Review Season 2006

  • Review Season 2006


    Dieses Thema ist dazu da, damit ihr auch eure allumfassende Meinung zu den Episoden des Jahres 2006 abgeben könnt.
    Was habt ihr ursprünglich für die Staffel erwartet, was davon wurde erfüllt und was wurde gebracht, das euch so zu sagen gegen den Strich ging? Schreibt auch, was ihr euch für die 3. Staffel erhofft.




    Ich werde selber erst in ein paar Tagen etwas dazu schreiben, vorher muss ich mir so einiges noch mal ansehen. ;)

  • Weniger gelungen: Das Geturtel zwischem dem Doctor und Rose ging zeitweise sehr auf den Keks. Queen Victoria war mir da sehr sympathisch mit ihrer Äußerung. Immerhin ein Hinweis, dass es besser wird.


    Mickey the Idiot wurde vollkommen rehabilitiert, von der dämlichen Nervensäge zum Held. Schön, die Drehbuchautoren haben auch hier das Problem gesehen.


    Dass nicht alles logisch ist, o.k. Aber generell gesagt waren einige Handlungen extrem an den Haaren herbeigezogen. Zum Beispiel Kinder durch Zeichnungen in einzufangen, eine Frau, die im Fernseher lebt, das ist nicht unwahrscheinlich, das ist unmöglich. Die Grenze zwischen SciFi und Märchenstunde ist deutlich überschritten.


    Wettgemacht wurde dies durch gute Erzählung. Überhautp sind alle Folgen beim zweiten Sehen bei mir besser weggekommen, weil man nicht nur dem reinen Handlungsstrang folgen musste, sondern einem noch viel mehr Details aufgefallen sind. Es bleiben halt liebevoll und gut erzählte Geschichten, auch wenn die Handlung manchmal Schwächen zeigt.


    Ich hoffe, dass künftig das Verhältnis zwischen dem Doctor und seinem neuen gut aussehendem Companion nicht zu innig wird. Außerdem gibt es einige Andeutungen, die in der Zukunft noch sicher eine Rolle spielen werden. Insbesondere die Frage nach dem Sohn des Doctors! Und ich wäre keineswegs überrascht, wenn Rose doch noch die eine oder andere Gastrolle spielen wird. Durch ihren neuen Job ist es keineswegs ausgeschlossen, dass sie auf die eine oder andere Weise mit dem Doctor in Kontakt treten wird.

  • Ja ich könnte mir auch gut vorstellen das Rose nochmal zu sehen sein wird. Als Gastauftritt. Aber erstmal sollten die beiden etwas abstand zu ein ander finden, damit sie sich nicht die ganze zeit in den Armen liegen.^^


    Nun zu Staffel:
    Ich fand die Staffel alles in allen sehr gut. Ich kann sie eigentlich nicht wirklich mit vielen anderen Staffeln vergleichen, denn ausser dieser hier hab ich nur die 7. und die 27. komplett gesehn.


    Wärend ich anfangs noch dachte, wie schade es ist das der 9. Doc weg ist (ihn fand ich schon sehr gut) hat sich David doch sehr schnell für mich zum Sympatie-träger entwickelt.
    Teilweise etwas schlecht zu verstehen, war es doch brilliant wie er ständig zwischen Humor in den auswegslosesten Situationen und Ernsthaftigkeit in lustigen Momenten gewechselt hat. :)


    Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir, das die Animationen nochmal zugelegt haben, im Vergleich zur Vorgängerstaffel.


    Die Stories, nun, viele waren sehr gut, wie Girl in the fireplace, Love & Monsters oder School Reunion, manche waren nur gut, aber spaß gemacht haben sie alle.


    Was erwarte ich von der 29. Staffel:


    - Das die neue Comp. sinnvoll in die Story eingeführt wird
    - Das wieder ne Menge Anspielungen auf alte Stories kommen
    - Das mindestens ein Dalek zu sehen sein wird
    - Das es eine zusammenhängende Storyline geben wird
    - weiterhin gutes Zusammenspiel zwischen Story, Humor, Musik
    - und (und das ist der wichtigste Punkt) das es nicht die letzte Staffel sein wird.^^


    Gruß Alex

  • Also, ich fand die Staffel ooookaaaay. Es gab zwar eher wenig Folgen die ich schlecht fand, und unterm Strich würde ich es sagen es gab sogar mehr gelungenere Episoden als letztes Jahr, aber der Gesamteindruck ist dann doch irgendwie nicht ganz so gut. Mir fehlte irgendwie der Zusammenhang zwischen den Folgen und es kam alles so "random" rüber. Letzte Staffel kam alles wie aus einem Guss... in dieser war alles recht chaotisch.


