21.4 Resurrection of the Daleks / Die Auferstehung der Daleks

  • Bewertung der Folge 21

    1. Schlecht (1) 5%
    2. Ausreichend (5) 24%
    3. Gut (10) 48%
    4. Durchschnitt (3) 14%
    5. Super (2) 10%


    Der fünfte Doctor, Tegan und Turlough geraten in einen Zeitkorridor und landen auf der guten alten Erde, London 1984. Dort erwartet sie allerdings ein unfreundlicher Empfang, die Daleks haben wieder mal garstige Dinge vor. Und kapern gleichzeitig in der Zukunft ein Gefängnisschiff mit einem sehr prominenten Insassen: Davros! Im Laufe der Geschehnisse wird der Doctor fast zum Äußersten getrieben...


    Die vierte Folge der 21. Staffel sollte ursprünglich Teil der 20. Staffel, in der das Jubiläum dadurch gefeiert wurde, dass in jeder Folge ein alter Feind zurückkehrte. Ein Streik der BBC-Elektriker verhinderte jedoch die Produktion dermaßen, dass The Return, wie die Folge damals noch hieß, um ein Jahr verschoben wurde. Aus den 425-Minütigen Episoden wurden 2 45-Minütigen gemacht, um eine zweiwöchige Absetzung der Serie wegen Olympia zu verhindern. Jeweils 7,3 und 8,0 Mio. Zuschauer sahen am 8. und 15. Februar 1984 die zwei Teilen – ein Erfolg, der Auswirkungen auf die nächste Staffel haben würde...


    Sonst zu dieser Zeit: Konstantin Tschernenko wird zum neuen Generalsekretär der KPdSU gewählt und die XIV. Olympische Winterspiele finden in Sarajevo, Jugoslawien statt. Die Briten Jayne Torville & Christopher Dean gewinnen mit 12 Mal die perfekte Note 6,0 Gold im Eistanz. Nummer Eins in Deutschland ist Nino di Angelo, mit "Jenseits von Eden; in Großbritannien liegen Frankie Goes To Hollywood mit "Relax" an der Spitze.
    ______


    Wow! Pessimistisch, düster und brutal. Und daher eine tolle Folge. 8)


    So weit weg von einer Kinderserie, wie´s nur denkbar ist. Im Zuge der vier Teile wird eine Figur nach dem anderen erschossen, erwürgt, in die Luft gesprengt, mit Killerviren angesteckt oder sonst auf irgend eine unerfreuliche Art und Weise massakriert. Und wer überlebt, wählt den Freitod. Schon in der Anfangssequenz, in der ein paar Bobbies (in einem schönen Londoner Hafenset) gleich mal alles abknallen, was ihnen entgegensteht, wird schnell klar, dass "Resurrection" keine Gefangenen macht. Selbst so sympathische Gastfiguren wie die tapfere Professor Laird (die sich aufopfernd um die verletzte Tegan kümmert) oder die bestimmte Ärztin Styles werden unvermittelt niedergemetzelt, ohne dass man dem Zuschauer auch nur eine Atempause gönnt.


    Hoffnung keimt so gut wie nie auf. Auch die überlebende Besatzung des von den Daleks gekaperten Schiffs sieht als einzige Perspektive die Selbstzerstörung des Schiffs. Und die Daleks selbst sind hier absolut keine Witzfiguren, sondern absolut tödlich und erbarmungslos. Wie es ja auch sein soll.


    Direkt an "Destiny" anknüpfend, erfahren wir, dass die Daleks den Krieg gegen die Movellans tatsächlich verloren haben - und zwar mittels eines Killervirus, der die Exterminierer fast ausgelöscht hat. Deshalb wenden sie sich wieder mal an ihren Schöpfer Davros, der ihnen zu neuer Stärke verhelfen soll. Gleichzeitig haben sie sich ein prächtiges Reservoir von Menschen-Duplikaten geschaffen, die auf der Erde schon wichtige Positionen unterwander haben.


    Einer dieser Duplikate ist Stein, der mit Abstand schillerndste Charakter dieser Geschichte. In den ersten zwei Teilen wird er als eher unwichtiger Flüchtling präsentiert, der nicht gerade mit Courage übergesegnet ist und daher vom Doctor stets zur Mithilfe neuerlich angespornt werden muss. Als sich dieser zwar feige, aber sympathische Kerl dann beim Cliffhanger zu Teil 3 als Agent der Daleks offenbart, ist das einer der gelungensten Überraschungen, die ich in Classic Who gesehen habe. In weiterer Folge ringt er mit der Konditionierung seiner Schöpfer, erst nach hartem - sehr glaubwürdig verkörperten - Kampf um sein eigenes Ich setzt sich seine menschliche Seite durch. Und macht letztlich den Daleks mit einer schönen gewaltigen Explosion den Garaus. ("Hello boys!. Just in time for the fun.") Tolle Figur und großartig gespielt! Und natürlich liebe ich die Flashbackszene mit allen Doctor-Inkarnationen und Companions, als Stein unseren Helden mit einer Gehirnwellenextrahierungsmaschine (ich nenn das mal so) quält.


    Der Doctor selbst zeigt hier neue Seiten. Greift zu Waffen und bringt schon am Anfang eigenhändig ein paar Daleks um. Gerade bei einem so netten Kerl wie dem Davison-Doctor äußerst ungewohnt, aber es funktioniert hier sehr gut. Als er dann im Finale beschließt, Davros endgültig zu erledigen ("Where are you going?" - "To kill him"), war ich mindestens so schockiert wie Tegan. ("Murder him?!").


