte des wahren Bösewichtes.


    Für die dritte Folge der 14. Staffel wurde Tom Bakers Wunsch erfüllt, eine Folge ganz ohne Begleitung zu produzieren. Sarah Jane wurde in Aberdeen deponiert (siehe The Hand of Fear und der Doctor kehrte nach Gallifrey zurück. Dieses war das erste mal, das sein Heimet-Planet so ausführlich gezeigt worden war, und sehr weit weg von den allmächtigen, seelenlosen Wesen in The Three Doctors und The War Games. Der Gewalt, der in den Matrix-Szenen zu sehen ist, wurde von der National Viewers and Listeners' Association unter Mary Whitehouse heftig kritisiert. Die Szene, in der des Doctors Kopf unter Wasser gehalten wird, wurde bereits dann aus den Wiederholungen gestrichen und erscheint zum ersten Mal wieder auf der DVD. Ob die Wachowski-Brüder The Deadly Assassin gesehen haben, ist uns nicht überliefert...


    Die vier Episoden wurden zwischen dem 30. Oktober und dem 20. November 1976 ausgestrahlt und garnierten beeindruckenden Zuschauerzahlen von 11,8 bis 13,0 Mio.


    Sonst zu dieser Zeit: Der Konzertauftritt Wolf Biermanns bei einer Veranstaltung der IG Metall in Köln wird genutzt, den Liedermacher aus der DDR auszubürgern und Jimmy Carter schlägt Gerald Ford bei der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten. Nummer Eins in Deutschland sind Boney M, mit "Daddy Cool"; in Großbritannien sind es zuerst Pussycat, mit "Mississippi", dann Chicago ("If You Leave Me Now").
    ______


    Absolut fantastisch. Eine Folge, die jedenfalls in meinen persönlichen Top 5 - Olymp (mit "Genesis", "Talons", "Carnival" und "Romans") aufgenommen wird. Das erste Mal, dass Gallifrey wirklich als überzeugende Gesellschaft präsentiert wird. Die Kostüme sind wirklich gut, auch die Idee mit den paar wenigen einflussreichen Geschlechtern erzeugt eine pseudo-adelige Stimmung. (Der Doctor ist übrigens ein "Prydonian".) Man merkt schon am Anfang, dass eine besondere Folge kommt, als der Doctor im "Star Wars"-Style die Geschichte seiner Heimat rezitiert. Der Tod des Präsidenten bringt Unruhe in die Elite der Timelords, vor allem Kanzler Goth ist bestrebt, schnell Ruhe und Ordnung wieder her zu stellen. Die Hinrichtung des Doctors erscheint ihm dazu als probates Mittel. Mit einem tollen juristischen Kniff bringt sich unser Held aus der Bredouille - er bewirbt sich selbst für das Präsidentenamt, was ihm Immunität gewährt.


    Auch Borusa - von dem man im Lauf der Serie noch einige regenerierte Versionen zu Gesicht bekommt - ist ein vollendet abgebrühter Politiker. Die Wahrheit kann man dem Volk seiner Ansicht nach nicht zumuten, sie muss etwas "angepasst" werden. Schurken müssen zu Helden werden, um keinen Aufruhr zu verursachen. ("If heroes don´t exist it´s necessary to invent them.")


    Absolut großartig ist Castellan Spandrell. Ein hochintelligenter und vernünftiger Mann, dem bald Zweifel an der Schuld des Doctors kommen. Trotz eines anfangs etwas seltsam anmutenden Dialekts ganz groß gespielt. Herrlich unterhaltsam auch Controller Engink, eine Art "Hüter der Matrix".


