10x03 - Frontier in Space

  • Bewertung der Folge 28

    1. Super (13) 46%
    2. Gut (10) 36%
    3. Durchschnitt (4) 14%
    4. Ausreichend (1) 4%
    5. Schlecht (0) 0%








    Im 26. Jahrhundert neigt sich ein jahrzehntelang währender Frieden zwischen den Menschen und den Drakonianern, den beiden aufstrebenden Großmächten im All, seinem Ende zu. Immer wieder werden die Schiffe beider Rassen vom Gegner angegriffen, und so ist es kein Wunder, dass in beiden Völkern der Ruf nach Krieg immer lauter wird. Aber welchen Grund haben diese neuen Feindseligkeiten, zumal beide Parteien ihre Unschuld betonen? Der dritte Doctor und Jo Grant versuchen der Sache auf den Grund zu gehen.


    Zuerst gab es von Barry Letts den Wunsch, eine epische Folge so lange wie "The Daleks' Masterplan" zu produzieren. Davon wurde er vom Regisseur, Douglas Camfield, abgeraten: Aus 12 Episoden wurde es 2 x 6. Dann bekam der Autor, Malcolm Hulke, eine Wunschliste: Die Ogrons, die den Daleks in "Day of the Daleks" gedient hatten, sollten erscheinen; die Raumschiffe, die man soeben von Gerry Anderson erworben hatte, mussten zum Einsatz kommen; und der Master sollte der Bösewicht sein, allerdings nur ab der zweiten Hälfte, aus wirtschaftlichen Grunden... Der politik-bewusste Hulke dichtete eine Allegorie zum Kalten Krieg.


    Die sechs Episoden wurden zwischen dem 24. Februar und dem 31. März 1973 ausgestrahlt, mit Zuschauerzahlen zwischen 9,1 und 7,1 Millionen.


    Sonst zu dieser Zeit: Ein Referendum über die Unabhängigkeit wird in Nordirland abgehalten - 57,4% stimmen für den Verbleib im Vereinigten Königreich ab. Nummer Eins in Deutschland sind The Sweet ("Blockbuster") und die Les Humphries Singers ("Mama Loo"); in Großbritannien werden die Sweet durch Slade ersetzt, mit "Cum On Feel The Noize".


    Eine tolle Folge! Ich bin nicht der größte Fan des dritten Doctors, weil er mir irgendwie zu ...unexzentrisch ist, manchmal kommt er mir wie ein lausiger Menschling vor. ;) Aber hier darf er nach all seinen UNIT-Abenteuern auf der Erde endlich mal in einem reinrassigen Science-Fiction-Abenteuer auftrumpfen, und das macht von Anfang bis Ende durchgehend viel Spaß.


    In den ersten drei Teilen wird schön damit gespielt, wie sich die Menschen und die Drakonianer gegenseitig beschuldigen, Krieg zu treiben. Angenehmerweise kommen die jeweiligen Anführer zur Abwechslung mal nicht als Idioten rüber, sie haben ausgesprochen gute Gründe, dem Gegner die Schuld an den Ausschreitungen zu geben. Und so ist es auch gar nicht so befremdlich, dass sie dem Doctor zunächst nicht glauben. Warum sollten sie dem weißhaarigen Typen, der nicht so recht verraten will, woher er kommt, seine merkwürdige Geschichte auch abnehmen? Das drakoniasche König-Prinzen - Gespann war leider nicht so gut gespielt, aber ihre menschlichen Pendants haben umso mehr überzeugt. Die Präsidentin wirkte angenehm kompetent und weigerte sich beharrlich, für einen neuen Krieg verantwortlich zu zeichnen. Wirklich toll fand ich ihren miltärischen Berater, General Williams. Ein harter Bursche ("There is one thing worse than war - defeat!"), ein bisschen wie eine härtere Ausgabe des Brigadiers. Und auch er kein dämlicher Bösewicht, sondern durchaus in der Lage, Fehler einzusehen. Die Szene, als er die Präsidentin ohne eine sichtliche Regung fragt, ob sie wirklich glaubt, dass er ihr in den Rücken fallen würde, ist groß, ein ganz schöner Moment. Jedenfalls ist Michael Hawkins einfach toll in dieser Rolle. Mir hat auch gut gefallen, wie betreten und bestürzt er reagiert, als er erkennen muss, dass der erste Krieg zwischen den beiden Völkern nur aufgrund eines Missverständnisses ausgebrochen ist - und er die Schuld daran trägt. (Babylon 5-Mastermind JMS scheint diese Idee ziemlich 1:1 für seinen Minbari-Krieg geklaut zu haben... ;) )


    Ab Teil 3 mischt plötzlich der Master mit, was natürlich Sinn macht, wer sonst sollte hinter einer derartigen Intrige stecken? :) Wieder mal gut für mich, dass ich nichts über die Folge gelesen und auch die DVD nicht näher besichtigt habe, so war das Auftreten des "Gesandten von Sirius 4" eine schöne Überraschung. Ebenso wie das Auftauchen der Daleks in Teil 6, da ich nicht wusste, dass die Geschichte hier nicht abschließt, sondern offenbar nahtlos in Planet of the Daleks weitergeht.


    Die Handlung hat natürlich die üblichen Wiederholungen und einige unergiebige Nebenfronten, die bei einem Pertwee-Sechsteiler halt so üblich sind. Immer wieder werden alle mal gefangen, wieder befreit, wieder gefangen usw. Als kleine Variation darf der Doctor ein paar Mal beschädigte Raumschiffe reparieren. Aber es hat mich hier nicht genervt, weil das Zwischenspiel Doctor - Master - Jo Grant so charmant und amüsant ist. Es ist einfach eine Freude, den drei zuzusehen, wie sie miteinander zänken und streiten. Roger Delgado ist ein toller Bösewicht, er hat genau die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Überzogenheit, was seinen Master fast verboten unterhaltsam macht. Ich bin weggebrochen, als er den Drakonianern minutenlang über seine Friedliebigkeit vorgeschwafelt hat. Selbst dem Doctor tat er hier leid, der tröstete ihn mit einem "Are you all right, old chap?" :) Auch Jo ist in dieser Geschichte einfach herzig bis zum Niederknien. Komme da was da wolle, auch riesige Monster, Hypnosegeräte oder die fiesesten Pläne des Masters können sie nicht erschüttern, stets versucht sie mit ihrem nicht allzu hellsten Köpfchen, die Anstrengungen der Bösewichte scheitern zu lassen. Und erstaunlicherweise sogar immer mal wieder mit Erfolg. Die Szene, als sie den Master mit ihrer Willenskraft übertrumpft, bis er entnervt aufgibt, ist einfach göttlich:


    "I - am - the - Master. You - WILL - OBEY - ME!."
    "Mary had a little lamb, little lamb, little lamb ... lalalalal".
    :D


    Jo ist für mich überhaupt eine Offenbarung in dieser Geschichte, sei es ihr Ausbruchsplan, ihr Alibigespräch mit der Bettdecke, die den Doctor darstellen soll, oder die Fütterung des Ogron ("And a delicious banana") - sie ist hier einfach die liebenswerteste Ausgabe eines Companions, die überhaupt vorstellbar ist. :love: Allgemein hat die Geschichte einen schönen humorigen Unterton, ohne aber je ins Lächerliche abzugleiten.


    Optisch ist die Folge nicht gerade bestechend, die Sets sind etwas lieblos und monoton, aber auch nicht so schlimm, dass es stört. Dasselbe gilt für die Raumschiffmodelle. Dafür sind die Kostüme wirklich gut, sowohl die Drakonianer als auch die Ogrons (=sehr einfältige Orks mit dem Master als Saruman) sind überzeugend. Ach ja, und der Doctor spielt wieder mal mit der Polarität rum, auch wenn er hier nicht die des "neutron flow" reversed, sondern die seiner "sonic power source". :rolleyes: Auch die schrecklichste Waffe des Universums, die den Castellan in The Five Doctors zu seinem berühmt-berüchtigten "No, not the mind probe" getrieben hat, treibt hier schon ihr Unwesen. 8) Ganz interessant auch, wie der Doctor Jo von seinem Prozess aus The War Games berichtet. Er stellt das nicht so dar, als ob er exekutiert worden wäre, die Timelords hätten leidiglich sein Aussehen geändert. Man merkt, dass das Konzept der Regeneration noch nicht wirklich ausgearbeitet war. :)


    Wirklich gestört hat mich eigentlich nur, dass der Doctor in Teil 6 den Master bei dessen gefaktem Funkspruch nicht an der Stimme erkannt hat. Das ist so ziemlich mein einziger richtiger Kritikpunkt, daher ein "Super" für Frontier in Space! Und ich freue mich schon auf die Fortsetzung. :)

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


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    3 Mal editiert, zuletzt von Pascal ()

  • Heh. Ich hab's mir heute morgen auch angesehen. ;) Und die Arbeit der Jungs vom Restoration Team ist mal wieder beeindruckend. Mit der alten Version ist das überhaupt kein Vergleich. Unglaublich wie konstrastreich das Bild und satt die Farben geworden sind...


    Jedenfalls mochte ich die Geschichte auch... relativ gesehen. Die ersten vier Folgen sind sehr unterhaltsam (vielleicht nicht SPANNEND, aber immerhin), doch die letzten zwei ziehen sich ganz schön hin. Auch wenn in denen eine ganze Menge passiert, wirken die nur wie langgezogenes Kaugummi. Da kann auch das verlässliche Dreiergespann Pertwee/Manning/Delgado nicht mehr viel herausreissen.


    Und ja, Manning ist ein bisschen der heimliche Star dieser Geschichte. Ich finde ohnehin, dass Jo Grant ein unterbewerteter (wenn nicht sogar übersehener) Companion ist. Nicht nur wegen ihres quirligen Humors, sondern auch weil sie sehr aktiv ist - gerade im Vergleich zu den Companions der frühen 80er. Wenn sie schnell schaltet und nach der Waffe des Gegners greift um ihn mit ihr zu drohen, dann ist halt schon... cool. :D Kay, diese Szene gab es SO nicht in DIESER Folge... aber in anderen halt. Ich wollte es nur mal mit einem Beispiel erörtern. ;) Wobei die Hypnosabwehr auch schon sehr gut dafür herhalten kann. So ne durchschnittliche Tegan hätte sich wohl dummbräsig hypnotisieren lassen, aber Jo schaltet schnell und bietet dem Master Paroli. :D Mir ist wirklich schleierhaft wie Szenen wie diese am Fandom fast vollständig vorbeiziehen...


    Vom optischen her fand ich die Folge allerdings gar nicht mal so hässlich (wenn man mal von dem Gefängnisplaneten und den Uniformen mit den hässlichen Plastiksandalen mal absieht). Eigentlich kam mir diese Geschichte recht bunt und farbenfroh vor, gerade im Vergleich zu manch anderen Pertwees. Und gerade im Vergleich zur unrestaurierten Version. Aber gut... es wird wohl daran liegen, dass ich da zu sehr vom aufgefrischten Bild überrascht war. ;)


    Unterm Strich geht "Frontier in Space" schon in Ordnung... erst recht in Hinblick auf die durchgehend beharrlich durchschnittliche Pertwee-Ära. Aber wenn die lahmen Abschlussepisoden nicht gewesen wären, hätte ich sogar ein "gut" gegeben...

  • Zitat

    Ich finde ohnehin, dass Jo Grant ein unterbewerteter (wenn nicht sogar übersehener) Companion ist. Nicht nur wegen ihres quirligen Humors, sondern auch weil sie sehr aktiv ist - gerade im Vergleich zu den Companions der frühen 80er. Wenn sie schnell schaltet und nach der Waffe des Gegners greift um ihn mit ihr zu drohen, dann ist halt schon... cool.