    Die nachfolgende Konfrontation der beiden fand ich großartig, wirklich starke Dialoge, die sich mit dem berühmten Vorbild "Genesis of the Daleks" durchaus messen können. Und erstmals zeigt der Doctor, wie sehr er Davros und seine Kreationen verabscheut, ganz im Sinne der Ecclestone-Folge "Dalek". ("You talk like a deranged child, only of destruction." - "I´m not here as your prisoner, Davros, but your executioner." - "War is a universal way of life, Doctor. - Which I do NOT accept.") Und trotzdem war ich froh, dass sich der Doctor im Endeffekt wieder nicht zum Äußersten durchringen konnte, ein Kopfschuss wäre mir dann doch eindeutig zu heftig gewesen.


    Passend zum Grundton des Ganzen wird auch eine sehr harte Verabschiedung von Tegan geliefert. Der Schrecken dieser Folge hat die wortgewaltige Australierin derart mitgenommen, dass sie aussteigt. ("A lot of good people died today. I´m tired of it. Sick of it. It ´s stopped being fun, Doctor. Good Bye"). Der Doctor ist wie vom Donner gerührt, zuerst sprachlos, läuft ihr noch nach ("No, don´t leave, not like this!"), aber vergebens. ("I must, I´m sorry.") Tegan scheint es sich noch anders zu überlegen und kehrt zurück, aber - zu spät, die TARDIS ist weg. ("Brave heart, Tegan. I´ll miss you, Doctor.")


    Tolle Szene, die mich schwerst gepackt hat.


    Es gibt natürlich einige Kritikpunkte (die dummen grünen Kostüme, der plötzliche sinnfreie Entschluss der Daleks, Davros zu töten, ein überflüssiger und unsympathischer Turlough), aber insgesamt eine absolut großartige Folge, die daher natürlich die Höchstnote verdient. Auch wenn ich nicht ständig so düsteres Zeugs bei Doctor Who sehen wollte.


    Oh, und die Katze war ein guter Gag. :)

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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    Einmal editiert, zuletzt von Der tanzende Arzt ()

  • Nach eingehender Recherche im Doctor Who Fandom ;) , bzw. genauer gesagt unter Fans des Fünften Doktor, besonders zum Beispiel auf Livejournal, bin ich zu einem Schluss gekommen: Wer Caves of Androzani liebt mag Resurrection of the Daleks nicht, und wer Resurrection of the Daleks mag, liebt Caves of Androzani nicht. Warum das so ist hab ich noch nicht herausgefunden, aber zumindest auf mich trifft meine These auch zu.


    Die Folge ist nicht sonderlich gut. Ja, teilweise halte ich sie schreiberlich sogar für eine Katastrophe. Besonders schön dargestellt in der Szene, in der der Doktor Davros töten will. Überraschung: Der Doktor hat die Gehirnwäsche der Wachen gebrochen, ist frei, bewaffnet und bereit Davros umzunieten. Er hält ihm die Waffe unter die Nase und


    nichts passiert.


    Für 10 Minuten. Es gibt ein paar Schnitte hin zu den anderen Subplots, aber nichts passiert. Die stehen da einfach in dem Raum. Und irgendwann hört der Doktor ein Geräusch und verdrückt sich. Das ist nichtmal mehr antiklimatisch, denn sowas kann auch ein gutes schreiberliches Mittel sein, nein, die Szene verursacht bei mir nur fassungloses Kopf schütteln. Ist ja nicht so, dass die Unterhaltung zwischen Doktor und Davros da jetzt so großartig war, dass man da diesen Abgang rechtfertigen könnte (dass man z.B. irgendwie nachvollziehen könnte, warum der Doktor kneift. Davros hat sich nicht wirklich bemüht ihm was auszureden). Nein, das war einfach mieseste Effekthascherei ohne Pointe. Und das nehm ich dem Autor übel. Gerade im Vergleich mit Genesis of the Daleks fällt das ganze extrem stark ab ;(


    (nebenbei hatte irgendwie das Gefühl, dass Davison in der Folge irgendwie schlecht drauf war? Ich weiß nicht wieso, aber das war weit von einer Höchstleistung entfernt. Kommt mir so bei keiner Folge vor und im Kommentar wird auch nichts erwähnt. hmm.)


    Apropos schreiberische Katastrophe: Ein hoher Bodycount schafft noch kein gutes Drama. Was kümmert es mich, dass Charaktere abgemetztelt werden, die ich nicht kenne, und von denen ich nicht weiß warum sie überhaupt da sind, was sie machen, usq. Das Tempo der Folge stimmt nicht und bis auf vielleicht Stein suche ich echte Charaktere vergeblich. Hey, die düstere Atmosphäre fand ich toll, aber es ist nur halb so effektiv, wenn der Zuschauer ewig lang nicht weiß, was vor sich geht.


    Dazu kommt, dass die Companions in dieser Folge noch nutzloser sind als sonst. Tegan legt sich für ein paar Folgen lang mit Kopfschmerzen hin, weil die Autoren für sie nichts zutun haben (wird ungefähr so auch im Audiokommentar zugegeben) und Turlough war sogar kompetenter als er noch versucht hat den Doktor umzubringen. Was macht er in dieser Folge außer sich zu verlaufen und ein paar mal paranoid über seine Schulter zu blicken? :cursing:



    Die Folge hatte aber auch gute Momente: Der Dalek, der aus dem Fenster fliegt; die Katze; und Terry Molloy als Davros. Ich liebe Molloys Davros, sogar mehr als das Original. Er verleiht diesem Irren einfach die perfekte Stimme. Es ist die reinste Freude ihm zu zu hören wie er sich in die nächste hsysterische Ekstase redet. :thumbup: Schließlich dann die Abschiedsszene von Tegan ist meiner Meinung nach die Beste, die ein Companion in der JNT Ära überhaupt bekommen hat. Die fand ich wirklich überzeugend und bewegend (und mit ihr trägt endlich eine Szene der wundervollen Atmosphäre Rechnung). Umso unglaublicher wenn man im Audiokommentar hört wie kurzfristig die Szene noch hintendran gehängt wurde.