    Wirklich atemberaubend ist dann der Kampf des Doctors in der Matrix. Ganz den Illusionen des Masters ausgeliefert, ringt er blutend, dreckig und halb verdurstend um sein Leben, wie man es selten gesehen hat. Bösartige Ärzte mit Riesenspritzen, meuchelnde Mongolen, die ihn Abhänge runterfallen lassen, Krokodile, Gasmaskensoldaten, Augen im Felsen, Clowns unter dem Boden, Killervögel - eine surreale Bedrohung jagt die nächste. Erst als er von einer Weiche eingeklemmt und eben nur scheinbar von einem Zug niedergerammt wird, erkennt der Doctor, dass er es mit Illusionen zu tun hat und beginnt, erfolgreich dagegen anzukämpfen. ("I deny this reality") Als die wahre Gefahr stellt sich dann ein vermummter Heckenschütze heraus, den der Doctor nur mit äußerster Not besiegen kann. (Mit einem selbst gebastelten Blasrohr 8) ) Nicht, ohne vorher nochmal angeschossen zu werden. Diese ganze Sequenz, die das Gros von Teil 2 und 3 ausmacht, ist optisch unglaublich gut, brutal, blutig und teilweise auch schön surreal.


    Dass der Widersacher dann als Kanzler Goth entlarvt wird, ist natürlich nicht die größte Überraschung. (Einer der Gaststars muss es ja sein. ;) ) Aber auch dessen Ableben ist gut inszeniert und glaubhaft, er ist kein schablonenhafter Bösewicht ohne überzeugenden Antrieb, sondern hat sich aus seiner Machtgier heraus mit dem wahren Gegner verbündet. Schließlich hat ihm der Altpräsident eröffnet, dass er nicht zum Nachfolger gekürt werden soll. Ergo Attentat.


    Der eigentliche Bösewicht ist der Master. Und eigentlich das unspannendste an der ganzen Geschichte. Sein halbverwester Look geht halbwegs in Ordnung, auch sein Auftreten und der Masterplan sind akzeptabel, aber im Vergleich zu allem Anderen fallen die Szenen mit ihm doch deutlich ab.


    Dafür wird man mit unglaublich viel Continuity-Häppchen gefüttert. Die zwölf Regenerationen, Rassilon mit all seinen Goodies (Schal, Schlüssel etc.) und das Eye of Harmony werden eingeführt. Toll!


    Super geschrieben, tolle Dialoge, coole Kostüme, schöne Aufnahmen, spannend und clever - hat alles, was Fernsehen haben soll. Da fällt´s nicht mal auf, dass dem Doctor kein Companion zur Seite steht. Eindeutig die Höchstnote von mir.

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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    3 Mal editiert, zuletzt von Pascal ()

  • ich schau grad die 2. Folge davon und hab eine blöde Frage, kann mir wer erklären wieso da Leute sterben und nicht regeneraten? Das is Gallifrey dass sin doch alles Timelords ???????????????

  • Time Lord ist ein akademischer Titel, den man erlangen kann, in dem man zu Universität geht und bei dem eine umfangreiche physikalische Änderung beinhaltet ist. Das zweite Herz und eben die Fähigkeit sich zu regenerieren. Das heißt aber nicht, dass jeder Gallifreyaner auch ein Time Lord ist.
    Wobei ich aber nicht sagen kann, wie das jetzt hier in Deadly Assassin ist. Eigentlich hatte ich da auch den Eindruck, dass dies richtige Time Lords sein müssten, allerdings ist es schon ne Weile her, dass ich die Folge gesehen habe.

  • Time Lord ist ein akademischer Titel, den man erlangen kann, in dem man zu Universität geht und bei dem eine umfangreiche physikalische Änderung beinhaltet ist. Das zweite Herz und eben die Fähigkeit sich zu regenerieren. Das heißt aber nicht, dass jeder Gallifreyaner auch ein Time Lord ist.
    Wobei ich aber nicht sagen kann, wie das jetzt hier in Deadly Assassin ist. Eigentlich hatte ich da auch den Eindruck, dass dies richtige Time Lords sein müssten, allerdings ist es schon ne Weile her, dass ich die Folge gesehen habe.


    Also da stirbt ein Journalist und der Präsident, gut dem journalisten habn sie noch gsagt seine Zeit auf der Akademie war Zeitverschwendung der hats dann wohl nicht richtig gelernt, aber der Präsident müsst ja wohl ein erfahrener Time Lord sein :?: naja dann gings bei dem wohl zu schnell thx für die Antwort

  • Ich dachte eher, dass der Master bzw. Goth eine Waffe benutzt, die Regeneration verhindert? Sind doch auch alles bloß chemische Abläufe, also gibt es da bestimmt etwas, dass Regeneration hemmt, ausschaltet. Und wer sollte sowas entiwckeln können, wenn nicht die Timelords selbst, die ja schließlich wissen, wie Regeneration funktioniert.


