2x08 - Aus dem Leben eines Toten (A Day in the Death [Part 3])

  • Tja nun, ich bin etwas unentschlossen, was diese Folge angeht.
    Die ersten 20 Minuten waren auf jeden Fall fein. Es wurde damit ja das nachgereicht, was eigentlich schon in der letzten Folge kommen hätte müssen, und man hat Owens Krise auch nicht so sehr überzogen, daß man als Zuschauer davon genervt war. Hatte ich im Vorfeld ja befürchtet gehabt.


    Natürlich logisch, daß die bis dahin vor sich hinplätschernde Nebenhandlung rund um eine außerirdische Energiequelle nun in den Vordergrund treten und letztendlich Owen wieder auf die Spur bringen würde, nur war die Ausführung dessen doch eher mangelhaft. Eigentlich ja nett, wieder jemanden herumschleichen zu sehen, nur gerade wie Owen die Wachen ausgeschaltet hat, war doch ziemlich lächerlich. Jeder normale Wachmann hätte sofort Verstärkung gerufen und notfalls geschossen, anstatt sich erst großartig Owens Schlechte-Nacht-Geschichten anzuhören. Aber nun gut, das wäre mal noch ertragbar gewesen, wenn die Auflösung des Ganzen nicht ein sterbender Opa gewesen wäre, der mit einer Musiksonde kuschelt. Diese ganze, viel zu lange Szene fand ich doch recht antiklimatisch, und der negative Eindruck wurde dann noch von zwei dicken Unglaubwürdigkeiten abgerundet. Owen kann nicht atmen ? Komisch, 10 Minuten vorher im Torchwoodlabor konnte er es noch laut und deutlich. Und Owen will Cardiff vor der Explosion retten, indem er die vermeindliche Bombe fest umklammert ? Toller Plan ! Aber klar, eigentlich wollte Owen auch nur noch selbst einmal mit der Sonde kuscheln, bevor alles zu Ende ist.
    Der Rest war dann auch nicht viel besser. Die Rahmenhandlung rund um die Selbstmörderin fing ja gut an (wobei auch wieder unglaubwürdig, daß 1. Owen ihr einfach mal alles über Torchwood erzählt, 2. sie das auch noch glaubt, und 3. am Ende Owen die Sonde immer noch im Rucksack hat), nur hat sich diese Story letztendlich kaum ausgezahlt. Daß es Owen wieder gut geht, nur weil das Artefakt keine Bombe, sondern eine Diskokugel war, ist genauso unglaubwürdig, wie daß die Frau sich auf Grund dieser Erkenntnis auch nicht mehr umbringen will. Autoren, denen es selbst zu gut geht, sollten keine Geschichten über Suizid schreiben !


    Letzter Kritikpunkt: Marthas Abgang. Man hätte das arme Mädchen ja zumindest mal nach hause fahren können, anstatt sie voll bepackt in die Dunkelheit zu entlassen. Würde mich nicht wundern, wenn sie in der nächsten DoctorWho-Staffel erzählt, daß sie auf dem Weg nach Hause noch überfallen wurde. Alles weg ! Geldbörse, Lippenstift, Handy, Unit-Arzt-Spezialausrüstung...


    Und sonst ? Sonst gibt es vielleicht noch ein paar lobende Worte loszuwerden. Die musikalische Untermalung der Folge war außerordentlich gut, Kamera und Regie ebenfalls. Die 70er-Disko-Effekte der Sonde waren vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber sonst befand sich die Folge handwerklich durchgängig auf einem sehr hohen Niveau.


    Alles in allem fand ich "A Day in the Death" trotz meiner Kritik ganz ordentlich. Sie enthielt viel Gutes, und daß dieses außerirdische Artefakt Owen wieder lebendig machen würde, wie ich es gegen Ende schon befürchtet hatte, ist ja glücklicherweise nicht eingetreten. Schade, daß die bis dahin nachvollziehbare Handlung dann im zweiten Teil dezent unrealistisch wurde, sonst hätte diese Folge vielleicht der Höhepunkt der Staffel werden können.


  • "A Day in the Death" war definitiv anders, aber nicht schlechter. Im Gegenteil. Für mich eine dieser Folgen, die man sich zwei-, dreimal anschauen muss, bevor man ihren Wert erkennt. Doch lässt man sich drauf ein, ist man von der Atmosphäre mitgenommen.