    Und davon ab: ja, wie gesagt, diese magenumdrehende Atmosphäre, alles so düster wie geht. Das mochte ich. Wenn nur die Handlung auch was hergemacht hätte, dann wäre das ne tolle Folge geworden, aber so ... eher nicht. Nein danke. Viel Glück beim nächsten Versuch.

  • Ich hoffe, dass Deine These nicht stimmt, auf "Caves" freue ich mich schon lange. Und habe hohe Erwartungen. :)


    Mir ist klar, dass "Resurrection" eine handlungsmäßige Löcher hat. Vielleicht sinkt die Folge in meiner Bewertung auch, falls ich sie mir ein zweites Mal anschaue. Jetzt beim "Erstkontakt" hat mich aber nichts wahnsinnig gestört - bis auf den Umstand, dass die Daleks den kurz vorher noch wahnsinnig wichtigen Davros umbringen wollten.


    Ich fand Davison gut wie immer, seine Konfrontation mit Davros war für mich ein Highlight der Folge. Ich hab´s halt einfach so gesehen, dass er es letztendlich nicht über sich brachte, Davros das Hirn rauszublasen. Und damit kann ich gut leben, auch wenn es natürlich nicht zu seinem vorigen Entschluss passte.


    Im Gegensatz zu Dir mochte ich viele der hingemetzelten Charaktere, daher find ich das ganze schon effektiv. Aber ich habe auch gerade auf Outpost und dem Ratings Guide gelesen, dass die Folge vom kollektiven Fandom geächtet wird. (Von Androzani sowieso, aber die hassen den fünften Doctor ohnehin.) In dem Fall bin ich dann der einzige Fan dieser Folge, ein paar Geschmacksverwirrungen gestehe ich mir zu. :P

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Oh der einzige Fan bist du keineswegs. Wie gesagt, ich bin schon anderen Leuten begegnet die die Folge mochten und Outpost Gallifrey ist doch jetzt auch nicht das A und O des Universums. (Aber ich hoffe auch, dass meine These nicht stimmt, und du die Caves of Androzani genießen kannst. Ist meiner Meinung einfach nach die Beste *g* und sonst unterscheiden sich unsere Meinungen bei Folgen ja eigentlich auch nicht sooo stark von einander, wenn ich mich recht entsinne)


    Ich kann ja nachvollziehen, dass der Doktor auch Davros letztlich nicht kaltblütig abschießen wollte, aber da passt es einfach nicht wie man das inszeniert hat, dass man da wirklich so viel Zeit verstreichen lässt und dann der Doktor einfach so aus dem Raum wandelt, weil er draußen irgendwas hört. Das find ich einfach übel und fast schon Kundenverarschung. (und nur nochmal fürs Protokoll: ich mag Davison ;) )

  • Ich nicht, und meine Meinung zur Folge hab ich ja an dieser Stelle schon mal formuliert. Komme da größtenteils auf die gleichen Kritikpunkte wie Moogie. "Ressurection" ist zwar nicht die schlechteste Who-Folge, die ich bis jetzt sehen mußte, aber eben doch schon nah dran. Da erstaunt es mich schon, daß es tatsächlich mindestens einen Menschen auf der Welt gibt, der die Folge mag. "Mittelmäßig" würde ich als Einstufung noch durchgehen lassen, aber alles darüber...neeee ! ... Also echt mal jetzt...NEEEÄÄÄ ! Androzani "liebe" ich im übrigen auch nicht. Sie ist okay; keine Knallerfolge, die man bei einer Regeneration erwartet, aber doch halbwegs nett.

  • Wenn ich mir Deinen Header so ansehe, scheinst Du Dich ja seit Deinem Beitrag nicht wirklich mit Peter Davison angefreundet zu haben. :)


    Bei mir ist das halt völlig entgegengesetzt, vielleicht macht mich meine Vorliebe für den fünften Doctor auch wirklich etwas "betriebsblind." Ich seh die ganzen Kritikpunkte mit den Logiklöchern voll und ganz ein, aber es gibt nun mal subjektiv Absurditäten und Dummheiten, die einen aus einer Geschichte rausreißen (wie beispielsweise der ganze "Trial") und solche, die man objektiv als "Fehler" erkennt (beispielsweise "Turn Left"), einen aber nicht stören. Und letzteres ist hier bei mir der Fall. Das zum "schlechtesten Set aller Zeiten" gewählte Lagerhaus fand ich übrigens ziemlich gut, wie so ziemlich alle Szenen auf der Erde. Tegans Fluchtversuch fand ich völlig in Ordnung. Vor allem die Erschießung des völlig unbeteiligten Fischers war ein starker Moment.


    Und ich bin nicht mal der einzige Mensch auf der Welt, der "Resurrection" mag. Irgendjemand hat für "Gut" gestimmt. :P


    Dafür weiß ich jetzt schon, dass ich "Revelations" sicher nicht sonderlich mögen werde. ;)

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  • Schlechtestes Set aller Zeiten? Also die Sets fand ich eigentlich gut? :/ Da stimme ich dir also sogar zu *g*


    Und jaaaa, Revelation of the Daleks ist noch mal ne ganze Stufe schlechter als Resurrection. Allein dieser DJ ... :cursing: Da freu dich mal nicht drauf *g*


    Armer Terry Molloy. Ich mag seinen Davros, aber die TV Folgen die ich da bisher mit ihm kenne, sind wirklich nicht so meins. (Wobei Remembrance of the Daleks hab ich noch nicht gesehen. Das soll ganz gut sein)

  • Ich bezog mich auf Solus´ verlinkten Beitrag. Das Set wurde demnach zwar nicht zum schlechtesten, aber zumindest zum ödesten gewählt.