    Entweder das, oder die unglücklichen waren einfach schon bei ihrem letzten Leben angelangt. ;)

  • Time Lord ist ein akademischer Titel, den man erlangen kann, in dem man zu Universität geht und bei dem eine umfangreiche physikalische Änderung beinhaltet ist. Das zweite Herz und eben die Fähigkeit sich zu regenerieren. Das heißt aber nicht, dass jeder Gallifreyaner auch ein Time Lord ist.


    Ist das wirklich so eindeutig? Mein Eindruck war, dass sich die Serie nie so genau festgelegt hat, was denn - wenn überhaupt -der Unterschied zwischen einem Timelord und einem Gallifreyan ist. Aus welcher/n Geschichte(n) ergibt sich das? Auch der Wiki-Eintrag legt sich keineswegs fest und geht sogar davon aus, dass alle auf Gallifrey mit zwei Herzen geboren werden.

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Ist das wirklich so eindeutig?

    Eigentlich schon, wobei mir gerade spontan nicht einfallen will, welche Geschichten alle darauf hinweisen. Gehört für mich aber zum Grundwissen dazu: Es gibt die Gallifreyaner und eine Kaste von Time Lords, welche eben durch das Studium zu "Time Lords" werden.

    Aus welcher/n Geschichte(n) ergibt sich das?

    Wie gesagt, fällt mir gerade spontan auch nicht ein, zieht sich aber quer durch alle Medien, also Fernsehfolgen, Bücher und Audios.

    Auch der Wiki-Eintrag legt sich keineswegs fest und geht sogar davon aus, dass alle auf Gallifrey mit zwei Herzen geboren werden.

    Gerade das zeigt wieder zwei Dinge (welche leider aufeinander aufbauen): Man sollte Wikis tatsächlich nicht immer trauen und zweitens erzählt die neue Serie in vielen ihrer Folgen einfach nur absoluten Stuß, welcher allen vorhergegangenen Folgen (seit 1963) komplett widerspricht und nicht mal ansatzweise eine sinnvolle Weiterentwicklung ist. Der Hartnell-Doctor hatte ein Herz. Erst später kam das zweite dazu.

    Dies ist kein Kuschelforum. Dies ist DrWho.de



    "Dann nehmt ihn mit, sperrt ihn ins Hinterzimmer und lasst ihn da bloß nie wieder raus!"

  • Eigentlich schon, wobei mir gerade spontan nicht einfallen will, welche Geschichten alle darauf hinweisen. Gehört für mich aber zum Grundwissen dazu: Es gibt die Gallifreyaner und eine Kaste von Time Lords, welche eben durch das Studium zu "Time Lords" werden.

    Tut mir leid, aber für mich ist der Unterschied auch neu. Ich kenne inzwischen einige Classic-Folgen und wußte nicht, daß es einen Unterschied zwischen Gallifreyaner und Time Lords gibt. Kann mich nicht erinnern, daß der mal irgendwo erwähnt wird.
    Mal ganz abgesehen davon, sich ein zweites Herz anzustudieren.


    und zweitens erzählt die neue Serie in vielen ihrer Folgen einfach nur absoluten Stuß, welcher allen vorhergegangenen Folgen (seit 1963) komplett widerspricht und nicht mal ansatzweise eine sinnvolle Weiterentwicklung ist. Der Hartnell-Doctor hatte ein Herz. Erst später kam das zweite dazu.

    Was widerspricht denn der Classic-Serie? Der Doctor ist immer noch ein Time Lord mit zwei Herzen und der Fähigkeit zur Regeneration.
    Gut, die Entstehung der Cybermen ist neu, aber die Entstehung der Daleks stimmt in "Genesis of the Daleks" auch nicht mit der in "The Daleks" überein.
    Genauso gut könntest Du sagen, daß sich die Serie seit dem zweiten Doctor widerspricht, weil der Doctor eigentlich nur ein Herz hat.


    Gerade bei "The deadly Assassin" fällt doch auf, daß sich die Time Lords nicht regenerieren. Auch ein Fehler, wenn man's genau betrachtet.