    Mein grösstes Problem war dabei die Charakterisierung der beiden Hauptfiguren, insbesondere die von Rose. Ich habe die Frau einfach nicht mehr begriffen. In "School Reunion" macht sie noch bratziges Schmollgesicht weil Mickey auf die TARDIS kommen will (weswegen ich ihr am liebsten eine runtergehauen hätte, btw), in "Girl in the Fireplace" legt sie begeistert ihren Arm um seine Schulter. Im Cybermen-Zweiteiler ist er dann auf einmal wieder das fünfte Rad am Wagen. Und das alles ohne Begründung oder nachvollziehbare Entwicklung... es IST halt einfach so. Und wenn man ein wenig nachforscht, erfährt man, daß da noch nicht mal Absicht hinterstand... sondern daß da einfach nur die Kommunikation hinter der Kamera versagt hat. Sowas sollte nun eigentlich nicht passieren! Ganz besonders wenn man immer herausposaunt wie grossartig und tiefschürfend die Charakterentwicklungen der neuen Serie seien. Und im grossen und ganzen muss ich echt sagen, daß der zehnte Doctor und Rose für mich eines der unsympathischsten Gespanne überhaupt waren. Selbst Colin Baker und Peri konnte ich mehr abgewinnen. Es wurde von einigen Leuten des Produktionsbüros immer wieder suggeriert, daß deren selbstgefälliges Verhalten Absicht sei... und daß sie am Ende dafür eine Bestrafung zu erwarten hätten. Auf die Auflösung dieser angeblichen Storyline warte ich immer noch. Okay... Der Doctor und Rose mussten sich trennen... aber das war eine Tatsache, die aus dem Kampf Daleks/Cybermen resultierte, nicht aus der Arroganz der Hauptfiguren.


    Überhaupt hatte die Staffel viele Probleme damit all ihre Prämissen zu halten. Erinnert sich noch jemand an die "Lonely God"-Bemerkung vom Face Of Boe... die die Erwartung geschürt hat, daß da noch etwas kommen sollte? Erm... tjo. Torchwood war ebenfalls ein Schuss in den Ofen. Nach all dem ausführlichen Foreshadowing kam da eigentlich nicht viel mehr als eine Büroetage heraus, die von einer Nervensäge geleitet wurde. Von all der Bedrohlichkeit die von dem Laden auszugehen schien, war auf einmal überhaupt nichts mehr zu spüren.


    Dann war da die Sache mit "No second Chances". In "The Christmas Invasion" wurde uns ein etwas düsterer Doctor versprochen, einer der "rude" ist und sehr zynisch werden kann. Aber davon haben wir im Endeffekt nicht viel gesehen, erst recht nicht von "No second Chances". Stattdessen war's der Happy!Fun!Doctor! ...womit ich auch ja auch kein Problem habe, diese Art von Doktoren gab's vorher ja auch schon. Aber dieses Drehen von 180° fand ich doch etwas sehr... naja.



    Nun... was ich mir für die nächste Season wünschen würde:


    - eine klarere Linie in den Charakterisierungen und Storylines
    - ein Wiedersehen mit Harriet Jones
    - mal jetzt NICHT die Rückkehr eines alten Gegners. Ein neuer Widersacher, der sich über viele Jahre halten kann, wäre nicht übel.
    - daß der Doktor mal das Wort "Gallifrey" in den Mund nimmt. ("Skaro" war ja schon mal ein gute Anfang. *g*)
    - jeweils ein Zweiteiler von Stephen Moffat und Robert Shearman
    - wieder eine schräge Experimentalfolge wie "Love & Monsters"


    ...und Captain Jack kommt ja sowieso wieder. *g*



    Jedenfalls... meine Wertung für Staffel 2: ***1/2 von *****

  • Die 2006er Staffel hatte einige Schwächen in den Stories, was teilweise durch die guten Darsteller ausgeglichen wurde (und der Tatsache, daß ich ein Fan der Serie und daher ohnehin nicht objektiv bin).
    Sicher gab es auch in dieser Staffel wieder ein paar Ungereimtheiten, aber das läßt sich bei einer solchen Serie wohl nie ganz vermeiden. Peter Davison hat mal gesagt, daß jede der Folgen, in denen er mitgespielt hat, derartige Fehler hatten, von denen die meisten jedoch nur eingefleischten Fans nach mehrmaligem Anschauen auffallen würden. Wer Fehler sucht, findet sie auch.