    Der beste Davros ist für mich übrigens - und ich geb es ungern zu - die Staffel 4 Version. (Was nicht heißen will, dass "Genesis" nicht zehntausend mal besser ist als "Journey´s End". ;) )

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  • Die Abstimmung fand natürlich nicht wirklich statt. ;) Ich sag auch nichts über das Aussehen der Raumstation, aber das Lagerhaus ist nun mal einfach häßlich und hätte höchstens 5 Minuten Sendezeit bekommen dürfen.


    Davros...ich finde er ist in allen verfilmten Episoden nach Genesis einfach immer zu kurz gekommen (in Revelation sogar im wahrsten Sinne des Wortes). Entweder hat er die Hälfte der Geschichte immer verschlafen oder hatte einfach nicht viel zu tun, und dazu dann noch die Daleks, die natürlich sofort alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Deshalb müßte eine zukünftige Davrosfolge am besten so gestrickt sein, daß der sympathische Rollstuhlfahrer wie in Genesis genug Screentime ohne Daleks bekommt. ICH würde ihm ja sogar eine komplett daleklose Geschichte verpassen. Nur wahrscheinlich wäre selbst Moffat nicht stark genug der Versuchung zu widerstehen, die Figur Davros zu verwenden ohne die Daleks mit einzubringen, sodaß der Arme dazu verflucht ist, für immer im Schatten seiner eigenen Kreation zu stehen. Schade drum.

  • Der vierte Davros. Ja Julian Bleach hat seine Sache auch gut gemacht. Wobei er auch mehr an dem allerersten Davros dran ist, von der Art der Darstellung her, als Terry Molloy. Aber da ist nichts verkehrt dran. (nur hatte Bleach mit seiner Folge noch mehr Pech als Molloy mit den drei :D )


    Nochmal zum Lagerhaus: wie soll denn ein "schönes" Lagerhaus bitte aussehen? Also ich fands absolut zweckdienlich. Es ist halt ein Lagerhaus. Die sind nunmal öde. Dann hätte man sich vielleicht eher direkt dagegen entscheiden sollen ein Lagerhaus-set haben zu wollen. ?(

  • Nochmal zum Lagerhaus: wie soll denn ein "schönes" Lagerhaus bitte aussehen? Also ich fands absolut zweckdienlich. Es ist halt ein Lagerhaus. Die sind nunmal öde. Dann hätte man sich vielleicht eher direkt dagegen entscheiden sollen ein Lagerhaus-set haben zu wollen. ?(


    Also die Lagerhäuser die ich so kenne haben keine Ecken in denen in Erdhügelchen Metallzylinder verbuddelt sind :D Die eine Bühne wo die Daleks am Virus krepiert sind war ja auch okay, das Äußere sowieso, aber die Szenerie mit Tegans Trage und dem Vorhang hätte alles und nichts sein können, ähnliche Sets gab es in vielen Folgen. Typisch für ein irdisches Lagergebäude des Jahres 1984 war es jedenfalls nicht.





    Mir war diese Folge jetzt endgültig zu wirr, unzusammenhängend und launisch. Keine der vier auftretenden Parteien weiss so richtig was sie will und wie sie es erreichen kann, was dann zu besonders glorreichen Szenen führt wie dass keiner der vier überlebenden Wächter genau weiss wie seine Station zu zerstören ist... Ehhh hallo? Offizier der Wache und das kennt er nicht sondern lässt es die Quotenfrau der Mannschaft erledigen?
    Viel zu viele der Szenen scheinen nur dazu gedreht worden sein um die Zeit langsamer vergehen zu lassen bis Davros und der Supreme Dalek sich gegenseitig an die Gurgel gehen, es wird mal wieder gefangen genommen, geflohen und erneut gefangen genommen dass es eine wahre Pracht ist. Dreifach schneller abgespielt sieht es sicher aus wie eine Folge von Benny Hill - nur ohne Gorilla.
    Den Moment wo der Doktor ohne jeden Grund und jede Motivation Davros erst bedroht und dann doch nicht erschiesst hat Moogie ja schon genannt, ich fand aber auch die Szene schlimm wo die Wachleute der Gefängnisstation als Daleksöldner verkleidet Turlough gefangen nehmen oder das ganze Hin und Hergehampel mit der Brillenträgerin im Erdlagerhaus.
    Davros selbst mag für Kenner der ganzen Serie eine nette Erinnerung gewesen sein, für mich war es sein erster Auftritt und weder maske noch die Stimme noch die Wutausbrüche haben mich wirklich für den armen Irren einnehmen können. Wegsperren und Schlüssel wegwerfen ist wirklich die genau richtige Strafe für so ein Aas. Nur dass dann die Wachmannschaft bitte in der Lage sein sollte so eine Befreiung verhindern zu können, sonst verliert es enorm am Reiz seine gefährlichen Gegner so zu bestrafen. So ein bisschen wie bei Batman und dem mit Drehtüren als Ausgang versehenen Arkham Irrenhaus. ;)


    Wobei ich sagen muss: wie bei den meisten Dr Who Folgen die ich jetzt gesehen habe ist der Plot an sich wenn man ihn ohne die genauen Szenen und Dialoge der Folge zusammenfasst schon brauchbar. Davros durch Söldner befreien zu lassen, weil die Daleks genau betrachtet so ziemlich unfähig sind, ist eine gute Idee und die Motivation mit dem Virus lass ich mir auch noch gefallen. Die Umsetzung mit zu viel quälend-quäkenden Vocoderstimmen und hahnebüchenen Häufungen von Verfolgungsszenen Gefangennahmen und Fluchten hingegen ist glatter Müll.
    Für die positiven Momente wie das Schiffsmodell, das mir gefiel, die Kulissen und Kostüme die (bis auf Lord Helmchens Elite Dalekgarde vom Karnevalsverein Davros 05) schöner als gewohnt waren und die halbwegs netten Gastdarsteller (ja selbst der arrogante Söldnerführer hatte was) gibts einen Ehrenpunkt, aber "Durchschnitt" ist es leider nicht mehr geworden, es schneidet eins schlechter ab.