    Ansonsten hat mir die Folge ganz gut gefallen. Wobei ich den Teil auf Gallifrey schlechter fand, die Jagd durch die Matrix war eindeutig der bessere Teil dieser Episode. Ih tue mich generell schwer mit Folgen, die auf Gallifrey spielen. Die ganze Gesellschaft der Time Lords finde ich relativ langweilig, deswegen vermisse ich die auch in der neue Serie nicht.
    Der gejagte Doctor hat mir sehr gut gefallen, besonders die ganzen Gestalten, Clown, Samurai u.a.. Der Master sah natürlich etwas gewöhnungsbedürftig aus, wobei die Grundidee nicht schlecht war. Nur leider paßt die Darstellung des Masters so gar nicht zu der kultivierten Erscheinung von Robert Delgado. Aber was soll, John Simm hat mit Anthony Ainley auch nicht viel gemein. :)

  • Hallo, nochmal zur sehr müsigen Diskussion, warum die Leute hier sterben und nicht regenerieren... Die vermutlich richtige Antwort ist schon gefallen:

    Zitat

    Ich dachte eher, dass der Master bzw. Goth eine Waffe benutzt, die Regeneration verhindert?

    Wäre ja auch sehr traurig, wenn man als Timelord die Fähigkeit nicht besäße Waffen zu bauen die genau das tun... Wäre vermutlich sehr stressig für die Polizei... jeden Irren direkt 12 mal erschießen zu müssen ;) Oder erst bei Hinrichtungen... R:

  • Tut mir leid, aber für mich ist der Unterschied auch neu. Ich kenne inzwischen einige Classic-Folgen und wußte nicht, daß es einen Unterschied zwischen Gallifreyaner und Time Lords gibt. Kann mich nicht erinnern, daß der mal irgendwo erwähnt wird.


    Hm, aber zumindest bei den Outsidern von "The Invasion of Time" sollte doch aber deutlich sein, dass diese Gallifreyaner etwas völlig anderes als Time Lords sind? Es wird zwar nicht explizit gesagt, in wie weit die sich auch anatomisch (2 Herzen, etc.) von Time Lords unterscheiden, aber zumindest die Gesellschaftliche Kluft, die in der Folge dargestellt wurde, ist doch enorm

  • Hm, aber zumindest bei den Outsidern von "The Invasion of Time" sollte doch aber deutlich sein, dass diese Gallifreyaner etwas völlig anderes als Time Lords sind? Es wird zwar nicht explizit gesagt, in wie weit die sich auch anatomisch (2 Herzen, etc.) von Time Lords unterscheiden, aber zumindest die Gesellschaftliche Kluft, die in der Folge dargestellt wurde, ist doch enorm

    Gesellschaftliche Kluft und unterschiedliche Lebensauffassungen erklären aber noch keine anatomischen Veränderungen oder das Fehlen der Regnerationsfähigkeit. (Die Mormonen leben auch in einer eigenen Gesellschaft und haben trotzdem nur zwei Arme und eine Nase. ;) )
    Für mich war es, bis zu diesem Thread, nicht deutlich, daß es Unterschiede zwischen Otto-Normal-Gallifreybewohnern und Time Lords gibt. Ist halt nicht für jeden Grundwissen. Aber ich lerne gerne noch dazu. :20:

  • Gesellschaftliche Kluft und unterschiedliche Lebensauffassungen erklären aber noch keine anatomischen Veränderungen oder das Fehlen der Regnerationsfähigkeit. (Die Mormonen leben auch in einer eigenen Gesellschaft und haben trotzdem nur zwei Arme und eine Nase. ;) )
    Für mich war es, bis zu diesem Thread, nicht deutlich, daß es Unterschiede zwischen Otto-Normal-Gallifreybewohnern und Time Lords gibt. Ist halt nicht für jeden Grundwissen. Aber ich lerne gerne noch dazu. :20:


    Das habe ich ja auch gar nicht geschrieben. Über die zwei Herzen erfährt man da nichts, das habe ich ja eingeräumt. Ich hatte deine Posts weiter oben so verstanden, dass du davon ausgingest dass alle Gallifreyaner Time Lords sein, und noch keine Folge gesehen hättest, die etwas Gegenteiliges sagt. Da wollte ich nur Invasion of Time anführen als Beispiel für eine Folge, die eben etwas Gegenteiliges sagt ;)

  • Eigentlich schon, wobei mir gerade spontan nicht einfallen will, welche Geschichten alle darauf hinweisen. Gehört für mich aber zum Grundwissen dazu: Es gibt die Gallifreyaner und eine Kaste von Time Lords, welche eben durch das Studium zu "Time Lords" werden.