    Ich mochte diesen roten Faden mit Owen und Maggi. Er war gut erzählt, die Chemie zwischen den Beiden stimmte und der Kreis schloss sich zum Schluss. Auch die Dialoge und Szenen zwischen Owen und dem Rest des Teams waren eindringlich und sehr intensiv. Warum man ihn nun unbedingt zum coffee-boy degradieren musste, ist eine Sache, über die man streiten kann, aber sie gab Owen den Anlass, einmal kräftig um sich zu schlagen - auf alles und jeden. Auf Iantos Aufstieg im Team, auf Martha, die ihm den Job weg nimmt, auf Tosh, die nur jemanden sucht, der noch kaputter ist, als sie.


    Tja, die Geschichte um die mysteriöse Energiequelle. Tatsächlich keine große Sache, bzw. da war keine Geschichte. War aber auch nicht notwendig. Sie zeigt eben, dass sich TW nicht immer mit invasionierenden Sleepern, fleischliefernden Aliens und durchgeknallten Medizinern rumärgern muss, sondern dass es auch um das ganz langweilige, stupide Einsammeln von Alien-Artefakten geht. (Senden diese Aliens eigentlich alle Geräusche aus, die wie Walgesänge klingen?) Wichtig war nur, Owen wieder eine Aufgabe zukommen zu lassen. Die Idee Owens, eine Explosion der vermeintlichen Bombe durch festes Umklammern abzufangen, sich damit vielleicht zu erlösen und Tosh nochmal die Gelegenheit zu geben "I love you" ins Mikro zu säuseln, war tatsächlich etwas überflüssig und unglaubwürdig, dafür fand ich das Zusammenspiel Owens mit diesem armen alten Mann, der glaubt, dieser leuchtende Fahrradhelm hält ihn am Leben, eigentlich sehr gelungen und bewegend. Zwei Männer, die ihr Schicksal nicht akzeptieren wollen. Auch wenn das Zusammentreffen der Beiden etwas erzwungen wirkte.


    Etwas verwirrend war, dass Gwen jetzt schon Befehle und Aufgaben verteilt, obwohl Jack dabei ist. Zweitens kann ich mir nicht vorstellen, dass das Bedienen eines Kaffeevollautomaten so schwierig ist und drittens ein letztes Wort zu Martha. Warum war sie noch da? Viel hatte sie ja nicht mehr zu tun. Im Grunde hätte man sie schon am Anfang der Folge gehen lassen können. Ein schwarzeneggersches "I'll be back" zum Schluss wär noch ganz cool gewesen. Stattdessen gabs einen Schmatzer für Jack. Aber das gehört halt dazu.

  • Stimmt. Daß da Gwen plötzlich das Team leitete, fand ich auch etwas merkwürdig. Sollte wohl auf das aufbauen, was wir in der ersten Folge der zweiten Staffel erfahren haben, nur war das damals schon unglaubwürdig, daß gerade sie die Leitung übernommen hat, während Jack weg war, da muß man das nun nicht noch weiterspinnen.
    Und Martha hatte tatsächlich keine weitere Funktion als Owens festen Arbeitsplatz zu bedrohen. Da fragt man sich, wie weit die Scripte schon fertig geschrieben waren, als bekannt gegeben wurde, daß Martha in drei Folgen mitspielen soll. "Reset" war auf sie abgestimmt, aber schon in der letzten Folge hatte sie ja nicht so viel zu tun und wurde sogar für 1/4 der Folge kaltgestellt (weil zu wenig Zeit war, die Dialoge umzuschreiben ?). Alles in allem durfte sie zwar mehr zu tun, als Jack in der letzten Who-Staffel, aber einen richtigen Sinn und Nutzen hatte dieses Crossover irgendwie auch nicht.

  • Owen kann nicht atmen ? Komisch, 10 Minuten vorher im Torchwoodlabor konnte er es noch laut und deutlich.


    Was mich dabei wundert: wie kann er sprechen, wenn er nicht atmet? Die Stimmbänder nur durch Willensanstrenung zum Schwingen zu bringen, dürfte selbst für einen Toten nicht einfach sein. :27:

  • Tja, war eine ganz nette Folge. Zu den schon erwähnten Kritikpunkten brauch ich nichts mehr hinzufügen.
    Das mit dem Atmen ist mir auch sehr aufgefallen. Wie kann man den reden ohne atmen? :18:
    Da seine Muskeln aber anscheinend keinen Schwund erleiden, wie Martha feststellt, muß er doch auch willentlich Atmen können.


    Was mir noch auffiel: Sah Jack nicht ziemlich krank aus? War JB etwa krank zum Dreh?
    Gerade bei der Abschiedsszene von Martha ist mir das aufgefallen.

