2x09 - Die Braut, der vor nichts graut (Something Borrowed)

  • Ja, das Thema ist bestimmt nicht neu.
    Aber bei der Folge habe ich mich doch gekringelt vor Lachen. Da wacht man nach dem letzten Abend auf und hat nicht nur einen Kater sondern spontan auch mal einen schwangeren Bauch. Das muss seltsam sein. Ich fand die Reaktionen der Eltern auch so geil. Ihre Mutter, die sich auf das Gesicht seiner Mutter freute. Herrlich. Rhys hat das auch gut weggesteckt.
    Hmmm....Jack.....bleibt ein Rätsel. Knutscht wild und hemmungslos mit Ianto rum und ist doch eifersüchtig auf Rhys. Und hey, Gwen hätte um ein Haar Jack am Tag ihrer Hochzeit geknutscht. Gut, es war das Alien, aber das sah nicht danach aus, als wüsste sie das in dem Moment. Und beim Tanzen nach der Hochzeit sind die sich auch verdammt nahe gekommen.


    Die Fotos am Ende fand ich schön. Und siehe da, Jack war verheiratet....mit einer FRAU.
    Was kommt als nächstes eine eingetragende Lebensgemeinschaft mit Ianto?

  • Wenn in Serien geheiratet werden soll, endet die Folge zumeist damit, daß die Braut oder der Bräutigam entweder kalte Füße bekommt und die Hochzeit abbläst, oder aber sogar stirbt. Und da ich Rhys schon seit der ersten Staffel drehbuchtechnisch als extrem lebensgefährdet eingestuft habe, denn Gwen müßte ja mal irgendwann für Jack frei werden, hatte ich schon gedacht, heute wäre es nun soweit. Aber nein, stattdessen etwas Unvorhersehbares - Gwen bekommt einen außerirdischen Braten in die Röhre geschoben und darf auf ihrer Hochzeit auch noch 28 Days Later nachspielen. In der Kombination eine durchaus originelle Idee; würde mir jetzt auch nicht einfallen, wo ich das schon mal gesehen hätte. Schwanger vor dem Altar kennt man, aber mit einem Alien im Bauch...die Outer Limits Folge habe ich wahrscheinlich verpasst.
    Positiv ebenfalls, daß man aus dieser Folge kein Drama gemacht, sondern die Skurilität dieser Problematik gekonnt ausgespielt hat. Es war von Anfang an klar, daß am Ende alles gut ausgehen würde, und dann funktioniert ein humorigeres Torchwood auch. Und weil man sich nicht so ernst genommen hat, kann ich mich auch nicht darüber aufregen, daß dieser zweite "Zombie" so kugelressistent war - man wollte eben die Sache mit einem großen Knall beenden. Wobei in der Hinsicht vielleicht dann doch die Kritik erlaubt ist, daß wenn man schon das Drehbuch auf so etwas ausrichtet, letztendlich auch ruhig hätten sehr viel ausführlicher Gedärme durch die Luft fliegen können. Wenn schon Splatter, dann aber auch richtig !
    Fazit: Keine Über-Episode, denn wenn schon geheiratet wird, hätte man vorher durchaus auch einen halben Weltuntergang praktizieren können, weil es ja ansich schon eine besondere Folge ist, aber nun gut, "Something Borrowed" war unterhaltsam, spaßig, insich stimmig und hat damit auch durchgängig funktioniert. Geht in Ordnung.


    Ach und ja, die letzten Sekunden waren auch sehr schön. Hat die Folge gekonnt wieder runtergeholt.

  • Da sieht man mal wieder, ich schau' viel zu wenig fern - ich kannte den plot-device, Braut mit Alien schwanger noch nicht^^


    Sehr unterhaltsam, die Episode, auf jeden Fall, die Mischung zwischen Skurrilität und Kitsch/ would-be-melodrama hat imho auch gestimmt, die kleinen, humoristischen Momente sind auch sehr fein und Rhys mit der Kettensäge sowieso zum Küssen. Und die Gwen & Shapeshifter!Jack - Szene war großartig: ich denke mal, ich bin nicht die einzige, die von Anfang der Episode an, auf so ein Unterhaltung, "Geständnis" von Gwen gewartet hat, und gleichzeitig mit dem oh-mein-Gott-das-wird-sowas-von-Klischee- Feeling dagesessen hat; Dass das ganze mit einem ah, wie soll ich sagen, grotesken (darf man es ironisch nennen?) Element serviert wird, hat mir total gut gefallen.

    Citizens rejoice - your Lord and Master stands on high... playing track three!

  • Nach dem harten Tobak der letzten Folgen war es tatsächlich ganz angenehm, seichtere Kost serviert zu bekommen. Und obwohl mir die nachdenklichen, dunklen Episoden besser gefallen, hat die Folge echt Spaß gemacht. Die Gags saßen, die Story war unterhaltend. Und ich kann mir vorstellen, dass die Schauspieler bei diesem Dreh wirklich Spaß hatten. Mein Highlight der Folge - wenn nicht sogar der gesamten Staffel - als Jack in John McClane-Manier mit Waffe im Anschlag die Hochzeitssuite stürmt und Rhys' Mutter anschreit: "Get back you ugly bitch!" Da muss ich mir jetzt noch den Bauch halten, wenn ich daran denke, wievielen angehenden Bräutigams da draußen, Jack womöglich aus der Seele gesprochen hat. Auch wenn Jack sie ja für den Formwandler hielt. Aber diese Szene ist einfach toll.


    Ebenso köstlich der Schwiegermutter-Zickenalarm. Das spricht doch unsere fiesesten Instinkte an. Das muss einfach Spaß machen, da zuzuschauen. Kein Spaß gemacht hat mir mal wieder dieses Jack/Gwen Ding. Was Jack antreibt, mag ich ja noch verstehen. Ich bin ja immer noch der Meinung, dass für Jack eher Gwens Leben anziehend wirkt. Er sehnt sich nach dem, was sie hat und was er - wie uns die Schlusssequenz zeigt - anscheinend verloren hat. Also alles in Butter mit Jack! Außerdem, er nimmt halt mit, was er kriegen kann. Aber das mit Gwen ist mir jetzt ne Nummer zu hoch. Zwei Männer zu lieben - ok, für einen gewissen Zeitraum scheint mir das möglich. Und gerade vor so einem Ereignis wie die eigene Hochzeit, gewisse Unsicherheiten zu verspüren, scheint mir auch nicht so abwegig. Aber Gwen spricht im flashback davon, sie brauche Stabilität und Vertrauen, beteuert jede Sekunde mantramäßg, dass sie nur Rhys liebt und heiraten will, nutzt aber jede Gelegenheit, um Jack anzuschmachten. Klassischer Fall von Selbstbetrug und man möchte Rhys zurufen: "Kumpel, kapier es endlich und lass die Alte sausen!" (Ianto möchte ich das übrigens auch zurufen) Aber das scheint ja alles so gewollt und ich wage daher mal die Prognose, dass diese Ehe nicht lange hält.


    Und weil man sich nicht so ernst genommen hat, kann ich mich auch nicht darüber aufregen, daß dieser zweite "Zombie" so kugelressistent war ...

    Tja, wir Weibchen sind eben härter im Nehmen. ;)

  • Eine super Folge, durch die Fülle an gelungener Situationskomik.


    Besonders lustig fand ich den Ausdruck von Ianto "... the situation is uncontained" o.ä,
    als es der schreienden Brautjungfer gelingt, der Hochzeitsgesellschaft in der Kirche von dem Toten zu berichten.


    "One has no wish to be devoured by some alien monstrosity, Kalik. Even in the cause of political progress." Orum --> Kalik in 'Carnival Of Monsters'

  • Gerade Situationskomik mag ich persönlöich gar nicht, daher fand ich die Folge eher als Durchschnitt. Es waren einfach zu viele Peinlichkeiten drinn, dudurch es mir schwer viel die Episode am Stück zu sehen. (Was ich am Ende auch nicht getan habe.)

  • Es waren einfach zu viele Peinlichkeiten drinn, dudurch es mir schwer viel die Episode am Stück zu sehen.



    Darf ich rein aus interessierter Neugier fragen, welche Momente für dich unter "Peinlichkeit" gefallen sind? (Bei mir würde eigentlich nur die Ianto & und das Brautkleid-Chose dieses Label verdienen ;) )

    Citizens rejoice - your Lord and Master stands on high... playing track three!

  • Also ich fand die Folge super. Gerade nach den letzten Folgen wo sich ja alles nur um Owen gedreht hat fand ich es gut, dass jetzt Gwen, Jack und die anderen mal wieder zum Zug kamen. Ich fand es schön, dass diese Folge mal wieder mehr Action zu bieten hatte und nebenbei auch ganz lustig war. Ich bin gespannt, ob Owen jetzt einfach weiter als Teammitglied dabei bleibt obwohl er ja tot ist...

  • Klasse Folge, ich mochte sie sehr. Super hab ich gestimmt.
    Gut, die Sache mit Ianto und dem Brautkleid und die Sache, dass die Motorsäge von Rhys plötzlich aussetzt, waren nicht so toll. Aber insgesamt solide Folge und ich glaube ich kann sagen, dass mir die 2. Staffel Torchwood besser gefällt bzw. gefallen haben wird als die erste Staffel... :03:

  • Nette Folge. Nicht überdurchschnittlich aber auch nicht unbedingt schlecht. Die Situationskomik war gut und die zickigen Schwiegermütter doch recht amüsant.
    Allerdings frage ich mich wirklich warum Gwen überhaupt heiratet. Ich bin mir nicht sicher, das sie Rhys wirklich liebt, wo doch da auch noch Jack ist. Für mich ist die Ehe jetzt schon zum Scheitern verurteilt.

    Wahr sind auch die Erinnerungen, die wir mit uns tragen; die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben.

  • Ich habe mich bei der Folge recht gut amüsiert, obwohl sie kein Highlight wie z.B. "Meat" war.


    Aber Jacks Ansage, als Rhys da mit der Kettensäge und dem ganzen Blut-Eingeweide-Mischmasch rumstand, war Gold wert:
    "that whole EvilDead-thing looks pretty good on you, Rhys"
    Da habe ich mich echt weggeschmissen hihi :)


    Nebenbei bemerkt: Die angesprochene Trilogie ist wirklich sehenswert.


    Bis dennsen,
    Koyeronti

    I have a mind to join a club and beat you over the head with it. - Groucho Marx

  • Tolle Folge, ich habe mich ziemlich gekringelt vor lachen. Nur das ewige Hin- und Hergerenne ging mir leicht auf die Nerven und die retcon-Loesung. Dann doch lieber eine Benny Sommerfield-artige Hochzeit wo die Aliens eingeladen sind. 4/5

  • Die Szene zwischen Gwen und "Jack" hat mir die Fußnageln fast zum hochkrempeln gebracht. Diese Spannung wurde erst in dieser zweiten Staffel eingeführt und mir gefällt es nicht. Der arme Rhys: als sie fast gekusst haben, war's für mich so ein Augenblick, indem man dem Fernseher anschreien möchte. Sie küssen sich, gerade als der Brautigam um die Ecke kommt... Das kann man bei GZSZ sehen, wenn man so will. Es gefiel mir allerdings, dass es dann doch der Shapeshifter war, sodass Jack nichts davon weißt.


    Gefallen hat mir die Art, wie Rhys mitreingenommen und getraut wurde. Dass er die Maschine bedienen konnte, war nicht so glaubwürdig, aber nicht übertrieben. Gott sei Dank haben die jeweilige Außerirdischen daran gedacht, die Oberfläche in Englisch zu beschriften. Es war schön, wie es dem Brautpaar überlassen wurde, ob sie vergessen wollten oder nicht. Obwohl es schien so, als ob Rhys es nicht so gefallen hat, alle Gäste mit Retcon zu versorgen.


    Es war auch wunderbar, Nery Hughes endlich zu sehen. Seitdem das Whoniversum sich um Cardiff dreht, war es nur eine Frage der Zeit, bis sie auftauchen würde.


    Den Jungesellen- bzw. Jungfernsabend direkt vor der Hochzeit zu feiern ist mittlerweile eine ausgestorbene Sitte, aber was soll's – es passte halt besser so zur Handlung.


    Aber zuletzt das was mir an dieser Folge am meisten gestört hat: Man hat zwar die böse "Mutter" vernichtet, Gwen ist zwar nicht mehr mit einem außerirdschen Kind schwanger und das Brautpaar hat sich endlich trauen lassen können, aber ich bitte euch – DER DJ IST ERMORDET WORDEN! Ich bin mir sicher, dass Ianto die Sache mit der Musik gut erledigt hat, aber wie kann man dann so feiern? Mich würde es auf jeden Fall stören. Auch nach dem Retcon bleibt er weiterhin gestorben.


    Ach ja, und der "Tanz des Toten" hat Owen nicht mal ein ganzes Lied ausgehalten. Im Hintergrund hocken sie wieder an der Bar.

  • Das war mal wieder ne super Folge. Die zweite Staffel ist/wird wahrscheinlich die Beste.
    Die coolste Szene fand ich Rhys mit Kettensäge. Das Jack jetzt wieder so eindeutig zeigte, das er an Gwen einen Narren gefressen hat, war weniger störend. Hätte schlimmer kommen können, a la GZSZ und der ganze Schmonz.


    Bei dem Brautkleid-Kauf von Ianto, hatte ich aber die Befürchtung, er würde sich auch gleich eins zulegen. Das wäre dann zum Schluß ne Doppelhochzeit geworden. Aber (drei Kreuze mach!) es kam nicht so. Wäre auch zu profan für diese gute zweite Staffel gewesen.


    Die retcon-Lösung war mir schon nach dem Auftauchen von Jack bei der Hochzeit klar. Also nicht überraschend.
    Das Jack verheiratet war hat mich auch weniger überrascht. In der ersten Staffel hatte er ja schon ne Folge mit ner alten Freundin.

  • Und siehe da, Jack war verheiratet....mit einer FRAU.


    Das wurde in der ersten Staffel doch schon konkret gesagt. Er war mit der alten Lady verheiratet, die seit ihrer Kindheit "Feen-Forschung" betreibt. Bei ihr hat er sich doch später als Sohn des Mannes ausgegeben, mit dem sie verheiratet gewesen war. Hmmm... ich bin jetzt nicht mehr sicher, ob wirklich von EHEmann die Rede war - aber auf jeden Fall von "mein Mann".... oder?


    Ich fand die Folge zwar restlos überzogen (DIE Schwangerschaftsstreifen möchte ICH nicht haben, wenn die Haut innerhalb einer einzigen Nacht auf dieses Volumen gedehnt wird... das hält Haut schon innerhalb von NEUN MONATEN nicht schadlos aus... Eigentlich hätte Gwen platzen müssen :O ) aber trotzdem hat sie viel Spaß gemacht.


    Als "Jack" und Gwen sich beinahe küßten war mein einziger Gedanke - "bitte erstpart uns, daß Rhys jetzt reinkommt" - haben sie getan!!! Danach war die Folge für mich total in Ordnung!


    Habe ich das eigentlich richtig verstanden, daß sie nicht nur die Erinnerung gelöscht, sondern sogar neue Erinnerungen "eingebaut" haben???

  • Wow !!! Langsam wird's wirklich unheimlich. Schon wieder eine richtig gute Folge, die sogar fast ohne die obligatorische Traurigkeit auskam. Schön.

  • Eine durchschnittliche Episode. Anhand des Trailers war eigentlich schon alles, aber auch wirklich alles vorauszusehen.
    Angefangen von der Infektion, dem Flirt von Gwen mit "Jack" ob ihrer Zweifel, dem Sieg über den Shapeshifter, bis hin zum Retcon.
    Und so hat mir auch das eine am besten gefallen, dass nicht vorherzusehen war. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern gehört zu haben, dass Jack mal verheiratet war.
    Es war unterhaltsam, aber nichts außergewöhnliches. Die Vorschauf auf die nächste Folge hingegen verspricht wesentlich mehr mein Fall zu werden.



    Das wurde in der ersten Staffel doch schon konkret gesagt. Er war mit der alten Lady verheiratet, die seit ihrer Kindheit "Feen-Forschung" betreibt. Bei ihr hat er sich doch später als Sohn des Mannes ausgegeben, mit dem sie verheiratet gewesen war. Hmmm... ich bin jetzt nicht mehr sicher, ob wirklich von EHEmann die Rede war - aber auf jeden Fall von "mein Mann".... oder?


    Soweit ich mich erinnern kann, kannten sie sich nur recht gut.


    Die Szene zwischen Gwen und "Jack" hat mir die Fußnageln fast zum hochkrempeln gebracht. Diese Spannung wurde erst in dieser zweiten Staffel eingeführt und mir gefällt es nicht.


    Nicht ganz. Schon in der Schießübungsszene recht am Anfang der ersten Staffel war diese Spannung zu sehen. Es wurde nur leider kaum noch aufgegriffen.

    "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game


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    — Alan Moore (V for Vendetta)

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