    Und Drax? Wird in Armageddon Factor eindeutig als Time Lord etabliert, gleichzeitig aber als Studienabbrecher?

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Die Regeneration kann sehr wohl verhindert werden. Außer beim Film-Doktor Nr. 7 zu Nr. 8 war es immer nötig, dass der Timelord noch lebendig war. Ist er bereits tot, kann die Regeneration nicht mehr einsetzen. Ein schneller Tot verhindert also die Regeneration. Das wird auch in NewWho bestätigt, als Nr. 10 in der alternativen Zeitlinie ertrinkt. Alle Tötungsverfahren, die z.B. beide Herzen gleichzeitig stoppen oder anderweitig zu einem kompletten Systemversagen führen, sind also auch für einen Timelord endgültig tötlich. Die Staser, die von der Polizei auf Gallifrey benutzt werden, scheinen genau diese Wirkung zu haben.


    Zur Folge: Irgendwie erscheint die Timelord-Gesellschaft wenig erstrebenswert. Der Doctor verhält sich ja auch oft eher widersprüchlich - einmal seuftzt er Gallifrey sehnsüchtig hinterher, ein anderermal schimpft er auf die Timelords, die ihn heuchlerischerweise die Drecksarbeit machen lassen. Dieses Bild wird in der Folge bestätigt. Obwohl sie doch eine so herausragende Zivilisation sind, nutzen sie Folter, es gibt die Todesstrafe, und die Politiker scheinen sich die Zeit in erster Linie mit Intrigen zu vertreiben. Die strengen Regeln sorgen für Stagnation und Langeweile, die alten, kaum hinterfragten Traditionen dafür, dass man sich mit der eigenen Technik nicht mehr auskennt. Die Folge macht umso verständlicher, warum sich der Doctor und einige andere Timelords lieber als Renegaten im Universum herumtreiben, statt auf diesem stagnierenden Planeten zu versauern.

  • Bösartige Ärzte mit Riesenspritzen, meuchelnde Mongolen, die ihn Abhänge runterfallen lassen, Krokodile, Gasmaskensoldaten, Augen im Felsen, Clowns unter dem Boden, Killervögel - eine surreale Bedrohung jagt die nächste.


    Nicht zu vergessen die große Gummispinne!! Ich habe mir fast in die Hosen gemacht. ;)



    Diese ganze Sequenz, die das Gros von Teil 2 und 3 ausmacht, ist optisch unglaublich gut, brutal, blutig und teilweise auch schön surreal.


    Die dazugehörige Doku erklärte bereits die Problematik ob man dies den kleinen Kinderchen zumaßen sollte. Fand ich jetzt auch ein wenig bedenklich (Goth will den Doctor ertrinken lassen).



    Time Lord ist ein akademischer Titel, den man erlangen kann, in dem man zu Universität geht und bei dem eine umfangreiche physikalische Änderung beinhaltet ist.


    Hier auf der Erde kann man zum "Master" (Studium) werden und trotzdem so aussehen wie vorher. :lach:



    Abgesehen davon... wer fix und überraschend erwischt wird, hat erst gar keine Zeit sich zu regenerieren. Zumindest, ehm, wenn man Pech hat.


    Hmm, der 7. Doctor wurde auch überrascht erschossen und überrascht zu tote operiert. Dann war eine Zeit lang tot und lag ruhig in der Gefrierkammer bis er dann regeneriert. Der damalige Produzent hatte wohl nicht drüber nachgedacht.