  • O weh, einer nach dem anderen fällt heimtückisch über mich her und tritt diese tolle Folge verbal in den Dreck. Ich fühle mich immer geschmackloser. :baeh:


    Wenn sich nicht bald jemand als Fan von "Resurrection" outet, muss ich mir wohl die berechtigte Frage stellen, ob ich beim Anschaun betrunken war. :redface:

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • O weh, einer nach dem anderen fällt heimtückisch über mich her und tritt diese tolle Folge verbal in den Dreck. Ich fühle mich immer geschmackloser. :baeh:


    Rotte dich mit Colin zusammen ;) der hat doch schon in seiner ersten Folge als Doc so einen ähnlichen Ausbruch...


    Zitat

    Wenn sich nicht bald jemand als Fan von "Resurrection" outet, muss ich mir wohl die berechtigte Frage stellen, ob ich beim Anschaun betrunken war. :redface:


    Nimms nicht so übel, bitte. Es hat sicher jeder seine Folgen die NUR er mag und der Rest der Whowelt absolut verabscheut. Ich finde ja zumindest Twin Dilemma nicht unerträglich mies, während das sonst Forums-Tenor zu sein scheint.


    Aber ich kann mich einfach nicht in Sätzen wie dem, dass Tegans Abschied bewegend und würdig gemacht worden sei, wiederfinden. Für mich hat kein einziger Companion der Davison Ära einen vernünftigen Abschied bekommen und das beste war fast noch Turlough, der fast ohne Worte und damit auch mit deutlich weniger Pathos und sichtlich falschen Tränen auskam. (Wobei das einzige, was mich mehr verblüfft als die Beliebigkeit mit der er seine Companions gehen lässt, die Art ist, in der er sie aufsammelt :D). Wenn man diese Szene mag, findet man sicher etliche Dinge an Resurrection, die einem gut gefallen können.

  • Nimms nicht so übel, bitte. Es hat sicher jeder seine Folgen die NUR er mag und der Rest der Whowelt absolut verabscheut. Ich finde ja zumindest Twin Dilemma nicht unerträglich mies, während das sonst Forums-Tenor zu sein scheint.


    Ich muss mir wieder mal merken, dass Sachen, die man so dahinschreibt, in einem Forum auch dann ernst genommen werden, wenn ich´s nicht ernst gemeint habe. :)


    Ich nehme es wirklich niemandem übel, wenn er Folgen nicht mag, die mir gefallen. Ganz im Gegenteil, Threads wie dieser hier sind wesentlich unterhaltsamer als die "Ich find´s auch gut. - Genau! - Ganz meine Meinung.!"-Sparte.


    Und für meinen schlechten Geschmack entschuldige ich mich sowieso nicht, ich mag ja auch Tennant und sogar "Planet of the Dead". :P

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  • Ich muss mir wieder mal merken, dass Sachen, die man so dahinschreibt, in einem Forum auch dann ernst genommen werden, wenn ich´s nicht ernst gemeint habe. :)


    Dito.
    Sieh es mehr als: Kritik-Sandwich ;) Besänftigung, Entsetzter Aufschrei, neuerliche Besänftigung :D


    Zitat

    Und für meinen schlechten Geschmack entschuldige ich mich sowieso nicht, ich mag ja auch Tennant und sogar "Planet of the Dead". :P


    Ach, wenn man sich auch noch für seinen schlechten Geschmack entschuldigen müsste, käme man als Scifi-Fan ja gar nicht mehr aus dem Kotau hinaus... Was haben wir denn sonst als den Spaß am Bizarren? :)

  • Zunächst hoffe ich wirklich, dass Moogie hier auch bei mir falsch liegt. Ich habe Ressurrection of the Daleks wirklich gerne angesehen, und auf Caves of Androzani habe ich hohe Erwartungen. Und wenn Moogie tatsächlich recht hat, dann werde ich wohl eine gewaltige Enttäuschung erleben.


    Ich habe selten eine so düstere und unheimliche Folge gesehen, es gab wirklich nichts Fröhliches und kaum Komik. Dafür gab es jede Menge Brutaliät und Tod. Dalekgeschichten müssen wohl so sein. Aber diese Atmosphäre hat mich auch überzeugt und bei der Stange gehalten.


    Doctor Who in dieser Ära ist in seinen schlimmsten Momenten unglaublich konfus, blutleer und trocken und sieht auch noch schlimm aus. Das alles trifft auf diese Geschichte nicht zu. Ich persönlich finde Eric Saward im Bonusmaterial ja eher unsympathisch, aber dafür kann er offenbar schwungvoll Geschichten schreiben und gute Charaktere entwickeln. Und dies sind die beiden Stärken in dieser Folge.


    Die Schiffcrew jedenfalls hat mich überzeugt, besonders Styles, die resignierte und zynische Ärztin, die sich als Märtyrerin entpuppt und als erste auf die Idee kommt, den Selbstzerstörungsmechanismus auszulösen (Wenn wir schon sterben, dann soll es für etwas gut sein). Besonders hat mir ihr Galgenhumor gefallen.


    George Lytton beeindruckte mich als eiskalter Söldner, der ohne jede Regung die Anweisungen der Daleks ausführte oder mit ihnen diskutierte. Der machte zwar wenig, wirkte aber gerade dadurch so unheimlich. Ein skrupelloser Killer.


    Stein, der so tapfer um sein Selbst kämpfte, nur um sich dann selbst zu opfern, wusste auch mich zu beeindrucken. Und die Wendungen in seiner Geschichte kamen auch für mich überraschen, zuerst ein Feigling, dann ein Bösewicht, am Ende auch ein Märtyrer (auch wenn es etwas komisch war, dass seine Leiche genau auf den Selbstzerstörungshebel fiel).


