8x02 - The Mind of Evil

  • Bewertung der Episode 16

    1. Super (3) 19%
    2. Gut (11) 69%
    3. Durchschnitt (2) 13%
    4. Ausreichend (0) 0%
    5. Schlecht (0) 0%


    Der dritte Doctor und Jo wohnen im Stangmoor Gefängnis einer Demonstration der Keller Machine bei, einer vom schweizer Wissenschaftler Emil Keller erfundenen Apparatur, welche sämtliche bösen/anti-sozialen Verhaltensweisen aus dem Gehirn des mit ihr behandelten Menschen extrahieren soll. Da der geniale Erfinder verhindert ist, bedient Professor Kettering die Maschine. Allerdings fällt der Proband, ein Verbrecher namens Barnham während der Behandlung in ein Koma ...
    Zur selben Zeit ist UNIT damit beschäftigt, die erste Welt-Friedens-Konferenz zu überwachen und der Brigardier muss sich mit Captain Chin Lee, einer ebenso fähigen wie attraktiven Angehörigen der chinesischen Delegation herumschlagen, als zunächst wichtige Dokumente verschwinden, dann gar der chinesische Deleguerte ermordet wird ...
    Auch im StangmoorGefängnis häufen sich die mysteriösen Todesfälle ...
    Es dauert nicht allzu lange, bis klar wird, dass da ein Zusammenhang besteht, und dieser Zusammenhang ist - der Master ...


    The Mind of Evil war die zweite Folge der achten Staffel und bestand aus sechs Einzelepisoden die zwischen dem 30. Januar und 06. März 1971 erstmals ausgestrahlt wurden und dabei von 6.1 Mio bis 8.8 Mio Zuschauern verfolgt wurden.


    ***


    Der Master hat seinen zweiten Auftritt und zeigt, was ein diabolisches Genie so drauf hat. Sein Plan ist es, die Friedenskonferenz zu sprengen (und das im wörtlichen Sinn), was einen weltweiten Krieg auslösen würde, an dessen Ende er über die Überlebenden zu herschen gedenkt. Das gelingt ihm, dem Doctor sei es gedankt, zwar nicht, aber am Ende musste der Doctor ihm das zum Funktionieren seiner TARDIS fehlende Teil überlassen und der Master konnte seines Weges ziehen.


    Die Keller Machine war kein schweizer Patent, sondern eine Erfindung des masters und funktionierte mittels eines außerirdischen Psycho-Parasiten, der leider irgendwann Amok läuft. Interessant ist was der Doctor sieht und was der Master sieht, als sie jeweils unter deren Einfluss geraten:
    Der Doctor sieht sich mit gegnern aus altenTagen, wie eine Dalek, einen Zarbi, Koquillion, eine War Machine, Slaar, einen Cyberman und einen Silurian
    Der Master sah ... den zweiten Doctor (der so langsam auch mein Alptraum wird)


    Die Folge insgesamt würde ich aufgrund des Master-Bonus mit GUT bewerten, sie ist ein schöner SF-Thriller.


    In besonderer Weise ist The Mind of Evil einzigartig: Als einzige Pertwee-Folge liegt sie nich komplettin Farbe vor. Die schwarz-weiße Fassung wurde 1998 auf VHS veröffentlicht


  • Uuuh... schon ein bisschen her, dass ich sie gesehen habe (weswegen ich jetzt nicht mit Details protzen kann), aber es ist definitiv eine sehr sehr schöne Doctor/Jo/Master-Folge bei der es ärgerlich ist, dass es wohl noch ein paar Jahre dauert bis wir sie endlich auf DVD sehen können.


