14x01 - The Masque of Mandragora

  • Bewertung der Folge 17

    1. Super (1) 6%
    2. Gut (8) 47%
    3. Durchschnittlich (5) 29%
    4. Ausreichend (2) 12%
    5. Schlecht (1) 6%















    Der vierte Doctor und Sarah Jane landen im Italien des späten 15. Jahrhunderts, wo sie mitten in einen erbitterten Machtkampf zwischen Giuliano, dem rechtmäßigen Herrscher des Herzogtums San Martino, seinem ränkeschmiedenden Onkel, Graf Federico und der Bruderschaft des dunklen Gottes Demnos geraten. Doch für die wahre Gefahr, die der Erde droht, ist der Doctor selbst verantwortlich, hat er doch in seiner TARDIS einen blinden Passagier eingschleppt - die Mandragora Helix, eine machtvolle - und bösartige - Energieform!


    Der Außendreh zur Eröffnungsfolge der 14. Staffel fand im nord-walisischen Dorf Portmeirion statt, wo man 8 Jahre vorher The Prisoner gedreht hatte. In den Studio-Szenen wurde der "Secondary Console Room" eingeführt, der wie Holz à la Captain Nemo aussehen sollte. Ein Jahr später wurde diese Kulisse wieder eingemottet, weil jede Bewegung der Schauspielern zu viel Krach erzeugte. Noch wichtiger für den ganzen Mythos wurde die kleine Szene, in der aufgeklärt wird, wieso man sich immer überall verständigen kann. Diese Erklärung sollte ab 2005 viel öfter zur Geltung kommen.


    Die vier Episoden wurden dem 4. uns dem 25. Dezember 1976 ausgestrahlt und ernteten jeweils 8,3, 9,8, 9,2 und 10,6 Millionen Zuschauer.


    Sonst zu dieser Zeit: Staatsgründer des Volksrepublik Chinas Mao Zedong stirbt in Peking; die vier Mitglieder der Gruppe U2 finden zueinander mittels ein Zettel, der von Larry Mullins an die Schulwand gehängt wird. Nummer Eins in Deutschland waren Jürgen Drews ("Ein Bett im Kornfeld"), Boney M ("Daddy Cool") und Abba ("Dancing Queen"), während in Großbritannien die tanzende Königin aus Schweden die Herrschaft über die Hitparade alleine und für sich inne hatte.


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    Keine der ganz großen Folgen, aber wie fast alles aus der Phillip Hinchcliffe-"Gothic"-Ära eine gelungene Sache. Die Machtspielchen zwischen den italienischen Adeligen sind zwar nicht wahnsinnig originell, und auch der Kampf gegen das Energiehelixwesen stinkt im Vergleich etwa zu einem Suthek (Pyramids of Mars) doch ein wenig ab. Aber was die Folge handlungsmäßig vermissen lässt, macht sie visuell mehr als wett. Es gibt ganz wenige Episoden, die ich bislang gesehen habe (vielleicht Curse of Fenric oder City of Death), die optisch so sehr überzeugen wie Masque of Mandragora. Der Drehort Portmeirion sieht einfach fantastisch aus, und so nimmt man der Folge das spätmittelalterliche Italien voll und ganz ab. Dafür sorgen natürlich auch die (gewohnt detailreichen) BBC-Kostüme und das tolle Wetter, das die Crew beim Dreh wohl ziemlich genossen haben dürfte. :)


    Erstaunlicherweise finde ich auch die bösen Energieblitze gar nicht mal so übel, das gab´s schon um Welten mieser. (Ich erinnere nur an das Filzstift-Energie-Monster aus Planet of Evil.) Und die Masken der Bruderschaft, insbesondere auch von Hieronymous als Kultführer, sehen angemessen scheuslich aus, für Kinder sicher zum Fürchten. Wirklich gut auch der Moment, als Hieronymous die Maske vom Gesicht gerissen wird, und darunter nur ein ... Nichts steckt.