    Der 10. Doctor und Rose:
    Leider hat mir die Idee, der Doctor könnte sich in einen Companion verlieben, nie sonderlich gefallen, ich glaube, das habe ich auch 1-3mal erwähnt. :D
    Ansonsten waren die beiden (von einigen Entgleisungen von Rose mal abgesehen) ein sehr gutes Gespann. Trotz allem war ich doch etwas gerührt bei der Szene in Norwegen.


    Bleibt nur noch zu eines zu sagen: Schade, daß die Staffel schon vorbei ist, bis Weihnachten ist es doch noch so lang hin. :23:

  • Ich fand die Serie als Gesamtheit schlechter als die 2005er, das liegt aber nur daran, dass es dort eine durchgängige Geschichte gab, hier war die nicht zuerkennen und das ständige Torchwood-Gebabbel hat nur noch genervt!


    Aber es gab viele sehr gute Folgen!
    Und Felher gibt es immer und überall, ob man sie sieht und liebt, oder den Finger in die Wunde steckt und umdreht, unterscheidet den Fan vom ....


    Doch der größte Kritikpunkt meinerseits ist: Zu wenig Tote!
    Klingt fies, aber in den alten Episoden sind auch mal welche gestorben. Bei "Idiot's Lantern" wäre es völlig okay gewesen, wenn alle Gesichtslosen gestorben wären. Wäre auch wesentlich realistischer!


    Ich will keinen Action-Quatsch, aber klare Verhältnisse und nicht so einen Comic-Kram, wo ständig geschossen und gemordet wirt, aber keiner stirbt.
    Doctor Who mochte ich vorallem, weil eben nicht wie bei Star Trek, man genau weiß, der stirbt, um zu zeigen, dass es gefährlich ist. Sondern weil bei Doctor Who quasi jeder immer in Gefahr war zu sterben.
    Vorallem auch inklusive des Doctors!


    Der Tod war ein Gefährte, wie es ja auch Clive sagt, und nicht irgendetwas Fremdes, dass nichts mit den Helden zu tun hat.


    Das Rose sich in den Doctor verliebt finde ich okay. So ist das halt mit kleinen Mädchen, die himmeln ihren Star an ;-)
    Das der Doctor sich in seinen Begleiter/seine Begleiterin verliebt halte ich ziemlich abwegig.

  • Zitat

    Original von TheFool
    Ich fand die Serie als Gesamtheit schlechter als die 2005er, das liegt aber nur daran, dass es dort eine durchgängige Geschichte gab, hier war die nicht zuerkennen und das ständige Torchwood-Gebabbel hat nur noch genervt!


    Ja, das stimmt allerdings. Es gab viele Themen die über die Staffel hinweg angeschnitten, aber selten weitergeführt oder zufriedenstellend zu Ende gebracht wurden. Irgendwie fehlte dieser Staffel sowas wie der Time War im letzten Jahr.


    Und "Torchwood" als Mystery Word hat allein schon deswegen nicht funktioniert, weil alle bereits wussten was dahinter stand. "Bad Wolf" hat Spass gemacht, weil es erst ab der zweiten Hälfte der Staffel auffiel und dann alle anfingen die Folgen nach dessen Erwähnung abzusuchen... und weil alle darüber diskutiert haben wer oder was damit gemeint sein könnte. Bei "Torchwood" hat man einfach nur noch darauf gewartet, daß der Doctor auf das Institut traf, damit man's endlich hinter sich hatte.


    Zitat

    Das der Doctor sich in seinen Begleiter/seine Begleiterin verliebt halte ich ziemlich abwegig.


    Och naja... ich finde, das kommt ganz auf den Companion an. Romana ist da ein sehr gutes Beispiel für, daß das schon funktionieren kann... Oder Bernice Summerfield... auch wenn's die nur in Buch- und Audioform gibt.


    Bei Rose fand ich es persönlich nur etwas komisch weil sie mir immer ein wenig... tussihaft vorkam. Wie ich es auch drehe und wende, irgendwie will sie nicht so recht zum Charakter des Doctors passen. 8o Auch wenn ich zugeben muss, daß WENN sie schon zu ihm passen sollte... dann doch eher zum zehnten als zum neunten Doctor. Beim Eccleston-Doc hatte auf mich diese Beziehung immer eher so gewirkt als hätte er das genommen was gerade da war. :wacko:

  • Ich fand die Staffel sehr gut.
    Soviel dazu.
    Nun zu den Kritikpunkten.
    Ich hatte fest mit Davros fürs Finale gerechnet. Dementsprechend Vorfreude bei "Army of Ghosts" und leichte Enttäuschung bei "Doomsday".
    Ausserdem hätte ich paar mehr Fakten zum Time-War erwartet, sowie ein paar Infos Seitens des Doctors über seine Leute oder Verweise auf ältere Abenteuer.
    Und die Tatsache das diese coolen Cybermen parallele sind schmeckt mir auch nicht ganz.
    Auch die paar "Bad Wolf" anspielungen haben mich eher ein wenig genervt. Ich hatte erst erwartet da kommt noch was, aber dann war da nix. Hätte man ja gleich sein lassen können.
    Und Torchwood hat mich auch enttäuscht. Aber ich geb die Hoffnung nicht auf das sie unter Cpt. Jack besser sein werden.

    "Well, there you are, young man. What do you think of that now, eh? A Viking helmet."
    "Oh, maybe."
    "What do you mean, maybe? What do you think it is? A space helmet for a cow?"


    The Time Meddler 1stdoc

  • über torchwood ist im vorfeld schon so viel geredet worden, dass sie's schwer haben werden.
    UNIT sind eh cooler, spin off serie mit dem alten Nick courtney, ja das wär was.


    eine spin off von etwas, das in der serie nicht wirklich wichtig ist und dann noch ganz anders als im spin off find ich eh komisch. die lone gumen bei akte x sind auch in ihrer spin gnadenlos abgestürzt, und die waren in akteX der serie obercool...

  • Muss aber nix heissen. Kommt auch drauf an was das Script hergibt. Wenn man sich richtig Mühe gibt und was draus macht dann könnte Tourchwood richtig gut werden.

    "Well, there you are, young man. What do you think of that now, eh? A Viking helmet."
    "Oh, maybe."
    "What do you mean, maybe? What do you think it is? A space helmet for a cow?"


    The Time Meddler 1stdoc

  • Ich bin mir noch nicht sicher ob ich Tourchwood wirklich anschauen werde.
    Was RTD in der 2006er Doctor Who Staffel getrieben hat, ist eine wirklich schlimme Anti-Werbung. Doctor Who war ja fast nur noch ein Trailer für Tourchwood und daher komme ich mir als Alt-Fan total vera*** vor.


    Daß Davros dann trotz der IMDB-Ankündigung nicht aufgetaucht ist, war wirklich schade. Das hätte vielleicht einiges der sinnlosen Handlung retten können.


    Die Blue-Peter Folge war ja irgendwie witzig. Man wollte eben die jugendlichen Zuschauer etwas einbinden, hat ja auch eine gewisse Tradition. Und die maulende Myrte im Pflasterstein war auch beinahe lustig. In einer richtig guten Staffel ist so ein geplanter Tiefpunkt kein Problem, aber wenn eine planmäßig flache Geschichte eingerahmt wird von ungewollt schlechten bis miserablen Geschichten, tja...


    Also was bleibt wirklich hängen:


    - School Reunion (immer wieder schauen, einfach gut)
    - Christmas Invasion (das einzige mal daß David Tennant im Alleingang eine eigentlich mäßige Geschichte herausreißt, er hat später keine Chance mehr in der Trailershow)


    Was wünsche ich mir im nächsten Jahr:


    - mehr Geist der alten Serie
    - intelligente Handlungsstränge statt Reklame
    - den nächsten Spinoff *einmal* einbringen, da wo es zu einer sinnvollen Handlung paßt
    - keinen Blödsinn über alte Feinde in Paralleluniversen
    - die echten Cybermen
    - einen guten Handlungshintergrund für das Weihnachtsspecial (wie wäre es mit Tom Baker als verlassenen Bräutigam?)
    - eine "The xx Doctors" Folge


    So, jetzt wirds erst mal Zeit für eine Folge mit Touchwood...


    Mittelalterliche Grüße


    Helmut

    ObexI1U1I-5cxI-01234501234.gif1.4thdoc 2.11thdoc 3.7thdoc 4.2nddoc 5.5thdoc 6.6thdoc 7.3rddoc 8.1stdoc 9.8thdoc 10.Wardoc 11.12thdoc 12.9thdoc 13.10thdoc 14...keine Ahnung was da noch kam

  • Zitat

    Original von Helmut
    Daß Davros dann trotz der IMDB-Ankündigung nicht aufgetaucht ist, war wirklich schade. Das hätte vielleicht einiges der sinnlosen Handlung retten können.


    Ach, das ist doch schon mittlerweile ein Running Gag, der jedes Jahr pünktlich zum Season Finale auftaucht. :D Irgendein Superhirn trägt da aus Jux Terry Molloy oder sonstwen als Davros in die Castliste und schon geht das Spekulieren wieder los. *g* Mal abgesehen davon glaube ich nicht, daß sein Auftreten "Doomsday" gut getan hätte. Dann hätte nämlich auch noch Zeit damit verbracht werden müssen, um sein Auftreten einigermassen logisch zu erklären. Und daß auch noch so, daß auch die Neuseher mitkommen, die noch nie von Davros gehört haben. Ausserdem denke ich, daß die Daleks ruhig mal wieder für sich böse sein können. Davros kann man ja (wenn's denn unbedingt sein muss) noch in ein paar Jahren zurückbringen.


    Zitat

    - Christmas Invasion (das einzige mal daß David Tennant im Alleingang eine eigentlich mäßige Geschichte herausreißt, er hat später keine Chance mehr in der Trailershow)


    Also, ich weiss ja nicht. Auch mit Tennant war es für mich mitunter eine der schlechtesten Folgen der Staffel.


    Zitat

    - mehr Geist der alten Serie


    Sowas ähnliches denke ich auch manchmal. *g* Und dann frage mich gleich hinterher was genau ich eigentlich damit meine. Schon die alte Serie ist so randvoll mit verschiedenen Stilen, Ansätzen wie auch Umsetzungen, daß es da kein rechtes richtig oder falsch geben kann. Allein schon die McCoy-Jahre haben kaum was mit den Hartnell-Staffeln gemeinsam. Ich sehe diese RTD-Staffeln mehr wie ein weiteres Gewürz das der Suppe hinzugefügt wird. Nur ob einem dieses Gewürz ohne Bedingung auch schmeckt, ist dann die zweite Frage. *g*


    Naja, ich sehe die RTD-Ära mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Manches finde ich sehr gelungen, anderes wiederum bringt mich zum Augenrollen.

  • Meine bescheidene Meinung zur Staffel 28:


    Ingesamt gesehen fand ich die Staffel 27 mit Christopher Eccleston besser, und zwar nicht nur deshalb, weil er wesentlich besser zu verstehen war als David Tennant. (Für den internationalen Markt ist so etwas ein nicht zu unterschätzender Faktor. "Derrick" wäre nie so ein Exportschlager geworden, wenn Horst Tappern mit tiefsten bayrischem Aktent gesprochen hätte.)


    Obwohl D.T. ein guter Schauspieler ist, hat er auch etwas von einem Oberlehrer an sich. Ich hatte früher in der Oberstufe mal einen Physiklehrer, der hätte D.T. glatt ersetzen können, sowohl in seinem Kleidungsstil als auch mit seiner "Ich-weiß-es-besser"-Attitüde.


    C.E. war mehr ein Kämpfer, der von ihm gespielte Doktor zeigte mehr Stärke als der Doktor von D.T. und genau das hat der Charakter des Doktors gebraucht, um im 21. Jahrhundert (wieder) im TV Fuß fassen zu können. "Kuschel-Science-Fiction", bei dem sich alle lieb haben und Händchen halten, hatten wir in den Neunzigern schon genug mit Jean Luc Picard, Captain Sisco und Captain Janeway und ihren Crews. Da wurde endlos über Probleme diskutiert und debattiert, Tee getrunken, sich entschuldigt und sich gehenseitig mit Samthandschuhen angefaßt. (Zumindest war das in den ersten Staffeln jeweils so, später, gegen Ende der Serien wurde es dann ja etwas besser.)


    Und was mir an C.E. ganz besonders gefiel war die völlig neue Art, die wir vom Doktor kennengelernt haben. Sein Doktor war anders als alle andere vor ihm. Der Doktor von D.T. dagegen wirkt wie ein Gemisch aus den vorhergehenden Doktoren. Man erkennt für meinen Geschmack zu viele alte Charakterzüge wieder. Das war bei C.E. anders und das hat mir besser gefallen.


    Außerdem hat C.E., obwohl er im Vergleich zu D.T. ein richtig "rauher Geselle" war, auch die verletzliche Seite des Doktors gezeigt. D.T. dagegen hält alles, was Gefühle angeht, auf weiter Distanz. Die Folge mit Satan war da eine richtig guttuende Ausnahme. Allerdings hat D.T., obwohl der gesamte Glauben und das gesamte Wissen des Doktors auf den Kopf gestellt wurde, auch hier ziemlich schnell emotional wieder dicht gemacht. Er hat das akzeptiert, was er sieht (ein großes angekettetes Wesen), ist aber später dann einfach schulterzuckend über jeden erklärungsversuch hinweggegangen. ("Keine Ahnung, was es war, aber jetzt ist es weg.")


    Ich glaube, C.E. hätte da wesentlich mehr Emotionen nud Tiefe gezeigt.


    Aber wie gesagt: all das ist meine Meinung, ich erwarte nicht, daß sie jemand teilt. :)


    Was die Geschehnisse wie gesichtslose Menschen oder in Zeichnungen verschwindenen Kindern angeht:


    Die Serie lebt schon seit mehr als 30 Jahren von schrägen Ideen, von unmöglichen Geschehnissen, geheimnisvollen Schicksalen und den absurdesten Kreaturen. Wer die "wahre" Geschichte um die Entstehung des Loch-Ness-Monsters gesehen hat, kennt das. :D



    Was ich mir von Staffel 29 wünsche:


    • Auf alle Fälle mehr vom Inneren der TARDIS!!!
    • Mehr Wiedersehen mit alten Charakteren, z.B. dem Brigadier
    • Eine gute Erklärung, warum Torchwood und UNIT sich bislang anscheinend noch nie in die Haare gekommen sind. Daß sie voneinander gewußt haben, steht für mich außer Frage. So gut, wie Torchwood über den Doktor informiert gewesen ist, müssen sie auch über seine Arbeit bei und mit UNIT bescheid gewußt haben. Ich weiß, daß es immer schwierig ist, wenn ein Autor eine Idee zu etwas hat, was zeitlich vor dieser Idee spielt, aber mit etwas Mühe geht das auch.
    • Anspielungen, Erklärungen und Wiederaufnahme von alten Geschichten
    • Mehr fremde Planeten, die nicht alle wie eine ganz bestimmt Kiesgrube aussehen
    • Und ganz wichtig: mehr Infos über das Schicksal von Gallifrey und den Zeitkrieg!!!! Was ist ein Zeitkrieg? Was muß man sich darunter vorstellen? Was ist dabei passiert, warum ist es ihm nicht möglich, zu einer Zeit zurückzukehren, zu der Gallifrey noch existiert, um die Zerstörung zu verhindern?
    • Nachtrag:
    • Eine Auf- Erklärung der Vaterschaft des Doktors: wer, wann und wo ist/sind sein(e) Kind(er)?
    • Was ist aus seiner Enkelin gewerden? War sie auf Gallifrey, als der Krieg tobte? Wenn nicht, hat sie den Krieg evtl überlebt?


    Das wäre meine Wunschliste für die nächste Staffel. Wenn es darüber hinaus noch ein Zusammenspiel von/mit mehreren Doktoren gäbe, wäre das auch nicht schlecht. Sehr gut fände ich, wenn der Doktor Besuch von einer späteren Ausgabe seines Selbst bekäme. Das wäre eine tolle Idee. Und wenn der Doktor dann noch von einem farbigen Schauspieler dargestellt wird, wäre das der Hauptgewinn. :D

  • Zitat

    Original von DrZarkov
    Der Doctor von einem Farbigen dargestellt? Warum nicht gleich von einer Frau? Warum eigentlich nicht? Ich könnte mit beidem leben. :rolleyes:


    Hmmm, nach allem, was bisher in der Serie zu dem Thema gezeigt und gesagt wurde, scheint mir eine Änderung des Geschlechts während einer Regeneration nicht möglich zu sein. Der Doktor, die Rani, der Master und auch der Vorsitzende des hohen Rates hatten nach der Regeneration stets das selbe Geschlecht wie vorher.


    Etwas völlig anderes ist dagegen die Farbgebung von Haaren und Augen. Und wenn deren Pigmentierung veränderbar ist, gilt das auch für die der Haut. Das muß es auch, denn jeder Darsteller des Doktors hat eine etwas andere Hautfärbung, einer ist etwas dunkler, der andere ist etwas hellhäutiger. Irgendwo habe ich mal gelesen, daß die Haarfarbe und die Hauttönung einen Zusammenhang haben und daß gewisse Kombinationen daher äußerst selten sind. (Vielleicht kann dazu ein Biologe etwas mehr sagen.)


    Zusatz:


    Die Bewohner von Gallifrey haben die Möglichkeit, ihr Aussehen nach der Regeneration in gewissen Maßen zu beeinflussen. Der Master und die Rani haben davon stets Gebrauch gemacht, deswegen sahen ihre verschiedenen Ausgaben sich sehr ähnlich. Der Doktor dagegen macht normalerweise keinen Gebrauch von dieser Fähigkeit, er läßt sich überraschen.


    Bis auf eine Ausnahme:


    Die Regeneration des 5. Doktor (die zum 6. Doktor) war der einzige Fall, in dem der Doktor nachher so aussah wie jemand, den er zuvor gesehen hatte. (Collin Baker war der einzige Darsteller des Doktors, der zuvor jemand anderes dargestellt hatte.) Wenn ich mich recht entsinne, wurde dieses damals mit dem gewaltsamen und sehr traumatischen Tod des 5. Doktor erklärt. Er hatte sich unbewußt an jemanden erinnert, den er kurz zuvor gesehen hatte. (War es nicht sogar die von Collin Baker gespielte Wache, die ihn erschossen hatte? So genau weiß ich es auch nicht mehr. verwirrt ?()


    Jetzt stellt Euch mal vor, dieses passiert ihm irgendwann noch einmal, und in einem Anfall von Sentimentalität denkt er kurz vor seinem Tod sehr intensiv an .... Rickey! :D

  • Zitat

    Original von DrZarkov
    Der Doctor von einem Farbigen dargestellt? Warum nicht gleich von einer Frau? :rolleyes:



    diese Schlussfolgerung verstehe ich nicht so ganz




    @sonic screwdriver
    zu deiner frage, warum man nicht zu einem gallifrey VOR den zeitkrieg fliegen kann: meines wissens steht gallifrey ausserhalb der zeit des universums, dh es gibt dort nur reine gegenwart, wenn man so will.

  • Zitat

    Original von Sonic Screwdriver
    Der Master und die Rani haben davon stets Gebrauch gemacht, deswegen sahen ihre verschiedenen Ausgaben sich sehr ähnlich.


    Aehm...
    Also erstmal kennen wir nur EINE Version der Rani (darum sieht sie sich da auch so ähnlich), die von KAte Omara gespielt wird.
    Und vom Master kennen wir genaugenommen auch nur eine Regenration, weil der von
    Anthony Ainley gespielte Master ja eigentlich der Körper von Tremas ist....



    Zitat

    Original von Sonic Screwdriver
    Die Regeneration des 5. Doktor (die zum 6. Doktor) war der einzige Fall, in dem der Doktor nachher so aussah wie jemand, den er zuvor gesehen hatte. (Collin Baker war der einzige Darsteller des Doktors, der zuvor jemand anderes dargestellt hatte.) Wenn ich mich recht entsinne, wurde dieses damals mit dem gewaltsamen und sehr traumatischen Tod des 5. Doktor erklärt. Er hatte sich unbewußt an jemanden erinnert, den er kurz zuvor gesehen hatte.


    Auch hier leider kein Treffer. Innerhalb der Serie wurde der Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Colin Bakers als Wache und später als Doctor nie erklärt und sollte es auch nie werden. Es war ganz einfach nur so, das JNT Baker für die Rolle so toll fand, nachdem er ihn als Wache gesehe hatte...


    Naja ist ja schon ne Weile her ;)


    R: