16x05 - The Power Of Kroll

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    1. 1. Super (2) 7%
    2. 2. Gut (7) 26%
    3. 3. Durchschnittlich (11) 41%
    4. 4. Mäßig (6) 22%
    5. 5. Schwach (1) 4%


    Die Suche nach dem fünften Fragment des "Key of Time" führt den vierten Doctor und Romana I auf einen Mond des von der Menschheit kolonisierten Planeten Delta Magna. Zwischen den Eingeborenen, den grünhäutigen Sumpflingen und den Betreibern einer Methan-Raffinierie steht ein Konflikt um die Nutzung dieses Landes kurz vor der Explosion, doch diese Probleme werden schnell nebensächlich: Kroll, der riesige vermeintliche Gott der Sumpflinge erwacht aus seinem langen Schlaf, und in seinem Hunger macht er keinen Unterschied zwischen seinen Anbetern, Menschen oder Timelords - Futter ist Futter.


    "Mach mal den größten Monster, den es je gab!" So lautete der Auftrag, der an Robert Homes für die vorletzte Folge des Schlüssel-Jagds. Als Ausgleich dafür, dass K9 wegen der Sumpf-Kulisse in der TARDIS bleiben musste, bekam John Leeson eine "normale" Rolle als einer der Swampees. Die vier Episoden wurden zwischen dem 23. Dezember 1978 und dem 13. Januar 1979 ausgestrahlt. Die Zuschauerzahlen waren 6,5, 12,4, 8,9 und 9,9 Millionen.


    Sonst zu dieser Zeit: Spanien bekommt eine neue, demokratische Verfassung; Chile wird durch Argentinien und Kambodscha durch Vietnam überfallen. In Deutschland müssen die Village People ("YMCA") Boney M ("Mary's Boy Child") weichen, während in Großbritannien genau das Gegenteil passiert.

  • "Would you let a band of semi-savages stand in the way of progress?"


    Das könnte glatt eine Russel T. Davies-Folge sein, böse Wirtschaftsheinis, die als Jünger des "Fortschritts" über Leichen gehen. 8) Und so haben wir Thawn, den skrupellosen Direktor der Raffinerie, dem das Schicksal seiner Angestellten und auch das Los der Sumpflinge herzlich egal ist, für ihn zählt nur aus dem Sumpf so viel Protein wie möglich zu gewinnen. Die Eingeborenen, von der Menschheit schon vom Planeten auf diesen Mond verbannt, wollen sich das natürlich nicht gefallen lassen. Leider werden sie mit Ranquin von einem religiösen Querkopf angeführt, der auch nachdem Kroll ein paar Dutzend seiner Leute gefressen hat, an seiner Gottheit festhält und am Ende - natürlich - dafür büßen muss.


    Das alles ist nicht sonderlich originell, aber da es von Robert Holmes geschrieben ist, macht es trotzdem Spaß, wenn auch viele Facetten dieser Geschichte wie etwas müde Probeläufe oder Kopien von besseren Sachen des Autors wirken. In der Grundprämisse haben wir ein bisschen Caves of Androzani, der nicht unsympathische Schurke Rohm-Dutt ist eine nicht ganz so überzeugende Variante von Figuren wie Unstoffe oder Sabalom Glitz. Ein bisschen pseudo-politisch wird´s auch, die Sumpflinge sind ja nichts anderes als eine kleine Metapher für die guten alten Indianer, denen ihr Land geklaut wird und denen dann später sogar noch die Reservate zusammengekürzt werden. Nur dass sie hier grün statt rot sind. 8) Und dann gibt es sogar noch eine Sklaven-Onkel Tom-Figur, die hier interessanter weise "Mensch" heißt.


    Da die Schauspieler ihre Sache größtenteils ziemlich gut machen, funktioniert die Geschichte nicht schlecht. Mit der Besatzung der Raffinerie gelingt recht schnell das Kunststück, dass sie als eigenständige Figuren wahrgenommen werden und nicht nur als eine Ansammlung von Typen in fragwürdigen blau-weißen Kostümen. Besonders sympathisch war Idealist Dugeen, der für seine Ideale sogar bereit war zu sterben. Und ich dachte mir noch die ganze Zeit, der kommt mir so bekannt vor, bis mir klar wurde, das das John Leeson war , die Stimme von K-9. (Insofern muss ich dem Tanzenden Arzt widersprechen, er ist keiner der "Swampies".) Der arme Kerl, er sieht sogar recht gut aus, den wird es wohl auch gegiftet haben, dass er normalerweise nur als körperlose Stimme spielen darf. :)


    Gut war auch noch der Gag mit dem Kostüm als Cliffhangerauflösung, wo die fragwürdige Qualität der Doctor Who-Requisiten sehr nett verarscht wird. Das allergrößte Plus der Folge ist aber die wunderbare Sumpflandschaft, die einfach toll aussieht. Auch die einfach grün geschminkten Sumpflinge sehen wirklich gut aus. Kroll selbst überzeugt da natürlich weniger, aber ein glaubwürdiger kilometergroßer Riesentintenfisch ist auch nicht so einfach. Wirklich dilletantisch sind die Aufnahmen der Raffinerie, es ist qualvoll offensichtlich, dass das Ding nur ein winziges Modell auf dem Wasser ist.


    Der Doctor und Romana sind hier ...ok, mehr aber auch nicht. Vielleicht war Tom Baker vom Sumpf genervt, ich hab ihn jedenfalls schon deutlich besser gesehen. Immerhin erfahren wir hier, dass der Doctor "knappe" 760 Jahre alt ist und auch noch eine bislang verborgene Superkraft hat: Er kann mit seiner Stimme Glas zum Bersten bringen! :rolleyes:


    Den drei "Super"-Stimmern kann ich mich nicht ganz anschließen, dafür ist´s mir doch ein bisschen zu langatmig und unoriginell. Aber man schaut sich The Power of Kroll gerne an, dafür gibt´s von mir ein gehobenes "Gut".


    Und könnte mir bitte noch jemand verraten, wie es der Doctor geschafft hat, mit ein bisschen Regen aus der Überkillerfalle zu entkommen?!? ?(

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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    Einmal editiert, zuletzt von Der tanzende Arzt ()

  • Scheinbar ist tatsächlich jeder Jeck anders. Ich kann beim besten Sinne nicht nachvollziehen, wieso diese Folge "super" sei soll.


    Das Sujet (böse Kapitalisten versuchen dumme Indianer auszubeuten) war schon 1978 alt und ausgelutscht. Die rückständigen, brutalen Indianer sind zudem nicht weniger unsympatisch als die bösen Kapitalisten. Die Handlung ist vorhersehbar. Selbst das Zusammenspiel Romana / Doktor, das bisher auch die schwächeren Folgen von Key To Time veredelt hat, bleibt lasch. Und - und ich hätte nie gedacht, daß ich das mal sagen würde, denn mich nerven vorlaute Roboter schon immer - K9 fehlt.


    Ein paar schöne Elemente gibt es dennoch:


    - das Krollmonster ist wirklich riesig und abstossend, ungefähr so wie ich mir Kthulu,

    R:'s Avatar, immer vorgestellt habe


    - die Auflösung ist ganz gelungen


    - ich freue mich, John Leeson

    mal nicht als K9 erlebt zu haben


    - die Tardis im Sumpf sah gut aus


    Und könnte mir bitte noch jemand verraten, wie es der Doctor geschafft hat, mit ein bisschen Regen aus der Überkillerfalle zu entkommen?!? ?(


    Er hat das Glas zersungen (Stichwort: Eigenfrequenz des Glases), wie das Oskarchen in der Blechtrommel von Günter Grass.


    ;)


    s/tnd

  • Bester Koyeronti,


    das habe ich doch extra für Dich eingebaut :)


    Die Erzählung ist wie das meiste von Lovecraft auf jeden Fall was ganz besonderes.


    Musstest Du nicht auch an Cthulhu denken bei der Folge?


    VLG
    s/tnd

  • Durchschnittlich. Der Konflikt zwischen den Sumpfbewohnern und den "Trockenfüßen" war schnell erklärt, den Doktor mochten sie beide nicht, und daraus ergab sich genug Zündstoff für 4 Episoden. Das Monster war, nun ja, "monströs" ;)


    Besonders sympathisch war Idealist Dugeen, der für seine Ideale sogar bereit war zu sterben. Und ich dachte mir noch die ganze Zeit, der kommt mir so bekannt vor, bis mir klar wurde, das das John Leeson war , die Stimme von K-9.


    Genau so ging's mir auch. Ich fand ihn gut als Darsteller, wie überhaupt die unterschiedlichen Charaktereigenschaften der Stationstypen gut herausgearbeitet waren!


    Immerhin erfahren wir hier, dass der Doctor (...) noch eine bislang verborgene Superkraft hat: Er kann mit seiner Stimme Glas zum Bersten bringen! :rolleyes:


    Diese Operndiva-Nummer fand ich konkurrenzlos das Bekloppteste am gesamten Vierteiler :18: Vor allem wäre der Einsatz einer so grotesken Idee leicht zu vermeiden gewesen, in dem man einfach sagt, das Fesnter ist undicht, und Wasser tröpfelt einfach so rein.


    Die ungewohnte Sumpflandschaft wurde gut eingesetzt, den Produktionslook fand ich trotz des billigen Stationsmodells akzeptabel, so dass es insgesamt nicht enttäuscht, aber bestimmt nicht das Highlight von "Key To Time" ist. Unerwarteterweise habe ich K9 richtig vermisst, der auf dem Gelände natürlich ohne Chance war.

  • Für mich storytechnisch bisher der absolute Tiefpunkt der Key to Time Reihe [The Armageddon Factor habe ich noch nicht gesehen].
    Die Story ist einfach gestrickt, so richtig Spannend wird es nie und auch die Auflösung ist nicht gerade überraschend.


    Die "Doctor mit der Blechtrommel"-Nummer...naja, das hätte von RTD sein können...


    Positiv auffallend sind aber die schauspielerischen Leistungen, eigentlich durch die Bank von allen.


    Besonders hervorheben will ich hier [Episode 4] Tom Bakers Blick und Moment der Ruhe als er, mit dem Tod rechnend, die beiden Kabel zusammendrückt und dann nicht stirbt. Obwohl die Story mich nicht umgehauen hat ist das einer der ganz großen Moment Tom Bakers. Wundervoll gespielt, nicht overacted...
    herrlich.


    Ansonsten gibt es zu der Folge finde ich nicht viel zu sagen. Sehr dünn mit guten Schauspielern...

  • Die bis jetzt schwächste Folge aus der Key to Time. Es wird in der Folge sehr viel geredet und wenig von Kroll gezeigt. Von den Effekten im klassischen Doctor Who bin ich natürlich gewöhnt, aber da hätte man mehr machen können. Stellenweise wurden Szenen wiederholt, da die Folge nicht mehr hergibt. Das der Doctor auch eine hohe Stimme hat, die sogar Glasscheiben zerbersten kann, wusste ich nicht und da ärgert man sich über solche Alberheiten wie 10. Doctor schüttelt die Radioaktivität in seinen Schuh. Es spielt auf einem sumpfigen Mond? Kulissen im Studio (ging doch auch bei Planet of Evil) wäre da die bessere Lösung gewesen. Das ganze Konzept dahinter finde ich grossartig, aber leider ist die Umsetzung mies. Daher nur ein "mäßig". :(

  • Das der Doctor auch eine hohe Stimme hat, die sogar Glasscheiben zerbersten kann, wusste ich nicht und da ärgert man sich über solche Alberheiten wie 10. Doctor schüttelt die Radioaktivität in seinen Schuh.


    RTD war bei DW nie der erste, der "etwas merkwürdige" Ideen hatte.
    So ziemlich alles negative, was man ihm anlastet gab es auch schon früher in der Serie.

    "We eat Gods for breakfast!" - Egon Spengler - Ghostbusters, the Video-Game


    "People shouldn't be afraid of their government. Governments should be afraid of their people."
    — Alan Moore (V for Vendetta)

  • So ziemlich alles negative, was man ihm anlastet gab es auch schon früher in der Serie.


    Der einzige Unterschied ist, dass er und sein Team solche Sachen in den Confidentials als den genialsten Wurf darstellen, und man bei den *Alten* oft das Gefuehl hat, dass sie sich im Nachhinein fuer solche Sachen entschuldigen...

  • Ich fand die Geschichte zwar unterhaltsam, kurzweilig und ganz gut umgesetzt, aber dann doch durch den eher vorhersehbaren Plot eher durchschnittlich.


    Der Doktor hatte ein paar sehr nette Szenen. Wie er z.B. den Planeten anhand der Windrichtung (oder was auch immer da mit seinem Finger macht) erkennt oder wie er das Fenster durch einen hochfrequenzton zum brechen bringt. :thumbsup: Letzeres ist zwar ziemlich kurios, aber ich fand es lustig. Sehr schön war auch sein Kommentar "7 is my lucky number" als er durch das 7. Ritual getötet werden sollte. :D


    Die Swampies waren jetzt zwar nicht gerade originell, aber wenigstens sahen sie für grün angemalte Menschen doch ganz gut aus. Kurios fand ich dieses Opferritual. Ich musste irgendwie die ganze Zeit an diese komischen Aerobik-Videos aus den 80ern denken -> "Kroll nach rechts! Kroll nach links! Und jetzt hüpfen und nicht vergessen dabei Kroll zu rufen"


    Sehr gut fand ich den Sumpf als Drehort. Das hatte irgendwie etwas und der große Tintenfisch hat als Effekt meiner Meinung nach überraschend gut funktioniert. Nur am Ende sah es schon sehr lustig aus, wie Kroll die Plattform da minutenlang im Arm hat ohne nennenswerte Schäden zu verursachen.


    Von mir gibts ein "Durchschnittlich" für "The Power of Kroll".

  • Ich fand's irgendwie sehr nett, auch wenn die originellen Momente sich hier arg in Grenzen hielten. Der Schauplatz gibt optisch halt sehr viel her, und man kann sogar schon beinahe glauben, dass man sich auf einem fremden Planeten befindet. ;) Herumwachsendes Grünzeug ist halt mal ne wilkommene Abwechslung wenn man normalerweise nur irgendwelche Sandgruben zu Gesicht bekommt.


    Ausserdem sehr schön: John Leeson nicht nur als K9 zu hören, sondern auch als Schauspieler zu sehen.


    Enttäuschend ist die Geschichte eigentlich hauptsächlich nur deswegen, weil "The Power of Kroll" ein Robert Holmes-Drehbuch ist. Für seine Verhältnisse ist es ungewöhnlich... (wie soll man sagen?) ...stinknormal? Irgendwie fehlen die für ihn typischen knackigen Dialoge, die genau definierten Charakterisierungen... Die Geschichte schreitet "nur" sehr geradlinig und schnörkellos voran, ohne dabei in grössere Überraschungen zu tappsen. Von einem der besten Schreiber den die Serie je hatte erwartet man halt viel mehr als nur kompetentes "Doctor Who".


    Aber nun ja... Die vier Episoden sind schön kurzweilig und unterhaltend und Tom Baker lässt ein paar schicke Sprüche ab. Vielleicht nicht unbedingt die Folge die man immer und immer wieder sehen muss, aber mit der man einen langweiligen Abend um die Ecke bringen kann. :)

  • Öhm, tja, also ...


    konnte mich nicht so begeistern.


    Die Darsteller waren zwar allesamt überzeugend, aber die Story an sich nicht besonders originell oder innovativ. Irgendwie sprang der Funke nicht über. Weiß auch nicht ...


    Und 4thdoc war schon besser drauf. So "typisch vierter Doctor" war ereigentlich nur in der Szene, als er und die anderen gefesselt und angeschnallt werden und er sich über alles mögliche andere Gedanken macht und unterhält.

    Und könnte mir bitte noch jemand verraten, wie es der Doctor geschafft hat, mit ein bisschen Regen aus der Überkillerfalle zu entkommen?!? ?(

    Die Pflanzenfasern, mit denen sie gefesselt waren, trockneten unter dem Einfluss der Sonnenstrhlung und zogen sich dabei zusammen, wodurch ein "Streckbrett-Effekt" entstand. Der Regen, der durch das "zersungene" Fenster prasselte, machte die Pflanzenfasern wieder weich und elastisch. "Deus ex machina"/Glück ...Naja ...