    Die Charaktere selbst sind ganz in Ordnung, obwohl Giuliano und sein Freund Marco doch ziemlich glatt und der irre Astronome Hieronymous nicht immer völlig überzeugend rüberkommen. Dafür ist der Bösewicht Federico ein richtig toller Widerling und ein überzeugender Gegenspieler, weshalb es mich ein wenig gewundert hat, wie fast schon beiläufig er am Ende von Teil Drei das Zeitliche segnet. Aber auch wenn manche Gaststars ein wenig schwächeln - der Doctor und Sarah Jane sind in Hochform, jede Szene mit den beiden ist einfach ein Vergnügen. Wie Peri und der sechste Doctor später sind sie eigentlich dauernd am Sticheln, aber im Gegensatz zu der vorgenannten Paarung kommt das bei ihnen immer sehr herzlich und liebevoll rüber. Und der vierte Doctor ist hier noch nicht ein derartiger Clown wie in seinen späteren Staffeln, er ist grundsätzlich mit viel Ernst bei der Sache. Dadurch wirken (für mich) die absurderen Momente, wenn er etwa dem ihm stellenden Ritter ungerührt eine Orange auf den Degen steckt oder bei seiner Hinrichtung meint "Excuse me, I like to look my best on these occassions", sehr viel stärker als später unter Graham Williams, wo der vierte Doctor etwas zu flapsig über den Dingen steht und keine Gefahr mehr ernst zu nehmen scheint. Apropos Gefahr, hier darf der Doctor auf gallopierende Pferde springen und gleich gegen vier Gegner gleichzeitig fechten. Kein Problem für ihn, das hat er ja auch von Kleopatras Bodyguard gelernt, wie er meint. :)


    Was ich an der "Gothic Ära" sehr mag, ist natürlich auch die ausgeprägte Brutalität. :) Kommt auch hier wieder zur Geltung, gleich am Anfang werden ein paar unschuldige Dorfbewohner (sehr graphisch) abgeschlachtet, später Marco ziemlich gemein gefoltert und der Bösewicht darf so coole Sachen wie "By this time tomorroy, I want Giulianos liver fed to the dogs!" sagen. 8)


    Ein paar Continuity-Häppchen: Hier wird der zweite Kontrollraum eingeführt. Ich mag dieses Holzset sehr und finde es eigentlich schade, dass es so schnell wieder in der Versenkung verschwunden ist. Daneben sehen wir wieder mal was Neues von der TARDIS, nämlich den "Schuhkasten" des Doctors, der ungefähr so groß wie ein Ballsaal zu sein scheint. :) Nett auch, wie Sarah am Anfang die Flöte von 2nddoc für sich entdeckt. Dann noch die Lamentiererei des Doctors, dass er es einfach nicht schafft, Leonardo da Vinci zu treffen. (Was sich ja auch in City of Death neuerlich bestätigt.)


    Außerdem nimmt die Folge mal zum Problem Stellung, warum die Companions alles und jeden verstehen können, der ihnen bei ihren Reisen mit dem Doctor über den Weg läuft. Hier heißt es nur "It´s a Timelord gift I´ve allowed you to share". Nicht ganz die TARDIS-Lösung, wie wir sie aus der neuen Serie kennen, aber es schließt sich auch nicht zwingend aus.


    Insgesamt ein starkes "Gut".

    "It's more than that! I'm not that man, Klein. The man you want me to be. You can say what you like, even re-write my past, but it doesn't change who I am. If I can save them, I will. I'm the Doctor. That's what I do."


    5thdoc2nddoc8thdoc11thdoc9thdoc4thdoc10thdoc1stdoc6thdoc3rddoc7thdoc

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  • Kenne ich schon ewig, aber das Wiedersehen als DVD 2011 hat nur bedingt Freude gemacht. Ich habe mit „Durchschnitt“ abgestimmt. Es sind ein schöne Kleinigkeiten drin, z.B. als Sara die Flöte des 2.Doktors findet, und auch gute Dialoge, die einem die Charaktere nahebringen, z.B. wenn Giuliano die Wahrsagerei von Hieronymus brüsk ablehnt, weil er die Wissenschaft bevorzugt. Da ich Roger Cormans Poe-Verfilmungen mag, gefiel mir natürlich auch das Ende mit der Ballszene. Schöne Kostüme & Atmosphäre mit der Location in Wales.


    Was mich im Wesentlichen störte, war der Kern der Handlung an sich, denn die Frage drängte sich auf, warum der rote Leuchteball sich überhaupt veranlasst fühlte, in Meister Purpurkutte einzufahren. Vorher kugelte er nur so lustig in der Gegend herum und setzte dieses und jenes in Brand; Zielstrebigkeit war nicht zu erkennen. Und dass ein schlappes Dutzend Kultisten bereit waren, ihn für den Dorfgott Demnos zu halten und anzuhimmeln, ist nicht der ganz große Anreiz, oder? Ich fühlte mich an Arthur C Clarkes Grundsatz „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden“ erinnert. Vielleicht wäre „Masque of Mandragora“ besser geworden, wenn man sich auf ein reines History-Abenteuer beschränkt hätte und die Magie, sprich: den „Feuerdämon“, weggelassen hätte.

  • Das richtig große Sehvergnügen wollte sich bei mir nicht einstellen. Es wirkt alles noch mehr als bei anderen Folgen wie Schema F, angefangen von den Standard-Charakteren über das dürftig gestaltete Monster bis hin zur Handlung selbst, die mir das Gefühl gab, sie schon 10-mal gesehen zu haben. Alles bleibt ein bisschen zu "normal", nichts macht diese Folge zu etwas Besonderem.


    Das einzige, was mir wirklich gut gefallen hat waren der 4. Doctor (der in meiner Sympathie bisher am nächsten an die "NewWho"-Doctoren heranreicht bzw. da locker mitspielt), der mich in seiner Art einfach überzeugt, und ein paar nette Zeilen von Sarah.


    FAZIT:
    Schema F hoch 3
    5/10 Punkten - 'DURCHSCHNITT'

    I have a new destination. My journey's the same as yours, the same as anyone's.
    It's taken me so many years, so many lifetimes but at last I know where I'm going... Where I've always been going:
    Home... The long way 'round


    1stdoc 2nddoc 3rddoc 4thdoc 5thdoc 6thdoc 7thdoc 8thdoc Wardoc 9thdoc 10thdoc 11thdoc 2_1Doc

  • Keine wahnsinnig aufregende Folge, aber sie macht Spass.


    Erstmal mochte ich das Setting sehr. Der Doctor und Sarah passten für mich perfekt ins Spätmittelalter. Klar macht sowas keine gute Folge aus, aber es trug schon zum Fernsehvergnügen bei, dass das Ganze einfach sehr hübsch aussah.


    Die Story ist tatsächlich wahnsinnig durchschnittlich. Das Monster war OK, aber jetzt auch nicht wahnsinnig originell. Aber ich fand's gut, dass der Doctor nachdenken und was basteln muss, um den Energieball zu besiegen und nicht einfach ein bisschen rumsonict. Allerdings ging mir die Lösung dann am Ende doch etwas schnell. Man braucht drei Episoden, um die Gefahr aufzubauen und frühstückt die Lösung dann in nichtmal einer ganzen Episode ab. Das war mir etwas zu hopplahopp (oder hab ich in der letzten Zeit einfach zu viele Pertwee-Sechsteiler gesehen?).


    Die Nebencharaktere waren auch in Ordnung, aber nix Besonderes.


    Die Folge hätte also eigentlich ein "Durchschnitt" verdient, aber man muss fairerweise zugeben, dass eine durchschnittliche Baker-Folge immer noch ein recht hohes Niveau hat. Daher gibt's ein "gut" und 6 Punkte.

  • Eine schöne Episode - nicht beeindruckend - aber halbwegs aufregend. Es erinnerte mich an SJA "Secrets of the Stars" :) Ich geb' ein "Gut" - wegen dem tollen Sets, dem Doctor und auch den schönen Masken! Jetzt freu' ich mich noch mehr auf "Wunderschönes Chaos" *.*

  • Mittelalterfolgen liegen mir generell nicht so.
    Ich mag die Zeit einfach nicht und auch sonst war ich nicht wirklich gefesselt.
    Unklar blieb mir auch die Auflösung. Wie die Helix nun vernichtet wurde.....


    Überraschend gut hin gegen war die Auflösung, das der Doktor hinter der Purpurkutte steckte.

  • Mich wundert es nicht dass diese Folge hier so unterdiskutiert ist. In 10 Jahren gerade mal 6 Beitäge. Uiwui.


    Viel gibt "Masque" aber auch nicht her - und mich wundert es auch im Nachhinein nicht dass ich an dieses Serial praktisch keine einzige Erinnerung hatte. Es sieht zwar alles hübsch und teuer aus, aber so richtig in Gang kommt hier imo nichts. Der Bösewicht ist Standard-Bla, die Nebenfiguren öde, die Dialoge recht trocken und die Geschichte eher zäh.


    Keine (Wieder-)Entdeckung auf der BluRay-Box. Schade.

  • Mich hat diese Geschichte in seinem Buch-Form damals genug imponiert, dass ich sie mehrmals gelesen habe. Für das „Brief Encounter“ Wettbewerb im DWM (früh 90er Jahren) habe ich sogar eine kurze Fortsetzung mit Nyssa und dem 5. Doctor geschrieben. Meine Geschichte hieß „The Mask of Mandragora “ und hat selbstverständlicherweise nicht gewonnen. :-)


    Die gefilmte Version habe ich erst viel später und nur ein oder zwei mal gesehen.

  • Mich hat diese Geschichte in seinem Buch-Form damals genug imponiert, dass ich sie mehrmals gelesen habe. Für das „Brief Encounter“ Wettbewerb im DWM (früh 90er Jahren) habe ich sogar eine kurze Fortsetzung mit Nyssa und dem 5. Doctor geschrieben. Meine Geschichte hieß „The Mask of Mandragora “ und hat selbstverständlicherweise nicht gewonnen. :-)


    Die gefilmte Version habe ich erst viel später und nur ein oder zwei mal gesehen.

    Und magst du die Geschichte hier nochmal veröffentlichen für uns zum nachlesen? =)