  • Jack sah total krank - mindestens aber restlos übernächtigt aus...


    Bei der Atmen-Sache mußte ich auch sofort ans Sprechen denken und daran, daß man ihn die ganze Zeit atmen hört...


    Daß Gwen das Team leitete fand ich völlig ok. Es hatte ein bißchen was von dem Schauspieler, den man mal bei einer Folge Regie führen läßt. So als wolle Jack sich das mal "in echt" ansehen, wie es aussieht, wenn sie das macht. Er hat ja die ganze Zeit sehr genau hingesehen...


    Meine Frage nach dem Gammelfaktor im Topic zur letzten Folge war also doch berechtigt und ich hatte es doch richtig mitbekommen, daß er KEINEN Blutkreislauf, bzw. keine Herzaktivität mehr hat. Man konnte bei dem Schnitt ja auch sehen, daß es nicht blutete.


    Allerdings sagte Martha, daß er nicht altert... bewahrt ihn das jetzt vor dem Stinken? Mal sehen... ich denke ja... aber daß er nun so Stück für Stück auseinanderfällt.... uääääh! Das ist ekelig! Und wohl als solches beabsichtigt....


    Daß sie Martha mitten auf dem Platz haben losmarschieren lassen fand ich auch eher befremdlich.


    ---- ach... bevor das hier falsch rüberkommt - ich fand die Folge trotzdem SEHR klasse!!! Weil gezeigt wurde, was in Owen vor sich geht.


    Besonders berührend fand ich dabei die Szene, in der Tosh ihn vollquatschte, und er gar nicht hinhörte...

  • Ich dachte bei der Folge sofort an den Film "Der Tod steht ihr gut". Man ist so eine wandelnde Leiche, die auseinanderfällt, wenn man nicht aufpasst. Eklige Vorstellung.
    Aber mir tat Owen wieder richtig leid. Das muss einem echt aus der Bahn werfen. Man schätzt so viele Dinge gar nicht im Leben. Nicht essen, nicht trinken oder Körperhygiene....klingt alles so banal und sinnlos. Aber wenn man es nicht mehr kann, fehlt es einen wohl doch. Mir würde gutes Essen definitiv fehlen. Daran hängt ja auch so viel soziales Verhalten.


    Das mit dem Atem war mir auch gleich aufgefallen. Ohne Atmen kein Sprechen. Okay, aber das haben schon so viele andere Filme falsch erzählt. Was soll´s.

  • Ich fand die Folge gut, allerdings war sie doch eher das Gegenteil von dem was ich erwartet hatte. Also dass Owen ewiglange auf einem Dach sitzt und eine Selbstmoerderin bequatscht. Vorlaeufig von mir nur ein 4/5. Vielleicht reicht es doch fuer mehr beim mehrmaligen Sehen.


    Lemon


  • Daß sie Martha mitten auf dem Platz haben losmarschieren lassen fand ich auch eher befremdlich.


    Vor allem geht sie zielstrebig aufs Wasser zu (da wo Owen vorher reingesprungen ist), auf direktem Wege führt ihr Weg ansonsten nur noch zu der als Touri-Info getarnten Torchwood-Eingangstür, und die letzte Fähre nach Penarth dürfte um die Zeit auch weg sein... Aber gut, sah so halt schicker aus als der tatsächliche Weg in Richtung Innenstadt (in der entgegengesetzten Richtung). :)

  • "A Day in the Death" beendet den Dreiteiler so durchschnittlich wie ihn"Reset" gestartet hat.
    Die letzten drei Folgen haben einen faden Nachgschmack hinterlassen. Dem allgemeinen Jubel kann ich mich nicht anschließen. Hoffentlich reissen die kommenden Folgen meine momentane Enttäuschung wieder heraus.
    Zuviel Dialoge zwischen Charakteren und zuwenig Geschichte. Irgendwie war's nichts Halbes und nichts Ganzes.


    Owen ist und bleibt tot? Superidee, dann haben die zwei im Team, die nicht sterben können. Mit der Idee kann ich mich irgendwie nicht anfreunden.
    Warum trägt Owen das Pulse "tagelang" durch die Gegend, wenn es doch so gefährlich ist und explodiert?


    Und Martha Präsenz war wie bei "Doctor Who", vollkommen bedeutungslos. Mir ist es vollkommen egal ob sie dabei ist oder nicht. Der Charakter ist mir total gleichültig.
    Ich will Rose (oder einen anderen vernünftigen Companion) zurück in der TARDIS haben. :baeh:
    Hoffentlich bleibt Martha nicht nach der vierten Staffel und darf den neuen Doctor (falls er kommen wird) "einarbeiten".

  • Warum trägt Owen das Pulse "tagelang" durch die Gegend, wenn es doch so gefährlich ist und explodiert?

    Nachdem es ja nicht explodiert ist, war ja klar, dass man sich geirrt hatte und das Ding keine Bombe ist. Owen vermutet ja, dass es eine Antwort irgendeiner Spezies auf die Informationen ist, die die NASA in den 70ern über die Menschheit ins All geschickt hatte.

  • Aaaaaah Martha, und zack haben wir fast schon 'ne Doctor Who-Folge. Es geht doch !!!


    Ah ja, langsam schimmert Torchwood in seiner ganzen Pracht wieder durch, aber diesmal hammer noch die Kurve gekriegt.

  • Erster! :D


    Meine Wertung: Gut


    Meine Meinung:


    Mir hat die heutige Folge gut gefallen, wenn ich diese Folge auch traurig fand. Ich weiße eigentlich gar nicht genau, was ich groß dazu kommentieren soll. Die Entwicklung von Owen finde ich interessant, gefallen mag sie mir dennoch nicht.


    Die "Beziehung" zwischen Tosh und Owen kommt langsam in Bewegung. Der Typ taut langsam auf. Ich muss mich trotzdem immer ziemlich ärgern, wie verletzlich Owen sein kann. Irgendwann steht er wirklich alleine dar. Erinnert mich an die Szenen als Owen alleine im Besprechungsraum zurückbleibt und die anderen ihn völlig unbeachtet zurücklassen, dass macht mir ziemlich traurig. Hätte ich mir doch ein wenig mehr Mitgefühl erhofft. Stattdessen entlassen sie Owen aus dem Dienst.


    Gwen kam mir in dieser Folge wieder bewusst zu kurz, wie schon in den letzten Folgen. Ich bemerke ihre Anwesendheit kaum mehr. Aber ich denke, dass wir sich in der nächsten Folge wieder ändern ...


    Das kleine Gespräch zwischen Ianto und Owen fande ich sehr bemerkenswert, denn eigentlich mögen sich beide nicht wirklich, oder? Ich denke hier hat Owen auch eine wichtige Entscheidung getroffen, die ihm zum weitermachen bewegt hat.


    Die "Nebengeschichte" neben Owen habe ich leider irgendwie gar nicht verstanden bzw. mitbekommen. Irgendwie habe ich mich nur auf Owen konzentriert.


    Martha werde ich komischer Weise vermissen, irgendwie hätte sie gut ins Team gepasst.


    Jack fande ich doch ziemlich hart, wie mit Owen im Gericht war, aber ich denke, dass gehört leider dazu.


    ...

  • Eine ganz andere Folge. Keine Alienjagd, keine Hektik... und mehr Owen als je zuvor.



    Ich habe mit super abgestimmt. Zwar anders, aber schon sehr schön finde ich die Folge. Offen bleibende Fragen wie so ein "totes Leben" denn nun funktionieren soll, wie es sein kann das man etwas anfasst und nichts spürt u.v.m., stören mich überhaupt nicht. Das darf ruhig alles etwas oberflächlich behandelt sein. Die Serie nimmt sich ja ohnehin nicht so ernst und besticht bei mir besonders durch die unterschiedlichen Arten an Unterhaltung die sie bietet. Etwas prickelnd, etwas ironisch, bissl spannend und fantasievoll. Immer anregend jedenfalls :thumbup: .


    Tosh und Ianto haben mir sehr gut gefallen in der Folge.


    Hauptthema ist natürlich, wie wertvoll das Leben mit all seinen Facetten ist... vielleicht regt die Folge ja beim Einen oder Anderen Zuschauer die Gedanken an. Es gibt ja sooo viele Menschen, die chronisch nach Unzufriedenheit streben und das Schöne nicht mehr wahrnehmen können oder wollen - denen kann eine so "banale oberflächliche" Folge sicher noch was beibringen. Philosophie und Psychologie bei Torchwood.... kann man schon mal angucken.


    Eure "Jedenmittwochmitfreudeerwartende"

    „Erfolg steigt nur zu Kopf, wenn dort der erforderliche Hohlraum vorhanden ist“ (Heinz Erhardt.)


  • Die Folge fing sehr langsam und ruhig erzählt an, was mir prinzipiell durchaus gefallen kann - meine Lieblingsfolge bisher ist immer noch "Das sechste Auge" -, aber in diesem Fall eher etwas öde war. Maggies Geschichte fand ich dann schon besser, obwohl ich vorher noch geglaubt hatte, die gar nicht hören zu wollen, aber wirklich gefallen hat mir die Geschichte dann ab dem Punkt, wo die Erzählung des Einbruchs begann. Die fand ich sogar richtig spannend, obwohl aufgrund der Erzählstruktur schon klar war, dass Owen da heil wieder raus gekommen ist, und auch bewegender als den Anfang. Letztlich war es doch das Ding, das den alten Mann am Leben gehalten hatte.


    Letztendlich habe ich mit "Gut" abgestimmt.

    Es gilt zu bedenken, dass Zeitblase und Tütensuppe nicht das Gleiche sind.

  • Puuh, eine ganze Folge nur Owen. Ich hatte wirklich schon befürchtet, dass das ziemlich langatmig werden würde, zumal ich Owen als Figur in seiner Entwicklung bisher nicht überragend interessant fand...


    Allerdings: wirklich wunderbar erzählte Story, alles in allem etwas ruhiger aber nicht langweilig - hin und wieder mal ein wirklich guter Spruch (mein Favorit diesmal Jack, als Owen da aus dem Wasser krabbelt und fragt, ob er ihn die ganze Zeit beobachtet hätte und er meinte: "Ich shab sogar Fotos gemacht." - Echt krass :P )


    Ansonsten kam mal wieder durch, dass Owen tatsächlich doch ein sehr sensibler und feinfühliger Mensch ist, der Tatsächlich Arzt geworden ist, um anderen zu helfen - das wurde zwar in den frühen Folgen schon angedeutet (das erste mal in Ghost Mashine, als ihm das Schicksal dieser ermordeten Frau so an die Nieren ging), ging aber dann auch immer wieder unter, da er ja so regelmäßig mal das A...loch rauskehrte (was ich übrigens so verkehrt auch nicht finde, hat immer eine gewisse Spannung und hin und wieder eine fast unfreiwillige Komik erzeugt).


    Der psychologische Effekt war natürlich schon super - ich finde eine wirklich gut erzählte Geschichte (fast ein Märchen) für Erwachsene ^^

  • Eine wirklich gute Folge.


    Es gab keine Action, der "Fall der Woche" war eigentlich Nebensache - dafür wurde auf Owen und wie er damit umgeht tot zu sein eingegangen. Und das war an dieser Stelle auch nötig, denn einfach so zur Tagesordnung überzugehen, wäre doch zu unrealistisch gewesen.


    Und dabei wurde auf die Frage eingegangen, was das Leben eigentlich lebenswert macht: Es sind gerade die "Kleinigkeiten", das "Alltägliche", Dinge die wir vielleicht gar nicht bewusst zur Kenntnis nehmen, die wir einfach so "mitnehmen"...


    Gut dargestellt war auch die Entwicklung in der Beziehung (?) zwischen Owen und Tosh.


    Allerdings gingen die anderen Teammitglieder zu schnell zur Tgesordnung über und nahmen Owen einfach so als den neuen "Kaffeekocher" hin.


    Ach, eine frage hätte ich da noch (um einen bekannten TV-Ermittler zu zitieren):
    Owen ist also prinzipiell tot, soll heißen, seine Körperfunktionen funktionieren nicht mehr. Er kann icht essen, weil sein Verdauungstrakt außer Funktion ist. Schmecken würde er auch nichts mehr. Verletzungen heilen nicht. Er spürt keine Schmerzen und auch sonst nichts. Seine Nerven leiten also keine Impulse mehr weiter. Er atmet nicht. - Wie kann er dann sprechen? Wenn seine Nerven keine Impulse mehr weiterleiten, wie kan er dann sehen, hören und sich bewegen? Wie kann er überhaupt denken? :?:

  • Also mir hat die Folge gut gefallen. Ich fand es sehr gut, dass hier Owens Gefühle in Bezug auf sein Untotsein mal näher erleutert wurden, das haben die Macher von TW richtig schön hinbekommen. Ich fand auch das Gespräch zwischen Ianto und Owen sehr interessant, weil Owen mal so richtig mitbekommen hat, dass er eigentlich in Sachen Liebesbeziehung niemanden hat. Er hat sich halt immer nur sinnlos durch die Gegend gevögelt...


    Die Stelle, in der Owen ins Wasser springt, ist absolut genial. Wie er sich dann wieder rauszieht und Jack dort schon wartet... Jack ist so geil :thumbsup:


    Zitat

    Owen: [to Jack about him trying to drown himself] You were watching?
    Jack
    : Skinny guy in tight jeans runs into water? I was taking pictures!