    Die Geschichte um Davros und den Daleks war für mich nun tatsächlich etwas konfus. Aber es war schon spannend, wie die Daleks und ihr Schöpfer versuchten, sich gegenseitig über das Ohr zu hausen. Die Agenda der Daleks hätte für mich ruhig etwas kürzer sein können. Vielleicht hätten sie etwas mehr Erfolg gehabt, wenn sie nicht zur gleichen Zeit daran arbeiteten, Davros für ihre Zwecke einzuspannen ohne von ihm vereinnahmt zu werden, ein Gegenmittel gegen das Movellan-Virus zu finden, Dalek-Duplikate auf der Erde zu platzieren und ein Attentat auf den High Council von Gallifrey zu planen.


    Davros wusste natürlich zu beeindrucken in seinen Reden, wenn er freundlch und leise anfängt und sich hochsteigert zur hasserfüllten Hysterie. So soll er sein.


    Die Daleks selbst waren auch effektiv als ruchlose Killer. Allerdings sind sie auch auch Meister darin, das Offekundige festzustellen. Von "This is the Doctor, we must destroy him" bis "my vision is unpaired, i cannot see" wurde aber auch keine Plattheit ausgelassen. Aber diese stumpfsinnigen Dalekdialoge sind vermutlich Tradition, und an Traditionen pfuscht man nicht herum.


    Was die Stammbesatzung angeht. Wie Turlough es schaffte, in den Timecorridor auf das Dalekschiff zu kommen, werde ich wohl nicht mehr verstehen. Dort konnte er beim Zusammentreffen mit der Schiffsbesatzung des Gefangenentransports wieder schön seine Feigheit ausleben. Und er hat dabei durchaus überzeugend argumentiert.


    Der Doctor musst dann natürlich Turlough hinterher auf das Dalekschiff. Dabei wurde er gefangengenommen, was dann direkt zur obligatoren Doctor-Folter-Szene führte. Nur wenig mehr verabscheue ich mehr als Doctor-Folter-Szenen. Aber hier kam es nicht so schlimm. Der Doctor wurde zwar auf eine Pritsche gelegt, aber während der ganzen Zeit überzog die anwesenden Daleks mit Hohn und Spott. Und er versuchte Stein wieder umzudrehen. Das ging also verhältnismäßig glatt über die Bühne. Natürlich gab es dann doch Geschrei, aber das ging ja auch vorbei.


    Der stärkste Moment war natürlich die Konfrontation mit Davros. Der Doctor ist zum Äußersten entschlossen und will Davros töten. Es entspinnt sich ein Dialog, in dem Davros den Doctor als Feigling bezeichnet. Ich habe mich auch gefragt, warum der jetzt nicht einfach losschießt. Und auch gewundert, warum ausgerechnet hier nicht. Der Doctor hat doch bisher auch nicht lang gefackelt, wenn Feinde einfach getötet werden mussten. Auf der anderen Seite kann ich es verstehen, wenn der Doctor es nicht über sich bringt, einen scheinbar hilflosen Rollstuhlfahrer über den Haufen zu schießen. Am Ende muss der Doctor einfach von dem Plan Abstand nehmen, weil er woanders gebraucht wird. Und hinterher führte er den Plan ja doch aus, indem er das Virus verbreitete.


    Was den Abschied von Tegan angeht, so muss ich sagen, dass ich davon einfach enttäuscht bin. Ich halte diesen Abgang für völlig missraten. Jetzt hatte Tegan die ersten beiden Episoden sowieso nicht viel zu tun, sie wurde auf einer Liege geparkt. Hinterher sorgte sie dafür, dass der Doctor das Virus zur Hand hatte. Soweit ging alles in Ordnung.


    Am Ende dieses grimmigen Abenteuers sagte sie zum Doctor unter Tränen, dass dies zuviel für sie war und das alles nicht mehr ertrüge. Was mich daran stört: Ich habe den Eindruck, sie machte dies dem Doctor zum Vorwurf, und das konnte sie eigentlich nicht mehr denken. Es ist wie ein Rückfall in ihre nörgeligenAnfangszeiten, in denen der Doctor auch an allem schuld ist. Nur das jetzt die Komik und damit der Charme fehlten. Was noch schlimmer ist, der Doctor zog sich diesen Schuh auch noch an. Und dieses it stopped being fun? Ja, wann hat sie überhaupt mal Spaß gehabt, abgesehen von Black Orchid. Ansonsten war sie doch die ganze Zeit in lebensgefährlcihen und unübersichtlichen Situationen.


    Ich finde diesen Abschied völlig unmotiviert und nicht nachvollziehbar. Und mir kommt er schreiberisch wie ein Verrat vor an Tegan, die etwas Besseres verdient hat.


    Abgesehen von dieser wirklich dicken Kröte, die ich das schlucken musste, war ich aber wirklich zufrieden. Darum gebe ich der Folge ein Gut.

  • Zunächst hoffe ich wirklich, dass Moogie hier auch bei mir falsch liegt. Ich habe Ressurrection of the Daleks wirklich gerne angesehen, und auf Caves of Androzani habe ich hohe Erwartungen. Und wenn Moogie tatsächlich recht hat, dann werde ich wohl eine gewaltige Enttäuschung erleben.


    Moogie hat nicht recht. Nachdem ich das hier super fand, und Caves of Androzani so ungefähr der Heilige Gral für mich ist, solltest Du Dir keine Sorgen machen. :)


    Ich habe selten eine so düstere und unheimliche Folge gesehen, es gab wirklich nichts Fröhliches und kaum Komik. Dafür gab es jede Menge Brutaliät und Tod. Dalekgeschichten müssen wohl so sein. Aber diese Atmosphäre hat mich auch überzeugt und bei der Stange gehalten. Doctor Who in dieser Ära ist in seinen schlimmsten Momenten unglaublich konfus, blutleer und trocken und sieht auch noch schlimm aus. Das alles trifft auf diese Geschichte nicht zu. Ich persönlich finde Eric Saward im Bonusmaterial ja eher unsympathisch, aber dafür kann er offenbar schwungvoll Geschichten schreiben und gute Charaktere entwickeln. Und dies sind die beiden Stärken in dieser Folge.