  • Das zweite Herz tauchte doch erst nach der ersten Regeneration auf, wenn ich mich recht entsinne. Wenn man das mal nicht als verspätete "wir müssen den Doktor irendwie mehr "Alien" machen - und wenn wir das schon nicht über das Aussehen tun können, dann eben per Innereien" sieht*, sondern als tatsächlichen Teil der Timelord-Entwicklung, dann ist es eine "Nebenwirkung" der ersten Regeneration... eine tatsächliche Veränderung während des Studiums ist also nicht nötig. Das zweite Herz wird sozusagen auf dem Webstuhl vorprogrammiert (weil mit Doppelherz geht alles besser ;)).


    *ist ja bei weitem nicht der einzige Fall, in dem schon existierende Charaktere in Fantasy-oder SciFi Serien später "aufgebessert" wurden oder aus Budgetgründen sparsamer ausgestattet werden mussten

  • Leider nur ein GUT von mir.


    Dabei ist eigentlich alles vorhanden, was zu einer Super-Folge gehört:

    • Der Doctor beweist, dass er keinen Companion nötig hat um seine Probleme zu lösen
    • Der juristische Dreh, sich als Präsident zu bewerben, um der Hinrichtung zu entgehen (politische/diplomatische Immunität gibt es ja auch in unserer Wirklichkeit und dass Verbrecher sich durch juristische Winkelzüge der Gerechtigkeit entziehen leider auch) war sowas von "doctorish" :thumbup:
    • Gute und überzugende Gastcharaktere
    • Die Jagd in der Marix
    • Der Plan des Masters
    • Die "Anpassung der Geschichtsschreibung"

    Aber es gibt Abzüge in der B-Note:

    • der Master ... er reicht einfach nicht an den Delgado-Master heran ... Und so "schön verwest" seine Maske war - hätte man ihm nicht einen beweglichen Mund gönnen können?
    • Gallifrey und seine Bewohner ... bis jetzt waren die immer so hochstehend/abgehoben/fast schon "aufgestiegen" (sorry für die Stargate-Begrifflichkeit), jetzt erscheinen sie wie irgend so eine x-beliebige Rasse von Außerirdischen, die "Aliens of the week"
    • es erscheint mir ein Fehler zu sein, dass sich gar niemand n den Doctor und den Master erinnern kann. Der Doctor war scließlich mal ein "most wanted", zur Zeit seines Erd-Exils kam extra mal ein Timelord vorbei um ihn vor dem Master zu warnen und in "The Three Doctors" rettete der Doctor immerhin ganz Gallifrey vor dem Untergang. Auch wenn der Master ihn aus der Datenbank gelöscht hat, so müssten sich wenigstens ein paar Leute an ihn erinnern
  • Der Doctor beweist, dass er keinen Companion nötig hat um seine Probleme zu lösen

    Die Episode beweist aber, dass der Doktor einen Companion braucht um eine schlüssige Geschichte zu erzählen. Da der Companion meistens immer die Rolle des Watson oder Dummen übernimmt, fehlen hier eindeutig glaubwürdige Charaktere um die nötigen Information an den Zuschauer weiterzuleiten.


    Dieses "No Companion"-Experiment ist ja schön und gut, aber für eine Timelord-Geschichte bietet sich das einfach nicht an. Ich hatte sehr häufig das Gefühl, dass irgendwer irgendetwas eigentlich selbstverständliches (für Timelords bzw Galifrayen) erzählt. Es wirkt einfach komisch, wenn dem Doktor irgendwas typisch timelordiges Wissen erklärt werden muss und/oder die Timelords sich gegenseitig die Funktionsweise ihrer Geräte erklären müssen.

  • Es wirkt einfach komisch, wenn dem Doktor irgendwas typisch timelordiges Wissen erklärt werden muss und/oder die Timelords sich gegenseitig die Funktionsweise ihrer Geräte erklären müssen.

    Lass mich raten: Du bist kein CSI-Seher, oder? Denn da machen die Protagonisten die ganze Zeit nichts anderes, als sich gegenseitig zu erklären, was sie gerade machen ;)


    Und warum sollte der Doctur zB wissen, was es mit dieser Datenbank auf sich hat (um nur mal ein Beispiel rauszupicken)? Ich glaube nicht, dass jeder Timelord alles wissen muss, was nicht zu seinem Alltag, seinem Aufgabengebiet gehört.