    Ich kann leider nur ein "Mäßig" geben ...

  • Während die Folge davor für mich die beste der Staffel war, habe ich hier genau das Gegenteil. Mir hat die Folge so eigentlich gar nicht gefallen wollen.
    Es fängt schon damit an, dass Romana schon wieder entführt wird. Das ist dann das 3. mal innerhalb der Staffel. Dann finde ich das ganze Grundsetting irgendwie sehr misslungen. Die armen unterdrückten Schwarzen, ach nein die Grünen, kaufen sich Waffen bei einem zwielichtigen Waffenhändler, der natürlich drauf geht, damit sie sich gegen die bösen Weißen und Unterdrücker wehren können. Sie selber leben in Hütten und verehren irgendeinen obskuren Gott. Und fertig ist ein Setting voller Klischees. Und dazu hat man noch ein Sklavenschwanpie, der Mensch heißt.
    Das Monster of the week wirkt auch etwas seltsam. Es ist ja eine Sache, wenn man es so merkwürdig am Horizont abschneidet, das stört ja nicht so dolle, aber das es keine klare größe hat und immer so groß ist, wie man es gerade braucht ist nicht gerade dolle.
    Diese ganze eigenartige und am Ende nicht großartig Sinn machende Geschichte rettet diesmal auch nicht, dass der Doctor mal wieder topp ist und wunderbar mit Romana zusammen spielt. Erst landen sie im Gestrüpp und Romana wundert sich nicht nur am Anfang über den Geisteszustand ihres Begleiters. Als sie auf der Hinrichtungsbank liegen ist es ein Vergnügen den beiden zu zusehen und dann versucht der Doctor durch Hypnose zu entkommen. Aber auch schon, als ihn das Fenster interessiert war klar, dass sie mit Hilfe gerade diesem entkommen werden.
    Ich finde es auch sehr merkwüdig, als er zufällig die Röhre und das Buch findet, aber dass er es wieder zurück wirft ist dann wieder toll.
    So gar nicht gefällt mir die Lösung, wie schon in dem Steineteil wirkte es am Ende so, als wäre dem Drehbuchautor wieder eingefallen, dass sie ja noch ein Teil finden müssen und zack, der Kroll ist die Lösung. Naja, überzeugt mich nicht.
    Ich kann der Folge leider nur 4 Punkte geben und die haben sehr wenig mit der Geschichte zu tun.

  • Im Vergleich zu den vorhergegangenen Folgen der Key-to-time-Staffel war das wirklich nicht toll.


    Die Geschichte ist klischeehaft und im Grunde ziemlich lahm, und der Doctor schlägt sich bis auf den letzten Teil so routiniert durch die Handlung, dass es schon fast gelangweilt wirkt. Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass dem Produktionsteam hier so langsam die Ideen für die Suche nach dem Key to time ausgehen. Das Handlungsschema, dass der Doctor gechillt rumsitzt, während Romana das Segment suchen geht und dabei entführt wird, woraufhin der Doctor sie retten muss, ist so allmählich ausgelutscht.


    Auch wenn ich die Sets und Monster der Classic-Serie grundsätzlich sehr mag, weil ich sie oft sehr viel einfallsreicher finde als die CGI-Monster der neuen Serie, war mir Kroll dann doch eine Nummer zu trashig.


    Mehr als unterer Durchschnitt ist die Folge also insgesamt für mich auch nicht.

  • Eine gute Folge mit ein paar Problemstellen.


    Besonders gut gefallen haben mir mal wieder der Doctor und Romana. Die bereits angesprochenen Dialoge bei der Hinrichtung, wie auch schon davor, waren einfach nur herrlich. Und die Verabschiedungsszene in der Stataion, als der Doctor die Rakete stoppen will, sogar ziemlich emotional. Mir gefallen die beiden richtig gut und sie waren das Highlight der Folge.


    Die anderen Charaktere waren teilweise auch sehr nett; erstaunlich, wie man die vier Raffinerieleute so gut charakterisiert bekommen hat; und dann gab es Leute wie den Priester der Sumpfleute. Die Reaktion des Doctors (klopft sich ungläubig an den Kopf) war mehr als passend.


    Dass die Story recht dünn war, merkte man an den sehr langen wiederholten Szenen und der trotzdem extrem kurzen Laufzeit der Folgen.
    Aber dafür war sie relativ geradlinig und ohne große Logiklöcher. Und auf jeden Fall unterhaltsam. Der teils eingebaute Witz und die schönen brutalen Szenen sprechen auch für die Geschichte.


    Wie gesagt, ein "gut", aber eher so wie schon beim "Pirate Planet" für die schönen einzelnen Elemente.

  • :( Schade. Nachdem alle vorherigen Folgen der 16. Staffel so durchgehend gut waren, folgt nun der Absturz! Das war nicht nur die schwächste Episode dieser Staffel, sondern darf mMn durchaus auch in die Riege der miesesten Episoden der ganzen Serie aufgenommen werden!


    Dem schon so oft gesehenen Standart-Klischee der irdischen Siedler, ignorante, agressive Uniformierte mit ganz besonders ignorantem, besonders agressivem Befehlshaber, und den ebenso abgenutzten unterdrückten vermeintlichen Wilden, die aber in Wirklichkeit gar nicht so wild sind, wird hier nicht viel originelles hinzugefügt. Die Wilden entsprechen zwar wenigstens nicht ganz dem Hollywood-Klischee und sind dann doch nicht ganz so edel und kultivirt, sondern eigentlich genauso unerfreulich wie ihre möchtegern-zivilisierteren Gegenparts in Uniform, aber leider ist das keine Hollywood, bzw. US-TV-Produktion, und von DW ist man etwas mehr Differenziertheit von vornherein gewöhnt. (Schon blöd, wenn man selbst die Latte so hoch legt, wenn man da einfach n nur auf gleicher Höhe drüber springt, ist das nix besonderes mehr!)


    Die Story ist vorhersehbar, konstruiert und ohne wirkliche Überrraschungen, die Dialoge genauso uninspiriert wie die Darsteller. Der Oberbefhelshaber der Menschen scheint mit dem Hohepriester der Swampies einen Kampf um den Titel des Unerträglichsten Schauspielers auszufechten.
    Die Gefahren sind genauso vorhersehbar und blutleer, und wirken wie ihre Auflösungen und jeweilige Rettung so konstruiert, dass dabei weder Spannung noch Erleichterung aufkommt.
    Mary Tamm verkommt diesmal wirklich nur zur kreischenden Damsel in distress vom Dienst! Mehr als sie dumm herumlatschen lassen, gefangen genommen werden, in Gefahr geraten und sich ohne Hilfe des Doctors nicht daraus befreien können, scheinen die Autoren mittlerweile nicht mehr für diese Figur schreiben zu können! (Man kann Mary Tamms Entscheidung, aus der Serie auszutreten mittlerweile wirklich verstehen! Schade darum, denn Romana I ist ein Companion, der mir zu Anfang sehr viel besser gefallen hat als die meisten anderen, und mit Mary Tamm viel Potential gehabt hätte. Um die Figur gut einzusetzen, hätte man die Darstellerin nicht erst gegen Lalla Ward austauschen müssen, das wäre auch vorher schon gegangen!)
    Die Effekte und Kampfszenen mit Kroll sind so so peinlich low budgetmäßig inszeniert, dass sich sogar Ed Wood geschämt hätte, so etwas zu zeigen!
    Dass Kroll bei seinem ersten Auftritt trotz lausigster Splitscreen-Technik trotzdem noch beeindruckend wirkt, nutzt sich leider bei jeder Wiederholung enorm ab.


    Postiv zu erwähnen sind lediglich das Setting im Sumpf und die Kombination aus Cthulhu- und KingKong-Kult. Und die Gummistiefel des Doctors. Und das war's dann leider auch schon wieder.


    Fazit: Bewertung Mies! :thumbdown: