2x13 - Weltuntergang (Teil 2) / Doomsday (Part 2)

  • Keine Ahnung ob das jetzt für mich war, aber das Rose samt Anhang am Ende der 2 Staffel ins Paralleluniversum geht, ist essenzieller Bestandteil dieser Episode und der gesamten 4. Staffel. Das nicht mehr zu wissen ist entweder Alzheimer, Dummheit oder es ist einfach eine Lüge das Centauri39 die Folgen überhaupt gesehen hat.

  • Ich mache dann mal mit dem Thema weiter und gebe meine Ansicht zum besten ;)



    Das große Finale der zweiten Staffel und damit das Ende von Rose Tylers Reisen mit dem Doctor in der TARDIS. Es war ein komisches Gefühl die Folge mit diesem Wissen im Vorraus zu schauen.


    Die Cyberman begonnen also mit der Invasion der Erde und in den Straßen herrschte Krieg.


    Rose konnte die Daleks mit ihrem Wissen davon überzeugen, dass sie und Mickey am Leben bleiben mussten.
    Die Daleks, die einem Geheimbund, dem "Kult von Skaro" angehörten, bereiteten sich darauf vor die Genesis-Arche, wie sie dieses Konstrukt nannten, zu aktivieren und zu schützen. Es stellte sich heraus, dass diese Arche ein alter Gefangenentransporter der Time Lords war, in dem sehr viele Daleks auf ihre Befreiung warteten, natürlich um die Erde zu übernehmen. Nur die Berührung eines Zeitreisenden konnte diese Arche öffnen und Mickey übernahm diesen Part später, wofür der Doctor ihm dankbar war. Hätte er sie auch selbst öffnen können, aber gut. Wieder eine Konsequenz, der er sich entziehen konnte.


    Der Doctor versprach Jackie erneut, dass er sie und Rose wegschaffen und für ihre Sicherheit sorgen würde. Keine zwei Minuten später diskutierte er mit dem Cyberman-Anführer, der Jackie und Yvonne zum Upgrade schicken ließ. In dieser brenzligen Situation tauchte auf einmal Jake mit einem Eingreifstrupp aus der Parallelwelt auf und erledigte den Cyberman-Anführer. Das wiederrum verschaffte Jackie die Möglichkeit zu flüchten, weil die aufpassenden Blechmänner damit beschäftigt waren einen neuen Anführer zu bestimmen.
    Yvonne Hartman hatte leider nicht so viel Glück und wurde zu einem Cyberman. Interessanterweise konnte sie sich ihre Identität bewahren. Diesen Umstand nutzte sie später, um die Cyberman im Treppenhaus aufzuhalten. Vermutlich starb sie bei dieser Aktion, denn eine dunkle Flüssigkeit lief aus ihren Augenhöhlen.


    In der Zwischenzeit teleportierte Jake den Doctor in die Parallelwelt, wo sie sich mit Pete Tyler trafen, der immer noch dabei half seine Welt zu beschützen. Die drei diskutierten über den Riss und dessen Auswirkungen auf die beiden Welten. Gemeinsam schmiedeten sie einen Plan und wagten sich an die Durchführung.
    Clever, wie der Doctor war, fädelte er es so ein, dass die Tylers sich alle begegneten und akzeptierten, obwohl sie aus verschiedenen Welten stammten. Für ihn stand der Entschluss, Rose und die anderen in die alternative Welt zu bringen, wohl von da an fest. Und dieser Plan wäre auch beinahe geglückt. Einziger Haken: Rose, denn die wollte den Doctor absolut nicht zurücklassen. Sie wuchs noch einmal über sich hinaus und half dem Doctor dabei den Riss ein letztes Mal zu öffnen. Alle Daleks und Cyberman, die diese Leerepartikel in sich trugen, wurden von ihm aufgesaugt. Nur der dunkle Dalek konnte sich rechtzeitig mit einem Notfallzeitsprung in Sicherheit bringen. Der wird bestimmt in einer kommenden Folge wieder für Unruhe sorgen. Das Problem mit diesen Leerepartikeln, die übrigens durch diese 3D-Brille sichtbar wurden, war, dass alle Zeitreisenden sie in sich trugen, somit auch Rose und der Doctor. Während der Rettungsaktion mussten die beiden sich sehr gut festhalten, um nicht selbst eingesaugt zu werden.


    Und von da an wurde es Zeit für die Taschentücher. Der Schalter auf Roses Seite stellte sich von alleine zurück, was die ganze Situation gefährdete. Mutig klammerte sie sich an dem Hebel fest und brachte ihn zurück in die Online-Stellung. Der Doctor konnte nichts anderes tun, als ihr dabei zuzusehen, denn hätte er losgelassen, wäre er sofort weg gewesen und das hätte niemandem genutzt. Sein Blick sagte mehr als 1.000 Worte. Dieses entsetzen, hoffen und bangen in seinen Augen und dann die Schreie der beiden, als Roses Kräfte nachließen und sie drohte in die Leere zu stürzen. Sie war schon fast weg, als im letzten Augenblick Pete auftauchte und sie mit in die Parallelwelt nahm. Der Riss verschloss sich von selbst. Die Erde war gerettet. Mickey, Rose, Pete und Jackie waren in Sicherheit. In der Parallelwelt. Unerreichbar für den Doctor. Na ja, fast unerreichbar. Irgendwie konnte er durch einen schmalen Spalt nochmal Kontakt zu Rose aufnehmen, sodass die beiden sich ein letztes Mal sehen und verabschieden konnten. Allerdings blieben ihnen nur zwei Minuten. Nach kurzem hin und her gestand Rose dem Doctor endlich ihre Liebe und duzte ihn zum allerersten Mal. Gerade als der Doctor seine Gefühle offenbaren wollte, riss der Kontakt ab und man sah ihn ziemlich geknickt und weinend in der TARDIS stehen.


    Eine sehr emotionale Szenerie, die dann durch das Auftauchen dieser keifenden Braut sofort zerstört wurde. Ok, es sollte unbedingt noch auf das Weihnachtsspecial hingewiesen werden und irgendwie musste es ja auch weitergehen in der Handlung aber so? Ich weiß nicht, das schien mir zu sehr mit dem Hammer gemacht zu sein, frei nach dem Motto: Der Doctor hat keine Zeit zu trauern, das nächste Abenteuer wartet schon.


    Alles in allem fand ich diese Folge sehr gelungen und denke, dass es ein gutes Staffelfinale war.
    Mit diesem Ende für Rose kann ich leben. Sie konnte ja nicht ewig bei dem Doctor bleiben, das wäre auf die Dauer dann langweilig geworden. Ich mochte Rose und ihre Familie und es wird eine Umstellung für mich, wenn da auf einmal wer anders mit dem Doctor rumreist. Irgendwie hatte ich mich an das Mädchen gewöhnt. Aber nach zwei Staffeln ist es ok, wenn frischer Wind aufkommt. Zumindest bleibt mir der zehnte Doctor erhalten. Das freut mich :lach: Ich bin gespannt, wie er diesen Verlust in den kommenden Folgen verarbeiten wird.

  • Auch in diesem Teil des Zweiteilers setzt RTD den Fokus wieder auf Familiendrama und Emotionen anstatt auf eine gescheite Geschichte.


    Es geht nicht darum und es wird auch garnicht thematisiert, was die Cybermen und Daleks überhaupt wollen, stattdessen bekämpfen sie sich nur wild und schreien "Delete" und "Exterminate". Ich kann mir den kleinen RTD mit seinen Actionfiguren sehr gut vorstellen :D
    Auch warum die Cybermen überhaupt in diese Welt gekommen sind, wird auch nicht thematisiert, da man einfach nur irgendwie Rose's Parallelwelt Familie wiederbringen wollte. Warum die Timelords Daleks gefangen genommen haben und ihnen dabei nicht mal die Waffen abgenommen haben, bleibt auch ungeklärt. Aber wie schon gesagt: Es geht überhaupt nicht um die Handlug in dieser Folge. Die Interaktion zwischen den Daleks und Cybermen fand ich aber trotzdem ganz witzig.

    Es sind wirklich gute Ideen wie z.B. die Genesis Ark oder das Void Ship in dieser Folge, aber diese werden halt leider nicht gescheit ausgearbeitet und unter viel zu viel belanglosem Familiendrama um Rose, Jackie und Pete begraben.

    Die Lösung mit dem Void gefällt mir dann wieder ganz gut, da sie auch schon teilweise im ersten Teil vorbereitet wurde und mal kein Deus Ex Machina wie sonst üblich bei RTD ist.


    Trotz teils überzogener Musik, war dann die Endszene, in der der Doktor Rose weggeschickt hat, gut gemacht und die schlußendliche Abschlußszene zwischen dem Doktor und Rose war zwar gut geschrieben, aber viel zu kitschig. Ich sag nur "I'm burning up a sun just to say goodbye". Auch wie das reißerische "This is the story of how I died" dann aufgelöst wird ist einfach nur schwach.
    Außerdem wird der Impact der letzten Szene dann durch das Auftreten von Donna komplett kaputt gemacht, nur weil man einen Cliffhanger brauchte. Naja, immerhin ist jetzt Rose und ihre Familie (vorerst) weg.


    Auch hier kann ich leider nur die 4/10 vergeben. Hatte den Zweiteiler echt besser in Erinnerung.

    "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"

  • Ich denke, ich kann noch meinen Kommentar abgeben, auch wenn die Folge Jahre her ist.


    An sich nicht schlecht, das Problem war nur, dass man durch die Abservierung von Rose sich ein Problem eingehandelt hatte: Vor dem Ende von Episode 2 gab es außer Rose und dem Doktor keine wirklich relevanten Protagonisten. Mickey hat in den 27 Staffeln nur in wenigen eine Rolle gespielt und Roses Mutter war noch unrelevanter. Viel interessanter wäre es gewesen, wenn man Rose und Donna beide als Begleiter genommen hätte. Statt auf Rose Familie liegt dann der Fokus auf dem Dreier-Verhältnis zwischen dem Doktor, Donna und Rose. Dann hat man auch das Familiendrama weg. Das lässt auch mehr Spielraum für die Motivation der Antagonisten, wie der Cyberman. Statt der ganzen Wand-Szene und dem Treffen am Strand hätten sich Rose und der Doktor mehr mit dem Angriff von Cyberman und Daleks beschäftigen können. Während sie das tun, taucht auf einmal Donna auf und die Recherchen werden verschoben, bis die Racnoss besiegt ist usw. Dadurch kann man Cyberman und Daleks als Hauptgegner etablieren und andere Antagonisten halt im Zuge der Staffeln mal einwerfen.

  • An sich nicht schlecht, das Problem war nur, dass man durch die Abservierung von Rose sich ein Problem eingehandelt hatte: Vor dem Ende von Episode 2 gab es außer Rose und dem Doktor keine wirklich relevanten Protagonisten.

    Schaust die die (neue) Serie gerade zum ersten Mal von Anfang an? Wenn ja, wirst du mit dem abrupten Wechsel von einem oder gar allen Protagonisten in Zukunft klar kommen müssen. ;)

  • Nein. Zum zweiten Mal. Habe aber mir von der alten Serie Staffel 22-26 (Ich wollte mir nicht über 250 Episoden reinziehen.) Bis jetzt kenne ich den 6 und 7 Doktor von der alten Serie und einige Staffeln der neuen Serie.


    Als ich dann Vergleiche zwischen alter und neuer Serie gezogen habe, ist mir aufgefallen, dass der Übergang von Mel zu Ace fließender war als der von Rose zu Donna. Das heißt nicht, dass ich deswegen den 6 und 7 Doktor besser fand als den 9 und 10. Es heißt nur, dass man bei der neuen Serie zumindest aus dem, was bis Doomsday alles aufgebaut wurde, noch mehr hätte machen können.

  • Der Zweiteiler ist eigentlich ziemlich gut. Vor allem funktioniert er als Staffelfinale sehr gut, da viele Aspekte der Staffel wieder aufgegriffen werden. Torchwood, die Cybermen, Petes World, und die Charakterentwicklung von Rose. Ich finde Rose immer noch nervig, aber dies wäre das perfekte Finale für sie gewesen. Sie muss mit der Realität klar kommen, dass sie ein Mensch ist und nicht ewig mit dem Doctor sein kann. Ihr Schicksal ist ähnlich dem von Clara, die ebenfalls immer mehr wie der Doctor wurde und am Ende damit konfrontiert wurde, dass dies für sie als Mensch einem Todesurteil gleichkommt. Beide bekommen eine Art von Happy End, aber sie sind vom Doctor getrennt. Das Ding ist nur, dass ich es Clara mehr abnehme, dass sie immer mehr zum Doctor wird als Rose. Ich nehme dem Doctor auch immer noch nicht ab, dass er in Rose verliebt ist. Das ist das große Problem mit dem Finale. Wenn Rose als Charakter für einen nicht funktioniert und die Liebesgeschichte ebenfalls nicht, dann verliert es an emotionaler Schlagkraft. Das, was dann übrig bleibt, ist der Fanwank von Daleks vs Cybermen, dieser wurde aber gut umgesetzt. Auch die finale Lösung war gut vorbereitet, was dies zum einzigen Finale von RTD macht, dass ohne eine Deus-ex Machina auskommt. Alleine dafür gibt es extra Punkte.


    Natürlich gibt es aber auch Negativpunkte. Torchwood wirkte teilweise wenig beeindruckend im Vergleich zu dem, wie es herüberkommen sollte. Das gesamte Konzept sitzt auch immer noch nicht richtig mit mir, weil es sofort auf das Problem stößt, dass Trochwood während der Zeit des dritten Doctors existiert haben muss und wenn der Doctor der Feind ist und verhaftet gehört, warum wurde der dritte Doctor nie aufgegriffen während er tatsächlich auf der Erde lebte? Man könnte versuchen dies mit einer Veränderung der Zeitlinie im Zuge des Time Wars zu erklären, aber die spätere Rückkehr von UNIT, besonders nachdem UNIT wieder zu einem regelmäßigen Bestandteil des Whoniverses unter Moffat wurde, macht ja klar, dass die dritte Doctor Ära durchaus immer noch in dieser Zeitlinie so stattfand. Man kann sich natürlich alles durch den Big Bang irgendwie zusammenreimen, aber da muss man schon um mehr als eine Ecke denken.


    Ansonsten sind da Kleinigkeiten wie der Umstand, dass alles mal wieder auf der Erde der Gegenwart stattfindet und danach so getan wird, als ob sich die Menschen nicht an diese Ereignisse erinnern würden. Dann ist da der Yvonne Cybermen, der sich seiner Cyber-Programmierung widersetzt und am Ende dem Doctor und Rose die Zeit gibt, die Welt zu retten. Und die Framing-Device ist nervig und ausgelutscht. Ach ja und wieso ist da ein Torchwood auf Petes World? Da gibt es keinen Doctor, also kann Queen Victoria ja nicht wegen ihm das Institut gegründet haben. Das war auch ein wenig unüberlegt. Des Weiteren war das plötzliche Auftauchen von Donna ein unnötiger Whiplash Moment, der den emotionalen Ton komplett verdrehte und ein wenig sauer aufstößt. Es sind diese Kleinigkeiten, die mich an der Folge stören. Wenn ich Rose als Charakter besser finden würde und die Liebesgeschicte als solche mich nicht nerven würde, denke ich, würde ich glatt 9/10 Punkte geben, aber so sind dann doch "nur" 8 oder 8,5 drin.


    Allerdings muss ich von diesen dann noch mindestens einen für Staffel 4 abziehen. Ich weiß, dass ist unfair, die Folge selbst kann dafür nichts, aber was ich ihr hoch anrechne ist der emotionale Impact, den sie durchaus entfaltet, welcher aber durch die schnelle Rückkehr von Rose in Staffel 4 massiv abgeschwächt wird. Wenn man weiß, dass Rose wiederkommen wird und am Ende mit einem Klon-Doctor ihr Happy End bekommt, funktioniert der emotionale Abschied auf einmal nicht mehr und er hat für mich an sich schon ja eh nicht so gut funktioniert. Daher am Ende "nur" 7/10 Punkte, aber immer noch ein "gut".

  • Ist natürlich nur im Nachhinein dazugebastelt, aber laut der Big Finish Range besteht Torchwood London in den 70ern aus einem kleinen runtergewirtschafteten Büro mit einer einzelnen Außendienst-Agentin. Die hatten nicht die Ressourcen Pertwee groß nachzustellen.

    Injustice is the rule, but I want justice. Suffering is the rule, but I want to end it. Despair accords with reality, but I insist on hope. I don't accept it because it is unacceptable. I say no.

    - der achte Doctor, Camera Obscura