    Besonders positiv in Erinnerung ist mir noch Jo, die hier sehr aktiv agiert und sich auch mal ganz spontan auf der Treppe in den Bösewicht fallen lässt, damit der Doctor schnell fliehen kann. Von dem blonden Doofchen von dem ihre Kritiker gerne reden ist hier jedenfalls keine Spur. ;)


    Der einzige Schwachpunkt ist dass sich die meisten Cliffhanger ganz schön ähneln. Immer stellt sich das Maschinchen neben den Doctor der sich darauf dann schmerzverzerrt die Haare raufen muss... weswegen man es schon spätestens bei Episode 4 nicht mehr als Bedrohung empfindet. ;)


    Auf jeden Fall ein gutes "gut" von mir! :)

  • Starker Beginn mit der Maschine, deren Nebenwirkungen bestritten werden; pfiffige Mitte mit den Chinesen, mit denen der Doktor in ihrer Sprache parlieren kann, während der Brigadier mit einem köstlich mißmutigen Gesicht daneben steht; starkes Finale mit dem Master - wenn es nicht zwischendurch mit der 08/15-Raketenklaugeschichte etwas gehangen hätte und der Doktor zu lange in der Zelle sitzen gelassen worden wäre, hätte ich ein Super gezückt, so belasse ich es mit einem dicken, dicken GUT.


    Master: "Is it wise?"
    Doktor: "Perhaps not, but I prefer to work that way."


    Master (zum Doktor): "How could I possibly fail?"


    Doktor (zum Brigadier): "Apart from losing the Master AND the missile, you're doing very well!"


    Ja, es sind solche Auseinandersetzungen, die das Salz in der Suppe sind ^^ Man merkt, dass die Chemie zwischen den Darstellern stimmt.
    Eine (hoffentlich nachkolorierte) DVD lässt weiter auf sich warten.

  • Schöne Folge. Interessantes Setting in einem Gefängnis in dem eine Revolte losbricht, der Master plant mal wieder die Erde in einen Krieg zu stürzen, indem er eine Rakete auf eine internationale Friedenskonferenz abzufeuert um dann anschließend die Weltherrschaft zu übernehmen und dann auch noch eine mörderische chinesische Militärangehörige (leider war der Teil viel zu schnell vorbei). Die eigentliche Bedrohung, diese Maschine, die sich kreuz und quer durchs Gefängnis 'beamen' konnte, war da eher zweitrangig.



    Eins muss man allerdings sagen, wie bereits in dem Thread zu Planet of the Daleks bemerkt wurde

    Zitat

    Und Jon Pertwee zeigt hier eins sehr klar: Als "todkrank spielen" in der Schauspielschule dran war, da war er im Freibad.


    sind die Extremistuationen offenbar nicht so Pertwees Stärke. Als 'Todesangst' auf dem Unterrichtsplan stand, war er offenbar auch nicht anwesend. ;)


    Das gibt ein 'gut' in der Bewertung.


    Ach ja, könnte jemand mal den Eingangspost dahingehend ändern, dass es der 3. Doctor und Jo sind?

  • Cool, der Master spielt "The Devil's Triangle" von King Crimson. Das war damals ganz neue Musik. Naja, weil es eine Bearbeitung von Holsts "Mars the Bringer of War" ist, wohl doch nicht so neu.


    Ach ja, wer es mal in Gänze hören will:



    Zur Bewertung der Folge melde ich mich nochmal, wenn ich sie durch habe, aber bisher ist nicht schlecht.

  • Zur Story wurde ja schon Einiges gesagt.


    Zur DVD: Die Colorierung ist durchaus gelungen, wobei die "handcolorierte" erste Epiosode deutlich schärfer wirkt, als die übrigen automatisch (aufgrund verbleibender Farbinformationen in der Schwarzweißkopie) colorierten Folgen, bei denen sich die Farben manchmal ein wenig "verselbstständigen". Bei den Extras hätte ich mir zusätzlich ein Special über die Technik des Nachcoloierens gewünscht. Es hat mich gefreut, im ersten Extra den "Brigadier" noch einmal in Interviews beim Gang durch die Festung zu erleben. Was mir auch immer gefällt ist ein "Now and then", wenn die Drehorte mit ihrem heutigen Aussehen gezeigt werden. Im Falle der Festung hat sich naturgemäß nicht viel verändert.


    Gruß
    Roland

  • Hab mir gerade die Folge angesehen und bin natürlich stark erfreut. Das ist eine der wirklich guten Folgen der Pertwee-Ära. Die üblichen Kritikpunkte wie die obligatorischen Längen in der Story sind praktisch nicht vorhanden, ständig kommt was Neues und die Geschichte ist bereits von Anfang an so undurchsichtig, gleichzeit ist sie sehr kultig, gerade wenn der Doctor den Brigadier beim chinesischen Vertreter doof stehen lässt und mit ihm einen chin. Dialekt spielt. Sowieso sind die Hokkien- und Mandorin-Reden schon recht gut eingebaut. Der Brigadier kann zudem gut glänzen in der Geschichte. Der Master ist von grundauf böse und verschlagen und am Anfang wirklich schwer durchschaubar. Die Location ist mit dem Dover Castle toll und die Colourierung ist auch sehr gut gelungen, beim ersten Sehen würde man nicht darauf kommen, dass es in Schwarz/Weiß ausgestrahlt wurde... Auch der Doctor kann im entscheidenden Moment wieder laut "Hai" schreien und seine Kampfkünste zeigen ;) So muss einfach eine Geschichte aus der Pertwee-Ära sein!


    Es gibt dann doch einen kleinen Kritikpunkt. Denn neben dem etwas seltsam wirkenden Überfall auf die Missile (die gefährlichste Rakete des Vereinigten Königreichs wird von 5 UNIT-Soldaten offen eskortiert und und gut sichtbar in der kompletten Gegend rumgefahren???) strotzt die Geschichte vor militärischer Gewalt. Gerade als UNIT das Gefängnis stürmt, sieht man Bilder, die man heute wohl nicht mehr im Fernsehen sehen dürfte. UNIT-Soldaten schießen die bösen Gefängnis-Meuterei zu Tode und selbst dann, wenn sie von hinten angreifen, also den Gegner leicht entwaffnen könnten. Das wird im Making-Of zwar erklärt, denn die Nahaufnahmen waren wohl anfangs nicht geplant und man hat sie aus Zeitgründen dann schnell gedreht, das führt aber zu der etwas stumpfen Gewalt- und Tötungsorgie von UNIT, die man (heute) eher russischen als britischen Elitetruppen zutrauen würde... Ob die Story das nun wirklich gebraucht hat, ich mags mal bezweifeln...


    "But that's OK: we're all stories, in the end. Just make it a good one, eh?
    Because it was, you know, it was the best: a daft old man, who stole a magic box and ran away.
    Did I ever tell you I stole it? Well, I borrowed it; I was always going to take it back.


    Oh, that box, Amy, you'll dream about that box.
    It'll never leave you. Big and little at the same time, brand-new and ancient, and the bluest blue, ever."

  • Die Folge wurde schon in Farbe ausgestrahlt, aber die Farbkopien wurden vernichtet, daher das Neucolorierung.

    Da, aber sehr viel später. Die VHS-Version ist noch in SW. Aber das halte ich eh für ein Luxusproblem. Farbe ist nice to have, aber wenn die Folge nur SW ist, trübt das nicht den Genuss. Ganz imm Gegensatz zu den Rekonstruktionen, wo sich die fehlenden bewegten Bilder sehr stark auf das Sehvergnügen auswirken.

  • Also ich war von dieser Folge nicht begeistert.
    Immer noch ist der Doctor auf der Erde gefangen. Eine Tardis ist weit und breit nicht zu sehen.
    Wieder taucht der Master auf, der sich langsam zum Dauerschurken entwickelt und überhaupt fand ich 6 Teile viel zu lang, weshalb ich lange gebraucht habe die durch zu sehen.
    Mir fehlte schlichtweg die Lust. Vieles hat sich ja immer wieder wiederholt wie dieser Mentale Angriff des Parasiten.

  • Zitat

    Wieder taucht der Master auf, der sich langsam zum Dauerschurken entwickelt


    Diese (natürlich nicht unbedingt falsche) Aussage schon nach der zweiten Folge. Bemerkenswert!

    If someone asked me to write on the sex life of the Eskimo, I’d say ‘That’s always been a particular interest of mine

    -Terrance Dicks

  • Die Serie heisst ja schließlich auch "TARDIS". :rolleyes:

    P.S.: Sollten Sie Dr. Allen sehen, erschießen Sie ihn und lösen

    Sie den Körper in Säure auf. Verbrennen Sie ihn auf keinen Fall.

  • Ich fand die Folge am Anfang sehr gut die Story mit der Maschiene die aus gefährlichen Menschen harmlose machen soll fand ich sehr interessant. Auch fand ich den Master in dieser Folge viel besser als in der letzten, den ganzen nebenplot mit der Friedenkonferenz fand ich hingegen was langweilig es war zu offensichtlich das der Master dahinter steckt, die einzige gut Szene was wo der Doctor sich mit Fu Peng auf Manderin unterhalten hat und der Brigadier schaut blöd aus der Wäsche.
    Wo der Doctor wieder nach Stangmoor Gefängnis gefahren ist war die Folge wieder spannender, Jo hat mir hier sehr gut gefallen anstatt rumzuheulen und zu schreien hat sie Aktiv mit geholfen ihre Geiselnehmer zu besiegen, was mich langsam nervt ist das rumgeballere von UNIT bis jetzt kam es in jeder Folge vor das UNIT irgendwas gestohlen wurde und danach wird jeder abgeknallt das nervt nur noch.
    Zum schluss wurde die Folge wieder etwas langweilig es war klar das der Master abhauen konnte, dieser Barnham tat mir schon was leid erst verändert diese Maschiene seinen Verstand und dann wird er auch noch umgefahren.



    Achja ja das der Doctor vor den Daleks und Caybermen angst hat war auch keine große überraschung, die Szene war beim ersten mal gut gemacht worden.
    Von mir bekommt die Episode ein gut der Anfang mit dem Gefägnis war Spannend die Friedeskonferenz weniger, und zum schluss sackte die Folge was ab.

  • Ich fand die Folge damals auch sehr kurzweilig. Daumen hoch!


    PS: Ich finde es immer schön, wenn ein weiterer sich die Classic Folgen anschaut. Ganz toll, wenn dieser jemand sich diese sogar chronologisch anschaut.
    Wenn jetzt noch eine vernünftige Rechtschreibung dazu kommt, wäre das super! Ich meine damit nicht mal "kleinere" Flüchtigkeitsfehler sondern eher Satzbau und Grammatik.


    Nicht böse gemeint, aber immerhin ist dies hier noch ein Forum und kein Facebook :)


    LG
    Jürgen

  • Ich erwähnte bereits an anderer Stelle, dass das Internet trotz anderslautender Gerüchte kein rechtschreibfreier Raum ist.


    Aber nun zurück zum Thema: einige Leute echauffieren sich darüber, dass der Master der typische Bösewicht ist. Ich hingegen finde das klasse. Dann werden die Erwartungen erst mal erfüllt. Außerdem ist beim Delgado-Master noch das Lustige, dass er so überheblich dabei ist, den Doctor zu vernichten, dass er nicht den Haken in seinem Plan erkennt und schließlich mit dem Doctor zusammen arbeiten muss, nur um selbst mit heiler Haut aus der Sache zu kommen.


    Ergänzung 06.12.2015: Ich habe das Serial dieses Wochenende nochmal gesehen, und es ist klasse. Die Dialoge zwischen dem Doctor und dem Master ("Yes, I guessed so far" - "Come on, Doctor, we are both Timelords"), die gekränkte Eitelkeit des Doctors, die ihn fast sein Alter verplappern lassen ("If I WERE a scientist? I AM a scientist and have been a scientist for a thousand..."), lustige UNIT-Dialoge ("Cheshire cat, Yates, cheshire cat", "Must be Hokian" - "No Doctor, he ist Chinese"), die lustigen Szenen wie das Kamerawinken am Anfang oder der chinesische Abgeordnete, der sich nur mit dem Doctor unterhält und den Brig einfach ignoriert. Und dann die Ängste des Doctors, am Anfang das Feuer, zu dem der Doctor später Jo erzählt, dass er mal ein flammendes Inferno auf einem Planeten mitgemacht hat - wenn er wüsste, was für ein Inferno ihn eines Tages auf Gallifrey erwartet...
    Das sind alles so liebevolle, augenzwinkernde Dinge, die heute nicht mehr vorkommen oder in der Hektik untergehen.


    1. 9thdoc 2. 2nddoc 3. 1stdoc 4. 7thdoc 5. 4thdoc 6. 2_1Doc 7. 11thdoc 8. 8thdoc 9. 6thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc 12. 5thdoc

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  • The Mind of Evil ist ein wirklich kurzweiliger 6-Teiler, der einfach Spaß macht. Die Grundidee der Maschine, die das Böse aus den Menschen entfernt, ist interessant und auch die Umsetzung ist (bis auf die schrecklich redundanten Cliffhanger) gelungen. Merkwürdig ist hier nur, dass der erste Tote tatsächlich Klauenspuren hatte, obwohl die Ratten ja eigentlich nur imaginär sind.


    Der Master (aka Emanuel Keller) ist hier wieder in Höchstform und sorgt wieder für ein paar tolle Szenen zwischen ihm und dem Doktor. Die anderen Charaktere (Cho Lee, Miller und der chinesische Botschafter) sind eigentlich auch alle recht interessant. Toll fand ich auch wie gut der Doktor sich mit dem chinesischen Botschafter verstanden hat. Auch Jo ist hier nicht mehr das "dumme Blondchen" sondern wird richtig aktiv und denkt gut mit. Dadurch, dass man die drei Hauptcharaktere Doctor/Brig/Jo (die übrigends ganz klasse miteinander harmonieren)
    immer mal abwechselnd in verschiedenen 2:1 Konstellationen hat und durch die verschiedenen ineinander verwobenen Handlungsstränge kommt eigentlich auch nie Langeweile auf.


    UNIT beweist hier auch endlich mal Kompetenz, indem sie ein trojanisches Pferd benutzen, um in die Gefängnisfestung einzudringen. Nur die Auflösung der ganzen Geschichte war dann wieder ein bisschen merkwürdig: Anstatt einfach ein paar UNIT-Soldaten hinten in den VAN zu packen, nehmen sie die Maschine mit und aktivieren sie dann.


    Alles in allem schon wieder eine richtig schöne Pertwee Folge. 7/10 Punkte!
    Staffel 8 gefällt mir beim Rewatch irgendwie doch viel besser, als ich sie in Erinnerung hatte.

    "Der moderne Hexenmeister transferiert Raum und Zeit in seiner verrückten Telefonzelle"

  • Das Serial will zu viel. Das macht es nicht wirklich schlecht, aber es verhindert eben, dass es sein volles Potenzial entwickelt. Anfangs denkt man noch, dies wird eine Doctor Who Version on A Clockwork Orange, was ich sehr gut gefunden hätte. Dann kommt die politische Komponente mit der Friedenskonferenz hinzu und des Masters Versuch, diese zu manipulieren. Alles noch okay, ein Sechsteiler braucht anders als ein Vierteiler mehr Handlung und zwei anfangs noch seperate Handlungen miteinander zu verflechten, ist nicht die dümmste Idee. Dann kommt allerdings die Handlung um die Rakte hinzu. Anstatt sich auf das Wesen in der Maschine, den Gefängnisaufstand und die politischen Vorgänge auf der Konferenz zu konzentrieren, musste noch ein Action-Element eingeführt werden, was die Geschichte einfach mehr verworren macht. Dies zeigt sich auch daran, dass die ersten zwei, drei Teile super funktionieren und danach langsam zerfasern und es schwerer wird, sich auf das, was auf dem Bildschirm passiert, zu konzentieren.


    Und das ist wirklich schade, denn wenn man den gesamten Rakten-Plot gestrichen hätte und sich stattdessen auf die Handlung um das Gefängnis und die Implikationen darüber, was es bedeutet, keinen bösen Teil der Persönlichkeit mehr zu haben, konzentriert hätte, wäre die Folge womöglich ein richtiges Highlight. Nicht nur weil die Folge dann weniger oberflächlich gewesen wäre, sondern auch weil die Charakter wirklich gut sind. Der Doctor und der Master sind in Topform und ihre Interaktion ist einfach köstlich. Auch Jo gefällt mir hier besser als in Terror of the Autons und man sieht den Anfang einer Charakterentwicklung zu einem selbstständigen und intelligenten Charakter, weg von dem Dummchen, das immer fragt "was ist das Doctor?" und dann irgendetwas umrennt. Mailer, Barnham, der Prison Governor, Chin Lee und Fu Peng waren tolle Gastcharaktere, deren Handlung auch ohne die verdammte Rakte abgeschlossen gewesen wären. Der einzige, der darunter etwas gelitten hätte, wäre Mike Yates gewesen, aber selbst dann hätte man ihm einiges zu tun geben können.


    Besonders hervorheben möchte ich auf der Charakterebene noch den Brigadier und seinen Plan das Gefängnis zu stürmen. Hier zeigt er, dass er kein Idiot ist und zurecht den Rang eines Brigadiers inne hat. Generell ist der Brigadier inzwischen wirklich einer meiner absoluten Lieblingscharaktere, besonders in seiner Interaktion mit dem dritten Doctor. Jon Pertwee und Nicholas Courtney haben eine wirklich großartige Chemie.


    Ebenfalls positiv anzumerken, ist die Regie von Timothy Combe. Es ist wirklich schade, dass er hiernach kein weiteres Serial drehen durfte.


    FAZIT: Nachdem ich das Serial gesehen hatte, hätte ich nur 6 Punkte geben, nachdem ich aber Zeit hatte, darüber nachzudenken und mir das Positive aus den ersten Teilen in Erinnerung zu rufen, gehe ich doch auf 7 Punkte hoch. Macht also ein "gut", wenn auch nur ein knappes.

  • Was? Mind of Evil ist eine der genialste Pertwee-Folgen überhaupt. Punkt. ;-)
    Nee, im Ernst: das Spiel zwischen Doctor und Master ist einfach nur genial, auch der Brig und UNIT sind in Hochform und der MacGuffin, die Keller-Apparatur, ist gut platziert. Die Gefangenenrevolte ist jederzeit spannend, genauso wie das Katz- und Maus-Spiel, dass der Doctor und Jo mit dem Master und Mailer treiben. Und dann ist da noch die unbekannte Komponente Barnham. Die Sache mit der Langstreckenrakete diente letztlich dazu, noch eine echte Gefahr reinzubringen und dem Master noch einen größenwahnsinnigen Plan an die Hand zu geben. Das minutiöse Anzetteln der Gefangenenrevolte hätte sonst keinen Sinn ergeben.


    1. 9thdoc 2. 2nddoc 3. 1stdoc 4. 7thdoc 5. 4thdoc 6. 2_1Doc 7. 11thdoc 8. 8thdoc 9. 6thdoc 10. 10thdoc 11. 3rddoc 12. 5thdoc

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