    Ich bin froh, dass ich doch nicht der einzige Mensch bin, der Resurrection gut findet. ;)Auch mich haben die düstere Stimmung der Folge, die schöne Regie und die Charaktere einfach überzeugt, Plotlöcher fallen bei mir dann nicht mehr so ins Gewicht. Und ja, Eric Saward ist der größte Unsympath, der auf den Featurettes zu finden ist. Am unmöglichsten finde ich ihn, wenn er über Colin Baker oder Turner herzieht.


    Man mag über Tegans plötzlichen Entschluss streiten können, aber wie das Ende zeigt, war das eine Kurzschluss-Reaktion, und das passt eigentllich schon zu Ms. "Zuerst reden, dann denken" Jovanka. Offensichtlich hat sie ihre Entscheidung ja gleich wieder bereut und wollte doch wieder mit. Außerdem hatte sie eine Kopfverletzung, das entschuldigt immer alles. :) Der fünfte Doctor wiederum ist in seiner dritten Staffel ja auch nicht mehr so ein richtig fröhlicher Kerl, da hat er mehr diesen "last good man in an evil universe"-Touch. Und dass er sich selbst Vorwürfe für die nicht gerade erfolgreichen Ausgänge seiner Abenteuer macht, wurde ja auch in Warriors of the Deep deutlich.


    Vielleicht war es auch Tegans Schock über die Bereitschaft des sonst so sanftmütigen Doctors, Davros zu töten, der sie zum Abgang bewegte. Vielleicht wollte sie ihn nicht mehr weiter begleiten, weil sie fürchtete, dass er es beim nächsten Mal nicht mehr bei der Androhung belassen würde und sie einen mordenden Doctor einfach nicht erleben wollte.


    Oder kurz gesagt: Ich mag diesen Abschied sehr, einer der besseren Companion-Farewells.

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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  • Ich bin froh, dass ich doch nicht der einzige Mensch bin, der Resurrection gut findet. ;)Auch mich haben die düstere Stimmung der Folge, die schöne Regie und die Charaktere einfach überzeugt, Plotlöcher fallen bei mir dann nicht mehr so ins Gewicht. Und ja, Eric Saward ist der größte Unsympath, der auf den Featurettes zu finden ist. Am unmöglichsten finde ich ihn, wenn er über Colin Baker oder Turner herzieht.


    Die Logiklöcher sind hier schon gewaltig, aber ansonsten wurde das ja mit Tempo und Schwung in Szene gesetzt. Also konnte ich darüber auch hinwegsehen. Ok, da ist natürlich auch ein Fünfter-Doctor-Bonus bei, der mich etwas gnädiger stimmt. Das Herumziehen über JNT finde ich unfein, das hat etwas von Nachtreten. Aber Sawards Geschichten sind brauchbar gewesen. Vielleicht wäre es wirklich besser gewesen, wenn Saward sich mehr durchgesetzt hätte?



    Man mag über Tegans plötzlichen Entschluss streiten können, aber wie das Ende zeigt, war das eine Kurzschluss-Reaktion, und das passt eigentllich schon zu Ms. "Zuerst reden, dann denken" Jovanka. Offensichtlich hat sie ihre Entscheidung ja gleich wieder bereut und wollte doch wieder mit. Außerdem hatte sie eine Kopfverletzung, das entschuldigt immer alles. :) Der fünfte Doctor wiederum ist in seiner dritten Staffel ja auch nicht mehr so ein richtig fröhlicher Kerl, da hat er mehr diesen "last good man in an evil universe"-Touch. Und dass er sich selbst Vorwürfe für die nicht gerade erfolgreichen Ausgänge seiner Abenteuer macht, wurde ja auch in Warriors of the Deep deutlich.


    Und dass sie sich alles innerhalb von drei Sekunden anders überlegt, hat mir auch nicht gefallen. Und wie der Doctor darauf reagiert, übrigens auch nicht. Er ist zwar bestürzt, macht aber auch nicht viel, um sie vom Gegenteil zu überzeugen. Und anstatt etwas zu warten, was da noch kommt, macht der Doctor den Abflug. Dabei sollte er Tegan doch kennen. Der Doctor wirkt hier verzagt, was er nicht verdient, und Tegan wirkt dumm, das musste auch nicht sein. Ein würdiger Abgang sieht für mich anders aus. Romana II hatte einen würdigen und souveränen Abgang.


    Vielleicht war es auch Tegans Schock über die Bereitschaft des sonst so sanftmütigen Doctors, Davros zu töten, der sie zum Abgang bewegte. Vielleicht wollte sie ihn nicht mehr weiter begleiten, weil sie fürchtete, dass er es beim nächsten Mal nicht mehr bei der Androhung belassen würde und sie einen mordenden Doctor einfach nicht erleben wollte.


    Der Doctor greift, wenn es sein muss, auch mal zum Äußersten, Tegan hat das auch schon erlebt. Und sie hat hier erlebt, dass er den Rollstuhlfahrer eben nicht über den Haufen geschossen hat. Dafür hat er ihn verseucht, was auch nicht besser ist. Zu Gunsten des Doctors kann nur angeführt werden, dass dies in erster Linie den Daleks galt, und er möglicherweise nicht wusste, dass auch Davros über den Jordan geht. Der Doctor kam hier nicht wie ein kaltblütiger Morder rüber, vielmehr war er auf dem Schiff zum Äußersten entschlossen, und hinterher sehr verzagt.


    Mir fehlt hier auch jede Wärme bei diesem Abschied. Ok, dass passte nicht zur Stimmung. Aber es musste doch nicht sein, dass Tegan heulend den Doctor anpflaumt, dann wegläuft, und der Doctor nur noch stammelt und dann so schnell wie möglich verschwindet. Mir hätte ein souveränerer und wärmerer Abgang für beide Seiten besser gefallen.


    Oder kurz gesagt: Ich mag diesen Abschied sehr, einer der besseren Companion-Farewells.

    Kurz gesagt: Ich mag dieses Farewell überhaupt nicht. :)

  • Um es gleich vorweg zu sagen, ich dand die Folge SUPER, so gut wie schon lange keine mehr ("The Five Doctors" mal ausgenommen, aber das war ja auch keine "normale Folge".


    Gleich zu beginn wird eine beklemmende Atmosphäre geschafen und die beiden schießfreudigen Bobbies waren ein echter kleiner Schock ... (und ich bin nicht so leicht zu schocken!)


    Die Gastcharaktere waren durch die Bank glaubwürdig, interessant und gut gespielt.


    Die Geschichte spielte zu verschiedenen Zeiten zu verschiedenen zeiten aber durch den Timetunnel standen alle Geschehnisse in einem dirkten Zusammenhang.


    Dass Stein eigentlich zu den "Bösen" gehörte war eine echte Überraschung und vorher nicht zu erahnen. Sein Kampf um sein eigenes ich und sein letztendlicher Sieg über seine Herren war dramatisch und auch überzeugend gespielt.


    Die Daleks waren so gut wie lange nicht mehr, herrlich böse und kein bisschen unfreiwillig komisch


    Davros war in seinem dritten Aufritt um ein vielfaches besser als in seinem zweiten und fast so gut wie bei seinem ersten Erscheinen. Ob es an en 90 Jahren auf Eis gelegen hat oder woran auch immer, er ist noch skrupelloser als in "Genesis of the Daleks", nicht mal seine "Kinder" die Daleks sind vor ihm sicher.


    Der Doctor erinnert sich an die Geschehnisse in "Genesis of the Daleks" und die verpasste Gelegenheit, ist bereit, diesmal abzudrücken ... nutzt dann aber bereitwillig die Gelegenheit, zu scheitern. Das war eine Charakterstudie, die zum Wesen besonders des doch sehr freundlichen fünften Doctor passt

    In dem Fall bin ich dann der einzige Fan dieser Folge, ein paar Geschmacksverwirrungen gestehe ich mir zu. :P

    Nachdem auch schon Lady Inazea sich als Mögerin der Folge bekannt hat, stoße ich als dritter Resurrection dazu. Wir drei gegen den Rest der Welt - als das "Trio des guten Geschmacks" :ninja:


    Mir war diese Folge jetzt endgültig zu wirr, unzusammenhängend und launisch.

    Wirr? Unzusammenhängend? Alles gehörte zusammen, war Teil des Ganzen. Das mochte ich sagar besonders an der Folge, man musste schon aufpasssen und ein wenig mitdenken, um den Faden nicht zu verlieren. Kein Popcorn-Kino, sondern schon ein realtiv anspruchsvoller SF-Film (jaja, ist 'ne Serie, aber das teil dauerte rund anderthalb Stunden, typische Filmlänge)


    jemand hat sich ja über die grünen Uniformen beschwert. Und der fünfte Doctor trat ja auf den Plan, um gegen die Konkurrenz von zB BuckRogers anukämpfen. Ich fand, dass was die Raumschiffmodelle und die Kostümierung angeht, man sich bei "Resurrection" bei damals aktuellen Qotenbringern angelehnt hat: das raumschiff erinnerte in Optik und Design an den guten alten Kampfstern Galactica, die grünen Uniformen an die imperialen Uniformen aus "Star Wars" und die weißen Uniformen könnten so in der Tat von Buck Rogers und der reizenden Wilma Deering getragen worden sein ... ein Schelm, wer böses dabei denkt :whistling:


    Oh, der Abschied von tegan kam für mich etwas unmotiviert, sie hat doch schon vorher viel unschönes mit dem Doctor erlebt. Aber interessant, dass sie ihm anscheinend doch an zumindest eines seiner herzen gewachsen ist, er war doch betrübt als sie ging ...

  • Wirr? Unzusammenhängend? Alles gehörte zusammen, war Teil des Ganzen. Das mochte ich sagar besonders an der Folge, man musste schon aufpasssen und ein wenig mitdenken, um den Faden nicht zu verlieren. Kein Popcorn-Kino, sondern schon ein realtiv anspruchsvoller SF-Film (jaja, ist 'ne Serie, aber das teil dauerte rund anderthalb Stunden, typische Filmlänge)


    Okay, ich kann problemlos damit leben, wenn jemand sagt dass er die Folge mag, die Szenen die mir nicht gefallen haben sogar genossen hat. Aber hier gehst du doch wohl ein klitzekleines bisschen zu weit.


    Dilletantische Raumsoldaten, planlose Timelords und zwei Dalekfraktionen deren Masterpläne sich permanent im Kreis drehen wie ein Brummkreisel machen doch kein empfehlenswertes Scifikino für intelligente Zuseher.
    Auf der Leinwand hat man für sowas den treffenden Begriff C-Movie und selbst für Doctor Who Verhältnisse hat sich das Zeitschinden und erstmal was zeigen, egal was hier sehr gehäuft und auf die Dauer jegliche Spannung (für mich jedenfalls) zerstört.


    Wenn "mitdenken" heissen soll, dass man sich die nicht vorhandenen Pläne der vier Parteien Doctor, Davros, Daleks und Dilletanten selbst im KOpf zusammenreimt, könntest du aber Recht haben, dann wird es vermutlich sogar SEHR gut.