    Unterbewertet? Mir scheint sie recht beliebt zu sein, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die einzigen, die sie nicht mögen, sind wohl die Liz Shaw-Fans, die sich darüber mockieren, dass die langweilige Intelligenzbestie gegen das herzige Dummchen ausgetauscht wurde. Und stimmt - man kann Jo viel vorwerfen, aber nie mangelnden Mut oder Initiative. In Sea Devils hat sie ja auch Typen k.o. geschlagen, und in Green Death ist sie unerschrocken unter die Erde gekrochen. In anderen Sachen wie Claws of Axos, als sie nur ihr Höschen zeigen und rumkreischen darf, ist sie allerdings sehr anstrengend. Aber richtig eingesetzt mausert sich die gute Jo zu einer meiner Lieblinge. Es gibt halt nach wie vor sehr wenige DVDs mit ihr, aber das ändert sich ja jetzt erfreulicherweise. :)


    Zitat

    Vom optischen her fand ich die Folge allerdings gar nicht mal so hässlich (wenn man mal von dem Gefängnisplaneten und den Uniformen mit den hässlichen Plastiksandalen mal absieht). Eigentlich kam mir diese Geschichte recht bunt und farbenfroh vor, gerade im Vergleich zu manch anderen Pertwees. Und gerade im Vergleich zur unrestaurierten Version. Aber gut... es wird wohl daran liegen, dass ich da zu sehr vom aufgefrischten Bild überrascht war.


    Dank der Kostüme ging´s gerade noch so. Die Sets waren halt alles Räume mit entweder einer Konsole, einem Tisch oder einem Käfig. ;) Ein paar Details hätten da nicht geschadet. Die Erdpräsidentin und der Drakonierkönig haben mir richtig leid getan, in welch schmucklosen Räumen die herrschen mussten. 8) Wirklich schön fand ich die Botschaft der Drakonianer mit dem Garten, es hat mich gewundert, dass dieses tolle Set nur so kurz zu sehen war.

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  • Das kommt immer drauf an, wo man sucht. Hier im Forum hab ich bisher wenig abschätzige Kommentare über Jo gesehen (zu Recht. Sie ist TOLL! :) ). An anderer Stelle im Internet gibt es aber genug Leute, die sich über das dumme Blondchen aufregen, und ja, sie tatsächlich teilweise Liz Shaw zurückwünschen, was ich gar nicht verstehen kann. Nichts gegen intelligente Companions (man denke nur an Romana), aber zwischen Shaw und Doctor gab es doch so gar keine Chemie, während die zwischen Jo und Doctor nicht besser sein könnte. Jo mag nicht der schlauste Companion sein, mit dem der Doctor je gereist ist, und gerade in ihren ersten Folgen macht sie noch viel falsch, weil sie schneller handelt als denkt, aber sie das hat das Herz am Rechten Fleck und tut zumindest alles was sie kann, mit den besten Absichten.


    Zur Fogle selbst: Frontier in Space mag ich einfach nicht. :P. Ich konnte mich auch noch nicht aufraffen Planet of the Daleks zu schauen, so sehr haben mich schon diese Folgen angeödet. Der einzige Lichtblick war für mich Roger Delgado und es ist unendlich schade, dass ausgerechnet sowas seine letzte Folge sein musste. :( Wenigstens macht der das ganze ab der dritten Folge wesentlich schaubarer und es gibt ja eben auch jede Menge gute Einzelszenen. So ziemlich alles mit Jo und dem Doctor hinter Gittern ist toll. Wie sie auf Dauer-Gerede umschaltet, während der Doctor abhalt und dann widersteht sie auch noch allen Hypnoseversuchen. Toll ... :D Einfach witzig. Generell, die Folge hatte einen guten Humor, aber das Serial ist einfach zu lang.

  • Der einzige Lichtblick war für mich Roger Delgado und es ist unendlich schade, dass ausgerechnet sowas seine letzte Folge sein musste.


    Was was was?!?! Ist er im nächsten Teil nicht mehr dabei?!? Davon bin ich irgendwie fix ausgegangen. Sch...ade.


    Mich wundert selbst, dass mir das so gut gefallen hat. Mir sind ja sogar die Pertwee-Klassiker wie Inferno oder The Silurians viel zu lang, und ich war dieser Geschichte gegenüber ziemlich skeptisch, weil sie auch nicht wahnsinnig populär zu sein scheint. Aber obwohl man wohl locker die Hälfte raus kürzen könnte (gerade das sinnlose Mondegefängnis) habe ich mich nie gelangweilt.

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  • Nachdem ich diesen Schock verdaut habe, habe ich mir mal die Extras reingezogen. Die sind wirklich sehr schön, Roger Delgado bekommt eine gut 20-minütige Würdigung, die sein Schaffen (weit über Doctor Who hinaus beleuchtet. Gleichzeitig ein kleiner Streifzug durch die frühe britische Fernsehgeschichte. Katy Manning geht so weit, dass sie Delgado und Pertwee als Vaterfiguren bezeichnet, und man sieht ihr an, dass sie es ernst meint. Auch Barry Letts wird sehr emotional, als er vom Begräbnis von Delgado erzählt, und da schluckt man angesichts seines Todes vor ein paar Tagen schon mal.


    Was ich sehr interessant fand: Roger Delgado wollte offenbar aussteigen, weil er keine Rollen mehr bekam. Es dachte nämlich jeder, dass er fix bei Doctor Who arbeiten würde, und tatsächlich hatte er ja nach seiner ersten Staffel nur vereinzelte Auftritte. Geplant war, ihm einen großen Abgang zu verschaffen, möglicherweise hätte er sich am Ende sogar für den Doctor geopfert. Wobei Terrence Dicks und Barry Letts ein derartiges Motiv zumindest andeuten wollten. Schade, dass das nicht mehr umgesetzt werden konnte. :(


    Ziemlich eigenartig ist das erste Featurette, das als Erzählgerüst das 26. Jahrhundert hernimmt und aus deren Perspektive die Folge beleuchtet und dabei allerlei sozialhistorische und kulturelle Facetten der 70er unter die Lupe nimmt. Bin mir nicht sicher, ob dieses Featurette grenzgenial oder dämlich ist, aber das "So ... is the fact that the Doctor and Jo get imprisoned every other five minutes a metapher for the strangled individuum in a pseudo-liberal but in reality oppressing system? - No, that´s just padding." ist jedenfalls Gold wert. :) Die unverblümten Amerikabeschimpfungen fand ich auch nicht ohne.


    Was haltet Ihr von diesem Extra - genial oder gaga?

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  • Hey!


    Also, ich bin ja gerade dabei, die Classic-Folgen aufzuarbeiten. Eigentlich wollte ich ja dabei streng chronologisch vorgehen, aber ich denke, sich mal einen Überblick über alle Inkarnationen des Doctors zu verschaffen, ist nicht verkehrt.


    FRONTIER IN SPACE war die erste Episode, die ich von Nr.3 gesehen habe und sie hat mir überraschend gut gefallen. Es ist natürlich immer schwer, etwas im Rückblick zu bewerten, man hat ja eine ganz anderer Sicht auf die Dinge als der zeitgenössische Betrachter, aber es fallen einem auch Dinge auf, die vor 36 Jahren noch nicht aufgefallen wären.


    Etwas überraschend kam für mich als "erfahrenem Serienseher", dass General Williams kein "böser Bube" war, in der ersten Folge schien für mich vieles darauf hinzudeuten, dass er zu denjenigen gehören könnte, die den Krieg provozieren wollten. Schön, dass man auch von so einer alten Folge noch auf eine falsche Fährte gelockt werden kann.


    Auch überrschend und erstaunlich fortschrittlich, dass der Erd-Präsident eine Präsidente ... sorry, Präsidentin war - und dann noch eine so kompetente.


    Jo hat mir sehr gut gefallen, eigentlich hatte ich in den frühen 70ern eine "Queen of Screams" erwartet. Sie hatte einige sehr witzige Szenen ohne dabei zur Witzfigur zu verkommen.


    Auch die Draconians waren nicht die Schema-F-Bösewichte wie z.B. die Klingonen aus dem zeitnahen ST-TOS. Äh, kann es sein, dass der Kommandant des kriegsschiffes einen russischen Akzent hatte?


    Weniger angetan war ich von den Raumschiff-Effekten, da wäre zu der zeit besseres möglich gewesen, das was geboten wurde, erinnerte mehr an das alte Flash Gordon-Serial.


    Und jetzt zwei Sachen, die erst aus heutiger Sicht auffallen:
    - das Kriegsschiff der Draconians gehörte zur GALAXY-Class. Ich sage nur NCC 1701-D und wer perry Rhodan liest, dem fällt dazu auch was ein.
    - Die Pistolen der Draconians erinnerten mich sehr an den Blaster von Han Solo - ob George Lucas sich da hat inspirieren lassen?


    Insgesamt eine gute Episode, die das Anschauen auch heute noch lohnt

  • Zitat

    Also, ich bin ja gerade dabei, die Classic-Folgen aufzuarbeiten. Eigentlich wollte ich ja dabei streng chronologisch vorgehen, aber ich denke, sich mal einen Überblick über alle Inkarnationen des Doctors zu verschaffen, ist nicht verkehrt.


    Chronologisch ist eh nicht möglich, weil grad und grad die Hälfte auf DVD erhältlich ist. Und von den ersten zwei Dottores sind viele Folgen ja sowieso komplett weg. Ich switche auch zwischen den einzelnen Doktoren hin und her, wobei ich versucht habe, zumindest innerhalb der einzelnen Inkarnationen halbwegs der Reihe nach vorzugehen. Das funktioniert ganz gut, nur bei manchen Companions ist´s ein bisschen schwierig. (Etwa Sarah Jane, die mich durch die ersten Tom Bakers begleitet hat und dann plötzlich wieder in der letzten Pertwee-Staffel ihren Einstand gibt.)


    Zitat

    Etwas überraschend kam für mich als "erfahrenem Serienseher", dass General Williams kein "böser Bube" war, in der ersten Folge schien für mich vieles darauf hinzudeuten, dass er zu denjenigen gehören könnte, die den Krieg provozieren wollten. Schön, dass man auch von so einer alten Folge noch auf eine falsche Fährte gelockt werden kann.


    Ja, bis Teil 3 habe ich auch schwer damit gerechnet, dass der Kerl einfach ein Arsch ist und unbedingt Krieg spielen will. Die Wende war dann ein schöner Zug. :)


    Zitat

    Auch die Draconians waren nicht die Schema-F-Bösewichte wie z.B. die Klingonen aus dem zeitnahen ST-TOS. Äh, kann es sein, dass der Kommandant des kriegsschiffes einen russischen Akzent hatte?


    Hätte ich nicht rausgehört, aber sie hatten alle eine etwas ... eigene Sprachmelodie, das fand ich schön subtil. Ich mochte die Kerlchen auch gern, immer nett wenn Aliens vernünftige Typen sind. (Scheint auch Schreiberling Malcolm Hulke so zu sehen, der hat auch die Silurians erfunden.) Fand es nur ein bisschen schade, dass zumindest das "Weiber haben bei uns nix zu reden"-Klischee nicht ausgelassen wurde. Jo hat das ja auch ziemlich genervt. ;)


    Zitat

    Weniger angetan war ich von den Raumschiff-Effekten, da wäre zu der zeit besseres möglich gewesen, das was geboten wurde, erinnerte mehr an das alte Flash Gordon-Serial.


    Das wird leider in Classic Who auch nie wirklich besser. Raumschiffe sehen immer schwerst lächer...äh, "charmant" aus. Einzige Ausnahme: Die Eröffnungssequenz von The Mysterious Planet, da wurde offensichtlich Geld reingebuttert (das dann für den Rest der Staffel ziemlich klar ersichtlich gefehlt hat. :P )

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  • Von der Brudergeschichte wurde im Featurette aber nichts erwähnt? (Ok, vielleicht haben sie sich auch für die Idee geschämt. :)) So wie es Terrence Dicks geschildert hätte, klang das aber nicht schlecht, sie wollten es sehr zweideutig anlegen, sodass der Zuschauer ein Opfer reininterpretieren kann, wenn er das will.

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  • Eine einfach tolle Pertwee-Folge, eigentlich eine richtig kleine Space Opera, natürlich mit den üblichen Längen und Irrungen und Wirrungen. Die Menschen und Drakonier sind erstaunlich differenziert und anständig dargestellt, müssen sie ja auch, denn der Master braucht ja auch Jahre um die dann fast in den Krieg zu treiben.


    Denke auch wie der Tanzende Arzt, daß JMS sich hier mit dem Beginn des Minbari-Krieges (zu bestaunen in "In The Beginning") hat "inspirieren" lassen. Vielleicht war das Ganze auch als Homage gedacht.


    Weiterhin glaube ich, daß die Orgons das Team Roddenberry/Wise zur neuen, seitdem vertrauten echsenhaften und dabei leicht dämlich bellenden Klingonenversion inspiriert haben, wie sie dann erstmal in ST: The Motion Picture zu bestaunen waren. Die Ähnlichkeiten sind einfach zu frappierend.


    Ja Jo ist der heimliche Star der Serie, wie sie den Master mi Nursery Rhymes in die Verzweiflung treibt - ganz toll. Auch herrlich der Moment in dem der Doktor abfällig feststellt, daß die Tür mit einem ziemlich primitiven Mechanismus gesichert ist, um in der nächsten Sekunde mit dem Schallschrauber unabsichtlich den Tür-Alarm auszulösen. Traurig war ich schon, weil ich wusste daß es die letzte Delgado-Folge war, aber ich fand seinen Auftritt gewohnt gut und schillernd.


    Spannend auch das uneindeutige Bild der Erde im 26.Jh, eineseits scheinbar fast eine Friedensmacht mit einer besonnen Präsidentin an der Spitze, andererseits ein Regime, das andersdenkende per Sondergesetzt ohne Gerichtsverhandlung lebenslang auf den Mond verbannt. Allerdings wird anhand der Opposition angedeutet, daß auch dieses Regime vielleicht nicht mehr ewig bestehen wird.


    Also - eine ganz tolle Pertwee-Folge, die Fortsetzung "Planet Of The Daleks" loost im Vergleich hierzu überdeutlich ab.


    s/tnd

  • Denke auch wie der Tanzende Arzt, daß JMS sich hier mit dem Beginn des Minbari-Krieges (zu bestaunen in "In The Beginning") hat "inspirieren" lassen. Vielleicht war das Ganze auch als Homage gedacht.


    Verdammt Jim, ich bin ein Megara und kein Arzt. Schon gar kein Tanzender! :)

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  • Macht nix, der Tanzende Arzt und ich sehen uns auch sehr ähnlich, das kann schon mal passieren. ;)


    Zu lange her, dass ich die Star Trek-Filme gesehen habe, kann also über eine Ogron-Klingonen-Ähnlichkeit nix sagen. Mich haben sie viel mehr an die Orks erinnert.


    Und was meinst Du, welche Folge die nächste ist?!? :10:

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  • Die frühere Abstimmung, welche Folge als nächstes drankommt, ist futsch, weil wir mittlerweile zu jeder existierenden DVD einen Thread haben. Damit ist auch das Time Team mehr oder weniger "gestorben".


    Aber es kommen ja (fast) monatlich neue Folgen raus.

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  • Im Schnitt absolut richtig, aber es gibt ja auch Monate, wo nur Material von New Who rauskommt und die Classic-Serie pausiert. So etwa zwischen der Dalek War-Box im Oktober und der Peladon-Box im Jänner.

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